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[408] "Mein Name ist Kevin Johnson" / "Meet Kevin Johnson"

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  • [408] "Mein Name ist Kevin Johnson" / "Meet Kevin Johnson"





    Sayid enttarnt Bens Spion auf dem Frachter. Ben hingegen drängt seine Tochter Alex in das Camp zu flüchten, um einen bevorstehenden Angriff zu überleben.

    Lost Episode - 4x08 "Meet Kevin Johnson"


    Wie von vielen schon erwartet, wird hier die Geschichte von Michael und Walt nach dem Finale der zweiten Staffel erzählt. Obwohl nicht on-screen gezeigt ist es doch offensichtlich, dass beide gerettet wurden und jetzt in New York leben. Doch schwere Schuldgefühle plagen Michael und treiben ihn sogar in den Selbstmord aber wir erfahren, dass es als Ex-Insulaner nicht so einfach ist, sich umzubringen. Scheinbar hat Tom, der Michael aus einer Gasse aufliest, darin schon Erfahrung.

    Michael wird schließlich eine Chance gegeben, Wiedergutmachung zu leisten, in dem er als Agent von Tom bzw. Ben auf Widmores Frachter eingesetzt wird. Sein Auftrag ist, die Operation zu sabotieren und seine verbliebenen Freunde auf der Insel vor dem Tod zu retten.

    Nebenbei erfahren wir auch noch, dass es noch weitere Versteckmöglichkeiten auf der Insel existieren. Der "Tempel" soll nach Bens Aussage die Zuflucht der letzten "Anderen" sein und er schickt Rousseau, Karl und Alex dorthin, um sie beschützen. Zumindest scheint es so...
    _____

    Tja, vorläufiges Finale und eine solide Episode, die, was Michael betrifft, die Lücken füllt. Nett fand ich ja, dass wir Tom noch einmal sehen durften. Überhaupt scheint der Serientod kein Grund dafür zu sein, in einigen Episoden nochmal als Gaststars aufzutreten (Libby, Minkowski).

    Das Ende ist natürlich wieder darauf angelegt, einen möglichst großen Cliffhanger zu produzieren. Passt ja irgendwie auch ganz gut so ein Minifinale, schließlich haben wir jetzt vier Wochen Lost-Pause bevor die restlichen Episoden der vierten Staffel ausgestrahlt werden. Trotzdem fehlte das gewisse Highlight, wie in den ersten paar Folgen der Staffel.
    Angehängte Dateien
    1
    ****** eine der besten Folgen aller Zeiten!
    0.00%
    0
    ***** sehr gute Folge - hat alles, was die Serie ausmacht!
    66.67%
    10
    **** gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    13.33%
    2
    *** vollkommen durchschnittliche Folge!
    20.00%
    3
    ** relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    0.00%
    0
    * eine der schlechtesten Folgen aller Zeiten!!
    0.00%
    0
    Zuletzt geändert von maestro; 21.03.2008, 12:53.
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  • #2
    Coole Folge. Neben 4.02 ("Confirmed Dead") und 4.05 ("The Constant") sicher eines der Highlights dieser Staffel. Wie es Michael die letzten anderthalb Seasons so ergangen ist, konnte man sich so ungefähr schon denken. Nichtsdestotrotz war sein Flashback sehr interessant. Wir haben z.B. erfahren, dass Walt bei Michaels Mutter untergekommen ist, dass die Insel noch etwas mit Michael vorhat und ihn deshalb nicht sterben lässt und wie Michael auf den Frachter gekommen ist. Leider wurde nicht gezeigt, wie Michael und Walt gerettet wurden und wie es Walt inzwischen so ergangen ist. Die Entscheidung, Walt nicht zu zeigen, hängt vermutlich mit der Alterung des Schauspielers von Walt zusammen. Ich hoffe trotzdem, dass wir Walt irgendwann wieder sehen werden, da er doch in Staffel 1 eine große Rolle gespielt hat.

