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STAR TREK: Zeiten ändern sich...

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  • STAR TREK: Zeiten ändern sich...

    Ich habe mich endlich entschlossen, bald die ersten paar Kapitel einer Geschichte, die schon seit einigen Jahren ihr ungelesenes Dasein auf meiner Festplatte fristet, zu 'veröffentlichen' (wenn davon so großspurig die Rede sein kann).
    Um euch schon einmal in die richtige Stimmung zu bringen, habe ich kurzerhand ein eingenes Cover gebastelt (wie manch einer vielleicht erkennt angelehnt an den Stil der Heyne-Titel).
    Also, viel Spaß mein angucken und vorfreuen!



    COMING SOON!...
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  • #2
    Nun denn. Aus Sorge, in der forum'schen Versenkung zu verschwinden , da noch keiner ein Feedback (oder zeichen des Interesses) abgegeben hat*, mache ich das erste Kapitel früher als gedacht 'publik'. ...
    *In dem zusammenhang sei noch zu sagen: Ja, ihr dürft selbsverständlich eure Kommentare abgeben.

    AND HERE WE GO:


    Kapitel I_______________________


    James T. Kirk war gelähmt vor Entsetzen. Er und alle anderen Brückenoffiziere konnten nicht glauben, was in diesen Minuten auf dem Hauptschirm geschah.
    Die USS Enterprise war gerade mit der Erforschung eines blauen Überriesen im Sektor 700-G beschäftigt gewesen, der in etwa die zehntausendfache Leuchtkraft der Erdensonne besaß. Sie schwenkten gerade in eine engere Umlaufbahn, als Spock ein unbekanntes Raumschiff entdeckte, dass durch die Strahlungsinterferenz der Sonne nicht weiter identifiziert werden konnte. Auf Befehl des Captains hin erschien der fremde Raumer in höchster Auflösung auf dem Hauptschirm, und obwohl auch jetzt noch kaum mehr als vage Umrisse auszumachen waren, war dessen Herkunft auf Anhieb klar. Er besaß zwei Warpgondeln, gehalten von einer schwingenförmigen Sektion, von der ein langer, dünner Hals ausging, auf der wiederum eine kugelförmige Kommandosektion saß … dort draußen operierte eindeutig ein Kreuzer der D7-Klasse.
    Aber natürlich versetzte nicht dessen bloße Präsenz die Crew in Angst und Schrecken, sondern das, was er im Begriff zu tun war: Wie Spock durch eine komplexe, visuelle Extrapolation herausfand, näherte sich das feindliche Schiff der Sonnenoberfläche in genau dem Vektor, welchen man für die Katapultmethode einsetzen würde - dem einzigen der Föderation bekannten Verfahren zum Herbeiführen eines Zeitsprungs...
    Kirk starrte fassungslos auf den Schirm. „Woher zum Teufel haben die Klingonen diese Daten?“
    Natürlich hatte Kirk in seinem Entsetzen nur laut gedacht. Er wusste, das ihm keiner an Bord eine Antwort auf diese Frage liefern konnte - trotzdem sah sich sein erster Offizier dazu berufen: „Unbekannt, Captain.“
    Endlich gelang es Kirk, seinen Blick vom Hauptschirm zu lösen und traf den von Spock. Aus den Augen des Captains sprach blankes Grauen.
