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gute Science-Fiction in Buchform

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  • gute Science-Fiction in Buchform

    Hallo,

    ich suche, mehr für mich als jemand anderen, gute Science-Fiction in Buch- oder Roman(heft)form. Sie darf ruhig "episch" sein, also komplex und riesig, allerdings möchte ich einen leichten Einstieg, dies gilt vor allem für Romanhefte, weniger für Bücher. Natürlich habe ich schon einiges gelesen hier im Forum, allerdings ist es doch für einen neuen Neuling sehr erschlagend das alles nachzulesen bzw. sich reinzufinden. Habt ihr gute Empfehlungen in Sachen Sci-Fi?

    ich freue mich jede Empfehleung.
    "Mit dem ersten Glied ist die Kette geschmiedet. Wenn die erste Rede zensiert,
    der erste Gedanke verboten, die erste Freiheit verweigert wird, sind wir alle unwideruflich gefesselt."

  • #2
    Ich liebe Warhammer 40.000-Romane, vielleicht kennst du das Universum schon. Als besten Roman kann ich dir "Krieger von Ultramar" von Graham McNeill empfehlen. Der ist episch und definitiv das beste Buch was ich je gelesen habe.

    Ansonsten lese ich eigentlich nur Star Wars-Romane- aber da wäre mir bis jetzt noch nichts Herausragendes aufgefallen.

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    • #3
      Alastair Reynolds Bücher sind mitunter das Beste, was ich je gelesen habe, wobei sowas freilich Geschmackssache ist.

      Falls du einen ganzen Zyklus lesen möchtest, solltest du mit "Unendlichkeit" bzw. wenn du auf Englisch liest "Revelation Space" anfangen. Als Einzelromane sind "Chasm City" und "Himmelssturz" aber durchaus nicht verachtenswert.

      Der Schreibstil von Reynolds ist fantastisch, er schafft es, einzelne Dinge über mehrere Seiten anschaulich und vor allem interessant zu erklären, was seinem Universum eine gewisse Tiefe verleiht. Auch sind die Charaktere durchgehend Grauzonen-Charaktere, es gibt kein Gut oder Böse, selbst die Unterdrücker, die alles intelligente Leben vernichten wollen, sind eigentlich eher "Engel" die versuchen, das Leben zu beschützen.

      Empfehlenswert sind seine Bücher auf jeden Fall.
      "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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      • #4
        Welcher Beschaffenheit sind Reynolds Bücher? Ich meine allgemeine Handlung en, Themen usw.... Jetzt wo dus angestoßen hast könnt ich mich da auch mal gleich reinlesen, ich probier gern Neues aus.

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        • #5
          Zitat von uriel_ventris Beitrag anzeigen
          Welcher Beschaffenheit sind Reynolds Bücher? Ich meine allgemeine Handlung en, Themen usw.... Jetzt wo dus angestoßen hast könnt ich mich da auch mal gleich reinlesen, ich probier gern Neues aus.
          Also die Bücher im Unendlichkeits-Universum decken quasi alles ab einem ersten Krieg auf dem Mars bis hin zu dem Ende der Menschheit in einigen Millionen Jahren ab.

          Die meisten spielen jedoch zwischen 2700 und 2900, während eines Konfliktes, bei dem Maschinen - die Unterdrücker - anfangen, die Menschen langsam aber sicher auszurotten.

          Als Prolog hierzu dient "Chasm City". Die Themen sind allgemein recht unterschiedlich, aber vor allem die soziale Ebene wird hier beleuchtet. Interessant sind hier die Demarchisten, welche, wie der Name schon sagt, in einer demokratischen Anarchie leben, und die Synthetiker (im englischen die Conjoiner), welche von den normalen Menschen als "Spinnen" bezeichnet werden. Diese leben in einem Kollektiv und kommunzieren vorwiegen über Implantate miteinander, ihre Gehirne sind mit Nano-Bots vollgestopft und einige tragen sogar künstliche Kühlungsprothesen, da ihre Denkprozesse nicht mehr vom normalen Körperbau vertragen werden.
          Zwischen diesen beiden Parteien herrscht seit 50 (?) Jahren Krieg, wobei die Synthetiker diesen eher gewinnen als die Demarchisten. Jedoch kommen hier noch die Unterdrücker in das Spiel, ebenso ein Verräter der Synthetiker, der "legendäre" Feldherr Nevil Clavain, der seit dem Mars im 22. Jahrhundert bei den Synthetikern war und nun versucht, die gesamte Menschheit zu retten.
          Dann gibt es noch die Hyperschweine, aber ich will ja nicht zu sehr vorgreifen