    Wie ich im Thread zur Folge der letzten Wochen angedeutet habe, sehe ich einige Ungereimtheiten im Zusammenhang mit der zeitlichen Einordnung der Geschehnisse zwischen 2.24 und 3.17. Michael und Walt wurden vermutlich irgendwann zu Beginn der dritten Staffel gerettet. Der Frachter ist vermutlich ungefähr zur selben Zeit von den Fidschi-Inseln aufgebrochen. Dazwischen jedoch liegen unter anderem die Selbstmordversuche von Michael und dessen Krankenhausaufenthalt. Da haut etwas nicht hin.
    Was mich auch wundert, ist, wann und wie Tom denn überhaupt die Insel verlassen haben soll. Wir haben ihn in der dritten Staffel doch eigentlich sehr oft auf der Insel herumlaufen sehen. Da stimmt was nicht.
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    • #3
      Gelungene Folge, die die Lücke in Michaels Geschichte ordentlich schließt, auch wenn die Zeitabläufe wohl nicht so recht passen.
      Das Wiedersehen mit Tom und vor allem Libby (von der ich Ende der zweiten Staffel nach den Flashbacks von Hurley und Desmond eigentlich mal dachte, dass sie noch etwas öfter zu sehen wäre) war ganz gut. Als ich Cynthia Watros' Namen in den Credits las, hatte ich aber auf einen "echteren" Auftritt gehofft... Immerhin ist sie noch nicht ganz vergessen worden.

      Das Ende war dann aber wirklich schockierend. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass Karl so plötzlich abtreten muss. In so ziemlich jeder anderen Serie wären die drei in dieser Situation erstmal hinter einen sicheren Baum gesprungen... aber nicht bei Lost
      Und dann hat es auch noch Rousseau erwischt. Fragt sich nur, ob sie wirklich tot ist? Und wer hat eigentlich geschossen? Mein erster Tipp wäre, dass die Söldner vom Frachter mit dem Hubschrauber zur Insel gekommen sind. Allerdings weiß ich nach all der Zeit auch, was erste Tipps bei Lost wert sind

      Tja, jetzt heißt es erstmal vier Wochen warten
      Bei dieser Folge sollten aber wieder 5***** angebracht sein.
      "I'm very much of the 'make it dark, make it grim, make it tough,' but then, for the love of God, tell a joke." - Joss Whedon
      "Bright, shiny futures are overrated anyway." - Lee Adama
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      • #4
        Vielleicht wird ja irgendwann nochmal etwas detaillierter auf die Insel-Zeit eingegangen, die ja anders zu verlaufen scheint. Dass das dann alle Ungereimtheiten erklären kann, wage ich aber zu bezweifeln.

        Die Folge war wirklich gut, Michael hat seit langem mal nicht genervt und auch sonst hat eigentlich alles gepasst. Der absolute Knaller war dann aber wirklich der Cliffhanger. Bei den Tätern hab ich auch erstmal an die Söldner vom Frachter gedacht, sonst kämen ja eigentlich auch nur noch die Others in Frage. Sollten sie tot bleiben, wäre es natürlich in sofern schön, dass man sich den Heldentod gespart hätte, allerdings fand ich beide Charaktere in Ordnung.
        Zuletzt geändert von Makrovirus; 22.03.2008, 08:30.
        When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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        • #5
          Ich fand die Episode, gerade als Zwischenfinale, schon etwas enttäuschend. Klar, wir erfahren den genauen Grund, warum Michael nun als Spion für Ben arbeitet, aber in gewisser Hinsicht fehlten mir hier die Überraschungen in der Rückblende. Irgendwie hatte ich von Lost schon erwartet, dass die seit der ersten Episode der Staffel geäußerte Vermutung (Michael ist Bens Spion an Bord des Frachters) doch noch einmal auf den Kopf gestellt wird. Passierte nicht. Vielleicht fand ich die Sache aber auch nur so lala, weil ich Michael halt einfach nicht mag. Ich mochte ihn in den Staffeln 1 und 2 nicht und sein neuerlicher Auftritt konnte mich auch nicht begeistern. Er ist einfach zu weinerlich. Da verdirbt mir der Charakter den Spaß an der an sich schon ganz spannenden Handlung.