    „Ich muss jedoch darauf hinweisen, dass wir nicht vollkommen sicher sein können, dass es sich tatsächlich um Klingonen handelt. Erinnern sie sich an deren Technologie-Austausch mit dem Romulanischen Reich.“
    „Das ist doch im Moment völlig egal!“, gab Kirk unbeherrscht zurück. „Wer immer sie sind! … Die“, er stieß mit dem Kinn in Richtung des Bildschirms, „verfügen über unsere Daten!“
    „Sehr wahrscheinlich, Captain. Die Chance, dass eine der beiden Mächte ebenfalls durch“, er zögerte kurz, da ihm das folgende Wort offensichtlich widerstrebte, „einen Zufall auf dieses Phänomen gestoßen sind, liegt praktisch bei null.“
    Unter normalen Umständen hätte Kirk Spock sicher seinen Dank ausgesprochen, dass der Vulkanier ihm keine Zahl mit dreizehn Nullen präsentierte. Aber der Zeitpunk für die üblichen, kleinen Sticheleien war denkbar schlecht.
    „Vergessen sie nicht, dass die Enterprise ebenfalls durch einen Zufall auf den Katapulteffekt stieß, Spock!“, argumentierte Kirk.
    „Korrekt, Captain.“ Trotz dieser Einsicht ließ sich der Vulkanier nicht beirren. Nach einem kurzem Zögern fügte er hinzu: „Aber gerade diese Tatsache macht einen weiteren Zufall noch unwahrscheinlicher.“
    Kirk seufzte hingebungsvoll und entschied sich, sich doch noch ein wenig Galgenhumor zu leisten, als er erwiderte: „Okay, Spock, eins zu null für sie.“
    Die linke Augenbraue des Vulkaniers kletterte in die Höhe. Dann zuckte er nur mit den Schultern und wandte sich wieder der wissenschaftlichen Konsole zu.
    Kirk drehte sich unterdessen zu Uhura und wies sie an: „Versuchen sie, einen Kontakt herzustellen.“
    Uhura nickte und ließ ihre Finger flink über die Tasten und Regler ihrer Station fliegen. Doch vergebens, wie sie bereits nach wenigen Sekunden feststellen musste. Mit einer enttäuschten Mine wandte sie sich zurück und erklärte dem Captain: „Tut mir leid, Sir. Ich komme nicht durch die solare Strahlung.“
    „Was soll’s?“, raunte Chekov seinem Kollegen Sulu zu, „Die hätten uns doch sowieso nicht geantwortet!“. Der brummte nur zustimmend. Als Sulu sich wieder seinen Instrumenten zuwandte, entdeckte er einen plötzlichen, massiven Anstieg der vom fremden Schiff ausgehenden Energie, der selbst durch die gewaltigen Strahlungsinterferenzen drang. Als Navigator erkannte er sofort - und noch bevor Spock es tat: „Sir, der Kreuzer schaltet auf Warp!“
    Der Captain wirbelte so plötzlich von Uhuras Station zurück, dass er den Kommandostuhl beinahe aus seiner Verankerung gerissen hätte. Er bekam gerade noch mit, wie sich der winzige, gedehnte Schatten der D7 in der blau-weißen Corona des gigantischen Sterns verlor. Kirk bis die Zähne zusammen, seine Schläfen zuckten. Kurz entschlossen wandte er sich an seinen Navigator und befahl: „Mister Sulu!“, die Härte in seiner Stimme schien jeglichen Widerspruch schon von Vornherein auszuschließen, „Nehmen sie die Verfolgung auf!“
