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WH40k - Der Krieg kommt nach Troas-II

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  • WH40k - Der Krieg kommt nach Troas-II

    Vorgeschichte

    Der Planet Troas-II liegt im Troas-System in einem abgelegenen Sektor im Segmentum Tempestus. Die Welt besitzt gemäßigtes Klima und ist ein reicher Agrarplanet. Die Bevölkerung lebt entweder auf dem Land oder in großen städtischen Ballungszentren. Die Troasier gelten als gebildet und fortschrittlich, aber auch als treu und sehr religiös. Ihre Planetaren Verteidigungsteitkräfte (kurz PVS) haben bereits mehrere Attacken durch Ork-Stämme abgewehrt und sind erfahrener und besser ausgerüstet als viele andere PVS

    Als 997.M41 die Tyrandienschwarmflotte Leviathan in den imperialen Raum eindrang schien Troas-II nicht gefährdet, da es weit abegelegen und am Rand des Segmentums liegt, während die Hauptstoßrichtungen der Tyraniden in Richtung Galaxienkern und heiliges Terra gingen. Nachdem die Tyraniden, die gegen Terra selbst vorrückten, bei der Schlacht von Tarsis Ultra vernichtet werden konnten, trieben die Xenos ihren anderen Angriffsflügel weiter voran und standen bald tief im Segmentum Tempestus. Die Lage wurde immer deprimierender für das Imperium der Menschheit, weshalb große Truppenkontingente von den PVS einiger abgelegener Welten in Garderegimenter umgewandelt und an die Front geschickt wurden. So wurden auch die PVS-Einheiten von Troas-II stark dezimiert.

    Orks aus dem nahe gelegenen Ork-Reich Octavius nutzten als bald die Gunst der Stunde und überfielen die nun schwach verteidigten Randwelten des Segmentums, während die Imperiale Garde und die Space Marines mehrerer Orden sich verzweifelt dem Tyrandidenansturm erwehren mussten und somit keine Hilfe schicken konnten. Auch Troas-II wurde Opfer eines Ork-Überfalles. Im Juli 998.M41 landeten die Truppen des Waaaghbosses Drago Weltenknacka auf Troas-II. Die wilden Xenos überrannten die dezimierte PVS auf dem Land und belagerten bereits Ende 998 alle größeren Städte des Planeten. Alles schien verloren.
    Aber dann lockte der exkommunizierte Inquisitor Kryptman die Tyraniden mit einer List in das Ork-Reich Octavius. Die Xenos zerfleischten sich dort gegenseitig. Der Vormarsch der Schwarmflotte Leviathan schien beendet, also wurden Elemente der Imperialen Garde zur Unterstützung der von den Orks belagerten Randwelten abgestellt. Im Zuge dieser Kampagne wurde das 2.Troas-Regiment der Imperialen Garde, das einzige Regiment von Troas, welches den Fronteinsatz überstanden hatte, zusammen mit dem 5.Cadianischen Infanterieregiment nach Troas-II entsandt. Die Situation auf dem Planeten ist beim Eintreffen der Imperialen Truppen, im Frühjahr 999.M41, kritisch. Die Grüne Horde von Drago hat den gesamten südlichen Kontinent überrant und die Städte im Norden können ebenfalls nicht mehr lange Widerstand leisten. Aber Oberst Holth Mencius, der Kommandant des 2.troasischen Regiments, und seine Männer brennen darauf, ihre Heimat zu verteidigen, und auch Oberst Julius Groll des 5.Cadia-Infanterie-Regiments ist bereit, eine weitere Welt des Imperators von der Besudelung durch Xenos zu befreien.

    Die Männer des Imperiums haben nur ihre Waffen und ihren Glauben an den Imperator, um gegen die Horden wilder Aliens zu bestehen, doch Troas-II darf nicht fallen! Das Kommissariat der Garde hat für die ganze Befriedunskampagne der Randwelten des Segmentums Tempestus den Vorsatz "Keinen Schritt zurück!!" ausgegeben und wahrlich werden die Truppen des Imperiums niemals weichen, bevor entweder der Feind oder sie selbst tot und zertreten unter der Asche von Troas-II liegen.

    Aber es fragt sich, ob die Orks die einzige Bedrohung für die Menschheit sind, die auf dem verwüsteten Planeten lauert....


    Kapitel I - Die Landung

    Die Männer der beiden Regimenter landeten an unterscheidlichen Landezone auf dem nördlichen Kontinent. Die Truppen des 5. Cadianischen setzten mit ihren Valkyrie-Landungsschiffen westlich der umkämpften Stadt Solania-Bay zur Landung an. Es musste für etwaige Zuschauer beeindruckend wirken, wie die Fähren dutzende Truppentransporter vom Typ Chimäre und einige Leman-Russ-Panzer absetzten, während aus den Luken Aber-Hunderte Soldaten strömten.
    Oberst Julius Groll war diesen Anblick gewohnt, sein Regiment war schon auf vielen Welten gelandet und hatte viele Feinde bekämpft, die Orks kannte er nur zu gut.
    Die Offensive würde bald losgehen, sobald die Schiffe im Orbit die restlichen Truppen abgesetzt hatten, würde Solania-Bay von Westen her, von seinem Regiment, und von Osten her, vom 2.Troas-Regiment, angegriffen werden.
    Man konnte das Donnern der Ork-Artillerie schon von hier hören.
    Die Stadt war laut Aufklärungsberichten noch nicht gefallen, aber ohne schnelles Handeln, würden die Orks wohl bald plündernd durch die Straßen von Solania-Bay ziehen und gläubige Untertanen des Imperators abschlachten.

    Groll würde das zu verhindern wissen.

