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Guter literarischer Lesestoff oder einfach nur Mist?

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  • Guter literarischer Lesestoff oder einfach nur Mist?

    Mal eine Frage:

    Was ist für euch ein richtig gutes Buch in der Literaturgeschichte?
    Viele haben in einem Interview mit den HNA gasagt, dass sie z.B
    Patrick Süßkind´s "Das Parfum" für ein absolutes Muss halten.
    "Nathan der Weise" dagegen wurden abgeleht. Doch warum? Wenn ich sagen müsste welches Buch zum guten Ton dazugehört, dann würde ich mich für "Nathan der Weise" entscheiden, denn meiner Meinung nach wird in "Das Parfum" viel zu viel Gewalt mit einbezogen! (skalpieren und auffressen e.t.c)
    Und trotzdem würden es mehr Leute lesen! Doch woran liegt das?
    Vielleicht gehört die Gewalt halt einfach heute einfach zu einem guten literarischen Buch dazu!?
    Was haltet ihr denn davon? Und was ist eurer Meinung nach ein richtiger Schandfleck der Literatur? Vielleicht "Romeo und Julia", oder "Emilia Galotti", oder gar "Der Schimmelreiter"?
    Immer raus damit!
    "Oh Nein! Du sprichst mal wieder nur in Ausrufezeichen! Das versuche ich gerade den Schülern meiner 6. auszureden!"

  • #2
    ich habe Nathan und das Parfum gelesen und ich fand Nathan eigentlich viel interessanter als Parfum. Parfum war mir teilweise zu langatmig und sonst nicht so recht interessant. Nathan fand ich hingegen die ganze Zeit faszinierend.
    Was mir bisher ganz und gar nicht gefallen hat war "Die Leiden des jungen Werther" von Goethe. Bei dem Buch bin ich ehrlich alles paar seiten eingepennt.
    Ich habe ne seite gelesen und wußte nicht worum es ging, weil es einfach langweilig und Werther schon ziemlich krank im Kopf war.
    Naja sonst lese ich eigentlich nur Fantasy, SciFi und noch ein paar andere Romane
    "Indeed" Teal'C "Darth Vader"
    "Do or do not, there is no try" Yoda
    "Nur Pessimisten schmieden das Eisen, solange es heiß ist. Optimisten vertrauen darauf, daß es nicht erkaltet." Peter Bamm

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    • #3
      Ich denke, dass deine Frage sehr schwer zu beantworten ist. Wirklich gute Bücher zeichnen sich meiner Ansicht vor allem dadurch aus, dass sie immer wieder gelesen werde, eventuell von mehreren Generationen. Doch das schließt meiner Meinung nach Belletristik von Süßkind oder anderen Schundautoren aus. Es gibt für die unterschiedlichen Schulzweige und Jahrgänge Empfehlungen, welche Bücher gelesen werden sollten. Hierbei gilt es zu berücksichtigen, dass die dort aufgeführten Bücher als herrausragende Beispiele einer bestimmten Gattung, Thematik oder Autorenkreis zu sehen sind.
      Zudem finde ich, dass Bücher durch die richtige Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Stoff interessant werden; Kafka ohne Psychoanalyse zu lesen macht wirklich keinen Sinn, um nur ein Beispiel zu nennen.
      Im Endeffekt muss man sich aber selbst suchen, was einem gefällt; wenn es die grossen Klassiker sind, dann soll es halt so sein...
      Ich bin Aragorn, Arathorns Sohn, und ich will mein Leben daran setzen, euch zu retten
      Ich kann auch ohne Alkohol nicht lustig sein, echt jetzt !!!

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      • #4
        Ich finde aber, dass "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" ein gutes Stück Literatur ist. Und das gibt es, glaube ich, noch nicht alzu lange. Dennoch würde ich es schon als gute neue Literatur bezeichnen.
        Vielleicht natürlich auch nur, weil Literatur drauf steht. *g*

        An älteren Stücken habe ich bisher eigentlich nur "Oscar Wilde - Das Bildnis des Dorian Gray" gelesen, was ganz interessant war und "J.D. Salinger - Der Fänger im Roggen", was ich zwar auch nicht dauernd lesen könnte, aber allein wie es geschrieben ist, wirklich interessant ist.

        Ich finde, dass sich Literatur, gute Literatur, auch irgendwie dadurch zeigt, dass der Schreibstil einfach ein ganz anderer ist. Und dazu gehört gerade "Der Fänger im Roggen" oder auch "Herr Lehmann" von Sven Regener.

        Ob es gut ist, muss m.E. jeder für sich selbst entscheiden.
        Punkt.

