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[Comic-Besprechungen] Superman

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  • [Comic-Besprechungen] Superman

    Auch Superman hat mMn genug Freunde hier im Forum und nun wirklich genug Lesematerial, um einen eigenen Rezi-Thread zu rechtfertigen.

    The Superman Madman Hullaballoo!
    Story & Art: Mike Allred

    Da es in Metropolis recht ruhig ist, willigt Superman ein, Professor Hamilton bei der Suche nach den Ursachen unerklärlicher Strahlung zu helfen, wofür Superman zum Rand der Atmosphäre fliegt.

    Währenddessen soll in einer anderen Dimension der junge Madman Dr. Flem bei einem Experiment mit einer transdimensionalen Rakete helfen.
    Es kommt, wie es kommen muss, Madman rast direkt durch Superman hindurch. Dabei vermischen sich ihre Gene, und Madman kommt in einem Halb-Superman/Halb-Madman-Körper nach Metropolis, während Superman in einem Halb-Madman/Halb-Superman-Körper in Snap City landet.

    Nun müssen sie einen Weg finden, wieder alles geradezubiegen und in ihre eigenen Universen zurückkehren, doch selbst dann muss noch festgestellt werden, was für die ursprüngliche Strahlung, die Hamilton und Superman so verwirrte, verantwortlich ist.

    Wer noch nie mit Mike Allreds Arbeiten in Kontakt kam, der wird hier ziemlich überrascht.
    Äußerst abgedreht und dabei zutiefst traditionell erzählt der Ausnahmekünstler ein Superhelden-Crossover wie es sonst kein zweites gibt. Seine poppigen Bilder paaren sich hervorragend mit dem kultigen Plot und kreativen Ideen.
    Ob es ein wandelndes Haus ist, bösartige Beatnik-Mutanten oder ein Gespräch über Gott, dieser Comic bietet Unterhaltung pur.

    Allreds Stil ist sicherlich nicht für jeden Leser geeignet, die typische Superheldenklopperei bleibt aus und die zweidimensional anmutenden Zeichnungen erinnern eher an klassische Zeiten. Wer aber für Abwechslung und losgelassene Kreativität zu haben ist, dem sei dieser Comic wärmstens empfohlen. 8/10


    Superman For All Seasons
    Autor: Jeph Loeb
    Zeichner: Tim Sale

    Bevor er Superman wurde, wuchs Clark Kent auf der Farm seiner Eltern in Smallville auf. Dort verbrachte er den größten Teil seiner Freizeit mit seinen besten Freunden Lana Lang und Pete Ross.
    Allmählich bemerkt er, dass er stärker ist, als seine Mitmenschen, dass er unverwundbar zu sein scheint und dass seine Sinne übernatürlich scharf sind. Als ein Sturm über Smallville hinwegfegt und für Zerstörung sorgt, gerät Clark in den Wirbel und stellt fest, dass er auch fliegen kann.

    Er entscheidet sich, seine Kräfte zum Wohle der Menschheit einzusetzen. Er muss seine Jugendliebe Lana Lang enttäuschen, denn um seine Kräfte wirklich zu nutzen, muss er Smallville und sie verlassen.

    In der Großstadt Metropolis nimmt er die Identität des Superman an, während er als Clark Kent zum Starreporter des Daily Planet geworden ist. Superman wird schnell zum Helden der Massen, was dem mächtigen Industriellen Lex Luthor ganz und gar nicht gefällt. Um Superman los zu werden, schmiedet Luthor einen teuflischen Plan.

    Von der Story her bietet SUPERMAN FOR ALL SEASONS nicht wirklich etwas neues. Stattdessen beeindruckt der Comic mit der Präsentation der bekannten Geschichte.
    Jeph Loeb stellt die Charaktere über die Geschichte, stellt die Kents, Lana Lang, Lex Luthor und Superman mit einer kaum gekannten Tiefe dar.

    Hinzu kommt, dass jedes der vier Kapitel (welche sich jeweils mit einer der vier Jahreszeiten auseinandersetzen, was den Titel erklärt) von einem anderen Charakter aus dem Off erzählt wird, das erste Kapitel "Spring" (Frühling) etwa von Jonathan Kent. Dies wirkt sich ebenfalls auf die Charaktere aus, werden sie doch vor allem in diesen Off-Erzählungen vertieft.

    Abgerundet wird dieser Comic durch die gelungenen Zeichnungen von Tim Sale, die eher untypisch für Superheldencomics sind. Ihm gelingt es hervorragend, die Gefühle der Charaktere in deren Gesichtern und Körperhaltung widerzuspiegeln.
    Auch die Hintergründe sind großartig gelungen und geben dem Comic eine zeitlose Atmosphäre. Dazu tragen auch die Farben von Bjarne Hansen bei, die offensichtlich echte Handarbeit sind und fern den digitalen Kolorierungen der meisten Mainstream-Comics liegen.
    Einer der ungewöhnlichsten und besten Superman-Comics überhaupt und eine dringende Leseempfehlung. 9/10
    Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
    Stalter: "Nope, it's all bad."

  • #2
    Superman, 3. Sonderausgabe: Superman gegen Muhammad Ali
    Story: Dennis O'Neil
    Text & Zeichnungen: Neal Adams
    Tusche: Dick Giordano & Terry Austin

    In den Slums von Metropolis spüren Clark Kent, Lois Lane und Jimmy Olsen Boxlegende Muhammad Ali auf und überreden ihn zu einem Interview. Doch kaum will Lois die ersten Fragen stellen, da taucht auch schon ein fieser Außerirdischer auf und fordert den größten Krieger der Erde zu einem Duell, um das Schicksal der Erde zu entscheiden.
    Clark verdrückt sich unter einem Vorwand und taucht gleich darauf als Superman wieder auf. Und nun verwickeln sich Ali und Superman in einen Streit darüber, wer von beiden der größte Krieger der Erde ist.

    Der Außerirdische bestimmt kurzerhand einen Boxkampf zwischen Superman und Ali, um diese Frage zu entscheiden. Der Kampf soll auf dem fernen Planeten Bodace stattfinden, dessen rote Sonne Superman seiner Kräfte berauben soll.

    Doch während die ganze Galaxis den beiden Duellen entgegenfiebert, hecken Superman und Ali gemeinsam einen Plan zur Rettung der Erde aus.

    Der Comic ist natürlich ein reines Event-Gadget, welches auf der damaligen Popularität von Muhammad Ali aufbaute. Dennoch ist es äußerst unterhaltsam, was wohl den fähigen Machern zu verdanken ist.

    Die Geschichte von Dennis O'Neil ist spannend und macht aus dem Ereignis mehr als nur ein Gadget. Die Texte von Neal Adams sind da leider nicht ganz so gut, zu häufig lässt er Superman wie einen testosteron-gesteuerten Straßenkämpfer wirken. Auch dass er sich gemeinsam mit Ali über den bedrohlichen Tyrannen von Bodace lustig macht wirkt völlig out-of-character.