    "Bringen Sie diese Lasergeschütze online, Techpriester!", schnauzte Groll einen etwas apathisch die Landeoperation beobachtenden Maschinenseher an und zeigte auf einen großen Container, aus dem schwere Laserkanonen entladen wurden, die um die Landezone herum aufgestellt werden sollten.
    "Jawohl, Lord-Oberst!", gab das Mitglied des Adeptus Mechanicus zurück und machte sich umgehend an die Arbeit.
    Die Techpriester waren mit den Gardetruppen gelandet, um logistische und technsiche Unterstützung zu gewährleisten. Die Hälfte der großen Kampfschiffe, auf denen die Soldaten des Imperiums nach Troas-II gebracht worden waren gehörten selbst zum Adeptus Mechanicus, die andere Hälfte zur Imperialen Flotte.
    Der Funkoffizier und persönliche Adjutant von Julius Groll, Soldat Hollin Ortas, erschein plötzlich neben dem ungeduldigen Oberst, und salutierte zackig.
    "Sir, es gibt Komplikationen bei den Landeoperationen!" , stammelte er, worauf der Oberst erwiderte "Komplikationen? Welcher Art genau?" - "Wie es aussieht, haben Ork-Schiffe die Flotte angegriffen und die Lanungsschiffe somit am Abflug gehindert, Oberst." - "Das nennen Sie Komplikationen, Soldat? Das ist eine kleine Katastrophe! Stellen Sie mich umgehend zu Admiral Griffin durch!" - "Natürlich, Oberst, Sir!!". Hollin aktivierte sein Langreichweitenfunkgerät und versuchte, zur Flotte durchzukommen. "Wiederhole, hier ist Soldat Hollin Ortas von den Landetruppen des 5. cadiansichen Infanterieregiments, Oberst Groll möchte umgehend mit Admiral Griffin reden!" - "kchhhhh Verstanden, hier ist Funkleitstelle 13 vom Schlachtkreuzer Erhabenheit des Imperators. Wir befinden uns im Gefecht mit Ork-Schiffen, der Admiral ist nicht verfügbar, richten Sie ihre Fragen an mich, Oberst.". Der Oberst schaute erst wutverzerrt drein, dann aber nahm er das Komgerät und begann sich über die Situation zu erkundigen. "Hören Sie, mein halbes Regiment sitzt hier unten in der Nähe einer feindlichen Stellung wie auf dem Präsentierteller und Sie wollen mir erzählen, dass keine Verstärkung eintrifft!? Wie beim Imperator konnten Sie diese Ork-Schiffe überhaupt übersehen und die Landung starten, ohne sich zu vergewissern, dass das System sicher ist?" - "Hören Sie, Oberst, bei dem Eintreffen der Flotte haben wir, wie Sie sicherlich bemerkt haben, ein halbes Dutzend Ork-Fregatten ausgelöscht, unsere Aufklärer haben 5 Stunden lang das System durchkämmt und keine weiteren Ork-Schiffe registriert. Sie müssen sich irgendwo im Nebel außerhalb des Systems versteckt haben und... kchhhh". Der Kontakt war abgebrochen. "Wieder herstellen!", schnauzte der Oberst ungehalten. "Versuche ich ja, aber es gibt zu viele Störungen in der Atmossphäre, muss am Waffenfeuer der Schiffe liegen.", gab der verzweifelt am Komgerät tüftelnde Funker zurück. "Dann stellen Sie mich wenigstens zu Oberst Holth durch, hoffentich sieht es bei ihm besser aus...".
    Zuletzt geändert von Space Marine; 15.12.2006, 17:35.
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  • #2
    Im Raum über Troas II kämpfte die kombinierte Flotte der Imperialen Armee und des Adeptus Mechanicus gegen die Reste der Orkflotte. Mehr als 3 Killakreuza waren nicht geblieben. Die Erhabenheit des Imperators, sowie die Heiligkeit von Terra, jeweils ein Schlachtschiff der Imperator und der Onderonklasse, führten die Flotte. Einige Marsklassekreuzer und viele Gladiusklassezerstörer eskortierten die schweren Schiffe.
    "Sir, die Verbindung zu den Landungstruppen ist erneut abgebrochen. Wir versuchen sie wieder zu erreichen, aber durch das Gefecht mit diesem Xenosabschaum ist der Funk gestört." meldete ein Funkoffizier Admiral Griffin.
    "Richten sie das Feuer auf das Leitschiff, vielleicht werden die Grünhäute sich dann ja zurückziehen. Geben sie den Zerstörer Signal, sie sollen das rechte Schiff erledigen, der Kreuzerverband das linke. Die Heiligkeit von Terrawird sich uns anschließen."
    Das Schiff drehte sich zu den heranrasenden Orkkreuzern, die wild um sich schossen, dabei aber wenig Schaden anrichteten. Dann drangen die Zerstörer auf die Killakreuza ein und dezimierten ihr Ziel. Zielsicher schalteten sie zuerst die Hauptenergie, dann die Waffen aus und zu guter letzt zerstörten sie das Schiff des Abschaumes. Die Marsklassekreuzer eröffneten ebenfalls das Feuer auf ihr Ziel. Bomber zerschunden die feindliche Hülle, bis ein gewaltiges Loch an der Steuerbordseite des Killakreuzer Nr. 2 zu sehen war. Eine volle Salve Torpedos drang schließlich in das Schiffsinnere ein und löschten alles Leben aus.Die beiden Schlachtkreuzer mussten sich nicht auf Bomber verlassen, die Bewaffnung der beiden Schiff war stark genug eunen Planeten einzuäschern.Sofort ging ein Hagel aus Partikelgeschossen, Laserschüssen und Torpedos auf den Leitkreuzer los. In einem beeindruckendem Feuerball explodierte er.
    "Geben die dem Rest der Garde bescheid, sie sollen die Landungsbarken besteigen. Leiten sie den Befehl an die Heiligkeit von Terra weiter." befahl Admiral Griffin nach einer langen, stillen Pause, die nur von den abklingenden Alarmsirenen unterbrochen wurden.
    Zuletzt geändert von Schetti; 16.12.2006, 18:01.
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    • #3
      Währenddessen hatte Oberst Groll Oberst Mencius erreicht und in Erfahrung gebracht, dass auch die Landezone des 2. Troas-Regiments nicht besser aussah, als seine eigene.
      "Also Oberst Groll, ich kann auch nicht mehr tun, als die Landezone wie geplant mit dem zu sichern, was ich habe, die Offensive muss wohl verschoben werden, wenn...Moment....ich habe gerade eine eingehende Nachricht von der Flotte erhalten....Sie haben die Ork-Verbände aufgerieben! Die großen Landungsschiffe sind unterwegs, Sie bringen den Hauptteil unserer Regimenter runter. Es wendet sich doch noch alles zum Guten, sehen Sie, Oberst!" - "Sieht so aus, Oberst Mencius, aber bleiben Sie vorsichtig. Ich habe keine Ruhe, bis nicht alle meine Männer unten sind. Groll Ende.". Mit jenen Worten legte Groll das Funkgerät energisch auf und wandte sich mit dem Feldstecher zum Himmel. "Ich kann bereits die Lichter des Jäger-Geleitschutzes sehen, die Landungsschiffe dürften bald ankommen. Soldat, geben Sie Meldung an alles technische Personal und die Männer des Vorauskommandos, dass sie die markierten Landezonen umgehend räumen sollen." - "Jawohl, Lord-Oberst!", gab der beruhigt klingende Ortas zurück und führte den Befehl nach einem zackigen Salut aus. Man hörte nun das Kreischen von Jäger-Triebwerken.
      "Was zum? Das sind nicht die Geräusche unserer Lighnings! Die würde ich erkennen!", stieß der Oberst erschrocken aus. In der Ferne stiegen dutzende Lichter auf.
      Mehrere Soldaten begannen wild umher zu laufen und Deckung zu suchen. "Ork-Jagdflugzeuge!", hörte man einen der Männer kreischen. Er hatte Recht, die Orks hatten auf die Invasion und die Vernichtung ihrer Schiffe mit dem Start von mehreren Dutzend am Boden stationierten Jägern reagiert, zweifellos, um soviele Landungstruppen wie möglich noch in der Luft abzufangen. Der Himmel wurde nun von Lasersrtrahlen und Leuchtspurmunition erfüllt, Explosionen ließen den Boden erbeben. In beiden Landebereichen, sowohl bei den Cadianern im Westen als auch bei den Troasiern im Osten beobachteten die Soldaten einige unendlich wirkende Momente regungslos den Luftkampf zwischen den plumpen Ork-Jägern und den schnittigen imperialen Lightnings. Etwa im selben Moment gaben die beiden Obersten ihren Regimentern völlig unabhängig voneinander folgenden Befehl: "Flakbatterien bemannen!".
      Zuletzt geändert von Space Marine; 15.12.2006, 19:05.
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      • #4
        Die gewaltigen Flakbatterien der Hydrapanzer wurden augenblicklich bemannt und auf in die Luft gerichtet. Wenig später begann das gleichmäßige Feuern der Vierlings-Maschinenkanonen. Hagel von großkalibrigen gingen auf die plumpen Orkjäger nieder. Durch die unglückliche Konstruktion waren sie nicht in der Lage dem Beschuss so auszuweichen, wie es die Imperialen taten. Metallteile regneten auf die markierten Landungszonen, Techprieser und Servitoren, die nicht an der Luftabwehr beteiligt waren, räumten die Zonen wieder, um den Transportern, die gerade durch das Sperrfeuer landeten, sicher landen konnten. Truppen stolperten aus den teilweise rauchenden Barken und hasteten in Deckung, um nicht von einem größerem Metallteil getroffen zu werden.
        Die Lightnings schossen den letzten Orkjäger ab. "Gute Arbeit, Jungs, alle Transporter sind heil durchgekommen. Wir kehren zurück!"
        "Roger, Aquila 5! Danke das sie unsere Köpfe gerettet haben!" meldete Ortas.
        Dann wandte er sich zu Oberst Groll.
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        • #5
          "Lord-Oberst, die Landungsschiffe haben alle sicher aufgesetzt, die feindlichen Jäger wurden vernichtet." - "Das sehe ich, ich habe schließlich auch Augen im Kopf, Ortas." - "Selbstverständlich, mein Lord! Verzeihung, Sir!" - "Wie sieht es bei unseren Freunden vom zweiten Troas Regiment aus?" - "Ich frage umgehend nach!". Ortas machte sich wieder einmal an seinem Funkgerät zu schaffen, bis er die korrekte Frequenz eingestellt hatte. "Soldat Hollin Ortas an 2. Troas-Regiment, Oberst Groll wünscht den Status ihrer Landeoperation zu erfahren!" - "Hier drüben ist die Landung noch am Laufen.", meldete ein troasischer Funker "Es scheint aber...warten Sie...verdammt, da stimmt etwas nicht! Ein Ork-Jäger ist noch aktiv, den haben die Lightnings übersehen! Ich kccchhhhhh", es war nur noch Rauschen in Ortas Funkgerät zu hören.

