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[Deck 67] - Quartier von Ensign Khalil

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  • [Deck 67] - Quartier von Ensign Khalil

    Das Quartier von Ensign Khalil war frisch renoviert und umgebaut worden. Es lag auf der Innenseite der Station, Daher fehlte jegliche Art von Ausblick in den Weltraum. Der Bodenbelag war weich, warm und in einem sanften Violett gehalten. Die Raumgröße betrug ca. 15 m². Auf der linken Seite war ein Durchgang zum Sanitärbereich mit Toilette, Waschgelegenheit und Schalldusche. Dieser war von einer gewissen, schlichten Eleganz in Metall und Glas gehalten.

    Im Hauptraum stand an der von der Tür abgewandten Seite der obligatorische Schreibtisch mit Arbeits- und Kommunikationskonsole des Computers. Rechter Hand neben dem Eingang stand das recht geräumige Bett mit 2 auf 2 Metern. Ansonsten gab es noch Nichts, da er ja noch icht dazu gekommen war sich hier richtig einzurichten.



    [31.12.2380, 14:00]

    Nachdem der Turbolift ihn im richtigen Deck abgeliefert hatte stand Mohammed erstmalig vor seinem Quartier.
    Eigentlich hätte er damit rechnen müssen, und dennoch war er ein klein wenig überrascht, dass das halbe Deck gerade renoviert und umgebaut wurde.
    Grinsend schüttelte er den Kopf und dacht bei sich: Das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft zwischen mir und dem Quartiermeister...

    Er drückte seinen Daumen auf das Panel rechts neben der Tür und die biometrische Sensorik erkannte, dass es sich hier um den neuen Bewohner dieses Quartiers handelte. Die Tür glitt zischend zur Seite.

    Er trat ein und stellte erstaunt fest, dass dieses Räume vergleichsweise geräumig waren und anscheinend frisch überholt. Die Größe war annähernd die, welche er von der ENTERPRISE her kannte, und natürlich weitaus größer als auf K7.

    Er vebrachte die nächsten Minuten damit sein weniges Hab und Gut zu verstauen. Dann wandte er sich an den Computer der Station: "Computer, ausgehend von der derzeitigen Position der Station: wann wäre Sonnenuntergang nach Stationszeit in Ramallah, Erde?"

    Nach wenigen Mikrosekuinden meldete sich der Computer zu Wort: "Sonnenuntergang am 31. Dezember in Ramallah, Erde, wäre um 18 Uhr und 32 Minuten Standardzeit."

    Er überschlug kurz im Kopf und nickte kurz. "Danke Computer." Es war also um 16:32 Uhr Zeit für sein Salat al-Asr, es blieb ihm also noch bequem Zeit ein klein wenig die Station zu erkunden.
    Zuletzt geändert von Dax; 19.09.2012, 13:33.
    Gregory DeLouise
    kommandierender Offizier der USS HORUS, NCC-90810
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    "Everybody is a genius. But if you judge a fish by its ability to climb a tree, it will live its whole life believing that it is stupid." - Albert Einstein

  • #2
    [31.12.2380, 16:20]

    Mohammed war nun schon einige Zeit wieder in seinem Quartier und hatte sich ein wenig von der strapaziösen Reise erholt. Er hatte die Uniform gegen das locker-leichte und bequeme Outfit seiner Heimat getauscht, denn in Jalabiya mit der schwarz-karierten Kufiya fühlte er sich komfortabler. Immer wieder musste er den Kopf schütteln, wenn er an seine allzu verschlossene Begleiterin auf dem Flug dachte. Er hatte noch nie zuvor einen Menschen getroffen, der derart verschlossen war - zumindest nicht in der Uniform der Sternenflotte. Sogar Geheimdienstleute waren gesprächiger und unterhaltsamer als die junge, farbige Frau gewesen.

    Nun wurde es Zeit sich auf das Gebet vorzubereiten. Er leerte bewusst seinen Kopf, und erhob sich aus dem Bett. Zunächst begab er sich in das kleine, aber elegant eingerichtete Bad, reinigte akribisch zuerst seine Füße, dann Hände und Gesicht. Im Anschluss begab er sich wieder in den Wohnraum, breitete den Musallah aus. Die Richtung hatte er schon am ermittelt als er aus dem Nova-Café zurückgekommen war. Dies war eine kleine Herausforderung gewesen, da sich sowohl die Station ständig um die eigene Achse drehte zugunsten der künstlichen Schwerkraft und sich zudem die Erde unabhängig davon durch den Raum bewegte. Jedoch hatte er sich dann final dazu entschieden nicht täglich nachzurechnen und anzupassen, denn eine Abweichung von stellenweise 360 Grad erschien ihm als zu groß um diese sich ständig verändernden Werte nachzubessern. Abgesehen davon war die Abweichung auf den anderen beiden Achsen genauso groß, so dass es eh vorkommen konnte, das die Ausrichtung nach Mekkah sich an der Decke, an der Rückwand oder sonst irgendwo im Raum befinden konnte. er hatte also in einer Simulation ermittelt, wo im Verlaufe eines Jahre am häufigsten die Erde mit Mekkah zu den Gebetszeiten liegen würde und sich darauf ausgerichtet.

