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U.S.S. Haishenwai NCC-76136

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  • U.S.S. Haishenwai NCC-76136

    U.S.S. Haishenwai

    Rumpfnummer: NCC-76136

    Klasse: Nova

    Indienststellung: 2376

    Primäre Mission: Erforschung astronomischer Phänomene

    Kommandierender Offizier: Lieutenant-Commander Alaya Whyn (wissenschaftlicher Offizier)


    Seit ihrer Indienststellung wird die Haishenwai primär zur Erforschung von astronomischen Phänomenen und zur Aktualisierung von astrogatorischen Karten eingesetzt.
    Weder für Langstreckenmissionen noch für Kampfhandlungen gedacht, besteht die kleine Crew zu einem grossen Teil aus wissenschaftlichem Personal.


    Persönliches Logbuch des derzeitigen Kommandierenden Offiziers, Lieutenant-Commander Alaya Whyn, Wissenschaftsoffizier.
    Sternzeit: 58186,01.

    Wir haben die Wissenschaftler, welche von den Tholianern von der Sternenbasis 234 entführt worden waren, von dem romulanischen Warbird übernommen.
    Die Romulaner waren erwartungsgemäss wortkarg über das was, wo, und warum.
    Derzeit mache ich mir aber mehr Gedanken über unsere Leute als über die Romulaner. Sie haben uns unsere Vermissten zurückgebracht. Von mir aus können sie so einsilbig sein wie sie wollen.
    Einige der Wissenschaftler sind psychisch in schlechtem Zustand. Offenbar waren die Tholianer alles andere als vorbildliche Gastgeber.
    Wir fliegen wieder Sternenbasis 24 an. Die Basis verfügt über die nötigen Einrichtungen um die Wissenschaftler zu versorgen.
    Mit etwas Glück kann ich dann einen Abstecher nach Risa machen und Captain Liàng und Commander Broht an Bord nehmen.
    Dies hätte eigentlich nur ein Shake-Down Cruise werden sollen um zu sehen ob die Ingenieure bei der Überholung nicht versehentlich den Warpkern verkehrt herum eingebaut haben.
    Einmal um den Block und zurück.
    Stattdessen das.
    Die
    Haishenwai hat nur eine Rumpfcrew. Mehr war für den Erprobungsflug nicht nötig gewesen.
    Aber das bedeutet auch, ich habe nur zwei Sanitäter und ein MHN um mich um zwei Dutzend traumatisierte Geiseln zu kümmern.
    Und weniger als ein Dutzend Sicherheitsleute um sie unter Verschluss zu halten.
    Den Teil habe ich am meisten gehasst. Aber welche Wahl hatte ich? Bis die Leute zweifelsfrei identifiziert und psychologisch begutachtet wurden, muss ich sie als potentiell gefährlich einstufen. Gerade mit meiner Mini-Crew.
    Nun, wenigstens ist es kein allzu langer Flug.


    Alaya Whyn lehnte sich in “ihrem“ Sessel im Bereitschaftsraum des Captains der Haishenwai zurück und seufzte.
    Den Abstecher in den Hromi-Cluster war eigentlich nicht mehr als eine Laune gewesen, und sie war immer noch überrascht, dass der Kommandant der Sternenbasis 24, wo das Schiff seine Überholung erhalten hatte, den Flugplan genehmigt hatte.
    Jetzt flogen sie mit der höchsten für längere Strecken vertretbaren Warpgeschwindigkeit zurück zur Sternenbasis.
    Besonders beeindruckend war die Geschwindigkeit im Vergleich zu anderen, neueren Schiffsklassen der Sternenflotte nicht. Mit einem maximalen Warpfaktor von 8.0 waren die Antriebssysteme der Nova Klasse mehr auf Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit als auf Spitzenleistung getrimmt.

