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Hermann Hesse

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  • Hermann Hesse

    der einzige deutsche der m. e. den literaturnobelpreis je verdient hat. ich liebe "der steppenwolf" und "goldmund und narziß". seit goethe und schiller war er imo der erste, der das schöne in der deutsche sprache gefunden hat.
    was denkt ihr von diesem autor?
    This post is protected by : Azatoth, demon sultan and master of illusion. ZOCKTAN!, Hiob 30, 16-17, Streichelt mein Ego,
    "I was a victim of a series of accidents, as are we all."
    Yossarian Lives!

  • #2
    Ich habe Siddhartha von ihm für die Schule gelesen. Ist wirklich ein faszinierendes Werk. Obschon es am Anfang vielleicht nicht sehr packend ist, wird es bald interessant. Vor allem die philosophischen Unterhaltungen zwischen Siddhartha und Vasudeva haben mich beindruckt. Ich frage mich jedoch, in wie fern Hesses Werk die indische Kultur wirklich wiederspiegelt?

    Fazit: Hesse ist wirklich einer der grössten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts!
    Gott gebe mir die gelassene Gemühtsruhe,
    die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    und immer die Weisheit, den Unterschied zu erkennen.

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    • #3
      Es ist schon lange her, das ich Hesse gelesen habe. Damals war ich aber begeistert und habe alles von ihm gelesen. Angefangen mit Siddhartha und beendet mit Glasperlenspiel.
      Auch aus heutiger Sicht ist der Steppenwolf sicher das Buch, welches mich am meisten Beeindruck hat. Es stehen viele Sachen darin über die es sich lohnt, nachzudenken. Ich weiß allerdings nicht, wie es heute auf mich wirken würde.
      Aber ich finde, Hesse sollte auf jeden Fall jeder mal gelesen haben.
      (Die Menschen) >>...sind mir zu eitel und bilden sich wer weiß was auf die kümmerlichen Leistungen ihrer Vorfahren ein. ...Kap Kennedy ist ein bezeichnendes Beispiel dafür. ..nur weil hier die ersten lächerlichen Blechschiffe zum Erdmond gestartet sind.<<
      Cuno Promax

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      • #4
        Hesse find ich toll. Hab mich erst letztens im Seminar darum geschlagen, ein referat über ihn halten zu dürfen. Ich mag v.a. Demian und Unterm Rad. Sehr gesellschaftskritisch.

        Hesse hat einen sehr unkomplizierten Schreibstil, der sich wunderbar lesen lässt und er hat einen großen Beitrag für die Adoleszenzprosa geliefert.

        IMO der beste Autor des frühen 20. Jahrhunderts.
        Don't you hate it when you look in your closet for clothes and you find Narnia instead??

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        • #5
          Unterm Rad - echt beeindruckend. Mit dem armen Kerl kann man richtiggehend mitfühlen.
          Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
          -Peter Ustinov

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          • #6
            Allerdings. Ich find s shclimm, wenn Menschen in ihrer freien Individualitätsentfaltung unterdrückt werden, bzw gepusht werden, mehr Leistung zu erbringen. Wieviele sensible Menschen zerbrechen daran?? genauso todtraurig fand ich die 'Liebesgeschichte' zwischen Giebenrath und Heilner. Irgendwie ein sehr beeindruckendes Werk!
            Don't you hate it when you look in your closet for clothes and you find Narnia instead??

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            • #7
              Ich sehe "Unterm Rad" mit gemischten Gefühlen. Der Schreibstil ist sicherlich eine Eigenart von Hermann Hesse und lässt sich eigentlich recht gut lesen. Bei "Unterm Rad" überwiegt IMO mehr die Beschreibung von Landschaften und das Ausschmücken jeder kleinsten Tätigkeit. Ich finde auch gerade dadurch kann man sich gut in Hans Giebenrath hereinversetzen. Es müssen noch nicht einmal die Gefühle selber beschrieben werden, denn es reicht die Beschreibung des Umfeldes - das was Hans sieht.
              einige Passagen sind sehr gesellschaftskritisch geschrieben. Auch sind ziemlich viele sprachliche Mittel enthalten. In der Schule kann man das richtig gut durchkauen. Jede einzelne Kontrastierung usw.
              Was mir nicht so sehr an "Unterm Rad" gefallen hat ist, dass einige Dinge einfach zu ausführlich beschrieben wurden. Die äußere Handlung beträgt nur wenige Augenblicke, aber die innere Handlung zieht sich über Seiten hin und erzählt eine eigene Geschichte...

