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  • #16
    Zitat von SF-Junky
    War es nicht so, dass das Finale eigentlich schon für Staffel 3 geschrieben wurde, weil Bermaga eigentlich gar nicht mehr damit gerechnet hatten, dass es noch eine Staffel geben würde? (War wohl auch der Grund, warum sie ausgestiegen sind, vermtl. in der Hoffnung, Coto würde es den Fans auch nicht mehr recht machen und dann die ganzen Prügel kriegen )
    Vermutlich. Aber ein wirkliches Finale war "Die Stunde Null" nicht. Offener Schluss, TCW nur bedingt abgeschlossen. Das wirkliche Serienfinale wurde dann mit "These Are The Voyages" geschrieben. Und das hätte meines Erachtens Coto zugestanden und nicht B&B, die sich zum Ende von Staffel 3 reumütig zurückgezogen haben...


    Insofern kann man nicht sagen, dass TATV geschrieben wurde, um es Coto "noch mal so richtig zu zeigen", was Vermaga drauf haben.
    In dem Fall wollte ich nicht sagen, dass sie es direkt Coto gezeigt haben, sondern es wirkt für mich wie eine generelle "Abrechnung" der Sache, zumal es quasi als "Beendigung von ST" interpretiert werden kann. Den Aspekt, dass TNG-Figuren einbezogen wurden, finde ich nicht mal so falsch. Gab es im Verlauf von DS9, gab es im Verlauf von VOY. Aber die Art, wie das gemacht wurde, zeigt für mein Verständnis, dass man etwas einbezogen hat, mit dem B&B letztendlich am erfolgreichsten waren, also ein Nachtrauen wie gesagt, das sie auch noch als "Valentinsgruß" bezeichnen. Ja danke. - Wobei ich hier auch noch einmal wiederhole, dass nach meiner persönlichen Ansicht, Berman nicht im geringsten am Erfolg von TNG begetragen hat, da es 1. zum Zeitpunkt des Todes Gene Roddenberrys bereits fünf Jahre lang lief, somit schon sein Publikum hatte und 2. er es mehr oder weniger zum Abschluss brachte, in Form einer "Überwachung". Und es hätte auch keinen Grund gegeben, das bereits verhandene, gut laufende Konzept zu ändern, nach dem Tode Roddenberrys. An den Stories selbst muss man das Lob aber meines Erachtens deutlich den Autorinnen und Autoren zusprechen; auch Braga, der zusammen mit D. Moore einen tollen TNG-Abschluss geschrieben hat.


    (Fairerweise muss man aber sagen, dass die letzten ~60-80 Sekunden von Enterprise wirklich toll waren!)
    Naja, was bringt es, eine tolle Schlussszene zu haben, die in der Tat toll war, wenn dafür der größte Teil der Serie unzureichen gewesen ist und die übrigen 42 - 44 Minuten von TATV als Abschluss für die Serie und ggf. als Abschluss für ST völlig unwürdig waren. In meinen Augen war es das nämlich.