    Alaya rieb sich den Nasenrücken. So viel seltsames und erschreckendes war in letzter Zeit passiert.
    Der Paragon Spalt. Alaya war beinahe grün von Neid geworden, weil sie auf der Sternenbasis 24 festsass während andere Wissenschaftler die womöglich grösste astrophysikalische Sensation des Jahrzehnts, wenn nicht gar des Jahrhunderts, untersuchen konnten.
    Dann der tholianische Angriff auf Sternenbasis 234. Völlig überraschend und absolut unprovoziert.
    Die Tholianer waren schon immer so xenophob gewesen, dass die Romulaner dagegen geradezu weltoffen wirkten.
    Aber sie waren auch isolationistisch und zurückgezogen.
    Dieses... aussenpolitische “Abenteuer“ passte nicht ins Bild.
    Sie nahm das Padd wieder zur Hand und setzte ihren Eintrag fort.

    In der Föderation und insbesondere der Sternenflotte brodelt es.
    Eine Gruppierung des Offizierskorps verlangt umgehende militärische Vergeltung für den Angriff auf Sternenbasis 234, während die andere eher auf eine “warten und schauen“ Strategie plädiert.
    Die Diskussionen zu dem Thema im Offizierskasino der Sternenbasis waren... angeregt.
    Bei den Politikern und der Zivilbevölkerung ist die Situation nicht viel besser.
    Nur dass hier eine dritte Fraktion hinzu kommt: Diejenigen, die glaubten, die Föderation hätten den Tholianern irgend etwas zu leide getan und müsse sich entschuldigen.


    Alaya schnaubte. Während sie für die beiden anderen Positionen gleichermassen Sympathien hegte, hatte sie absolut kein Verständnis für die dritte Position.

    Die Föderation soll sich dafür entschuldigen, dass dutzende ihrer Raumschiffe in einem ungerechtfertigten Angriff zerstört wurden? Soweit kommts noch!
    Die Föderation hatte um die tholianischen Gebiete immer einen grossen Bogen gemacht und liess deren Schiffe tunlichst in Ruhe.
    Welche Rechtfertigung gibt es also für den brutalen Angriff auf die Sternenbasis? Keinen.
    Natürlich kann selbst ein blinder sehen, dass es um den Paragon Spalt geht. Aber wenn die Tholianer etwas darüber wissen wollten, hätten sie ja bloss danach fragen müssen.
    Die Föderation hätte die Chance die diplomatischen Beziehungen zur tholianischen Versammlung via einer wissenschaftlichen Kooperation zu verbessern mit Handkuss angenommen.
    So blöd kann nicht einmal der xenophobeste Tholianer sein. Für etwas zu kämpfen, was man auch gratis haben kann, macht keinen Sinn.
    Ist da etwa etwas anderes im Spiel?
    Wissen die Tholianer am Ende mehr über den Spalt als die Föderation?
    Ging es ihnen darum die Erkundung des Spalts durch die Föderation und die Romulaner zu sabotieren?
    Die Entführung der Wissenschaftler macht unter diesem Blickwinkel durchaus Sinn.
    Aber warum die Station intakt lassen?
    Nicht, dass ich mich beschweren will, aber dass die Station der primäre Stützpunkt der Sternenflotte für Operationen in dem Gebiet ist, muss den Tholianern sicher aufgefallen sein.
    Warum also dieser Grossangriff nur um dem Feind dann eine so wertvolle Ressource intakt zu lassen?
    Und was für eine Rolle spielen die Romulaner? Sie behaupten, sie wollen in dieser Sache als gleichwertige Partner mit uns zusammenarbeiten. Aber hier treiben sie offensichtlich ein doppeltes Spiel.
    Die Fakten:
    Während wir absolut im Dunkeln tappten was den Verbleib unserer entführten Wissenschaftler anging, “stolpern“ unsere romulanischen Freunde einfach so zufällig über eine versteckte tholianische Forschungsstation, in der unsere Wissenschaftler zur Arbeit für die Spinnenbeine gezwungen werden.
    Und dann fliegt die Station, die eine Tonne an höchst wertvollen Informationen zu dem ganzen Puzzle enthält, dummer Weise einfach so in die Luft.
    Dann drückt man die Wissenschaftler dem nächstbesten Föderationsschiff im kosmischen Äquivalent eines dunklen Hinterhofs in die Hände.
    Was soll das? Warum dort? Warum dieses Mantel und Dolch Getue?
    Was tun romulanische Kriegsschiffe dort?
    Was läuft hier falsch im Staate Romulus?
    Haben unsere spitzohrigen Freunde etwa klammheimlich die Seiten gewechselt?
    Und welcher Teufel hat diese Vulkanierin geritten, dass sie bei den Romulanern bleiben will?


