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[Buchbesprechung] Der Schwarm

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  • [Buchbesprechung] Der Schwarm

    Mich wundert, dass es derzeit noch keinen Thread gitb, also eröffne ich einfach mal einen.

    Äusserst positiv hat mir an dem Buch der objektive Standpunkt der entscheidenden Personen gefallen. Sowohl die Wissenschaftler als auch die Regierungen kommen relativ schnell (wenngleich immer noch nach dem Leser) zu den richtigen Schlüssen und handeln vor allem auch danach.

    Was mich allerdings ein wenig verstörte, war der Schluss, an dem diese General Li immer wahnsinniger wurde. Das wirklich verrückte war aber: Ich hatte mit von anfang an eine soche Lösung gewünscht! Sobald klar war, dass diese Spezies die Menschheit vernichten wollte, hätte ich nach einer Waffe gesucht, um sie zu vernichten und sei es nur der besseren Verhandlungsbasis wegen.

    Das war das erste mal, dass ich in Trivialliteratur mit den "Bösen" übereinstimmte.
    können wir nicht?

    macht nix! wir tun einfach so als ob!

  • #2
    Hab das Buch gerade fertig und bin echt begeistert. So schnell habe ich sicher schon lange keine 1000 Seiten mehr gelesen. Die ganze Geschichte war trotz ihres SciFI Charakteres sehr spannend, flüssig und vor allem glaubhaft erzählt. Gut war, dass es so viele Charaktere gab, die alle sehr gleichwertig dargestellt wurden und trotz der Fülle alle genug Raum zur Entfaltung bekommen haben.

    Was die Story bzw. deren Ende angeht muss ich sagen, dass ich in keinster Weise mit Li oder dem Dicken übereinstimme. Auch wie du sagst, die Sache mit der "Verhandlungsbasis" ist ein elementarer Fehler, den die "Bösen" gemacht haben und in Realität wohl auch machen würden: sie dachten zu menschlich. Solche Taktiken und Heransgehenweisen sind typisch menschliche Überlegungen, die bei einer nicht-menschlichen Spezies völlig schief gehen würden. Ist auch die Frage, ob das ganze überhaupt funktioniert hätte. Bei einer 180 Millionen Jahre alten Rasse bezweifle ich doch, dass man sie einfach mit einem in 3 Wochen zusammengeschusterten biochemischen Trick schlagen kann.
    Was insgesamt immer wieder sehr ernüchternd war (und wohl auch die Chance einer Verfilmung, da nicht Hollywood-like, schmälern) ist der Umstand, dass so viele Hauptcharaktere sterben. Irgendwann dachte ich nur noch, dass wenn so weitergeht, wird am Ende kein Mensch mehr auf Erden weilen. Ganz so ist es dann ja nicht gekommen, aber knapp war es.

    Letztlich birgt das Buch ja auch den faszinierenden Umstand, dass es erschreckenderweise Recht haben könnte. In der Tiefesee könnte sonst was hausen und wir würden es erst bemerken, wenn es bemerkt werden will.

    Fazit: Pflichtlektüre!
    Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
    Makes perfect sense.

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    • #3
      Ich hab mir vorgenommen, das Buch zu lesen, bin aber noch nicht dazu gekommen - und wird auch noch eine weile dauern.
      Planung ist die Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum!
      Bilder vom 1. und 4.Treffen

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      • #4
        Ich habe gestern abend angefangen, das Hörbuch zu "Der Schwarm" zu hören.
        Wie sicher bei so ziemlich jedem anderen Hörbuch auch, ist es sicher gekürzt, aber das kann ich verschmerzen.

        Da ich bisher eigentlich nur Gutes über das Buch/ Hörbuch gehört habe, bin ich wahnsinning gespannt, wie sich das Ganze entwickelt.
        Und es sterben Hauptcharaktere? Oh ha...
        (bitte nicht sagen, wer!

