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[322][323] "Hinter dem Spiegel" / "Through the looking glass"

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  • [322][323] "Hinter dem Spiegel" / "Through the looking glass"

    The ambush for the Others goes awry and ends with Sayid, Jin, and Bernard getting captured. Ben is informed of Charlie's prescence in the Looking Glass station and sends Mikhail to "clean up" the situation. He then embarks with Alex to meet the survivors heading for the radio tower. In spite of increasing concern amongst the survivors, Jack resolutely continues on their trek. Flashbacks show him at a very low point of his life, where he is suicidal and drug addicted.
    Quelle

    Ich hatte gelesen, dass wir es irgendwann mit einem Flash Forward zu tun bekommen würden. Nur hatte ich nicht damit gerechnet, dass dies schon für das Finale geplant war. So war ich während der Folge doch etwas am rumrätseln, ob dies nun schon ein Blick in die Zukunft ist, oder nicht. Ich weiß nicht ob es sie mir aufgefallen wären, wenn ich völlig unvorbereitet in die Episode gegangen wäre, aber es gab doch im Verlauf eine ganze Reihe an Hinweisen, dass wir uns in einer Zeit nach dem Inselaufenthalt befinden.

    Was bedeutet dies nun für die Serie? Irgendwie fühle ich mich wie nach dem Ende der zweiten Alias Staffel. Alles und nichts ist möglich. War das die tatsächliche, unabänderliche Zukunft oder nur ein möglicher Ausgang der Ereignisse? Sind die Losties tatsächlich gerettet? Warum kennt Jack, obwohl er von der Insel gekommen ist, offensichtlich ihre Position nicht? Wem gehört das Schiff vor der Insel? Leuten von Dharma? Fragen über Fragen.

    Die Episode gefiel mir jedenfalls erneut richtig gut. Die Spannung war konstant am Anschlag, wobei neben all dem Drama auch der Humor nicht zu kurz kam. Der Höhepunkt war für mich die "Hurley rettet Sayid und Co mit Hilfe des Dharma Vans" Szene. Echt klasse. Sawyer hat danach ja kurzen Prozess mit Tom gemacht, aber ob er wirklich tot ist? Einige Leute auf der Insel haben die notorische Eigenschaft selbst schwerste Verletzungen zu überleben. Wir werden herausfinden, ob Tom auch ein "Immortal" ist, wie Mikhail, Richard und offensichtlich Locke. Wo bleiben die Highlander Theorien?

    Jack darf Ben verkloppen, was ich irgendwie als sehr befriedigend empfand. Benjamin gefiel mir ja wieder richtig gut. So schön umheimlich, selbst im Zustand der Niederlage. Michael Emmerson und die Lost Produzenten haben einen Charakter geschaffen, der glaube ich, noch lange nach dem Ende der Serie als einer der besten Antagonisten der Fernsehgeschichte in Erinnerung bleiben wird.

    Ganz nebenbei darf dann Charlie doch noch dahinscheiden. Im Strudel der Ereignisse ging dies fast unter. Jedenfalls bekam er eine schöne Todesszene und mehr will man gar nicht verlangen.

    Insgesamt bildet "Through the looking glass" ein äußerst gelungenen Abschluss einer sehenswerten Lost Staffel, die nach mäßigem Auftakt zum Ende hin immer mehr in Fahrt gekommen ist. Vielleicht war es sogar die beste der Serie. Im letzten Jahr nach dem Ende der, über weite Strecken langweiligen und ereignisarmen, zweiten Staffel, war ich nicht sicher ob ich die dritte überhaupt schauen sollte. Ich bin froh, dass ich es gemacht habe und mit Vorfreude erwarte ich nun im Januar 08 die vierte Season Lost.
    1
    ****** eine der besten Folgen aller Zeiten!
    62.50%
    20
    ***** sehr gute Folge - hat alles, was die Serie ausmacht!
    31.25%
    10
    **** gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    6.25%
    2
    *** vollkommen durchschnittliche Folge!
    0.00%
    0
    ** relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    0.00%
    0
    * eine der schlechtesten Folgen aller Zeiten!!
    0.00%
    0
    Für einen Euro durch die Spree, nächstes Jahr am Wiener See. - Treffen der Generationen 2013
    "Hey, you sass that hoopy Ford Prefect? There's a frood who really knows where his towel is." (Douglas Adams)