          Was mir gefiel war Sayids Reaktion auf die Geschichte, als er Michael erstmal gleich beim Captain anschwärzte. Der Cliffhanger war OK. Es stellt sich die Frage, ob die Sache von Ben inszeniert wurde um die Konkurrenz um die Gunst seiner Tochter loszuwerden, oder ob da tatsächlich Wirdmore's Gruppe seine Finger im Spiel hat, oder gar eine Dritte Partei. Ansonsten mein Tipp: Karl ist tatsächlich tot, Rousseau eher nicht, auch wenn ich das in gewisser Hinsicht begrüßen würde, weil es einfach so total unerwartet kommt.
          Für einen Euro durch die Spree, nächstes Jahr am Wiener See. - Treffen der Generationen 2013
          "Hey, you sass that hoopy Ford Prefect? There's a frood who really knows where his towel is." (Douglas Adams)

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          • #6
            Zitat von Ford Prefect Beitrag anzeigen
            Vielleicht fand ich die Sache aber auch nur so lala, weil ich Michael halt einfach nicht mag. Ich mochte ihn in den Staffeln 1 und 2 nicht und sein neuerlicher Auftritt konnte mich auch nicht begeistern. Er ist einfach zu weinerlich. Da verdirbt mir der Charakter den Spaß an der an sich schon ganz spannenden Handlung.
            Mir geht's genauso. Was der alten Heulsuse so widerfährt ist mir eigentlich sch**ßegal. Der hat mit seinem irrationalen Verhalten schon in der ersten Staffel unglaublich genervt und mit seinen Morden in der zweiten Staffel jegliche Rest-Sympathie sowie jede Chance, diese irgendwann mal wiederzugewinnen, verspielt. Selbst wenn er am Ende allen verbliebenen Inselbewohnern das Leben rettet: Der Mann ist ein weinerliches Arschl*ch!

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            • #7
              Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
              Mir geht's genauso. Was der alten Heulsuse so widerfährt ist mir eigentlich sch**ßegal.
              Naja, die Frage wäre, ob Charaktere unbedingt sympathisch sein müssen, damit sie eine Daseinsberechtigung für eine Serie haben. Man mag Michael mögen oder hassen - letztlich kommt es darauf an, ob ein Charakter eine wichtige Funktion innerhalb des Charakterensembles erfüllt. Ich fand es z.B. immer sehr wichtig, dass es neben den vielen "coolen" Typen, die den Absturz auf der Insel sehr souverän verarbeiten (z.B. Locke, Sawyer, Sayid usw.), auch einige Figuren gibt, die mit der neuen Situation völlig überfordert sind … normale Leute halt. Shannon war so jemand und Michael auch. Und weil er völlig überfordert war, hat er eben viel herumgebrüllt, geweint und irrational gehandelt (z.B. das Comic-Heft von Walt verbrannt).