          Die Landezone der Troasier einige Kilometer östlich von der cadianischen Landezone stand in Flammen. Der verbliebene Ork-Jäger hatte frontal eines der großen Devourer-Landungsschiffe gerammt und die an Bord befindliche Munition entzündet. Das Schiff stürzte direkt in eine Gruppe gelandeter Valkyrien, die ebenfalls explodierten und hunderte Soldaten in den Tod rissen. Löschtrupps schwärmten aus und versuchten verzweifelt die größten Brände zu löschen.
          Oberst Holth Mencius hatte sich selbst einen Feuerlöscher geschnappt und ging gegen die Flammen vor. "Wir brauchen mehr Löscheinheiten hier drüben! Jeder Soldat soll sich ein Löschaggregat schnappen! Das Feuer darf nicht auf die anderen Devourer übergreifen!", schrie der Oberst verzweifelt. andauernd waren heftige Explosionen zu hören, da immer mehr Munitionslager in Flammen aufgingen und explodierten. Servitoren und Techpriester entluden die wenigen Löschfahrzeuge des Regiments und drängten die Flammen nach einigen Minuten zurück. Oberst Mencius kam völlig verrust aus dem Flammenmeer und betrat seinen notdürftig aufgebauten Kommandostand. Dort wartete bereits der Regimentskommissar der Troasier Luther Furth. "Sind die Feuer unter Kontrolle, Oberst?" - "Ja, Kommissar. Aber wir haben einen teueren Preis für dieses Desaster bezahlt. Ein Devourer völlig zerstört, mehrere Valkyrien und Munitionslager verbrannt, hunderte Soldaten tot oder verletzt, und dabei ist nicht mal das Feldlazarett aufgebaut." - "Keine Sorge, Oberst. Solange der Imperator uns beisteht, werden diese Xenos unsere Welt nicht kriegen! Wir haben monatelang an der Front auf fremden Welten gegen die Tyraniden gekämpft. Ich denke nicht daran, jetzt aufzugeben, wo es um unsere Heimat geht!" - "Sie haben völlig Recht, Kommissar." - "Natürlich habe ich Recht, ich bin Kommissar, das ist mein Job.". Die beiden Männer grinsten einen Moment lang, dann waren von draußen seltsame Geräusche zu hören.
          "Was ist das denn jetzt?", wunderte sich der Kommissar "Ich dachte, das Feuer wäre unter Kontrollle, das klingt aber nach Explosionen." - "Das Feuer ist unter Kontrolle, Kommissar Furth!". In diesem Moment wurden den beiden Offizieren klar, was draußen vor sich ging.
          Dann ertönte ein markerschütternder Schrei, der nicht aus dem Mund eines Menschen stammen konnte, zu verzerrt, zu böse und zu widernatürlich war er:
          "WAAAGH!".
          Zuletzt geändert von Space Marine; 16.12.2006, 16:50.
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          • #6
            "WAAAGH!"
            Die Orks hatten ihren ersten Angriff auf das Troasregiment begonnen. Von allen Seiten fielen die Boyz ein und schlachteten Mäner dahin, die grade die Feuerlöscher wegpackten.
            Kasrkinsergeant Martin Kolecz, Truppenführer des 2. Kasrkintrupps, sammelte schnellstmöglich seinen Männer. "Ich will das die Orks nicht bis zum Kommandostand vordringen, ist das klar!" brüllte er seine Männer an. Ein Großteil fehlte noch, das sie noch nicht die Ausrüstung bekommen hatten, die sie haben sollten. Das kümmerte Kolecz wenig, er war beinhart. Sofort setzte er sich an ein Boltergeschütz, das soeben aufgebaut wurde. Ein Soldat assistierte ihm. Rund um das Geschütz, das vor dem Kommandostand aufgebaut worden war, standen die Kasrkins. Nach und nach trafen auch einige normale Infanteristen ein, die halfen, die Orks von dem HQ fern zu halten.
            Die Transporter, die noch nicht vollständig entladen waren, waren wohl das Hauptziel der Xenos, da der Großteil der Orks sie angriffen. Reihenweise feuerten sie blind in die Menge der Imperialen, bis sie voller Blut nach ihren Spaltaz griffen und die Imperialen in einen Nahkampf verwickelten.
            Neben dem Geschütz wurde einer der Kasrkins getroffen. Sein ganzer Arm riss durch die Wucht der Orkkugel ab. "Sanitäter!" brüllte jemand. Einer seiner Kameraden eilte zu ihm. "Es wird alles gut, nicht aufgeben, wir...", der nächste Schuss tötete den Mann. Er sackte auf seinen verwundeten Kameraden. Ein Sanitätsteam kam angerannt, um zu retten was zu retten war. "Ganz ruhig, dieses Mittel wird sie den Schmerz nicht mehr spüren lassen. Wir beginnen jetzt mit der Verbindung der Wunde." säuselte der Arzt in einem Beruhigenden Tonfall. Eine Granate schlug neben ihm ein, doch er wich nicht. Erst als der Verwundete versorgt und abtransportiert war, raffte er sich auf und hastete zum nächsten Verwundeten.
            "Hier ist das 2. Troasregiment, 5. Cadianische, bitte kommen, wir brauchen hier dringendst Hilfe. 5. Cadianische, antworten sie!" rief der Funker im HQ.
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            • #7
              "Verdammt Ortas, stellen Sie den Kontakt zu den Troasiern wieder her! Was sind Sie denn für ein Funker, dass ist heute Nacht das zweite Mal, dass Sie einen Kontakt verlieren!". Oberst Groll war außer sich vor Wut. Er hasste es, nicht zu wissen, was vor sich ging, und deshalb ließ er seine Wut an seinem Adjutanten aus, der wohl am wenigsten dafür konnte. "Aber Sir, ich tue, was ich kann! Der Kontakt ist nicht von unserer, sondern von ihrer Seite her abgerissen. Ich....warten Sie, wir werden angefunkt. Troasischer Registrierungscode." - "Na lassen Sie schon hören!" - "Natürlich, Oberst!". Ortas drehte an einem Regler des Funkgeräts, woraufhin die etwas verzerrten Hilferufe des zweiten Troasischen zu hören waren: "Hier ist das 2. Troasregiment, 5. Cadianisches, bitte kommen, wir brauchen hier dringendst Hilfe. 5. Cadianische, antworten sie!". Oberst Groll nahm das Sprechgerät an sich. "Ich bin Oberst Julius Groll, kommandierender Offizier des 5. Cadianischen. Wie ist ihr Status?" - "Oberst, schön Sie zu hören.", meldete der troasische Funker "Wir hatten hier einen abgeschossenen Devourer und einen Grobrand, jetzt greifen die Bestien uns an! Wir liegen unter schwerem Feindfeuer, unsere Truppen sind noch nicht verschanzt, die Ausrüstung ist noch nicht ganz entladen, und wir haben nur die Fahrzeuge der Vorhut einsatzbereit! Wir benötigen Verstärkung!", im Hintergrund hörte man etwas Großes explodieren, das Funkgerät rauschte kurz. Groll dachte nach, dann antwortete er: "Wie stellen Sie sich das vor, Soldat? unsere Landezone befindet sich gut 50 Kilometer westlich von ihrer, und zwischen uns ist eine ganze Ork-Belagerungsstreitkraft, die dabei ist, eine imperiale Großstadt zu überrennen!" - "Wenn wir keine Unterstützung kriegen, wird unsere ganze Landezone überrannt, Julius!", der Mann, der am anderen Ende des Funkgeräts war, war nicht mehr der troasische Funker, sondern Oberst Holth Mencius. "Hör mal, Holth, ich kann deine Jungs nicht so leicht da raushauen, wenn ich jetzt Truppen abziehe, ist meine Landezone ungesichert, die Xenos warten doch nur auf so einen Fehler!" - "Ich verlange nicht viel, nur ein paar Valkyrien mit deinen besten Männern, wir brauchen nur ein paar Minuten, um unseren Verteidigungsperimeter zu errichten.". Groll setzte sein grimmiges Gesicht auf, dass er immer machte, wenn er überlegte. "Also gut, ich schicke euch zwei Valkyrien mit meinen zwei besten Kasrkin-Trupps. War ja klar, dass eure Nicht-Cadianischen Möchtegern-Kasrkins das nicht alleine packen." - "Danke, Julius. Oberst Mencius Ende." - "Der Imperator beschützt." - "Das tut er.".
              Oberst Groll wandte sich an Major Kurl, den stellvertretenden Regimentskommandeur des 5. Cadianischen. "Major, übernehmen Sie das Kommando über die Sicherung der Landezone, wir machen es so, wie geplant." - "Aber Oberst, Sie wollen doch nicht...?" - "Und ob ich das will. Ich schulde diesem Hund von den Troasiern noch etwas, und Sie wissen, dass ich nur sehr ungern in jemandes Schuld stehe.". Oberst Groll funkelte Major Kurl finster an, dann verzog sich sein Mund zu einem verzerrten Lächeln. "Also, Major, Sie haben das Kommando!" - "Jawohl Lord-Oberst!!". Groll verließ eilig den Befehlsstand und schritt zu dem Valkyrie-Landeplatz.
              Dort entluden die Kasrkin-Trupps von Sergeant Dust und Sergeant Nerck gerade Schwere Waffen und Ausrüstung.
