Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

[Deck 46] Quartier von Lt. Richard Bell

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • [Deck 46] Quartier von Lt. Richard Bell

    Ein geräumiges Quartier, das nach Sternenflottenstandart eingerichtet ist.
    An der Wand hängt ein großes Bild der NX-Galaxy und auf dem Tisch der Sitzecke steht eine kleine Grünpflanze von der Erde. Wohn- und Schlafbereich sind nicht getrennt, und somit befindet sich das Bett in unmittelbarer Nähe zur Sitzecke, die Platz für 5 Personen bietet. Das Bad ist außergewöhnlich groß und verfügt über eine Badewanne.

    [14.9.2380, 16:47 Uhr]

    Bell betrat sein Quartier und nahm sogleich das Padd, das auf dem Tisch lag, in die Hand. Er fügte einen kleinen Bericht hinzu, dass die Senorantenne repariert wurde.
    Dann warf er das Padd auf das Bett und ging ins Bad. Als er fertig war, zog er eine frische Uniform an und kontrollierte alles noch einmal im Spiegel.
    Dann verließ er sein Quartier wieder in Richtung Tourbolift und Deck 2
    If there's a God or any kind of justice under the sky
    If there's a point if there's a reason to live or die
    Show yourself - destroy our fears - release your mask

  • #2
    [15.9.2380, 07:15 Uhr]

    Bell wachte aus seinem unruhigen Schlaf auf. Sein Kopf war schwer von den Ereignissen des Vortages. Langsam machte er sich für seinen Dienst fertig.
    Als er schließlich sah, dass er noch viel Zeit hatte, holte er sich einen Kaffee vom Replikator und setzte sich in die Sitzecke. Dort nahm er das Padd in die Hand. Er ging die schier endlose Zahl von Büchern durch, die auf dem Padd gespeichert waren, fand aber spontan keinen Gefallen an den Büchern.
    Schließlich erhob er sich, mit der Kaffeetasse in der Hand und wissend, dass er viel zu früh zur Arbeit kommen würde, und verließ sein Quartier in Richtung Reaktorkontrollraum.
    If there's a God or any kind of justice under the sky
    If there's a point if there's a reason to live or die
    Show yourself - destroy our fears - release your mask

    Kommentar


    • #3
      [19.8.2380, 20:13]

      N’Vek verharrte vor der Tür des Lieutenants. Nachdenklich strich sich die Romulanerin eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Zögerlich betätigte sie den Türsummer…
      "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
      [Albert Schweitzer]

      Kommentar


      • #4
        19.8.2380, 20:14

        Bell war überrascht als er den Türsummer wahrnahm.
        Er legte das Buch auf den kleinen Tisch, stand auf und zog die Uniform zurecht.
        Währenddessen sagte er: "Herein."
        If there's a God or any kind of justice under the sky
        If there's a point if there's a reason to live or die
        Show yourself - destroy our fears - release your mask

        Kommentar


        • #5
          [19.8.2380, 20:14]

          Nur langsam betrat N’Vek das Quartier. Kaum hatte sie das Quartier ihres Vorgesetzten betreten, schon schlossen sich die Türhälften hinter ihr. Sofort viel der Ingenieurin das Bild der U.S.S. Galaxy, welches an der Wand hing, ins Auge. Wie atemberaubend und gigantisch dieses Schiff doch wirkte… Doch N’Vek war nicht um ein Bild der Galaxy zu bewundern.

          „Sir, ich… ich bitte Sie mich vorübergehend vom Dienst zu befreien.“
          "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
          [Albert Schweitzer]

          Kommentar


          • #6
            [19.8.2380, 20:14]

            Bell blickte nachdenklich auf den Boden.
            "Hmm", brachte er nur vor.
            Endlich löste er sich aus seiner Starre und sah N'Vek direkt an.
            "Sie haben persönliche Gründe?"
            Er musste diese Frage stellen, auch wenn er sich die Antwort denken konnte.
            If there's a God or any kind of justice under the sky
            If there's a point if there's a reason to live or die
            Show yourself - destroy our fears - release your mask

            Kommentar


            • #7
              [19.8.2380, 20:14 Uhr]

              „Ein Trauerfall in der Familie“, antwortet N’Vek trocken.

              Die Romulanerin wusste nicht, wie genau Lieutenant Bell ihre Akte kannte. Würde er wissen, dass N’Vek ihre Adoptiveltern verlassen hatte und somit ihr Ehemann der Einzige war, den sie zu ihrer Familie zählen durfte?
              Nach dem Tod von Justin hatte sie nun niemanden mehr - ihre Familie war zerstört und somit war ‚ein Trauerfall in der Familie’ genau genommen falsch.

