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[Buchbesprechung] Stan Nicholls - Die Orks

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  • [Buchbesprechung] Stan Nicholls - Die Orks

    Habe jetzt dieses großartige Buch ausgelesen, und fand noch keinen Thrad dazu. Dachte mir aber, es ist nicht verkehrt, einen zu eröffnen, da sicher mehrer User dieses Forums das Buch schon gelesen haben.

    Trotz der fast 800 Seiten habe ich das Buch in ca. 2 Wochen gelesen, was für mich sehr schnell ist.
    Die bildlich erzählten Kampfszenen zieren sich eigentlich von der ersten bis zur letzten Seite, welche aber sehr spannend, aber auch blutig erzählt werden.
    Die Spannung kommt auch sofort auf, da schon nach ein paar Seiten die Handlung flüssig zu laufen beginnt, welche sich bis zum Ende durchzieht.

    Aber vor allem die einzelnen Charaktäre haben mir sehr gut gefallen. vor allem die Orks, ihr Anführer Stryke, sowie noch die Offiziere Jup, Haskeer, Coila und Alfray. Alles wirklich sympathische und lustige Gestalten, wo man sich richtig in sie hineinversetzen konnte. Gefallen hat mir hier vor allem Stryke, wie er sich immer für seinen Kriegstrupp (die Vielfraße) einsetzt, und am Ende des Buches auch einige moralisch frakwürdige Entscheidungen trifft, da er sich denkt es sei das Beste für seinen Trupp.
    Auch die Königin der Orks, Jennesta wurde gut dargestellt. hier merkt man auch schon auf den ersten Seiten, was für ein Charakter sie ist.

    Am Ende nahm das Buch noch eine sehr spannende und interessante Wendung, als die Orks durch das Portal von Seraphim in ihre eigentliche Welt zurückkehren.

    Was mich beeindruckt hat, der Autor lies keinen seiner Hauptcharaktäre sterben, das fand ich wirklkch gut, nur allerdings auf den letzten paar Seiten lies er dann doch Alfray sterben, was mir sehr leid getan hat.
    Auch das Verschwinden von Jennesta lässt noch auf eine Fortsetzung hoffen.

    Bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung des Buches, "Blutrache", ebenfalls wieder von Stan Nicholls geschrieben. Ich werde mir dieses Buch auf jeden Fall gleich wieder zulegen.
    Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
    die Internationale erkämpft das Menschenrecht


    das geht aber auch so

  • #2
    das buch hab ich auch vor einigen jahren gelesen...und es war IMO ein arger fehlgriff...und wenn ich in der buchhandlung höre, wie ein kind seine mutti zum kauf dieses buches überreden will, bin ich immer drauf und dran ihnen davon abzuraten und meine ausgabe gratis abzugeben.

    die charaktere sind mir doch zu menschlich dargestellt. er hätte die orks lieber orks sein lassen und mit deren wesen "herumgespielt". was mir auch nicht sonderlich gefallen hat, war, wie du schon angesprochen hast, dass kein kämpfer seiner truppe stirbt. wie weit hergeholt ist das denn? ausserdem ist das buch zu schnell geschrieben für 800 seiten. vorallem ist mir das aufgefallen, als sie diesen "lieblichen" wesen begegneten, welche ihre beute mit ihrer schönheit anlocken, um ihnen dann den garaus zu machen. die szene dauert glaub nur 2 seiten und schon sind sie wieder weiter. da hätte er wesentlich mehr rausholen können.

    der einzige charakter der mir halbwegs gefiel war jennesta. ansonsten find ich in dem buch nicht viel, das meinen erwartungen gerecht wäre. aber so hat eben jeder seinen eigenen geschmack, nicht?

    lg Ungolianth
    ...Keine Erzählung berichet von Ungolianths Schicksal. Doch manche haben gesagt, vor langer Zeit habe sie ihr Ende gefunden, als sie im schlimmsten Hunger sich selbst verschlang. ~Silmarillion (J.R.R. Tolkien)

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    • #3
      Es ist schon eine Weile her seit ich dieses Buch gelesen habe. Ich kann nur Mr. Viola's Meinung über das Buch teilen. Auch ich fand die fliessende Handlung sehr interessant mitzuverfolgen.

      Im Gegensatz zu Ungolianth kann ich das Buch nur weiterempfehlen!!

      Grüsse froeschli
      Gott gebe mir die gelassene Gemühtsruhe,
      die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
      den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
      und immer die Weisheit, den Unterschied zu erkennen.

