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[Deck 45] Quartier von Lieutenant J.G. Akio Takasu

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  • [Deck 45] Quartier von Lieutenant J.G. Akio Takasu

    Dies ist das Quartier des leitenden Offiziers der ASDB-Abteilung - Lieutenant Junior Grade Akio Takasu.


    Im relativ geräumigen Quartier dominieren die Farben Schwarz und Rot. Die Wände sind verziert mit Bildern und Zeichnungen asiatischer Abstammung.
    In einer Ecke des Quartiers ist ein kleiner Gebetsaltar aufgebaut. Dieser wird von duzenden Kerzen und Räucherstäben umgeben.
    Dem Altar gegenüber findet man eine Glasvitrine, in welcher unzählige Auszeichnungen und Pokale zu finden sind.
    Das Quartier ist in einen Wohn- und kleinen Schlafbereich aufgeteilt. Außerdem verfügt das Quartier über ein angrenzendes Bad.
    "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
    [Albert Schweitzer]

  • #2
    [21.9.2380, 7:13 Uhr]

    Es war kühl…
    Mit geschlossenen Augen und einem breiten Gähnen im Gesicht zog Akio die Bettdecke ein ganzes Stück höher und drehte sich mit der wärmenden Decke zur Fensterseite seines Quartiers. Vorsichtig öffnete der junge Ingenieur die Augen und blinzelte durch die großen Fenster; sein Kopf pochte. Das Pochen ließ nicht nach, wurde eher schlimmer und verwandelte sich in ein unangenehmes Hämmern. Der Weltraum wirkte so friedlich wie jeden Morgen und nichts verriet wie angespannt die Situation zwischen Romulanern und Klingonen war. Die unendlichen Weiten ließen alles andere so unbedeutend und klein erscheinen. In einiger Entfernung zur Starbase zog langsam ein kleines Schiff vorbei.

    Es war noch immer kühl…
    Etwas genervt wendete sich der Japaner vom Fenster ab und drehte sich zur anderen Seite. Ruckartig riss er seine Augen auf und wich sofort einen halben Meter zurück – fast wäre er vor Schreck aus seinem Bett gefallen.
    „Oh nein“, flüsterte er, während er die Frau in seinem Bett skeptisch begutachtete. Ohne zu zögern stand Akio auf und probierte seine Kleidung im nur schwach beleuchteten Raum zu finden. Hastig zog er sich eine Hose und ein Shirt über bevor er durch sein Quartier zum Bad wankte.
    Dort angekommen aktivierte er den Wasserhahn und fing das Wasser mit beiden Hände auf, bevor er das kühle Nass über sein Gesicht laufen lies. Die Kopfschmerzen wurden zwar kein bisschen besser, allerdings fühlte sich der Lieutenant gleich viel ausgeschlafener.
    Es dauerte mindestens eine Minuten bis er den Wasserhahn wieder ausschaltete und sich im Spiegel ansah. Ernüchternd stellte der Ingenieur fest, wie schrecklich er aussah: Augenringe unterstrichen die müden Augen und auf dem sonst so sanfte und glatte Gesicht zeigten sich die ersten Bartstoppel.
    „Was hast du dir dabei nur gedacht? … Idiot!“, begann Akio mit seinem Spiegelbild zu sprechen.

    Beim Verlassen des Bads schnappte sich Akio ein Handtuch und trocknete sein Gesicht, nachdem er den Computer angewiesen hatte das Lichtniveau um drei Stufen zu erhöhen. Es wurde heller im Quartier und die Frau in Akios Bett schien aufzuwachen.
    Ohne ein Wort zu sagen blieb Akio in der Mitte seines Quartiers stehen und sah der Frau, die den Namen Dionis trug, an.
    „Hey“, flüsterte die bildhübsche Frau mit sanfter Stimme.
    „Du musst gehen“, entgegnete Akio mit ebenfalls sanfter Stimme.
    „Warum?“, fragte Dionis, während sie sich im Bett aufrichtete und Akio in die tiefen braunen Augen sah.
    „Tut mir leid. Das hätte nicht passieren dürfen.“
    Akio drehte sich, ohne eine Reaktion abzuwarten, und marschierte auf den großen Kleiderschrank zu, ohne zu merken, dass die attraktive Frau ihm folgte. Während Akio seine Uniform aus dem Schrank zog merkte er, wie die zarten Hände der Frau, mit der er die vergangenen Nacht verbracht hatte, ihn umschlossen. Sie stand hinter ihm und verschränkte ihre Arme vor seinem Bauch.
    „Bitte. Ich muss los“, log Akio.
    „Du hast erst heute Nachmittag Dienst!“
    „Tut mir leid“, entschuldigte sich der Ingenieur ein weiteres mal und befreite sich aus dem zärtlichen Klammergriff.
    „Was hast du?“
    „Das hätte nicht passieren dürfen! Es ist mein Fehler.“
    „Wegen diesem Hinduismus-Zeug?“
    Akio drängte sich an Dionis vorbei und ging zum Replikator.
    „Buddhismus“, nuschelte er, bevor er den Replikator einen Tee replizieren lies.
    „Wie bitte?“
    „Buddhismus und nicht Hinduismus“, wiederholte Akio lauter. „Du musst jetzt wirklich gehen.“
    „Okay.“
    Ohne Akio einen weiteren Blick zu schenken suchte Dionis ihre Kleidung zusammen und schlüpfte in einem Morgenmantel, der ihr deutlich zu groß war. Akio wollte etwas wegen seinem Mantel sagen, unterließ es dann doch. Mit einem Morgenmantel bekleidet und ihrer Kleidung in ihren Händen stürmte sie aus dem Quartier des Japaners.

    Noch während sich die Türen schlossen setzte sich der junge Mann aus sein Bett und schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Einerseits wusste er, dass er einen Fehler gemacht hatte, doch andererseits bereute er die Nacht keinesfalls. Er Japaner hatte es bis jetzt immer geschafft seine Religion mit seiner Arbeit und seinem Privatleben zu vereinbaren – es war nicht immer einfach, doch es funktionierte. Aber jetzt hatte er eine Grenze überschritten; so was dürfte nie wieder vorkommen…
    Zuletzt geändert von Xaver; 05.01.2007, 10:56. Grund: Uhrzeit geändert
    "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
    [Albert Schweitzer]

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