    Es war inzwischen 16:31 Uhr Stationszeit, und er stellte sich auf den vor ihm liegenden Teppich. Um punkt 16:32 begann er im stehen, mit gesenktem Kopf, das Nachmittagsgebet mit monotoner, leiser Stimme zu sprechen:

    "Allahu akbar

    Bismi-llahi-r-rahmani-r-rahim

    Al-hamdu li-llahi rabbi-l-alamin
    Ar-rahmani-r-rahim
    Maliki yaumi-d-din
    Iyyaka na'budu wa iyyaka nasta'in
    Ihdina-s-sirata-l-mustaqim
    Sirata-l-azina an'amta 'alaihim
    ghairi-l-maghdubi 'alaihim wa la-d-dallin.

    Bismi-llahi-r-rahmani-r-rahim

    Qul huwa-allahu ahad
    Allahu-s-samad
    Lam yalid wa lam yulad
    wa lam yakun lahu kufuwan ahad."

    Während er sich niederbeugte wiederholte er in der Bewegung "Allahu akbar".

    Er verharrte in der Haltung mit gebeugtem Oberkörper und betete weiter:
    "Subhana rabbiya-l-'azimi
    wa bi-hamdih

    Allahumma Salli 'ala Muhammadin
    wa ali Muhammad."

    Er richtete sich auf mit den Worten: "Sami'a-llahu li-man hamidah".

    Er verharrte einen kurzen Augenblick aufgerichtet, dann warf er sich auf dn Teppich nieder mit einem "Allahu akbar" auf den Lippen.

    In der knieenden Position führte er sein Gebet fort:

    "Subhana rabbiya-l-a'la
    wa bi-hamdih

    Allahumma Salli 'ala Muhammadin
    wa ali Muhammad"

    Es folgte ein kurzes Aufrichten, wieder mit "Allahu akbar", bevor er sich erneut niederwarf, auch mit "Allahu akbar".

    In der Niedergeworfenen Haltung, die Stirn auf dem Musallah, sprach er weiter:
    "Subhana-llah, Subhana-llah, Subhana-llah"

    Er richtete den Oberkörper auf und die gewohnten Worte "Allahu akbar" verließen seinen Mund.
    Dann stand er auf, und während er dies tat betete er weiter:
    "Bi-hauli-llahi wa quwatihi
    aqumu wa aq'ud"

    Das beendete den ersten von vier Gebetsteilen, den ersten Rak´at. Drei weitere folgten in ähnlicher Weise...

    (Off Topic: ich werde hier ab und an weitere Rak´at einfließen lassen, wer Interesse an einer Übersetzung der Gebete hat meldet sich bitte - und bevor gefragt wird: nein, ich bin KEIN Muslim)
    Gregory DeLouise
    kommandierender Offizier der USS HORUS, NCC-90810
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    • #3
      [31.12.2380, 22:29]

      Einige Zeit später schloss sich noch das Abendgebet zum Sonnenuntergang, das Maghrib an, um dann kurz vor dem zu Bett gehen das Isha zu beten.

      Im Laufe der Jahre hatte er sich daran gewöhnt die Gebete hauptsächlich dann zu sprechen, wenn er alleine in seinem Quartier war, jedoch auch während des Dienstes fiel das eine oder andere Gebet an.

      Um 22:30 Uhr Stationszeit legte er sich in das bequeme, kleine Bett in seinem Quartier, müde und geschafft von den Anstrengungen des Tages. Die Müdigkeit übermannte ihn schnell und schon bald schlief er ein, seine Gedanken wanderten in seine Heimat...
      Gregory DeLouise
      kommandierender Offizier der USS HORUS, NCC-90810
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      • #4
        [01.01.2381, 02:59]

        Ein ohrenbetäubender Lärm riss Mohammed jäh aus seinem Schlaf.
        "Inch´allah!" entfuhr es ihm heiser. Er schüttelte den Kopf um wach zu werden.