    Sei's drum, gehört der Band doch zu Adams ersten Versuchen als Autor und dafür liest sich das ganze sehr flott. Und seine kongenialen Zeichnungen, die noch heute zum Besten gehören, was es in Comics gibt, machen diese Schwächen mehr als wett.

    Bei diesem Comic handelt es sich um einen reinen Unterhaltungsband, und als solcher funktioniert er grandios. Und die Zeichnungen laden auch zum mehrmaligen durchblättern und bestaunen der Bilder ein. Ein Schmankerl ist auch das Cover, auf dem unzählige Prominente im Publikum versteckt sind.

    Absolut empfehlenswert. 8/10
    Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
    Stalter: "Nope, it's all bad."

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    • #3
      Superman - Adventures of the Man of Steel
      Autoren: Scott McCloud, Paul Dini
      Zeichnungen: Rick Burchett, Brett Blevins
      Tusche: Terry Austin

      In sechs Einzelgeschichten muss sich der TAS-Superman mit einem robotischen Doppelgänger, Metallo, einer vermeintlichen Geliebten, Brainiac, Lex Luthor, Livewire und Mr. Mxyzptlk herumärgern.

      Dieser Sammelband enthält die ersten sechs Ausgaben der SUPERMAN ADVENTURES, der Comicreihe zur Animated Series. Es erfreut durch ein imposantes gemaltes Cover von Bruce Timm (MAD LOVE, DC Animated Universe) höchstpersönlich, die erste Geschichte ist von Paul Dini (MAD LOVE, SUPERMAN: PEACE ON EARTH, DC Animated Universe) geschrieben.

      Nach dem starken Opener von Dini, in welchem Lex Luthor Superman mit einem Robot-Doppelgänger in Verruf bringen will, schafft es der damalige Mainstream-Neuling Scott McCloud (ein Genie des Sach-Comics, z.B. UNDERSTANDING COMICS) den alten Hasen noch zu übertreffen. Das Motto lautete: Hauptsache Spaß! Und dieses Credo, welches McCloud so hervorragend umsetzte, machten die SUPERMAN ADVENTURES zu einer der unterhaltsamsten Comicreihen der 90er.

      Die Zeichnungen von Rick Burchett, der bereits an den BATMAN ADVENTURES gearbeitet hatte und später auch z.B. an den DETECTIVE COMICS mitwirken sollte, konnte diesem Unterhaltungsfaktor mit seinem wunderbar simplen Stil mehr als gerecht werden. Lediglich die Livewire-Geschichte, welche von Gastzeichner Bret Blevins illustriert wurde, kann optisch nicht mit dem Rest des Bandes mithalten.

      Also, wer die SUPERMAN TAS mochte, wird diesen Band lieben. 8/10
      Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
      Stalter: "Nope, it's all bad."

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      • #4
        Toller Thread. Gerade im Comicbereich weiß man nie ob sich eine Geschichte wirklich lohnt. Alles ist toll, hipp, modern und super. Aber ich hab schon oft einige wirkliche Gurken gelesen.

        Neulich wollte ich mir "Superman - Die Rückkehr" 1+2/Superman for tommorrow holen. Aber irgendwie war ich mir nicht sicher ob die Geschichte gut ist. Vielleicht hat sie ja jemand zu Hause und kann mir berichten. Danke.
        "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
        Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

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        • #5
          Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
          Neulich wollte ich mir "Superman - Die Rückkehr" 1+2/Superman for tommorrow holen. Aber irgendwie war ich mir nicht sicher ob die Geschichte gut ist. Vielleicht hat sie ja jemand zu Hause und kann mir berichten. Danke.
          Eine ausführliche Rezension spare ich mir für den Augenblick, vielleicht reiche ich sie irgendwann nach. In aller Kürze: Die Geschichte hat zwar durchaus ihre Originaliät und überaus gute Momente, die Erzählstruktur von Brian Azzarello ist aber relativ wirr. Ähnlich wie bei seinem "Lex Luthor: Man of Steel" geht zwar ein Reiz beim Lesen aus, am Ende fragt man sich allerdings doch, worum es denn jetzt genau ging.
          Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
          Stalter: "Nope, it's all bad."

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          • #6
            The Man Of Steel
            Story & Zeichnungen: John Byrne
            Tusche: Dick Giordano
            Erstveröffentlichung in den USA als 6-teilige Miniserie in 1986.
            Deutsche Erstveröffentlichung als "Der neue Superman Handbuch" bei Ehapa in 1987, Neuauflage mit neuer Übersetzung in Heftform in "Action Comics" #2-4 bei Panini in 2001.

            Nur Minuten vor der Vernichtung Kryptons und der sterilen Zivilastion der Kryptonier durch den "Grünen Tod" schickt der Wissenschaftler Jor-El und seine widerwillig zustimmende Frau Lara die Geburtsmatrix ihres Sohnes zur Erde.

            Jahre später gewinnt der Teenager Clark Kent quasi im Alleingang jedes Spiel des Smallville High Football-Teams. Sehr zum Missfallen seines Vaters Jonathan, denn die anderen Spieler fühlen sich deutlich verärgert über den Star. Nach einem weiteren Sieg nimmt Jonathan seinen Sohn beiseite und erzählt ihm, wie Clark einst als Neugeborenes von den Kents in einem Raumschiff gefunden wurde, wie es einen monatelangen Sturm gab, nach dem die Kents Clark als ihren eigenen Sohn präsentierten, und wie sich nach und nach seine Superkräfte manifestierten. Und er spricht mit ihm über die Verantwortung, welche diese Kräfte mit sich bringen. Clark darf seine Kräfte nicht dazu verwenden, anderen die Show zu stehlen. Stattdessen muss er sie für das Gute einsetzen.
            Nach dieser Nacht zieht Clark aus Smallville hinaus in die Welt. Mehrere Jahre bleibt er unentdeckt, vollbringt seine Heldentaten im Geheimen.

            Bis eines Tages eine Raumfähre, welche in Metropolis landen soll, mit einem Zivilflugzeug zusammenprallt. Clark sieht keine Chance, das Shuttle mit der Reporterin Lois Lane an Bord heimlich zu retten, er muss es so tun, dass alle ihn sehen.

            Nach diesem Ereignis kehrt er nach Smallville zurück und kreiert mithilfe seiner Eltern die Superman-Identität. Lois Lane ist sofort hinter ihm her und täuscht sogar einen Unfall vor, um an ein Interview mit Superman zu kommen. Doch als Lois die Story einreichen will, muss sie feststellen, dass ihr jemand zuvor gekommen ist: Clark Kent. Etwas, was Lois ihrem neuen Kollegen nicht so einfach verzeihen kann (oder will).

            Und nachdem Superman Bekanntschaft mit dem mysteriösen Batman gemacht hat, lernt er bei einer Party auch den inoffiziellen Herrscher über Metropolis kennen: Lex Luthor. Als Superman es ablehnt, sich von Luthor kaufen zu lassen, schwört der milliardenschwere Industrielle dem neuen "mächtigsten Mann in Metropolis" Rache.

