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Frage: Wie beginnt ihr einen Roman

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  • Frage: Wie beginnt ihr einen Roman

    Wie man feststellen kann, gibt es hier im Forum einige Leute, die gern FanFictions oder Romane schreiben.

    Da ich selbst zu dieser Zunft gehöre würd ich gern ma ne Frage loswerden:

    Wie beginnt ihr einen Roman?
    Vermutlich habt ihr euch eine gute Storyline zu recht gelegt und evtl. auch schon einen Titel für die Geschichte, Charaktere und ein Cover gebastelt.

    Aber wie steigt ihr in die Story ein?
    Habt ihr mit Einleitungen schon ma experimentiert, oder lass ihr euch da von bestehenden Romanen inspirieren?

    Eure Gedanken dazu

  • #2
    Hi!

    Also Storyline ist bei mir speziell immer ziemlich grob bis "Ereignisorientiert" im Gedächtnis. Wenn ich erst einmal anfange, sorge ich viel lieber für eine flüssige Story, als eine an sich gute doch "nicht flüssig erzählbare" Idee durch setzen zu wollen. Will sagen, wenn mir der Gedanke an einen Kuss eines Paares mitten in der Innenstadt in Gedanken kommt, dieser aber rein faktisch nicht stattfinden kann, da es ja mittags viel zu hektisch und überfüllt ist, verlege ich das ganze dann doch eher in ein Cafe oder am Rande der Innenstadt. Je nachdem, wie es sich logischer oder "flüssiger" liest. Ansonsten käme ich ja nicht drumherum zu erzählen, wie dauernd irgendwelche Leute vorbei rauschen oder die beiden aus den Weg gehen müssten. Romantikkiller pur.

    Meistens möchte ich auch Geschichten mitten in einem Ereignis beginnen. Meines erachtens tun sich viele, auch professionelle, Autoren mit den Anfängen schwer. Da wird endlos geschwafelt über den Schwager des Bruders der Freundin des Hauptprotagonisten, so dass viele sich zwingen müssen, weiter zu lesen, in der Hoffnung, dass der Autor irgendwann mit der eigentlichen Geschichte anfängt.

    Ich neige eher dazu, Leute direkt ins Geschehen hinein zu katapultieren. Da es aber, je nach Geschichte, etwas verwirrend sein könnte, kommt das auch nicht immer gut an. Eine gesunde Mischung machts, z. B. in der du deinen Hauptprotagonisten in der Situation schilderst und parallel (vielleicht mit seinen eigenen Gedanken) schilderst, wie es zu dieser Situation kam. Dann kannst du den Faden von dieser Situation weiter spinnen.

    Oder du startest an einem Punkt, der vor einem wichtigen Story-Ereignis spielt, jemand etwas tut und du kurz auf den Zusammenhang eingehst. Z. B.:

    "Gustav ging die Straße entlang und um die Ecke in die Wilhelmstraße, da er Gabi besuchen wollte. Sie wohnte in der Wilhelmstraße und hatte an diesem Tag ihren 20. Geburtstag. Anlässlich dieses für sie wichtigen Ereignisses dachte Gustav, dass ein Buch mit dem Titel "Die Gesellschaft der introvertierten Männer und emanzipierten Frauen - und ihre Nebenwirkungen" ihr bestimmt gefallen würde. Immerhin liebte sie es, über emanzipation und gesellschaftliche Entwicklungen zu plaudern. Eingepackt in hellgrünes Geschenkpapier mit dunkelgrüner, breiter Schleife, ging er mit dem Buch zur Haustür und klingelte."

    So in etwa. Ich gebe zu, dass dieser spontan geschriebene Spannungsbogen vielleicht etwas der Überarbeitung und inhaltlichen Veränderung bedarf. Es kam mir allerdings auf die Art, den Anfang an sich zu schreiben, an.

