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Eure Meinung zu meinem utopischen Zukunftsroman

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  • Eure Meinung zu meinem utopischen Zukunftsroman

    Hey Leute,
    Ich bin gerade dabei, einen Roman zu schreiben und habe das erste Kapitel bereits auf meinem Blog veröffentlicht.

    Hyperborea - Die Stadt der Zukunft

    Wäre nett, wenn ihr euch das Ganze mal anschauen könntet. Falls ihr es gut findet, würde ich mich freuen, wenn ihr Werbung für das Teil machen würdet. Auf eurer Facebookseite oder sonst so.

    Viel Spaß damit.

  • #2
    Soweit ich weiß, ist das hier kein Werbe-Portal.

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    • #3
      Hat ja was mit Science Fiction zu tun.

      Vielleicht sollte der Autor uns dem Mund etwas wässriger machen.

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      • #4
        "Mund wässrig machen"

        Alsoo
        Die Handlung beginnt ungefähr in hundert Jahren.
        Die globalen Kräfteverhältnisse haben sich total geändert. Die Mächte der neuen Welt heißen: Chinesisches Reich; Russisches Reich, das in die Fänge einer despotischen Oligarchenfamilie geriet (ist an monarchische Dynastien wie die Bourbonen oder die julisch-claudische Familie angelehnt, jedoch für mein erstes Buch nur am Rande wichtig); Amerikanisches Reich; IAA (demokratische Konföderation mit den Parteien: Indien, dem Vereinigten Afrika und den Vereinigten Arabischen Staaten als Mitglieder) und dem Staat Hyperborea, der unter der Schirmherrschaft der IAA steht.

        Die subversive und politisch verfolgte Gruppe um den Protagonisten versucht im vorgestellten Kapitel von dem postmodernen, russischen Reich in den geheimnisvollen und sagenumwobenen Staat Hyperborea zu fliehen, jedoch werden sie kurz vor der Grenze vom russischen Geheimdienst abgefangen. Es entsteht eine Auseinandersetzung zwischen beiden Parteien, wo der Protagonist als Einziger überlebt. Da er nach dem Zusammentreffen alles verloren hatte, versucht er sich danach im Alkoholrausch umzubringen, wird aber durch eine Aneinanderreihung von Zufällen daran gehindert. Als er einigermaßen nüchtern geworden ist, besinnt er sich wieder und entschließt sich, doch den ursprünglichen Plan wieder aufzunehmen.

        Der Abschnitt "Blutmusik" enthält einen Rausch, der durch die Einnahme einer Militärdroge verursacht wird, das den Protagonisten zu einem moralfreien, gewaltverherrlichenden und gnadenlosen Berserker macht. Der Protagonist vergleicht den Krieg mit klassischer Musik oder dem Theater, was sehr an die Figur "Alex" aus "Clockwork Orange" erinnert. Der Rausch gipfelt in einer radikal pervertierten und entstellten Version von Schillers "Ode an die Freude".
        Im Abschnitt "Politischer und historischer Exkurs" wird die fiktive Geschichte erzählt, die zur Romangegenwart geführt hatte.
        Im Abschnitt "himmlische Wende" kommt der Protagonist betrunken an einer Kirche vorbei, die er aus seiner Kindheit kennt. Er geht hinein, "redet" mit Gott und kommt auf den Gedankengang, dass ihm all die Jahre des Glaubens nichts genutzt haben und beschließt sich in einem Anfall von "nihilistischer Resignation" selbst zu erschießen. Dieses Vorhaben wird jedoch durch eine Reihe von Zufällen verhindert.*

        So das war jetzt ungefähr die grobe Handlung des ersten Kapitels.
        Viel Spaß damit.
        Zuletzt geändert von Hassdemagoge; 07.04.2012, 09:08.

        Kommentar


        • #5
          Nichts für Ungut, aber das klingt irgendwie als hättest du alles was du gefunden hast in einen großen karton gesteckt und dann so lange mit einem hammer drauf rumgehauen, bis eine einzige Matsche draus geworden ist.

          das despotische Russische Reich
          Liefer mir bitte einen plausiblen grund, weshalb die Russen ihren "neuen" Staat als "Despotisch russisches Reich" bezeichnen sollten. Das ist genau der selbe Unfug wie das beliebte "Schattenreich" aus der Fantasy. "Der begriff "Despot" hat einen derart negativen Beiklang, das sich KEIN halbwegs normaler Staat bewust als Despotie bezeichnen würde - abgesehen davon, das die Monarchie in Russland ohnehin eine gewisse Kultur hat. "Russische Monarchie" oder "Russisches Zarenreich" wäre wohl weitaus sinnvoller und klingt weniger abgedroschen.

          gelobte Land Hyperborea
          Schon alleine der Begriff "gelobtes Land" führt bei mir zu Hautausschlag. Findest du nicht, das man sowas reichlich oft zu lesen bekommt?

