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Dan Simmons allgemein/ Hyperion/Endymion

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  • Dan Simmons allgemein/ Hyperion/Endymion

    Ich hoffe es gibt jemanden hier der Simmons überhaupt kennt!

    Für mich ist er einer der allerbesten SciFi Autoren neben Asimov und Lem.

    Hyperion/Endymion ist eine derart tiefgehende und wundervolle Geschichte das es einem die Schuhe auszieht. Schade das er die Folge in Star Trek nicht schreiben durft nachdem sie ihn mal gefragt haben....war wohl vom Niveau her doch zu hoch (lol).

    Mal ehrlich, wer sich mit wirklich anspruchsvoller Lektüre rumschlagen will und keine Lust auf technisches Gelaber hat, der ist mit Simmons bestens bedient.

    Empfehlenswert sind eigentlich alle Bücher die er je geschrieben hat...ich habe noch kein schlechtes gelesen.

    Aenea

  • #2
    hyperion ist ein moderner klassiker!

    endymion ist zwar auch nicht schlecht, gleitet für meinen geschmack aber zu sehr ins phantastische ab.

    ilium fand ich hervorragend und ich kann die fortsetzung kaum abwarten, weil ich endlich wissen möchte, wie sich die gesamte geschichte zum ende hin auflöst! (wer sind die götter? was ist mit den menschen passiert? was hat es mit gäa auf sich? warum ist odysseus auf der erde gelandet?)
    This post is protected by : Azatoth, demon sultan and master of illusion. ZOCKTAN!, Hiob 30, 16-17, Streichelt mein Ego,
    "I was a victim of a series of accidents, as are we all."
    Yossarian Lives!

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    • #3
      Ich hoffe es gibt jemanden hier der Simmons überhaupt kennt!
      Ich prognostiziere mal, bei einer repräsentativen Umfrage hier im Forum würden 2/3 der Vertreter der "Generation Pisa" (aka "Ihh, Bücher...!") mit "Nein" antworten...

      Ich habe bisher beide Hyperion-Bände und Ilium von ihm gelesen und anhand von denen beiden stimme ich euch beiden zu, Dan Simmons gehört zu den größten Talenten, die die Phantastk jemals rausgebracht hat. Der Mann schreibt nicht, er malt mit Worten, einfach nur göttlich

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      • #4
        wie seid ihr eigentlich mit "göttin des todes" klar gekommen, ich habe es nach hyperion gelesen und war enttäuscht, dass der roman so "normal" ist, obwohl die geschichte ja auch gut ist.
        mich würde intressieren, was andere von diesem werk halten!
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        • #5
          Göttin des Todes...

          ein sehr interessantes und packendes Buch, indeed.

          Nun, ich finds gut das sich Schriftsteller die ein solch ausgezeichnetes Talent haben nicht auf ein Genre festlegen, obwohl Göttin des Todes natürlich auch mehr phantastisch ist als realer Krimi...naja, irgendwie ist es auch ein bisschen Horror....

          Das leere Gesicht beschäftigt sich mit Telepathie/Empathie....eine sehr interessante Persepektive des Ganzen...

          Aenea

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          • #6
            Also ich kann dem/der Verfasser/in dieses Thread nur zustimmen.
            Hyperion/Endymion ist einfach nur grossartig und gehört mit zum besten was in der SF je geschrieben wurde.
            Wer gerne liest und sich über 2000 Seiten freuen kann, sollte unbedingt zuschlagen, falls sie/er es noch nicht getan hat. Vor allem, weil es die ganze Story nun in 2 Bänden gibt.
            10/10
            (Die Menschen) >>...sind mir zu eitel und bilden sich wer weiß was auf die kümmerlichen Leistungen ihrer Vorfahren ein. ...Kap Kennedy ist ein bezeichnendes Beispiel dafür. ..nur weil hier die ersten lächerlichen Blechschiffe zum Erdmond gestartet sind.<<
            Cuno Promax

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            • #7
              Ich habe auch "Hyperion" und "Endymion" gelesen und kann nur sagen: Oberkult!!!
              Schön, dass auch noch SF-fans gibt, die nicht nur Star Trek Bücher lesen.
              Dummheit und schlichtes Gemüt sind der genetisch bedingte Normalzustand der menschlichen Spezies.
              -Georg Schramm-

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              • #8
                Aber klar doch.....
                Ich schau zwar auch gerne Serien und Filme im TV, aber nur mit Büchern kann man seine Phantasie richtig spielen lassen.

                Bücher transportieren mehr wie Filme. dewegen liebe ich das geschrieben Wort trotz multimedialen Fortschritts um so mehr.

                Serienbücher haben zudem den Nachteil das sie sich nicht aus dem Universum fortbewegen können, eigenständige Ideen aus einer Storyline, gibt es nicht.
                Gute Schriftsteller schreiben deshalb ihre eigenen Bücher.