    Alaya wollte gerade einen neuen Absatz beginnen, als der Türsummer einen Besucher ankündigte.
    „Herein.“
    Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

    - Florance Ambrose

  • #2
    [09.03.2381, 21:27 Uhr]

    Lieutenant Commander Nerex betrat den Bereitschaftsraum, nachdem Lieutenant Commander Alaya Whyn ihn eingelassen hatte.
    Die Bewegungen des Edosianers wirkten beherrscht und ruhig.
    Er diente lange genug mit Zweibeinern um zu gelernt zu haben, dass die natürliche Geschwindigkeit und Art der auf tripedaler Lokomotion basierenden edosianischen Fortbewegung oftmals Unbehagen bei ihnen auslösten.
    Genauso, wie sich viele Humanoide auch vor kleinen Insekten oder Arachniden fürchteten, selbst wenn diese keinerlei Gefahr für sie darzustellen vermochten.
    "Ma'am.", grüßte der Sicherheitschef der Haishenwai die Betazoidin, die zur Zeit als diensthabender Captain des Schiffes fungierte und ihm damit - trotz Ranggleichheit - vorgesetzt war.
    Zwei seiner drei Arme hatte der Sicherheitschef und amtierende XO hinter dem Rücken verschränkt, als er vor den Schreibtisch Whyns trat.
    Sein knochiges Antlitz war, wie der Rest seines Körpers, von einer rotbraunen Färbung und glänzte matt im kühlen Schein der Raumbeleuchtung.
    "Der Wissenschaftler, der mit Ihnen zu sprechen bereit war, ist jetzt hier. Er wartet darauf, vorgelassen zu werden. Ein gewisser Professor Dosheen von Rigel V. Experte für Transdimensionale Mathematik, spezialisiert auf Erweiterte Subraumgeometrie. Er hat an der Vermessung der omnidirektionalen Ausdehnung des Paragon Spalts jenseits des normalen Raumzeitkontinuums gearbeitet, als er auf Starbase 234 Teil von Hochmagister Semoks Team gewesen ist.".
    Nun kam Nerex' dritter Arm ins Spiel.
    Mit ihm reichte er seinem Gegenüber ein PADD mit dem Dossier des Rigelianers.
    "Er wirkt psychisch stabil und weist keinerlei Verletzungen auf.".
    Zuletzt geändert von Space Marine; 01.12.2013, 14:41.
    Coming soon...
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    For we are the Concordat of the First Dawn.
    And with our verdict, your destruction is begun.

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    • #3
      [09.03.2381, 21:27 Uhr]

      Alaya nahm das PADD entgegen und liess es auf den Schreibtisch fallen.
      Seit sie den Job als diensttuender Captain übernommen hatte, hatte sie kaum etwas anderes gemacht als Berichte zu lesen. NOCH einen zu studieren kam in ihrer Liste von Dingen die sie jetzt tun wollte kurz nach dem küssen einer terranischen Seeanemone.
      Sie war Wissenschaftsoffizier. Warum hatte sie den Job gekriegt und nicht Nerex? Der Edosianer war dafür sicher besser geeignet.
      Aber Captain Liàng war immer sehr auf das Protokoll bedacht gewesen - mit der Hauptgrund warum er und Alaya nie wirklich Freunde weden würden - und Alaya war rund elf Monate länger Lieutenant Commander als Nerex.
      Und so hatte sie jetzt den Posten inne, den sie nie haben wollte.