            Kurz nach der CRISIS OF INFINITE EARTHS sollte John Byrne den Mann aus Stahl modernisieren. Dies gelang ihm sehr gut, auch wenn sein steriles und kaltherziges Krypton in seinem Untergang irgendwie nicht so richtig zu bedauern ist.

            Clark Kent ist nun der eigentliche Charakter, und deutlich weniger zurückhaltend und passiv wie früher. Dies dürfte durch die Darstellung von George Reeves in der Serie ADVENTURES OF SUPERMAN kommen, welche Byrne als Kind gesehen hatte.

            Man mag nicht unbedingt mit allem einverstanden sein, was Byrne änderte, und interessanterweise ist die beste Änderung (die von Lex Luthor) gar nicht auf seinen Mist gewachsen, sondern auf den von Marv Wolfman, doch die Comics machen sehr viel Spaß.

            Dabei erzählt Byrne in dieser Miniserie, welche hier in einem Sammelband zusammengefasst ist, keine einheitliche Geschichte, sondern ist in verschiedene Episoden unterteilt. Bei manchen Ereignissen, wie etwa der Batman-Episode, fragt man sich als Leser, warum das nun eigentlich in diese Origin-Miniserie reingehörte, aber dem Lesespaß tut das eigentlich keinen Abbruch.

            Was Byrne an erzählerischem Talent fehlen mag (und das ist weniger, als es hier vielleicht klingt) macht er mit seinen grandiosen Zeichnungen, die einen modernen Pathos ausstrahlen, mehr als wett.

            Damals stand übrigens bereits fest, dass Byrne neben der MOS-Miniserie auch zwei der monatlichen Superman-Serien übernehmen würde. Daher hat der Autor einige Wendungen eingebaut, die erst in den monatlichen Reihen zum Tragen kamen. Dies war sicherlich mit ein Grund dafür, dass DC nach einem Reprint dieses Sammelbands vor ein paar Jahren weitere Sammelbände mit den Monatsserien, die direkt an die Miniserie anschlossen, veröffentlichte.

            Ein besonderer Leckerbissen sind die zwei Vorwörter. Im ersten philosophiert Sciencefiction-Legende Ray Bradbury über die anhaltende Bedeutung von Superman, im zweiten berichtet John Byrne darüber, wie er Superman kennengelernt hat. 8,5/10
            Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
            Stalter: "Nope, it's all bad."

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            • #7
              Superman - The Man of Steel, Vol. 2
              Autoren: John Byrne, Marv Wolfman
              Zeichner: John Byner, Jerry Ordway
              Tusche: Terry Austin, Dick Giordano, Mike Machlan & Jerry Ordway
              Erschienen in Heftform in "Superman" Vol. 2 #1-3, "Adventures of Superman" #424-426 und "Action Comics" #584-586 in 1986/87.
              Teilweise auf deutsch erschienen in "Der neue Superman" Nr.1/1987 bei Ehapa.

              Superman trifft erstmals auf Metallo und macht somit erstmals Bekanntschaft mit Kryptonit.

              Später scheint der Mann von Morgen in Metropolis Amok zu laufen, was die Teen Titans auf den Plan ruft.

              Während Superman sich mit Terroristen aus Qurac sowie dem vom Schicksal gebeutelten Genie Emil Hamilton herumärgert, sucht Lex Luthor nach einer Verbindung zwischen Superman und Clark Kent, wofür er Lana Lang entführen lässt.

              Außerdem muss Superman mit dem Phantom Stranger gegen Geister mit Rachedurst kämpfen und wird schließlich von Darkseid nach Apokolips entführt, wo er sein Gedächtnis verliert und zum Held einer Rebellion wird.

              In diesem Band sind jeweils die ersten drei Ausgaben von SUPERMAN, ACTION COMICS und ADVENTURES OF SUPERMAN gesammelt, welche nach Byrnes MoS-Miniserie angesiedelt sind.

              Die Ausgaben aus SUPERMAN und ACTION wurden beide von John Byrne geschrieben und gezeichnet, was er auf demselben hohen Niveau tut, das er bei MoS an den Tag gelegt hatte. Allerdings steht er nicht mehr unter dem Druck, dass jede Ausgabe einen wichtigen Augenblick in Supermans Leben darstellen muss, und so kommen die Geschichten doch etwas leichtfüßiger daher.

              Die ACTION COMICS war damals übrigens eine Team-up-Reihe, was durchaus einen großen Reiz hat, schließlich trifft Superman hier "erstmals" auf die anderen Helden des DCU.

              Die ADVENTURES-Ausgaben wurden von Altmeister Marv Wolfman geschrieben und von Jerry Ordway gezeichnet. Wolfman legt sein Augenmerk dabei auf nachdenklichere Geschichten, die einen für Superman-Verhältnisse fast grimmigen Realismus zeigen. Dazu passen die ruhigeren und detaillierten Zeichnungen von Ordway hervorragend.

              Das letzte Drittel des Bandes erzählt von Supermans Zeit auf Apokolips. Sie waren damals Teil des LEGENDS-Crossover, lesen sich aber dennoch relativ gut und in sich abgeschlossen, ohne dass man auch LEGENDS gelesen haben müsste. 8/10
              Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
              Stalter: "Nope, it's all bad."

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              • #8
                Superman - The Man of Steel, Vol. 3
                Autoren: John Byrne, Marve Wolfman
                Zeichner: John Byrne, Jerry Ordway
                Tusche: Dick Giordano, Karl Kesel, Jerry Ordway
                Erschienen in Heftform in "Superman", Vol. 2 #4-6, "Adventures of Superman" #427-429 und "Action Comics" #587-589.
                Teilweise auf deutsch erschienen in "Der neue Superman" 2/1987 bei Ehapa.

                In diesem Band bekommt es Superman mit dem amoklaufenden Waffenfetischist Bloodsport, einem Geheimbund von bösen Mutanten, einer Mumie und deren altertümlichen Herren sowie dem Diktator von Qurac zu tun. Außerdem trifft er diesmal auf weitere Helden wie den Dämon Etrigan, Hawkman und Hawkwoman sowie einigen Mitgliedern des Green Lantern Corps.

                Schon auf der zweiten Comicseite wird eines schlagartig klar: Dieser Comic entstand im sogenannten Dark Age of Comics. Während Jimmy Olsen und Lucy Lane, die gerade in einem Restaurant sind, sich noch rechtzeitig in Deckung bringen können, werden mehrere andere Menschen brutal niedergeschossen, darunter ein kleines Mädchen und ein Spenden sammelnder Priester, dahingemetzelt vom wahnsinnigen Bloodsport. So etwas war vorher in einem Superhelden-Comicheft nicht denkbar, schon gar nicht in einem Abenteuer von Superman.
                Es muss natürlich jeder Fan für sich entscheiden, ob ein dermaßen gewalttätiger Charakter wie Bloodsport in die Welt von Superman hinein passt. Ich selbst gehe an diese spezielle Geschichte auch immer nur mit einem gemischten Gefühl heran.