              „Ich brauche etwas Zeit… ich werde zur Erde zurückkehren.“
              "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
              [Albert Schweitzer]

              Kommentar


              • #8
                Richard Bells Blick schweifte ins Leere.
                "Gut", brachte er nur hervor, um deutlich zu machen, dass er verstanden hatte.
                "Okay." Dabei sah er N'Vek wieder an.
                Er verlor die stellvertretende Chefingenieurin, was ihn aber noch viel mehr schmerzte war der Verlust eines Freundes.
                Er schluckte.
                Er hatte schon viele Freunde verloren, viele durch den Tod, die Assiotiation mit diesem Verlust kam einfach in ihm auf.

                "Alle meine Freunde der Akademieklasse...", dachte er. Er spührte, dass sein Gesicht einen verkramften Ausdruck angenommen hatte.
                Er gab sich Mühe seine Muskeln wieder zu entspannen.

                Schließlich atmete er ruhig und tief durch.
                "Möchten sie reden?", fragte er N'Vek.
                If there's a God or any kind of justice under the sky
                If there's a point if there's a reason to live or die
                Show yourself - destroy our fears - release your mask

                Kommentar


                • #9
                  [19.8.2380, 20:16 Uhr]

                  Entschlossen schüttelte die junge Romulanerin den Kopf.

                  „Ich brauche etwas Zeit für mich.“

                  Eine Träne rann über N’Veks Wange. Die junge Frau machte sich nicht die Mühe eine, ins Gesicht gefallenden Strähne, beiseite zu streichen. Ohne ein weiteres Wort wendete sich die stellvertretende Chefingenieurin von ihrem Vorgesetzen ab und schritt in Richtung der Tür.
                  N’Vek verharrte in der offnen Tür; erst jetzt wischte sie zaghaft die Träne aus ihrem Gesicht.

                  „Sie sind mir noch einen Kaffee schuldig“, brachte die Romulanerin mit einem zwanghaften Lächeln hervor. Inzwischen rannen unzählige Tränen über das Gesicht der jungen Frau. Mit einem verzweifelten Schluchzen trat sie aus der öffnen Tür. Die beiden Türhälften schlossen mit einem gewohnten Zischen…
                  "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
                  [Albert Schweitzer]

                  Kommentar


                  • #10
                    [17.09.2380 21:32]


                    Bell saß in seinem Quartier und las ein Buch. Die letzten Tage waren anstrengend gewesen. Er hatte viel diskutieren müssen, bis die Crewmen freiwillig ihre Quartiere räumten.
                    Nun, da die Vorbereitungen fast abgeschlossen waren, konnte er sich einige Zeit wieder für sich gönnen. Er spielte mit dem Gedanken sich Holodeckzeit zu nehmen, aber da er nie wusste, wann er gebraucht wurde, ließ er den Plan fallen. Ihm gefiel das Buch und hin und wieder legte er es kurz aus den Hand, um über die Handlung nachzudenken.

                    Er merkte, wie sein Lesetempo immer langsamer wurde. Er dachte zuerst an Müdigkeit...

                    Plötzlich verschwammen die Buchstaben der Lektüre zu einer grauen Masse. Bell blinzelte und rieb sich die Augen, doch es half nichts.
                    Seine Sehfähigkeit nahm von Sekunde zu Sekunde mehr ab. Er sprang auf und schaffte es noch seinen Kommunikator zu aktivieren.
                    „Bell an Krankenstation, e... ein medizinischer Notf...“
                    Dann wurde es dunkel.

                    6 Jahre zuvor
                    Das Schiff vibrierte stark. Lieutenant j.g. Bell saß an einer Leitung nahe dem Bug, direkt unter 10-Vorne, wie die Bar auf der Enterprise-D genannt wurde.
                    „Schon wieder ein Treffer...“, murmelte Lt. Johnson, der neben Bell hockte, "Viel halten die Schilde nicht mehr aus."
                    "Gib mir den Tricorder!", gab Bell als Antwort.
                    "Bell, Johnson, wir brauchen unsere Waffen JETZT!", kam eine Nachricht vom Captain.
                    "Sir, wir sind dran, aber diese verfluchte Leitung hat mehr abbekommen, als wir angenommen haben, ich..."
                    Das Schiff bekam einen Volltreffer. Bell und Johnson wurden quer durch den Korridor geworfen. Bell war kurz bewusstlos. Als er die Augen wieder öffnete, waren die Korridore nur in das dunkles Rot der Alarmleuchten getaucht.
                    "Die Notbeleuchtung...", flüsterte Johnson, "uns hat es ganz schön erwischt."
                    "Los ran an das Ding, sonst kommen wir nicht mehr hier raus!", drängt Bell.
                    Beide machten sich wieder an die Arbeit. Johnson fluchte leise vor sich hin. Bell bekam nur einzelne Fetzen mit:
                    "...schwach verteidigt...nicht aktivierte Waffen....nur ein paar Plattformen..."
                    Der Lt. j.g. arbeitete wie im Wahn. Die USS Galaxy kann nicht zerstört werden, dachte er immer wieder. Ich bin doch an Bord. So lange kann nichts passieren. Doch mit jeder Erschütterung wurde der Gedanke daran schwächer, dass er unverwundbar sei. Die kalte Realität holte ihn immer schneller ein.
                    "Mach schon, schneller!", trieb ihn Johnson an.
                    Huges Johnson und Richard Bell waren schon seit der Akademie Freunde. Die beiden hatten schon viel erlebt und all die Ereignisse hatten sie zusammengeschweißt. Beide schätzten sich nicht so als Personen ein, die gerne Kontakte knüpfen, umso erstaunlicher, dass sie solche Freunde wurden.