        "At the very least...my butt is warm." Last words ever spoken in Paragon City/ Justice

        Chroniken des Schreckens //Coming soon: The Oro Wingmen

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        • #5
          Zitat von ArwenEvenstar
          (bitte nicht sagen, wer!
          Is eh kürzer die Überlebenden aufzuzählen.
          Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
          Makes perfect sense.

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          • #6
            Oh, so schlimm also?
            Na ja, hat vermutlich alles mit diesen komischen Würmern mit den Riesenkiefern zu tun, von denen ich gestern wenigstens schon mal was gehört habe...

            "At the very least...my butt is warm." Last words ever spoken in Paragon City/ Justice

            Chroniken des Schreckens //Coming soon: The Oro Wingmen

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            • #7
              Ich fand das Buch ziemlich furchtbar. Die Idee hinter der Handlung war gut und die Sache hätte durchaus spannend sein können, aber: Das Buch zog sich wahnsinnig hin. Seiten lang Beschreibungen von den Handlungen irgendwelcher Nebenfiguren, die weiter hinten im Buch dann recht abrupt das Zeitliche segneten. Auch das Ende fand ich in der Art und Weise unnötig. Die Lösung selbst fand ich gut, warum man aber noch so viele Leute umbringen musste, bleibt mir unverständlich.

              Sicherlich kein Buch, dass ich nochmal lesen oder weiterempfehlen werde.

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              • #8
                Ich hab bis jetzt von meinen Freunden nur Gutes über dieses Buch gehört. Daher hab ich es mir jetzt zumindest einmal gekauft. Und das Buch ist schon als nächstes gereiht, sobald ich Raum von Stephen Baxter fertig habe, aber das liest sich eh schnell. Bin schon sehr gespannt auf Frank Schätzing, wenns wirklich gut ist, dann kauf ich mir noch andere seiner Werke.
                Textemitter, powered by C8H10N4O2

                It takes the Power of a Pentium to run Windows, but it took the Power of 3 C-64 to fly to the Moon!

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                • #9
                  Ich mochte das Buch. Das einzige, was ich ein bissel deplatziert fand, war das doch recht hollywoodeske Ende. Ansonsten bin ich fast versucht zu sagen "Ein Micheal Crichton-Roman in gut. "


                  mfg
                  Dalke
                  "The Earth is the cradle of humanity, but one can not live in a cradle forever."
                  -Konstantin Tsiolkovsky

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                  • #10
                    Mir gefiel das Buch auch. Keins das man mal eben überfliegen konnte, sonst hätte man schnell die Orientierung verloren, aufgrund der mehreren Handlungsstränge.
                    Nur die seitenlangen Abhandlungen der biologischen, chemischen oder physikalischen Abläufe (fand ich in der Schule schon immer langweilig) erschwerten das Lesen.
                    Es sind zwar auch viele Hauptpersonen gestorben, aber es wäre ja wohl ziemlich unrealistisch, wenn bei so vielen Katastrophen, Ereignisse alle Hauptpersonen überlebt hätten.
                    "Was man nie anpackt, dauert am längsten" HdR Bd.1

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                    • #11
                      Es sind zwar auch viele Hauptpersonen gestorben, aber es wäre ja wohl ziemlich unrealistisch, wenn bei so vielen Katastrophen, Ereignisse alle Hauptpersonen überlebt hätten.
                      Huch, das klingt ja fast nach Roland Emmerich: Eine oberflächliches Thema und tausend Einzelschicksale. Also jetzt bin ich mir bald nicht mehr so sicher, ob ich das noch lesen will ?
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                      • #12
                        Also mein Beitrag sollte keinen vom lesen des Buches abraten.
                        Das Thema würde ich nicht als oberflächlich beschreiben, klar gibt es viele Einzelschicksale, aber doch noch alles überschaubar. Und spannend ist es allemal.
                        "Was man nie anpackt, dauert am längsten" HdR Bd.1

