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[FanFic] Das Grasmeer

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  • [FanFic] Das Grasmeer

    Dann will ich euch auch mal ein bischen Langweilen
    Ich schreibe noch drann, also dauerts immer ein bissel bis das neue Kapitel erscheint, habt etwas Geduld, mal schauen wie lange ich das hier durchhalte

    Diskusion bitte gebt mir etwas Feedback! Ich will schließlich Wissen wie es euch gefällt!

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    Kapitel 1 (Die Ankunft)



    Bekaars Geist fand langsam wieder in die Realität zurück, zunächst war nur schwärze, milde weiche schwärze die ihm Bewusst wurde, gefolgt von einem leichtem Knistern, das ihm seltsamerweise wie der Geschmack von Kupfer auf der Zunge vorkam.

    ‚Wie kann ich ein Geräusch Schmecken?’ fragte sich Bekaar und in diesem Moment erkannte er sich selbst wieder, sein Geist , sein Bewusstsein hatte wieder Kontrolle über seinen Körper, ein Umstand der leider auch die Schmerzen wieder mit sich brachte, vor denen ihn die Bewusstlosigkeit einige Zeit schützen konnte.

    Bekaar konzentrierte sich auf diese Schmerzen und versuchte sie zugleich zu kontrollieren und ihre Ursache herauszufinden, aber ihm gelang es nicht die primäre Ursache für die Schmerzen zu erkennen, was zum größten teil damit zusammenhing, das er sich nicht an die Ereignisse vor seinem Erwachen erinnern konnte.

    Den Versuch eines seiner Augen zu öffnen wurde mit einem Grellen Lichtblitz bestraft, der wie ein Messer durch seinen Kopf fuhr und die Reste der Gnadenvollen milden schwärze vertrieb. Aber dieser zusätzliche schmerz hatte einen weiteren Vorteil für Bekaar, ihm wurden die letzten Ereignisse wieder Bewusst und er begann sich zu erinnern!

    Diese Masse, die plötzlich in seiner Flugbahn auftauchte und ihn schlussendlich damit Kollidieren lies war in keiner Karte verzeichnet. Zwar konnte Bekaar das schlimmste Verhindern, indem er ein Waghalsiges Flugmanöver durchführte, das ein völliges Auslöschen seiner Existens Verhinderte, aber aufgrund seiner Schmerzen wünschte er sich, das ihm dieses Geniale Manöver besser nicht gelungen wäre! Eine abermalige Schmerzwelle lies Bekaar wieder in die Gnadenvolle Schmerzfreiheit der Bewusstlosigkeit versinken.

    Er Spürte Wind, starken Wind und öffnete die Augen. Diesmal durchfuhr ihn kein Greller Lichtblitz, diesmal war es Dunkel und seine Augen konnten das erstemal etwas von seiner Umgebung erkennen. Auch Bekaar selbst erkannte, das seit seinem letzten Bewusstem Erleben wieder einige Zeit vergangen sein musste, denn der Lichtblitz, der ihn eben noch Blendete, musste in Wirklichkeit stunden her sein, denn dieses schwache Licht, das von einem Sternenhimmel stammte, der sich teilweise hinter schnellziehenden Wolken verbarg, hätte seinen Augen nicht solche schmerzen zufügen können!

    Dieser Anblick, der zumindest so etwas wie eine ferne Erinnerung an etwas Vertrautem besaß, machte ihm Mut und er begann sich zu Bewegen, Tastete Vorsichtig seine schmerzenden Stellen ab.

    Es hatte lange gedauert bis Bekaar sich aus dem Verkeiltem Sitz befreit hatte. Erschwerend kam hinzu das alles in einer Schräglage war und Bekaar seine linke Hand nicht einsetzen konnte, die sich als weniger Belastbar wie der Monitor herausstellte, der sie Zertrümmert hatte.

    Unter äußersten Anstrengungen gelang es ihm sich bis in den Frachtbereich vorzuarbeiten. Hier war wesentlich weniger Beschädigt und die Vorrichtung, die zur Erzeugung der künstlichen Gravitation zuständig war, arbeitete noch, was bedeutete, das Bekaar sich trotz der Schräglage in der sich das Schiff befand, wesentlich leichte bewegen konnte.

    Ein erster Überblick über die Fracht lies Bekaar erkennen, das zumindest die Fracht auf der Steuerbordseite verdorben war, die Blinkenden Anzeigen an den Containern waren erloschen.

