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Worus III

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  • Worus III

    Der Planet ist mit Dantooine zu vergleichen, doch wurde über die Jahrzehnte mit Schrott aller Art zugeschüttet. Dies bot vielen Schrotthändlern die Möglichkeit eines florierenden Marktes, doch verpestete zusehends die Umwelt. Heute gibt es nur noch wenige Inseln der Zivilisation, die das letzte Stück Natur zu nutzen suchen und es damit langsam, aber unwiderbringlich, noch weiter zerstören.

  • #2
    Es war vergeblich gewesen. Gale hatte noch ein halbes Jahr im Tempel verbracht, doch den Schmerz nie richtig überwinden können. Kaum war der Tempel wieder aufgebaut worden, hatte es eine feierliche Zeremonie für alle Opfer der vergangenen Ereignisse gegeben. Selbst ein paar Offiziere der Flotte hatten daran teilgenommen, da sie ihre Hochachtung vor den Jedi ausdrücken wollten. Vor allem steckte dahinter, dass Meister Quin sein Leben, bei der Vernichtung des „Artefaktschiffes“, gegeben hatte. Am Ende der Zeremonie wurde ein Gedenkstein enthüllt, der, direkt vor den Stufen des Tempels, jeden an die Toten erinnern sollte. Einer der Meister des neuen Rates war an Gale heran getreten und hatte ihm das Lichtschwert seines Meisters überreicht. Gale hatte es damals, nach seiner Ankunft, dem Rat übergeben und danach beinah vergessen. Sein eigenes Lichtschwert hatte er nicht ersetzt, da er sich der Heilung seiner Seele zugewandt hatte. Meister Quin´s Lichtschwert war allerdings der Kristall entfernt worden, was die Waffe zu einem bloßen Erinnerungsstück machte. Dennoch, Gale hatte es in Ehren gehalten und es mit sich genommen, als er den Tempel und Coruscant verließ. Ihn hielt nichts mehr dort. Auch Maren hatte er nicht mehr wieder gesehen. Die Padawan Thila war die letzte gewesen, die sie gesehen hatte. Dann verlor sich ihre Spur komplett. So kehrte Gale nach Hause zurück und half seinem Vater bei seiner Arbeit. Seine levitativen Fähigkeiten der Macht halfen ihm dabei sehr, auch wenn er sich schwor, sie nicht mehr zum Schaden anderer anzuwenden. Mit der Zeit ließen ihn die Ereignisse wieder ruhen und auch die Narbe, unter seinem Rippenbogen, hörte auf zu schmerzen. Gale hatte sich zuletzt der Lehre der Heilung zugewandt und konnte damit nun ein paar extra Credits verdienen. Das Geschäft seines Vaters lief sowieso besser, seit er ihm half. Vielleicht konnte er sich bald zur Ruhe setzen und Gale die Arbeit überlassen. Zumindest wünschte er ihm das. Seinem Vater ging es mit der Zeit immer schlechter, was er auf die Gasmischungen zurückführte, die immer wieder auf den Halden auftraten. Doch dieser wollte gar nichts davon hören, seine Arbeit aufzugeben. Er sagte immer er habe schon als kleines Kind seinem Vater geholfen und er würde auch im Alter nicht aufhören. Gale bewunderte seinen Vater für dessen Stärke und nahm sich an ihm ein Beispiel. Doch der gesundheitliche Verfall war bald nicht mehr zu übersehen. Gale machte sich daran seinen Vater des Nachts zu heilen und zögerte das Unvermeidliche über Wochen hinaus. Und er wusste, dass es unvermeidlich war. Stimmen flüsterten es ihm im Schlaf zu und immer öfter suchten ihn Visionen der Zukunft heim. Die Ereignisse der Vergangenheit würden erneut eine Bedrohung hervorbringen und die Jedi würden... Gale schrak jedes Mal schreiend aus diesem Alptraum hoch und versuchte ihn sofort zu vergessen. Doch die Wahrheit lässt sich nicht lange beiseite schieben, denn irgendwann tritt sie ein und dann ist es unmöglich die Augen davor zu verschließen...