      "Stabil? Zäher Bursche."
      Murmelte sie.
      "Ich will nicht wissen wie ich nach zwei oder drei Wochen als Gast der Tholianer drauf wäre."
      Sie sah den ersatz XO der Haishenwai nachdenklich an.
      "Was halten Sie von ihm, Nerex? Wie wirkt er auf sie?"
      Es war offensichtlich, dass sie fragte, weil sie keine Lust hatte das PADD zu lesen.
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      - Florance Ambrose

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      • #4
        [09.03.2381, 21:28 Uhr]

        Nerex ließ sich seine Antwort mehrmals durch den Kopf gehen, ehe er sie äußerte.
        Er war kein Freund unnötiger Worte.
        Wenn er etwas sagte, dann sollte es auch Hand und Fuß haben - und mit dieser Erwartung begegnete er auch seinen Gesprächspartnern.
        "Er wird auf jeden Fall psychische Betreuung in Anspruch nehmen müssen. Die Folgen der Gefangenschaft sind noch nicht abzusehen. Unserem bisherigen Kenntnisstand nach zu urteilen, haben die Tholianer auch Folter eingesetzt, um unseren Wissenschaftlern Informationen zu entreißen. Eine ineffiziente Methode, die nicht wirklich zu ihrem sonstigen Vorgehen passen will.".
        Die Versammlung musste irgendetwas, das mit dem Paragon Spalt zu tun hatte, wirklich sehr, sehr dringend haben wollen.
        Anders waren ihre bisherigen Aktionen nicht zu erklären.
        Seit ihrem unprovozierten Überfall auf Starbase 234 hatten die Tholianer sich nicht mehr gerührt, doch es war auch zu keinen Gesprächen gekommen.
        Ein ausgewachsener Krieg stellte nach wie vor eine extrem reale Bedrohung dar.

        "Professor Dosheen persönlich war eigenen Aussagen nach zu keinem Zeitpunkt der Gefangenschaft körperlicher Gewalt ausgesetzt. Das deckt sich mit den medizinischen Ergebnissen. Aber die seelische Belastung, unter solchen Umständen arbeiten zu müssen, ist natürlich erheblich. Er möchte in erster Linie zu seiner Familie zurück. Doch der Grund, aus dem er mit Ihnen sprechen möchte, ist Hochmagisterin Ethara. Offenbar weiß er mehr darüber, wieso sie bei den Romulanern geblieben ist. Alles in allem haben wir keinen Grund, an seiner Aufrichtigkeit zu zweifeln. Sollten die Tholianer irgendeine unbekannte Art Gehirnwäsche oder Psionik angewandt haben, die der Krankenstation entgangen ist, dann werden diese Maßnahmen Ihren telepathischen Fähigkeiten aller Wahrscheinlichkeit nach nicht standhalten. Alles in allem... sind wir erst schlauer, wenn Sie mit dem Mann gesprochen haben, Commander.".
        Die letzte Anmerkung war wahrscheinlich dann doch obsolet, doch mehr fiel dem Edosianer schlicht nicht ein.
        Je früher Professor Dosheen los werden konnte, was ihm unter den Nägeln brannte, desto besser.
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        • #5
          [09.03.2381, 21:28 Uhr]

          Alaya seufzte.
          "Wir Betazoiden setzen unsere telepatischen Fähigkeiten nicht gerne ohne die ausdrückliche Zustimmung des Betroffenen ein.
          "Der Geist eines Individums sollte unverletzlich sein."
          Ohne Erlaubnis in den Geist eines anderen einzudringen kam für Alaya einer Vergewaltigung gleich.
          "Aber es sollte reichen seine Gefühle und oberflächlichen Gedanken zu beobachten."
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          - Florance Ambrose

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          • #6
            [09.03.2381, 21:29 Uhr]

            "Oder Sie fragen Ihn einfach.", schlug Nerex mit einer winkenden Bewegung des vorderen Armes vor, die in ihrer körpersprachlichen Bedeutung einem menschlichen Schulterzucken gleichkam.
            "Er macht einen äußerst kooperativen Eindruck. Wenn Sie ihm nicht das Hirn aus der Nase laufen lassen, sollte er kein Problem mit einer etwas genaueren mentalen Überprüfung haben.".
            Wobei man das so genau nie sagen konnte.
            Es gab genügend Leute, die selbst die Zurschaustellung minimalster empathischer Fähigkeiten als unverzeihlichen Eingriff in ihre Privatsphäre betrachteten.
            "Soll ich ihn einlassen?".
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            • #7
              [09.03.2381, 21:29 Uhr]

              Alaya beschloss, ihn erstmal nicht zu fragen.
              Was viele nicht-Telepaten nicht verstanden war, dass Empaten Gefühle nicht nicht-spüren konnten.
              Das war etwa so als würde man versuchen ein Geräusch nicht zu hören, oder einen Geruch nicht zu riechen. Man konnte versuchen sie zu ignorieren, aber spüren tat man sie immer.
              Mit "starken" oberflächlichen Gedanken verhielt es sich ähnlich.