    Bekaar wurde Schwindelig, eine Folge der maßlosen Enttäuschung und des nicht unerheblichen Verlustes an „Lebenssaft“ der beständig aus seiner Zertrümmerten Hand Tropfte.

    Bekaar musste schnell Handeln, wollte er vermeiden, das er aufgrund der Verletzung abermals das Bewusstsein verlor und nie wieder Aufwachte. Zwar hatte das Gewicht des Monitors seine Hand zertrümmert, aber auch gleichzeitig die Gefäße abgeklemmt und ihn so am Leben erhalten. Ein kritischer Blick auf seine Zertrümmerte Hand bestätigte Bekaars Vermutung, seine Hand war derartig Zertrümmert, das sie selbst in seiner Heimatwelt niemand mehr zu Retten vermochte.

    Den Plasmabrenner in der Gesunden Hand haltend, zögerte Bekaar, aber der kleine See der sich unter der ehemals so feinfühligen Hand bildete, lies ihm keine andere Wahl. Mit einer Entschlossenen, schnellen Bewegung trennte er das Nutzlose Teil ab, die Hitze des Plasmastrahls verschloss die offenen Gefäße, lies Bekaar aber mit einem Stummen Schrei wider das Bewusstsein verlieren.

    Das Erwachen war diesmal Grauenvoll, der schmerz der Verbrennung und das Pochen der nichtmehr vorhandenen Hand, ließen den Gepeinigten mit einem lautem Stöhnen erwachen.

    Einzig der Gedanke an seine Fracht, diese unermesslich Wertvolle Fracht hielt Bekaar davon ab Wahnsinnig zu werden. Noch war an einigen Containern auf der Backbordseite das Blinken einiger Kontrollleuchen zu erkennen, aber seit seiner letzten Wachphase hatten hier auch einige ihre Tätigkeit eingestellt. Bekaar musste Handeln, durfte nicht zulassen, das auch der Rest der Fracht in ihren Containern Verdarb!

    Er begab sich zur Zentralen Kontrolleinheit in der Mitte des Raumes, bei Karessa, sie war noch Online, Gelobt sei die Allmacht von Karessa die wiedereinmal eine völlige Katastrophe verhindert hatte!

    Bekaar war vorsichtig, er entschloss sich zunächst nur einen der Container zu öffnen. Sollte etwas schief gehen, so konnte er diesen Fehler bei der Öffnung der anderen Vermutlich Vermeiden. Die Finger seiner Hand huschten über die Kontrollen und eine blinkende Bestätigungsanzeige erlöste Bekaar von seiner Aufgabe. Container 4 würde sich in wenigen Minuten öffnen!

    In Respektvollem Abstand nahm Bekaar vor Nr. 4 Aufstellung. „Zu Nahe, ich bin zu Nahe“ war das letzte was Bekaar dachte, bevor er, einen Schritt rückwärts machend, im Gleißendem Licht einer Elektrischen Entladung von der Stärke eines Blitzschlags Verglühte. Ein Kabel, das von der Decke hing und für die Energieversorgung der Steuerbordcontainer zuständig war, erlösten Bekaar von seinem Schmerz und der Verzweiflung.
    Zuletzt geändert von Kuno; 17.02.2002, 13:37.
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  • #2
    Kapitel 2 (Das Erwachen)



    Jason McDonnel’s erstes Gefühl war Kälte und...... Hunger!
    Dann, mit dem öffnen der Augen kam Panik hinzu, ein Klaustrophobischer Anfall der, würde jemand seine Reaktionen aufzeichnen, sicherlich als extrem Bezeichnet werden konnte. McDonnel hatte schon immer eine Abneigung gegen enge und dunkle Räume, aber diesmal fühlte er sich Lebendig Begraben.

    In absoluter Panik schlug Jason um sich, jedenfalls soweit ihm seine beengten Verhältnisse dies Gestatteten, er hatte das Gefühl in einem Sarg zu liegen und, einen Augenblick und einem zufälligem Stoß beider Hände nach vorne später, erkannte er, das dieses Gefühl nicht falsch war!

    Der Stoß seiner Hände hatte die Notöffnung seines „Sargs“ ausgelöst und der Deckel öffnete sich schlagartig. Im halbdunkel konnte Jason in einiger Entfernung ein funkensprühendes Kabel ausmachen, das von der Decke hing, kein gutes Zeichen!