          Hier sei außerdem noch dazu gesagt, dass Alastair Reynolds vorwiegend Hard-SciFi im "Revelation-Space"-Universum verarbeitet hat. Zwar gibt es später schon einige unrealistische Technologien - soweit ich das beurteilen kann - aber diese herrschen nie vor.


          In "Himmelssturm" werden vor allem die zwischenmenschlichen Probleme beleuchtet, die entstehen, wenn ein Raumschiff ohne Möglichkeit nach Hause zu fliegen auf einem Mond festsitzend eine Mannschaft hat, von der eine Hälfte meutert. Wer hier gerade am mächtigsten ist, wechselt sich mit verschiedenen Ereignissen ab.
          "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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          • #6
            Hui.. Naja da ist mir Wahammer 40.000 immer noch lieber da geht es um schwertschwingende Helden die gegen finstere Bestien kämpfen...

            Klingt aber interessant dem werde ich mal nachgehen.

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            • #7
              Die Bücher von Alastair Reynolds klingen in Ihrer Opulenz sehr nach Neal Stephenson oder Tolkien. Die beiden können/konnten auch wenig Elemente seitenlang beschreiben.

              Warhammer 40.000 kenne ich, vorrangig aber als riesiges Brettspiel und die Bücher von Reynolds scheinen sich für meine Begriffe, und das bitte nicht wertend verstehen, das ist lediglich der Eindruck den ich durch die Aussagen habe, in Details zu ergehen.
              "Mit dem ersten Glied ist die Kette geschmiedet. Wenn die erste Rede zensiert,
              der erste Gedanke verboten, die erste Freiheit verweigert wird, sind wir alle unwideruflich gefesselt."

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              • #8
                Zitat von Zentrisma Beitrag anzeigen
                [...] und die Bücher von Reynolds scheinen sich für meine Begriffe, und das bitte nicht wertend verstehen, das ist lediglich der Eindruck den ich durch die Aussagen habe, in Details zu ergehen.
                Was meinst du mit "ergehen"? Ja, beschreibt viel, aber die Handlung kommt niemals zu kurz. Also ich hatte große Probleme damit, da Bücher weg zulegen.
                Ein einzelnes Buch davon anzufangen, wie etwa "Himmelssturm", welches in sich abgeschlossen ist, würde durchaus Sinn machen, um zu schauen, ob es einem nicht doch gefallen würde.


                Ansonsten fiele mir noch Heinleins "Starship Troopers" ein.
                Hier geht es, anders als in den Filmen, nicht primär um das Abschlachten von Bugs. Ungefähr die Hälfte des Buches geht für die Ausbildung drauf, aber es ist dennoch sehr interessant geschrieben und die Dialoge mit den Ausbildern und die Überraschungen, die Rico erlebt, sind glaubwürdig eingebunden und so gut wie immer positiv.
                "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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                • #9
                  In Starship Troopers wird hauptsächlich das in dem Buch vorherrschende System erklärt. Dies geschieht, indem John Rico seine Erfahrungen macht. So erklärt z.B. der Lehrer im Gespräch mit der Klasse wie das System entstanden ist und warum Demokratie versagt hat.

                  Starship Troopers sollte jeder mal gelesen haben, allein schon, um danach den Film besser zu verstehen und Verhoevens Meinung über das Buch