    Ohne jetzt irgendwelche Zahlen zu kennen: Ansonsten höre ich immer, dass ST:V noch erfolgloser war, als ST:X.
    Naja egal, was ich eigentlich sagen will ist: Auch unter Roddenberry gab es nach dem bis dato erfolgreichsten Streifen einen ganz großen Flopp im Kino, auf den wiederum ein bombastischer Erfolg folgte.
    Natürlich ist auch unter Roddenberry ein Film gefloppt. Aber ich denke, hier muss man das Ganze unter differenzierten Gesichtspunkten betrachten. "Star Trek: Am Rande des Universums" ist nicht deshalb gefloppt, weil es schlecht umgesetzt wurde - denn das wurde es nicht. An dem für das Trio typischen Humor hat es auch nicht gemangelt. Hier hat meiner Einschätzung nach ganz klar die Handlung bzw. die Story dazu geführt, dass der Film nicht die Resonanz erhalten hat, wie die anderen fünf TOS-Filme. Noch dazu war er überwiegend einfach nur langweilig.
    Darüber hinaus muss ebenfalls betont werden, dass "Star Trek" insgesamt dennoch aufsteigende Tendenzen hatte. TNG lief bereits seit zwei Jahren und fand seit der ersten Stunde immer mehr Fans, ST4 ist eingeschlagen, wie eine Bombe und ist bis heute in der ST-Produktionsgeschichte rein Umsatzmäßig das zweit-erfolgreicheste Leinwandabenteuer. ST6 konnte ebenfalls ST5 beinahe schon wieder vergessen machen und ST wurde parallel immer beliebter. Noch dazu hatte ST6 einen hervorrangenden Regisseur, ein kompetentes Autorenteam und fähige Köpfe. Roddenberry hatte zu diesem Zeitpunkt so lange nicht mehr aktiv mitgearbeitet, aber ST6 wäre nicht so veröffentlicht worden, wenn er es nicht gewollt hätte.

    Bei "Star Trek: Nemesis" war dem nicht so. "Star Trek" befand sie nicht mehr auf dem steigenden Ast, sondern auf fallenden Blättern. Die Erfolgskurve ging seit 1998/1999 nur noch nach unten. ST10 ist nicht wegen seiner Story gescheitert (obwohl ich für ST10 und Romulaner was anderes erwartet hätte), auch nicht wegen seiner technischen Umsetzung (naja, bis auf diese Argo-Jeepszene, ansonsten war der Film recht gut). Nein, hier ist eindeutig menschliches Versagen - wenn ich es mal so formuliere - Hauptursache für das floppen von "Star Trek: Nemesis". Worauf z.B. die verstümmelte Story zurückgeht.

    Dass Roddenberry nicht immer föderlich für ST gewesen sein mag, streite ich nicht ab. Aber er hatte meiner Meinung nach auch jedes Recht, die Arbeit seines Teams an ST zu akzeptieren oder abzulehnen. Auch wenn es förderlich oder nicht förderlich gewesen wäre. Und möglicherweise hätte es auch DS9 so nie gegeben. Andererseits hätte ST10 oder ST7 vielleicht dann eher funktioniert. Und insgesamt finde ich persönlich, dass Roddenberry mehr von "ST" verstanden hat, als Berman je verstehen werden wird.
    sieht man z.B. daran, dass Berman DS9 weiterlaufen ließ, obwohl er, wie er mal zugab, sich auf Grund ihrer heute so für ST überdruchschnittlichen Machart nie wirklich mit der Serie anfreunden und den doch dominierenden Kriegsthemen nie etwas abgewinnen konnte,... ja sogar zeitweise gar nicht wirklich einverstanden war damit. Er hat sich aber (glücklicherweise) nicht aktiv eingemischt und Behr trotzdem weiterarbeiten lassen. Vermutlich auch deshalb, weil es niemand verstanden hätte, wenn er die Serie geändert oder gar eingestellt hätte und weil er wohl die drohende Prosteste nicht riskieren wollte. Außerdem, warum auch etwas ändern/einstellen, wenn es ausreichend Geld in die Kasse bringt? Berman hat sich da wohl an den Werbeslogan einer bekannten Elektronikkette gehalten und sich gedacht "Ich bin doch nicht blöd".

    Braga mag zu jenen Zeiten ein guter Autor gewesen sein, das stehe ich ihm nicht nach. Er hatte aber u.a. nie TOS-Kenntnisse. Dass das über kurz oder lang eine gewisse Problematik mitsich ziehen würde, war zu erwarten. Zu ST8 ("Es spielt auch ein Mann namens Zefram Cochrane mit. Der hat glaube ich mal den Warpantrieb erfunden") mag das ja noch unhinderlich gewesen sein, aber ich denke, gerade für und zu ENT, mal jetzt von allen anderen Aspekten abgesehen, wäre es föderlicher gewesen, er hätte sich mit TOS beschäftigt. Meiner Meinung nach zumindest.