          Eingreifen des Schicksals davon
          Deus Ex Machina?

          Also, einfach mal Revue passieren lassen:

          Die Welt hat sich zum schlechten gewandelt - check
          Böse Russen - check
          Ein gelobtes Land - check
          Der böse KGB - check
          Eine DeusExMachina - check

          Gibt es irgend ein Klischee, das du in dem Roman NICHT bedienst?
          Was ist Ironie?
          Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
          endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

          Kommentar


          • #6
            alsoo, ich werd das morgen mal lesen

            dennoch denke ich du darfst dich bei einem roman der in 100jahren spielt nicht zu sehr verzetteln in bezug auf die vergangenheit, also unserer jetztigen gegenwart. hab erst vor ner weile schätzings "limit" gelesen, und manches klingt mir bei dir etwas fantastisch an. will damit sagen, dass du wenn du politik miteinwebst in einen roman, die leser auch für manche zukünftige hypothesen wissen wollen warum. warum keine eu mehr? warum wird der fsb wieder durch den kgb ersetzt? wie konnten die arabischen länder nach versiegen der ölquellen/ersetzen durch alternativen energiequellen sich international weiter behaupten? indien+afrika, und nicht china+afrika? kein brasilien?naja, in 100 jahren ist viel möglich. nur dem leser nicht zuviel zumuten (so ala nordkorea hat die welt erobert ^^)

            aber ich les es lieber erst mal

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            • #7
              Antwort

              An caesar andy:

              - Die russische Regierung nennt ihren Staat natürlich nicht selbst despotisch ist ja logisch. Ist nur zum Verständnis, warum der Protagonist auf der Flucht ist.

              - Zum Deus ex Machina Begriff: Nun eigentlich ist es ja das genaue Gegenteil, da das Deus Ex Machina Element die Handlung nicht auflöst, sondern erst auslöst bzw. nicht abbricht. Aber schön, dass du dich so gut mit der griechischen Tragödie auskennst!

              - Böse Russen: nunja "böse" wenn dann die Regierung. Das wäre ja wie zu behaupten, dass das gesamte deutsche Volk während der NS-Zeit "böse" war. Übrigens sind die Herrscher keine Russen sondern eigentlich Franzosen (angelehnt an den französischen Adel, speziell die Bourbonen während des Absolutismus). Und nein, das ist keine Anti-Russland- oder Anti-Frankreich-Propaganda Hyperborea ist ein multikultureller Staat und er enthält alle möglichen Kulturen in sich vereint. Also die "guten Russen und Franzosen" gibts auch noch, um bei deiner Schwarz-Weiß-Terminologie zu bleiben.

              - Du findest "gelobtes Land" doof? Nun ist halt ein utopischer Roman. Natürlich ist da nicht alles rosarot und Friede Freude Eierkuchen. Dieser Staat hat schon auch seine Macken. Die Legenden um diesen Staat beschreiben ihn halt lediglich so. Aber im ersten Kapitel erreicht er dieses "gelobte Land" erst, also wird dieses Motiv bis dahin gar nicht verwendet. Du muss dir darüber noch keine Gedanken machen. Also ein Thema weniger, um das du dir dein Köpfchen zerbrechen musst

              - Zu viele Themen: nene ist nicht zu viel. Nur zur Info: Im Verlauf der Handlung wird noch sehr sehr viel mehr behandelt
              Ich hab einfach keine Lust, meine Geschichte auf banale Ein-Themen-Storys hinauslaufen zu lassen. Das können andere Autoren mit ihrem Trivialschund machen und über Raumschiffschlachten etc. schreiben. Ich hab da ehrlich gesagt keinen Bock drauf. Aber du kannst das Zeug gerne konsumieren, wenn es dir gefällt!

              - Die Welt hat sich zum schlechten gewandelt soll also ein Klischee sein? Gut also sind Romane wie "Die Zeitmaschine", "1984" und "Brave New World" eigentlich schon vornherein schlecht, weil es Dystopien sind, ist klar! Übrigens hat sich die Welt nicht in allen Teilen zum Schlechten verwandelt. Die IAA ist demokratisch wie die heutige westliche Welt und in Hyperborea gehts den Leuten auch ziemlich gut. Auf Hyperborea möchte ich jedoch noch nicht eingehen.

              Bitte lies dir in Zukunft erst etwas durch, bevor du es verspottest.
              Wäre sehr nett. Danke!