  • #2
    Ich hatte gelesen, dass wir es irgendwann mit einem Flash Forward zu tun bekommen würden. Nur hatte ich nicht damit gerechnet, dass dies schon für das Finale geplant war. So war ich während der Folge doch etwas am rumrätseln, ob dies nun schon ein Blick in die Zukunft ist, oder nicht. Ich weiß nicht ob es sie mir aufgefallen wären, wenn ich völlig unvorbereitet in die Episode gegangen wäre, aber es gab doch im Verlauf eine ganze Reihe an Hinweisen, dass wir uns in einer Zeit nach dem Inselaufenthalt befinden.
    Ich hatte von den Flash-forwards gar keine Ahnung. Deshalb hab ich das mit der Zukunft erst ganz am Ende gerafft. Die ganze Zeit dachte ich, das ginge nochmal um den Tod von Jacks Vater oder so. Bis dann Kate am Ende da war. Welche Beerdigung war das denn nun? Bens?

    Wo kam auf einmal Walt her? Warum will Mikhail einfach nicht sterben? Wieso geht Penny ans Videotelefon im Looking Glass?

    Hmm, wurden eigentlich auch Fragen beantwortet im Finale?
    Lieber eine Kerze anzünden, als über die Finsternis klagen.
    Schrimps und Krabben haben das Herz im Kopf.

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    • #3
      Charlie war ein Idiot Da wäre dermassen viel Zeit geblieben den Raum gemütlich zu verlassen und einfach wieder rauszuschwimmen. Bis die ganze Station vollgelaufen wäre dauert es sicher 20min. Auch irgendwie seltsam, das Penny genau zu diesem Zeitpunkt versucht Kontakt mit einer Insel aufzunehmen, von der sie gar nicht weiß dass sie existiert.

      Bin mal gespannt ob die 4 Staffel jetzt wirklich einige Zeit in der Zukunft spielt (siehe BSG oder Alias) oder ob man da wieder zurückrudert. Ich fand es auch irgendwie unfair, das man da als Zuschauer gezielt hinters Licht geführt wurde, schließlich fordert Jack den anderen Arzt auf seinen Vater runterzurufen.

      Die Insel dürfte ja jetzt, wo der Funk nicht mehr blockiert ist deutlich einfacher zu kontaktieren sein.
      "Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht ist zu Recht ein Sklave"
      (Aristoteles 384 v.Chr. - 322 v.Chr.)

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      • #4
        Zitat von TheJoker Beitrag anzeigen
        Die Insel dürfte ja jetzt, wo der Funk nicht mehr blockiert ist deutlich einfacher zu kontaktieren sein.
        Das ist ja ganz offensichtlich nicht der Fall. Sonst würde Jack ja nicht so verzweifelt versuchen durch einen weiteren Flugzeug-Absturz auf die Insel zu kommen. Nach den Karten in seiner Wohnung zu urteilen, weiß er trotz Rettung auch nicht, wo die Insel ist.

        Außerdem bin ich mir nicht so sicher, ob der Spruch über seinen Vater wirklich eine Falschaussage war. Immerhin hat Jack den leeren Sarg seines Vaters gefunden und auch seinen Vater getroffen. Die Insel hat schon bei vielen Leuten sehr erstaunliche Dinge gezeigt, vor allem was Tod und schwere Verletzungen angeht.
        In dem Sinne glaube ich nicht, dass der Spruch mit seinem Vater die Zuschauer unbedingt davon ablenken sollte, dass es Flash Forward ist, sondern vielleicht deutet das einfach auf mehr hin. Es sieht ja so aus, dass zwischen dem Anruf auf der Insel und der gezeigten Zukunft irgendwas (zumindest aus Jacks Perspektive) gewaltig schief gelaufen sein muss.
        Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
        Makes perfect sense.

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        • #5
          Bescheiden bescheiden sag ich nur.