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                        • #13
                          Ich finde, das Buch ist der Hammer. Selten hab ich so ein durchdachtes, geniales und aufwändiges Buch gelesen. Und egal wie unrealistisch oder utopisch es mir vorkommt, dass da unten noch wer ist, muss man Frank Schätzing einfach Respekt entgegenbringen für die ganze Arbeit, die zweiffellos drin steckt. So weit ich weiß, hatte er die Idee dafür aus einem Albtraum (auf seiner Website gab es so eine Andeutung). Schon bemerkenswert. Er träumt was (und ich glaub nicht, dass dieser Traum so schön war) und das setzt so viel in Gang: Er muss richtig lange mit Recherchen, Interviews und ganz ganz viel Fachliteratur beschäftigt gewesen sein, um aus einem Traum (!) eine glaubwürdige, wissentschaftlich anspruchsvollere Geschichte zu entwickeln.
                          Dann der Epilog. Hochphilosophisch. Ich glaube, hier hat Schätzing eine Menge seiner persönlichen Gedankengänge in Worte gefasst, die ihn die ganze Zeit während des Schreibens beschäftigt haben. Er hat sich vermutlich gefragt, was passieren wird. Es ist ja so: Er, als Autor, erschafft eine Welt. Diese Welt füllt er mit Charakteren, die eine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft haben. Außerdem nimmt er Gegebenheiten aus der Realität, um sie in Umstände und Situationen in seinem Buch zu verarbeiten. Er verknüpft Realität und Fantasie, wobei er letztere wie ein Kind beim Spielen mit Lego nach Belieben gestalten kann. Und dann kümmert er sich um seine Welt, pflegt sie usw (bitte entschuldigt, wenn ich jetzt zu abgehoben werde ). Deshalb interessiert ihn das Schicksal, das er seiner Welt zumutet. Kann er das verantworten, was er da mit ihr anstellt? Und er gibt im Epilog ein ganz klares "JA". Man spürt ihm seinen Atheismus richtig ab.
                          Da kommt der Punkt, der mich sau gestört hat. Ja, ich glaube an Gott, und deswegen fand ich es viel zu hypothetisch, wie Schätzing anfängt, die Kirche und viele andere Gläubige ins Lächerliche zu ziehen. Es ist eine Weile her, dass ich es gelesen habe. Vielleicht habe ich es zu krass in Erinnerung. Jedenfalls gefällt es mir nicht, wie er auf einer nicht im Geringsten beweisbaren oder realen Basis die Folgen für die Menschheit ausführt. Meiner Meinung nach ist er da deutlich über das Ziel hinausgeschossen.
                          Also, bis zum Ende des eigentlichen Handlungsstrangs fand ich das Buch gewagt, aber genial. Danach fand ich es absurd, vielleicht auch verletzend.

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                          • #14
                            Ich fand das Ende 'n bisschen weit hergeholt aber nach mehrmaligem Lesen finde ich es besser und besser (das Ende, das Buch fand ich von Anfang an genial).
                            Hab mir nun auch das Hörbuch zugelegt und muss sagen, dass das Buch um knapp zwei Drittel gekürzt wurde, man aber immer noch alles versteht.
                            Der große Vorteil daran ist, dass es nicht von einem Leser gesprochen wird, sondern von mehreren. Musik untermalt das ganze dann.
                            Die Sprecher sind Teils richtig bekannt, z.b Mechthild großmann (spielt eine Staatsanwältin bei Tatort), dem Sychronsprecher von Jack Nicolson und Ralph Morgenstern.
                            Schätzing selbst spricht Vanderbilt. Kein Zweifel, dieses Hörbuch ist gut gemacht.
                            Aber das Buch zu lesen ist besser, da man einfach viel mehr lernt und versteht.
                            Hüte dich vor dem Alien, dem Mutanten, dem Ketzer!

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                            • #15
                              Hm, also ich habe mich dazu entschlossen es jetzt dann doch zu lesen und wurde schon als zweites gereiht, nachdem ich das jetzige Buch fertig habe. Jetzt freu ich mich schon ein klein wenig darauf.
                              Textemitter, powered by C8H10N4O2

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