                Relativ düster geht es auch weiter, denn die nächsten zwei Geschichten von Marv Wolfman erzählen von Supermans Einsatz in Qurac und die Suche nach dem entführten Sohn Perry Whites.
                In ersterer Geschichte kann man in einer Traumsequenz Superman gegen ein offensichtlich Godzilla nachempfundenes Monster kämpfen sehen (wobei Zeichner Jerry Ordway sich wohl weniger am Film-Godzilla als mehr an Marvels Comicversion orientiert hat), in zweiterer treffen wir erstmals auf Supermans späteren größten Fan Bibbo.

                Danach wird es glücklicherweise wieder fantastischer, als Superman durch die Zeit reist und mit Etrigan gegen dessen Erzfeindin Morgan La Fey antreten muss.

                Das Abenteuer mit der Mumie beginnt recht ungewöhnlich, nämlich träumt Superman von seinem ersten Treffen mit Wonder Woman, wo sie sich beinahe küssen. Ansonsten ist die Geschichte relativ normal, wenn man davon absieht, dass Superman/Clark Kent hier die ganze Zeit mit einem Stoppelbart rumläuft, weil er keine Zeit hatte, sich zu rasieren. Wie bitte?! Der Typ ist schneller als eine Pistolenkugel, hat aber keine Zeit, sich zu rasieren? Naja, Schwamm drüber.

                Nach dem Kampf gegen die Mumie und ihre geisterhaften Herren mischt sich Superman in die Familienangelegenheiten von Clarks Kollegin Cat Grant ein, die offensichtlich mehr von dem sanften Reporter will. Dass die Einmischung Supermans in Privatangelegenheiten nicht gut geht, kann man sich vorstellen.

                In den letzten beiden Abenteuern geht es in den Weltraum, wo Superman erst mit den Hawkleuten eine außerirdische Invasion verhindern muss und gleich darauf mit einigen Mitgliedern des GL Corps eine alte Unachtsamkeit beseitigen darf.

                Qualitativ ist der Band auf demselben hohen Niveau wie die Vorgänger, allerdings wirkt er deutlich düsterer. Neben der Bloodsport-Geschichte liegt dies vor allem an den Adventures-Comics von Wolfman und Ordway. Letzterer durfte diesmal das Vorwort schreiben, in welchem er über seine persönliche Beziehung zu Superman und seine Arbeit an der Figur erzählt. 8/10


                .
                EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                Kai "the spy" schrieb nach 1 Minute und 3 Sekunden:

                Superman - The Man of Steel, Vol. 3
                Autoren: John Byrne, Marve Wolfman
                Zeichner: John Byrne, Jerry Ordway
                Tusche: Dick Giordano, Karl Kesel, Jerry Ordway
                Erschienen in Heftform in "Superman", Vol. 2 #4-6, "Adventures of Superman" #427-429 und "Action Comics" #587-589.
                Teilweise auf deutsch erschienen in "Der neue Superman" 2/1987 bei Ehapa.

                In diesem Band bekommt es Superman mit dem amoklaufenden Waffenfetischist Bloodsport, einem Geheimbund von bösen Mutanten, einer Mumie und deren altertümlichen Herren sowie dem Diktator von Qurac zu tun. Außerdem trifft er diesmal auf weitere Helden wie den Dämon Etrigan, Hawkman und Hawkwoman sowie einigen Mitgliedern des Green Lantern Corps.

                Schon auf der zweiten Comicseite wird eines schlagartig klar: Dieser Comic entstand im sogenannten Dark Age of Comics. Während Jimmy Olsen und Lucy Lane, die gerade in einem Restaurant sind, sich noch rechtzeitig in Deckung bringen können, werden mehrere andere Menschen brutal niedergeschossen, darunter ein kleines Mädchen und ein Spenden sammelnder Priester, dahingemetzelt vom wahnsinnigen Bloodsport. So etwas war vorher in einem Superhelden-Comicheft nicht denkbar, schon gar nicht in einem Abenteuer von Superman.
                Es muss natürlich jeder Fan für sich entscheiden, ob ein dermaßen gewalttätiger Charakter wie Bloodsport in die Welt von Superman hinein passt. Ich selbst gehe an diese spezielle Geschichte auch immer nur mit einem gemischten Gefühl heran.

                Relativ düster geht es auch weiter, denn die nächsten zwei Geschichten von Marv Wolfman erzählen von Supermans Einsatz in Qurac und die Suche nach dem entführten Sohn Perry Whites.
                In ersterer Geschichte kann man in einer Traumsequenz Superman gegen ein offensichtlich Godzilla nachempfundenes Monster kämpfen sehen (wobei Zeichner Jerry Ordway sich wohl weniger am Film-Godzilla als mehr an Marvels Comicversion orientiert hat), in zweiterer treffen wir erstmals auf Supermans späteren größten Fan Bibbo.

                Danach wird es glücklicherweise wieder fantastischer, als Superman durch die Zeit reist und mit Etrigan gegen dessen Erzfeindin Morgan La Fey antreten muss.

                Das Abenteuer mit der Mumie beginnt recht ungewöhnlich, nämlich träumt Superman von seinem ersten Treffen mit Wonder Woman, wo sie sich beinahe küssen. Ansonsten ist die Geschichte relativ normal, wenn man davon absieht, dass Superman/Clark Kent hier die ganze Zeit mit einem Stoppelbart rumläuft, weil er keine Zeit hatte, sich zu rasieren. Wie bitte?! Der Typ ist schneller als eine Pistolenkugel, hat aber keine Zeit, sich zu rasieren? Naja, Schwamm drüber.

                Nach dem Kampf gegen die Mumie und ihre geisterhaften Herren mischt sich Superman in die Familienangelegenheiten von Clarks Kollegin Cat Grant ein, die offensichtlich mehr von dem sanften Reporter will. Dass die Einmischung Supermans in Privatangelegenheiten nicht gut geht, kann man sich vorstellen.

                In den letzten beiden Abenteuern geht es in den Weltraum, wo Superman erst mit den Hawkleuten eine außerirdische Invasion verhindern muss und gleich darauf mit einigen Mitgliedern des GL Corps eine alte Unachtsamkeit beseitigen darf.

                Qualitativ ist der Band auf demselben hohen Niveau wie die Vorgänger, allerdings wirkt er deutlich düsterer. Neben der Bloodsport-Geschichte liegt dies vor allem an den Adventures-Comics von Wolfman und Ordway. Letzterer durfte diesmal das Vorwort schreiben, in welchem er über seine persönliche Beziehung zu Superman und seine Arbeit an der Figur erzählt. 8/10
                Zuletzt geändert von Kai "the spy"; 17.11.2009, 15:02. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
                Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
                Stalter: "Nope, it's all bad."