          Irgendwie schade.
          In der 2 Season machte LOST den Fehler allzu übertrieben viele Fragen einzuwerden und dann mit einem ziemlich unbefriedigenden Finale einen Sandkasten-Cliffhanger zu fabrizieren. Die 3. Season trumpfte dennoch stark auf und liess hoffen.
          Tja, und nun das!

          Nein wirklich, ich bin doch arg enttäuscht.
          Klar, es bleiben viele Fragen, der Boden für die 4. Staffel ist ausgelegt, und wieder dürfen wir am hingeworfenen Miniknochen nagen. Ärgerlich.

          Hurleys selbstlose Bullifahrt war ein wirkliches Highlight.
          Emotionale Szenen waren teils sehr schön in Szene gesetzt.
          Charlys Tod (oder auch nicht) und sein Blick in Desmonds Augen haben mir schon eine Gänsehaut bereitet.

          Ben spielt wie immer souverän den Insel-Mephisto und hat auch in dieser Doppelfolge überzeugt.

          Fazit:

          Tolle Season, mäßiges Finale,welches nur durch den gut ankonditionierten Suchtfaktor von uns Losties garantieren wird, dass wir wieder Fingernägel kauend auf die Eröffnungsfolge der 4. Season warten.
          "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
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          • #6
            Alles in allem ein Finale, das ich deutlich besser fand als das von Staffel 2. Ärgerlich finde ich, dass viele Fragen unbeantwortet blieben, wenngleich man sehr zielstrebig unterwegs war.

            Ich nehme an, das Naomi zur Dharmainitiative gehört. Ich verstehe allerdings nicht wie Locke sie so ohne weitere tötet und bei Jack dann halt macht ... Aber eher den Mord an Naomi. Man hat ja schon in den vorigen Folgen gesehen, dass er kein Killer ist - und nun das? O_o

            Ansonsten fand ich Charlies Ende (oder auch nicht) eher schwach. Der hätte locker durch das Fenster gepasst. Also ganz rauf schwimmen, warten bis der Raum überflutet ist und dann durchs Fenster nach oben. Das hätte man - sofern man ihn wirklich sterben lassen will, besser lösen sollen.

            Auf jeden Fall scheint die Handlung auf der Insel nicht zu Ende zu sein. Auch wenn Rettung naht gibt es einfach noch zu viele offene Fragen. Selbst die aktuelle Inselhandlung ist noch nicht abgeschlossen. Richard und die Others sind auf dem weg zu einem Tempel ...

            Also ich nehme an, dass die Rettung nicht so passiert wie geplant, oder dass die 4. Staffel in der Zeitspanne spielen wird die wir in den Flash Forwards gesehen haben. Am Ende der 4. Staffel wird Jack dann eine Möglichkeit finden sich selbst auf der Insel zu kontaktieren und die Rettung verhindern. Und in den folgenden 2 Staffel werden dann nach und nach die offenen Fragen gelüftet ...

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            • #7
              Das sie – die letzte Folge der dritten Staffel, die die nächsten Wochen – wie ich hoffe – für eine Menge Diskussionsstoff sorgen wird.
              Ich hatte schon im Vorfeld von den Flashforwards gehört, die ich beim sehen eher mäßig spannend fand, aber der ganzen Tragweite werde ich mir wohl jetzt erst langsam bewusst. Das war er, der lang angekündigte "Game-Changer". Die Kontaktierung von Naomis Boot hat offenbar Ereignisse in Gang gesetzt, die zwar letztlich zur Rettung der Gestrandeten führten, aber irgendetwas muss dabei gewaltig schief gegangen sein.
              Die große Frage ist nun: Ist das tatsächlich die Zukunft, nur eine alternative Zukunft oder gar so etwas wie eine Parallelwelt? Wir werden uns wohl noch eine ganze Weile gedulden müssen, bis wir Antworten bekommen. Schließlich wissen wir heute immer noch nicht, was die Implosion von "The Swan" damals eigentlich bewirkt hat und was es mit den Polarforschern auf sich hat.
              Im Gegensatz zu den beiden vorhergehenden Staffel-Finalen gibt es dieses mal kaum Anhaltspunkte, wie es in der nächsten Staffel weitergehen könnte. Wahrscheinlich wird die Auseinandersetzung mit der Besatzung von "Nicht-Pennys-Boot" ein zentrales Thema sein. Aber wie wird die Geschichte erzählt werden? Werden wir die Geschehnisse auf der Insel in Form von Flashbacks aus der Perspektive der Überlebenden in der Zukunft erzählt bekommen oder aber wird die Geschichte so weitererzählt wie bisher (und die Flashforwards kommen nur als ein Stilmittel von vielen vor)?