    Ansonsten kann ich mich bezüglich "Star Trek: Nemesis" - um kurz nochmal darauf zurückzukommen - Valen anschließen. Der Regisseur gehört eindeutig für das unsinnige Kürzen der Schlüsselszenen gestraft.
    Zuletzt geändert von AKB; 25.11.2005, 12:35. Grund: Korrektur gelesen und Tippfehler ausgebessert.

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    • #17
      Soso, Berman ist jetzt auch weg. Roddenberry hatte ihn ja damals offiziell zu seinem Nachfolger auserkohren, aberBerman tat dies nicht. Ich befürchte, dass es jetzt einen ziemlichen Streit um die NAchfolge geben könnte, weil bestimmt viele scharf darauf sind, Star Trek nach ihren Vorstellungen zu formen. Ich hoffe, dass das ganze Universum dadurch nicht zugrunde gerichtet wird.
      Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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      • #18
        Zitat von Adm. K.Breit
        Vermutlich. Aber ein wirkliches Finale war "Die Stunde Null" nicht. Offener Schluss, TCW nur bedingt abgeschlossen. Das wirkliche Serienfinale wurde dann mit "These Are The Voyages" geschrieben. Und das hätte meines Erachtens Coto zugestanden und nicht B&B, die sich zum Ende von Staffel 3 reumütig zurückgezogen haben...
        Nene, ich meine, dass TATV in der Form bereits für Staffel 3 geschrieben worden ist, also nach Zero Hour gekommen wäre, wäre ENT da schon abgesetzt worden. Zumindest meine ich, das man irgendwo gelesen zu haben, oder irre ich mich jetzt total?

        "Zero hour" war in der Tat kein Finale, höchstens für den Xindi-Plot. Vermtl. hätte man einfach die letzten paar Sekunden weggelassen und das Ende in der Waffe etwas anders gestaltet, also dass die Kumari Archer noch schnell 'rausbemant o.ä.
        "The only thing we have to fear is fear itself!"

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        • #19
          Zitat von SF-Junky
          Nene, ich meine, dass TATV in der Form bereits für Staffel 3 geschrieben worden ist, also nach Zero Hour gekommen wäre, wäre ENT da schon abgesetzt worden. Zumindest meine ich, das man irgendwo gelesen zu haben, oder irre ich mich jetzt total?

          "Zero hour" war in der Tat kein Finale, höchstens für den Xindi-Plot. Vermtl. hätte man einfach die letzten paar Sekunden weggelassen und das Ende in der Waffe etwas anders gestaltet, also dass die Kumari Archer noch schnell 'rausbemant o.ä.
          Kann sein, dass ich mich irre, aber soweit ich weiß, wäre "Zero Hour" dann einfach durch TATV ersetzt worden. Sprich anstelle der Alien-of-the-Week-Entführungsstory hätte sich Riker halt das Ende des Xindi-Konflikts zusammen mit der Föderationsgründung auf dem Holo-Deck angesehen.




          Noch kurz zum Ende der Berman-Ära. Viel bliebt nach Adm. K. Breits ausführlichem und sehr gutem Post eigentlich nicht zu sagen.

          Mit Berman konnte ich mich nie wirklich anfreunden. Eigentlich gibt es nur zwei Serien in seiner Ära: ENT und VOY (und die sind - TOS und selbstverständlich TAS ausgeklammert - eindeutig die schwächsten Serien des ST-Universums). TOS und TNG waren Roddenberry-Trek. DS9 stammt von Ira Steven Behr. Selbst bei VOY hatten Berman und Braga noch fähige Autoren wie Michael Piller, Jeri Taylor und Kenneth Biller im Hintergrund, wodurch die Serie deutlich besser als ENT (zumindest bis zur vierten Staffel) wurde.

