Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Buchbesprechung "Der Veteran" G. Smith

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Buchbesprechung "Der Veteran" G. Smith

    „Der Veteran“ so lautet der schlichte Titel des Debütromans des Briten Gavin Smith.

    Hier der Amazon-Link zu dem Werk:

    Der Veteran: Roman: Amazon.de: Gavin Smith, Bernhard Kempen: Bücher

    Ab hier Spoiler-Gefahr!

    Ich bin damit heute fertig geworden. Bei dem Buch handelt es sich um sehr actionreiche Militär-SF, wie man sich etwa auch in „Starship Troopers“ oder „Der ewige Krieg“ findet. Leider werden die Qualitäten der eben genannten Werke nur teilweise erreicht. Smith gelingt es, eine „schöne“ dystopische Welt zu erschaffen, die man sich so durchaus vorstellen kann. Der FMK (Finaler Menschheitskonflikt – der Dritte Weltkrieg) hat viele Narben hinterlassen und ganze Landstiche in Strahlenwüsten verwandelt. Jenseits der großen Städte treiben Banden und Gangs ihr Unwesen (auch in den Städten, aber nicht so zahlreich, versteht sich). Ich fühlte mich stellenweise an die Mad Max-Filme erinnert. Es gibt auch hier noch eine klare Zweiklassen-Gesellschaft, bei der streng zwischen Arm und Reich getrennt wird.
    Die Menschen, das heißt die Angehörigen der Streitkräfte aus deren Sicht die Story größtenteils erzählt wird, werden seit geraumer Zeit mit kybernetischen Implantaten aufgerüstet, die ihre Kraft und Reaktionsgeschwindigkeit anheben. Der Hauptcharakter ist ein abgehalfterter Ex-Soldat namens Jakob Douglas (Marke: Bruce Willis).

    Diese Gesellschaft führt seit 60 Jahren Krieg gegen SIE. Ja, der eigentliche Name der Rasse wird zwar auch erwähnt, aber man beschränkt sich meist auf die Begriffe SIE und IHNEN. Das ist nett, allerdings auch nicht unbedingt neu.

    Man kommt nach und nach einer Verschwörung über die Ursachen des Krieges und der herrschenden Clique auf die Spuren. Ich möchte nicht noch mehr verraten, aber das Ende ist offen und eine Fortsetzung sehr wahrscheinlich.


    Fazit: Das Buch kann nicht ganz überzeugen. Es kommt vieles zu vertraut daher und manche der Figuren wirken sehr aufgesetzt. Hierbei möchte ich vor allem auf die Hacker hinweisen, die im Netz religiöse Erfahrungen durchleben. Generell sind alle Abschnitte, die sich im Netz abspielen, eher schlecht als recht gelungen. Es gibt in dem Buch diverse Kämpfe gegen… so ziemlich alles, was die SF hergibt. Es ist wirklich alles dabei: Mechas, Kampfläufer, Cyborgs, Aliens etc., aber man hätte sich einiges davon sparen können.
    Bevor einer fragt: ja, das Heldenteam packt ohnehin Sachen, für die man sonst eine komplette Division brauchen würde. Die Qualitäten des Buchs wollen aber auch erwähnt werden: die Zukunft kommt recht überzeugend daher und selbst die Aliens werden gut beleuchtet, sogar eine kleine Lovestory findet Platz, aber das nimmt, Gott sei Dank, nie überhand und ist so nur ein nettes Detail. Besonders gut gelungen ist die Beschreibung der „Speichen“, dabei handelt es sich um eine Kombination aus Orbitalliften und Wohnkomplexen.

    Am Ende hat man ein seichtes, aber recht nettes Lesevergnügen. Der Autor könnte in Zukunft noch manch ein gutes Buch raus bringen und sollte mal vorgemerkt werden. Das Buch hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt (insbesondere die kurze Inhaltsangabe auf der Rückseite des Buches ist etwas irreführend, ebenso wie das Titelbild, nur ein Bruchteil der Handlung findet im All statt), aber die Fortsetzung werde ich mir wohl auch zulegen. Es handelt sich hier um ein ideales Buch für zwischendurch.
    "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
    die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
    (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

  • #2
    Ok, die Beschreibung macht Lust aufs Buch.

    Nächstes Mal im Buchladen werd ich mal reinlesen und bei Gefallen es kaufen und auf meinen Stapel noch zu lesender Bücher drapieren

    Kommentar


    • #3
      anhand dieser beschreibung werde ich mir das buch nun auch zulegen.

      Kommentar

      Lädt...
      X