                Wusstet ihr das Simmons eine Episode für Star Trek geschrieben hat?
                Natürlich wurde sie nie gedreht....Bemerkung: es sei zu "abgefahren" gewesen, und Simmons meinte auch selbst das das Trek-Universum zu eingefahren sei und keinen Platz für seine Ideen biete.
                Nun wer die Ousters kennt, der kann sich vorstellen in welche Richtung das hätte gehen können.
                Star Trek fehlt es an neuen Ideen, und die Zögernde Akzeptanz das es auch mal nicht-humaoide, nicht-kohlenstoffbasierende Lebensformen gibt, kommt nur langsam.
                Vielleicht sollte sich das die nächste generation der Serienschreiber mal zu Herzen nehmen, ist jedenfalls besser als so einen waffenstrotzenden, unterschwellig patriotischen Serienmist zu produzieren wie Enterprise. (Roddenberry würde sich im Grab drehen wenn er beerdigt worden wäre).

                Aber zurück zu Dan Simmons....ich warte gierig auf Olympus, ich will beide Teile zusammen lesen, aber ich habe schon Feedback über Ilium genug gehört, muss wirklich damit anfangen....

                Aenea

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                • #9
                  Warum wartest du auf Olympos, das steht doch schon seit Wochen in den Buchläden?

                  Gibt es irgenwo Details zu der ST-Folge von SImmons zu lesen, das klingt interessant.

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                  • #10
                    ich habe mir gestern olympos zugelegt, jetzt muss ich schnell den roman durchkriegen, den ich gerade in der mache habe und dann kann ich mich ganz auf das grosse finale von illium konzentrieren *freu*
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                    Yossarian Lives!

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                    • #11
                      Ich kenn bisher nur "Ilium",aber ich war total begeistert davon,dass ichs nochmal gegesen habe...Seit gestern bin ich bei "Olympos",mal sehen,ob das eine entsprechend gute Fortsetzung ist...

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                      • #12
                        Dan Simmons schreibt wie ein Gott! Da stimme ich Stephen King zu. Er ist der beste Schriftsteller, der mir begegnet ist und wie schon sehr passend gesagt wurde, schreibt er nicht sondern malt mit den Worten.

                        "Hyperion" ist ein Meisterwerk der Extraklasse. Kaum gibt es Sci-Fi Bücher, die mit diesem Giganten aufnehmen können. Die Fortsetzung müsste dann jeden Sci-Fi-Fan voll und ganz befriedigen: große Raumschlachten, epische Kriege, teuflische Bösewichter... danach erscheint einem "Star Wars" wie ein Sandkorn im Katzenklo!
                        Endymion gleitet dann am Ende völlig ins unerreichbare Utopische über. Und es ist auch sehr religionskritisch: die katholische Kirche als Unter-Ober-Bösewicht mit dem Diktator-Papst Urban dem XIV(-?), [ACHTUNG SPOILER] dem jungen Lenar Hoyt aus Hyperion.
                        Dennoch hat man das Gefühl, dass sich die beiden Zyclen einander widersprechen: Ein Teil der Handlung und die Ereignisse und Aufklärungen werden in Endymion dementiert und neuinterpretiert. Und dazu noch ist Aenea wie ein sturer Bock, die zwar alles weiß aber nichts oder nur selten dem "dummen und völligen unwissenden" Raul Endymion was preisgibt.
                        Dennoch spreizt die ganze Saga mit Millionen genialer Ideen: Kruziformen, Farcaster, Shrike, Erzengel-Weltraumkreuzer, Auferstehungschristen, Techno-Core, Zeitgräber, Multiwelt-Häuser, Tempelritter, Ousters, Baumschiffe, Netzwelten... .... ...

                        Dan Simmons schreckt vor keiner Aussage zurück. Er schreibt nieder was er direkt denkt. Die maßlose Gewalt, Sex, dichterische Kunst, Philosophie - Alles.
                        Die ganze Geschichte um Kassad im 1. Roman (Hyperion) gehört sowieso hinter Schloss und Riegel für Unter-21-jährige, denn die Geschichte hat lange Nachwirkungen wegen der Mischung aus extremer Gewalt und dem Sex, der dann mit dem erscheinen von Shrike, anstelle von Moneta im Moment der Extasse bei mir zum Schluss fast schon zum Schock geführt hat (die das gelesen haben, wissen was ich meine ).

                        Die 1. Erzählung über dem Priester Paul Duré hat bei mir zum Schluss zu meinem ersten BOAH-WOW-ICH SCHALTE AB - Gefühl geführt.
                        Was mich weniger begeistert hat, war die Geschichte rund um den Konsul (der scheinbar namenlos geblieben ist) obwohl es wohl die wichtigste Geschichte für die nächsten Ereignisse gewesen war.