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    • #3
      Ein paar Wochen. Mehr hatte Gale seinem Vater nicht helfen können. Eines Abends saßen sie vor einem einfachen Lagerfeuer und sahen zu den Sternen. Sie redeten viel über die alten Geschichten, dass jedes Lebewesen, das stirbt, als Stern am Himmel wiedergeboren wird und die Taten im Leben waren ausschlaggebend dafür, wie hell oder matt der Stern strahlte. Es war ein sehr schöner Abend, wie schon lange nicht mehr. Und im nachhinein wusste Gale auch warum. Sein Vater hatte gewusst, dass er in dieser Nacht sterben würde und gab all das weiter, was ihm einst sein Vater mitgegeben hatte. Gale war diese Nacht ohne Sorgen eingeschlafen und hatte einmal keine Alpträume gehabt.
      Er fand seinen Vater am nächsten Morgen friedlich entschlafen vor und kniete lange neben ihm. Er wirkte, selbst im Tod, zufrieden und hielt eine Holo-Disc fest umklammert. Gale begrub ihn in einem kleinen Wald, weit außerhalb ihrer Siedlung. Er hatte diesen Ort gewählt, da er von ihm wusste, dass hier noch alles unberührt und unbelastet war. Ein paar Freunde waren ebenfalls erschienen und erwiesen die letzte Ehre. Dann war alles vorbei. Gale saß allein an der Rückseite des Hauses und drehte die Holo-Disc zwischen den Fingern.

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      • #4
        Stunden mussten vergangen sein und langsam kündigte sich die Nacht an. Unbemerkt war in der Nähe ein Shuttle gelandet und eine Gestalt machte sich auf den Weg zu „Lutzens Schrott“ und dem angrenzenden Wohngebäude. Dort angelangt, wurde nur ein Service-Droide vorgefunden, der mit blecherner Stimme preisgab, dass der Besitzer sich im Wohnbereich befände. Erst die sich nähernden Schritte machten Gale aufmerksam. Er legte die Holo-Disc beiseite und erhob sich. In diesem Moment klopfte es.

        Gale: „Wir haben geschlossen. Kommen sie morgen wieder.“

        Gestalt: „Ist auch für alte Bekannte geschlossen?“

        Gale erinnerte sich an diese Stimme und öffnete die Tür. Tatsächlich stand vermutete Person leibhaftig vor ihm und grinste. Offensichtlich war er sich bewusst, welche Verblüffung er auslöste.

        Gale: „Leuntnant Calderow?“

        Allan: „Dafür, dass wir nur einmal das Vergnügen hatten über das Com zu reden, ist dein Gedächtnis wirklich bemerkenswert, junger Padawan. Aber nenn mich bitte Allan, ich bin derzeit im Urlaub.“

        Gale: „Und ich bitte darum mich nicht einen Padawan zu nennen. Ich bin schon seit 2 Jahren nicht mehr im Tempel gewesen und habe auch keinen Grund mehr dorthin zurückzukehren.“

        Allan: „Ist wohl auch besser so. Ist derzeit recht ungemütlich geworden. Darf ich eintreten?“

        Gale: „Sicher, bitte.“

        Er öffnete die Tür noch weiter und trat beiseite. Ihm fiel auf, dass Allan etwas unterm Arm trug, dass wie ein kleines Holzkästchen aussah.

        Gale: „Was genau ist geschehen? Gibt es Probleme, mit denen die Jedi nicht klar kommen?“

        Sie setzen sich, doch Allan behielt das Kästchen noch immer bei sich.