              Hermann Hesse hat eine aber dazu gebracht, dass man sich sehr gut in Hans versetzen konnte. Wie er von allen Seiten angestachelt wurde, die fehlende Liebe seines Vaters, Verlust von Freundschaften, die Entwicklung vom Jungen zum „Erwachsenen“…

              Ich kann mich jetzt leider nur auf dieses eine „Werk“ beziehen, da ich bis jetzt erst „Unterm Rad“ kenne. Persönlich bevorzuge ich eine andere Richtung, aber Unterm Rad war trotzdem ein gutes Büchlein!
              "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
              [Albert Schweitzer]

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              • #8
                Also ich finde Hesse ist ja schon sehr... "schwer" zu lesen (also wegen den ewig langen Schachtelsätzen) und deswegen bewerte ich ihn irgendwie sehr zwiespältig. Aber scheinbar muss man schwer zu lesen sein, sonst kann man nicht Weltliteratur werden.

                Richtig gelesen habe ich Siddartha, Steppenwolf und Demian (das aber auf Englisch). Da finde ich ganz sicher Demian am besten, gefolgt von Steppenwolf und dann Siddartha. Ich denke Demian hat mich damals einfach aufgrund der Idee des Existenzialismus sehr beeindruckt und Steppenwolf war IMO auch einfach eine sehr gute Geschichte. Da blieb mir vor allem folgendes im Gedächtnis:

                Mochte das Stückchen Weges bis zum Untergang vollends noch so kläglich vertan werden, der Kern dieses Lebens war edel, es hatte Gesicht und Rasse, es ging nicht um Pfennige, es ging um die Sterne.
                Insgesamt ist Hesse sicherlich ein guter Autor. Aber wie bei fast allen "Weltliteratur"-Autoren kann ich, die IMO übertriebene Begeisterung der Kritiker, Deutschlehrer, etc. nicht nachvollziehen.
                Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                Makes perfect sense.

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                • #9
                  Zitat von Harmakhis
                  Also ich finde Hesse ist ja schon sehr... "schwer" zu lesen (also wegen den ewig langen Schachtelsätzen) und deswegen bewerte ich ihn irgendwie sehr zwiespältig. Aber scheinbar muss man schwer zu lesen sein, sonst kann man nicht Weltliteratur werden.
                  Echt, findest Du? Die Sätze sind zwar relativ verschachtelt, aber deswegen noch nicht so komplex, daß es unlesbar würde. Da finde ich zB Grass um Welten schlimmer (okay, der Vergleich hinkt beim besten Willen, ich weiß...), obwohl der nicht so stark schachtelt. Da frage ich mich allerdings wirklich, für was der gute Mann seinen Nobelpreis bekommen hat. (Sehr subjektiv, ich weiß... Aber das ist ja ein Diskussionsforum! )

                  Zitat von Harmakhis
                  Aber wie bei fast allen "Weltliteratur"-Autoren kann ich, die IMO übertriebene Begeisterung der Kritiker, Deutschlehrer, etc. nicht nachvollziehen.
                  Kritiker sind für mich auch nicht gerade ein Kriterium. Das geht mir genauso. Insbesondere bei zeitgenössischer Literatur wird mir viel zu viel Brimborium und Kult ums Feuilleton gemacht - riecht sehr oft nach Marketing und/oder Show.
                  Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
                  -Peter Ustinov

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                  • #10
                    Zitat von Harmakhis
                    Also ich finde Hesse ist ja schon sehr... "schwer" zu lesen (also wegen den ewig langen Schachtelsätzen) und deswegen bewerte ich ihn irgendwie sehr zwiespältig. Aber scheinbar muss man schwer zu lesen sein, sonst kann man nicht Weltliteratur werden.
                    Hm, also ich fand Hesse auch immer eher leicht zu lesen. Habe allerdings auch nur Siddharta und Das Glasperlenspiel gelesen. Was ich an diesen beiden Romanen super fand, war dass ich als Leser jeweils das ganze Leben einer Person und damit auch ihren inneren Wandel durch die einzelnen Phasen des Lebens mitverfolgen konnte. Das erzeugte bei mir ein tiefes Gefühl der Vollkommenheit und Abgeschlossenheit der Geschichte. Vielleicht daher auch dieses Gefühl der Leichtigkeit.
                    Was ich an diesen Büchern auch mag sind die von Hesse geschickt in die eigentliche Geschichte eingebauten Kurzgeschichten über Personen mit einem der Hauptfigur ähnlichen Leben aber in einer anderen Zeit und/oder einem anderen Ort. Ein genialer Kunstgriff um die emotionalen und geistigen Dimensionen der Romanfiguren zu erweitern. Wunderschön.
                    2+2=4