              "Einsteigen Männer, wir werden gebraucht", rief der Oberst ihnen im Vorbeigehen zu. Als hätten Sie die ganze Zeit darauf gewartet ließen die Kasrkins alles stehen und liegen, schulterten ihre Plasmagewehre, die beiden Trupps waren berühmt für den ausgiebigen Einsatz von Plasmawaffen, und folgten ihrem Oberst zu zwei gerade warmlaufenden Valkyrien. Soldat Ortas stand dort bereits Geweherbeifuß. "Alles bereit, Lord-Oberst, ich habe die Piloten informiert und bin..." - "Sie bleiben hier, Ortas, Sie sind Funker, kein Elitesoldat.", mit diesen Worten sprang Groll auf die Transportfläche des Valkyrie-Gleiters. Dust und sein Trupp folgten ihm, Nerck und seine Männer bestiegen die andere Valkyrie. Ortas begann zu protestieren. "Sir, ich bin ihr persönlicher Adjutant und..." - "Wir hatten das schon oft genug, Ortas, Sie bleiben hier, das ist ein Befehl.". Ortas schaute erst so, als wolle er weiter diskutieren, aber der stahlharte Blick des Oberst gebat ihm Einhalt.
              "Sind Sie bereit, Sir?, fragte der Pilot. "Alles klar, es kann los gehen.", erwiederte Groll, woraufhin die Valkyrie abhob, dicht gefolgt von der zweiten Valkyrie.
              "Sehe Sie zu, dass wir nicht in Ork-Luftabwehrfeuer geraten.", befahl der Oberst noch dem Piloten, bevor absolute Stille in den Transportern herrschte, und nur das leise Summen der vollen Energiezellen der Gewehre zu vernehmen war.
              Zuletzt geändert von Space Marine; 16.12.2006, 18:10.
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              • #8
                Als Groll wenig später nach unten sah, verstand er, wieso Holth ihn gebeten hatte zu helfen. Vor dem HQ und an mehreren Transportern waren Feuerlinien errichtet worden. Immer mehr Grünhäute stürmten auf die Stellungen los. Neben der Linie des HQ´s landete Grolls Valkyrie, bei einem der Transporter gin die andere nieder. Plasmaentladungen blitzten von der Ladefläche und brannt sich einen Weg in die Körper der Orks. Ein gewaltiger Boss stolperte blindlings ins Feuer und wurde verdampft. Ohne nachzudenken, sprangen weiter Orks ins Feuer, da sie offensichtlich ihrem Boss bis in dem Tod folgen. Und das taten sie auch. Nerck befahl seinem Männern, die Orks bis zu dem zurückgelassenen Verteidigungsperimetern, die sie am Rand der Landezone aufgebaut worden waren, zurückzudrängen. "OK! Herhören! Auch ihr Troas-Typen. Der erste, der die Verteidigungsperimeter errreicht, bekommt einen Orden von Oberst Groll!" stachelte Nerck die Männer an. Sofort begann eine Gegenoffensive, die aber viele Troasianer das Leben kostete, da die ersten, die losrannten, sofort zerschossen oder zerhackt wurden, je nachdem wie intelligent der Ork vor ihnen war. "Ok, alles auf Anfang! Zurück zur Feuerlinie!" brüllte Nerck durch das laute Krachen der Orkwummen.
                Als Groll aus dem Transporter ausstiegs, empfing ihn eine Kugel, die neben ihm in den Boden schlug und dabei seinen Arm aufritzte. Sofort kam ein Sanitäter angehastet, um dem Oberst die Wunde zu verbinden. Dann folgte Groll einem jungen Rekruten, der ihn zu Holth führen sollte.
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                • #9
                  Der aus Flakbrettern und Standard-Bauelementen zusammengeschusterte Kommandostand der Troasier war noch erbärmlicher, als der der Cadianer. Dieser Gedanke schoss Groll unwillkürlich durch den Kopf, als er vor seinen Kollegen Mencius trat.
                  Die beiden hatten viele Kämpfe zusammen überstanden, ihre Regimenter waren den Kampf Seite an Seite gewohnt und in kritischen Situationen gab jeder der beiden Obersten viel wert auf die Meinung des anderen.
                  Eigentlich pflegten sie vor den Männern das distanzierte "Sie" zu verwenden, aber solchen Momenten dutzten sie sich häufig.
                  "Julius, gut dass du hier bist. Diese Kreaturen bereiten mir Kopfzerbrechen. Sie haben mehrere äußere Verteidigungslinien überrannt. Es sind einfach zu viele, selbst im Kampf mit den Tyraniden standen wir selten solchen Überzahlen gegenüber!" - "Keine Sorge, Holth. Wir halten sie schon auf. Ich habe meine besten Männer darauf angesetzt. Wie immer stacheln sich unsere Soldaten im Kampf gegenseitig an, um zu beweisen, welches das bessere Regiment ist. Da ist es ihnen herzlich egal, ob sie einen Tyraniden oder einen Ork auf ihr Bajonett spießen." - "Aber die Lage ist wirklich kritisch, Julius. Die Servitoren und Techpriester haben mir gesagt, dass sie noch mindestens 30 Minuten brauchen, bis die schweren Verteidigungsgeschütze installiert und einsatzbereit sind. Diese ganze Landeoperation war eine logistische Katastrophe, und wir hier unten bezahlen das mit dem Blut unserer Männer!" - "Es ist wahrlich schlimm, das habe ich beim Anflug auf die Landezone gesehen.", sprach Groll nun wieder mit seiner grimmigen Stimme "aber der unsterbliche Imperator ist mit uns und alles wird sich zum Guten wenden, das hast du selbst gesagt. Wir werden gewinnen!" - "Dein Optimismus in allen Ehren, Julius, sowas bin ich garnicht von dir gewohnt. Sonst muss ich dich aufmuntern. Aber was solls, du hast ja Recht, mein Kommissar ist der sleben Meinung. Möge die Macht des Imperators uns zum Sieg führen!" - "Lust auf eine Runde, Holth?", Oberst Groll lud seine Boltpistole durch. "Immer doch, besser als in diesem Schuppen zu analysieren, wie schlimm die Lage wirklich ist.", Mencius zog seine beiden Laserpistolen.
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                  • #10
                    Breit grinsen traten die alten Freunde aus der muffigen Luft der HQ´s. Sie traten zu Sergeant Kolercz. "Sergeant, sammeln sie ihre Männer,wir beginnen die Transporter zurückzuerobern, und treffen uns dort mit den anderen Truppen. Von dort aus werden wir die Orks zurückdrängen." befahl Holth. Wiederwillig schnaubend übergab er das Kommando über die Truppen.
                    Der Ansturm begann mit dem Ausruf von Groll:"FÜR DEN IMPERATOR!" Sofort rannten weniger als 300 Mann los, der Rest der Truppen kämpften um die Transporter.
                    Groll entlud seine Waffe in den Kopf seines Posaz, der grade seine Megawumme nachlud. Mencius ließ einen Boy in seinen Säbel laufen. LInks und rechts fielen Männer wie Fliegen, die man totklatschte. Groll zog seinerseits sein Energieschwert und hieb damit nach einem Ork, der grade durch eine Lücke brach. Das Schwert durchstieß den Körper, der durch die Energieblitze gepeinigt zusammensank, zuckend vor Energie. Mit einem Schuss aus seiner Laserpistole beendete er die Zuckungen. Ein Infanterist schoss eine Ladung aus seinem Granatwerfer auf ein Pikkup, dessen Crew in den Flammen der Zerstörung ihr Ende fanden. Kolecz warf eine Granate in den weit aufgerissenen Mund eines Orkes, den er zu Boden getrieben hatte. Die Fragmentgranate zerriss seinen Kopf und den Großteil seines Oberkörper. Plötzlich bekam er einen heftigen Hieb von hinten ab. Einige Rippen waren gebrochen, das stellte er fest, als er schon blutend auf der Erde lag, sein Rückrat zerschmettert von dem Hieb einer Orkkeule, starb er auf grausame Weise durch die zerschmetternde Wirkung einer Kugel, die in den Rücken eindrang und das Herz wegbließ. Lange Zeit zu Siegesgeheul hatte der Xenos aber nicht, Menicus trieb seinen Energiesäbel in seinen Bauch. Insgeheim trauerte er nicht um Kolecz, da er von vielen Soldaten und Kommandanten als Angeber und Wichtigtuer angesehen wurde. Er war jedoch einer der Besten Mäner die man nicht mit Geld kaufen konnte. "Der Imperator hat ihn bei sich." Versuchte Holth seinen Gefährten aufzumuntern. Dieser Antwortete nicht, zog aber seine Waffe uund feuerte auf den Ork, der sich an Holth heranschlich. "Ich will nicht auch noch einen weitern guten Mann verlieren," sagte Mencius schließlich. Dann begannen beide an zu Lachen. "Verdammt!" sagte Holth dann,"jetzt schulde ich dir noch einen Gefallen!".
                    Während rund um sie die Hölle tobte, lachten zwei Veterane über ihr Schicksal. Männer gaben ihr Leben, um diese gewaltige Orkinvasion aufzuhalten, und diese Kommandeure lachten über ihr Schicksal. Dann aber rief Holth:
                    "Weiter!Weiter, wir sind fast da!"
                    Zuletzt geändert von Schetti; 18.12.2006, 14:31.
                    Chaos Universum
                    Fahrer eines Grün-Weißen Partybusses. Gerne auch in Silber-Weiß.
                    Ob das Kind Geburtstag hat oder nicht, Hauptsache es heult! - T`Pau