              "Ja. Holen Sie ihn rein."
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              - Florance Ambrose

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              • #8
                [09.03.2381, 21:30 Uhr]

                Der Sicherheitschef der Haishenwai verließ den Raum für ein ein paar Sekunden, und kehrte dann mit dem fraglichen Rigelianer zurück.
                "Sie sind der Captain?", entfuhr es Dosheen, ehe irgendjemandem die Gelegenheit zur förmlichen Vorstellung vergönnt war.
                Dem Professor waren offenbar die Rangpins der Betazoidin aufgefallen.
                Als Experte für Subraumgeometrie verstand er immerhin genug von der Sternenflotte um sich daran zu erinnern, dass ein Captain vier solche Abzeichen am Kragen tragen sollte.
                Aber zu wenig, um auf die Schnelle auf ein Szenario zu kommen, in dem ein Lieutenant Commander als diensthabender Captain eines Raumschiffes dienen konnte.
                Der Stress und seine allgemeine Zerstreutheit hatten wahrscheinlich auch etwas damit zu tun.
                "Verzeihung...", fuhr Dosheen etwas zu spät fort, um den peinlichen Augenblick überraschter Stille völlig ungeschehen zu machen.
                "Dosheen. Professor Dosheen.".
                Er senkte den Kopf in einer begrüßenden Geste.
                "Captain...?".
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                • #9
                  [09.03.2381, 21:30 Uhr]

                  "Alaya Whyn. Wissenschaftlicher Offizier und diensttuender Captain der USS Haishenwai."
                  Sie erwiederte die Geste des Rigelianers.
                  Erklärend fügte sie hinzu:
                  "Das Schiff war zur Überhohlung im Dock und der Captain und der Erste Offizier sind noch auf Landurlaub.
                  "Das hier sollte lediglich ein Shakedown-Cruise werden."
                  Sie wies mit der Hand auf einen der Sessel vor ihrem Schreibtisch.
                  "Bitte, setzen Sie sich und sagen Sie mir, warum Sie mich sprechen wollen."
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                  • #10
                    [09.03.2381, 21:31 Uhr]

                    Der rigelianische Professor nahm auf der ihm angebotenen Sitzgelegenheit Platz.
                    Die Hände faltete er im Schoß zusammen. Durch seine Körperhaltung vermittelte Dosheen einen insgesamt etwas angespannten Eindruck.
                    Jedoch war er noch lange nicht so traumatisiert, wie die meisten anderen befreiten Wissenschaftler.
                    Lieutenant Commander Nerex blieb derweil an der Türe stehen.
                    Wollte der CO ein Vieraugengespräch mit dem Zivilisten, würde sie ihn schon noch rausschicken.

                    "Es geht um Hochmagisterin Ethara von Vulkan.", begann Dosheen zu erläutern.
                    "Sie haben sich sicher bereits gefragt, wieso eine zurechnungsfähige Föderationsbürgerin lieber in romulanischer Obhut verweilt, anstatt heimzukehren. Die Erklärung ist ebenso lang wie verworren. Ich hoffe aber dennoch, dass Sie mir mit einem offenen Geist zuhören werden, Miss Whyn."
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                    • #11
                      [09.03.2381, 21:31 Uhr]

                      Alaya spürte die Anspannung des Rigelianers. Doch schien er recht gefasst zu sein.
                      Vielleicht bekam sie tatsächlich ein paar Antworten. Sie lehnte sich zurück und schlug die Beine übereinander.
                      "Die Frage ob Hochmagisterin Ethara zurechnungsfähig ist oder nicht, sollten wir einem Counselor überlassen.
                      "Aber bitte, ich bin durchaus interessiert an ihrem Input zu der Sache. Schiessen Sie los. Und ich bevorzuge die Anrede 'Commander'."
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                      • #12
                        [09.03.2381, 21:32 Uhr]

                        Dosheen wollte zuerst etwas Giftiges erwidern, um den Geisteszustand seiner Kollegin zu verteidigen.
                        Er überlegte es sich rasch anders.
                        Selbst er hielt die Idee, bei den Romulanern zu bleiben, für verrückt.
                        Und sein Gegenüber kannte die Hochmagisterin nicht einmal.
                        Es lag nahe, an der Zurechnungsfähigkeit der Vulkanierin an sich zu zweifeln.