              Eigentlich halte ich die Einstellungen vieler Zuschauer, Michael wegen dem Mord an Libby und Ana-Lucia nicht mehr wieder sehen zu wollen, für ziemlich irrational. Hallo … was ist denn das für eine Begründung? Locke hat auch Sayid mit einem Knüppel zusammengeschlagen, das U-Boot gesprengt und Naomi erdolcht – trotzdem wollen wir alle die Geschichte von Locke vernünftig zu Ende erzählt bekommen, auch wenn der Typ ziemlich krank ist. Und die Geschichte von Michael und Walt ist einfach noch nicht zu Ende erzählt. Ich will einen vernünftigen Abschluss – egal ob ich diese Figuren sympathisch finde oder nicht. Die Geschichte hat absoluten Vorrang gegenüber solchen Befindlichkeiten.
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              • #8
                Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                Die Geschichte hat absoluten Vorrang gegenüber solchen Befindlichkeiten.
                Grundsätzlich ist das natürlich richtig, trotzdem macht auch eine gute Geschichte nicht unbedingt Spaß, wenn man die Charaktere nicht mag bzw. sich mit ihnen nicht identifizieren kann. Im Falle von Michael kommt dann noch hinzu, dass der Libby und Ana Lucia getötet hat, also Charaktere die vermutlich weit beliebter waren. Natürlich war es eigentlich klar, das Michelle Rodriguez nicht länger als eine Season dabei sein würde, trotzdem nimmt man ihm sowas einfach persönlich. Deine Vergleiche kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Die Sprengung des Uboots war doch positiv, schließlich müssen die Losties jetzt dableiben und die Serie geht weiter und durch das Knüppeln ist der Serie niemand verloren gegangen. Bei Naomi war das zwar der Fall, sie war aber wohl einfach zu kurz dabei, als dass der Zuschauer so etwas wie eine emotionale Bindung aufbauen konnte.
                When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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                • #9
                  Zitat von Makrovirus Beitrag anzeigen
                  Grundsätzlich ist das natürlich richtig, trotzdem macht auch eine gute Geschichte nicht unbedingt Spaß, wenn man die Charaktere nicht mag bzw. sich mit ihnen nicht identifizieren kann. Im Falle von Michael kommt dann noch hinzu, dass der Libby und Ana Lucia getötet hat, also Charaktere die vermutlich weit beliebter waren.
                  Das finde ich eine seltsame Einstellung. Antagonisten, wenn ich Michael mal so bezeichnen darf, braucht doch jede gute Geschichte. Ich fände eine Insel voller Jacks jedenfalls sehr langweilig und begrüße ebenso wie Largo Figuren, die nicht mit allem klar kommen. Ich finde jedenfalls die Motivation, seinen Sohn um jeden Preis von der Insel zu bekommen und Schuldgefühle, weil man gemordet hat nicht negativ.

                  Zitat von Makrovirus Beitrag anzeigen
                  Die Sprengung des Uboots war doch positiv, schließlich müssen die Losties jetzt dableiben und die Serie geht weiter
                  Komische Sichtweise, dann sind also alle Geschehnisse positiv weil Serien fortgesetzt werden und etwas negativ wenn die Serie endet?
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                  • #10
                    Zitat von maestro Beitrag anzeigen
                    Das finde ich eine seltsame Einstellung. Antagonisten, wenn ich Michael mal so bezeichnen darf, braucht doch jede gute Geschichte. Ich fände eine Insel voller Jacks jedenfalls sehr langweilig und begrüße ebenso wie Largo Figuren, die nicht mit allem klar kommen.
                    Dafür hat er, im Gegensatz zu Ben oder Ethan, aber imo nie getaugt, denn auch der muss beim Publikum ankommen. Es geht auch nicht darum, dass er nicht mit allem klarkommt, sondern, dass er als Person einfach unsympathisch ist. Was bringt so ein Charakter, wenn der Zuschauer nur an die Spulen-Taste denken muss? Vielleicht wäre er besser angekommen, wenn man ihn gleich zum tragischen Helden hochstilisiert hätte, aber das hatte man sich spätestens mit den zwei Morden verdorben. Naja, vielleicht kommt es jetzt ja noch.

                    Komische Sichtweise, dann sind also alle Geschehnisse positiv weil Serien fortgesetzt werden und etwas negativ wenn die Serie endet?
                    Wäre es dir lieber gewesen, wenn alle mit de Uboot heimgefahren wären? Außerdem muss ich zugeben, dass es zusätzlich noch der durchaus interessanten Locke-Story dienlich war, auf die ich als Zuschauer auch nicht verzichten will.

