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Justifiers Buchreihe

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  • Justifiers Buchreihe

    Wie findet ihr die Justifiers Buchreihe von Markus Heitz?
    Und für wie realistisch haltet ihr es das später mal Konzerne das sagen haben und schalten und walten können wie sie wollen?

  • #2
    Konzerne mit Macht sind ein Uraltklischee.

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    • #3
      Das stimmt, aber macht es deshalb unmöglich?

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      • #4
        Nähern wir uns nicht schon jetzt diesem Zustand? Allein, wenn man bedenkt, wie viele Milliarden aktuell die Banken vom Staat erpressen....
        "En trollmand! Den har en trollmand!"

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        • #5
          Das denke ich nämlich auch.
          Aber die andere Frage: Wie findet ihr die Bücher?

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          • #6
            Konzerne die Politik machen ist Blödsinn, weil sich das gegenseitig ausschließt. Wer Politik macht, der übernimmt zwangsläufig Verantwortung...sie ist ein inhärenter bestandteil eines politischen Amtes. Selbst wenn man sich um die Konsequenzen seiner Taten auf nationaler Ebene nicht groß scheren würde, spätestens auf internationaler Ebene MUSS man dann aber den starken Rücken haben und auch mal die Konsequenzen von Entscheidungen vorraussehen.
            Wer aber einen Konzern leitet, ist im Gegensatz dazu bestrebt, möglichst viel einfach zu tun, ohne sich einschränken zu lassen und dabei sicherzustellen, dass man ihn für möglichst wenige seiner Handlungen verantwortlich machen kann. Für einen Konzern wäre es der Idealzustand, duckmäuserisch alle gesetzlichen Pflichten zu umschiffen und gleichzeitig alle Konsequenzen, die eigene Aktionen auf dritte haben, ignorieren zu können.

            Was richtig ist, ist dass die Wirtschaft immer mehr Einfluss auf die Politik nehmen kann, um so korrupter ein System ist.

            Ich denke, eine Situation wie DeusEx:HR, wo es unternehmen mit einem paramilitärischen Werksschutz gibt, die an den legalen Behörden vorbei opperieren, könnte irgendwann möglich sein. Dafür brauchts nur ein paar Korupte Justiziare die einfach wegsehen, nachdem Geld geflossen.

            Die Legale Regierung werden Konzerne aber nicht ersetzen. So Zukunftsbilder, wie die aus FF7, wo der Bürgermeister der Stadt Midgard ein Angestellter von Shinra ist - oder eben auch Justifiers, wo Konzerne mal eben ganze Planeten annektieren - sind gewaltiger Unsinn.
            Was ist Ironie?
            Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
            endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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            • #7
              Zitat von Liopleurodon Beitrag anzeigen
              Nähern wir uns nicht schon jetzt diesem Zustand? Allein, wenn man bedenkt, wie viele Milliarden aktuell die Banken vom Staat erpressen....
              Man lässt sich auch erpressen.
              Das schlimmste, den Politikern fehlt größtenteils die Ahnung und müssen sich erst einlesen.

              Übrigens gab es solche Zeiten ja schon, nehmen wir nur die Hanse.

              Ich habe die Bücher nicht gelesen, ich kann sie daher nicht beurteilen.

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              • #8
                Ich kenne zwar diese Buchreihe nicht, aber bin voll überzeugt dass Konzerne bereits in der Politik mitmischen. Wirtschaft und Politik verflechtet sich immer mehr, sogut wie jeder Politiker nimmt doch Spenden von Wirtschaftsunternehmen an, natürlich versprechen die sich davon, dass der Politiker eine dem Konzern angenehme politische Linie praktiziert.
                Bestes Beispiel jetzt gerade McDonalds bei den Olympischen Spielen, die haben es durchgesetzt dass im gesamten olympischen Gelände Pommes nur in McDonalds Filialen verkauft werden dürfen, sämtliche kleine Stände können sich Pommes abschminken (lediglich in Kombination als Fish&Chips dürfen sie außerhalb von Mäci verkauft werden).
                Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
                die Internationale erkämpft das Menschenrecht


                das geht aber auch so

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                • #9
                  Das ist was komplett anderes.

                  Da hat einfach einer der Lobbyisten von Mäckkes genau gewusst, welchen Staatsdiener er schmieren muss. Korruption ist so alt wie die Menschheit selber. Auf die Idee, dass er bestimmt hin und wieder einen Brocken mehr Fleisch bekommt, wenn er den Stammeshäuptling 3 Mal die Woche mit seiner Schwester in die Kiste Hüpfen lässt, ist auch schon "Ugh-Agh" beim Nachdenken vor seiner Höhle gekommen.