              An ammo911:

              Nein, ich habe die Geschichte so realistisch wie möglich gestaltet. Ich studier nämlich Geschichte, da ist mir dieser Aspekt besonders wichtig. Alle Entwicklungen in der globalen Politik sind an historische Vorbilder angelehnt und wirken absolut authentisch. Ich habe ein Kapitel auch extra der ausführlichen Geschichtsschreibung gewidmet. Aber lies es dir am Besten selbst durch, kannst ja selbst entscheiden, ob du es für realistisch hältst.

              Die historische Detailtreue war mir auch deswegen wichtig, weil ich sehr viele meiner zukünftigen Romane in dieser Zeitlinie ansiedeln werde, es ist also alles sehr sehr gut konstruiert.

              Und das mit dem fantastischen ist absolut korrekt. Eine Intention von mir ist es, der ganzen Geschichte einen "mythologischen Touch" zu verpassen. Ich erwähne zum Beispiel an keiner Stelle, in welchem Jahr genau die Handlung angesiedelt ist oder wo sich der Staat ganz genau befindet. Diese Dinge kann man jedoch teilweise erahnen.
              Es gibt auch sehr viele Bezüge und Anspielungen zur griechischen Mythologie. Die Beschreibungen und rhetorischen Stilmittel sind quasi total übertrieben (erinnert auch an Propaganda, da der hyperboräische Staat ebenfalls totalitär regiert wird), jedoch ist die dargestellte Geschichte absolut realistisch. Naja, wenn man Science-Fiction und Zukunftsromane überhaupt realistisch bezeichnen kann

              Das mit Nordkorea erobert die Welt hab ich schonmal gehört. Ist doch aus irgendnem Videospiel oder? Find ich total absurd Aber keine Angst, sowas gibts bei mir nicht.

              Und wegen dem KGB: Das änder ich wahrscheinlich auch noch, ich war bis jetzt nur zu faul mir eine Bezeichnung auszudenken, da man das ja vom Russischen, bzw. der kyrillischen Schrift ableiten muss. KGB fand ich einfach radikaler als FSB. Die ganzen historischen Sachen werden im Abschnitt "Historischer und politischer Exkurs" erläutert.
              Zuletzt geändert von Hassdemagoge; 07.04.2012, 00:34.

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              • #8
                Noch ein paar Probleme: eine Aufwachszene am Anfang, das geht gar nicht.

                Man muss die Themen auch händeln können.

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                • #9
                  Ja, die finde ich persönlich auch nicht so gut. Ich weiß bis jetzt jedoch nicht, wie genau ich sie verändern soll. Kommt aber noch demnächst.
                  Aber das Thema mit dem Aufwachen muss definitiv bleiben! Das unterstreicht den In Medias Res Effekt. Wieso soll das denn bitte gar nicht gehen?
                  Weil "Die Tribute von Panem" genauso anfängt?
                  Zuletzt geändert von Hassdemagoge; 06.04.2012, 22:40.

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                  • #10
                    Zitat von Hassdemagoge Beitrag anzeigen
                    An caesar andy:- und zum Deus ex Machina Begriff: Nun eigentlich ist es ja des genaue Gegenteil, da es die Handlung nicht auflöst, sondern erst auslöst
                    Doch, genau das ist eine Deus-Ex-Machina D-E-M bezeichnet die Lösung eines konfliktes durch einen unmotiviert eintretenden Vorfall. Wenn dein Charakter durch einen solchen Vorfall vor seinem selbstmord gerettet wird, dann IST das eine Konfliktlösung. Das durch die D-E-M die handlung beendet werden muss, sagt ja keiner.

                    - böse Russen: nunja "böse" wenn dann die Regierung. Das wäre ja wie zu behaupten, dass das gesamte deutsche Volk während der NS-Zeit "böse" war.
                    Das ist mir als leser ziemlich wumpe. Ich gucke auf den Klappentext, oder was auch immer, und sehe, da schon das mit "Despoten" und "KGB" schon wieder dem "Russen" der schwarze Peter zugeschoben wird. Wenn du wenigstens den Geheimdienst anders genannt hättest ...

                    Übrigens sind die Herrscher keine Russen sondern eigentlich Franzosen (angelehnt an den französischen Adel, speziell die Bourbonen, während des Absolutismus).
                    Ein Franzose? Öh ... Sorry, aber DAS kann ich dir nicht abkaufen, Geschichtsstudium hin oder Her. Die Franzosen waren schon immer ein verdammt patriotisches Volk. Die sind fast noch patriotischer, als die Amis. Das ein Franzose seinen Regierungssitz in Russland hat, erscheint mir sehr unglaubwürdig.