    Jason blieb, tief Durchatmend, noch einen Augenblick liegen, dann erhob er sich sichtlich geschwächt aus dem Tiefschlafbett, das ihn für die Dauer der Reise am Leben erhalten hatte.
    Der Deckel der Kammer, die wirklich ein wenig an einen Sarg erinnerte, hatte sich nach beiden Seiten hin geöffnet und Jason nutzte diesen nun als Sitz. Das leichte Zittern seines Körpers, durch Kälte und Hunger noch verstärkt, sowie die sichtlich beschädigte Inneneinrichtung und das fehlen von Dr. Herbert ließen Jason die richtigen Schlüsse ziehen.

    „Bruchlandung, eine verdammte Bruchlang, dieser Pilot hat eine verdammte Bruchlandung gemacht“ Murmelte Jason Zornig „Licht!“ kam ein ebenfalls leises und krächtsend ausgesprochenes Wort, das als Befehl an den Bordcomputer gemeint war. Aber entweder hatte Jason noch nicht die Kraft seiner Stimme nach dem 2 Jährigem Schlaf wiedergewonnen, oder der Bordrechner war auch beschädigt worden.

    „Licht!“ brüllte Jason so laut wie ihm dies möglich war und endlich wurde es heller, die Notbeleuchtung flackerte hier und da auf, einige Lampen erloschen nach wenigen Augenblicken wieder, einige Glimmten nur schwach vor sich hin, aber ein paar erreichten die vorgesehene Helligkeit.

    Hell genug jedenfalls damit McDonnel einen Überblick über das Ausmaß der Bruchlandung bekommen konnte. Vor ihm, in nicht mal 3 Meter Entfernung lagen die Verkohlten Überreste des Piloten. Die Energieentladung des herunterhängenden Kabels hatten seine Oberfläche größtenteils Geschmolzen und die wie Gedärme hervorquellenden Leitungen und Schläuche, die den Androiden mit Energie versorgten und seine Beweglichkeit ermöglichten waren auch zu einem großen teil verschmort, ein Totalschaden!

    „Bekaar 53, die Spitze der Entwicklung von einem Energiekabel Gegrillt!“ Jason musste trotz alledem Lachen.

    Als Navigator hatte er immer in direktem Konkurenzdruck zu den immer besser und Menschlicher werdenden Maschinen gestanden, hier schien sich zu bestätigen was er immer Sagte, sie sind nicht besser, sie sind nur Ermüdungsfrei und schneller , aber auf eine veränderte Situation können sie nicht angemessen Reagieren! Ein Mensch hätte das Kabel bemerkt und Gesichert, aber der Pilot der „Marbel“ war einfach, auf seinen Gespeicherten Plan des Schiffes vertrauend, hineingelaufen!

    Dann bemerkte Jason McDonnel, Navigator und zur Verbüßung einer Freiheitsstrafe auf dem Weg in die Heimatwelt, das die gegenüberliegenden Tiefschlafbetten das Typische Signal vermissen ließen, das anzeigte das sie Betriebsbereit und der Insasse bei bester Gesundheit war. Auch das Warnsignal war nicht zu erkennen, im Falle einer Energieunterbrechung wurde auf interne Notenergie umgeschaltet, eine Energiezelle, die in der Lage war die Funktion der Betten über einen Zeitraum von mehreren Wochen aufrecht zu erhalten!

    McDonnel stürzte nach vorne und was er sah, lies ihm das Blut in den Adern Gefrieren!

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    • #3
      Kapitel 3 ( Die Ebene)



      Ladahn saß etwas abseits des Feuerscheins mit angezogenen Beinen, den Kopf auf die Knie gestützt und konnte zu ihren Füßen durch eine Schneise des Waldes hindurch die der letzte Windzyklus geschlagen hatte, die schier unendliche Ebene erkennen.

      Morgen würden sie die große Ebene erreichen und mit ein wenig Glück noch vor beginn des Regenzyklus einen Platz und eine schnelle Passage auf einem Windjäger bekommen. Viel wichtiger für Ladahn war jedoch, sie würde das erstemal in ihrem Leben die großen Städte sehen, die entlang der großen Ebene verteilt lagen und mit ihnen auch die verschiedensten Völker, die von und mit der Ebene Lebten. Völker von denen sie immer nur von den Erzählungen der anderen gehört hatte und die ihr so schrecklich Fremdartig in ihrer Erscheinung und Lebensweise waren. Ladahn war seltsam erregt, voller Vorfreude, aber auch ein wenig Ängstlich, nicht jedes dieser Völker Lebte in Frieden mit andersartigen und Ladahn war andersartig, sie stammte vom Bergvolk und diese genossen keinen allzu guten Ruf bei den Völkern der Ebene!