    Aber du wirst kein Patentrezept finden. Jede Geschichte ist anders. Genauso sollte der Anfang einer Actiongeschichte nicht lahm sein, und der Anfang einer tiefsinnigen, ruhigen Geschichte nicht gerade Achterbahnmäßig verlaufen. Will sagen: der Anfang ist immens wichtig für Leser, da sie erwarten, dass der Rest der Geschichte mit gleichem Tempo (oder Thema) verläuft. Ich hatte da auch schon einige Rückfragen bei meinen Kurzromanen.

    Allerdings mache ich keine Cover oder dergleichen. Ich kann nämlich schlecht zeichnen und genauso schlecht am PC irgendwas optisch ansprechendes für eine Geschichte basteln. Ich will das keinem antun. *G*

    Viel Glück wünsche ich dir, von Autor zu Autor. Gruß, Zothos.
    Website: http://www.zothos.de
    Wiki-Seiten: http://www.gratis-wiki.com/zothos

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    • #3
      Danke.

      Ich werde über deine Worte mal in Ruhe meditieren.
      Vielleicht finde ich ja eine Lösung für mein Problem.

      Kommentar


      • #4
        Zitat von Yoko Beitrag anzeigen
        Wie man feststellen kann, gibt es hier im Forum einige Leute, die gern FanFictions oder Romane schreiben.

        Da ich selbst zu dieser Zunft gehöre würd ich gern ma ne Frage loswerden:

        Wie beginnt ihr einen Roman?
        Vermutlich habt ihr euch eine gute Storyline zu recht gelegt und evtl. auch schon einen Titel für die Geschichte, Charaktere und ein Cover gebastelt.

        Aber wie steigt ihr in die Story ein?
        Habt ihr mit Einleitungen schon ma experimentiert, oder lass ihr euch da von bestehenden Romanen inspirieren?

        Eure Gedanken dazu
        Wenn ich anfange, dann meistens nur mit dem Grundgerüst einer Idee. "Fleisch auf die Knochen" bekommt die Idee für gewöhnlich während des Schreibens selbst. Und anfangen tue ich meist mit einer vorgegebenen Situation oder einem Dialog zweier Protagonisten, in den ich dann zusätzliche Informationen einflechte.

        Ein Beispiel für das erstere wäre wohl folgender Anfang:

        Der Rauch, der über dem Schloß stand, verblaßte endlich. Seit 4 Tagen hatte die alte Burg der Herren von (<beliebiger Ort>) gebrannt, hatte den Geruch verschmorten Holzes, brennender Leichen und qualmender Steine über die Landschaft getragen - doch keiner der Bewohner in den umliegenden Dörfern hatte es gewagt, sich dem alten Gemäuer zu nähern. Zu sehr waren sie in abergläubischer Furcht vor dem, was in dieser Burg vor sich ging, gefangen.

        Auch Theodor hatte es nicht gewagt. Trotz seines Rufes, ein Draufgänger und Schürzenjäger zu sein - das generationenalte Tabu, welches sich regelrecht in die Knochen der Leute eingebrannt hatte, war auch bei ihm wirksam.


        Ein Beispiel für das zweite Anfangsmodell könnte so aussehen:

        "Wir haben ein Problem, Stephen." Der angesprochene Mann drehte sich um, und sah fragend zu der hochgewachsenen, schlanken Frau, die an der Steuerung der Motoryacht stand. Diese zuckte mit den Schultern. "Sofern Du nicht irgendwo noch entsprechende Vorräte versteckst, werden wir in spätestens 4 Stunden keinen Tropfen Sprit mehr haben."

        "Bist Du Dir sicher, Alicia?" Stephen war unter der sonnengebräunten Haut sichtlich blass geworden.

        "Ja, Stephen. Absolut sicher. Ich habe nämlich gerade vom Bordcomputer die Warnung erhalten, daß man doch bitte die nächste Tankstelle anlaufen soll. Nur leider ist in diesem gottverdammten Meer nirgendwo eine Insel in erreichbarer Nähe, wo wir unsere Spritvorräte auffüllen könnten. Es sei denn natürlich, Du willst zurück nach Hell Island."