                    Bell hörte noch ein letztes Mal im inneren Ohr:
                    "Die Galaxy wird nicht zerstört, solange ich an Bord bin!"
                    Dann verhallte der Gedanke in den Explosionslärm und den fürchterlichen Erschütterungen des Schiffes.
                    Bell dachte nur noch eines:
                    Ich will hier nicht sterben! Nicht hier in diesem Sektor. Nicht hier, nicht sterben, nicht in Chin'toka...

                    Er hörte ein tiefes ohrenbetäubendes Grollen. Der Boden unter ihm bewegte sich. Der Boden des Korridor zerbarst förmlich und ein Feuerball schoss durch Johnson.
                    Bell hatte sich instinktiv weggedreht. Trotzdem bekam er noch etwas von dem Feuerstoß ab und wurde von einem schweren Gegenstand getroffen.
                    Er wollte aufstehen, doch er konnte nicht. Er wollte seine Augen öffnen, doch es ging nicht. Er konnte nicht schreien.. nur da liegen und denken.
                    "Ich will nicht sterben, nicht hier..." "Chin'toka" Immer wieder.
                    Chin'toka
                    If there's a God or any kind of justice under the sky
                    If there's a point if there's a reason to live or die
                    Show yourself - destroy our fears - release your mask

                    Kommentar


                    • #11
                      [2374]

                      Richard ging langsam durch einen wunderschönen Park. Es war ein warmer Sommernachmittag in Paris.
                      Sein Weg kreuzte häufig den der Stabsmitglieder der Sternenflotte. Einmal machte er sogar einen Admiral aus, der ihm entgegenkam, doch er ließ seinen Blick gesenkt und grüßte den Admiral nicht.
                      Leise rauschte der Wind durch die Bäume. Er weinte nicht, aber sein Gesicht war vom inneren Schmerz verzogen.
                      Mit gesenktem Kopf blieb er stehen.
                      "Richard Bell?"
                      Die Stimme kam von rechts. Langsam hob er den Kopf und sah den Mann an, der ihn ansprach. Ein Captain. Er wusste schon, was nun kommen würde
                      "Mr. Bell, es gibt, glaube ich keinen Weg soetwas schonend zu sagen, aber Lt. Johnson ist heute morgen gestorben. Es tut mir leid."
                      Die beiden hatten die fürchterliche Schlacht knapp überlebt, doch nun hatte Johnson verloren. Er erlag seinen Verletzungen.
                      Der Captain erhob nach einigem Schweigen wieder seine Stimme:
                      "Der Präsident der Vereinten Planeten verleiht ihnen den Purple Star für ihre Verwundung und den Ariel-Star für ihren Einsatz in der Schlacht von Chin'toka."
                      Der Captain straffte sich und drückte Bell die Orden an die Brust.
                      "Die Sternenflotte versetzt sie mit sofortiger Wirkung auf die USS San Francisco. Ein Transporter zur Starbase 12 steht bereit. Sie werden dort an Bord gehen, die SF liegt dort momentan im Dock. Wartungsangelegenheiten."

                      Richard Bell nickte stumm. Starbase 12 ist für ihn sowas wie seine Heimat, er würde es vielleicht sogar schaffen seine Eltern zu sehen.

                      "Wenn sie mich nun entschuldigen würden. Der Transporter startet um 19:00 Uhr Ortszeit."
                      Bell nickte wieder. Langsam entfernte sich der Captain.
                      Der hohe Offizier wunderte sich nicht mehr, dass ein so junger Mensch wie Bell schon Lt.j.g war.
                      Der Krieg hatte viele Leben gekostet und Offiziere wurden immer rarer.

                      Bell begab sich schweigend zu seinem Quartier und packte seine Sachen.


                      [18.09.2380 0:13]

                      Der Lieutenant vernahm schemenhafte Umrisse seiner Umgebung. Ein dumpfes Grollen dröhnt in seinen Ohren.
                      Langsam versuchte er sich zu bewegen, aber sein Körper reagierte unheimlich träge.
                      Bell fasste sich an die schmerzende Stirn und spührte eine warme Flüssigkeit. Blut. Er war mit dem Kopf auf den Tisch geschlagen, als er gefallen war.
                      Langsam wankte er zur Tür, um zur Krankenstation zu gehen. Vor seinem Quartier begenete er einem Ingenieur, der zufällig vorbeikam.
                      Er stützte Bell und ging mit ihm zur Krankenstation.
                      If there's a God or any kind of justice under the sky
                      If there's a point if there's a reason to live or die
                      Show yourself - destroy our fears - release your mask

                      Kommentar

                      Lädt...
                      X