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          • #20
            Bisher habe ich ja so an 7 Jahre geglaubt, die es bis zum nächsten ST-Film wohl brauchen würde. Allerdings....nun sehe ich es auch so wie NH. Der Intensivpatient spricht gut auf die Behandlung an. Das künstliche Koma wird doch kürzer dauern, als erwartet. Nun ja, bis zur Abnahme der Beatmung müssen wir uns aber noch ein wenig gedulden.

            Zu B&B.
            Ich denke es ist nicht fair, B&B ganz so zu verteufeln, wie es einzelne hier tun. Sie hatten schon ihre guten Momente.
            Das Problem zum Ende war nun einmal die fehlende Sicht auf die Abwägnung zwischen notwendigen Anpassungen an den Zeitgeist und der Erhaltung von ST-Traditionen.
            Dahingehend hat in erste Linie Berman am meisten versagt. Er war zu geblendet von seiner eigenen Sicht und hörte nicht auf die bereits zu DS9-Zeiten erhobenen Warnungen. Denn schon bei DS9 zeigten sich die ersten Symptome der "Krankheit" und fanden ihr dramatisches Finale in ETP. Auch Many Coto konnte da nur noch lindern.

            Wie auch immer, das ST-Franchise ist eine Geldkuh und das wissen auch die bei Paramount. Ich zweifel kein bißchen an deren Fähigkeiten, ein neues und kreatives Setting für eine neue Serie oder einen Film zu erschaffen.
            "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
            DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
            ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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            • #21
              Zitat von EREIGNISHORIZONT
              Bisher habe ich ja so an 7 Jahre geglaubt, die es bis zum nächsten ST-Film wohl brauchen würde. Allerdings....nun sehe ich es auch so wie NH. Der Intensivpatient spricht gut auf die Behandlung an. Das künstliche Koma wird doch kürzer dauern, als erwartet. Nun ja, bis zur Abnahme der Beatmung müssen wir uns aber noch ein wenig gedulden.
              Naja. Ehrlich gesagt habe ich da so meine Zweifel. Erstmal müssen sich neue Leute finde lassen, die das Risikoprojekt "Star Trek" wieder in Angriff nehmen. Als "Geldkuh" haben sich "Nemesis" und "Enterprise" auf alle Fälle nicht erwiesen. Im Gegenteil, beides wäre beinahe ein Negativ-Geschäft geworden.

              Ich bin immer noch der Meinung, dass es auf neues ST noch ziemlich lange zu warten gilt. Höchstens jenes ominöses "Star Trek: The Beginning" könnte in den nächsten Jahren noch kommen. Allerdings dürfte dieses Projekt (schon wieder Prequel, keine bekannte Crew) auch ziemlich sicher in die Hose gehen.

              Zitat von EREIGNISHORIZONT
              Zu B&B.
              Ich denke es ist nicht fair, B&B ganz so zu verteufeln, wie es einzelne hier tun. Sie hatten schon ihre guten Momente.
              Braga ja. Berman hat allerdings nur sehr wenige wirklich gute Folgen abgeliefert. Und dass er als Chef des Autoren-Stabs versagte zeigen ENT und VOY.

              Auch TNG war nicht wirklich das Gelbe vom Ei bis Michael Piller Anfang dritte Staffel zum Team stieß.

              Zitat von EREIGNISHORIZONT
              Das Problem zum Ende war nun einmal die fehlende Sicht auf die Abwägnung zwischen notwendigen Anpassungen an den Zeitgeist und der Erhaltung von ST-Traditionen.
              Dahingehend hat in erste Linie Berman am meisten versagt. Er war zu geblendet von seiner eigenen Sicht und hörte nicht auf die bereits zu DS9-Zeiten erhobenen Warnungen. Denn schon bei DS9 zeigten sich die ersten Symptome der "Krankheit" und fanden ihr dramatisches Finale in ETP. Auch Many Coto konnte da nur noch lindern.
              100%ige Zustimmung. Bis auf einen Punkt. Die "Symptome der Krankheit" zeigten sich meiner Meinung nach nicht wirklich bei DS9. Können sie auch nicht, weil DS9 von einem völlig anderen Autoren-Team stammt als ENT. Berman hat gerade mal 4 DS9-Folgen geschrieben und dann der Serie Ende der zweiten Staffel völlig den Rücken zugekehrt. Braga war zu DS9-Zeiten mit VOY beschäftigt und hatte mit der Serie GAR NICHTS zu tun. Die übrigen ENT-Autoren wie Michael Sussmann, Phyllis Strong, André Bormanis, Manny Coto und die zwei Reeves-Stevens waren zu jenem Zeitpunkt noch gar nicht an Bord von ST.