        Stephen schauderte. <Beliebiger Inselname>, auch bekannt als Hell Island, hatte diesen Beinamen nicht umsonst erhalten. Es war ein Strafgefangenen-Lager, das Lager, welches die schlimmsten Verbrecher des Planeten beherbergte - oder die Leute, die von den Regierenden dafür gehalten worden; denn für gewöhnlich war der Anteil an verurteilten Mördern, Betrügern und Vergewaltigern dort eher deutlich geringer als in jedem x-beliebigen anderem Gefängnis.


        PS: Ich gebe beide Geschichtenanfänge frei - wem also danach ist, der darf sie gerne für eigene Geschichten benutzen.
        Depend upon it, sir, when a man knows he is to be hanged in a fortnight, it concentrates his mind wonderfully.
        (Dr. Samuel Johnson)

        Main problem with troubleshooting is: trouble shoots back (Quelle: Google+)

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        • #5
          hm... schöne frage und auch immer mein grösstes problem (ich hab schon mehrere rund 200 seiten in word romane verfasst, arbeite atm an meinem vierten^^), ich hab da n ganz einfachen weg:

          zuerst müssen die Charaktere feststehen um welche sich die story drehen soll, mit hintergrund und allem möglichem, aus dem was in ihrem hintergrund verankert ist lässt sich ja dann die restliche welt ableiten... auf jedenfall sind die protagonisten immer das wichtigste für mich, das universum selbst kann modelliert werden um zu ihnen zu passen - aber nicht andersrum! :P^^

          wer interesse hat was zu lesen (ich bin auch immer dankbar für kritik und anregungen) der kann auf European Electronics Company - Yatu den werdegang meines aktuellen werks begutachten, in kurzgeschichtenform veröffentliche ich das ganze hintereinander weg...


          mfg



          archont
          LOL

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          • #6
            Zitat von Yoko Beitrag anzeigen
            Wie beginnt ihr einen Roman?
            Irgendetwas billig reißerisches, was die Leute gerne lesen....

            Zitat von Yoko Beitrag anzeigen
            Vermutlich habt ihr euch eine gute Storyline zu recht gelegt und evtl. auch schon einen Titel für die Geschichte, Charaktere und ein Cover gebastelt.
            Ich benutze Ich-Erzähler, da muss man sich um andere Charaktere keine Gedanken machen, weil die eher durch ihre Handlungen wichtig sind. Eine richtige Storyline habe ich nie, eher einzelne Großereignisse, auf die hingearbeitet wird, meistens über zwei Handlungsebenen.
            Cover mache ich nie, weil die Leute sollen lesen nicht Bilder gucken.... wäre ja noch schöner!

            Zitat von Yoko Beitrag anzeigen
            Aber wie steigt ihr in die Story ein?
            Ich-Erzähler, nach Möglilchkeit mit zwei Handlungsebenen, der Einstieg ist dann, unter welchen Umständen mit dem Schreiben begonnen wird, was fließend in die Geschichte, über die er schreibt übergeht.

            Zitat von Yoko Beitrag anzeigen
            Habt ihr mit Einleitungen schon ma experimentiert, oder lass ihr euch da von bestehenden Romanen inspirieren?
            Nö, ich lasse mich aber gerne auf Experimente ein, was Stile angeht.
            This post is protected by : Azatoth, demon sultan and master of illusion. ZOCKTAN!, Hiob 30, 16-17, Streichelt mein Ego,
            "I was a victim of a series of accidents, as are we all."
            Yossarian Lives!

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            • #7
              Ich werfe jetzt einfach mal eine Frage in die Runde, aber bitte nicht erschlagen.

