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[Deck 77] Quartier von Bennekar Grell

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  • [Deck 77] Quartier von Bennekar Grell

    Aus dem Auditorium kommend, erreichte Bennekar Grell sein Quartier. Sein Gepäck, das an Bord der S.S. STAR OF KHAZAAR als Fracht mitgereist war, hatte den Weg hierher auch schon gefunden. Das war gut. Er suchte sich eines der traditionellen Nachtgewänder aus dem Vorrat und bettete sich zur Ruhe. Für den ersten Tag war es schonmal recht anstrengend gewesen...

    Morgen früh würde er diesen Mr Kuno wieder aufsuchen und mit ihm den Handel perfekt machen müssen, aber jetzt brauchte er dringend etwas Schlaf...
    »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

  • #2
    Nachdem er lange und gut geschlafen hatte, begab sich Grell wieder ins Nova-Café, wo er hoffte, diesen Mr. Kuno wiederzutreffen und sein Personal besser kennenzulernen.
    »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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    • #3
      Als er diesmal seine Wohnräume erreichte, spürte Grell sofort, dass etwas anders war...

      Richtig, die Blinkleuchte des Nachrichtenterminals zeigte an, dass eine wichtige Botschaft für ihn eingetroffen war. Sofort setzte er sich an den kleinen Schreibtisch und aktivierte den Bildschirm...

      »Lieber Ben,

      wie du dir sicherlich denken kannst, wenn du mich hier siehst, habe ich keine guten Nachrichten für dich.«

      Das Gesicht seiner Mutter sah verhärmt aus, das früher so elegante wie satte blau hatte einen fahlgrauen Stich angenommen. Ihre Augen sahen verweint aus, Grell war sehr beunruhigt.

      »Ich weiss, dass du dich im Streit von Agramar getrennt hast, als ihr das letzte Mal gemeinsam zu Hause gewesen seid, aber ich denke, auch dich wird es erschüttern, wenn du hörst dass er gefallen ist.«

      Gefallen? Sein kleiner Bruder sollte tot sein? Agra, der immer der gebildetere der beiden gewesen war, der sich nie die Hände schmutzig machen wollte? Agra, der das Inbild des arroganten Offiziers gewesen war, als er vor achtzehn Jahren direkt nach dem Abschluß der Akademie vor seinem Bruder erschienen war, um ihm Ratschläge zu erteilen. Achtzehn Jahre? Es war eien Ewigkeit, seit er nicht mehr zu Hause gewesen war... im Zorn geschieden, nachdem er damals seinem Bruder - dem einzigen, den er hatte - gesagt hatte, was ein altgedienter Noncom von Akademiefatzkes wie Agra hielt und nie mehr zurückgekehrt. Und nun war Agra nicht mehr da. Bennekar fühlte eine tiefe Traurigkeit Besitz von ihm ergriff. Eine Wahrheit, die er sich fast zwei Jahrzehnte nicht eingestanden hatte, stahl sich in sein Bewußtsein: Agra würde ihm fehlen, er hatte einfach da zu sein, egal ob man seine Meinung teilte oder nicht, so war das schon immer gewesen. Und Bennekar bedauerte noch mehr... Etwa, dass er nicht zur Beerdigung ihres Vaters vor sechs Jahren hatte kommen können, damals war sein Schiff gerade Teil einer Flotte des Dominionkrieges gewesen und Urlaub für den langen Heimflug war illusorisch gewesen, oder dass er die Hochzeit ihrer Schwester Onza nicht miterlebt hatte, weil er zu der Zeit einfach zu weit von Bolarus entfernt gewesen war, um die Heimatwelt zu erreichen... Die karriere hatte ihm die gesamte Familie genommen, wenn er so darüber nachdachte.

      »Ich schaffe das einfach nicht, mit allen Formalitäten fertig zu werden, jetzt wo niemand da ist, der mir helfen könnte. Kannst du nicht nach Hause kommen? Jetzt wo du doch nicht mehr zur Flotte gehörst muss das doch möglich sein? Bitte Bennekar, ich brauche dich hier.«

      Wieder brach seine Mutter in Tränen aus.
      Kurzentschlossen schaltete Grell die Nachricht ab, dabei entdeckte er dann einen Bericht vom schiff seines Bruders, wohl die Beschreibung der Todesursache, und spreicherte ihn für später in eine PADD.
      Dann liess er sich mit dem Offizier vom Dienst verbinden und arrangierte, dass seine Bar für die nächsten Wochen oder Monate von einem Vertreter geführt werden durfte und er unbefristeten Urlaub bekam. Schlussendlich setzte er sich noch mit einigen Offizieren in Verbindung, die ihm noch ein paar Gefallen schuldeten und besorgte sich eine Express-Verbindung nach Bolarus IX, damit er nicht auf die langsamen Passagierraumer angewiesen war. Packen nahm nicht viel Zeit in Anspruch, so dass er eine Stunde nachdem er das Cafe verlassen hatte, bereits an der Haupt-Shuttlerampe der Sternenbasis auf seine Abholung wartete. Er wurde auf Bolarus gebraucht...

      »
      »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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      • #4
        Es hatte lange gedauert.
        Viel länger als er ursprünglich für möglich gehalten hatte.

        Doch jetzt war er wieder im Anflug auf die Station, die er schon nach kurzer Zeit als so etwas wie ein Zuhause akzeptiert hatte. Das warme Gefühl, das sein Herz durchströmte, als er das erste Mal ein Ortungsbild von SB247 auf den Komm-Monitor seines Quartiers eingespielt bekam, irritierte ihn nur einen Moment, dann aber begriff er und freute sich über dieses Gefühl. Zu Hause. wie lange war er das nicht mehr gewesen. Sicher, die Reise nach Bolarus hatte ihn an Orte gebracht, die lange Zeit diesen Begriff für ihn verkörpert hatten, doch es hatte sich viel verändert an diesen Orten. Bennekar fühlte sich nicht länger willkommen. Auch wenn seine Mutter ihn gerufen hatte, der Rest der Familie hatte ihn spüren lassen, dass er nicht mehr zu ihnen gehörte.

        Hier, wo er arbeiten konnte, war das anders. Zufrieden ergriff er seine Tasche und ging langsam zur Andockschleuse. Gerade als das Schiff Kontakt zum Ausleger der Station bekam, erreichte er das Schott.
        »Bitte um Erlaubnis, an Bord kommen zu dürfen.«, der Satz floss ihm routiniert von den Lippen, dass ihn der Fähnrich vom Sicherheitsdient ein wenig befremdlich ansah, störte ihn weniger. Alte Gewohnheiten wurde man eben nicht von heute auf Morgen los.
        Er zögerte kurz. Sollte er zuerst in sein Quartier gehen oder gleich das Nova-Café aufsuchen? Schliesslich entschied er sich für das Quartier. Er brauchte eine kurze Erfrischung, bevor er seine Tätigkeit wieder aufnahm.
        Bald würde er sich wieder im Cafe sehen lassen. Aber jetzt war er noch nicht soweit.
        »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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