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                • #9
                  Superman - The Man of Steel, Vol. 4
                  Autoren: John Byrne, Marv Wolfman, Paul Levitz
                  Zeichner: John Byrne, Jerry Ordway, Greg LaRocque, Erik Larsen
                  Tusche: Terry Austin, Dick Giordano, Karl Kesel, Mike DeCarlo, India Inc., John Byrne & Keith Williams
                  Erstmals erschienen in "Superman", Vol.2 #7-8, "Adventures of Superman" #430-431, "Action Comics" #590-591 und "Legion of Super-Heroes", Vol.3 #37-38 in 1987. Deutsche Veröffentlichung unsicher, evtl. in Ehapa "Der neue Superman".

                  Superman bekommt es diesmal mit der wütenden Rampage, dem Schurkenteam Fearsome Five, dem wetterkontrollierenden Dr. Stratos, den Metal Men und Chemo, sowie mit Superboy und der Legion of Superheroes zu tun.

                  Dieser Band enthält nicht nur Ausgaben der Superman-Reihen, sondern auch zwei Ausgaben von LEGION OF SUPERHEROES. Um dafür Platz zu machen wurden von den drei Superman-Titeln jeweils nur zwei Ausgaben abgedruckt.

                  Da die Story um Superboy 50% des Bandes ausmachen, wirkt dieser nun etwas mehr wie aus einem Guss. Jedenfalls erzählerisch, zeichnerisch ist da durch LoSH-Zeichner Greg LaRocque und ADVENTURES-Gastzeichner Erik Larsen doch etwas mehr Abwechslung drin.

                  Interessant ist der Vergleich zwischen LaRocque und Byrne. In den LoSH-Stories wirkt Superboy schon relativ erwachsen, in den Byrne-Geschichten dann doch deutlich jünger. Das dürfte daran liegen, dass LaRocque Superboy und Superman nicht zusammen zeichnen musste. Byrne wollte wahrscheinlich vermeiden, dass man die beiden miteinander verwechselt.

                  Eine andere Gelegenheit, die beiden Zeichner zu vergleichen ergibt sich durch einen Flashback, in welchem Byrne die Geschichte der Legion noch einmal Revue passieren lässt. Unter anderem kopiert er dabei Szenen aus der ersten LoSH-Story und schließlich noch einige Szenen, darunter zwei fast identische Seiten, aus der LaRocque-Geschichte. Es ist schon irgendwie faszinierend, dieselben Motive aus denselben Perspektiven im selben Seitenaufbau, nur mit verschiedenen Zeichenstilen zu sehen.

                  Inhaltlich war diese Superboy-Story nötig, denn während Byrnes neuer offizieller Superman nie Superboy war, trat dieser immer noch regelmäßig bei der Legion auf. Deshalb kreierten Byrne und Levitz diese Geschichte um ein von einem Legion-Schurken kreiertes Parallel-Universum.
                  Das Ergebnis ist sehr unterhaltsam und eine gelungene Lösung für das Superboy-Problem.

                  Zeichnerisch enttäuschend ist die letzte Geschichte im Band, für die SAVAGE DRAGON-Erfinder Erik Larsen die Feder schwang. Möglicherweise lag es an Larsens mangelnder Erfahrung, möglicherweise an der furchtbaren Tusche des gesichtslosen India Inc., aber die Zeichnungen wirken klobig, unproportional oder gar richtiggehend hässlich.
                  Naja, Larsen sollte sich später noch deutlich verbessern, und India Inc. ist meines Wissens in der Versenkung verschwunden. 8,5/10
                  Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
                  Stalter: "Nope, it's all bad."

                  Kommentar


                  • #10
                    Superman - The Man of Steel, Vol. 5
                    Autoren: John Byrne, Marv Wolfman
                    Zeichner: John Byrne, Jerry Ordway
                    Tusche: John Byrne & Keith Williams, Karl Kesel, P. Craig Russel, Bob Smith, Jose F. Marzan, John Beatty
                    Erstmals in den USA in Heftform erschienen in 1987 in "Superman" Vol. 2, #9-11, "Adventures of Superman" #432-435 und "Action Comics" #592-593. Die beiden "Action"-Geschichten (Superman/Big Barda) sind 1990 auf deutsch in "Superman Album" Nr. 7 bei Hethke erschienen.

                    Der Joker besucht Metropolis und sorgt für einigen Ärger.

                    Desweiteren nimmt ein ehemaliger Handlanger Darkseids Superman und Big Barda unter Kontrolle. Sein Plan: Eine Armee aufstellen, die mit Geld finanziert wird, welches durch einen Superman/Big Barda-Porno reinkommt (kein Scherz!). Da kann Bardas Göttergatte Mr. Miracle natürlich nicht tatenlos zusehen.

                    Auch zu schaffen machen Superman ein von Lex Luthor angestifteter Bandenkrieg, in den Perry Whites Sohn Jerry verwickelt wird.

                    Außerdem lernt der Mann aus Stahl Mr. Mxyzptlk kennen und ein anderes Mal geraten Supermans Kräfte außer Kontrolle (wobei sich John Byrne besonders mit dem Röntgenblick einen Spaß erlaubt hat).

                    Schlussendlich trifft Superman erneut (und zum letzten Mal?) auf die Mutanten des Circle.

                    Das Gleichgewicht drei Serien mit jeweils drei Ausgaben in einem Band ist dahin. Hier bekommen wir eine ADVENTURES-Geschichte mehr und dafür eine ACTION-Geschichte weniger. Macht nix.
                    Eigenartiger erscheint mir, dass die Joker-Story anscheinend nur 17 Seiten lang ist (und nicht die gewöhnlichen 22 Seiten).

                    Richtig merkwürdig mutet der Plot um den Superheldenporno an. Das ist so was von trashig, das ging nur in den 80ern.

                    Wolfman konzentriert sich in seinen Geschichten hauptsächlich auf den Bandenkrieg und führt mit Ordway den "neuen" Charakter des Gangbuster ein.

                    Insgesamt ist das Niveau ebenso wie in den vorigen Bänden, wobei es je nachdem, ob man Byrne oder Wolfman/Ordway bevorzugt, variiert.

                    Das Vorwort stammt diesmal von Mike Carlin, der mit der Byrne-Ära zu den Superman-Titeln gestoßen ist, ihnen aber deutlich länger treu blieb als Byrne. An sich zwar ganz interessant, wenn man aber schon einige Vorworte in diesem Stil gelesen hat, scheint sich natürlich so manches zu wiederholen.

                    Erneut ein Spitzenband, nur zu empfehlen. 8/10
                    Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
                    Stalter: "Nope, it's all bad."

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                    • #11
                      Millennium Edition: Superman, Vol. 1 #1
                      Autor: Jerry Siegel
                      Zeichner: Joe Shuster
                      Erstmals erschienen in den USA bei Detective Comics, Inc. (das spätere DC Comics) in 1939. Deutsche Veröffentlichung u.a. in DC Archiv Edition Bd. 5 "Superman, Bd. 1" bei Dino in 1999.

                      Die erste Ausgabe von Supermans eigenem Comicheft beinhaltet die Episoden aus den ersten vier Action Comics-Heften, wobei die Episode aus Action #1 um eine längere Origin und Einführung verlängert wurde.