    Der Steuermann blinzelte überrascht, nahm die Anweisung seines Captains jedoch mit einem knappen „Aye!“ entgegen. Dann richtete er sich erneut an Uhura.
    „Lieutenand, melden sie allen Sektionen, sie sollen sich auf … Turbulenzen vorbereiten.“
    Sulu errechnete unterdessen hektisch den nötigen Vektor und meldete dann: „Kurs eingegeben, Sir!“
    Spock hatte sich abermals zu Kirk umgedreht und musterte ihn mit einer Mine, die bereits alles ausdrückte. Wie aus der Pistole geschossen warf ihm Kirk entgegen: „Vergessen sie die Einwände, Spock! Uns bleibt keine andere Wahl!“ Spock senkte für einen kurzen Moment seinen Blick. Er schien vor seinem geistigen Auge die Alternativen durchzugehen. Dann sah er wieder auf, nickte nur kurz und kehrte Kirk wieder den Rücken. Dieser nickte ebenfalls - wohl, um endgültig einen Schlussstrich unter die quälenden Zweifel zu ziehen, die beinahe seine Gedanken zu vereinnahmen drohten. Er bündelte all seine Konzentration starr auf den Bildschirm, und gab mit fester Stimme den entscheidenden Befehl: „Beschleunigen!“
    Zuletzt geändert von Tantalus; 14.05.2004, 20:05.
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    • #3
      „Wir beschleunigen auf Warp!“ bestätigte Sulu laut. Der Captain klammerte sich an die Armlehnen seines Sessels. Auch die anderen Offiziere hielten sich an ihren Konsolen fest, und die diensthabende Wache umschlang mit dem Armen das Geländer.
      Sulus Augen schnellten vom Bildschirm zu der Geschwindigkeitsanzeige seines Schaltpultes und wieder zurück.
      „Wir erreichen Warpfaktor drei!“ Das Deck begann unter Kirks Stiefeln zu vibrieren. Er grub die Finger noch tiefer in die Armlehnen.
      „Warpfaktor sechs!“ Da das Vibrieren schon zu einem ohrenbetäubenden Dröhnen angewachsen war, musste Sulu brüllen. Vom Schirm strahlte ihnen das grelle Licht der herannahenden Sonne entgegen. Der Steuermann musste die Augen zusammenkneifen, während er die Fluglage kontrollierte, und Chekov hielt schützend die Hand vors Gesicht. Die Erschütterungen nahmen innerhalb wenigen Sekunden dermaßen zu, dass es Kirk unmöglich wurde, die Stiefel noch auf den Boden zu halten - immer wieder sackte der Sitz unter ihm komplett weg. Uhura glaubte zu sehen, wie die erzitternden Schotten und das gesamte Deck um sie herum sich zu verformen begannen und auflösten. Sie hoffte inständig, dass sie sich das nur einbildete.
      Sulus letzte Meldung, die Enterprise habe Warp acht überschritten, erreichte bereits nicht mehr die Ohren seiner Kollegen und Vorgesetzten. Ein allgegenwärtiges, metallisches Kreischen erfüllte das Bewusstsein der Mannschaft, teilte sich den Platz mit alptraumhafter Orientierungslosigkeit und einer undurchdringlichen Helligkeit, die fast schon Substanz zu besitzen schien…