        Er rieb sein Gesicht in seinen Händen, um das Schlafbedürfnis zu vertreiben, wärend das durchdringende, laute Summen - in regelmäßigen Abständen unterstützt von dumpfem, metallischem Klopfen - sogar jeden Gedanken übertönte.
        Er atmete tief durch, schlug die Satindecke zurück und ging zur Tür. Zischend öffnete sich diese und sofort stieg ihm der Geruch von heißem, schmelzenden Metall stechend in die Nase. Dem jungen Ensign war es völlig egal, dass er nur in Shorts im Gang stand.

        Es dauerte einen Moment bis die Wartungscrew, welche offensichtlich mit ihren Plasmaschneidern, den Hydraulikstößeln und den anderen Werkzeugen diesen Höllenlärm verursachten, ihn bemerkte.

        "Was machen SIE denn hier??? blökte der Truppführer gleich los.

        "Ach," gähnte Mohammed, "ich habe hier nur mein Quartier..."

        "Hier??? - Das verstehe ich nicht. Das ganze Deck ist eigentlich für Umbauarbeiten gesperrt. Laut dem Quartiermeister sollte das Deck unbesetzt sein!"

        "Ah ja... - laut Quartiermeister... - ich verstehe." Mohammed drehte sich um und wandte sich gerade wieder seinem Quartier zu. Dann hielt er einen Moment inne und fragte über die Schulter den Anführer des Baukommandos: "Sagen sie mal, guter Mann, wie lange werden die Arbeiten denn noch dauern?"

        "Häh? Na ja, so ungefähr 3 Tage noch, dann sollen wir laut Plan fertig sein. Der ist verdammt knapp, dieser Plan, deswegen haben wir auch gefragt, ob wir früh Morgens beginnen können..."

        "Danke."

        Nun kehrte er endgültig in sein Quartier zurück.
        Und da er nun schon einmal wach und an weiteren Schlaf nicht im Ansatz zu denken war sah er sich erst einmal genau in seinem Domizil um.

        Es war frisch renoviert und umgebaut worden und lag auf der Innenseite der Station. Daher fehlte jegliche Art von Ausblick in den Weltraum. Der Bodenbelag war weich, warm und in einem sanften Violett gehalten. Die Raumgröße betrug ca. 15 m². Auf der linken Seite war ein Durchgang zum Sanitärbereich mit Toilette, Waschgelegenheit und Schalldusche. Dieser war von einer gewissen, schlichten Eleganz in Metall und Glas gehalten.

        Im Hauptraum stand an der von der Tür abgewandten Seite war der obligatorische Schreibtisch mit Arbeits- und Kommunikationskonsole des Computers. Rechter Hand neben dem Eingang stand das recht geräumige Bett. Ansonsten gab es noch Nichts, da er ja noch icht dazu gekommen war sich hier richtig einzurichten.

        Mohamed gähnte noch einmal kräftig während er: "Com... ho... homputer?" stammelte.
        Ein kurzes Piepen signalisierte ihm, dass die künstliche Intelligenz bereit war seine Anfrage entgegenzunehmen. ""Wieviel Uhr ist es?"
        "Es ist genau 3 Uhr, 3 Minuten und 36 Sekunden."
        Es war also noch ein wenig hin bis zum Morgengebet, dem Fajr. Mit 2 Stunden und 34 Minuten zu lange um es vorzuziehen, und zu kurz um sich noch einmal Schlafen zu legen. Abgesehen davon war es unmöglich bei diesem Lärm ein Auge zuzumachen.

        "Was soll´s..." murmelte Ensign Khalil. Diese Runde ging eindeutig an den Chief...
        Zuletzt geändert von DeLouise; 18.09.2012, 23:03.
        Gregory DeLouise
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        • #5
          [01.01.2381, 05:32]

          Es wurde Zeit für das Fajr, dem Morgengebet. Nach eindringlicher Reinigung, bereits in der Uniform, betete Mohammed inbrünstig.

          Erst direkt danach stellte er fest, während er seinen Musallah zusammenrollte, dass sein Terminal signalisierte, dass er eine Nachricht hatte.

          Er ging zu seinem Terminal, betätigte ein paar Tasten und erhielt die Dienstanweisung seines zukünftigen Vorgesetzten.

          Inzwischen war es eh schon beinahe 6 Uhr Morgens, dass er sich dazu entschied ausgedehnt zu Frühstücken, um dann auf deck 100 noch einen kurzen Besuch vor Dienstantritt zu tätigen.

          Kurzentschlossen verlies er sein Quartier in Richtung Turbolift.
          Gregory DeLouise
          kommandierender Offizier der USS HORUS, NCC-90810
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