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Krieg im Himmel von G. Smith

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  • Krieg im Himmel von G. Smith

    Mit "Krieg im Himmel" setzt der Brite Gavin Smith seinen 2011er-Roman "Der Veteran" fort und beendet diese Erzählung.


    Meine damalige Rezension:

    http://www.scifi-forum.de/off-topic/...n-g-smith.html

    Auch hier bekommt man wieder eine breite Palette an Kämpfen geliefert. Die Auswahl der Gegner und das Repertoire an futuristischen Waffen ist dabei wieder gewaltig. Gewohnt gut werden die Kämpfe in Szene gesetzt. Das Finale des Buches endet sogar in einer bombastischen Raumschlacht, die das Werk sogar noch etwas aufwertet. Die Story konzentriert sich um die Auswirkungen der Freisetzung von Gott (einem Underdog-Supercomputerprogramm, das das Netz kontrolliert und alle Privatsphäre vernichtet) und seinem Kampf mit dem Regierungsgegenentwurf Demiurg. Gleichzeitig bricht ein Bürgerkrieg zwischen der Erde und ihren Kolonien aus. Mittendrin ist unser Trüppchen aus sympathischen Abenteurern, das in diesem Band noch einmal um 2 Mitstreiter reicher wurde. Sogar die Passagen im Netz gefielen mir hier etwas besser als im Vorgängerroman, wenngleich sie immer noch viel Fahrt aus manch interessanten Kapiteln nehmen.

    Leider muss man auch die Schwachstellen des Buches anmerken. Mit knapp 850 Seiten ist es noch umfangreicher als der Vorgänger und hier wäre weniger wirklich mehr gewesen. Ganze Kapitel könnte man streichen, ohne die Haupthandlung zu beeinflussen. Smith versuchte zudem seinen Leserwünschen nachzukommen und seinen Figuren mehr Tiefe zu verleihen. Dies schlägt sich in viel zu langen Dia- oder Monologen wieder, die meist um die stets gleichen Themen wie Freundschaft, Verrat und Liebe kreisen.

    Das Ende des Romans kann jedoch durchaus für einige Längen entschädigen. Die Story kommt hier zu einem recht rundem Abschluss.

    Fazit: Smith versucht sich zu steigern, aber das gelingt ihm nur teilweise. Im Vergleich zum "Veteranen" kommt "Krieg im Himmel" fast schon entspannt daher - trotz vieler Kämpfe. Insgesamt bekommt man hier keine allzu hohe Sci-Fi-Kost geboten, sondern solide Militäraction mit einer Spur Sozialkritik. Wem der erste Band gefiel und wer die Figuren liebgewonnen hatte, kann aber getrost zugreifen. Ein kleines Lob muss ich auch dem Blanvalet-Verlag aussprechen. Auch hier sieht das Cover einfach nur atemberaubend aus.
    "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
    die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
    (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)
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