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      • #4
        Zitat von Ungolianth Beitrag anzeigen
        die charaktere sind mir doch zu menschlich dargestellt. er hätte die orks lieber orks sein lassen und mit deren wesen "herumgespielt".
        also ich habe außer diesem Buch noch nichts über Orks gelesen, bzw. vom Fernsehen her kenne ich sie nur aus Herr der Ringe. ABer im Buch wurde ja oft gesagt, dass die Orks zum Kämpfen geboren werden, und dass sie oft die Kriege für andere Völker austragen. Aber ich finde es gut so, dass der Autor hier den Orks auch menschliche Bedürfnisse, nach Liebe, Freundschaft oder Ruhe gegeben hat. Wäre es nicht völlig falsch, ein Buch über ein Volk zu schreiben, wo die Hauptcharaktäre nur nach Vorurteilen agieren, bzw. kein bisschen Eigenleben entwickeln udn von der vorgegebenen Norm seitens Tolkien abweichen? Ich weiß jetzt nicht, wie weit er die Orks in seinen büchern behandelt hat, aber mir hat es gefallen, dass man ihnen mensch. Eigenschaften/Bedürfnisse gab.
        Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
        die Internationale erkämpft das Menschenrecht


        das geht aber auch so

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        • #5
          nichts dagegen, dass orks natürliche bedürfnisse haben und denen auch nachgehen. was mich bloss unglaublich gestört hat, war die art und weise wie orks sprechen. sie klang mir doch zu sehr nach heutiger jugend - nichts gegen die heutige jugend - aber sie passt IMHO einfach nicht. wer die zwergenbücher von markus heitz gelesen hat, weiss vllt, worauf ich hinaus will. heitz hat seinen zwergen eine eigene sprachmentalität eingeflösst und sie somit glaubwürdiger gemacht. dies fehlt mir bei den orks leider völlig.

          ich hab auch nix dagegen, dass schriftsteller ihre rassen anders definieren als z.b. tolkien, denn er hat ja nicht die ultimative norm geschaffen, von der nicht abgewichen werden darf. deshalb auch ein klares "JA" zur künstlerischen freiheit!

          lg Ungolianth
          ...Keine Erzählung berichet von Ungolianths Schicksal. Doch manche haben gesagt, vor langer Zeit habe sie ihr Ende gefunden, als sie im schlimmsten Hunger sich selbst verschlang. ~Silmarillion (J.R.R. Tolkien)

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          • #6
            Zitat von Ungolianth Beitrag anzeigen
            wer die zwergenbücher von markus heitz gelesen hat, weiss vllt, worauf ich hinaus will. heitz hat seinen zwergen eine eigene sprachmentalität eingeflösst und sie somit glaubwürdiger gemacht. dies fehlt mir bei den orks leider völlig.
            Ich habe zwei der Zwergenbücher von Heitz gelesen, kann mir aber grad kein Bild von der von dir erwähnten Sprachmentalität machen. Was genau meinst den du??

            Grüsse froeschli
            Gott gebe mir die gelassene Gemühtsruhe,
            die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
            den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
            und immer die Weisheit, den Unterschied zu erkennen.

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            • #7
              damit meine ich die rauhe, direkte und unverblümte sprache ohne irgendwelche schönrederei wie sie z.b. tolkiens elben und gelehrten menschen zu benutzen pflegen. sehr deutlich lässt sich das auch zwischen dem gelehrten Tungdil und seinen beiden weggefährten Boindil und Boendal beobachten, welche ihn ja immer wieder wegen seiner gelehrten und diplomatischen zunge auf die schippe nehmen, währenddessen die beiden eine sehr schroffe sprache an den tag legen.

              bei den orks stimmt mir die ausdrucksweise nicht mit meinem bild der orks überein, weshalb sie auf mich auch nicht überzeugend wirken.

              ich hoffe, dass das möglichst verständlich ist...ist ja auch schon spät.

              lg Ungolianth
              ...Keine Erzählung berichet von Ungolianths Schicksal. Doch manche haben gesagt, vor langer Zeit habe sie ihr Ende gefunden, als sie im schlimmsten Hunger sich selbst verschlang. ~Silmarillion (J.R.R. Tolkien)

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              • #8
                Orks und ihre Königin?

                Wow. Müssen die armen Schweine jetzt auch wegen dem anderen Geschlecht zu sabbern beginnen? Man muss ja nicht unbedingt Tolkien kopieren, aber den Orks eine Königin zu verpassen, finde ich voll daneben.

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                • #9
                  Warum das Elodarion
                  Ich finde die Orks erfrischend anders. Warum müßen Orks stupide, streitlustige Berserker sein? Warum keine Königin? Der "Fantasy" sind keine Grenzen gesetzt
                  Aus dieser "Serie"? habe ich mir mittlerweile die Zwergen-Reihe und die Elfen-Reihe zugelegt und bin begeistert. Besonders gern hab ich die Elfenreihe gelesen und warte sehnsüchtig auf einen neuen Band nach "Elfenlicht".
                  Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die anderen!
                  Meine
                  Rechtschreibfehler sind beabsichtigt / Wer sie findet kann sie behalten!

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                  • #10
                    Sehr nettes Buch! Ich fand es immer langweilig und stereotyp, die Orks immer nur als ultraböses Kanonenfutter des bööööööösen Obermuftis zu sehen.