                  Hier geht es aber wohl eher um Unternehmen, die DeFacto die Rolle der Legislative, Judikative und Exekutive in sich vereinen, statt ihr zu unterstehen. Das ist Lichtjahre von den Pommes bei Mäckkes entfernt ... schließlich hat Mäckkes die entscheidung ja nicht selber treffen dürfen, sondern "nur" den Entscheidungsprozess zu ihren Gunsten manipuliert.

                  Das ist natürlich auch schon schlimm genaug, aber trotzdem nichts anderes, als schon die Griechen auf der Agora proktiziert haben, um den unliebsamen Konkurenten los zu werden.
                  Was ist Ironie?
                  Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
                  endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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                  • #10
                    Ich denke das es eine Frage des Geldes ist. Spätestens dann wenn man wirklich auf anderen Planeten was bauen möchte, sei es zum Wohnen, Bauen etc haben Regierungen einfach nicht genug Geld dafür. Das können sich dann eben nur noch die Konzerne leisten. Fast alle Regierungen sind doch jetzt schon total verschuldet. Oder der Bau von Raumschiffen. Das geht nur wenn alle Länder sowas zusammen machen weil es einfach zu teuer ist. Und was ist realistischer? Das sich die Länder dieser Welt zusammen tun für sowas oder das Konzerne sich für sowas zusammen tun um mehr Profit zu machen?

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                    • #11
                      Um die Debatte mal wieder auf die Bücher, um die es hier ja eigentlich geht, zu lenken:

                      Zitat von mordax Beitrag anzeigen
                      Wie findet ihr die Justifiers Buchreihe von Markus Heitz?
                      Von Markus Heitz ist nur der Eröffnungsband, "Collector", die Folgebände sind von anderen Autoren. Gesamtübersicht gibt es hier: www.collector-roman.de – Collector - Der Roman
                      Ich kenne bislang nur den ersten Band, den ich recht unterhaltsam fand. Bei passender Gelegenheit werde ich auch noch mal wieder in die Reihe einsteigen, solche Serien sind immer eine ganz nette Unterhaltung für die morgendliche U-Bahnfahrt o.ä.
                      Was mich an der Reihe erstaunt ist vor allem ihr Erfolg, ich hätte nicht damit gerechnet, das es gelingt, eine SF-Roman-Serie derartig erfolgreich am Markt zu platzieren, das selbst ein Riesenverlag wie Heyne bereit ist, alle 3 Monate einen neuen Band nachzuschieben.

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                      • #12
                        Zitat von mordax Beitrag anzeigen
                        Ich denke das es eine Frage des Geldes ist. Spätestens dann wenn man wirklich auf anderen Planeten was bauen möchte, sei es zum Wohnen, Bauen etc haben Regierungen einfach nicht genug Geld dafür. Das können sich dann eben nur noch die Konzerne leisten. Fast alle Regierungen sind doch jetzt schon total verschuldet. Oder der Bau von Raumschiffen. Das geht nur wenn alle Länder sowas zusammen machen weil es einfach zu teuer ist. Und was ist realistischer? Das sich die Länder dieser Welt zusammen tun für sowas oder das Konzerne sich für sowas zusammen tun um mehr Profit zu machen?
                        Kannst du es nicht verstehen, oder willst du einfach nicht?

                        Ein Konzern mit viel Geld muss keien Politik machen, er kann sie sich KAUFEN. Er besticht irgend einen Würdenträger in Deutschland der zufällig diplomatische Kontakte nach Uganda Burundi hat und lässt diesen seinen "Amtskollegen" in Uganda Burundi schmieren, damit dem Unternehmen das recht eingeräumt wird, dort nach Gold zu suchen. Das ganze kostet deinen Konzern 500.000$ und das wars.

                        Wäre der Konzern aber selber die Regierung, verliert er die Chance, sich und seine Absichten hinter Politikern zu verstecken. Er müsste alle Verhandlungen auf außenpolitischer Ebene selbst führen. Das bedeutet Reden, Reden, Reden, ein Heer von Diplomaten beschäftigen und sich auf jahrelange Verhandlungen einstellen. Und - sich mit Presse und Medien auseinandersetzen.

                        Ich erinnere nur an die Umsatzsteuer für Hotels. 7% UST. Das gab 'nen riesen Aufstand, und JEDER wusste, wie da die Sache gelaufen war. Aber den Ärger hatte nicht der Hotelier am Hintern, der Geschmiert hatte, den Ärger mit der Öffentlichkeit hatten die Politiker, die geschmiert worden waren.

