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Das Silo-Universum von Hugh Howey

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  • Das Silo-Universum von Hugh Howey

    "Silo" ist der einfache Titel eines sehr gelungenen Debütromans des amerikanischen Autors Hugh Howey. Die Reihe wurde bald auf drei Bände ausgedehnt und ist somit abgeschlossen. Doch lohnen sich die Bücher?


    Silo

    Der erste Roman ist definitiv lesenswert. Seit einer großen Katastrophe leben die Menschen unterirdisch in dem Silo. Man wird regelrecht in diese unterirdische Welt mit ihren vielen Geheimnissen und Regeln hineingezogen.

    Wer die Romane noch nicht kennt, der sollte hier aufhören zu lesen, denn ich werde nun spoilern.

    Man erfährt, dass die Außenwelt größer und lebendiger ist, als anfangs gedacht. Neben allerlei politischen Querelen gibt es noch eine kleine Romanze, die aber sehr gut in das Bild passt. Silo ist definitiv einer der wenigen Romane, die man wirklich kennen sollte. Die Welt und die Figuren sind wunderbar. Letzten Endes wird klar, dass es noch andere Silos gibt und dass die Machthaber im Silo, in welchem die Handlung spielt, keineswegs die echten Machthaber sind.


    Level

    Band 2 dreht sich um die Errichtung der Silos. Während man die Vorgeschichte erfährt, wird man ferner in die Siloleitung eingeführt. Die Prozesse und Ideen in Silo 1 werden überaus deutlich. Natürlich wird ferner die Geschichte vom ersten Band fortgeführt. Leider fällt "Level" dann schon etwas ab. Mehr Informationen über die Errichtung und den Grund dafür wären hilfreich gewesen. Die endlosen Szenen um das Thema Kälteschlaf retten den Roman dann nur noch bedingt. Ja, im ersten Silo sind Mannschaften aktiv, die via Kälteschlaf Jahrhunderte aktiv sein können, da deren Schicht jeweils nur einige Monate dauert. Ein netter Einfall, aber dieser wird zu sehr ausgebreitet. Am interessantesten war meiner Meinung nach die Geschichte um Jimmy, einer Figur aus Band 1, welche jahrelang alleine in einem verlassenen Silo leben musste.


    Exit

    Der letzte Band zieht dann wieder mit dem Tempo an, denn eine Verbindung zweier Silos ist geplant. Diese soll über einen Tunnel erfolgen. Somit ist natürlich klar, dass Silo 1 diese Bedrohung nicht mehr länger hinnehmen kann. Dort sind aber gleichzeitig Sympathisanten erwacht, welche die Figuren aus unserem Silo schützen wollen. Leider passiert hier zu viel auf einmal, aber vieles kommt nicht richtig an. Es häufen sich auch die logischen Fehler. Jetzt kann ich es sagen: die Außenwelt ist von Naniten verseucht und deshalb sollen die Menschen 500 Jahre lang in den Silos hausen, bevor sie die Erde wieder bewohnen können. Leider sollen 49 von den 50 Silos gesprengt werden, bevor dies passiert. Weil... ja, das wüsste ich selber gerne. Das hat vermutlich etwas mit dem Machterhalt zu tun, aber diese Begründung muss hier für alles herhalten. Denn die Außenwelt ist schon längst wieder bewohnbar. Nur die Umgebung um die Silos herum ist ein Ödland. Am Ende wird Silo 1 zerstört und den wenigen Überlebenden aus unserem Silo gelingt die Flucht. Dieser Roman gefiel mir nicht besonders, denn hier werden mehr Fragen gestellt als beantwortet. Das "Silo"-Universum wäre womöglich mit nur einem Buch besser gefahren.

    Fazit: ein furioser Auftakt wird von 2 eher schwachen Nachfolgern begleitet. Howey schafft es trotz gute Ansätze leider nicht, den Spannungsbogen zu halten.

    Wie steht Ihr der Silo-Reihe gegenüber?
    "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
    die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
    (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)
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