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Das Licht im Dunkel [HP-Fanfiction]

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  • Das Licht im Dunkel [HP-Fanfiction]

    Titel: Das Licht im Dunkel
    Autor: Alhena (also ich)
    Genre: Lovestory/Abenteuer
    Hauptcharakter: Alhena Gallantry (von mir erfunden), Sirius Black, Nymphadora Tonks, Remus Lupin (v.a.)
    Pairings: Alhena/Sirius, Tonks/Lupin
    Inhaltsangabe: Die Geschichte beginnt zu Anfang des fünften Bandes: Alhena ist Auror und die Tochter der mächtigen Zaubererfamilie Gallantry und wird, wie ihre Eltern, Mitglied im Orden des Phönix, wo sie auf Sirius Black trifft, in den sie sich verliebt. Ebenso ist sie sehr gut mit ihrer Kollegin Nymphadora Tonks befreundet, die ebenfalls verliebt ist.
    Anmerkungen: Alle Charaktere, ausser die der Familie Gallantry, sind von JKR und ich erhebe keinerlei Anspruch etc.

    ~~~~~~~~~~~~~~~

    1. Kapitel

    Die erste Begegnung

    Es war ein sonniger Tag, als ich das erste Mal auf Alastor Moody traf. Auch Mad-Eye von vielen genannt. Ich hatte schon viel von ihm gehört. Natürlich viel Gutes, schließlich war er einer der berühmtesten und erfolgreichsten Auroren seiner Zeit. Jedoch wurde auch einiges weniger Schmeichelhaftes gemurmelt. Und so sehr ich mich auch bemühe vorurteilslos auf die Menschen zu zugehen, zuckte ich doch zusammen, als ich das erste Mal den leibhaftigen Moody vor mir stehen hatte und selbst sein rotierendes Auge sah, was wohl das Berüchtigtste an ihm ist.
    Es war ein Dienstag vor etwa zwei Jahren. Ich hatte ein Jahr zuvor die Ausbildung zum Auror beendet und eine Stelle im Zaubereiministerium angetreten. Das Jahr zwischen meinem Abschluss von Hogwarts und dem Beginn meiner Ausbildung verbrachte ich im Ausland. Mein Vater, Altair Gallantry, selbst in der Mysteriumsabteilung angestellt, würde sagen, dass dieses Jahr verschwendete Zeit war, ich dagegen hatte viel gelernt, persönlich, aber vor allem auch über die Magie. Aufgrund dieser Reisen habe ich soviel Nützliches gelernt, dass ich meine Ausbildung als eine der Besten abgeschlossen habe.
    Ich saß an meinem Schreibtisch und hatte stapelweise Papier vor mir liegen. Pläne, Zeugenaussagen, Biographien. Alles Informationen, um berüchtigte Schwarzmagier zu finden. Kingsley Shacklebolt, ein Auror in leitender Position, hatte mir freundlicherweise diese Pergamentflut überlassen, da er, nach eigener Aussage, momentan privat stark eingespannt sei.
    So saß ich da und kämpfte mich verbissen durch eine Flut von Pergament, als ich hinter mir aufgeregtes Geflüster hörte. Als ich mich umdrehte erkannte ich Nymphadora Tonks, eine Kollegin und enge Freundin, die nur bei ihrem Nachnamen genannt werden will, und einen Mann mit einem Holzbein. Der Mann stand mit dem Rücken zu mir, drehte sich allerdings um, als er Tonks Blick folgte, die soeben gemerkt hatte, dass mir ihr Getuschel aufgefallen war. Der Mann war Mad-Eye Moody.
    Er kam auf mich zu. Sein rechtes Auge ruhte auf mir, während sein linkes magisches Auge meine Schreibtisch und dann die restliche Abteilung inspizierte.
    „Sie müssen Miss Gallantry sein, die Tochter von Altair Gallantry.“ Er hob mir seine Hand entgegen.
    Zögerlich, da ich noch immer mit seinem magischen Auge beschäftigt war, nahm ich seine Hand, „Ja, Sir. Ich bin Alhena Gallantry.“