      Plötzlich Flackerten hier und dort auf der Ebene schwache Lichter auf, meißtens weit entfernt, fast am Horizont gelegen und mit bloßem Auge nur zu erkennen, wenn man wie Ladahn im dunkelem saß. „Kedahn, schau nur, die Sterne, sie Spiegeln sich in der Ebene!“

      Der Führer der kleinen Gruppe, Kedahn trat neben seine Nichte, „Nein, das sind keine Spiegelungen, das sind die Lichter der Windjäger, die meißten halten die Nacht über an, das ist sicherer und entzünden große Feuer um die Tiere der Ebene fernzuhalten!“ Kedahn setzte sich neben sie und deutete auf die Feuer in der ferne, die jetzt nach und nach zahlreicher wurden. „Die Ebene ist gefährlich, das ist auch der grund warum unser Volk in den Bergen lebt, es ist gefährlich die Nacht über die Windjäger weiterzubewegen und es ist gefährlich in der Ebene die Nacht zu verbringen, aber immer noch sicherer wie auf gut Glück durch die Nacht zu Reisen!“

      Ledahn nickte, sie hatte die Geschichten von der Ebene schon so oft gehört, wie konnte sie das nur Vergessen haben? Es lag sicher an ihrer Aufregung das sie endlich diese für alle so wichtige Landschaft selber sah!

      „Komm mit ans Feuer...“ Kedahn blickte zum Himmel, der mit schnellziehenden Wolken teilweise die Sterne verdeckte „... der Regenzyklus ist nahe und es scheint so, als ob heute Nacht das erstemal der Regen fällt!“

      Jason war immer noch Geschockt und konnte keinen klaren Gedanken fassen. Darauf gefasst in das bleiche Gesicht eines im Kälteschlaf verstorbenen zu Blicken, nicht aber auf einen völlig Skelettierten Schädel, war er rückwärts gestolpert und nur der Verkohlte Körper des Androiden Bekaar über den er stürzte, rettete McDonnel vor dem immer noch funkensprühendem Kabel und somit vor demselben Schicksal wie dem das Piloten, dem er noch kurz vorher unterstellte das Menschen auf unvorhergesehenes flexibler und Bedachter Reagierten.

      „Mein Gott!“ Murmelte Jason McDonnel „Wie lange sind sie schon tot? ............... Wie lange war ich da drinne?“

      Einem ersten Impuls nicht nachgebend, einfach hinauszurennen, blieb Jason im Mannschaftstransportraum, oftmals etwas verächtlich als „Frachtraum“ bezeichnet und beschäftigte sich mit den Kontrollen der anderen Tiefschlafbetten. Alle auf der Steuerbordseite waren, auch nach dem zustand der Verstorbenen zu Urteilen, schon eine kleine Ewigkeit tot. Die Insassen der Betten auf der Backbordseite, wo auch Jasons Kälteschlafkammer stand, waren sichtlich später gestorben und einige lagen noch in ihren Betten und schlummerten ihrer Erweckung, oder auch dem tot entgegen wenn sie niemand dort herausholte.

      Jason war sich nicht sicher, wie er handeln sollte. Die Automatik für die Weckprozedur war ausgefallen und er war Navigator, nicht Mediziner oder Kälteschlaftechniker. Zum anderen bestand immer noch die sehr hohe Wahrscheinlichkeit, das daß Schiff durch einen Pilotenfehler auf einem Asteroiden niedergegangen ist, denn wie konnte sich ansonsten die Abwesenheit von Rettungsmannschaften erklären? Wären sie auf der Heimatwelt, oder in deren nähe abgestürzt, so hätten sich längst Rettungsmannschaften auf den Weg gemacht und sie auch schon geborgen. Aber wenn ein teil der toten schon Skelettiert war, so war davon auszugehen, das sie weitab der Heimatwelt und ohne das jemand etwas davon mitbekommen hatte, auf einem Felsbrocken, oder schmutzigem Schneeball im nirgendwo abgestürzt war. Warum sollte Jason also die armen Kerle aufwecken? Sollten sie in ruhe sterben, ohne die Gewissheit die McDonnel quälte!

