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Kaisertag von Oliver Henkel

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  • Kaisertag von Oliver Henkel

    In diesem Alternativweltroman hat das Attentat von Sarajevo nicht stattgefunden. Das Kaiserreich ruht immer noch im Herzen Europas. Die beiden Weltkriege, welche unseren Kontinent umkrempelten und die großem Imperien zerrieben, blieben aus.


    Aus dem Inhalt:
    Im Jahre 1988 tragen die Soldaten immer noch Pickelhauben und Kaiser Wilhelm V. hat das Land und die Kolonien im Griff. In dieser Welt kommt der Detektiv Friedrich Prieß einer Verschwörung auf die Schliche, welche bis in höchste Kreise der Regierung reicht. Alles beginnt damit, dass er von einer Witwe beauftragt wird, den Selbstmord eines Offiziers zu ergründen. Die Spur führt nach Lübeck und in die dunklen Kreise der kaiserlichen Geheimdienste....


    Fazit: was für ein schöner Lesespaß, der Autor ist besonders gut in der Darstellung einer anders verlaufenden Geschichte. Es sind viele kleine Details, die dieses Buch insgesamt lesenswert machen. So sind etwa viele junge Deutsche Fans des großen amerikanischen Komponisten Elvis Presley und im Bestseller "Vaterland" von Robert Harris geht es um 2 große Kriege, wobei der 2. von einem größenwahnsinnigen Ex-Postkartenmaler ausgelöst wurde. Selbst Patrick Stewart kommt als erfolgreicher Schauspieler vor, der sich auf die Darstellung von Dixon Hill spezialisiert hat. Es machte mir wirklich Spaß, mich durch diese Welt zu bewegen. Die Figuren sind gut gezeichnet und agieren insgesamt glaubhaft. Leider musste der Autor zum Ende hin etwas übertreiben. Es durfte nichts fehlen: drohender Weltkrieg, Atombombengefahr, ein Scharfschütze, der den Kaiser ins Visier nimmt...


    Nun ja, das etwas durchwachsende Ende sei dem Autor verziehen, denn dieser Alternativweltausflug war insgesamt sehr erfreulich. "Kaisertag" ist vielleicht keine überragende Lektüre, aber dafür sehr unterhaltsam und bringt einen an so mancher Stelle zum schmunzeln.


    Ich überlege, mir weitere Bücher von Oliver Henkel zuzulegen. Kennt jemand diesen Autor und kann mir vielleicht einen Tipp geben? Was haltet Ihr denn vom "Kaisertag"?
    "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
    die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
    (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

  • #2
    Von Henkel kenne ich bis jetzt Kaisertag, Im Jahre Ragnarök, Die Fahrt des Leviathan und Die Zeitmaschine Karls des Großen, noch nicht gelesen habe ich Wechselwelten, habe ich mir aber für dieses Jahr fest vorgenommen. Deiner Einschätzung zu Kaisertag schließe ich mich an, keine Meisterwerk aber sehr unterhaltsam, das Stellenweise etwas sehr dick aufgetragene Lokalkolorit über Lübeck war manchmal etwas viel (Und das sage ich als jemand, der ein paar Jahre in Lübeck gelebt hat). Die Fahrt des Leviathan und vor allem Die Zeitmaschine Karls des Großen haben mir noch deutlich besser gefallen, da gibt es wirklich fast nix dran zu auszusetzen, sehr spannend und kurzweilig, trotzdem nicht oberflächlich oder flach geschrieben. Etwas abfallen tut Im Jahre Ragnarök, da fand ich die Prämisse und die Ausgestaltung der Alternativwelt wenig überzeugend.

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