              Aber fassen wir an dieser Stelle vielleicht einmal die wichtigsten Resultate der Episode zusammen:
              - Die Others sind geschlagen und werden in Zukunft als Bedrohung – wenn überhaupt – nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Dass es so schnell mit den Others vorbei ist, hätte ich dann doch nicht gedacht.
              - Die restlichen Others unter der Führung von Alpert sind auf dem Weg zum Tempel. Zum Spaß werden die dort sicher nicht hingehen – dort wird irgendetwas besonderes sein.
              - Walt bzw. das Rauchmonster in Gestalt von Walt ist aufgetaucht und hat Locke mit einer wichtigen Aufgabe betraut: den Kontakt zur Außenwelt zu unterbinden. (Ich hoffe immer noch auf eine plausible Erklärung, weshalb Walt so groß ist.)
              - Familie Rosseau (Mutter und Tochter) ist wiedervereint.
              - Charlie ist tot. (Ich persönlich finde es schade, weil ich ein Freund von (vermeintlich) schwachen Charakteren bin, die in Krisensituationen über sich hinauswachsen.)
              - Die Leute von "Nicht-Pennys-Boot" führen offenbar nichts gutes im Schilde.
              - Penny sucht offenbar weiter nach Desmond. Verwundert hat mich allerdings, dass Charlie so ohne weiteres Kontakt mit ihr aufnehmen konnte. Dass Penny schon gleich auf Sendung war, kam mir doch etwas komisch vor.
              - Jemand von den Losties wird in der Zukunft sterben (siehe Sarg). Ich tippe mal auf Locke, Ben oder Michael. Wahrscheinlich wissen es die Autoren selbst noch nicht genau und wollen sich das noch offen halten.

              Zitat von EREIGNISHORIZONT
              Bescheiden bescheiden sag ich nur.
              Ich habe aus Deinem Posting nicht herauslesen können, was genau Du doof fandest.

              Zitat von cmE
              Ansonsten fand ich Charlies Ende (oder auch nicht) eher schwach. Der hätte locker durch das Fenster gepasst. Also ganz rauf schwimmen, warten bis der Raum überflutet ist und dann durchs Fenster nach oben. Das hätte man - sofern man ihn wirklich sterben lassen will, besser lösen sollen.
              Ich fand's ok so. Klar könnte man vielerlei bemängeln, so unter anderem, warum er sich überhaupt da eingeschlossen hat (Zeit zur Evakuierung der Station wäre ja wahrscheinlich reichlich gewesen). Man sollte in diesem Zusammenhang aber vielleicht nicht vergessen, dass Charlie kein Profi ist und dass vom Fernsehen aus bestimmte Dinge einfacher aussehen, als sie in Wirklichkeit sind.
              Mein Profil bei Last-FM:
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              • #8
                Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                Ich habe aus Deinem Posting nicht herauslesen können, was genau Du doof fandest.
                cmE hat es eigentlich für mich schon benannt.

                Zu viele offene Fragen. Ich finde es einfach überreizt, die ganzen Pfade zum Cliffhanger, also Walt zum Beispiel, Desmonds Freundin und dann auch die Vorhersehbarkeit, dass Ben nur blufft mit der Exekution der 3 Losties am Strand. ZucmE mindest ging es mir so, dass ich sicher war, dass Ben genau das macht, wes er so vehement negiert. Nämlich bluffen.