                    Und nein das ist keine Anti-Russland- oder Anti-Frankreich-Propaganda
                    Es liest sich aber so.

                    Hyperborea ist ein multikultureller Staat und er enthält alle möglichen Kulturen in sich vereint
                    Mag sein ... wann habe ich was anderes gesagt?

                    - zu viele Themen: nene ist nicht zu viel. Nur zur Info: Im Verlauf der Handlung wird noch sehr sehr viel mehr behandelt
                    Wenn du den Unterschied zwischen einem "Thema" und einem "Klischee" nicht kennst, solltest du ganz dringend nochmal einen auffrischungskurs in Schreibtheorie belegen
                    Die Hintergrundgeschichte die du vorstellst ist klischeehaft ... Das "gelobte Land" das man finden muss, ist ein Klischee, die "Russische KGB" als "Bad-Guy" ist ein Klischee ... deine zusammenfassung besteht nur aus Klischees, das macht nicht grade Lust auf das Buch.





                    Was mir aufgefallen ist, bei durchlesen deines Textes:
                    1. Du spielst zu viel. Man merkt, das du darum bemüht bist, nach irgendwelchen kreativen Formulierungen zu suchen. Dabei gehst du leider so weit, dass die Fomulierungen die du findest irgendwo zwischen seltsam und "albern" liegen.

                    Ein paar Beispiele:
                    Die verschwommene Zeitlupenaufnahme eines glänzenden, silbernen Kreuzes, das von der Schwerkraft getrieben, meinem Gesicht entgegen schwebte, als ich im Begriff war meine Augen zu öffnen.
                    Solche Schachtelsätze sollte man vermeiden. Das gehirn des Menschen hat eine maximale Kapazität bei der "Zwischenspeicherung" von Daten und dem herstellen von Beziehungen. Als Fausregel sollte ein Satz NIEMALS mehr als 15 Worte haben. Und wenn er doch mal länge ist, dann nur weil du gut getrente Satzfragmente verwendest. Einen solchen Schlachtelsatz muss man als Leser 3 mal Anfangen.

                    Das mit einer fast schon minimalistischen Perfektion funkelnde Kreuz wurde kurz vor der Kollision mit meiner Nasenspitze von den Gliedern einer ebenfalls silbernen Königskette, an welcher es hing, aufgehalten und gab deshalb ein leises Klirren von sich.
                    Noch so ein Schlachtelsatz. Dazu kommt hier, das "mit minimalistischer Perfektion funkelnde Kreuz" kein "Bild" ist, sonder Unfug. Ich weiß nicht was du dir dabei gedacht hast, aber ich als Leser sehe hier kein Bild. Ich weiß schlicht nicht, was du mir damit sagen willst.

                    Eine etwas bodenständigere und weniger "gezwungen künstlerische" Sprache täte dem Text - vor allem seiner Lesbarkeit - ziemlich gut.

                    Punkt 2:
                    Du hast extrem große Probleme damit, deine Perspektive zu halten, und das muss man einfach lernen. Du wechselst zwischendurch immer wieder den Sichtpunkt. Manchmal nur für einen Satz, aber das geht einfach gar nicht. Als Ich-Erzähler bist du an die Perspektive und Wahrnehmung deines Charakters gebunden. Und dass musst du üben. Dinge, die der Charakter nicht wissen KANN, darf er auch dem Leser nicht mitteilen. Ansonsten geht zu viel Spannung verloren.

                    Der erste Reiz, den ich bewusst wahrnahm, als ich aufwachte.
                    Hier ist das erste Problem, und ich hoffe du siehst den Knackpunkt selber. Wenn der Ich-Erzähler erst ab diesem Satz BEWUSST Dinge wahrnimmt, dann kann die Geschichte auch erst hier Anfangen. Der Satz impliziert, das alles was vorher war, nur "unbewusst" wahrgenommen wurde. Aber Dinge, die ich nur "unbewusst" wahrnehme, kann ich nicht später irgendwem erzählen.

                    Ich lag da, so blass wie ein Leiche in einem Sperrholzsarg drei Meter unter der Erde.
                    Nächster Fehler: Der aus Ich-Perspektive erzählende Charakter, kann in diesem Augenblick gar nicht wissen, dass er leichenblass ist. Sein Bruder kann das wissen. Ein externer beobachter kann dass wissen. Er selber nicht. Das ginge nur, wenn er einen Spiegel hätte, welcher in dieser Szene nicht erwähnt wird.