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        • #5
          Das Parfüm hat mir nicht wirklich gefallen. Die ersten 2/3 waren sehr gut. Aber als es dann immer surrealer und absurder wurde, hat das für mich die ganze Geschichte zerstört

          Große Literatur ist so eine Sache. Viele der heute vereherten Schriftsteller haben diese Bücher auch oder nur zur Unterhaltung geschrieben.
          Shakespears Werke z.B. waren für einfache Leute gedacht

          Ich mag es nicht wenn einem von Leuten eingeredet wird was man lesen sollte und was nicht. Einiges der sogenannten Literatur, besonders deutsche Klassiker wie Goethe oder Schiller kann ich mir nicht antun. Anderes ist wiederum gut.
          Das muss jeder selbst wissen.
          Und besser die jungen Leute lesen sogenannte "Trivial"Literatur als gar nichts
          "Bright, shiny futures are overrated anyway" - Lee Adama, Scar
          "
          Throughout history the nexus between man and machine has spun some of the most dramatic, compelling and entertaining fiction." - The Hybrid, The Passage

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          • #6
            Wobei sich Goethe sehr gut lesen lassen soll, hab ich gehört.
            Aber selbst noch nie probiert.
            Punkt.

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            • #7
              ich finde diese ist das "kultur oder nicht "-diskussionen doof, weil ich sie einfach nicht verstehe.

              ich weiß sicher, was ich für autos und frauen gut finde. ich kann auch beurteilen, ob ich ein buch oder bild mag. da brauche ich niemanden, der mir sagt, dass ein buch eine wichtiges kulturgut ist oder nicht.
              ich bin davon überzeugt, dass die meisten autoren einfach nur deswegen bücher verfassen, weil sie unterhalten wollen (oder geld brauchen). entweder schaffen sie das oder nicht.
              Zuletzt geändert von Zocktan; 06.09.2005, 21:29.
              This post is protected by : Azatoth, demon sultan and master of illusion. ZOCKTAN!, Hiob 30, 16-17, Streichelt mein Ego,
              "I was a victim of a series of accidents, as are we all."
              Yossarian Lives!

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              • #8
                Ich kann dieses ganze Getue um angebliche Weltliteratur auch nicht wirklich unterstützen. Das hat mich schon in der Schule gestört, dass aus irgendwelchen Gründen irgendwelche Bücher oder Autoren hochgelobt und zu unverzichtbaren Kulturgut erhoben werden, ohne eine wirkliche Begründung dafür.

                Die meisten Sachen, die man für wichtige Literatur hält, halte ich für einfach langweilige Bücher. Ausnahmen bilden da IMO lediglich die Werke von Hesse oder Fontane, die doch interessant und unterhaltsam zu lesen sind.

                Es kann schon sein, dass ich vielleicht zu dumm bin, um die tiefen-philosophischen Ansätze in den jeweiligen Werken zu erkennen oder das mir aufgrund des geänderten Kontext einfach der richtige Bezug fehlt, aber ich bin generell der Meinung, dass der Schulunterricht und die Literaturwissenschaft in den meisten Fälle über das Ziel hinausschießen und Werke überinterpretieren und ihnen eine tiefere Bedeutungen aufzwingen, als sie ursprünglich durch den Autor beabsichtigt hatten.

                Man muss sich IMO auch nicht wundern, dass viele Leute mit vielen Werken der klassischen Literatur und der sonstigen großen Autoren nichts mehr anfangen können, da diese Werke nur aufgrund ihres Erscheinens in einem besonderen Zeitrahmen und Kontext etwas besonderes waren und deshalb so berühmt geworden sind. Da sich die Gesellschaft laufend verändert, verändert sich auch der Eindruck den Bücher hinterlassen und wenn man sich nicht gerade eingehend mit Literaturgeschichte befässt und wirklich Ahnung über die jeweiligen Epochen hat, sind die meisten großen Werke der Literatur für die meisten Menschen einfach schlechte Bücher, da langweilig, unverständlich und uninspiriert.

                Ich für meinen Teile lesen schon sogenannte Klassiker, weil ich stellenweise rausgefunden habe, dass manche doch sehr interessant und unterhaltsam sein können, aber auch weil ich einfach Material zur Hand haben will, wenn eine Flachpfeife der Highsociety mal wieder mit ihrer Allgemeinbildung angeben will.
                Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                Makes perfect sense.

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                • #9
                  Zitat von Sina B.
                  [...]Wirklich gute Bücher zeichnen sich meiner Ansicht vor allem dadurch aus, dass sie immer wieder gelesen werde, eventuell von mehreren Generationen.[...]
                  Ach du meine Güte! Schließt das die Bibel mit ein?

                  Ich muss eingestehen, dass ich wenig belesen bin, was sog. Klassiker der Literatur angeht. Ich habe meine eigenen Bücher aus der Kindheit und Jugend alle aufbewahrt und einige lese ich immer wieder gerne. Also muss doch die Definition eines Klassikers doch eine sehr subjektive sein, oder?

                  In der ABI-Zeit musste ich mich durch quälende Werke dänischer Autoren winden und ich bin froh, dass diese Zeiten vorbei sind!

                  Klassiker definiere ich für mich ganz persönlich und dazu gehören meiner Meinung nach Werke von Asimov (Foundation) und Silverberg (Gilgamesh).
                  Auch mag ich ich einige Bücher von Stanislav Lem, einen Psychiater der ziemlich unkonventionell viele Bereiche der Psychiatrie revolutioniert hat.