              Einzig haben B&B bei DS9 wohl den falschen Schluss gezogen, dass die Fans auf Action, fette Schlachten und Krieg stehen. Dass DS9 jedoch hauptsälich von seinen anderen Stärken (gute Charaktere, epische Storys, kritisch/nachdenklichstimmende Geschichten) lebte übersahen sie aber.

              Zitat von EREIGNISHORIZONT
              Wie auch immer, das ST-Franchise ist eine Geldkuh und das wissen auch die bei Paramount. Ich zweifel kein bißchen an deren Fähigkeiten, ein neues und kreatives Setting für eine neue Serie oder einen Film zu erschaffen.
              Dein Wort in Gottes Ohr.

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              • #22
                Zitat von HanSolo
                [...]100%ige Zustimmung. Bis auf einen Punkt. Die "Symptome der Krankheit" zeigten sich meiner Meinung nach nicht wirklich bei DS9. Können sie auch nicht, weil DS9 von einem völlig anderen Autoren-Team stammt als ENT. Berman hat gerade mal 4 DS9-Folgen geschrieben und dann der Serie Ende der zweiten Staffel völlig den Rücken zugekehrt. Braga war zu DS9-Zeiten mit VOY beschäftigt und hatte mit der Serie GAR NICHTS zu tun. Die übrigen ENT-Autoren wie Michael Sussmann, Phyllis Strong, André Bormanis, Manny Coto und die zwei Reeves-Stevens waren zu jenem Zeitpunkt noch gar nicht an Bord von ST.

                Einzig haben B&B bei DS9 wohl den falschen Schluss gezogen, dass die Fans auf Action, fette Schlachten und Krieg stehen. Dass DS9 jedoch hauptsälich von seinen anderen Stärken (gute Charaktere, epische Storys, kritisch/nachdenklichstimmende Geschichten) lebte übersahen sie aber.
                Das war mir nicht bewusst mit DS9, habe da nicht das Hintergrundwissen.
                OK, ich kann dann doch besser DS9 einstufen. Irgendwie mochte ich auch diese nachdenklichen Folgen. Eine meiner Lieblingsfolgen ist "The Quickening".
                Mit TNG gabe ich dir Recht. Erst ab der 4. Staffel wurd´s so richtig gut.

                Das viele DS9 als zu kriegerisch sehen, kann ich nicht verstehen. Und ja, die wirklich trekkigen Momente werden bei DS9 wirklich häufig übersehen. Vielleicht waren viele überfordert von dem mächtigen Dominion-Bogen, der ja quasi 75% der gesamten Serie ausmachen dürfte.
                "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
                DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
                ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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                • #23
                  Für meine Begriffe ist diese "Ich muss mich nun nach etwas anderem umsehen"-Mentalität von Berman völlig normal. Das Leben muss weitergehen, auch ohne bzw. mit sehr sehr viel weniger Star Trek. Die berufliche Zukunft lässt er sich so 100%ig offen.
                  Die Ansicht vieler, dass in dieser Tatsache irgendwie Inkompetenz einer Person hineinzuinterpretieren sei, kann ich nicht teilen.

                  Natürlich ist es sinnvoll und zeitgemäss, wenn die nächste Generation von Star Trek in x Jahren von einer neuen Generation produziert wird.