                Mir ist das alles einfach zu "ausgefranst", so will ich es mal nennen.
                Klar, ich kann an vielen "Fransen" festhaten, dennoch fehlt durch die Masse irgendwie der Kick, die wirkliche Spannung.
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                • #9
                  @ Ereignishorizont

                  Ja, gut – das mit den vielen noch offenen Fragen hat vor allem zwei Gründe. Zum einen will man die Serie noch ein paar Jahre laufen lassen (was immer man davon auch halten mag). Zur Aufrechterhaltung der Spannung ist es daher notwendig, sich einige Antworten aufzusparen (z.B. hinsichtlich der Identität des Monsters). Andere Handlungsstränge müssen dagegen eher aus technischen/logistischen Gründen offen gelassen werden. Zum Beispiel wollten die Autoren – so wie ich gelesen habe – zum Staffelfinale unbedingt Michael zurück in die Serie bringen, aber der Schauspieler hat aus Zeitgründen absagen müssen. Deswegen liegt die Geschichte nun auch erst einmal brach. So ist das leider.
                  Andererseits muss man doch zugeben, dass uns die dritte Staffel wirklich viele Antworten gebracht hat und dass eine Menge Handlungsstränge recht passabel aufgelöst wurden.

                  Was die fehlende Spannung angeht … naja, der Monster-Cliffhanger ist natürlich ausgeblieben. Und es stimmt natürlich auch, dass einiges ziemlich vorhehrsehbar war. Man konnte sich z.B. schon ausrechnen, dass drei wichtige Charaktere nicht einfach mal so ins Gras beißen.
                  Andererseits auch hier wieder der Hinweis, dass die Lost-Autoren sich eine ganze Menge origineller und cooler Sachen haben einfallen lassen, die man so sonst in kaum einer anderen Serie zu sehen bekommt. Zum Beispiel kannte man das Erzählen aus unterschiedlichen Perspektiven (z.B. die Szene mit dem Licht aus "The Swan" in 1.19 und 2.24) bisher nur aus Independent-Filmen á la "Pulp Fiction". Als hausbacken oder ausgefranst kann man "Lost" aus meiner Sicht daher nicht bezeichnen.
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                  • #10
                    Also Lost ist so ziemlich das beste, das es seit B5 im TV gab.
                    Man darf nur einen Fehler nicht machen, wenn es dann mal zum Ende kommt, die Fragen wie bei Akte X lieblos und weltlich lösen, dann lieber etwas mehrdeutig oder offen stehen lassen. Der Zuschauer kann ruhig auch mal selber denken, nicht alles mus vorgekaut werden.

                    Der Cliffhanger war imho weniger spannend als der vorhergehende, aber um so überraschender. Da ich nie Spoiler las hätte ich so was niemals erwartet. Das zeugt von mut, hoffentlich macht man was draus.

                    Mal ne Frage zu Charlie:
                    Ließ sich die Türe von beiden Seiten verschließen, wenn nicht würde das seine Reaktion erklären. Denn ansonsten wären sie wohl beide gestorben.

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                    • #11
                      Fand das Finale insgesamt wirklich gelungen. Ich war allerdings ein bisschen überrascht, wie viele Leute gestorben sind. Das war ja ein regelrechtes Massaker. Für kurze Zeit hatte ich sogar mal Angst um Sayid, Jin und Bernard. Allerdings konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass gleich drei Charaktere derart unspektakulär rausgeschrieben werden.
                      Charlies Tod fand ich dann doch deutlich tragischer. Ich mochte ihn und werde ihn sicher vermissen. Für mich sah es nicht so aus, als ob es eine absolute No Win-Situation für ihn war, er hätte da IMHO durchaus noch rauskommen können. Ich hatte aber eher den Eindruck, dass er es gar nicht erst versuchte. Ihm war ja klar, dass er sterben wird und man merkte ja im Vorfeld schon, dass er sich damit abgefunden hatte.
                      Mich würde eher interessieren, warum Mikhail so ein Stehauf-Männchen ist bzw. ob es ihn dieses Mal endgültig erwischt hat.

