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Wem geht's noch so: Unhappy End

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  • Wem geht's noch so: Unhappy End

    Mal im Ernst - da liest man 3 bis 400 Seiten plus eine Geschichte, lernt den Hauptcharakter kennen, baut eine Leser-Figur Beziehung auf und freut sich einfach, eine gute Zeit beim Buch zu haben - und gefühlte fünf Seiten vor dem hinteren Klappentext verreckt der Hauptdarsteller.
    Dann ist erst mal Sense mit der Lust zu Lesen, zumindest bei mir.
    In Filmen ist das schon nervig genug, aber ein Buch ist doch eine etwas "gründlichere", längerfristigere Sache. Mich KOTZT es an, wenn am Ende die Hauptperson stirbt (oder eine der Hauptpersonen).
    Aktuelles Beispiel:

    Spoiler
    Order 66 - Etain Tur Mukan stirbt einen in meinen Augen nicht nur unverdienten sondern auch noch selten dämlichen Tod. Ok, Krieg, Chaos, Aufopferung. Gut und schön, aber selbst wenn es der Geschichte was bringen würde, es macht einfach das Happy End kaputt.

    Stilmittel hin, Geschichte her, sowas kotzt mich einfach an.
    Geht das sonst noch wem so? Wenn ja, bei welchem Buch hat's euch am meisten genervt?

  • #2
    Gerade bei David Weber z. B. "Dahak-Trilogie", "Schwerter des Zornes" oder "Der Mardukgeschichte" geht´s mir so.
    Beispiel Dahak-Trilogie: Letzter Teil Die Erben des Imperiums.

    Spoiler
    Colin McIntyre und Frau Jiltanith sitzen mit den zwei Neugeborenen im Kreise ihrer Freunde. Es wurde erfolgreich eine Revolution niedergeschlagen und da wird eine Vorrang-Hypercom-Übertragung empfangen. Sie ist von den totgeglaubten ersten und fast erwachsenen Kindern. Aber erfährt man ob die Kinder wieder nach Hause kommen? Oder doch lieber beschließen auf dem Planeten Pardal den Status des Gouverneurs zu genießen und dem Volk bei der Entwicklung zu helfen? Nööö. Plötzliches Ende und sehr unbefriedigend.

    Webers und Ringos Vierband um Roger MacClintock.

    Spoiler
    Roger ist endlich zu hause angekommen und hat erfolgreich seine Mutter aus den Klauen der Verschwörer befreit. Er wird zum Kaiser des Menschreiches gekrönt und dann..... Nix.

    Es ist nicht so, daß die Helden hier sterben, jedoch sind die Enden so abrupt und für mich sehr unbefriedigend.

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    • #3
      @Kathi:

      Soweit ich weiß, planen Weber und Ringo die Fortsetzung der Serie um Roger McClintock. Das Problem ist nur, die Zeit dafür zu finden ... beide Autoren haben schließlich immer mehrere Suppen - sprich Serien - gleichzeitig am Köcheln

      Recht hast Du allerdings mit dem Ende der Dahak-Trilogie. Das ist wirklich sehr unbefriedigend. Und im Gegensatz zur "Empire of Man"-Serie gibt es auch nicht wirklich Aussicht, daß sich daran in absehbarer Zeit (<=5 Jahre) irgendwas ändert ...
      Depend upon it, sir, when a man knows he is to be hanged in a fortnight, it concentrates his mind wonderfully.
      (Dr. Samuel Johnson)

      Main problem with troubleshooting is: trouble shoots back (Quelle: Google+)

      Kommentar


      • #4
        Zitat von Eagleeye Beitrag anzeigen
        @Kathi:

        Soweit ich weiß, planen Weber und Ringo die Fortsetzung der Serie um Roger McClintock. Das Problem ist nur, die Zeit dafür zu finden ... beide Autoren haben schließlich immer mehrere Suppen - sprich Serien - gleichzeitig am Köcheln
        Oh super. Ich greif mir die Bücher immer mal wieder und jedesmal ärgert mich das Ende.

        Recht hast Du allerdings mit dem Ende der Dahak-Trilogie. Das ist wirklich sehr unbefriedigend. Und im Gegensatz zur "Empire of Man"-Serie gibt es auch nicht wirklich Aussicht, daß sich daran in absehbarer Zeit (<=5 Jahre) irgendwas ändert ...
        Und ich dacht schon, ich steh allein damit da.

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        • #5
          Bisher hab ich noch kein Buch gelesen wo ein Hauptdarsteller stirbt aber ich kenne ne Menge wo ein wichtiger Nebendarsteller stirbt und eben so was find ich dann auch ziemlich doof.Man gewöhnt sich mit der Zeit immer mehr an die Figuren im Buch und plötzlich stirbt einer nach dem anderen wie in der Halo-Reihe der Master-Chief geht zwar nich drauf(was mich auch freut)aber dafür ein Spartaner nach dem anderen was dann auch auf mich wirkte als ob der Autor sie nich mehr im Buch brauchte.In "die Elfen" stirbt zwar einer von drei Hauptfiguren was mich aber nich so wirklich störte da er in den Himmel zu seinem Sohn aufuhr also lebte er praktisch weiter.Wenn eine Hauptfigur stirbt sie aber doch noch weiterlebt zum Beispiel im Himmel und der Autor so etwas dann auch erwähnt dann würde ich so was als gelungenes Ende bezeichnen wenn er aber einfach so stirbt ist das was anderes was man nich gern liest.
          "What the hell..."