                        "Also gut, Commander.", begann er ruhig und schön langsam.
                        Dann holte der Rigelianer tief Luft.
                        Jetzt kam der Brocken, den es zu schlucken galt...
                        "Die Tholianer arbeiten nicht allein. Und damit meine ich nicht die dutzenden Spezies, die die Versammlung im Laufe der Jahrtausende versklavt hat. Sie haben einen engen Alliierten, der mit ihnen zusammen den Überfall auf Starbase 234 geplant hat. Eine Spezies, die sich Neykarim nennt. Sie stammen nicht aus dem uns bekannten Universum, sondern aus einer besonders tiefliegenden Subraumschichtung. Föderationstechnologie ist meines Wissens nach niemals derart tief in den Subraum vorgedrungen, deshalb ahnten wir nichts von der Existenz dieser Spezies. Wir wissen jedoch, dass tholianische Technologie uns auf vielen Feldern voraus ist. Wie es aussieht, schädigen unsere Warpantriebe trotz der Optimierungen in den letzten Jahrzehnten auf grauenhafte Weise die Heimat der Neykarim. Sie existieren nicht körperlich. Nicht zeitlich linear. Sie kannten den Tod nicht, bevor wir angefangen haben, sie zu töten. Natürlich unwissentlich. Die Tholianer jedoch waren nicht interessiert daran, dieses Detail hervorzuheben, nachdem sie die Neykarim kontaktiert haben. Tholianische Antriebe basierend auf einem anderen Prinzip, als die unsrigen. Sie haben die Sphäre der Neykarim nie in Mitleidenschaft gezogen, und das hat ihnen einen Vertrauensbonus verschafft. Es entstand ein Austausch von Wissen und Technologie. Die Tholianer zeigten den Neykarim, wie sie sich schützen, und die Neykarim teilten ihre profunden Kenntnisse über den Subraum und eine völlig neue Wirklichkeit, die den Völkern der Galaxis bisher verborgen war.".

                        Dosheen machte eine rhetorische Pause und atmete durch.
                        "Drei Mal dürfen Sie raten, wen die Tholianer den Neykarim als Sündenbock präsentiert haben. Auf wen sich jetzt all ihr Hass richtet.".
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                        • #13
                          [09.03.2381, 21:32 Uhr]

                          So interessant der emotionale Workout des Rigelianers war, so verblasste er doch zur Bedeutungslosigkeit neben dem was er zu erzählen hatte.
                          Was er zu sagen hatte klang schier unglaublich. Aber Dosheen schien zumindest zu glauben was er erzählte.
                          Das musste es noch nicht wahr machen, aber immerhin versuchte der Zivilst sie nicht wissentlich hinters Licht zu führen.

                          "Das ist... interessant, Doktor."
                          Sagte sie schliesslich langsam.
                          Es würde eine Weile dauern um das ganze korrekt zu verarbeiten.
                          Eines jedoch war sicher: Die Sternenflotte würde keine Freude an Dosheens Report haben.
                          "Bitte fahren Sie fort."
                          Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                          - Florance Ambrose

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                          • #14
                            f[09.03.2381, 21:32 Uhr]