                      Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                      - Die Others sind geschlagen und werden in Zukunft als Bedrohung – wenn überhaupt – nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Dass es so schnell mit den Others vorbei ist, hätte ich dann doch nicht gedacht.
                      Warum sollen die Anderen geschlagen sein? Ok, die Losties haben einen entscheidenden Sieg errungen und Ben in ihre Gewalt gebracht. Allerdings sind noch genügend Andere übrig und ich sehe eigentlich keine wirklichen Anzeichen dafür, dass diese sich jetzt einfach geschlagen geben.
                      - Jemand von den Losties wird in der Zukunft sterben (siehe Sarg). Ich tippe mal auf Locke, Ben oder Michael. Wahrscheinlich wissen es die Autoren selbst noch nicht genau und wollen sich das noch offen halten.
                      Das möchte ich jetzt einfach mal dezent anzweifeln
                      Die Autoren haben gerade in der dritten Staffel gezeigt, wie gut sie wichtige Aspekte der Serie schon im Voraus durchgeplant haben. Unter anderem sieht man das auch an Charlies Tod: Desmonds Zukunftsblitze fingen schon in der dritten Folge an und seither musste klar sein, dass Charlie sterben wird. Und dass der Sinn dieses Todes eine spontane Eingebung beim Schreiben des Finales war, halte ich für abwegig.
                      Es würde mich, nach allem, was ich in den letzten Wochen bei Lost gesehen habe, sehr wundern, wenn da einfach mal auf gut Glück ein Sarg hingestellt würde. Nein, die Autoren wissen, wer da drin liegt
                      "I'm very much of the 'make it dark, make it grim, make it tough,' but then, for the love of God, tell a joke." - Joss Whedon
                      "Bright, shiny futures are overrated anyway." - Lee Adama
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                      • #12
                        Zitat von Mainboand
                        Warum sollen die Anderen geschlagen sein? Ok, die Losties haben einen entscheidenden Sieg errungen und Ben in ihre Gewalt gebracht. Allerdings sind noch genügend Andere übrig und ich sehe eigentlich keine wirklichen Anzeichen dafür, dass diese sich jetzt einfach geschlagen geben.
                        Warum sie geschlagen sein sollten? Naja, ganz einfach: 10 von Ben’s Schergen wurden am Strand niedergestreckt (darunter dieser muskulöse Obermufti und Tom). Die zwei Häschen in der "Bunny"-Station sind auch weg vom Fenster. Mikhail ist eventuell auch tot oder aber kocht sein eigenes Süppchen. Frau Klugh (die Afroamerikanerin) und Picket verweilen auch schon seit geraumer Zeit nicht mehr unter den Lebenden. Ben, der Anführer der Anderen, befindet sich in Gefangenschaft der Gestrandeten. Juliet, Alex und Karl sind zu den Gestrandeten übergelaufen. Der einzige Charakter, der die Anderen jetzt noch repräsentiert, ist Alpert.
                        Das soll jetzt nicht heißen, dass die Anderen jetzt keine Rolle mehr spielen, aber das Staffel-3-Finale hat uns doch allen sehr deutlich vor Augen führen wollen, dass jetzt eine neue Ära anbricht. Ein neuer Feind steht vor der Tür, mit dem die Gestrandeten wohl weniger zu lachen haben werden als mit den Anderen.