              Das Problem ist folgendes:
              Es exestiert da eine Geschichte, zurzeit leider nur in meinen Gedanken, die ich aber gerne auf Papier, besser gesagt auf die Festplatte, bringen möchte. Ich habe schon ein Paar mal angefange, jedoch wieder aufgehört, vorallem, wenn ich später Geschichten von anderen gelesen habe. Ich haber immer das Gefühl, die Story von mir sei schlecht geschrieben.
              Also, was soll ich tun? Das vorhaben lieber gleich lassen? Einfach drauf losschreiben oder mir erstmal ein dutzend Bücher durchlesen, um daraus zu lernen?
              Kol'od baLevav penimah, nefesh yehudi homiah. Ulfatei mizrach kadima, ayin leTzion zofia.
              Kol'od avda tikvatenu, haTikvah bat shnot alpayim. "Lihyot am hofshi be Arazenu, Eretz Tzion vYerushalayim."

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              • #8
                @Elias Dax

                Versuch doch erst einmal, den Handlungsrahmen deiner Geschichte kurz in Stichpunkten zusammen zu fassen. Danach kannst du dir Gedanken über die Gliederung und Erzählform machen.
                Stelle dir doch einfach eine bestimmte Szene aus deiner Geschichte vor und bringe sie zu Papier. So bekommst du ein Gefühl für deine Figuren und kannst ein bisschen experimentieren. Wichtig ist, erst einmal überhaupt etwas zu Papier zu bringen. Eine schlechte Geschichte ist allemal besser als gar keine.
                Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                Dr. Sheldon Lee Cooper

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                • #9
                  @Elias Dax: Was Enas Yorl geschrieben hat, ist vollkommen richtig. Hinzufügen möchte ich noch, dass ein guter Schreibstil durch Übung entsteht. Wenn ich mir heute die Geschichten durchlese, die ich mit 16 Jahren (oder noch jünger) geschrieben habe, so fallen mir viele Teile auf, wo ich Mist gebaut habe, aber ohne diesen Mist hätte ich nicht zu meinem heutigen Schreibstil gefunden, und ich werde durch mein ständiges Schreiben meinen Stil auch weiterhin entwickeln. Man lernt aus den Erfahrungen, die man sammelt, und dieser Erfahrungen kann man eben nur sammeln, indem man es einfach mal versucht und sieht, was funktioniert, und was nicht.

                  Zum allgemeinen Thema: Bei mir (und den meisten anderen, die schreiben nur nicht so selbstverständliche Tatsachen, wie ich, da sie nun mal selbstverständlich sind) beginnt alles mit einer Idee. Ein Punkt, ein Ereignis, welches mir einfällt. Aus dieser Idee, diesem Ereignis, ergeben sich dann Grundzüge von einigen Charakteren und der Geschichte, die unbedingt nötig sind, um zu diesem Ereignis zu führen. Dann mache ich mich daran, eine Outline zu schreiben, in welcher zuerst mal das Universum festgelegt wird (da ist es ganz praktisch, wenn man ein vorgefertigtes Universum parat hat), die Hauptcharaktere grob beschrieben und der Verlauf der Geschichte kurz zusammengefasst sind. Diese Outline ist dann der Rahmen, und in diesem Rahmen beginne ich dann mit dem eigentlichen Schreiben. Die Outline dient mir beim Schreiben als eine Art Weg. Ich kann ruhig mal vom Weg abkommen, etwas auf die Wiese gehen und gucken, was es da gibt (metaphorisch gesprochen), aber dann muss ich auch auf den Weg zurückkehren und weitergehen. Vom Spannungsbogen her halte ich mich meistens an das Drei-Akter-System, mit einer Einführung, einem dramatischen Mittelteil und einer Auflösung. Das Fünf-Akter-System funktioniert auch ziemlich gut, da finde ich die englischsprachigen Formulierungen, welche vor allem J. Michael Straczynski gerne verwendet:
                  1. Introduction (Einführung)
                  2. Rising Action (Spannungsaufbau)
                  3. Complication (Wendungen)
                  4. the Climax (Höhepunkt)
                  5. Dénouement (Epilog)