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                    • #11
                      Der Nahkampf wurde immer blutiger. Mehr und mehr Orks überwanden die sporadischen Feuerlinien und marodierten mitten in der troasischen Landezone.
                      Techpriester und Servitoren arbeiteten unermüdlich an den großen, erst enladenen Automatik-Bolttürmen, um sie online zu bringen. Einige Devourer-Landungsschiffe waren schon überrannt worden, doch der Hauptlandeplatz wurde noch durch einige Tausend zusammengedrängte und aus allen Rohren feuernden Troasiern geschützt. Sandsackbarrieren und Flakbretter dienten als Kugelfang, die Soldaten hatten tragbare Boltgeschütze, Maschinenkanonen und Laserkanonen aufgebaut, die jeweils von 2 Männern bedient wurden.
                      Trotz des erbitterten Widerstandes drohten die imperialen Truppen von den anbrandenden Orkwellen aufgerieben zu werden. So schnell konnten die Magazine der Lasergewehre garnicht gewechselt werden, wie neue Xenos auftauchten!
                      Soldat Lezayn war mitten in dem Getümmel des Verteidigungsringes. Der Sergeant seines Trupps war durch eine verirrte Ork-Kugel getötet worden - nein, getötet ist der falsche Ausdruck, er war regelrecht auseinandergerissen worden! Lezayn hielt sein Autogewehr mit zittrigen Händen und gab sporadische Salven auf die sich bewegende Masse außerhalb des Sandsackwalles ab. Man konnte in der Dunkelheit der troasischen Nacht nicht mal mehr die einzelnen Xenos erkennen, soviele waren es. Nur durch ihr eigenes Mündungsfeuer erhaschte Lezayn hin und wieder einen Blick auf die grausamen Gesichter der Aliens. Ihre kleinen, roten Augen waren voller Blutdurst und auch wenn viele es nicht bemerkten, so sah man ihnen auch eine hinterlisige Art von Intelligenz an. Er hatte diese Art von Augen schon gesehen. Die Tyraniden hatten solche Augen. Er hatte den Kampf gegen sie überlebt, er würde auch dies hier überleben. Kommissar Furth hatte ihnen vor der Landung eingeschärft, dass es heute um ihre Heimat ging.
                      Lezayn war mehr als den meisten anderen bewusst, um was es ging. Er hatte sich freiwillig gemeldet, als die Garde Freiwillige aus der PVS suchte, die die Tyranideninvasion abwehren sollten. Er hatte seine Familie hier zurückgelassen, auf Troas-II, in der Annahme, er täte das Beste für sie, wenn er das Imperium da draußen verteidigte. Jetzt waren sie von den Orks angegriffen worden, während er hilflos an irgend einer Front auf irgend einem Planeten gegen die Tyraniden gekämpft hatte! Seine Familie war noch in Solania-Bay. Die Stadt, die mit der Offensive am Heutigen Tag hätte gerettet werden sollen. Und jetzt kämpfte er noch auf der Landezone um sein eigenes Leben?
                      Zorn packte Lezayn.
                      "Soldaten des 6. Trupps, zu mir!", befahl er den Männern seines Trupps, "Ich übernehme das Kommando, wer etwas dagegen hat, kann nachher Beschwerde beim Kommissar einlegen, vielleicht werde ich ja wegen zuviel Courage erschossen!". Die Männer lachten, sie mochten ihn. Und zweifellos wären sie ihm ganz automatisch gefolgt, wenn er nach dem Tod des Sergeants nicht so gezögert hätte. Lezayn schaute sich um. Ihre Position war plötzlich erstaunlich unterbemannt! Auf dem Boden neben ihm lagen dutzende Leichen imperialer Soldaten, einige davon erkannte er an den Gesichtern...er wandte seinen Blick ab.
                      Die Aliens hatten schon zuviel imperiales Blut vergossen. "Sichert diese Position! Kollon und Eryard, bemannen Sie dieses Boltgeschütz! Die anderen stellen ihre Lasergewehre auf Hochenergie-Einzelschuss! Zielt genau und versucht mit jedem Treffer einen zu erwischen! Wenn ihre ihre Mündungblitze abwartet, seht ihr, wo ihr hinschießen müsst!". Die Männer des 6. Trupps befolgten den Befehl und Sekunden später war das schwere Knattern eines Boltgeschützes sowie das Zischen von Hochenergielasern zu hören. Lezayn selbst hielt sein Autogewehr nun stahlhart und veprasste den anstürmenden Bestien perfekt gezielte Kugeln zwischen ihre hässlichen roten Augen.
                      "Ja, wir können sie aufhalten! Für den Imperator! FÜR DEN IMPERATOR, VERDAMMT! HAHA! STERBT! STER....", der übermütige Soldat Kollon an seinem Bolter wurde von einem schweren Objekt am Kopf getroffen und sank bewusstlus zu Boden.
                      "Was zum?", wunderte sich Lezayn. Er sah genauer hin, und erkannte die Umrisse einer Stabhandgranate.
                      "DECKUNG!", schrie er gerade noch, doch das Wort ging schon in der gewaltigen Explosion unter.