      Vielleicht, aber nur vielleicht konnte Jason jedoch sich selbst und die anderen doch noch Retten! Wenn, ja wenn die Sendeanlage des Schiffes nicht völlig hinüber ist und wenn das Schiff noch genügend Energie besitzt und wenn sie zufällig in einer Lage niedergegangen sind, die der Sendeanlage die möglichkeit zum arbeiten gestattet und wenn der Felsbrocken auf dem sie waren zufällig eine Rotation besaß, die es ermöglichte einen Funkkontakt mit der Heimatwelt herzustellen, dann könnte es gelingen eine Rettungsmannschaft anzufordern!

      ‚Viele wenn’s’ dachte der Navigator ‚aber durchaus möglich, auf jeden fall eher wahrscheinlich wie die Gewinner der Planet-Series im Football zu bestimmen!’

      Jason rechnete seine Chancen durch „Geplante Dauer der Reise war 2 Jahre, wenn wir auf halber Strecke abgestürzt sind, so braucht die Nachricht knapp ein Jahr, dann benötigt die Rettungsmannschaft etwas mehr. Mit etwas Glück sind sie in 24 bis 25 Monaten hier, dann noch mal ein kleiner Schlaf und ich bin zuhause!“

      Doch dazu musste Jason zur Pilotenkanzel, hier im Fensterlosem „Frachtraum“ fand sich keine möglichkeit der Funkübertragung.


      Den Entschluss die anderen schlafen zu lassen hatte Jason bereits gefasst, selbst wenn er jemanden in der Heimatwelt erreichen konnte. Fast 2 Jahre in einem kleinem Schiff ausharren mit ungewissen Vorräten an Luft, Wasser und Nahrung war schlimm genug, aber diese knappen Vorräte auch noch teilen zu müssen und somit eventuell noch jemanden zum Tode durch Ersticken oder Verhungern zu Verurteilen nur um Gesellschaft zu haben, so Egoistisch war Jason McDonnel nicht!

      Ein ungeahntes Schwindelgefühl überflutete Jason, nachdem er die Tür geöffnet hatte verursacht zum einen durch die extreme seitliche Schräglage des Schiffes, die er aufgrund der künstlichen Schwerkraft im inneren des „Frachtraumes“ nicht bemerkte und dem Anblick der sich ihm durch die zerstörte, aufgerissene Pilotenkanzel hindurch bot.

      Von dem Berghang aus auf dem das Schiff lag, konnte Jason im Untergang einer Sonne ein wunderschönes, grünes Tal erkennen durch das ein gold-silbrig glitzernder Fluss Mäanderte der sich in einen großen See ergoss. Das Tal weitete sich immer mehr, bis es in eine große grüne Ebene überging.


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      • #4
        Kapitel 4 (Das Treffen)


        Nach dem Abstieg vom Berghang auf dem ihre kleine Gruppe die Nacht in einem leichtem Nieselregen verbracht hatte, der sich gegen morgen zu einem erstem heftigem Regenguss, einem ersten Vorboten des sich ankündigen Regenzyklus verstärkte, folgten sie nach möglichkeit auf den Kämmen der nun sanft geschwungenen Hügel bleibend, einem Bach, der durch die Regenfälle zu einem kleinerem Fluss angeschwollen war.

        Ledahn blieb bei Durchquerung jeder der Sumpfigen, vom Regen aufgeweichten Senke immer etwas zurück, bemühte sich aber den Abstand zur Gruppe wieder aufzuholen, sobald sie auf einem Hügelkamm angekommen war. Schließlich wurden die Bäume weniger, die Hügel hatten kaum noch Baumbestand, was das vorwärtskommen der Gruppe stark erleichterte.

        Umso mehr war Ledahn erstaunt, als die Gruppe auf einem Hügelkamm den sie gerade erklommen hatten anhielt und anscheinend auf sie Warteten. Doch der Anblick, der sich Ledahn mit erreichen der Kuppe bot, war Überwältigend und auch sie blieb Unwillkürlich stehen, sog förmlich den Anblick in sich auf.