                        Ich beneide die, die Hyperion/Endymion noch nicht kennen, denn das schönste haben sie noch vor ihnen. 


                        ILIUM reicht zwar an den unerreichbaren Hyperion nicht heran, übertrifft aber auch die meisten Geschichten, die den Nachruf "ein Meisterwerk" genießen.
                        Simmons kopiert zwar einige Ideen aus dem Hyperion/Endymion Universum oder auch von anderen Autoren wie H.G. Wells' Zeitmaschine: die Altmenschen gleichen unfreiwillig den Eloi, was Dan Simmons auch maßlos im buch vorbringt und dem Leser es vor die Nase reibt. Das Faxen und Qten kennen wir ja bereits und der Plank-Raum ist uns auch schon bekannt.
                        Wie es Simmons aber schafft das unveränderbare "Ilias" oder Shakespeares "Der Sturm" völlig umzudrehen und es in einem faszinierenden und, auf dem ersten blick, völlig absurden Sci-Fi-Kontext zu verpacken, ist ein Rätsel für sich:
                        Die Götter des Olymps, wiederum auf dem Olympos Mons auf dem Mars, treffen auf kleine (und auch große) intelligente hummanoide (und auch krebsartige) Maschinen, die die ganze Zeit über Shakespeare und Proust philosophieren; die Voynixe und Servitoren umsorgen eine völlig verdummte Menschheit, die auf einer Erde leben, die von 2 Orbitalringen umkreist wird auf denen Prospero und Calliban ihr Unwesen treiben und auf denen sich die sagenumwobene Klinik befindet; Menschen werden beim Pinkeln von Allosauriern gefressen und in der Klinik wiederhergestellt; Bran-Löcher öffnen sich, Götter treiben Intrigen, Trojaner und Achäer verbünden sich und treten gemeinsam gegen die Götter in den Krieg… … …

                        Ein völlig durchgeknallter Mix... der in OLYMPOS sich noch weiter in die geniale Absurde treibt und weitere Fragen aufwirft, die hoffentlich doch alle beantworten werden. Rätsel hinter Rätseln und wiederum hinter Rätseln. Ein episches Enigma, das irgendwie doch zum Ende kommen soll und all die Fäden zum Schluss zusammen nur einfach weben muss, denn Olympos soll ja eigentlich das letzte Buch aus dem Universum sein.
                        Mittlerweile bin ich in der Mitte des Buches aber ein Hauch der Auflösung kommt nicht mal annährend auf. Es geht in Simmons-typischer Weise umso weiter. Cliffhanger hinter Cliffhanger, Schritt um Schritt und dabei in einer unglaublich rasanten Weise, die an einigen Stellen das Tempo verlangsamt und dann doch einen schneller als zuvor ins Geschehen reißt.

                        Angeblich sollen die beiden Romane bald verfilmt werden. Mal sehen was daraus wird, denn für mich sind sie, genau wie Hyperion/Endymion, alles andere als Verfilmbar.


                        Hyperion/Endymion und Ilium/Olympos werden aber in einem Buch von Simmons mit einer Ansammlung von Kurzerzählungen noch weiter vertieft: "Welten und Zeit genug" nennt sich das Ganze. Dort finden man auch die Geschichte, die angeblich für "Star Trek - Voyager" geschrieben wurde und eigentlich in das Endymion-Univerum gehört.


                        kurzum: Dan Simmons schreibt nicht nur wie ein Gott, er ist einer.
                        Wer anspruchsvolle Literatur mag der ist bei Mr. Simmons genau richtig!

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                        • #13
                          Nach den Beiträgen die ich hier so gelesen habe, könnt ihr also Ilium/Olympus empfehen zu kaufen?
                          Und braucht man für diese beiden Bücher eh keine Vorkenntnisse von der Hyperion-Saga?
                          Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
                          die Internationale erkämpft das Menschenrecht


                          das geht aber auch so

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                          • #14
                            Zitat von Mr.Viola Beitrag anzeigen
                            Nach den Beiträgen die ich hier so gelesen habe, könnt ihr also Ilium/Olympus empfehen zu kaufen?
                            Und braucht man für diese beiden Bücher eh keine Vorkenntnisse von der Hyperion-Saga?
                            Ja und Nein

                            Ja, Ilium solltest du dir auf jeden Fall kaufen, wenn du gute, moderne SF abseits der ausgetretenen Mainstreampfade suchst.
                            Nein, Hyperion hat da nichts mit zu tun, das ist ein völlig anderer Zyklus.

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                            • #15
                              @mr. viola
                              ilium und olympus sind ganz großes kino, wenn du innovative geschichten magst ist das ein muß.
                              wenn du mit abgehobenen geschichten nichts anfangen kannst, würde ich abraten...
                              This post is protected by : Azatoth, demon sultan and master of illusion. ZOCKTAN!, Hiob 30, 16-17, Streichelt mein Ego,
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