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Die Physik des Bewusstseins von M. Kaku

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  • Die Physik des Bewusstseins von M. Kaku

    Über die Zukunft des Geistes - so lautet der viel versprechende Titelzusatz vom neuesten Werk des Michio Kaku.

    Hier geht es nun um die Möglichkeiten der Weiterentwicklung unseres Verstandes. Kaku lässt kein Thema aus. Das Bewegen von Objekten mit Geisteskraft, die Verschmelzung mit Maschinen, neue medizinische Konzepte und sogar der vollkommene Bewusstseinstransfer in eine Maschine kommen vor. Kaku gibt sich seinen gewohnten Höhenflügen hin. Viele der Themen wurden übrigens schon in seinen früheren Büchern angerissen, was aber kein Manko sein muss. Leider kränkelt das Buch unter den gleichen Schwächen wie seine Vorgänger, wie etwa "Die Physik der Zukunft". Fragen nach Rohstoffen, Finanzierbarkeit, Ethik oder realem Nutzen werden - wenn überhaupt - nur am Rande behandelt. Tatsächlich meint man, ein unvollkommenes Sachbuch in Händen zu halten, denn wesentliche Aspekte werden einfach übergangen. Ich persönlich befürchte ja, dass Kakus Bücher im Laufe der Jahre immer mehr an Qualität verlieren werden. Dieses Werk ist kein Vergleich zu den nachdenklichen Technikideen eines Lem oder der wissenschaftskritischen Lehre eines Sheldrake.

    Fazit: überbordende Träume eines Optimisten. Nur noch bedingt anzuraten. Ich selbst habe bisher beinahe alles von Kaku gelesen. Mein Favorit war etwa das liebenswert-verträumte "Die Physik des Unmöglichen", dessen spielerischer Stil mir damals gefiel. Leider ist die Möglichkeit zu einer kritischen Reflektion mit neuen Techniken dem Autor offenbar irgendwann abhanden gekommen.
    "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
    die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
    (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

  • #2
    Zitat von EA-Loyalist Beitrag anzeigen
    Ich persönlich befürchte ja, dass Kakus Bücher im Laufe der Jahre immer mehr an Qualität verlieren werden.
    Das ist längst passiert, sein Parallel Worlds war ja noch lesenswert, da befand sich Kaku noch auf seinen Fachgebiet. Aber ein theoretischer Physiker der über technologische Anwendungen referiert, ist auch nur ein ambitionierter Amateur. Das merkt man seinen jüngeren Werken leider auch an.
    Seine Zusammenstellungen bieten seinen Lesern zwar ein Panoptikum technologischer Möglichkeiten. Aber deren Bewertung und fachkundige Aufarbeitung liefert er nicht, dafür wäre ein Ingenieur oder Experimentalphysiker auch viel besser geeignet. Viele Themen seiner Essays, habe ich so schon im populärwissenschaftlichen Fachzeitschriften besser ausgearbeitet gelesen.
    Spart euch das Geld, als Tipp die Max-Planck- und die Fraunhofer-Gesellschaft geben eigene Magazine heraus, und zwar kostenlos.
    Forschung | Forschungsmagazin
    Fraunhofer-Magazin
    Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
    Dr. Sheldon Lee Cooper

    Kommentar


    • #3
      Mein Favorit war etwa das liebenswert-verträumte "Die Physik des Unmöglichen", dessen spielerischer Stil mir damals gefiel. Leider ist die Möglichkeit zu einer kritischen Reflektion mit neuen Techniken dem Autor offenbar irgendwann abhanden gekommen.
      Da bin ich mal gespannt wie Meinung dazu ausfällt. Ich habe das Buch seit gestern bei mir liegen. Das dem Autor Skepsis fehlt weis ich bereits. Aber ich finde es Optimismus zu lesen schadet nicht. Natürlich wäre es besser wenn die Realisierbarkeit hinterfragt wird, aber ich denke das Buch wird mir auch so gefallen. Ich gebe später eine Meinung in diesem Thread ab.

      Spart euch das Geld, als Tipp die Max-Planck- und die Fraunhofer-Gesellschaft geben eigene Magazine heraus, und zwar kostenlos.
      Bücherei sei dank, habe ich mir das Geld auf anderem Wege gespart.

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