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          • #6
            Mit Hauptpersonen die am Ende sterben habe ich weniger ein Problem. Das kann die Spannung durchaus steigern. Ich lese auch Serien wie "Das Lied von Eis und Feuer" gerne, wo immer wieder liebgewonnene Charaktere das Zeitliche segnen.

            Aber vor ein paar Jahren habe ich tatsächlich mal ein Buch vor Wut in die Ecke geschmissen. Das Ende war gemein, fies, böse, grässlich und absolut GEMEIN GEMEIN GEMEIN GEMEIN!

            Das Buch war "Die Last des Bösen" von den Gebrüdern Strugatzkij.

            Schon ganz am Anfang erfährt man das Nossov etwas getan hat, das ihn zum Helden werden lies. Er hat ganz alleine ein Massaker verhindert. Dann wird die Lebensgeschichte dieses Nossov aufgearbeitet.

            Aber dann am Ende:


            Spoiler
            Kommt man dann endlich zu diesem Moment, wo dieses bedeutenste Ereigniss seines Lebens stattfand. Er ist bei der Flora, einer Jugendgruppe die in etwa den Hippies entspricht. Die Bevölkerung der Nachbardörfer hat sich zusammengerottet um ein Massaker an den Jugendlichen zu begehen. Selbst die Eltern von manchen der Kinder sind dabei. Die Jugendlichen sind zusammengetrieben, das Mob greift an, Nossov... Und genau an dieser Stelle ENDET DAS BUCH. Der Spannungshöhepunkt auf den das Buch die ganze Zeit hinarbeitet ist nicht dabei, das Buch hört direkt davor auf. Man sieht nur die völlig auswegslose Situation der Jugendlichen und weiß das Nossov sie gerettet hat. Aber nicht wie. Es gibt nicht einmal eine Idee, da Nossov im Vorfeld ständig versucht hat das Massaker zu verhinder und das ohne Erfolg.


            Ein Tipp für alle die, welche wie ich das Buch lasen und es vor Wut an die Wand schleuderten: Es lohnt sich das Buch ein zweites mal zu lesen. Alles ändert sich beim Zweiten lesen, alles hat eine andere Bedeutung, sogar die Figuren sind völlig anders.

            Nur das schreckliche Ende des Buches, das bleibt.


            Spoiler
            VORSICHT, GANZ SCHLIMMER SPOILER! NICHT LESEN WENN DAS BUCH NOCH GELESEN WERDEN SOLL...



            Aber am Anfang des Buches sind Hinweise auf das Ende, die man nur bemerkt, wenn man das Ende schon kennt. Es war ein Wunder was Nossov getan hat. Wegen diesem Wunder sah man ihn danach als den Heiland an. Es sind sogar Hinweise drin, was danach noch so geschah. Aber am Anfang des Buches. Das Ende steht sozusagen ganz am Anfang. Wenn man dort das Ende hat, trotzdem weiterlesen, die Geschichte ist wirklich VÖLLIG anders. Das Gute ist nun das Böse und umgekehrt. Viele Details die man beim ersten Lesen unbedeutent fand, ergeben nun eine ganz schreckliche Wahrheit.

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            • #7
              Zitat von Cave Beitrag anzeigen

              Spoiler
              Order 66 - Etain Tur Mukan stirbt einen in meinen Augen nicht nur unverdienten sondern auch noch selten dämlichen Tod. Ok, Krieg, Chaos, Aufopferung. Gut und schön, aber selbst wenn es der Geschichte was bringen würde, es macht einfach das Happy End kaputt.
              Ich habe Order 66 (bin erst bei Feindkontakt) zwar noch nicht gelesen, aber...

              Spoiler
              ...ihr Tod hätte echt nicht sein müssen


              Ich glaub, ich sollte meine "Spoilerneugier" unterdrücken...
              *schnarch*

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              • #8
                Das kenne ich nur zu gut wenn ein geliebter Char einfach so abkratzt kann man schnell mal wütend werden,besonders wenn das am Ende des Buches ist.Zudem kann man es ja nachvollziehen wenn ein Char sich heldenhaft opfert aber bestimmt gibt es dann nen Haufen gründe warum diese Aktion einfach sinnlos war.
                "What the hell..."