                  Was dann den tatsächlichen Anfang der Geschichten angeht, so beginne ich meist mit einer Art Ruhe vor dem Sturm. Durchaus kann im ersten Kapitel Action drin sein, viel sogar. Aber bevor die Action kommt, muss ich mir erst mal etwas Zeit nehmen, um die Charaktere einzuführen. Als Beispiel bringe ich da mal den ersten Teil meiner Fortsetzungsreihe "Good Hope - Der zweite galaktische Krieg" (Link in meiner Sig, wenn mir das bisschen Werbung gestattet ist): Hier gibt es schon im ersten Teil eine große Raumschlacht, doch vorher nehme ich mir erst noch ungefähr eine halbe Seite, um zumindest einen oder zwei Charaktere kurz vorzustellen und ein kleines bisschen Hintergrundwissen zu vermitteln. Jegliche Action ist umsonst, wenn man sich der Bedeutung, welche sie hat, nicht bewusst ist.
                  Zuletzt geändert von Kai "the spy"; 18.10.2007, 10:54.
                  Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
                  Stalter: "Nope, it's all bad."

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                  • #10
                    Bei längeren Geschichten mit eigenen Charakteren fange ich meistens damit an, die Figuren "vorzustellen". Wer sie sind, was sie tun... Die Leser wissen schließlich nur das was auch im Text steht, und nicht auch das, was ich mir dazu sonst noch überlege. Sie wissen nicht, dass Oliver Musicaldarsteller ist und blondes Haar hat, wenn ich es nicht hinschreibe. Bei Fanfictions über schon vorhandene Personen aus Filmen, Büchern, Musicals... muss man das ja kaum, weil die Leute, die das lesen, diese Figuren bereits kennen.
                    Wie weit ist es bis man den Himmel berührt? Wirklich frei macht wahrscheinlich nur der Wahnsinn! You will see those better days!

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                    • #11
                      *sry Doppelpost* ... bitte löschen!
                      Wie weit ist es bis man den Himmel berührt? Wirklich frei macht wahrscheinlich nur der Wahnsinn! You will see those better days!

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                      • #12
                        Also, wenn ich einen Roman schreibe mache ich mir erstmal Gedanken darüber, wie die Handlung in etwa aussehen soll. Also nur ein paar Stichworte zum Geschehen.
                        Danach schaue ich welche Struktur es haben soll und was passt. Soll heißen:
                        -wie viele Teile (falls mehrteilig)
                        -in welcher Form (Erzählform, welche Textart; Berichte (Logbuch...), Roman etc., Kapitel mit Namen oder nicht usw)
                        -in etwa die Länge (wird aber erst später natürlich erst klar)
                        Jetzt denke ich mir Namen für Personen, Geräte (falls benötigt) und Orte (wenn es keine richtigen Orte sind) und die Orte (wenn es echte Orte sind) aus.
                        Wenn ich das fertig habe, schaue ich wie ich den Anfang gestallte und beginne die Stichworte zu einem Text zuschreiben. Immer wenn ich dann mit einem Kapitel fertig bin, lese ich es mir durch und schaue, was ich noch verändern kann.
                        Dann geht das eigentlich bis zum Ende immer so weiter. Zum Schluss mahce ich mich dann dann ans Titel- bzw. Rückenbild.
                        Dann ist man ja auch eigentlich schon fertig.


                        Mal noch eine andere Frage:
                        Wie kann man eigentlich gut und abwechslungsreich Personen beschreiben? Ich habe da immer große Probleme.

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                        • #13
                          man fängt am besten so an , das der leser sich irgentwie in die welt einfindet. auch wenn er diese vieleicht kennt. manchmal hab ich bei ff früher zb die neue technik die ich erfunden hab am anfang erklärt. das kann man machen wie man will. man läst die hauptfigur die technik testen oder den prototypen fertigstellen etc.
                          Aron - Das Rollenspiel Forum

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                          • #14
                            *Mal meinen Senf dazu geb*

                            Generell tendiere ich dazu, den Leser in die Handlung hinzuwerfen und Details erst dann quasi rückwirkend zu erklären, wenn es notwendig wird. Banales Beispiel wäre, dass der Leser mitten in eine Diskussion einsteigt, die zwei Charaktere führen und erst im Laufe des Textes erklärt bekommt, wie es überhaupt zu der Diskussion kam, wo die beiden gerade sind, was schon gesagt wurde, etc.