                      Die ersten zwei Episoden in diesem Heft sind ein Zweiteiler, wobei hier eigentlich mehrere Abenteuer erzählt werden.

                      In der ersten Episode wird Supermans Herkunftsgeschichte erzählt, wir erfahren, wie Clark Kent Reporter beim Daily Star wurde und bezeugen, wie Superman eine Unschuldige vor dem elektrischen Stuhl rettet, wie Lois Lane bei ihrem ersten Date mit Clark Kent zutiefst von dessen (gespielter) Feigheit einem Rüpel gegenüber enttäuscht ist und kurz darauf zum ersten Male von Superman vor genau diesem Rüpel (und dessen Freunden) gerettet wird. Wir erleben, wie Superman nach Washington reist und dort einen korrupten Politiker und einen Waffenlobbyisten antrifft.

                      In der zweiten Episode erfahren wir, wie Superman über den Lobbyisten auf den Waffenhersteller aufmerksam wird. Superman zwingt diesen, in ein lateinamerikanisches Kriegsgebiet zu reisen. Clark Kent und Lois Lane reisen ebenfalls als Reporter in die Gegend, und Superman sorgt dafür, dass der Waffenhersteller sich als Soldat bei einer der beiden verfeindeten Armeen meldet. Die Kriegserlebnisse erschrecken den Mann derart, dass er schwört, von Waffen in Zukunft die Finger zu lassen, woraufhin Superman ihn denn auch laufen lässt.
                      Und nachdem Superman die der Spionage verdächtigten Lois Lane noch schnell vor einem Exekutionskommando gerettet hat, schnappt sich der Mann aus Stahl die beiden Führer der verfeindeten Armeen, um sie an einen Tisch zu zwingen und den Krieg zu beenden.

                      In der dritten Episode rettet Superman einen verschütteten Minenarbeiter. So erfährt er von den gravierenden Sicherheitsmängeln in der Mine und erteilt dem uneinsichtigen Minenbesitzer eine Lektion.

                      In der vierten Episode nimmt Superman die Identität eines College-Studenten an, um einem zur Unfairness neigenden Football-Coach das Handwerk zu legen.

                      Der Comic sollte von jedem Fan eigentlich wenigstens einmal gelesen werden, egal in welcher Form.

                      Die erste Episode wirkt noch etwas überfrachtet, was daran liegt, dass Siegel & Shuster Superman erst als Zeitungsstrip verkaufen wollten und die bereits gezeichneten Abenteuer auf die Schnelle auf Comicheftformat umarbeiten mussten.

                      Aus heutiger Sicht wirken Erzähl- und Zeichenstil noch relativ naiv, allerdings mussten die beiden Erzähler hier freilich noch mit viel weniger Platz und unter höherem Zeitdruck arbeiten (immerhin kreierten sie neben Superman noch einige andere Reihen, u.a. die Detektivserie SLAM BRADLEY für Detective Comics).
                      Superman verhielt sich hier für den heutigen Leser auch noch irgendwie ungewohnt, so nutzte er fragliche Methoden (Einschüchterung, Freiheitsberaubung, etc.), auf der anderen Seite kämpft er für klar linkspolitische Themen.

                      Seine erste Heldentat bewahrt eine Unschuldige vor dem elektrischen Stuhl (wo man durchaus Kritik an der Todesstrafe erkennen kann), und später legt er sich mit korrupten Politikern und Lobbyisten an, er beendet einen Krieg, der nur dazu da war, die Gewinne der Waffenhersteller zu erhöhen. Er setzt sich für unterbezahlte und bewusst Sicherheitsrisiken ausgesetzten Arbeiter ein und zeigt Vertretern der oberen Gesellschaftsschicht die Lasten und Leiden der von ihnen ausgebeuteten Angestellten.

                      Man könnte fast glauben, Superman wäre von Michael Moore persönlich geschrieben worden. Tatsächlich ist festzustellen, dass Superman am Ende der Wirtschaftskrise das Licht der Zeitungsstände erblickte, als Franklin Roosevelt mit den wohl größten sozialdemokratischen Reformen des letzten Jahrhunderts, dem sogenannten New Deal, die Rechte der Arbeiter stärkte, Spitzensteuer- und Erbschaftssteuersatz in ungekannte Höhen führte und es so etwas wie eine sogenannte Politische Mitte noch gar nicht gab.

                      Superman war das Produkt der Fantasie zweier in ärmlichen Verhältnissen lebenden Teenager, die ihrer politischen Wut ein fiktives Ventil gaben. Es erscheint nicht verwunderlich, dass in einem solchen politischen Klima eine Figur wie Superman, der mit harten Methoden den Feinden der Arbeiterklasse das Leben schwer machte, eine solche Popularität erreichte.

                      Und in diesen Zeiten der neuen Wirtschaftskrise, in denen die "kleinen Leute" erneut ausgebeutet fühlen müssen, in denen in den USA ein neuer Präsident auftritt, der sich Franklin Roosevelt zum Vorbild genommen hat, da wünscht man sich zumindest in bisschen von dieser Verarbeitung politischer Themen in den Superman-Comics zurück.
                      Ohne Frage, ein absolutes Meisterwerk. 10/10
                      Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
                      Stalter: "Nope, it's all bad."

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                      • #12
                        Lex Luthor: Man of Steel #1-5 (von 5)
                        Autor: Brian Azzarello
                        Zeichnungen: Lee Bermejo
                        Kolorist: Dave Stewart
                        Erstmals erschienen in den USA bei DC Comics von März bis September 2005. Deutsche Erstveröffentlichung bei Panini als Sammelband "100% DC, Bd. 1: Superman/Lex Luthor: Der Mann aus Stahl" im Oktober 2005.

                        Lex Luthor ist der einzige Mensch der klar sieht: Superman ist ein Alien, eine Bedrohung, die sich herausnimmt, über den Menschen zu urteilen. Und Lex Luthor ist der einzige Mensch der sich geschworen hat, Superman mit allen Mitteln aufzuhalten.

                        Für seinen neuesten Plan braucht er Forschungsergebnisse von Wayne Enterprises. Bei einem gemeinsamen Essen macht Lex Bruce Wayne klar, wie gefährlich Superman werden könnte, wenn er es wollte. Anfangs ist Bruce nicht sonderlich angetan von der Idee, doch nach einer Konfrontation zwischen Batman und Superman sagt Wayne schließlich doch zu.

                        Nun kann Lex sein Werk beginnen: Die Erschaffung seiner eigenen Superheldin. Hope. Lex lernt gar, die künstliche Frau zu lieben, doch weiß er auch, dass er sie opfern muss, um seinen Plan zu verwirklichen.

                        Etwa zeitgleich mit Brian Azzarellos Run bei "Superman" mit Jim Lee wurde diese fünf-teilige Miniserie veröffentlicht. Hierin erzählt der Autor, der ansonsten für düstere Noir-Comics bekannt ist, weniger eine Geschichte als eine Charakterstudie. Die Biografie von Lex Luthor interessiert ihn dabei weniger, sondern lediglich, wie er die Welt sieht, wie er sich selbst sieht und wie er Superman sieht.