      Von einem Moment auf den anderen wurde es absolut still, das Gleißen versiegte, der Hauptschirm zeigte wieder die gewohnten, von Sternen übersäten Tiefen des Weltalls. Chekov, der von seinem Sitz geschleudert worden war, rappelte sich gerade wieder auf und überprüfte, noch während er stand, die jüngsten Anzeigen. „Vermindere … Geschwindigkeit!“ stieß er atemlos hervor.
      Die meisten Crewmitglieder versuchten derweil noch, die seltsame Benommenheit abzuschütteln, die ihnen noch anhaftete. Als es auch Kirk gelungen war, den geistigen Nebel einigermaßen zu vertreiben, fiel sein bewusster Blick als erstes auf den kleinen Punkt auf dem Hauptschirm, der auf irgendeine Weise anders aussah, als die Sterne um ihn herum. Zuerst schenkte er ihm nur geringe Beachtung, zog sich stattdessen an den Lehnen in eine gerade Sitzhaltung hoch. Doch wie er nach einem zweiten flüchtigen Blick realisierte er, dass der Punkt eigenartigerweise näher kam – und das sehr schnell.
      Zu schnell…, fuhr es Kirk durch den Kopf. Schon nach ein paar Sekunden war er zu einem deutlich erkennbaren Objekt herangewachsen. Einem Raumschiff. Die Augen des Captains weiteten sich. Es ist die D7! Endlich reagierte er und brüllte: „Ausweichmanöver!!! Verdammt, Sulu!!!“
      Sulus ungeteilte Aufmerksamkeit hing bis gerade an dem stetig herannahenden Kreuzer, doch von Kirks Aufschrei aufgerüttelt konnte er seiner Verwirrung rasch entrinnen. Er versetzte die Enterprise in eine Schräglage, wodurch auf dem Bildschirm die Sterne mitsamt dem Kreuzer nach rechts unten rutschten. Als sie schon den ganzen unteren Teil des Sichtfelds ausfüllte, bemerkte der Captain, dass die Hülle des Schiffes auseinander brach. Es musste jeden Moment explodieren, und Kirk fuhr die eigenartig rationale Frage durch den Kopf, warum dies nicht schon längst geschehen war.
      Auch Spock hatte unlängst den Ernst der Lage erkannt und befahl laut: „Schilde aktivieren!“
      Doch es war zu spät. Aus der Hülle des Kreuzers platzen Feuerfontänen hervor und spieen Unmengen von Eisenteilen in den freien Raum. Sie breiteten sich innerhalb einer Sekunde über die gesamte Hülle aus, bis der Kreuzer schließlich von einem gierigen Feuerball verschlungen wurde. Das Aufblitzen war zwar nicht annähernd so grell wie das unerträgliche Licht während des Zeitsprungs, veranlasste die Crew aber dennoch, erneut die Augen zu schützen. Bei der Explosion war die Kommandosektion vom nun nicht mehr existierenden Rest der D7 weg gebrochen und jagte in einem langen Flammenschweif davon. Kirk zog es unwillkürlich näher zum Bildschirm, als ob er sich überzeugen wollte, dass dieser Alptraum tatsächlich passierte. Verdammt. Keine Sekunde später raste die Enterprise in eine Wolke aus und Gas und Trümmern, die wie ein interstellarer Hagelschauer über den ungeschützten Rumpf des Schiffes hereinbrach. Das tiefe Donnern abertausender Einschläge bahnte sich seinen Weg durch das Schiff und übertönte sogar das protestierende Summen der sich überlastenden Schilde. Die driftende Enterprise wurde von den Metallmassen gänzlich abgefangen und mit unheimlichen Kräften hoch gehievt, bis das Schiff schließlich aufrecht in der Trümmerwolke stand. Die Brücke erbebte mehrmals heftig und die Lichter flackerten schwerfällig auf.
      „Wir müssen hier raus!“, keuchte Sulu seinem Kollegen Chekov zu. Der hielt sich mit der rechten Hand an der Konsole, während er mit der anderen die entsprechenden Befehle eingab. Über den noch immer funktionstüchtigen Bildschirm sah man die dichte Wolke aus zerrissenen Kunststoffplatten, geschmolzenen Eisenträgern und kondensierenden Gasresten hinweg ziehen. Für einen Moment glaubte Chekov sogar, die Umrisse mehrerer umherwirbelnder humanoider Körper auszumachen. Voller Grauen wendete er sich ab und konzentrierte sich auf seine Aufgabe.
      Einhergehend mit dem Vorbeitreiben der letzten paar Metallfetzen in die unendlichen Weiten des Alls, nahm auch das Schwanken schnell ab, bis es sich schließlich zu einem lächerlich sanften Schaukeln zurückgebildet hatte.
      Schwer atmend richteten sich Uhura wieder auf und strich sich hastig eine Strähne ihrer zerzausten Frisur aus ihrem feuchten Gesicht. Währenddessen schaute sich Kirk impulsiv im Raum um, um sich zu versichern, dass sich keiner ernsthaft verletzte. Als er sich dessen sicher sein konnte, fiel der größte Teil seiner Anspannung von ihm ab. Dann sammelte er sich kurz, wandte sich wieder nach vorn und wollte laut den Schadensbericht anfordern.
      In diesem Moment gab es einen weiteren Ruck, der von einem hallenden Dröhnen begleitet wurde. Den Captain durchströmte der heftigste Adrenalinstoß seit Beginn dieses Höllenritts. Diese Explosion hatte nicht außerhalb des Schiffes stattgefunden. Sie war von hier gekommen - direkt aus dem Innersten der Enterprise...
      Zuletzt geändert von Tantalus; 14.05.2004, 20:12.
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      • #4
        Klingt interessant und nun möchte ich natürlich noch mehr erfahren. Der Anfang hat einige Fragen aufgeworfen, die im Verlauf der Geschichte hoffentlich geklärt werden
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        ChemieOnline
        Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

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