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                • #9
                  Oh ein heisses Eisen. Ich hab mich zB schon immer geärgert bei "Eine Billion Dollar"


                  Spoiler
                  Dass das Buch genau dann aufhört, wenn der Erbe dieses titelgebenden Vermögens gerade dafür gesorgt hat, dass es besser eingesetzt werden wird als von den Ausheckern dieses verschwörerischen Plans gedacht und dann... stirbt er und die handlung hört auf... ja und dann? Was wird jetzt aus der Menschheit? Ein Horror-Ende, zum Glück hat Eschbach mittlerweile gelernt die Bücher "glücklicher" also an einem passenderen zeitpunkt zu beenden, denn auf das "er lebte glücklich bis ans Ende seiner Tage" kommt es dabei wirklich nicht an...


                  Also im großen und ganzen fuchst es mich, wenn am Ende angedeutet wird, dass es weitergehen könnte und dann... zack, schnitt, nichts mehr.

                  Bei JKR hingegen

                  Spoiler
                  war das Ende "19 Jahre später" schon fast SO verwässert, dass sie besser davor aufgehört hätte. So ein schmalziges "jetzt sind wir aber wieder alle Freunde" Eierkuchen Ende hatte die HP Serie eigentlich gar nicht verdient.


                  Ich finde aber, dass sich diese "unhappy" Ends durchaus in Grenzen halten, es gibt viel mehr mit "glücklicher" Hand am richtigen Punkt aufgehörte Geschichten als diese nervigen anderen...
                  »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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                  • #10
                    Ja klar ist es sicherlich schwer wenn eine Bindung zu einem Charakter aufgebaut hat, egal ob in einem Buch, Film oder sonst einem Medium und dieser dann am ende stirbt.
                    Aber generell hab ich damit kein Problem, da ich finde das auch die immer währende Happyends einfach unrealistisch sind.
                    Also ist es auch immer mal gut unglückliche enden zuhaben, sonst wirds doch auch langweilig wenn immer alles gut ausgeht.
                    Verstehen ist ein dreischneidiges Schwert

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                    • #11
                      Bei mir hinterlassen Bücher ohne Happy End immer mehr Eindruck als Bücher mit Happy End. Man denkt einfach mehr darüber nach. Der Charakter muss ja nicht gleich sterben.
                      Ich versuche meinen Status und meine Beitragszahl in diesem Forum durch sinnvolle Beiträge zu erhöhen.
                      Neues Ziel: Weniger Tippfehler...Das geht so nicht weiter!

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                      • #12
                        Der Charakter kann ruhig sterben, solang man das Gefühl hat, dass damit ein wichtiges Kapitel der zu erzählenden Geschichte auch abgeschlossen ist und nicht, dass einem ein Teil der noch dazugehört hätte "vorenthalten" wird...
                        Kann absichtlich als "Cliffhanger" eingesetzt werden, kommt dann aber nur beim Leser gut an, wenn auch eine entsprechende gut gemachte Auflösung folgt.
                        Schlimme Enden sind für mich nicht solche die "emotional hart" treffen, sondern solche die einen in der Luft hängen lassen, das Buch ist einfach aus, aber nicht vorbei und fertig abgeschlossen. Das nervt mich dann schon extrem.
                        Fragen, was aus den Figuren geworden ist, tu ich mich (bei guten Geschichten) so oder so Da fehlt mir wirklich keine Phantasie zu
                        »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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                        • #13
                          Mir ging es bei " Die Frau des Zeitreisenden " so. Wie es sich abgezeichnet hat, das der Hauptcharakter stirbt, hatte ich spontan keine Lust mehr gehabt weiterzulesen. Ich bin richtig sauer geworden ....Erst vor kurzem , ein halbes Jahr später habe ich dann doch den Schluss gelesen, da ich das Buch bei den gelesenen einsortieren wollte.Nur der Ordnung halber ( Sortiere meine Bücher danach ob ich sie schon gelesen habe oder nicht, dann nach Größe , Schriftsteller, Genre... )
                          Es gibt Leute, die haben sich schon totgemischt.
                          Nur durch gründliches Mischen wird der Verdacht des Falschspielens ausgeräumt.
                          Das hoffe ich sehr! (Stammtisch Süd)

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                          • #14
                            Eins der härtesten Unhappy-Ende die Ich bis jetzt gelesen habe war das von Stephen King’s Cujo. Heute weiss ich, dass seine Bücher ja meistens hart enden. Es war aber das erste Buch, dass ich von Ihm gelesen habe. Der Abschluss passt eigentlich sehr gut zum ganzen Buch, aber es hat mich doch sehr überrascht.

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                            • #15
                              Das schlimmste was ich da zu lesen gekriegt habe, war "Im Westen nichts neues"
                              Im letzten Absatz wird noch abschließend erklärt, dass der Held des Buches kurz vor Ende des Krieges gestorben ist. Das hat mich richtig geärgert. Das er stirbt war bei einem Antikriegsbuch klar, aber so unspektakulär am Ende, ist so als hätte der Autor in der Mitte aufgehört zu schreiben und noch schnell ne Zusammenfassung von dem was kommen sollte dranklatscht.
                              Ich möchte im Schlaf sterben wie mein Großvater, nicht schreiend und heulend wie sein Beifahrer im Wagen. - Will Shriner

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