                            "Es ist nicht alles so schlecht, wie der Anfang es klingen lässt.", fuhr Dosheen fort.
                            "Ich weiß das alles nicht etwa von den Tholianern, sondern aus erster Hand. Von einem Neykarim. Die Versammlung hat einen von ihnen als Projektleiter auf ihrem Stützpunkt im Azure-Nebel eingesetzt. Sie erforschen von dort aus den Paragon Spalt. Soweit ich es beurteilen kann versuchen sie, die Anomalie zu duplizieren. Sie wollen sich einen eigenen Zugangspunkt in die Region dahinter kreieren, den sie unabhängig nutzen können. Mit dem Wissen der Neykarim über den Subraum und unseren eigenen Daten, die die Tholianer mit Gewalt an sich gerissen haben, schien dieses Ziel in sehr greifbarer Nähe. Doch Hochmagisterin Ethara hat es geschafft, das Gehör unseres Neykarim-Projektleiters zu gewinnen. Sie hat ihm glaubhaft vermitteln können, dass die Föderation niemals die Absicht hatte, einen Genozid an seinem Volk zu begehen, und dass die Vorhaben der Tholianer alles andere als altruistisch sind. Sie planen einen großangelegten Krieg gegen die Föderation. Offenbar hat er nur noch nicht begonnen, weil es auch in der Versammlung Zweifel an dieser Vorgehensweise gibt. Die Neykarim konnten überzeugt werden, sich an einer Invasion zu beteiligen, um die Föderation in ein Prä-Warp-Zeitalter zurückzubomben. Keine Warpantriebe, kein Schaden an ihrer heimatlichen Existenzssphäre. Nach dem zu urteilen, was ich von den Neykarim gesehen habe, wäre die Sternenflotte völlig überrascht worden. Alles dreht sich irgendwie um den Paragon Spalt. Aber...".

                            Er schluckte und fuhr mit der Zunge über seine Unterlippe, ehe er weitersprach.
                            "Also... wir haben das Schlimmste vielleicht verhindert. Oder wenigstens hinausgezögert. Kysilan, unser Projektleiter, hat sogar versucht, uns auf einem Frachter irgendeiner tholianischen Sklavenrasse von der Station zu schmuggeln, um die Föderation zu warnen. Er hat sich auch bereit erklärt, sein eigenes Volk davon zu überzeugen, dass die Tholianer sie belogen und manipuliert haben. Wie Sie wissen, ist unser Fluchtplan nicht aufgegangen. Die Romulaner kamen eines Tages einfach aus dem Nichts und haben die Station im Sturm eingenommen. Ich kann nicht behaupten, dass ich begriffen habe, wie sie das geschafft haben, oder welche Interessen das Sternenimperium in dieser Angelegenheit verfolgt. Was ich weiß ist allerdings, dass Kysilan noch dort Draußen ist. Bei den Tholianern. Und er wird die Neykarim über die Absichten der Versammlung aufklären. Das ist ein Lichtblick. Und da wäre noch einer.".

                            Der Rigelianer lehnte sich leicht vor.
                            "Ich habe erwähnt, dass die Tholianer auch unter internen Streitigkeiten über einen massiven Konflikt mit der Föderation leiden. Während unseres Aufenthalts auf diesem Tal Shiar Warbird hat sich herausgestellt, dass die Romulaner bereits daran arbeiten, sich diesen Umstand zunutze zu machen. Sie haben über Gefangene von der tholianischen Forschungsbasis im Azure-Nebel einen Dialog mit den Kriegsgegnern initiiert. Hochmagisterin Ethara war auch hierin maßgeblich involviert, weshalb diese Informationen bis an mein Ohr gedrungen sind. Sie ist sowohl für die Tholianer als auch für die Romulaner von Wert, da sie die Person ist, der Kysilan vertraut. Und die Neykarim werden Kysilan vertrauen. Das macht die Hochmagisterin zu einem Individuum mit verdammt viel Gewicht. Die Romulaner haben Ihr angeboten, als Bindeglied zu dienen. Als Vermittlerin zwischen Neykarim, Romulanern und Tholianern. Sie hat das Angebot angenommen, da sie das Gefühl hatte...".