                      Die beiden Obersten kämpften sich mit ihren besten Soldaten weiter tapfer in Richtung letzten Verteidigungswall um die verbliebenen Devourer vor. In der Ferne ertönte eine Explosion und Rauch stieg an einer Stelle des Sandsackwalls auf, wie die Männer von ihrer erhöten Position sehen konnten.
                      Mencius ergriff das Wort.
                      "Soldaten von Troas und von Cadia! Zwischen uns und den verzweifelt um ihre Leben kämpfenden Kameraden liegt nur noch diese Linie aus Alien-Abschaum! Wir sind die Soldaten des Imperators, wir sind die Beschützer der Menschheit! Wir werden diese, für viele unsere, Welt nicht aufgeben, nur weil ein Haufen primitver Xenos sich uns in den Weg stellt!
                      Angriff auf mein Kommando!
                      FÜR DEN GOLDENEN THRON VON TERRA!".

                      Lezayn brummte der Schädel heftiger als je zuvor. Nicht mal, als der Tyraniden-Genstealer ihn frontal am Kopf erwischt hatte, war es so schlimm gewesen...aber was war passiert? Wo war er? Er sah sich um...überall waren verruste Leichen und zerplatzte Sandsäcke zu sehen. Etwas schweres lag auf seinem Körper. Es roch nach verkohltem Fleisch.
                      Er erinnerte sich. Die Granate hatte seinen Trupp voll erwischt. Aber er lebte noch! Lezayn wollte schreien, aber er konnte nicht...sein Mund war voll mit Wasser. Warum? Er schmeckte nun den seltsamen Geschmack auf der Zunge...sein Mund war voll mit Blut. Er bemerkte, dass einer seiner Männer auf ihm lag. Tot. Dann hörte er ein seltsames Grunzen und Trampeln neben sich. Aus den Augenwinkeln erkannte er eine fast 2,50 Meter große, bullige Kreatur mit grüner Haut und roten Augen. Sie hielt eine Axt in der einen Pranke und eine grobe Boltpistole in der anderen. Die Bestien waren bereits hier? Innerhalb des Perimeters? Lezayns Sichtfeld begann zu verwaschen. Die grüne Kreatur begann die Leichen zu begutachten, dann hörte Lezayn ein verröcheltes Schnaufen. Das Alien lachte! Über seine gefallenen Kameraden...er konnte sich nicht rühren, kaum atmen und war kurz vor der Ohnmacht, aber er musste es diesem Ding heimzahlen!
                      Lezayn vernahm nun weiteres Trampeln. Er bemerkte die Umrisse und Schatten von mehreren Orks, die die Überreste der Sandsäcke überwanden.
                      Mehr verzerrtes Alien-Gelächter.
                      Lezayn versuchte, die Fragmentgranate an seinem Gürtel zu erreichen und den Stift herauszuziehen.
                      Er würde soviele der Orks mit in den Tod nehmen, wie er nur konnte.
                      Er hatte es fast geschafft, nur noch einen Millimeter...Doch plötzlich wurden die Aliens aktiv! Sie drehten sich verwirrt um...Lezayn vernahm mehrmals ein dumpfes Pochen und davor ein Zischen. Die Orks fielen zu Boden! Sie wurden beschossen...das Zischen erinnerte ihn an Plasmawaffen! Aber die Angreifer fielen den Orks in den Rücken, also kamen auch sie von außerhalb des Perimeters...Lezayn nahm die Finger von der Handgranate...sein Sichtfeld flimmerte wieder...bevor er ohnmächtig wurde, glaubte er, die Stimme eines Techpriesters zu hören..."Geschütze online!"

                      Dunkelheit.
                      Zuletzt geändert von Space Marine; 17.12.2006, 17:05.
                      Coming soon...
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                      • #12
                        Die Geschützen kamen grade richtig online, Orks hatten die Linien durchbrochen und marodierten nun zwischen den Transportern. Der plötzliche Hagel von Bolterkugeln trieb sie wieder an den Rand der Landungszone. Imperiale Soldaten brachen in Jubel aus, als der große Bulle vor ihnen nicht wie vorgesehen seinen Spalta in den Körper trieb, sondern getroffen wurde oder davonrannte. Hochenergielaserschüsse jagden den Flüchtenden hinterher, waren jedoch nicht gezielt, kaum ein Schuss traf. Aber eine besondere Wirkung hatte es: Die Moral der Orks war im Keller, besiegt von Mänschänz, geprügelt wie Hunde. Jubeln fielen sich Soldaten um den Hals, Verwundete wurden zur Sanitätsstation neben dem HQ getragen. Die Unverletzten begaben sich an den Rand der Landezone und begannen, Stellungen auszuheben. Wildfremdet Leute standen zusammen da und dankten dem Imperator, das sie noch lebten. Ein Teil hatte sich bereits Schaufeln geschnappt und begannen, Gräber für ihre Kameraden auszuheben. Sergeant Dust und Sergeant Nerck standen zusammen mit ihrem Trupp da und schauten unuffällig die Ausrüstung der Troas-Kasrkins an. Keine schlechte Auswahl hatten die hier. Von den Cadia-Kasrkis waren nur 2 Gefallen, beide durch die Hand eines verrückten Ork, der eine Wumme von der Größe einer schweren Bolter war. Sie hatte die beiden zerfetzt, bevor die anderen reagieren konnten.
                        Mencius und Groll standen zusammen in einer Truppe Soldaten, die sangen und tanzten. als hätten sie eben das gesamte Chaos besiegt. "Weißt du was , Julius?" fragte Mencius. "Was den Holth?" "Ich glaube, wir sollten eine Trinken gehen, bevor du wieder gehen musst." "Verdammt, ich hab ganz vergessen das meine Jungs jetzt ohne mich da stehen!" "Los, wir gehen zum HQ, da werden wir schon ein Funkgerät auftreiben!"
                        Die beiden rannten in die spärliche Behausung, die Mencius sein HQ nannte.
                        Groll griff sich ein Funkgerät und funkte Ortas an. "Oberst! Endlich! Wie lief es bei hnen. Wie es scheint haben sie die Xenos besiegt, wann kommen sie???"
                        "Ganz ruhig Ortas, ich bin in 1 Stunde da, muss nochwas mit Mencius machen!" "Ist Menicus gefallen?" "Quatsch. Wer erzählt das denn? Wir wollen wieder eine zusammen trinken, wie in alten Zeiten nach jeder Schlacht!" Dann unterbrach er die Verbindung und schritt mit Mencius zu seinem Schrank, wo er einen guten Amasec herausholte. "Ahhhh! Da hast du das Baby also versteckt!" rief Groll laut.
                        Zuletzt geändert von Schetti; 18.12.2006, 14:32.
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                        • #13
                          Kapitel II - Die Offensive

                          Während die hohen Offiziere feierten, ging draußen die Sonne auf. Die Soldaten des 2. Troas hatten das berühmte troasische Morgenrot bereits vermisst. Doch so schön es war, nach dieser höllischen Nacht soetwas wunderbares zu sehen, so grausam war, was das Licht offenbarte. Die Landezone war von rauchenden Kratern übersät, von notdürftigen Schützengräben zerfurcht und mit rotem und grünem Blut bedeckt. Der Geruch der Verwesung hing in der Luft, die Körper der Orks und der Menschen waren bereits etwas aufgequollen und Fliegen surrten überall zwischen den Leichen umher. Das grüne Blut war eindeutig zahlreicher geflossen, als das rote, soviel war klar, dennoch hatten die Imperialen auch einen hohen Blutzoll geleistet. Die Devourer-Landungsschiffe, die kurzeitig in Ork-Hand gewesen waren, waren zudem geplündert worden. Haufenweise Kisten mit Munition, Waffen, Medizin und Nahrhungsmitteln und sogar einige Fahrzeuge waren verschwunden.
                          Dennoch verloren die Überlebenden nicht den Mut. Der Imperator hatte sie durch diese Nacht gebracht, so wie er sie durch all die anderen Nächte an der Front gebracht hatte. Sie waren es gewohnt, ihre Kameraden zu begraben und die widernatürlichen Kadaver ihrer Xeno-Feinde auf großen Scheiterhaufen zu verbrennen, auf dass sie nicht länger imperialen Boden besudeln mögen.