                    Es geht zu einem gewissen Grad einfach darum, dass die Handlung/Charaktere den Gschmack des Zuschauers treffen müssen, ob sie rein objektiv gesehen jetzt gut oder schlecht sind, ist eine andere Frage.
                    When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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                    • #11
                      Zitat von maestro Beitrag anzeigen
                      Das finde ich eine seltsame Einstellung. Antagonisten, wenn ich Michael mal so bezeichnen darf, braucht doch jede gute Geschichte. Ich fände eine Insel voller Jacks jedenfalls sehr langweilig und begrüße ebenso wie Largo Figuren, die nicht mit allem klar kommen. Ich finde jedenfalls die Motivation, seinen Sohn um jeden Preis von der Insel zu bekommen und Schuldgefühle, weil man gemordet hat nicht negativ.
                      Also meine Einstellung zu Michael hat wenig damit zu tun, ob er nun "gut" oder "böse" ist bzw irgendwo im Grau Bereich liegt. Ben ist ja ebenfalls (vermutlich) Antagonist und der ist in meinen Augen der interessanteste Charakter der ganzen Serie. Ich mochte auch Shannon, durchaus gerade weil sie überall angeeckt ist, aber Michael und seiner Walt Besessenheit fand ich schon im Ansatz langweilig. Selbst den Bösen sollte man eine gewisse Sympathie entgegenbringen können (und sei es weil diese so herrlich böse sind), aber Michael hat dies bei mir nie geschafft, weder als sorgender Vater noch als Bens Spion. Er nervt mich einfach und dies ist, das gebe ich gerne zu, eine völlig subjektiv Einschätzung meinerseits, die man nicht teilen muss.

                      Die ganze Art wie der Charakter geschrieben ist und wie er gespielt wird, gefällt mir einfach nicht.
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                      • #12
                        Zitat von Makrovirus Beitrag anzeigen
                        Wäre es dir lieber gewesen, wenn alle mit de Uboot heimgefahren wären? Außerdem muss ich zugeben, dass es der durchaus interessanten Locke-Story dienlich war.
                        Natürlich nicht. Ich wollte damit nur sagen, dass es blödsinnig ist, Ereignisse als positiv darzustellen weil sie der Serie (!) weitere Fortsetzungen in der Serienumgebung ermöglicht. Die Sprengung des U-boots war nicht positiv und nicht negativ. Es war (wie der Frachter) einfach nur ein Element der Story. Naja, ist halt so meine Auslegung der Dinge. Nach deiner Argumentation war der Absturz ja auch eine prima Sache weil er uns eine gute Serie ermöglicht hat.
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                        • #13
                          Zitat von maestro Beitrag anzeigen
                          Natürlich nicht. Ich wollte damit nur sagen, dass es blödsinnig ist, Ereignisse als positiv darzustellen weil sie der Serie (!) weitere Fortsetzungen in der Serienumgebung ermöglicht. Die Sprengung des U-boots war nicht positiv und nicht negativ. Es war (wie der Frachter) einfach nur ein Element der Story. Naja, ist halt so meine Auslegung der Dinge. Nach deiner Argumentation war der Absturz ja auch eine prima Sache weil er uns eine gute Serie ermöglicht hat.
                          Natürlich war der Absturz eine prima Sache, sonst hätten wir jetzt kein Lost, um darüber zu diskutieren. Ich finde einfach, man muss sowas aus Sicht des Zuschauers beurteilen, der "bedient" werden will.
                          When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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                          • #14
                            Zitat von Makrovirus Beitrag anzeigen
                            Deine Vergleiche kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Die Sprengung des Uboots war doch positiv, schließlich müssen die Losties jetzt dableiben und die Serie geht weiter und durch das Knüppeln ist der Serie niemand verloren gegangen.
                            Der springende Punkt ist doch, dass Locke (genau wie Michael) durch sein Verhalten der Gruppe geschadet hat. Er hat Sayid niedergeknüppelt, das U-Boot gesprengt und Naomi getötet, anstatt den Versuch zu unternehmen, das Problem kommunikativ mit der Gruppe zu lösen. Auch der Tod von Boone geht auf seine Kappe. Locke hat die waren Hintergründe des Unfalls von Boone vertuscht, weshalb Jack eine unangemessene Behandlung eingeleitet hat, die schließlich zum Tod des Patienten führte. Trotzdem hat Locke dadurch dazu beigetragen, die Inselhandlung voranzutreiben und seiner Figur noch mehr Tiefe zu verleihen. (Wie Du siehst, macht es Sinn zu unterscheiden zwischen den Motiven und Handlungen der Figuren einerseits und der Rolle, die sie in der Geschichte übernehmen, andererseits.)
                            Ähnlich war es mit Michael: die Tötung von Ana-Lucia/Libby und sein Verrat an der Gruppe stellte die Grundlage für das spannende Finale der zweiten Staffel dar. Auch der aktuelle Handlungsstrang auf dem Frachter verspricht einiges an Spannung, eben weil Michael nicht der strahlende Held ist, sondern weil er seine Freunde verraten hat und unter dieser Situation leidet.