                  Herr der Fliegen von William Golding ist auch ein Klassiker für mich.
                  "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
                  DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
                  ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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                  • #10
                    Zitat von EREIGNISHORIZONT
                    Ach du meine Güte! Schließt das die Bibel mit ein?
                    Natürlich. Die Bibel ist nicht nur eines der meist gelesenen Bücher auf der ganzen Welt, sie ist zudem noch eine Sammlung phantastischer Geschichten und Gleichnisse.

                    Wenn man meinen alten Reli Lehrer Hartmut zitieren wollte, müsse man schon sagen, dass die Bibel ebenfalls auf die Liste der Bestseller gehört.
                    Ich bin Aragorn, Arathorns Sohn, und ich will mein Leben daran setzen, euch zu retten
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                    • #11
                      Naja, wenn man sich die Reader's Digest & Co. Sachen anschaut, sieht man wunderbar, dass auch Schund millionenweise gelesen wird.

                      Es ist unbestritten, dass die Bibel das meistgedruckte und verkaufte Buch der Menschheitsgeschichte ist - das sagt zum Glück aber gar nichts über ihre Qualität aus.
                      Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
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                      • #12
                        Zitat von Harmakhis
                        Es ist unbestritten, dass die Bibel das meistgedruckte und verkaufte Buch der Menschheitsgeschichte ist - das sagt zum Glück aber gar nichts über ihre Qualität aus.
                        Welche Qualität meinst du da???

                        Die Qualität, als eines der phantastischten und berühmtesten Bücher oder die Qualität, als Buch eine sinnstiftende Rolle in der Religion zu spielen???
                        Ich bin Aragorn, Arathorns Sohn, und ich will mein Leben daran setzen, euch zu retten
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                        • #13
                          Die Qualität lesenswert zu sein und etwas beibringen zu können. Von Unterhaltung kann man hier ja nicht sprechen. Naja, für meinen Teil propagandiert die Bibel höchst fragwürdige Moralvorstellungen (bitte kommt mir nicht mit den Zehn Geboten oder der Nächstenliebe Jesu - die Briefe sind IMO viel aussagekräftiger für die praktischen Moralvorstellungen, die die Autoren der Bibel hatten) und ist höchstens ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Verführung von Menschen durch ein Schriftstück.
                          Für die Kernbotschaften der Bibel brauche ich die Bibel nicht. Und die Detailbotschaften sind sowas von verklemmt, einengende, diskriminierend und unmodern, dass man sich an der Bibel besser kein Beispiel nehmen sollte.

                          In meinen Augen ist das ganze Gerade von "zeitloses" Dokument, bei der Bibel ziemlich übertrieben. An jeder Ecke schimmert der Zeitgeist ihrer Verfassung durch, einer Zeit in der Andersgläubige unterdrückt, Frauen ausgenutzt und Andersdenkende ermordert worden sind.
                          Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
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                          • #14
                            Zitat von EREIGNISHORIZONT


                            Auch mag ich ich einige Bücher von Stanislav Lem, einen Psychiater der ziemlich unkonventionell viele Bereiche der Psychiatrie revolutioniert hat.
                            Na, ich glaube, da verwechselst du ein bisschen was. Lem ist zwar während seiner Studien auch mit Psychologie in Berührung gekommen, aber er ist weder Psychiater, noch hat er Bereiche der Psychologie revolutioniert.

                            Lem ist einer der innovatisten und einflussreichsten SciFi-Autoren unserer Zeit und auch ein anerkannter Philosoph.
                            ...aber Psychiater? Nee..

                            Stanisław Lem

                            Zum Thema:
                            Also was Klassiker betrifft, so bin ich realtiv belesen bei solchen, die einst als Unterhaltungsliteratur gedacht waren und zu Klassikern wurden, aber weniger bei denen, die die Welt veränderten.
                            Mir sind also viele Werke von Mark Twain, Oscar Wilde, Robert Lois Stevenson, Jules Verne, Alexandre Dumas usw. usf. vertraut.

                            Das ist wohl einer der wenigen Vorteile einer Jugend in der DDR. Mangels Popkultur musste man sich an die Klassiker halten.

                            Gruß, succo
                            Zuletzt geändert von succo; 07.09.2005, 23:28.
                            Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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                            • #15
                              mal zur bibel: ich habe bei meinem "hervorrgenden" konformationsunterricht gelernt, dass sich das christentum über das nt definiert, ich habe deswegen probleme zu verstehen, warum das at mit dabei ist, was nach dem was ich lernen durft ja eigentlich nichts mit dem glauben zu tun hat sondern eher der prolog zu christus ist.

                              und bezogen zum topic. die bibel ist aufjedenfall ein kulturgut aber literatur... nö!
                              This post is protected by : Azatoth, demon sultan and master of illusion. ZOCKTAN!, Hiob 30, 16-17, Streichelt mein Ego,
                              "I was a victim of a series of accidents, as are we all."
                              Yossarian Lives!

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