                            Ansonsten versuche ich mehr oder minder erfolgreich, eine Technik aus dem Comic-Bereich zu übernehmen, die dort "Establishing-Shot" genannt wird (zumindest kenne ich sie unter dem Namen). Die Idee ist, ein ziemlich detailliertes Bild der Handlungsumgebung zu schaffen (egal ob jetzt mit Bildern oder Text), damit man sich später nicht mehr mit sowas aufhalten muss und notwendige Beschreibungen nicht von der Handlung ablenken.

                            Hier wäre ein Beispiel, dass auf der ersten Seite eines Romans eine Stadt detailliert beschrieben wird. Ab dort beschränkt sich das Geschriebene dann auf die Handlung der Charaktere in dieser Stadt. Der Leser weiß das einfach, auch ohne ständig daran erinnert zu werden.

                            Natürlich muss man aufpassen, dass es eventuell verwirrend werden kann, wenn man innerhalb eines Kapitels ohne Vorwarnung den Handlungsort wechselt.

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                            • #15
                              Ich versuche immer mit den ersten Sätzen eine Situation zu erzeugen, die dem Leser Spannung verspricht, damit er sich dann bereitwillig durch den darauf folgenden "Infodump", welche die situation beschreibt, durchquählt.
                              Ein gemeiner Trick, aber ich glaube er funktioniert ganz gut

                              Ein Beispiel:

                              Die betriebsame Ruhe an Bord wurde jäh durch die zwei kurzen, wohl vertrauten Hornstösse unterbrochen. Danach klang ein angenehmer Frauensopran ruhig, aber dennoch eindringlich aus jedem Lautsprecher: “Gefechtsalarm! Klar Schiff zum Gefecht! Alle Mann auf Gefechtsstationen! Ich wiederhole: Klar Schiff zum Gefecht! Alle Mann auf Gefechtsstationen!“

                              [Ja, man kann es sich vorstellen wie die Besatzungsmittglieder der Freiwachen aus dem Schlaf hochschrecken, ihre Mahlzeit liegen lassen oder nass mit Saum im Haar aus der Dusche hasten wärend dem die Sirenen durch jeden Korridor kreischen.
                              Das verpricht dem Leser Spannung vom ersten Satz an...und solgich die Enttäuschung ]