                        In dieser Hinsicht ist der Comic ein echtes Meisterwerk. Azzarellos Luthor ist vielschichtig, widersprüchlich und aus der eigenen Sicht ein realistischer Heroe, ein Idealist mit Opferbereitschaft. Ein Extremist, der die Welt von seiner Sichtweise überzeugen will, und sei es mit trügerischen Mitteln.

                        Diese Darstellung wird durch Lee Bermejos großartige Bilder unterstützt. Die realistisch/düsteren Zeichnungen zeigen einen bedrohlichen Superman, der seinen Hitzeblick häufig einsetzt und auch ansonsten rot leuchtende Augen hat. Dabei kommt auch die in sehr dunklen Farben gehaltene Farbgebung von Dave Stewart der Atmosphäre zu Gute.

                        Die Bedrohung durch Superman wird dabei auch vor allem durch eine bestimmte Szene unterstützt: Der Kampf mit Batman. Der Leser erfährt nicht, warum Superman Batman angreift (nur das Kryptonit, das Batman bei sich hat gibt einen gewissen Aufschluss), und der Angriff ist an sich bereits völlig unbarmherzig. Batman hat gegen den übermächtigen Superman keine Chance, selbst das Kryptonit hilft ihm nicht großartig.
                        Der erfahrene Fan weiß natürlich, dass es in der Vergangenheit schon zu ein paar Kämpfen zwischen Superman und Batman gekommen ist, meist, wenn Superman von irgendeiner fremden Macht kontrolliert wurde. Doch da Superman und Batman in diesem Comic nur Nebenrollen spielen wird der Leser über die Hintergründe des Kampfes im Unklaren gelassen und so ergibt sich für den Leser eine gute Ahnung dessen, was Superman auch gegen die Menschen tun könnte.

                        Ein sehr guter Comic für erwachsene Leser, die gerne neue Sichtweisen auf altbekannte Charaktere sehen. Wer aber mehr wert auf Geschichte als auf Charakterzeichnung hat, dürfte von diesem Comic enttäuscht werden. 9/10
                        Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
                        Stalter: "Nope, it's all bad."

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                        • #13
                          DC Premium, Bd. 6: Superman - Der letzte Sohn der Erde
                          Autor: Steve Gerber
                          Zeichner: Doug Wheatley
                          Kolorist: Chris Chuckry
                          Übersetzung: Christian Heiss
                          Deutsche Ausgabe erschienen bei Panini im Mai 2001. US-Ausgabe unter dem Titel "Last Son of Earth" bei DC Comics in 2000.
                          Comic-Guide-Eintrag

                          Metropolis, 1968: Kaum hat Martha Kent von ihrem Arzt die Bestätigung, dass sie schwanger ist, erfährt sie von ihrem Ehemann, dem angesehenen Wissenschaftler Prof. Jonathan Kent, dass ein gewaltiger Asteroid auf die Erde zurast und alles Leben auszulöschen droht. Allerdings findet er bei den Mächtigen kein Gehör, man ist zu sehr mit dem Kalten Krieg beschäftigt, als sich zur Abwendung des Weltuntergangs zusammenzuraufen. Doch zumindest eine Sache will Jonathan Kent tun: Er verkauft all seinen Besitz, um eine Rakete zu bauen. Darin, so sein Plan, sollen seine Frau und das Kind der Katastrophe entkommen. Natürlich lehnt Martha Kent es ab, ihren Mann mit dem sicheren Tod vor Augen zurückzulassen, und so schicken sie den neugeborenen Clark Kent allein mit der Rakete ins All. Kurz nachdem der Asteroid auf der Erde aufprallt, gerät die Rakete in eine Art Wurmloch und taucht weit entfernt wieder auf.

                          Auf Krypton beobachtet der junge Wissenschaftler Jor-El, wie etwas Fremdartiges vom Himmel fällt. Gemeinsam mit der widerwilligen Bibliothekarin Lara und seinem Roboter Kelex macht er sich auf zum Einschlagsort. Dort, inmitten der Überreste einer primitiven Rakete, finden sie ein lebendiges Neugeborenes, welches zwar wie ein Kryptonier aussieht, aber wegen seiner Schwäche innerhalb des Schwerkraftsradius von Krypton eindeutig als außerkryptonisches Wesen identifiziert werden kann.
                          Den Protest von Lara ignorierend nimmt Jor-El das Baby mit und steckt es in ein Antigrav-Feld, um dem Kleinen das Leben zu retten. Über die folgenden Monate hinweg, in welchen Lara Jor-El als Partnerin für ein gemeinsames Kind zugewiesen wird, sie sich in den kleinen Außerweltlichen vernarrt und Jor-El dem Ältestenrat die Existenz ebendiesem offenbart. Jor-El bekommt die Genehmigung des Rates, den Kleinen gemeinsam mit Lara aufzuziehen, und so ernennt Jor-El ihn zum 23. Erben des Hauses El, Kal-El.

                          Als Kal-El älter wird und schließlich das Schutzfeld verlassen darf, macht er sich mit einem Exoskelett und seinem eigenen Roboter Krypto auf, mehr über die längst vergessene Vergangenheit Kryptons herauszufinden, was von seinem Vater nicht gerade gern gesehen wird. Dabei entdeckt er nicht nur, wie lebensfroh die kryptonische Kultur einst war, sondern er findet die sterblichen Überreste eines Außerkryptonischen, und einen grünen Ring und dazu passende Laterne. Durch diesen Fund wird Kal-El zu einer Green Lantern, der Kraftring erlaubt es ihm, Krypton vor dem Untergang zu bewahren und löst in ihm Erinnerungen an seinen wahren Heimatplaneten aus. Mithilfe der Wächter des Universums findet er seinen Heimatplaneten, und zu seiner Überraschung gibt es tatsächlich noch Überlebende.

                          Hm. Ich weiss nicht. Irgendwie hatte ich mehr erwartet. Das Grundkonzept für diese Elseworld-Story war ja vielversprechend genug: Was wäre, wenn Superman nicht als letzter Überlebender Kryptons auf der Erde gelandet wäre, sondern das Ganze andersrum gelaufen wäre? Interessante Idee! Leider wird sie nicht sonderlich gut ausgeführt. Krypton (welches hier auf der John Byrne-Version basiert) wird sehr blass und eher stiefmütterlich behandelt. Mit den Green Lanterns wird ein völlig anderes Konzept mit hinein gemixt und dann ebenfalls eher als Gimmick verwendet.

                          Der aufsehenerregendste Teil der Geschichte spielt auf der Erde, nachdem Kal-El zurückgekehrt ist. Hier erzählt Autor Steve Gerber eine postapokalyptische Geschichte um einen Konflikt zwischen der guten Daily Planet-Gruppe (zu der natürlich die bekannten Charaktere Perry White, Lois Lane, Jimmy Olsen und gar Martha Kent gehören) und den bösen Schergen von Lex Luthor (bei deren Darstellung die Nazi- und Hitler schon ziemlich aufdringlich sind). Trotz aller Schwächen wird hier die Geschichte tatsächlich spannend, denn wenn Kal-El seinen Kraftring verliert und lediglich dank seiner von Jor-El veränderten Körperkräfte gegen Lex Luthor und seine Soldaten vorgeht, fühlt man sich glatt an alte Siegel/Shuster-Zeiten erinnert.