                        Zitat von Mainboand
                        Die Autoren haben gerade in der dritten Staffel gezeigt, wie gut sie wichtige Aspekte der Serie schon im Voraus durchgeplant haben. Unter anderem sieht man das auch an Charlies Tod: Desmonds Zukunftsblitze fingen schon in der dritten Folge an und seither musste klar sein, dass Charlie sterben wird. Und dass der Sinn dieses Todes eine spontane Eingebung beim Schreiben des Finales war, halte ich für abwegig.
                        Dass die Sache mit dem Sarg eine spontane Eingebung der Autoren gewesen sein soll, habe ich nicht behauptet. Allerdings wäre es ziemlich unrealistisch, wenn der Tod eines Charakters schon drei Jahre im Voraus geplant werden würde (alles natürlich unter der Prämisse, dass die im Futureflash gezeigten Ereignisse in einer Zeit nach dem Insel-Abenteuer spielen). Da gibt es einfach zu viele Unwägbarkeiten, wie z.B. dass ein Schauspieler aus der Serie aussteigt. Insofern ist die Situation für die Autoren relativ komfortabel. Sie können sich alles offen halten, bis sie Gewissheit darüber haben, wie sich die Serie weiterentwickeln wird und welche Schauspieler noch an Bord sein werden.
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                        • #13
                          Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                          Der einzige Charakter, der die Anderen jetzt noch repräsentiert, ist Alpert.
                          Das soll jetzt nicht heißen, dass die Anderen jetzt keine Rolle mehr spielen, aber das Staffel-3-Finale hat uns doch allen sehr deutlich vor Augen führen wollen, dass jetzt eine neue Ära anbricht. Ein neuer Feind steht vor der Tür, mit dem die Gestrandeten wohl weniger zu lachen haben werden als mit den Anderen.
                          Ok, wir kennen außer Alpert keinen der verbliebenen Anderen mehr. Trotzdem halte ich es für voreilig, sie jetzt schon abschreiben zu wollen. Wir wissen außerdem noch verdammt wenig über diesen "neuen Feind", um jetzt schon dessen Bedrohlichkeit einschätzen zu können. Naomis Auftritt war zwar recht mysteriös, aber auch wenn sie nicht von Penny geschickt wurde, wäre es immernoch sehr gut möglich, dass der Frachter die Losties im Endeffekt rettet bzw. von der Insel holt (ob das eine Rettung ist, steht nach dem Flashforward ja zur Diskussion)

                          Dass die Sache mit dem Sarg eine spontane Eingebung der Autoren gewesen sein soll, habe ich nicht behauptet. Allerdings wäre es ziemlich unrealistisch, wenn der Tod eines Charakters schon drei Jahre im Voraus geplant werden würde (alles natürlich unter der Prämisse, dass die im Futureflash gezeigten Ereignisse in einer Zeit nach dem Insel-Abenteuer spielen). Da gibt es einfach zu viele Unwägbarkeiten, wie z.B. dass ein Schauspieler aus der Serie aussteigt. Insofern ist die Situation für die Autoren relativ komfortabel. Sie können sich alles offen halten, bis sie Gewissheit darüber haben, wie sich die Serie weiterentwickeln wird und welche Schauspieler noch an Bord sein werden.
                          Natürlich können die Autoren dadurch, dass sie nichts verraten, im Notfall immernoch gegensteuern. Allerdings bleibe ich dabei, dass sie ihren Plan haben. Es ist ja gar nicht gesagt, dass wir die Identität des Toten erst ganz am Ende der Serie erfahren. Das kann durchaus schon früher in einem anderen Flashforward passieren.
                          Und mit dieser Folge haben sich die Autoren ja auch schon darauf festgelegt, dass Kate und Jack bis zum Schluss dabei sind, ohne abschätzen zu können ob Matthew Fox oder Evangeline Lilly nicht doch vorher aussteigen wollen. Nachdem die Zukunft der Serie seit Kurzem in trockenen Tüchern ist, dürfte es doch gar nicht so abwegig sein, dass die Macher auch entsprechend planen. Im Übrigen stehen die Schauspieler unter Vertrag, weshalb es realistischer ist, dass die Leute bleiben, anstatt zu gehen. Problematisch wirds erst bei denen, die schon rausgeschrieben wurden (-> Michael )
                          "I'm very much of the 'make it dark, make it grim, make it tough,' but then, for the love of God, tell a joke." - Joss Whedon
                          "Bright, shiny futures are overrated anyway." - Lee Adama
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                          • #14
                            Ich kann mir vorstellen, dass Verträge hin oder her mit Schauspielern, wir noch einige Überraschungen erleben werden, was die Rückkehr einiger Totgesagter angeht.
                            Vertraglich können auch ausgetretene Schauspieler/innen noch mal als Gast auftauchen in einigen Folgen. Z.B. beim Gand Final 2010?
                            "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
                            DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
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                            • #15
                              Die Flashforwards fand ich anfangs sehr verwirrend, aber dann am Ende aufschlussreich.
                              Insgesamt fand ich das Ende der 3. Staffel etwas schwächer als bei den ersten beiden Staffeln. Bei 1 und 2 wurde am Ende immer etwas aufgeklärt. Das vermisse ich bei 3 etwas. Dafür bin ich umso gespannter, wie es weitergeht!
                              www.serienfans.tv

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