                    Und leider viel zu viel Wahrheitsgehalt.
                    Und nummer 3: In der vorliegenden Situation kann der Protagonist nicht wissen, wie viel Wahrheit in der Aussage des Bruders steckt. Er kann ihm nur glauben, oder es lassen. Aber er kann nicht "wissen" dass er recht hat.


                    Weiter als bis dahin habe ich zugegebenermaßen noch nicht gelesen ... da ist noch viel, viel Feinschliff nötig, ehe da ein Roman draus wird.
                    Was ist Ironie?
                    Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
                    endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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                    • #11
                      -Also du kritisierst hauptsächlich die Erzählperspektive: Das mit dem allwissenden Erzähler der mit dem Ich-Erzähler verschmilzt ist gewollt und zieht sich durch die gesamte Buchhandlung. Es wird jedoch erst später im Buch deutlich, wieso.
                      Außerdem wollte ich allgemein gerne mal ein bisschen mit Erzählperspektive herumexperimentieren. Das wird auch erst später deutlich, wenn ich des Öfteren die Kursivschrift verwende.

                      - Franzosen sind patriotisch: Nun eigentlich verallgemeinerst du hier wieder, indem du "alle" Franzosen als patriotisch bezeichnest. ^^ In meiner Zukunft gibt es keine "reinrassigen" Völker mehr, die Ethnien und Nationalitäten der Figuren haben eher eine symbolische Bedeutung. Die Herrscher-Dynastie im russischen Reich spielt jedoch in meinem ersten Buch nur eine untergeordnete Rolle, ich will also nicht so stark darauf eingehen.

                      - Schwarzer Peter, der den Russen "zugeschoben" wird: nun ist mir auch aufgefallen, dass die Russen am Anfang eher nicht gut dargestellt werden. Der Protagonist, der selbst Russe ist bzw. nach heutigem Verständnis wäre er Serbe (Serbien gehört jedoch zum zukünftigen Russland), betont ausdrücklich, dass die Regierung, sowie ihre Häscher Schandflecken von Russland sind. Er bezeichnet sie an einer Stelle als "Fingernageldreck der russischen Kulturgeschichte". Es ist geopolitisch notwendig, dass sich dieser Despotenstaat, aus dem der Protagonist fliehen muss, aus Russland bzw. dem russischen Reich entwickelt. Ich hab das nicht aus irgendeiner amerikanischen bzw. westlichen Verschwörungsparanoia heraus erfunden Aber wie gesagt man sollte eben erstmal das Buch lesen.

                      - Deus Ex Machina: Nun, die ursprüngliche Bezeichnung wurde für das Ende von vielen Tragödien verwendet, ich will jetzt aber auch nicht auf Begriffsdefintionen herumreiten ist ja eig scheiss egal.

                      - das "gelobte Land" bzw. Utopia als Klischee: Wieso sollte das denn bitte zutreffen? Es ist der Urtraum der Menschheit, ein Utopia zu erschaffen. Das Hyperborea aus den antiken Legenden, Platons Atlantis, Marx' Kommunismus, Morus' Utopia und das "gelobte Land" aus der Bibel sind alles Elemente aus Werken, die in die Literaturgeschichte eingegangen sind. Dieses Motiv als Klischee zu bezeichnen ist ja wohl mehr als unbedacht.

                      Außerdem steht dieser Staat am Anfang in meinem Buch allegorisch für die Suche dem Glück bzw. einer Suche im Allgemeinen ähnlich der blauen Blume in der Romantik und im Symbolismus. Später ändert sich das jedoch, als er zwar "glücklich" ist, aber ihm das nicht reicht und er wieder auf die Suche gehen muss, was an meinem einleitenden Aphorismus erkennbar ist.

                      - Komische Formulierungen auf den ersten zwei Seiten und KGB wurde bereits erwähnt.

                      Ich muss zugeben, dass mein "Klappentext" am Anfang eher schlecht ist ,
                      aber Dinge wie Despoten und Geheimdienste wie der KGB sind nunmal kein Klischee, sondern Realität
                      Zuletzt geändert von Hassdemagoge; 07.04.2012, 03:24.

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                      • #12
                        Ich glaube du hast da ein Problem mit der Definition des Begriffes "Klischee". Klischee bedeutet nicht, das etwas nicht existiert, sondern dass das entsprechende Thema in der Literatur so oft verwendet wird, dass der Leser irgendwann nur noch davor sitzt und sagt : Och nö, nicht schon wieder diese alte Leier!