                          Oberst Groll und Oberst Mencius waren das schlimme Erwachen am Morgen nach der Schlacht gewohnt. Sie waren nicht gleichgültig oder herablassend, sie waren einfach abgehärtet.
                          So stieg Mencius mit seinen beiden Kasrkintrupps früh am Morgen in seine Valkyrie, ohne die angehäuften Leichen zu beachten, die seinen Weg säumten. Er hatte die Nacht durchgefeiert und nun wieder den Gesischtsausdruck des knallharten Oberst aufgesetzt. Julius Groll war in dieser Hinsicht ein Genie. Wollte er feiern, feierte er, egal was passiert war. Aber normalerweise war er der emotionslose Oberst. Nicht mal er selbst wusste, welcher der wahre Groll war, aber viele vermuteten, eher die harte Version.
                          Die beiden Valkyrien starteten mit tosenden Triebwerken in Richtung Westen.
                          Staub wurde aufgewirbelt.
                          Mencius sah den Schwebern lange hinterher, bis sie hinter dem Horizont verschwunden waren. Er bewunderte Groll, seitdem ihre Regimenter zum ersten mal Seite an Seite gekämpft hatten. Die Disziplin, die Organisation, sogar die Ausrüstung der Cadianer hatte ihn zutiefst beindruckt, aber vor allem eben ihr Anführer. Es war schwer, ein Freund von Groll zu werden, aber dank der gemeinsamen Zeit auf dem Schalchtfeld waren beide soetwas in der Art geworden. Heute Nacht hatte Groll mit zwei Kasrkintrupps die ganze Operation gerettet, das wusste Mencius. Es kam nicht immer auf die Anzahl, oder auf die Feuerkraft an, sondern viel mehr auf den richtigen Mann am richtigen Ort. Und vor allem hatte Julius ihm den Glauben an den Sieg zurückgegeben, was bereits Kommissar Furth versucht hatte.
                          Mencius ging wieder in sein HQ.
                          Er musste Verlustlisten durchgehen.

                          Soldat Lezayn erwachte durch das Donnern zweier Valkyrie-Tríebwerke.
                          Er konnte sich immernoch nicht bewegen und bekam nur schwer Luft, aber er lebte. Noch. Die Welt um ihn herum war dunkel. Da, wo er war, stank es nach Tod und es war feucht und kalt. Er konnte gedämpfte Stimmen hören, sie schienen ihm meilenweit weg zu sein. Aber es waren menschliche Stimmen, keine Alien-Grunzgeräusche. Er versuchte wieder zu schreien, aber brachte nur ein Gurgeln heraus, dann musste er Blut spucken.
                          Über ihm war Bewegung zu spüren. Dann strahlte ihm die Morgensonne ins Gesicht, er war einige Sekunden geblendet.

                          "Hey, hier lebt noch einer!", rief ein Soldat, der Kadaver von den aufgeschichteten Leichenbergen in die frischen Gräber hiefte. "Sani, hier rüber!". Ein Sanitäter kam angelaufen und mit vereinten Kräften wurde der Körper aus dem Leichenberg rausgehoben. "Er ist sehr schwach. Brandverletzungen, Unterkühlung, Schock-Traumata, starke Frakturen, alles, was nach einer solchen Nacht zu erwarten ist.", urteilte der Sanitäter fachkundig. "Helfen Sie mir, ihn ins Lazarett zu tragen.".

                          Lezayn hatte das Gefühl, zu schweben. Er sah Licht, hörte sanfte Stimmen...Gestalten standen um ihn herum, sie waren in helles weiß gekleidet.
                          War er beim Imperator? War er gestorben und zum Imperator aufgefahren?
                          Nein, er lebte noch! Sein Dienst an der Menschheit und an seinem Volk war noch nicht vorbei.
                          Und an seiner Familie.
                          Er konnte nicht sterben.
                          Nicht ohne diese letzte Welt befreit zu haben.

                          Seine Welt.
                          Coming soon...
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                          • #14
                            Oberst Groll nutzte den Rückflug seiner Valkyrie, um gleichzeitig etwas Luftaufklärung zu betreiben.
                            Laut Ortas hatte die Flotte zwar bereits Satellitenbilder der Ork-Stellungen geschickt, der Oberst ging aber auf Nummer sicher. Die Ork-Linie war ein unorganisiertes System aus Schützengräben und Ork-Lagern, die halb im Wald veborgen lagen. Es waren verkohlte Überreste von Dörfern und geplünderte Felder zu sehen.
                            Nach etwa 30 minütigem Aufklärungsflug entschied Groll, das Glück nicht länger herauszufordern und zur cadianischen Landezone zurückzukehren.

                            Die Cadianer hatten während der Nacht Befestigungen errichtet, Gräben angelegt, Geschütze installiert sowie Baracken und andere Fertig-Gebäude aufgestellt. Groll war beim Landeanflug sehr zufrieden, mit der ordentlich eingerichteten Basis.
                            Die beiden Valkyrien setzten etwas hart auf einem nun eingezeichneten Landeplatz auf und der Oberst sprang als erster von der Landefläche runter.
                            Ortas und Major Kurl warteten bereits am Statpad auf ihn.
                            "Lord-Oberst, ich habe die Landeoperation wie befohlen geleitet und überwacht, alles ist glatt gelaufen, keine besonderen Vorkommnisse.", begann der Major loszureden. "Schon gut, Major, ich habe bereits aus der Luft gesehen, dass sie routinierte Arbeit geleistet haben, ich habe Sie nicht umsonst zum Major gemacht.". erwiderte Groll. "Aber natürlich, Sir, vielen Dank, Sir!", brachte Krul seinem Vorgesetzten etwas beschämt engegen. "Sie können wegtreten, Major, ich übernehme wieder das Kommando." - "Jawohl, Herr Oberst!". Krul hob den Arm um beschrieb das Zeichen des Adlers in der Luft, dann salutierte er nochmal und ging im Laufschritt davon.
                            "Ich bin froh, Sie wieder heil hier zu haben, Lord-Oberst! Wie ist es gelaufen?", harkte Adjutant Ortas nach, nachdem die beiden sich einige Sekunden angeschwiegen hatten. "Ich lebe noch, wie Sie sehen, Ortas. Aber soviel Glück wie ich hatten nicht alle. Mencius hat schätzungsweise 250 Soldaten verloren, außerdem hat es Soldat Zurth und Soldat Gerodene von unseren Kasrkins erwischt." - "Tut mir leid, das zu hören, Oberst, Sir. Die beiden waren gute Männer.". Der Oberst wollte etwas sagen, aber dann verzog er seine Mundwinkeln und hielt sich den Arm. "Haben Sie sich verletzt, Oberst?" - "Es ist nichts, nur ein Splitter einer verirrten Ork-Kugel. Ein Sanitäter der Troasier hat mich umgehend behandelt." - "Sie sollten..." - "Einen Teufel werde ich tun, Ortas, ich muss noch eine Offensive planen." - "Offensive? Aber die Landungsoperation war ein Desaster, wir wollen doch nicht schon Heute angreifen?" - "Wir müssen einfach angreifen. Ich hatte ein langes Gespräch mit Mencius. Seine Männer wollen sich nciht länger verteidigen, sie wollen kämpfen und diesen Abschaum von ihrer Welt werfen. Was würden Sie tun wollen, wenn Cadia von Aliens besudelt wäre?" - "Ich...würde bis zum letzten Blutstropfen kämpfen, bis die Verschmutzung beseitigt wäre, Lord-Oberst." - "Sehen Sie. Wir können die Troasier nicht länger zurückhalten. Wir werden heute noch angreifen, gegen Abend." - "Das würde bedeuten, dass das Bombardement noch heute Nachmittag eingeleitet werden müsste? Die Piloten werden niemals bei Tag fliegen, Radarabschirmung hin oder her!" - "Und aus diesem Grund gehen wir jetzt in das HQ und nehmen Kontakt zu Admiral Griffin auf, um ihm zu erklären, warum die Thunderbolt-Jagdbomber unbedingt noch Heute starten müssen. Wenn er es den Piloten befielt, würden sie freiwillig mit dem Fallschirm in ein Ork-Lager springen, bevor sie den Befehl verweigern.".
                            Ortas und Groll betraten wenige Minuten später das HQ der Cadianer. Es war bereits deutlich besser ausgebaut als das der Troasier, Karten lagen überall auf den Tsichen, Holo-Projektoren zeigten die Satellitenaufnahmen der Flotte und Datapads mit Missionsinstruktionen lagen gestapelt auf dem Schreibtisch des Oberst.
                            Der Funker stellte sein Funkgerät auf einen freien Tisch und stellte Kontakt zur Erhabenheit des Imperators her. Nach dem üblichen Hin und Her mit den Funkoffizieren auf dem Schiff war tatsächlich Admiral Griffin persönlich zu sprechen.
                            "Sie wünschen, Oberst?" - "Mein Admiral, in Anbetracht der desaströsen Landeoperation und der Ork-Offensive auf die troasische Landezone gestern Nacht kamen die Vorbereitungen für die Offensive heute Nacht etwas ins Hintertreffen. Dennoch sind Oberst Mencius und ich der Meinung, dass der ursprüngliche Zeitplan eingehalten werden sollte." - "Wie stellen Sie sich das vor, Oberst? Die Thunderbolts hätten die Ork-Stellungen schon gestern Nacht angreifen müssen, wenn sie noch heute Abend ausrücken wollen. Aber die Kompliaktionen haben den Angriff natürlich negiert." - "Deshalb sage ich, dass die Thunderbolts noch Heute Mittag ihr Bombardement starten müssen." - "Was reden Sie da? Ein Luftangriff bei Tag? Nur weil ihre Bodentruppen keinen Tag mehr warten können, von Xenos erschossen zu werden?" - "Das verbitte ich mir, Lord-Admiral! Wir müssen einfach Heute zuschlagen.
                            Erstens könnte Losania-Bay jede Minute fallen, und das würde Hunderttausende imperiale Bürger das Leben kosten, und zweitens geben wir den Orks genug Zeit für einen großen Gegenangriff! Gestern Nacht konnten wir mit viel Mühe und Hilfe des Gott-Imperators einen Haufen blind angreifender Orks aufhalten, wenn wir zu lange zögern, greifen die Aliens bald gut organisiert und ausgerüstet beide Landezonen synchron an! Dann ist diese Mission gescheitert und Troas-II verloren!". Das hatte gesessen. Der Admiral ließ sich mit seiner Antwort viel Zeit. Im Hintergrund konnte man leises Tuscheln hören. "Oberst, ich begreife Ihr Anliegen sehr gut und werde den Piloten befeheln, unverzüglich mit dem Luftangriff zu beginnen." - "Danke, mein Admiral." - "Ach und, Oberst!" - "Ja, Admiral?" - "Löschen Sie diese Alienbrut für mich aus. Bis auf den Letzten." - "Zu gerne, Admiral. Groll Ende.".
                            Zuletzt geändert von Space Marine; 18.12.2006, 19:12.
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                            Your reality was declared a blasphemy against the Spheres of Heaven.
                            For we are the Concordat of the First Dawn.
                            And with our verdict, your destruction is begun.