        Vor ihr, durch die vom Regen gereinigte Luft beinahe zum Greifen nahe, lag Hepritan die größte Grasmeersiedlung in dieser Region Majestätisch auf einem Hügel. Die hohen Mauern die fast den gesammten Hügel und damit die Siedlung umgaben, wurden im inneren von gewaltigen Türmen überragt die untereinander alle mit Waghalsig erscheinenden Brücken verbunden waren, die Ästen eines großen Baumes gleich sich in unterschiedlichen Höhen und Winkeln schnitten. Überhaupt sah die ganze Siedlung wie eine ins Gigantisch vergrößerte Ansammlung kahler Laubbäume aus, die ihre Äste ineinander Verwoben hatten. Die „Stämme“ der Bäume jedoch bestanden aus unterschiedlichsten Materialien, die höheren von ihnen waren Zierlich und silbrig glänzend, die etwas niedrigeren meißtens gedrungener und etwas Plumper aussehend aus Kunstvoll behauenen Steinen der Umgebung gebaut. Überall an den Türmen waren Plattformen und Balkone angebracht und selbst die Mauern der Siedlung trugen, genau wie die Türme, teilweise Grotessk anmutende Steingesichter und Statuen von erstaunlichem Ausmaß. Dieser Anblick wurde durch bunte, Flatternde Fahnen und Riesige Wandbehänge an den Außenseiten einiger Türme noch verstärkt.

        Diese ganze Siedlung war von einem regelrechtem Wimmeln durchzogen, Ledahn dachte zunächst an Ameisen auf einem Baum, bis sie erkannte, das die sich auf den Brücken und Balkonen bewegenden dunklen Punkte Menschen waren, Hepritan war wirklich die größte Ansiedlung die sie jemals gesehen hatte!

        Ein Fauchen lies die Gruppe herumfahren. Aus der Senke, die sie eben noch durchquert hatten, war eindeutig das Fauchen und Brüllen eines der großen Räuber der Ebene zu hören. Dann nach einem Augenblick der Ruhe ein schriller Schrei, eindeutig der Todesschrei eines Menschen, gefolgt von heftigen Rufen mehrerer anderer, jemand benötigte eindeutig Hilfe.

        Ohne groß zu Überlegen sprang Kedahn den Hügel herab. Zwar war der Baumbestand hier sehr dünn und die niedrigen Büsche standen nicht sehr dicht, aber zusammen mit den vereinzelt herumliegenden Felsbrocken lies sich von hier oben nicht erkennen, was sich dort unten abspielte. Der Rest der Gruppe folgte Kedahn ebenso rasch und behände.

        „Verdammt!“ Hanson Fluchte zum wiederholtem male an diesem tag und die anderen hatten sich mittlerweile abgewöhnt darauf zu Reagieren, jeder war zu sehr mit seinen eigenen Problemen beschäftigt. „Was soll diese Quälerei denn bringen? Wir hätten beim Schiff warten sollen!“ Die anderen Stapften ungerührt weiter, bei jeder Durchquerung der sumpfig-matschigen Senken lies Hanson dieselben Unmutsäußerungen von sich. „Oh Gott, nicht das auch noch!“ Die anderen hielten inne und drehten sich zu Hanson um, zwar hatte er bisher bei jeder sich bietenden Gelegenheit einen Grund gefunden den anderen seine schlechte Laune deutlich kundzutun, aber er hatte noch nie in so einem Panikartigem Tonfall gesprochen.

        Jason konnte sich ein Grinsen nicht Verkneifen und auch Fjodor schien Belustigt, jedenfalls lies sein tonfall das deutliche Bemühen erkennen, einen Lachanfall zu unterdrücken.

        „Das ist aber nicht der richtige Ort sich die Füße zu Waschen!“

        „Ja, lacht ihr nur!“ entgegnete Hanson, an seinem Stiefel zerrend, den der Schlamm ihm vom Fuß gezogen hatte „Ihr Trampelt alles noch weicher und ich muss durch die Scheiße hinter euch herlaufen!“

        „Wir machen hier eine Pause!“ Entschloss Fjodor Warschenko und deutete auf einen kleinen Felsblock am Rande der Senke „Glaube das haben wir uns Verdient!“

        „Ja ja, macht ihr nur Pause, ich kann ja hier im Sumpf versinken, genauso wie mein Stiefel!“ Mit einem letztem Ruck zerrte Hanson seinen Stiefel aus dem Schlamm, dann Stapfte auch er zum Fuß des Hügels, den völlig Verschlammten Stiefel wie eine Trophäe über den Kopf haltend. Wieder einigermaßen auf festem Boden stehend, folgte Hanson der Senke einige Meter Bergauf in der Hoffnung sauberes, klares Wasser zum Reinigen zu finden.