                        Und genau das trifft auf einen Großteil deiner Handlungselemente zu.
                        "Böses Russland" - wenn es in einem Roman mit Realitätsbezug einen "Badguy Staat" gibt, dann sind das immer entweder die Russen, die Chinesen, die Koreaner oder die Deutschen. Warum nichtmal böse Schweizer, Holländer, Briten oder Argentinier? Es spielt überhaupt keine Rolle, ob die Russen mal einen Despotischen Staat hatten (das waren übrigens die meisten Staaten der Erde irgendwann mal). Es geht einzig darum, das dieses Bild derart oft in den Medien verwendet wird, dass es einfach nur noch langweilt.

                        das "gelobte Land" bzw. Utopia als Klischee: Wieso sollte das denn bitte zutreffen? Es ist der Urtraum der Menschheit, ein Utopia zu erschaffen. Das Hyperborea aus den antiken Legenden, Platons Atlantis, Marx' Kommunismus, Morus' Utopia und das "gelobte Land" aus der Bibel sind alles Elemente aus Werken, die in die Literaturgeschichte eingegangen sind. Dieses Motiv als Klischee zu bezeichnen ist ja wohl mehr als unbedacht.
                        Diese Frage beantwortest du dir jetzt auch selbst. "Das Gelobte Land" IST DESHALB ein Klischee, WEIL es so oft benutzt wird und es praktisch jeder erwachsene Menscht kennt. Aus neuerer Zeit fallen mir da spontan zum Beispiel FinalFantasy7 oder BattlestarGalactica ein, die die Thematik aufgegriffen und durchexzerziert haben. Auch Eragorn oder die Tripods-Reihe bedienen sich ähnlicher Elemente.

                        -Also du kritisierst hauptsächlich die Erzählperspektive: Das mit dem allwissenden Erzähler der mit dem Ich-Erzähler verschmilzt ist gewollt und zieht sich durch die gesamte Buchhandlung. Es wird jedoch erst später im Buch deutlich, wieso.
                        Außerdem wollte ich allgemein gerne mal ein bisschen mit Erzählperspektive herumexperimentieren. Das wird auch erst später deutlich, wenn ich des Öfteren die Kursivschrift verwende.
                        Also Romanautor sollst du das Rad nicht neu erfinden, sondern darauf fahren - erst recht dann, wenn du keine Erfahrung hast. Dein Ziel ist es, eine Geschichte zu schreiben, die der Leser deshalb liest, weil sie spannend ist und ihn mitreist. Damit DIR das gelingt, haben sich ANDERE Leute jahrelang die Arbeit gemacht, anhand psychologischer Untersuchungen die Wahrnehmung des Menschen in Bezug auf "das geschriebene Wort" zu analysieren um heraus zu finden, auf welche Reizeindrücke der menschliche Verstand mit welcher Reaktion antwortet.
                        Denkst du wirklich, du verstehst so viel mehr von Schreibtheorie, als studierte Psychologen, Germanistiker und Linguisten, als das du dir als Schreib-Laie herausnehmen könntest, die gültige Schreibtheorie in frage zu stellen und irgendwelche Experimente zu machen?

                        Ich bin mir nicht sicher, wie du dir den Schriftstelleralltag so vorstellst - deshalb entschuldige meine harten worte. Aber es gibt keinen Verlag, der "schon sein ganzes Leben" auf dich wartet und dir dein Manuskript mit Kusshand aus den Händen nehmen wird. Wenn DU dein Manuskript als Roman sehen willst, dann muss es perfekt sein. So perfekt, dass es das beste Manuskript aus einem Haufen von 10.000en gleichartiger Konkurenzmanuskripte ist. Wenn du da "Experimente" machen willst, hast du keine Chance.

                        Der Lektor, der das Manuskript durcharbeitet, wird bei der ersten, falsch verwendeten Perspektive den Vermerk machen: "Kennt die Schreibperspektive nicht ausreichend um sie fehlerfrei umzusetzen" und legt dein Manuskript wieder weg. Der Lektor hat nämlich ein Arbeitspensum dass er absolvieren muss. Der ist froh, über jedes Manuskript, dass er ungesichtet beiseitelegen kann. Der wird dir KEINE zweite Chance geben, egal wie sehr du darauf pochst, dass du "später alles erklärst", er will nämlich pünktlich feierabend haben um zu seiner Familie zu kommen, anstatt aus Mitleid Überstunden zu schieben.