                            Dosheen zögerte.
                            Diese Formulierung wirkte in Verbindung mit Vulkaniern deplatziert... nicht jedoch im Falle Etharas.
                            Was die Tholianer mit ihr gemacht hatten, ließ er vorerst jedoch unerwähnt.
                            Ihre psychische Folter durch die Droge Trellium-D gehörte nicht zum Thema.
                            Für den Moment nicht.
                            "... da sie das Gefühl hatte, Kysilan und den Neykarim etwas schuldig zu sein. Zu vermitteln erschien ihr wohl... logisch. Nun, ich denke wir sollten froh sein, überhaupt jemanden aus der Föderation bei diesen Gesprächen dabei zu haben. Ehe wir uns versehen organisieren die Romulaner ansonsten einen Sonderfrieden und wir stehen isoliert da.".
                            Nun hatte die Betazoidin erst einmal einen ganzen Haufen Informationen, über den sie nachdenken konnte.
                            Und das war nur die farblose Kurzfassung gewesen...
                            Zuletzt geändert von Space Marine; 04.12.2013, 23:27.
                            Coming soon...
                            Your reality was declared a blasphemy against the Spheres of Heaven.
                            For we are the Concordat of the First Dawn.
                            And with our verdict, your destruction is begun.

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                            • #15
                              [09.03.2381, 21:34 Uhr]

                              Alaya hatte angestrengt zugehört.
                              Was Dosheen erzählte klang schier unglaublich.
                              Die Romulaner verhandelten also unter der Hand bereits mit dem Feind...
                              Da das Imperium und die Föderation derzeit Aliierte waren, konnte man dies als Verletzung des Vertrauensverhältnisses auslegen.
                              Alaya war diensbezüglich unschlüssig. Es machte Sinn bei solchen Sondierungsgesprächen - insbesondere wenn sie nicht zwischen offiziellen Unterhändlern statt fanden - erst einmal den Deckel drauf zu halten.
                              Und ausserdem unterrichtete das Tal'Shiar die Sternenflotte via der Übergabe der entführten Wissenschaftler ja gerade von der Sache, oder?
                              Die Vermeidung des direkten Wegs war vermutlich ein Hobby des Tal'Shiar - oder eine Zwangsstörung.
                              Aber entsprach das was der Rigelianer erzählte den Tatsachen?
                              Alaya ging die Punkte der Reihe nach durch.

                              Subraumwesen, die durch Warpantriebe getötet wurden? Als Astrophysikerin konnte Alaya dies zumindest nicht aussschliessen. Ja, theoretisch war es möglich.
                              Und das Verhalten der Tholianer diesbezüglich passte zu dem Image, welches die Kristallspinnen in der Föderation hatten.
                              Die Tholianer hatten... nun... etwas andere Vorstellungen davon wie Kooperation zwischen verschiedenen Spezies aussen sollte als die Föderation.

                              Tholianer auf dem Kriegspfad?
                              Sicher. Mit diesem Subraumwesen auf ihrer seiten dachten die Tholianer wohl, sie konnten die industrielle überlegenheit der Föderation ausgleichen.

                              Eine Splittergruppe innerhalb des Tholianischen Volkes, welches den Kreig vermeiden wollte?
                              Alaya konnte nicht einmal beginnen darüber zu spekulieren.
                              Die Tholianer waren von Kopf bis Fuss isolationistisch. Die Idee eines Krieges (wohl das ultimative aussenpolitische Abenteuer) musste sicher vielen gegen den Strich gehen. Aber sie hatte keine Ahnung wie das politische Gefüge innerhalb der Versammlung aussen mochte.

                              Blieben die Romulaner...
                              Die Romulaner waren so opportunistisch wie die Tholianer xenophob.
                              Natürlich würden sie ob der Chance mit der tholianischen Versammlung einen Deal zu machen vor Freude im Quadrat hüpfen.
                              Aber war ihr Ziel Frieden für alle Beteiligten, oder eine Alianz gegen die Föderation?
                              In letzterem Fall würde die Anwesenheit der Vulkanierin sicher ein nützliches Instrument sein um diesbezügliche Ängste seitens der Sternenflotte so lange zu zerstreuen bis es zu spät war.

                              Nachdem sie die Punkte in ihrem Kopf durchgegangen war, sah Alaya Dosheen wieder an.
                              "Danke für Ihren Bericht, Professor."
                              Sie rang sich ein schwarzhumoriges Lächeln ab.
                              "Ich bin sicher, was Sie mir gerade erzählt haben, wird nicht nur mir einiges an Kopfweh bereiten."
                              Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                              - Florance Ambrose

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