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                  • #24
                    Also ich sehe in Mr. Bermans Aussagen auch eher die Einsicht, dass in ein paar Jahren sowieso neue Leute ans Steuer kommen, und nicht ein "Es ist alles meine Schuld, und deswegen trete ich zurück", was sich viele, die von seinen letzten Arbeiten keine gute Meinung haben, sicher wünschen würden. Er scheint nur auch zu wissen, dass für einige Jahre in Sachen Star Trek bei Paramount nichts laufen wird, dieser ominöse elfte Film existiert bislang nur in den Köpfen einiger weniger Leute, und nach dem, was Berman jetzt sagt, scheint ja noch immer mehr oder weniger zur Disposition zu stehen, ob es ihn denn überhaupt geben soll oder wenn ja wie.

                    Ich denke, auch wenn er schon jahrelang als ausführender Produzent dort rum getanzt ist, wird der nicht solche Millionenbeiträge verdient haben, dass er sich jetzt bis 2008 oder 2010 einfach in einen Sessel setzen und nichts tun kann. Er entwickelt ja wohl auch noch andere Serienkonzepte für Paramount, die nichts mit Star Trek zu tun haben.

                    Wird wohl in einigen Jahren eher davon abhängen, wer dann bei Paramount "in charge" ist -- denn Leute wie Manny Coto oder Mike Sussman haben ja auch angedeutet, dass sie gerne wieder dabei sein würden, wenn es weiter geht. Ob die dann noch "rein gelassen" werden, wird die Frage sein.

                    Da generell sowieso noch nicht klar ist, wann oder wie es mit Star Trek weitergeht, ist allerdings die Personendebatte sowieso etwas schwierig, wie ich finde. Wer sagt denn, dass nicht auch ein Rick Berman nach fünf oder zehn Jahren Star-Trek-Pause mal wieder eine gute Idee haben könnte? Das Problem war doch IMHO in den letzten Jahren eher, dass man atemlos von einer Serie in die nächste gegangen ist, ohne zwischendurch mal den Blick zurück oder zur Seite zu werfen, der vielleicht geholfen hätte. Wenn jetzt alle mal eine Auszeit bekommen, wäre das ja auch mal wieder möglich...

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                    • #25
                      Zitat von HanSolo
                      100%ige Zustimmung. Bis auf einen Punkt. Die "Symptome der Krankheit" zeigten sich meiner Meinung nach nicht wirklich bei DS9. Können sie auch nicht, weil DS9 von einem völlig anderen Autoren-Team stammt als ENT. Berman hat gerade mal 4 DS9-Folgen geschrieben und dann der Serie Ende der zweiten Staffel völlig den Rücken zugekehrt. Braga war zu DS9-Zeiten mit VOY beschäftigt und hatte mit der Serie GAR NICHTS zu tun. Die übrigen ENT-Autoren wie Michael Sussmann, Phyllis Strong, André Bormanis, Manny Coto und die zwei Reeves-Stevens waren zu jenem Zeitpunkt noch gar nicht an Bord von ST.

                      Einzig haben B&B bei DS9 wohl den falschen Schluss gezogen, dass die Fans auf Action, fette Schlachten und Krieg stehen. Dass DS9 jedoch hauptsälich von seinen anderen Stärken (gute Charaktere, epische Storys, kritisch/nachdenklichstimmende Geschichten) lebte übersahen sie aber.
                      Kann ich nur so unterschreiben. Wie ich in einem der beiden vorangegangenen Beiträge schrieb, konnte Berman sich zeitweise auch gar nicht mit der Serie identifizieren und hatte sogar was gegen die Kriegslastigkeit. Er hat aber nicht eingegriffen, zumal ihm zusätzlich, zudem was ich bereits geschrieben hatte, auch die Produktion von VOY in Beschlag genommen hat.