        „Bleib in der nähe, wer weiß wer hier Wohnt!“ Jason schien trotz allem Hanson zu mögen und machte sich Sorgen um den alten Nörgler, der zusammen mit ihm und Fjodor als einziger Lebend aus dem Havariertem Schiff gekommen war.

        „Wir hätten dort bleiben sollen, allemal besser wie hier durch die Einöde zu Kriechen wie Schlammspringer!“ Lies Hanson noch vernehmen, bevor er hinter einer kleinen Strauchgruppe Verschwand.

        Jason schüttelte den Kopf und Fjodor sprach seine Gedanken aus. „Wir hätten dort keine Chancen gehabt gefunden zu werden, das Schiff war kaum noch zu Erkennen, ein Wunder das die Spitze noch aus dem Geröll ragte!“

        In der tat, das Schiff musste bei seinem Absturz einen Bergrutsch ausgelöst haben und wurde fast völlig von Steinen und Geröll begraben, nur die Pilotenkanzel und die Reste der Spitze, die die Sensoren trug wurden wie durch ein Wunder nicht Verschüttet.

        „Und hier unten waren Lichter zu erkennen, also muss es Leben geben, vielleicht sogar ein Außenposten von uns!“ Setzte McDonnel die Gedanken von Fjodor fort, ebenso leise wie er selbst „Hoffentlich keine Aliens, sollte es so was überhaupt geben, aber in all den Jahrhunderten die wir Suchten, haben wir nie welche Gefunden, also warum ausgerechnet jetzt?“

        Dann hörten sie ein lautes Fauchen, in etwas aus der Richtung in die Hanson Verschwunden war, gefolgt von einem Markerschütterndem Schrei!

        Sie Sprangen auf und liefen in die Richtung der Geräusche. „Hanson! Hanson, sag was, Hansoooon!“


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        • #5
          Kapitel 5


          Das letzte was Hanson mitbekam war ein Fauchen und wie ihn ein großer, schwerer Körper zu Boden riss, seinen eigenen Schrei und das Krachen seines Schädels wurden ihm nichtmehr Bewusst.

          Jason der Fjodor im abstand von wenigen Metern folgte, prallte fast auf den Arzt, der abrupt stehen geblieben war. „Was....“ weiter kam McDonnel nicht, denn er hatte nun auch den großen, bräunlich gefleckten Körper gesehen, unter dem er die noch zuckenden Beine von Hanson hervorschauten.

          Dieses „was“ schien die einer Säbelzahnkatze nicht unähnliche Erscheinung auf sie Aufmerksam gemacht zu haben. Von ihrem Opfer ablassend wendete sie ihren Kopf in Richtung der nunmehr einzigen Überlebenden der „Galaxie Star“ und lies ein Brüllen erklingen, das sowohl ihren Anspruch an der eben erlegten Beute unterstreichen sollte, als auch eine Umissverständliche Warnung an die Eindringlinge in ihrem Revier darstellte. Sich nun vollständig erhebend und aufgrund der völligen Bewegungslosigkeit von McDonnel und Warschenko in der Ansicht bestärkt, das hier weitere, leichte Beute auf sie wartete, lies sie das Fauchen nochmals hören, Spannte ihre deutlich unter dem kurzem Fell erkennbaren Muskeln und legte die nicht unerhebliche Strecke zu den beiden völlig erstarrten Raumfahrer in wenigen Sätzen zurück. Dann ein gewaltiger Sprung und die Katze flog durch die Luft, direkt auf Jason zu der immer noch in völliger Erstarrung ohne einen klaren Gedanken fassen zu können, dem allem zusah, als würde ihn das nichts angehen.

          Auch Jason nahm ein Krachen war , zusammen mit dem Gestank des Raubtieres, das ihn unter sich begrub, dann...... stille, Reglosigkeit des schweren, stinkenden Körpers unter dem Jason begraben war, gefolgt von einem warmen Gefühl das sich wie Flüssigkeit über seinem Gesicht ausbreitete....... Atemnot durch das Gewicht auf seiner Brust................. Herzrasen ihn absoluter Panik............ Quälende Ewigkeit in Erwartung des Todesbisses.