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                    • #11
                      Zitat von Dave Bowman
                      Was ich an diesen Büchern auch mag sind die von Hesse geschickt in die eigentliche Geschichte eingebauten Kurzgeschichten über Personen mit einem der Hauptfigur ähnlichen Leben aber in einer anderen Zeit und/oder einem anderen Ort. Ein genialer Kunstgriff um die emotionalen und geistigen Dimensionen der Romanfiguren zu erweitern. Wunderschön.
                      Redest du hier vom Glasperlenspiel oder habe ich bei Siddhartha etwas überlesen. Das Glasperlenspiel steht z.Z. noch auf meiner Wunsch-/Pendenzenliste! Aber bei Siddhartha kann ich mich beim besten Willen nicht an andere Kurzgeschichten erinnern... Sollte es vielleicht wieder einmal lesen.

                      Grüsse froeschli
                      Gott gebe mir die gelassene Gemühtsruhe,
                      die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
                      den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
                      und immer die Weisheit, den Unterschied zu erkennen.

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                      • #12
                        @froeschli
                        Hm, jetzt wo Du es sagst, ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob es diese "Kurzgeschichten" bei Siddharta auch gibt, ich glaube ich habe da die Geschichte von dem Einsiedelmönch in der Wüste aus dem Glasperlenspiel ins Siddharta projiziert. Ist auch schon etwas länger her bei mir, besonders Siddharta. Kann auch gut sein, dass es diese "Kurzgeschichten" doch nur im Glasperlenspiel gibt. Sry.
                        2+2=4

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                        • #13
                          Zitat von Zocktan Beitrag anzeigen
                          der einzige deutsche der m. e. den literaturnobelpreis je verdient hat. ich liebe "der steppenwolf" und "goldmund und narziß". seit goethe und schiller war er imo der erste, der das schöne in der deutsche sprache gefunden hat.
                          Ansichtssache. Aber dass Du jeden deutschen Autor zwischen Goethe und Hesse gelesen hast, um diese Aussage treffen zu können.

                          Was sind denn die Qualitätskriterien Deiner Ästhetik ?
                          Zitat von Zocktan Beitrag anzeigen
                          was denkt ihr von diesem autor?
                          Nicht viel. Ich habe - schon zu Schulzeiten - fast alles von ihm gelesen und fand es ziemlich sinnlos und langweilig.

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                          • #14
                            DAMIEN habe ich schon 2x gelesen. Ist eine sehr nachdenkliche Parabel auf Krieg, Freundschaft, Liebe, der Sehnsucht nach Unabhängigkeit und zugleich ein verzerrter Spiegel der Realität, wodurch das Gefühl des Verlusts all dessen, bedingt durch den Krieg und der dadurch drohenden Apokalypse, noch intensiviert wird.

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                            • #15
                              Zitat von Harmakhis Beitrag anzeigen
                              Also ich finde Hesse ist ja schon sehr... "schwer" zu lesen (also wegen den ewig langen Schachtelsätzen) und deswegen bewerte ich ihn irgendwie sehr zwiespältig. Aber scheinbar muss man schwer zu lesen sein, sonst kann man nicht Weltliteratur werden.
                              Ich finde Hesse im Gegenteil sehr leicht zu lesen, weil er insbesondere das Innenleben seiner Figuren in den Vordergrund stellt und auch sehr vitale Figuren zeichnet.
                              Von allem, das man im Deutschunterricht liest, ist er imho mit Abstand am leichtesten zu lesen, kein zu altes Deutsch, Ereignisse und Probleme, die insbesondere junge Menschen kennen (man denke nur an Narziß und Goldmund)...

                              Das Gegenstück dazu wäre vielleicht sein Zeitgenosse Thomas Mann (von dem ich jedoch nur die Buddenbrooks kenne). Der unglaublich detailliert und mit einem einzigartigen Gespür für die Darstellung von Räumlichkeiten, Atmosphären und Situationen äußere Wirklichkeiten beschreiben kann, aber dafür imho sehr schwer zu lesen ist.

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