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Der Mensch vom Mars von S. Lem (Erstlingswerk)

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  • Der Mensch vom Mars von S. Lem (Erstlingswerk)

    1946 veröffentlichte Stanislaw Lem seinen Debütroman "Der Mensch vom Mars" als Fortsetzungsgeschichte in einer Zeitung.

    Der Roman kommt etwas holprig daher und auch die Darstellung der Gewalt war hier ungewöhnlich heftig - für Lemsche Verhältnisse.

    Man findet in diesem Werk jedoch schon die Ideen, welche Lems spätere Werke prägen sollten:

    - Verständigung mit anderen Rassen kann vielleicht gar nicht erfolgen, da wir Menschen kaum eine Anhnung von dem haben, was wirklich FREMD ist ("Solaris"; "Fiasko")

    - Maschinen stellen eine Option der Weiterentwicklung dar ("Der Unbesiegbare"; diverse wiss. Veröffentlichungen)

    - Verschiedene Akademiker aus unterschiedlichen Wissensgebieten arbeiten zusammen (fast alle Werke)

    - Die Story endet abrupt, was später zu seinem Markenzeichen werden sollte (ebenfalls fast überall zu finden)


    Insegesamt gesehen ein feiner Roman, den man bequem an einem Nachmittag durchlesen kann. Die schriftstellerische Brillanz späterer Werke wird nicht erreicht, aber um sich Lem zu nähern ist das Buch sicherlich gut geeignet.

    Anmerkung: die Idee einer Marszivilisation ist ja nun mittlerweile überholt, aber das hat keinen Einfluss auf die Kernaussage dieses Buches.
    "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
    die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
    (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)
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