        Allan: „Die Situation ist seit einiger Zeit recht verfahren. Etwa hundert Jedi haben sich vor etlichen Monaten aufgemacht, um einen Ort zu finden, der Schutz vor jedwedem Angriff durch die dunkle Seite bietet. Etwa vor zwei Monaten kehrten sie zurück und verlangten, dass alle Artefakte und dergleichen an diesen Ort gebracht werden sollten. Wo er liegt wurde wohl nicht einmal dem Rat der Jedi offenbart, weshalb es auch außer Frage stand, die Schätze des Tempels dorthin zu transferieren. Allerdings gaben sich die Suchenden damit nicht zufrieden und es soll sogar zu einer bewaffneten Auseinandersetzung gekommen sein. Auf jeden Fall flohen die betreffenden Jedi mit leeren Händen, doch warfen dem Rat vor das Gleichgewicht der Macht zu gefährden. Und anscheinend haben diese Worte gefruchtet. Mit der Zeit sind immer wieder vor allem Padawan verschwunden und schlossen sich letztendlich den „Jüngern der wahren Macht“ an. Ein völlig bescheuerter Name, wenn du mich fragst. Aber das tut nichts zur Sache. Aus diesem Problem wird mit der Zeit eine echte Krise und die Jedi gehen erschreckend rigoros gegen jeden vor, der sich aus ihren Reihen lösen könnte. Ein besonderes Augenmerk haben sie auf all jene geworfen, die in den letzten Jahren den Tempel aus undurchsichtigen Gründen verließen. Und zum Teil mögen sie damit auch richtig liegen, doch haben sie auch schon viele Exilanten ungerechtfertigt in den Tempel zurückgeholt, um sie dort zu verhören. Auf jeden Fall habe ich noch nicht gehört, dass bisher wieder einer da raus gekommen ist. Scheint so als wollen sie kein Risiko eingehen, bis das Problem gelöst ist.“

        Gale: „Soll das etwa heißen...“

        Allan: „Dass sie bald hierher kommen, um dich zu suchen. Und genau deswegen bin ich hier. Admiral Tannenbaum macht sich große Sorgen um dein Wohlergehen und hat mich daher extra beurlaubt. Also nutze ich offiziell meinen Urlaub, um mir die faszinierenden Gesteinsformationen von Worus III anzugucken. Wusstest du überhaupt, dass ich ein Faible für spezifische Terraformationen habe?“

        Er grinste kurz, doch wurde schnell wieder ernst.

        Allan: „Außerdem bin ich hier, um dir das hier zu geben.“

        Er stellte das Holkästchen auf den Tisch und schob es zu Gale herüber. Dieser zog es näher an sich heran und öffnete vorsichtig den Deckel. Eingebettet in schwarzen Samt fand er ein Trainingslichtschwert vor, dass schon viele Jahre alt sein musste. Zögernd griff er danach und hob es aus dem Kästchen. Als er die Klinge zündete, war er zuerst erstaunt, dass es noch funktionierte, doch dann verschwamm plötzlich seine Wahrnehmung.

        Jemand schrie. Ein Duell wurde gefordert. Enttäuschung und Zorn waren zu spüren. Die Gefühle drohten die Sinne zu übermannen. Eine Lichtschwertklinge durchschnitt die Dunkelheit und jemand ging zu Boden. Andere Gestalten tauchten auf und anklagende Finger richteten sich auf den Mörder. Das Lichtschwert fiel klappernd zu Boden und er rannte...

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        • #5
          Allan: „Alles in Ordnung, Gale?“

          Gale war mit einem Aufschrei aus der Vision erwacht und hatte das Lichtschwert rasch in das Kästchen zurückgelegt. Seine Hände zitterten und er spürte noch immer die dunklen Gefühle. Langsam beruhigte er sich wieder und nickte kurz.

          Gale: „Ja, alles in Ordnung. Ich hatte nur eben eine...“

          Er stockte im Satz. Anderen eine Vision zu erklären war immer etwas schwierig gewesen.

          Allan: „Eine Gesichte?“

          Gale: „Was?“

          Allan: „So ähnlich wie eine Vision. So was haben die Jedi in der letzten Zeit wohl andauernd.“

          Der Offizier überraschte Gale schon zum zweiten Mal.

          Gale: „Woher kennst du dich so gut damit aus?“

          Allan: „Sagen wir, ich habe da so meine Quellen. Und das muss dir reichen.“

          Gale guckte ihn skeptisch an. Unterschiedliche Gedanken gingen ihm durch den Kopf und er wusste nicht, ob er Allan wirklich trauen sollte.