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                            • #15
                              [Offtopic] Hier mal eine etwas korrigierte und leicht überarbeitete Gesamtfassung des bisherigen Materials in Word-Format. -->WH40k.rar <-- [/Offtopic]
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                              Die Piloten der Thunderbolt Jagdbomber waren wie etwartet wenig angetan von dem Gedanken, bei Tag feindliche Stellungen zu beschießen, aber Befehl war Befehl und ein Befehl von Admiral Griffin sollte sowieso besser befolgt werden, wenn man nicht mitten im Warptransfer das Schiff verlassen wollte.
                              Somit dauerte es auch nur wenige Minuten, bis die Männer ihre Anzüge an hatten und in den Cockpits der Thunderbolts saßen.
                              Die Thunderbolts waren relativ kleine und wendige Jagdbomber, die zum Mürbeschießen feindlicher Verschanzungen entwickelte worden waren. Als die Hangartore der großen Flottenschiffe im Orbit um Troas-II sich öffneten schossen hunderte im Vergleich zu den Schiffen an sich winzig wirkende Thunderbolts heraus. Einige Staffeln Lightnings begleiteten die Bombergeschwader, um Geleitschutz zu stellen.
                              Pilotin Jolais war Staffelführerin der Lightning-Staffel Dominatus-Rot, die ebenfalls an dem Luftangriff auf die Ork-Belagerungsstreitmacht vor Solania-Bay beteiligt war. "Jolais an Staffel, Formation halten. Passt auf die Jungs in den Thunderbolts auf, ich will nicht, dass die Orks welche erwischen." - "Verstanden Dominatus-I.". Die Jäger und Jagdbomber fielen nun in Scharen auf den Planeten zu. Unzählige rote Lichter erleuchteten, als sie in die Atmosphäre eindrungen. "Hitzeschild auf 98,6 Prozent, stabil, Anflug auf Zielkoordinaten beibehalten.", meldete Jolais routiniert und emotionslos. Trotz ihrer Abgebrühtheit, wegen der sie das Kommando über eine Lightning-Staffel bekommen hatte, wallten die Emotionen innerlich immernoch genauso hoch, wie bei ihrem ersten Atmosphäreneintritt.
                              Die Staffeln brachen schließlich durch die dünne Wolkendecke des Planeten und die Piloten konnten nun Details der Zielzone erkennen.
                              Ein großer Wald, an dessen Rand ein brauner Fleck lag. Das war Solania-Bay. Die Stadt hatte eine große Hafenanlage, obwohl sie nicht direkt am Meer war, viel mehr verband sie ein Kanal mit einem der großen Ströme des nördlichen Kontinents, da dieser in den letzten Jahrtausenden seinen ursprünglichen Verlauf mehrmals geändert hatte. Der Kanal war nun ausgetrocknet und mit Kampfspuren übersät. Als die Jäger weiter sanken, entdeckte Jolais das fimmernde Energieschild der Stadt, welches die inneren Viertel schützte. Die äußeren Habitate waren vollkommen verwüstet, an einigen Stellen waren noch Rauchsäulen zu erkennen. Jetzt konnte man auch mehrere Lichtungen im Solania-Wald vor der Metropole sehen. Ehemalige Bauernhöfe, Felder, und die Landungszonen der Bodentruppen. Die Landezone im Osten war schwer mitgenommen, das wurde sogar aus mehreren Tausend Fuß Höhe deutlich.
                              Ziel der Staffel lag aber direkt zwischen den beiden Landezonen, im dichtesten Teil des Solania-Waldes. Dort befanden sich laut Satelliten-Aufnahmen mit Wärmebildgeräten und Lebenszeichendetektoren die Ork-Lager und Stellungen, von denen aus die Xenos ihre Angriffe auf die imperiale Stadt durchführten. Große Artilleriegeschütze, Panzerkolonnen und Tausende Krieger waren hier angeblich stationiert, die nur darauf warteten, dass sie den Schild Solania-Bays durchbrechen und ihrem Waaagh eine weitere Stadt opfern konnten. Jolais hatte den Angriff am Tag erst abgelehnt, jetzt packte sie aber wieder das Adrenalin. Sie wollte die Xenos töten. Auch wenn sie keine Bomben direkt abwerfen würde, dass war die Aufgabe der Jagdbomber, so sorgten ihre Lightnings dafür, dass wenigstens diese ihre Arbeit ausführen konnten. Die Thunderbolts hatten Brandbomben geladen. Der ganze Wald würde wie eine Kerze in einem Imperiums-Tempel in Flammen aufgehen und die Körper der Aliens verzehren. Dann, wenn das Feuer sich gelegt hatte, würden die Garde-Einheiten nachrücken und die Überreste der Orks auslöschen. Eine Standard-Operation.
                              Doch nur die erste von vielen auf diesem Planeten.
                              Zuletzt geändert von Space Marine; 19.12.2006, 15:50.
                              Coming soon...
                              Your reality was declared a blasphemy against the Spheres of Heaven.
                              For we are the Concordat of the First Dawn.
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