                      Zitat von Spocky
                      Soso, Berman ist jetzt auch weg. Roddenberry hatte ihn ja damals offiziell zu seinem Nachfolger auserkohren, aberBerman tat dies nicht.
                      Roddenberry hat Berman meines wissens nicht zum Nachfolger gemacht. Zum einen, weil Berman damals bei Paramount arbeitete und der damalige Paramount-Präsident John Pike ohne Wissen Roddenberrys eine neue ST-Serie in Auftrag gegeben hatte. Pike informierte am 12.9.86 Roddenberry darüber, als einige vorbereitende Arbeiten bereits abgeschlossen waren. Er sagte auch, dass das Konzept von einem Greg Strangis entwickelt worden wäre, nachdem sich dieser mit einem Jeff Hayes, Rick Berman und ihm selbst (Pike) unterhalten hätte.
                      Roddenberry war da ziemlich wütend, weil er erstens nicht in diese Arbeiten einbezogen wurde und man ihn erst mit den ersten Konzepten informierte und weil er zweitens der Meinung war, dass nur er darüber zu entscheiden habe, ob "Star Trek" in eine neue Produktion ginge oder nicht.

                      Als TNG dann losging, war Berman gar nicht dabei. Er kam dazu, als die Serie bereits einige Zeit lief.
                      Als Gene sich von ST aus gesundheitlichen Gründen zurückzog hat er sich von ST nicht offiziell verabschiedet. Im Gegenteil, er wollte zu Hause über ST informiert werden. Selbst sein Büro blieb erhalten, dass er vor dem Ende seines Lebens auch hin und wieder in der Woche aufsuchte. Die offizielle Produktionsleitung hatte er an Michael Piller UND Rick Berman übertragen. Dann starb Roddenberry.

                      Laut den Aussagen einiger Mitwirkenden hätte dann Paramount selbst seinen Angestellten und an TNG als Produzent arbeitenden Berman zum ST-Chef gemacht, da ST schließlich nicht führungslos sein konnte. Scheinbar hat hier Berman den Zuschlag bekommen.

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                      • #26
                        Zitat von Adm. K.Breit
                        Wie ich in einem der beiden vorangegangenen Beiträge schrieb, konnte Berman sich zeitweise auch gar nicht mit der Serie identifizieren und hatte sogar was gegen die Kriegslastigkeit. Er hat aber nicht eingegriffen, zumal ihm zusätzlich, zudem was ich bereits geschrieben hatte, auch die Produktion von VOY in Beschlag genommen hat.
                        Da kann ich nur sagen: zum Glück! Nicht auszudenken, was aus DS9 geworden wäre, hätte Berman da seinen Einfluß spielen lassen. DS9 ist es sehr zugute gekommen, daß Berman nicht seine Finger im Spiel hatte.

                        Was Berman als, wie ich immer gedacht habe, legitimer Nachfolger von Roddenberry betrifft, so kannte ich die wahren Hintergründe bisher noch gar nicht. Interessant zu erfahren! Ich dachte immer, Roddenberry hätte seinerzeit Berman zu seinem Nachfolger erklärt.

                        Ich persönlich bin mir jetzt nicht so sicher, ob ich total erleichtert sein soll, daß Berman auch weg vom Fenster ist. Vielmehr dümpelt ST damit zur Zeit führungslos herum und wird endgültig absaufen, wenn nicht aufgepaßt wird. Und auch wenn Berman mit ENT Mist gebaut hat (und teilweise auch mit VOY), hat er aber auch Gutes für ST geleistet, vor allem noch zu TNG-Zeiten. Wer weiß, ob er nicht irgendwann - mit jemand Neuem an seiner Seite - die Kurve wieder gekriegt hätte.

                        Doch von wem wird ST jetzt übernommen? Das ist die spannende Frage!