          Allan: „Keine Sorge. Ich stehe nicht auf Seiten dieser „Jünger der wahren Macht“.“

          Gale: „Aber ganz ohne Grund wirst du nicht hier sein, nicht wahr?“

          Allan: „Tatsächlich möchte der Admiral, dass du, im Gegenzug für deine Rettung, etwas für ihn tust.“

          Gale: „Und das wäre?“

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          • #6
            Allan: „Sagt dir der Archäologe Nuran Arth etwas?“

            Gale: „Nein, den Namen habe ich noch nie gehört.“

            Allan: „Er leitete vor zwei Jahren die Ausgrabungen an einem alten Sith-Unheiligtum. Darin fand sich ein Sith-Holocron, dass die Jedi bisher nicht der Öffentlichkeit zugänglich machten. Allerdings scheint Arth gesehen zu haben was sich darauf befindet und wurde somit zum Ziel einer uns noch unbekannten Gruppe. Es wird davon ausgegangen, dass diese Gruppe mit der dunklen Seite der Macht im Bunde steht. Auf jeden Fall wurde Arth in seinem Privatmuseum überfallen und ihm wurden gewisse Erinnerungen entnommen oder gelöscht. Vermutlich sogar beides. Die Jedi konnten uns nicht viel dazu sagen, da sie diese Art der destruktiven Machtnutzung verachten und ablehnen. Allerdings schien sie dieses Ereignis zu beunruhigen, was die momentane Situation erklären könnte. Das hieße aber auch, dass auf dem Holocron etwas sehr wichtiges zu sehen ist. Etwas, dass die Machtverhältnisse bedroht. Doch die Jedi weigern sich uns die Daten, auf dem Holocron, auszuhändigen. Sie wollen sich selbst darum kümmern, doch haben anscheinend noch keinerlei Erfolg erzielt.“

            Gale: „Das beantwortet immer noch nicht, wie ich euch helfen kann.“

            Allan: „Wir kennen das Gesicht der dunklen Jedi, die Arth überfallen hat. Hast du einen Holo-Projektor hier?“

            Gale: „Dort drüben. Aber die Knöpfe klemmen etwas.“

            Allan erhob sich und holte eine Holo-Disc hervor. Kaum war sie eingelegt, manifestierte sich ein Standbild auf dem Tisch und Gale stockte der Atem. Er erkannte sofort wer es war.

            Allan: „Die junge Dame heißt Maren Rylesa und war, bis vor zwei Jahren, Padawan im Tempel der Jedi. Im Grund wie du, doch nach der „Schlacht von Osarian“ verschwand sie spurlos. Ihre Meisterin ließ auf Sullust ihr Leben und zuletzt wurde sie in der Nähe des Tempels gesehen. Es ist unwahrscheinlich, dass sie etwas mit den „Jüngern der wahren Macht“ zu tun hat, doch dies ist die offizielle Version des Tempels. Da du, in den Tagen vor ihrem Verschwinden, noch mit ihr Kontakt hattest, erhoffen wir uns von dir wichtige Informationen, die uns vielleicht zu ihr führen.“

            Gale: „Was geschieht mit ihr, wenn ihr sie findet?“

            Allan: „Nun ja, es wäre sicherlich derzeit schlimmer, wenn sie den Jedi in die Hände fällt. Da sie Nuran Arth allerdings nicht getötet oder sonst wie verletzt hat, interessiert sich der Admiral lediglich für die Beweggründe und die Urheber. Immerhin geht es um die Sicherheit der Republik.“

            Gale: „Offen gesagt, habe ich selbst nach ihr gesucht, doch keinerlei Hinweise auf ihren Verbleib gefunden. Es gab sicherlich Spuren, doch ich konnte keiner offen nachgehen. Das lag einfach nicht in meiner Macht oder ich wollte meine eigenen Fähigkeiten einfach nicht missbrauchen.“

            Allan: „Dann bieten wir dir jetzt die Möglichkeit deine Suche mit unserer Unterstützung wieder aufzunehmen. Das heißt, wenn dir das recht ist.“

            Gale nickte leicht und gab sein Einverständnis.

            Allan: „Dann solltest du vielleicht ein paar Sachen packen, denn wir könnten etwas länger unterwegs sein.“

            Beide erhoben sich und gaben sich die Hand. Keine halbe Stunde später sperrte Gale das Haus und den Laden ab und folgte Allan zum Shuttle. Auch hier hielt ihn kaum noch etwas, aber vielleicht würde sich in den unendlichen Weiten des Universums endlich ein Ort finden, an dem er sich endlich wieder glücklich fühlen konnte...

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