                    @Ungoliath: Yeah, das hat mir auch sehr gefallen, wie heitz diesen Aspekt umsetzt. Ist in "Die Orks" aber auch ganz gut gelungen.
                    "Cross the Stars, and fight for Glory, But 'Ware the heaven's wrath. Taker yer salt and hear a shipman's story. Listen to the tales of the Gulf, Of stars that sing, and worlds that Lie beyond the ghosts of the Rim. But remember, lads, their ain't no words For every void-Born Thing....."

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                    • #11
                      Zitat von Gul Evek
                      Sehr nettes Buch! Ich fand es immer langweilig und stereotyp, die Orks immer nur als ultraböses Kanonenfutter des bööööööösen Obermuftis zu sehen.
                      Nun, "Kanonenfutter" muss wirklich nicht sein, aber BÖSE kommt vielleicht schon allein daher dass Ork irgendeine Bezeichnung für dämonische, dunkle, BÖSE Kreaturen aus einer alten englischen Mundart ist...

                      Man nennt ja nicht jede harmlose BLumenkinder Rasse gleich "Abscheuliche Brut aus Höllenabgründen, die Kinder frisst und Schafe schändet" also ist der Name schon ein wenig ein charakterlich verdammendes Merkmal und wer das "ignoriert", der macht einen schon recht dämlichen Fehler. GUTE Orks kann es einfach dem Wortsinn nach nicht geben.
                      So wenig wie pazifistische "Berserker" oder abstinente "Kiffer".
                      »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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                      • #12
                        Amazon.de: Die Orks - Blutrache: Bücher: Stan Nicholls,Jürgen Langowski

                        So, mittlerweile ist ja der Nachfolger schon erschienen, mit dem Titel "Blutrache". Habe das Buch schon gelesen, ist eine ganz gute Fortsetzung, auch wenn es nicht ganz an den ersten Teil heranreicht.
                        Es gibt ein Wiedersehen mit den alten Charaktären, aber auch einige neue, wichtige werden eingeführt.
                        Der Schreibstil ist eigentlich derselbe geblieben, es fließt jede Menge Blut, Köpfe werden eingeschlagen und viele Gliedmaßen abgetrennt. Aber auch humorvolles wird man finden.
                        Schade finde ich, dass das Buch mit einem Cliffhanger endet.
                        Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
                        die Internationale erkämpft das Menschenrecht


                        das geht aber auch so

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                        • #13
                          Ich stimme Ungolianth zu. Mir erscheinen die Orks stellenweise etwas vermenschlicht. Mir fällt momentan nur eine Stelle aus dem zweiten Teil (den ich noch nicht komplett durchgelesen habe) ein, in der sie auf elfische Flüchtlinge treffen. Nach kurzem Blabla wird den Elfen Proviant und Wasser auf den Weg gegeben. Das fand ich ziemlich daneben. Sie müssen sie ja nun nicht killen aber auch nicht unbedingt noch pudern. Zwar gibt es vieler Stellen an denen ihre Rohheit, Brutalität etc. an den Tag tritt, dennoch hätte ich sie mir etwas archaischer gewünscht. Für die Leute die bad-Orks wollen, hat Nichols ja Haskeer ins Leben gerufen.
                          Insgesamt dennoch ein tolles Buch mit einer spannenden Story und vielen lustigen Anekdoten. Werde nie die Begegenung mit dem Pixy-Händler vergessen ^^
                          Lust auf ein Sci-Fi-Hörspiel? Hier der Link zu Folge 1 meiner Commander Perkins 2000 Edition

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                          • #14
                            Gut gefielen mir in dem Buch die Hauptpersonen, allen voran Haskeer. Und doch wäre es bedeutend tragischer und vor aleem überzeugender gewesen, wenn NICHT zuletzt die Treue und die Freundschaft obsiegt hätten. Gut geschrieben fand ich auch die Kampfszenen, die fast ein wenig zu ausführlich beschrieben wurden.

                            Was mir nicht gefallen hat, waren die unzähligen Völker, die es in dieser Fantasy-Welt gibt. Es scheint, Nicholls hat alle stereotypen Sagengestalten, die es je irgendwo in ein Mystik- oder Fantasybuch geschafft haben, in sein eigenes Reich geholt. Leider bekommt man von diesen Völkern und ihren Eigenheiten nur das Allernötigste und das auch nur in aller Kürze mit. Stattdessen hatte ich den Eindruck, dass all die Völker, all die Gegebenheiten nur eigens dafür kreiert wurden, um möglichst viele blutige Scharmützel unter zu bringen, welche umso detaillierter daher kommen.

                            Fazit: War keine Zeitverschwendung, aber begeistert hat es mich auch nicht. Ein bisschen mehr Story und dafür weniger abgetrennte Gliedmaßen und gespaltene Schädel hätte mir mehr zugesagt.

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