          Dumpfe Geräusche von außerhalb des Fleischberges die McDonnel auf den Boden pressten, ließen seinen Schock langsam abebben und er bemühte sich zu bewegen, zu fliehen wenn möglich, bevor das Gebiss ihn Zermalmen würde, dann schaffte er es wirklich die Last über ihm zur Seite zu Rollen und konnte seine Lungen endlich wieder mit frischer Luft füllen, auch wenn diese Schwanger vom Geruch des Tieres war. Auf allen vieren ein Versuch zu flüchten, sich in bewusster Sinnlosigkeit seines Vorhabens, mehr Krabbelnd wie Rennend, der Kraft und der tödlichen Geschwindigkeit des Tieres zu entziehen, wurde Jason nach nur weniger wie einem Meter wieder zu Boden gepresst, völlige Ergebenheit in die Ausweglosigkeit der Situation ließen Jason erst nach einigen Augenblicken erkennen, das jemand auf ihn einredete.

          „Es ist vorbei, Jason hörst du? Vorbei, vorbei! Mann Beruhig dich, Atme tiefer, langsamer......Jason, l-a-n-g-s-a-m Atmen!“

          Das Gewicht auf seinem Rücken hatte nicht die Endgültigkeit die Jason eben noch an den Boden presste, wurde merklich geringer und lies nur einen leichten Druck auf dem Rücken zurück, der in ein klopfen überging. Jason erkannte die stimme von Warschenko, die immer noch auf ihn einredete „Beruhig dich, es ist vorbei, verdammt du hast Glück gehabt!“

          Jason drehte sich auf den Rücken und Blickte in das blasse Gesicht von Fjodor Warschenko, das noch die Reste eines nicht minder großen Schocks trug und wischte sich über das Gesicht. Irgendetwas störte ihn, Blätter, Dreck etwas bedeckte sein Gesicht und sollte dort verschwinden, die unsägliche Angst die er gespürt hatte mit wegnehmen, stattdessen kam der Schock zurück, seine Hände waren Blutverschmiert!

          „Es ist nicht deins, hörst du, nicht deines...... es ist von dem Tier, ich....wir haben es erlegt!“

          Warschenko deutete auf eine Gruppe Personen, die McDonnel durch den blutigen Schleier vor seinen Augen nur verschwommen sehen konnte....... Menschen, sie waren gerettet!

          Kedahn stürmte den Hang hinunter, warf seine Tragevorrichtung im Laufen ab, die ihn bei seinem Lauf, eher einem kontrolliertem hinunterstürzen des Hügels, nur behinderte. Einzig seine Lanze, die ihm bei der Wanderung bisher in erster Linie als Wanderstab diente, behielt er in den Händen und nutzte sie gelegentlich wie den Stab eines Stabhochspringers um den kürzeren und damit schnelleren Weg über einen kleineren Felsen, oder ein Gebüsch zu nehmen, anstatt diese zu Umrunden.

          Dann stoppte er plötzlich, rutschte auf dem vom Regen der letzten Nacht noch feuchtem Laub und Boden des lichten Waldes noch etwas weiter, riss die Lanze in die Höhe, legte sie auf seine Schulter und ein Krachen, gefolgt von einem zweiten, unmittelbar hinter ihm, entlud sich in die Szenerie, die sich ihm nur wenige Meter unterhalb von ihm abspielte. Zwei längliche Geschosse flogen, vom Auge gerade noch zu erkennen, auf einen Räuber der Grasebene zu, der im Bergriff war sich ein weiteres Opfer zu holen. Doch es sollte ihm nicht gelingen, unmittelbar bevor der Jäger der Ebenen seine Beute, ihrer seltsamen Kleidung nach zu Urteilen sicher Bewohner von Hepritan, erreichte durchbohrten ihn zwei Geschosse.

          Kedahn lies seinen Siegesschrei erklingen und hinter ihm fiel Jeodahn in den Schrei ein, der ebenfalls einen leicht Rauchenden Stab in der Hand zum Zeichen seines Erfolgs über den Kopf schwang. Der einzige der seltsam Gekleideten Leute der noch, einige Meter neben dem Raubtier, stand, das seinen Begleiter unter sich, von zwei Geschossen durchbohrt, Begraben hatte, Wirbelte aus seiner Lethargie erwachend herum und hielt ihnen an der Ausgestreckten Hand etwas entgegen.

          „Hol deinen Begleiter da raus, sonst wird er noch Erdrückt, oder der Gestank bringt ihn um!“ Rief Kedahn dem immer noch sichtlich Geschockten, seltsam Gekleidetem Bewohner von Hepritan zu.


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