                            Natürlich ist es verständlich, dass man einige Figuren lieber mag als andere. Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, warum einige Leute den Michael-Walt-Strang am liebsten unter den Teppich kehren wollten, nur weil man Michael nicht mag. Das ist doch absurd. Die Geschichte der beiden ist noch nicht zu Ende erzählt – jeder der das Finale der zweiten Staffel gesehen hat, muss das doch einsehen. Das schreite förmlich nach einer Auflösung.
                            Zuletzt geändert von Largo; 22.03.2008, 17:49.
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                            • #15
                              Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                              Der springende Punkt ist doch, dass Locke (genau wie Michael) durch sein Verhalten der Gruppe geschadet hat. Er hat Sayid niedergeknüppelt, das U-Boot gesprengt und Naomi getötet, anstatt den Versuch zu unternehmen, das Problem kommunikativ mit der Gruppe zu lösen. Auch der Tod von Boone geht auf seine Kappe. Locke hat die waren Hintergründe des Unfalls von Boone vertuscht, weshalb Jack eine unangemessene Behandlung eingeleitet hat, die schließlich zum Tod des Patienten führte. Trotzdem hat Locke dadurch dazu beigetragen, die Inselhandlung voranzutreiben und seiner Figur noch mehr Tiefe zu verleihen. (Wie Du siehst, macht es Sinn zwischen den Motiven und Handlungen der Figuren einerseits und der Rolle, die sie in der Geschichte übernehmen, andererseits.)
                              Es geht mir doch garnicht darum, ob er der Gruppe geschadet hat, genau das ist meiner Meinung nach völlig irrelevant. Es kommt darauf an, ob sein Handeln auf Wohlwollen beim Zuschauer trifft bzw. ob die Geheimnisse der Charaktere das Interesse an weiteren Stories wecken. Bei Locke hat das funktioniert, bei Michael nicht.
                              Ähnlich war es mit Michael: die Tötung von Ana-Lucia/Libby und sein Verrat an der Gruppe stellte die Grundlage für das spannende Finale der zweiten Staffel dar. Auch der aktuelle Handlungsstrang auf dem Frachter verspricht einiges an Spannung, eben weil Michael nicht der strahlende Held ist, sondern weil er seine Freunde verraten hat und unter dieser Situation leidet.
                              Trotzdem hätten die meisten Zuschauer wohl rein emotional entschieden und lieber Michael sterben lassen. Dass sowas gut für die Story ist mag (objektiv betrachtet) sein, so zieht sich ein Charakter aber eben den Hass des Zusehers zu, ganz besonders wenn er DAVOR schon unbeliebt war, die Morde haben das dann nur noch verstärkt.

                              Natürlich ist es verständlich, dass man einige Figuren lieber mag als andere. Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, warum einige Leute den Michael-Walt-Strang am liebsten unter den Teppich kehren wollten, nur weil man Michael nicht mag. Das ist doch absurd. Die Geschichte der beiden ist noch nicht zu Ende erzählt – jeder der das Finale der zweiten Staffel gesehen hat, muss das doch einsehen. Das schreite förmlich nach einer Auflösung.
                              Ja, es war wohl zu erwarten, dass da noch was kommt, besonders nachdem Walt später ja nochmal zu sehen war, trotzdem hätte ich ihn mir nie zurückgewünscht. Obwohl ich Michael in der letzten Folge, wie gesagt, garnicht so schlimm fand.
                              When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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