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[Buchbesprechung] Stephen Baxter - "Evolution"

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  • [Buchbesprechung] Stephen Baxter - "Evolution"



    Evolution ist ein recht amüsant geschriebener Roman über die Entwicklung der Primaten von den Anfangen über die Entwicklung hin zum Menschen und dessen Untergang bis hin zu den allerletzten Primaten in der fernen Zukunft. Was anfänglich wie eine lose Verknüpfung von einzelnen Episoden aussieht, in denen es um das Verlassen des Waldes, das Erlangen komplexerer cognitiver Fähigkeiten, die Entstehung von Städten und den Untergang von Kulturen geht, fügt sich allmählich zu einem Gesamtbild, das einem einen tieferen Einblick in die menschliche Evolution und eine mögliche Zukunft gibt. Der Mensch entwickelt Maschinen, die sich selbst reproduzieren und in den Weltraum ausschwärmen und die eines Tages auf der Suche nach ihrem Schöpfer wieder eine Erde auffinden, die dem Untergang geweiht ist und deren Bewohner Nachkommen ihrer Schöpfer sind, die sie aber nicht mehr als solche erkennen.
    Wissenschaftlich ist zwar nicht immer ganz korrekt alles wiedergegeben, aber den Anspruch erhebt der Autor auch gar nicht.
    1
    Ausgezeichnet
    50.00%
    2
    Gut
    50.00%
    2
    Mittelmäßig
    0.00%
    0
    Unterdurchschnittlich
    0.00%
    0
    Sehr schlecht
    0.00%
    0
    Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
    endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
    Klickt für Bananen!
    Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

  • #2
    Habe Evolution auch vor ein paar Monaten gelesen.
    Mit hat das Buch sehr gut gefallen. Nach der etwas durchwachsenen "Multiversums"-Trilogie hat Baxter hiermit fast wieder sein altes Niveau erreicht. Ich war zwar Anfangs etwas skeptisch, schon wieder ein Buch über Primaten, aber ich bin positiv überrascht worden. Das Buch war durchweg spannend und großteils glaubwürdig, lediglich bei einigen Details ist dann doch die Phanatasie des Autoren etwas ausser Kontrolle geraten.
    Aber trotz einiger kleiner Schwächen hat Baxter mit dem Buch mal wieder bewiesen, das er zurecht als bedeutendster SF-Autor der Gegenwart gilt.

    P.S.
    Im Februar kommt sein nächtes Buch raus, "Der Orden".
    Hier der Klappentext aus dem Heyne Winter-Katalog:

    Nach dem Tod seines Vaters findet George Poole in dessen
    Nachlass Dokumente, die weit in die Vergangenheit reichen
    und auf eine andere Form der menschlichen Evolution hindeuten
    – eine Evolution, die sich parallel zu unserer entwickelt
    hat und seit Jahrhunderten von einem geheimnisvollen Orden
    vorangetrieben wird...
    Science-Fiction und historische Verschwörungsgeschichte –
    Stephen Baxters neuer Roman verspricht Lesegenuss pur!
    »Stephen Baxters Werk zählt zum Besten, was die Science-
    Fiction je hervorgebracht hat. Er ist der legitime Erbe von
    Isaac Asimov und Robert A. Heinlein.« The Guardian
    Stephen Baxter ist einer der
    bedeutendsten SF-Autoren
    unserer Zeit!
    Stephen Baxter Der Orden
    Roman · 650 Seiten · Deutsche Erstausgabe
    € 9,95 [D] / € 10,30 [A] / sFr 18,–
    ISBN 3-453-52012-2 · Februar 2005
    Ausserdem arbeitet Baxter zur Zeit mit Arthur C. Clarke (Ja, den Altmeister gibts immer noch, ist mittlerweile glaube ich über 90 Jahre alt..) an einer neuen Trilogie, "A Times Eye", von welcher der erste Band im Sommer auf Englisch erschienen ist.
    Eine seht gute Seite mit einer Übersicht über den Autoren, insbesondere eine komplette Liste aller seiner Bücher, gibts hier:

    http://www.fantasticfiction.co.uk/au...n_M_Baxter.htm

    Kommentar


    • #3
      Ach ja, was ich eigentlich die ganze Zeit noch hier anmerken wollte:

      Es ist absolut auffällig, dass der Autor die BBC-Reportagen über die Dinosaurier und deren Erben gelesen hat. Es kommen nämlich oft genau die Tierarten vor, die auch dort nebeneinander aufgetreten sind und teilweise wird sogar direkt auf einige Szenen angespielt
      Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
      endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
      Klickt für Bananen!
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      • #4
        ich hab das buch gerade ausgelesen, hat mir sehr gefallen und möchte ich hiermit weiterempfehlen!
        This post is protected by : Azatoth, demon sultan and master of illusion. ZOCKTAN!, Hiob 30, 16-17, Streichelt mein Ego,
        "I was a victim of a series of accidents, as are we all."
        Yossarian Lives!

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        • #5
          Zitat von Spocky
          Ach ja, was ich eigentlich die ganze Zeit noch hier anmerken wollte:

          Es ist absolut auffällig, dass der Autor die BBC-Reportagen über die Dinosaurier und deren Erben gelesen hat. Es kommen nämlich oft genau die Tierarten vor, die auch dort nebeneinander aufgetreten sind und teilweise wird sogar direkt auf einige Szenen angespielt
          Stimmt,ist mir auch schon aufgefallen
          Ich habe das Buch schon ungefähr 5 mal gelesen (nicht,weil ichs nicht kapier,sondern weil ichs so gut finde ) und könnte es immer wieder lesen...
          Manchmal bin ich allerdings auch der Meinung,dass seine Phantasie mit ihm durchgegangen ist,aber im Grossen und ganzen ein sehr gutes Buch.

          PS: Den "Orden" kann ich auch sehr empfehlen...

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          • #6
            Jo, ein ganz nettes Buch. Sicherlich nicht das beste von Baxter. Da sind die Xeelee-Bücher oder gar "Zeitschiffe" oder die mit Arthur C. Clark IMO sehr viel unterhaltsamer, weil Evolution halt leider eine durchgehende Identifikationsfigur fehlt. Aber was soll man bei dieser Thematik schon machen.

            Insgesamt aber doch sehr interessant, mit lustigen Ideen - wie den intelligenten Raptoren, oder was die waren.
            Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
            Makes perfect sense.

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            • #7
              Das Buch erinnert sehr an den cardassianischen Klassiker "Das niemals endende Opfer".

              Mit den Worten von Julian Bashir:
              I just thought the story got a little redundant after a while. I mean the author's supposed to be chronicling seven generations of a single family, but he tells the same story over and over again. All of his characters lead selfless lives of duty to the state, grow old and die. Then the next generation comes along and does it all over again.
              Der Unterschied besteht nur darin, dass die Pflicht hier gegenüber den Genen und ihrer Weitergabe besteht ( und die Famile sind weitergefasst die Angehörige einer Ordnung: die der Primaten).

              Wie bei Bashir behindern wohl meine menschlichen Vorurteile den Genuss des Werkes und in erster Linie scheint die Wirkung der Lektüre darin zu bestehen, Verachtung gegenüber der Natur zu sähen. Schnell, rotten wir so viele Lebewesen aus wie nur möglich, solange wir noch die Chance dazu haben; damit deren Nachfahren nicht mehr in einigen Millonen Jahren dazu kommen, unsere Nachfahren zum Hauptgericht zu machen!
              I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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