                        - Franzosen sind patriotisch: Nun eigentlich verallgemeinerst du hier wieder, indem du "alle" Franzosen als patriotisch bezeichnest.
                        Das hat nichts mit verallgemeinerung zu tun. Wenn deine Russische Despotie, so wie ich das sehe, den Europäischen sub-Kontinent mit umschließt, und von einem Franzosen geführt wird, besteht wohl kaum ein Grund dafür, das ganze Konstrukt "Russisches Reich" zu nennen.
                        Warum nicht "Eurasische Dynastie" oder sowas in der Art? Wenn du sagst, es gibt keine Staaten in dem Sinne mehr, dann bezeiche den Europäisch-Russichen Block korrekt als Eurasien und dann hast du auch kein Problem mehr mit dem Bild des bösen Russen.
                        Was ist Ironie?
                        Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
                        endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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                        • #13
                          Russen als "Badguy"-Staat: Warum ich sie ausgewählt hab, ist schon erläutert worden. Aber gut, dass du es erneut erwähnst. Menschen, denen die Argumente ausgehen, verwenden diese Art von Rhetorik oft.

                          Die Russen besitzen heutzutage eine Machtbasis, vor allem militärisch, die eine weitere Expansion in Zukunft wahrscheinlich machen könnte, ganz im Gegensatz zur Schweiz oder Holland. Das ist ja total lächerlich und unrealistisch, was für Ideen du hier einbringst, und zeigt nur dass du NULL historisches Verständnis hast. Das Ganze erinnert mich an den vorher bereits erläuterten Satz "Nordkorea wird zur Weltmacht". Aber gut schreib du dann dieses Werk.

                          - dein Klischeebegriff: Wenn du ein Häufig verwendetes Element als Klischee bezeichnest, dann müsste man jeden Roman als klischeedurchflutet bezeichnen, da JEDER Roman einem bestimmten Genre angehört. Alle Bücher eines Genres tragen gemeinsame Elemente in sich. Gerade den Staat als Utopia habe ich deswegen verwendet, weil er in der Weltliteraturgeschichte noch nicht so oft vorkam. Das was du hier aufzählst sind Videospiele, Fernsehserien für die Masse und Kinderbücher. Ich hab mich zwar nicht mit diesen Dingen beschäftigt, bin mir aber ziemlich sicher, dass diese "Werke" nicht ansatzweise an den Realismus meines Staates herankommen werden, eben weil es sich um nichts weiter als Videospiele, Fernsehserien und Kinderbücher handelt. Ist auch interessant zu sehen, mit welchen Dingen du dich so beschäftigst.

                          Mein Staat basiert auf staatsphilosophischen Theorien, wie z.B Platons Politeia und Orwells Überwachungsstaat. Ich glaube eher nicht, dass die aufgezählten Dinge von dir das auch tun.
                          Ein Klischee wird erst dann zum Klischee, wenn es gehäuft in Massenunterhaltungsmedien verwendet wird und nicht genügend Tiefe besitzt.
                          Bevor du sagst: Öhh, ja klar als ob der etwas mit Tiefe schreiben kann. Du hast nicht einmal das erste Kapitel meines Buches gelesen, deine Meinung hinsichtlich meiner Fähigkeiten ist somit absolut wertlos.

                          - Kritik meines Schreibstils: ich habe bereits gesagt, dass der Anfang nicht gut ist. Du brauchst das nicht in jedem Post zu wiederholen. Inzwischen hab ich den Anfang an deinen kritisierten Stellen verändert. Ich war schon damit unzufrieden, bevor du es kritisiert hast, wie du oben in einem meiner älteren Posts nachlesen kannst.

                          - Lektor wird mein Buch ungelesen zur Seite schieben: Nun, allein wegen Sprache und literaturwissenschaftlichen Dingen gibt es Lektoren. Es ist die primäre Aufgabe eines Autors, sich einen originellen Plot auszudenken. Bevor du sagst: "Öhh, dein Plot ist nicht originell. Nochmal! Du hast das SCHEISS Ding nicht gelesen KLAR ?
                          Schließlich kommunizieren Autor und Lektor hin und wieder mal, wenn sprachliche Unklarheiten auftauchen. NOCHMAL. Das Buch ist noch nicht gedruckt. Es ist ein Manuskript OK?

                          - dein letztes "Argument": LIES MEIN VERDAMMTES ERSTES KAPITEL!!! Deine Aussage stellt dich selbst bloß und zeigt nur dass du ABSOLUT NULL AHNUNG hast, wovon du überhaupt redest.
                          Achja. Es ist aus Propagandagründen (nationale Identität etc.) vorteilhaft den alten Namen eines Landes zu behalten, wie es vorteilhaft ist wenn Nordkorea sich als "demokratische Republik" bezeichnet
                          Zuletzt geändert von Hassdemagoge; 07.04.2012, 11:34.

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                          • #14
                            Vielleicht solltest du deinem Eröffnungspost hinzufügen dass du keine konstruktive Kritik wünscht, sondern nur lob.