                        Wie würde es eigentlich mit Eugene Roddenberry jr. aussehen? Der steht doch AFAIK auf der Seite der Fans und setzt sich für das Lebenswerk seines Vaters ein.
                        Join the Vorta-Fanclub! Hier könnt ihr eure Meinung zu Weyoun & Co. schreiben! Jeder ist willkommen ;-)! ~~~~~~
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                        (Tolkien: Das Silmarillion)

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                        • #27
                          Ohne behaupten zu wollen, daß er der Beste für den Job geeignete Mann wäre, würde ich schon gerne wissen, wie sich Straczinski die 5 Jahres Mission vorstellte, die er zusammen mit Bryce Zabel in groben Zügen entworfen und bei Paramount eingereicht hat.
                          Paramount hat das Problem, daß (welches Konzept auch immer angenommen wird) eine neue Serie sowohl bei den Fans, als auch bei den Gelegenheitszuschauern einschlagen muß. Und da ist Straczinski natürlich nicht erste Wahl, da er sich in der Vergangenheit schon Oft negativ über die Führung des Franchise geäußert hat.
                          HOFFNUNG ist alles!

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                          • #28
                            Als TNG dann losging, war Berman gar nicht dabei. Er kam dazu, als die Serie bereits einige Zeit lief.
                            Warum steht er dann bei "Gedankengift" schon als 'Supervising Producer'?
                            'To infinity and beyond!'

                            Kommentar


                            • #29
                              Zitat von Weyoun 5
                              [...]Doch von wem wird ST jetzt übernommen? Das ist die spannende Frage!

                              Wie würde es eigentlich mit Eugene Roddenberry jr. aussehen? Der steht doch AFAIK auf der Seite der Fans und setzt sich für das Lebenswerk seines Vaters ein.
                              Ich wage mal blasphemisch zu sein.

                              Eugene Roddenberry halt ich gelinde ausgedrückt für einen unfähigen und vor allem sehr geldgierigen Menschen. Ich mag den Kerl nicht.
                              Wie er bei den Demos betr. der Absetzung von Archer und Co aufgetreten ist, zeigt was er eigentlich will. Geld!
                              Er benutzte die peinlich aussehenden Demos vor den Toren Paramounts dafür, um für seine nicht billige Final Episode-Party zu werben. Ich habe ein Interview gesehen, wo er mit der Frage um die Zukunft von ST so überfordert war, dass er den Net-Reporter agressiv abwehrte. Peinlich!

                              Auch wenn Many Coto z Zt. bei "24" beschäftigt ist, so halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass er sich wiede ST zuwenden wird. Lasst mal 2 oder 3 Jahre ins Land gehen, ich bin da sehr gespannt.
                              Es wird einen 11. Film geben und das schreibe ich nicht als ein aus Verzeiflung heulender Fan.
                              Es ist einfach nur logisch! Wo Geld ist, da kommen sie alle hin. Und ST ist eine Geldquelle. Es wird nicht schwer sein, ein neues Konzept einzuführen. Mensch lernt bekanntlich aus Fehlern.. Wie gesagt, ich bin gespannt.

                              Anbei. ETP war ja der logische Versuch in einer Zeit der Nostalgie-Welle da mit zu reiten.
                              Die Idee war und bleibt ansich nicht schlecht, das Geschehen zeitlich da anzussiedeln.
                              Die Autoren und der teilweise grottenschlechte Cast haben es versaut.
                              Die Idee aber bleibt.

                              Ich hoffe immer noch auf ein Zeitschiff. Zeit öffnet alle Türen für Experimente und hat bei ST konstant eine Rolle gespielt.

                              Bei VOY etwas zu viel und ETP...na ja! ...das ist ein anderes Thema.
                              "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
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                              • #30
                                Zitat von captain slater
                                Warum steht er dann bei "Gedankengift" schon als 'Supervising Producer'?
                                Ich vermute deshalb, weil er seitens Paramount, wo er verantwortlicher Direktor der Programmgestaltung war, an der Konzeptentwicklung und Erschaffung von TNG beteiligt war.
                                Vermutlich auf Grund dieser hohen Position ist er wohl von Paramount dann zum ST-Chef gemacht worden, nachdem er ausführender Produzent dieser Serie war, wenngleich Roddenberry wie gesagt die Leitung von TNG an Piller und ihn gleichermaßen übergeben hatte.

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