                              Vice Admiral Jonathan Sanders stand vor dem grossen Bildschirm an der forderen Schottwand seiner Flagbrücke und studierte die farbigen Symbole welche seine Schiffe und die seines Gegners zeigten. Ein seltsames Gefühl machte sich in seiner Magengrube bemerkbar. Keine Angst. Nervosität? Vielleicht, aber primär war es ein Verlangen, einen “Hunger“. Das unbändige Bedürfnis endlich zuzuschlagen.
                              Seine Augen starrten in den Bildschirm, doch sie hatten ihren Fokus verloren. Vor seinem inneren Auge sah er einen ähnlichen Bildschirm mit einer ähnlichen Situation. Hier in diesem System, nur etwa eine Lichtstunde näher am Sprungpunkt zum Sunset-System (bescheuerter Name für ein Sonnensystem welches aus nichts anderem als zwei sich gegenseitig umkreisenden braunen Zwergen bestand). Sechs Jahre zuvor. Wirklich, war es schon so lange her?
                              Dreizehn Schlachtkreuzer, zerstört. Acht Schwere Kreuzer, zerstört. Sechs Leichte Kreuzer, zerstört. Einundzwanzig Zerstörer, auch zerstört.
                              „Aber wir haben gewonnen. Haben wir?“
                              Ja, gewonnen hatten sie. Zwei ganze Geschwader schwere Kreuzer, alles kampfstarke Broadsword's, komplett vernichtet. Drei Zerstörerflotillien, zerschlagen, versprengt und auf der Flucht.
                              Von den sechs gewaltigen Schlachtschiffen waren zwei zerstört und die übrigen zu zerschlagenen Krüppeln zusammen geschossen, die keine Chance auf ein Entkommen mehr hatten, ehe sich der ranghöchste überlebende Offizier endlich ergab.
                              Aber der Preis war furchtbar. Von zweiundzwanzig Schlachtkreuzern, die das Gefecht begonnen hatten, konnten am Ende nur noch vier als gefechtstauglich angesehen werden. Und selbst diese hatten wochenlange Reparaturen vor sich.
                              Jonathan Sanders, damals Befehlshaber eines der Kreuzergeschwader im Rang eines Commodores, erinnerte sich an den Horror und den Wahnsinn dieser...Schlacht? Abwracken traf es besser. Er erinnerte sich gut wie seine Vercingetorix bockte und bebte unter den Hammerschlägen der feindlichen Geschützen. Das Fauchen der aus den Rissen im Rumpf entweichenden Luft, das Stöhnen der sich unter der Belastung verbiegenden Strukturteile. Die Fähigkeit und die Courage der Schiffsbesatzungen konnte noch so gross sein. Die altmodischen Gladius-Klasse Kreuzer waren den Broadsword's der Terraner hoffnungslos unterlegen.
                              Sein Flaggschiff endete eingeklemmt auf Kernschussweite zwischen zwei dieser mächtigen Schiffe und er selbst wäre mit ihr gestorben, hätte ihn sein Stabschef nicht k.o. geschlagen und in eine Rettungskapsel geschleift.
                              Sanders grinste innerlich ob dem Gedanken. Commander Caroline Petrova, jetzt Captain (senior Grade) Caroline Petrova, CO RAS Cimaron, BC-057, teilte nun wieder das Schiff mit ihm. Dieses mal jedoch vom Kommandosessel auf ihrer Brücke. Sie hatte schnelle Karriere gemacht und lief auf der Überholspur zum Commodore.
                              Es war irgendwie...richtig. Zwei Veteranen der 2. Schlacht um Cimaron führten das in Gedenken an dieses grässliche Ereignis benannte Flaggschiff in eine weitere Schlacht an diesem Ort.

                              [Phu...wasn Schlauch...kleine Geschichtslektion als erster Infodump.
                              man quählt sich durch, schliesslich versprach der Gefechtsalarm Spannung]


                              Die Cimaron schloss zusammen mit allen übrigen Schiffen der Flotte langsam von hinten zu den Terranischen Schiffen auf. Dabei bremste sie beständig mit 1460g ab. Sie hätte problemlos 250g mehr machen können, doch die trägen Schlachtschiffe bremsten die Flotte.

                              [Annäherung an die feindliche Flotte. jetz geht los...jetzt geht s los!
                              Doch...was...Neeiiiinnn! Noch mal Infodump....naja, durchhalten, die Tortur wird bald eine Ende haben...hoffentlich.]