                            Deine Erklärungen kannst du gerne behalten, denn ein Fehler bleibt ein Fehler, egal welche Erklärung du dafür Parat hast. Und ein Lektor ist dafür da, grobe Fehler im manuskript zu erkennen ... nicht dafür, mangelnde Schreibfähigkeiten des Autors zu kompensieren.

                            Ich habe deinen Text sowie deine Inhaltsangabe sachlich kritisiert und dir konkret aufgezeigt, wo du Fehler machst - übrigens als einziger hier. Wenn du meinst, du wüsstest alles besser und musst deshalb hier unverschämt werden, dann werd von mir aus mit deiner tollen Idee glücklich.

                            Du sagst, mir gehen die Argumente aus? Welche Argumente hast du denn? Ich kritisiere, dass deine Inhaltsangabe den "bösen Russen" enthällt, und du antwortest, dass das "später im Buch erklärt werden würde". Der Fehler den du machst, ist einfachste Grundsätze zu ignorieren.
                            Wenn dein Leser das Buch in die Hand nimmt, schaut er zuerst auf den Klappentext. Wenn da was von "böser Russe" steht, wird er sich denken "das habe ich doch schon in 100 Kalter-Krieg-Romanen gelesen. Wenn der schon bei der Wahl der Figuren so ideenlos ist, kann dass ja nix werden." Und dann stellt er das Ding ungelesen zurück. Da bringt es dir dann auch nichts mehr, dass das alles "später erklärt wird".
                            Weil du keinen großen Namen hast, hängt der "Erfolg" eines Buches vom Klappentext und den ersten zwei Absätzen ab. Wenn du den Leser damit nickt packst, dann packst du ihn gar nicht, weil er das Buch wieder aus der Hand legt. Also wirf mir keine Unwissenheit vor, oder fordere mich auf, den Text weiter zu lesen. Ich habe den Erfolgskritischen Bereich deines Buches gelesen und konstruktiv kritisiert, worauf du mit mangelnder Einsicht und unverschämten Unterstellungen reagiert hast.



                            Dein Geschichtsstudium kannst du auch behalten. Du schreibst keinen Historien-Roman, sondern einen Sci-Fi-Roman! Das ist eine komplett andere Zielgruppe! Die Menge an Lesern die du haben wirst, die ein "Geschichtsstudium" haben, wird bei ziemlich genau 0 liegen. So wie annähernd 100% der StarTrek-Konsumenten keinen Schimmer von Quantenphysik haben. Wie viel historischer Kontext in deiner Welt drin steckt interessiert niemanden.
                            Guck dir die Panem Bücher an. SO schreibt man einen Roman. Vom Historischen und politischen Kontext sind die Bücher Schwachsinn. Aber der Autor weiß, wie er seine Geschichte spannend erzählen kann. DESHALB hat er erfolg.
                            Du machst es genau umgekehrt. Du hast keine Ahnung, wie du spannend schreibst und stüzt dich stattdessen auf historische Fakten, die deinen Lesern vollkommen egal sind.
                            Und ja, ob du es einsehen willst oder nicht, dass du auf den Hinweis eines "Perspektivenfehlers" mit "Ich will experimentieren und das wird sowieso alles erst später erklärt" antwortest, verrät mir mehr als genug darüber, wie viel vom "Handwerk" du verstehst.

                            Du greifst mich an, weil ich keine Ahnung von Geschichte habe? Dann wach auf, Mann! ICH bin deine Zielgruppe! Ich lese Sci-Fi. Ich lese Trivialliteratur. Ich lese Abenteuergeschichten. Wenn du deinen Roman schreibst, dann schreibst du ihn für mich! Für Leute wie mich, die KEIN Geschichte Studiert haben.
                            Mir ist es vollkommen Wumpe, ob ein geeintes Eurasien unter schweizer Herrschaft aus historischer Sicht realistisch ist, oder nicht. Aber ich weiß, das die Russen und der KGB 40 Jahre lang in der Litaratur die Bösen waren und ich finde, dass es mal Zeit für was neues wird.



                            Ich für meinen Teil brauche jedenfalls nicht mehr zu lesen, als die ersten drei Absätze deines "Romans" und deine Reaktionen, mit der du hier meiner Kritik begegnest, um zu erkennen, dass das mit der Schriftstellerkarriere bei dir wohl nix wird.
                            Zuletzt geändert von caesar_andy; 07.04.2012, 12:25.
                            Was ist Ironie?
                            Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
                            endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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                            • #15
                              Leider nehmen sich Lektoren auch nicht mehr Zeit für eine Geschichte, höchstens vier Seiten.

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