                        Die Möglichkeit Politiker zu kaufen und selber im Hintergrund zu bleiben ist für jeden großen Konzern 100x mehr Wert, als die Verpflichtung dazu, selber Politik machen zu müssen.
                        Was ist Ironie?
                        Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
                        endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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                        • #13
                          Viel besser als Geld funktioniert doch der Spruch "Sie wollen doch keine Arbeitsplätze verlieren, wenn sie dieses und jenes machen". An Arbeitsplätzen ist fast jeder Politiker interessiert, weil jeder Wähler daran interessiert ist.

                          Zur Hotelsteuer: Wie wollten die Mehrwertsteuer für Gastronomie senken, gerade weil diese mit österreichischen Hotels und Gaststätten in Konkurrenz stehen, wenn man zum Beispiel Bayern ansieht.

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                          • #14
                            Ich habe es schon verstanden, aber ich rede von einer fernen Zukunft. Was interessiert einen Konzern die Politik wenn er alles im All macht, dort hat die Politik gar kein Zugriff. Und ich gehe davon aus das es in ca 300-500 Jahren keine politik mehr in unserer jetzigen Form gibt. Also ganz einfach vergleiche nicht heute mit einer Zukunft in 300-500 oder gar 3000 Jahren. Dieser Thread sollte garnix mit der Jetztzeit zu tun haben.
                            Vieleicht habe ich die Frage auch einfach falsch gestellt.
                            Sie sollte vieleicht lauten: was für eine Zukunft haltet ihr für Realistischer ala Star Trek oder eher ala Justifiers? Wobei Zukunft sehr großzügig ausgelegt werden kann. 300 Jahre 5000 Jahre.
                            Zuletzt geändert von mordax; 27.07.2012, 14:42.

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                            • #15
                              Es wird niemals "keine Politik mehr geben". Das geht schon alleine deshalb nicht, weil immer wieder zwei getrente Organisationen aufeinander treffen werden, und dann diplomatie notwendig ist. Heute verstecken sich die Konzerne hinter diplomaten und haben ihre Ruhe. Aber wenn es keine Diplomaten mehr gäbe irgendwann, müssten sie alles selber machen. Und nein, ein Konzern kann im Weltraum genau so wenig schalten und walten "wie er will", wie es heute ein Staat kann. Denn in dem Augenblick, in dem außepolitisch das Recht eines Mitbewerbers berührt wird, kollidieren beide Machtblöcke damit und es entsteht ein Problem, das gelöst werden muss ... und wenn es nur darum geht, wer auf dem Mond Helium abbauen darf. Und nein, auch in 500 Jahren wird man solche Konflikte nicht lösen, indem man Mensch-Tier-Mutanten losschickt um die Mensch-Tier-Mutanten des konkurenten abzuschlachten.

                              Außerdem ... irgendwer muss sich um die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung kümmern. Sowas passiert alles nicht von ganz alleine.

                              Und ob du es glauben willst, oder nicht, ein Konzern hat sicher keine Lust, sich darüber gedanken zu machen, wie die Angestellten genug zum futtern kriegen.


                              Hierzu noch:
                              Ich denke das es eine Frage des Geldes ist. Spätestens dann wenn man wirklich auf anderen Planeten was bauen möchte, sei es zum Wohnen, Bauen etc haben Regierungen einfach nicht genug Geld dafür. Das können sich dann eben nur noch die Konzerne leisten. Fast alle Regierungen sind doch jetzt schon total verschuldet.
                              Die Bundesrepublick deutschland hat im Jahr 2011 fast 240 MILLIARDEN US-Dollar alleine an Umsatzsteuer kassiert. Die übrigen Steuereinnahmen sind da noch nicht drin enthalten. Insgesamt waren es fast 750 Milliarden US-Dollar. Und das NUR Deutschland.

                              Und deine Unternehmen?
                              Microsoft? 70 Milliarden Umsatz
                              Boing? 70 Milliarden Umsatz
                              ExxonMobil? 40 Milliarden Gewinn
                              Sony? 35 Milliarden Umsatz
                              General Motors? 150 Milliarden Umsatz

                              die Zusammen haben kaum einen bruchteil dessen, was Deutschland alleine kassiert. Und verschuldet sind die nichts desto trotz auch. Die Zahlen sind nur kleiner.
                              Was ist Ironie?
                              Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
                              endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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