                          Grafisch ist der Band jedoch große Klasse. Dies war einer der ersten Comics, bei denen auf Tusche verzichtet wurde und die Kolorierung direkt über die Bleistiftzeichnungen gelegt wurde. Dank Doug Wheatleys realistischen und detailierten Zeichnungen und Chris Chuckrys unaufdringlichen Farben gehört dieser Comic zu jenen, bei denen das Experiment funktionierte. Visuell stellt der Band eine Augenweide dar, welche so manche erzählerische Schwäche wett macht. 7/10
                          Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
                          Stalter: "Nope, it's all bad."

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                          • #14
                            Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                            Toller Thread. Gerade im Comicbereich weiß man nie ob sich eine Geschichte wirklich lohnt. Alles ist toll, hipp, modern und super. Aber ich hab schon oft einige wirkliche Gurken gelesen.

                            Neulich wollte ich mir "Superman - Die Rückkehr" 1+2/Superman for tommorrow holen. Aber irgendwie war ich mir nicht sicher ob die Geschichte gut ist. Vielleicht hat sie ja jemand zu Hause und kann mir berichten. Danke.
                            Also mir hat's gefallen, allerdings scheint es unter Fans recht umstritten zu sein. Die Erzählstruktur ist durchaus ungewöhnlich und der Stoff durchaus recht anspruchsvoll und es ist jetzt nicht unbedingt die typischste Superman - Geschichte. Andererseits mochte ich aber auch die Batman-Serie "Hush", die wohl bei einigen Fans auch nicht so gut ankam. Ich finde einfach, dass ein Comic, das von Jim Lee gezeichnet wurde niemals wirklich schlecht sein kann.

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                            • #15
                              Superman: Strength #1-3 (von 3)
                              Autor: Scott McCloud
                              Zeichner: Aluir Amancio
                              Tusche: Terry Austin
                              Kolorist: Patricia Mulvihill
                              Cover-Künstler: Alex Ross
                              Veröffentlicht vom US-Verlag DC Comics in 2005. Noch keine deutsche Veröffentlichung.

                              Der geniale Erfinder und Gangster Fido hat eine Gruppe von talentierten Gaunern um sich gescharrt. Nun studiert er seinen Gegner: Superman! Denn Fido weiß, sie werden ihn irgendwie mit ihm fertig werden müssen, um in Fidos ehemaligen Arbeitsplatz, die Labors von Lexcorp, einzudringen und eine Erfindung Fidos, welche sich Lex Luthor dank vertraglicher Trickserei unter den Nagel gerissen hat, zu stehlen.

                              Inzwischen haben Clark Kent und seine Ehefrau Lois Lane Clarks Vater Jonathan Kent zu Gast (Martha konnte nicht kommen, da ihr ein Bridge-Turnier dazwischen gekommen ist). Als Superman gebraucht wird muss Clark sich natürlich verabschieden. In der Zwischenzeit erzählt Jonathan Lois von Clarks erstem Erlebnis mit seinen Superkräften während einer Sonneneruption. Clark war damals erst zehn Jahre alt und rannte ohne nachzudenken von der Kent-Farm weg. Er landete in einer Großstadt, die ihm gänzlich unbekannt war und wurde Zeuge eines Bandenkriegs.

                              Während Jonathan Lois diese Geschichte erzählt, muss Superman erstmal die Ablenkungsmanöver von Fido beheben. Fido und seine Gang nutzen die Zeit in Luthors Labor und schaffen es, die Erfindung Fidos an sich zu reißen: Ein Paar Handschuhe, welches Portale zu jedem anderen Ort auf der Welt öffnen und wieder schließen kann. Mithilfe der Handschuhe fliehen sie, doch im letzten Moment taucht Superman auf und jagt ihnen nach. Das Portal schließt sich bereits wieder, als Superman es erreicht und es durchdringt ... fast. Auf einmal muss Superman feststellen, dass sein Kopf zwar im Versteck der Gauner ist, sein Körper ragt jedoch aus der anderen Seite des Portals in Luthors Labor. Und Fido gedenkt, mit diesem Umstand viel Spaß zu haben ...

                              Wer Scott McClouds Arbeit an den "Superman Adventures" kennt, der hat bereits eine Ahnung davon, Was für eine Art von Lesevergnügen ihn hier erwartet. Der Autor, der vor allem durch seine Sach-Comics "Comics richtig lesen" und "Comics neu erfinden" bekannt ist, schafft es erneut, eine Superman-Geschichte zu erzählen, die richtig großen Spaß macht.

                              Dabei ist "Superman: Strength" mehr als nur ein "Superman Adventures"-Heft in Überlänge. Das Konzept mit Fidos Handschuhen verwendet McCloud gekonnt und bringt immer wieder neue Ideen und Wendungen ein, die jedoch weder gezwungen noch weit her geholt wirken, sondern einfach konsequent. Und auch der Humor kommt gerade bei Fidos Bande nicht zu kurz.

                              Aber auch ernstere Themen findet man in diesem Comic. Der Subplot, in welchem Jonathan Kent in Rückblicken von Clarks Erlebnissen in der Großstadt erzählt, behandelt den Teufelskreis der Rache und bringt Clark und dem Leser die alte Weisheit "Was du nicht willst dass man dir tut, das füge keinem ander'n zu" in Erinnerung. Und das grundlegende Thema, welches sich in den Figuren Superman/Clark und Fido manifestiert, ist die Frage in wieweit man von seinen Eltern geprägt wird. Trotz dieser ernsten Themen kommt der Comic aber nie schwermütig, sondern stets mit gutem Lesefluss daher.

                              Zu McClouds leichtfüßigem Erzählstil (er war auch für die Seitenlayouts zuständig) passen die Zeichnungen von Aluir Amancio ausgesprochen gut. Der Stil scheint vor allem von den Meistern Jack Kirby und Bruce Timm beeinflusst zu sein und führt zu einer Lebendigkeit und Dynamik, die der Geschichte in hohem Maße zu Gute kommt.

                              Nicht leichtfüßig hingegen sind die sehr schönen Cover-Bilder von Alex Ross. Zwar habe ich eigentlich Probleme mit seiner Darstellung von Superman, aber für diese Gemälde hielt er sich erfreulicherweise zurück und hält sich sogar an inhaltliche Vorgaben.

                              Fazit: Ein spaßiges SF-Superhelden-Abenteuer alter Schule mit eingestreuten ernsten Untertönen und dynamischem Erzählstil. Kurzweilig, spannend, witzig, nachdenklich. Was will man eigentlich mehr? 9/10
                              Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
                              Stalter: "Nope, it's all bad."

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