                              Die drei Sprungzonen des Cimaron Systems bildeten ein spitzwinkliges Dreieck, wobei die Sprungzone, welche in die Hyperraum-“Fahrrinne“ zum Argentis System, und damit tiefer ins Herz des von der Republik kontrollierten Gebietes führte die Spitze Ecke und die Zonen Richtung Sunset respektive Lindon System die Basis des Dreiecks bildeten.
                              Als der Geheimdienst Sanders über die Voraussichtliche Ankunft der Terranischen Flotte informierte, hatte er seine 2. Flotte in dieses System vorgezogen und ungefähr im Flächenzentrum dieses astronomischen Dreiecks positioniert. Die Sprungzonen nach Sunset und Lindon hatte er mit leichten Kräften überwacht.
                              Also ihm seine Späher die Ankunft der Terraner von Sunset her meldete, hatte er umgehend begonnen einen Abfangvektor zu generieren. Da sich sein Gegner wie erwartet auf einem direkten Kurs auf die Argentis Sprungzone zubewegte, hatte er sich zu einer etwas modifizierten Version der Standart-Liniengefechtsdoktrin entschieden. Die normale Doktrin für ein Gefecht zwischen zwei Schlachtlinien sah vor, dass sich die beiden Flotten im Spitzen Winkel näherten und sich zuerst mit Lenkraketen und später, wenn die Distanz genügend gesunken war, mit Energiewaffen beschossen.
                              Sanders hatte jedoch nicht vor, sich auf ein Energiewaffengefecht mit einem überlegenen Gegner einzulassen.
                              Also näherte er sich der Terransichen Flotte nicht im spitzen Winkel sondern auf Paralellkurs von Achtern aufkommend. Er würde auch nur soweit abbremsen um ein längeres Raketengefecht zu ermöglichen, nicht aber die Geschwindigkeit angleichen. Durch seinen höheren Basisvektor konnte ihn sein Gegner nicht zu einem Entscheidungskampf zwingen, selbst wenn er erheblichen Antriebsschaden erlitt. Gleichzeitig erlaubte ihm sein Vektor vor den Terranern in der Sprungzone nach Argentis zu sein.

                              [Chrzzz...chrzzz...*schnarch* Vektorgeometrie im SciFi muss das sein?
                              Ich les jetzt weiter, weil ich schon so viel ertragen habe. Aber wenn nicht bald was passiert schmeiss ich den Autor zur Luftschleuse raus!]


                              Sein Blick fokussierte wieder auf den Bildschirm. [*Adrenalinschub* geghts los? gehts los? nein, nur ein kleiner Wachmacher zwischendurch...] Es hatte viel mehr rote Sybole als letztes mal. Vor allem doppelt so viele Symbole für Schlachtschiffe. Aber auch die grünen Symbole waren zahlreicher. Die Formation unter seinem Kommando enthielt nur fünf Schlachtschiffe. Dafür glänzten 26 grüne Symbole für Schlachtkreuzer, davon 16 der alten Tigershark's. Als Langstrecken-Schlachtschiffkiller konzipiert waren die ersten jemals gebauten Schlachtkreuzer fast reine Raketenplatformen. Ursprünglich gebaut aus purer Verzweiflung, weil die Republik von Antares einfach nicht über die Industriellen Ressourcen verfügte um Schlachtschiffe in brauchbarer Zahl zu produzieren, hatten sich die schnellen Schlachtkreuzer über jede Erwartung hinaus bewährt.
                              Die übrigen zehn Schlachtkreuzer waren neue Schiffe der Cimaron Klasse. Mit deutlich weniger Raketenwerfern bestückt als ihre Vorgänger, dafür mit starken Lasergeschützen, leistungsfähigeren Schilden und schwerer Panzerung bestens für den Nahkampf gerüstet sollten sie primär als Eskorte für die Tigershark's und die eigenen Schlachtschiffe dienen.
                              Sanders' geschultem Auge viel noch ein weiterer markanter Unterschied zwischen den beiden Verbänden auf. Die terranische Schlachtlinie war von einem dichten Schirm aus Zerstörern und einigen Leichten Kreuzern umgeben, während die Schweren Kreuzer sich etwas dahinter hielten.
                              In der antarischen Formation hielten sich die Schweren Kreuzer dicht an den Schlachtschiffen. Dafür enthielt der Schirm keine Leichten Kreuzer. Diese waren dem Hauptverband in einem breiten Fächer weit voraus geeilt und stellten den Aufklärungsschirm der Flotte. Auf Seiten der Terraner übernahmen die Scout-Fregatten der Stiletto Klasse diese Aufgabe.

                              [Uahh Der Feind hat viel mehr Dickschiffe, wenn das mal gutgeht.
                              Schnell weiterlesen, jetzt MUSS eifnach mal was passieren...]
                              Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                              - Florance Ambrose

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