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                  • #10
                    Zitat von Adm.Hays Beitrag anzeigen
                    In Starship Troopers wird hauptsächlich das in dem Buch vorherrschende System erklärt. Dies geschieht, indem John Rico seine Erfahrungen macht. So erklärt z.B. der Lehrer im Gespräch mit der Klasse wie das System entstanden ist und warum Demokratie versagt hat.
                    Oh ja. Der Moral & Geschichte (hieß das so? Ich muss das Buch dringend noch einmal lesen) war wirklich interessant, da man hier vollkommen Kontrastgrundsätze zu dem hatte, was man eigentlich in der heutigen Gesellschaft kennt und vollkommen mit Argumenten untermauert. Das Buch hat wirklich einen großen Wert, da es die Schwächen unserer Gesellschaft aufdeckt. Ob man jetzt den Lösungsvorschlägen zustimmt oder nicht, ist jedem selbst überlassen
                    "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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                    • #11
                      Als meinen persönlichen Lieblingsklassiker empfehle ich erstmal H.G Wells "Die Zeitmaschine" und falls diese schon bekannt ist (was bei einem so bekannten Buch ja nicht unwahrscheinlich ist) die etwas "epischere" Fortsetzung "Zeitschiffe" von Stephen Baxter. Zeitreisen, die Zukunft der Menschheit, der Anfang des Universums, einen Gastauftritt von Kurt Gödel- was will man mehr?

                      Ferner sei Ken Grimwoods "Replay- das zweite Spiel" empfohlen. Wieder eine Art Zeitreiseroman, nur dass der Protagonist hier sein eigenes Leben immer wieder in sich verkürzenden Zyklen wiederholen muss.

                      Empfehlung Nr.3 für diejenenigen, denen es gefallen hat, wie Barclay in einer TNG-Folge zum Supergenie mutiert ist: "Blumen für Algernon" von Daniel Keyes. Der minderbemittelte Protagonist entwickelt sich nach einer experientelen Operation zu einem Supergenie, was natürlich nicht folgenlos für seinen Charakter bleibt.
                      I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                      • #12
                        Zitat von Amaranth Beitrag anzeigen
                        Als Einzelromane sind "Chasm City" und "Himmelssturz" aber durchaus nicht verachtenswert.
                        "Aurora" und "Das Haus der Sonnen" nicht zu vergessen.


                        Zitat von Amaranth Beitrag anzeigen
                        Also die Bücher im Unendlichkeits-Universum decken quasi alles ab einem ersten Krieg auf dem Mars bis hin zu dem Ende der Menschheit in einigen Millionen Jahren ab.
                        Millionen von Jahre im Revelation Space Zyklus?


                        Spoiler
                        Wenn du den Epilog auf Ararat und die Ausbreitung der Blattläuse meinst, der spielt nichtmal 500 Jahre nach den letzten Ereignissen.


                        Vermischst du das vielleicht mit dem Haus der Sonnen?

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                        • #13
                          Zitat von Zentrisma Beitrag anzeigen
                          Warhammer 40.000 kenne ich, vorrangig aber als riesiges Brettspiel
                          Dann empfehle ich dir hiermit, mal ein Buch zu lesen, ist vorwiegend Military-SciFi, gefällt zwar auch nicht jedem, aber meines Erachtens befinden sich die Bücher auf einem schriftstellerisch hohen Niveau, besonders wenn du Graham McNeill und Dan Abnett liest (obwohl ich mit manchen Universumsdarstellungen von Letzterem nicht ganz einverstanden bin, aber naja).

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                          • #14
                            Nein, vermische ich nicht. Gut die Zahl, wie ich gerade nachgeschaut habe. "Galactic North" spielt bis zu 40.000 Jahre n. Chr., also auch kein geringer Zeitraum.

                            "Aurora" fand ich ehrlich gesagt nicht so. Aber Haus der Sonnen war schon klasse, nur für Einsteiger wohl etwas befremdlich, weshalb ich es hier nicht erwähnt habe.
                            "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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                            • #15
                              Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                              Empfehlung Nr.3 für diejenenigen, denen es gefallen hat, wie Barclay in einer TNG-Folge zum Supergenie mutiert ist: "Blumen für Algernon" von Daniel Keyes. Der minderbemittelte Protagonist entwickelt sich nach einer experientelen Operation zu einem Supergenie, was natürlich nicht folgenlos für seinen Charakter bleibt.
                              Inwieweit hat denn diese EMpfehlung etwas mit Science-Fiction zu tun?
                              "Mit dem ersten Glied ist die Kette geschmiedet. Wenn die erste Rede zensiert,
                              der erste Gedanke verboten, die erste Freiheit verweigert wird, sind wir alle unwideruflich gefesselt."

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