    Nun waren beide Augen auf mich gerichtet und ich hatte das Gefühl, er sehe in mein Inneres. Jetzt erst verstand ich die Geschichten über Mad-Eye, wenn man ihm die Fähigkeit zusprach, er könne in den Kopf der Menschen sehen. „Es ist schön Sie kennen zu lernen. Natürlich habe ich schon viel von Ihnen gehört. Hervorragende Schülerin gewesen. Toller Abschluss, Reisen im Ausland, haben Ihre Ausbildung zum Auror neben Nymphadora, als eine der Besten abgelegt.“
    Aus der Ecke, in der noch immer Tonks stand hörte man ein gezischtes „Tonks verdammt.“. Sie hasste ihren Vornamen wirklich. Er passte auch nicht zu ihr. Sie war jugendlich, rebellisch und schon fast burschikos. Manchmal hatte man den Eindruck sie hätte alles, um ihren Vornamen Lügen zu strafen.
    „Ja, Sir, das ist grob mein Lebenslauf.“ Antwortete ich Mad-Eye.
    Ein feines Lächeln zog sich über sein Gesicht. Wäre es nicht so narbenzerfurcht gewesen, hätte es ihm einen sympathischen Ausdruck verliehen, so jedoch sah es fast schon nach einer Grimasse aus.
    Sein magisches Auge huschte wieder auf meinen Schreibtisch und einen Augenblick später griff er nach einer Ausgabe des Tagespropheten. Auf dem Titelblatt prangte die Überschrift „Harry Potter der Märchenerzähler“. Mad-Eye hob mir die Zeitung entgegen. „Was halten Sie davon?“
    „Vom Tagespropheten?“
    „Nein“ antwortete er etwas unwirsch, „von den Geschichten über und von Harry Potter.“
    „Oh“, ich überlegte, „Nun, ich selbst habe meine Ausbildung in Hogwarts unter der Leitung von Albus Dumbledore genossen und hatte nie den Eindruck, dass er es nötig hätte, Lügen zu verbreiten oder solchen Glauben zu schenken.“ Antwortete ich zaghaft.
    Mad-Eye sah mich an. Sein Blick bohrte sich regelrecht in mich rein. „Und wie denken Sie persönlich. Was sagt Ihnen Ihr Bauchgefühl, Ihr Kopf?“ er hatte sich vorgebeugt und seine Stimme zu einem Flüstern gesenkt.
    „Ich glaube ihm und Harry Potter.“ Antwortete ich ihm mit festem Blick.
    Einen Moment sah er mich noch eindringlich an, dann lächelte er, schmiss den Tagespropheten wieder auf meinen Schreibtisch und entfernte sich von mir. „Sie könnte passen.“ Sagte er an Tonks gewandt. An der Tür drehte es sich noch mal zu mir um, „Miss Gallantry, es war schön Sie kennen zu lernen. Richten Sie Ihrem Vater meine Grüße aus.“ Und er humpelte davon.
    Als das Klackern seines Stockes leiser wurde und schließlich verstummte, sah ich Tonks an, „Zu was könnte ich passen?“ fragte ich sie.
    „Oh, ähm, naja, hier in die Aurorenzentrale.“ Stotterte sie.
    „Tonks, du weißt, wo deine Schwachpunkte sind.“ Zwinkerte ich ihr zu. Sie errötete. Da wir die Ausbildung gemeinsam abgelegt hatten, wusste ich natürlich, dass sie nicht sehr erfolgreich in Verheimlichen und Aufspüren war. Zum Teil lag es an ihrer Schusseligkeit, zum Teil an ihrem ehrlichen Wesen. Da wir jedoch in den letzten vier Jahren Freundinnen geworden waren, wandte ich mich wieder von ihr ab und fragte sie nicht weiter aus. Bisher hatte sie mich nie enttäuscht oder mir ohne Grund etwas verheimlicht, deswegen wollte ich ihr auch diesmal Zeit geben, mir freiwillig zu sagen, was hinter Mad-Eyes Verhalten steckte.
    Und auch diesmal enttäuschte sie mich nicht. Bereits einen Tage später richtete sie mir von Mad-Eye aus, dass er mich samstags treffen möchte, um mir ein paar Leute vorzustellen. „Dann wirst du sicherlich auch erfahren, was er meinte.“ Zwinkerte sie mir zu.
    Der Samstagmorgen kam viel zu schnell. Ich war nervös, schließlich hatte ich keine Ahnung, was mich erwarten würde.
    Ich stand auf und ging hinunter in die Küche, wo mein Vater bereits beim Frühstück saß und die Zeitung vor sich hatte. Eigentlich wollte ich schon lange ausziehen, jedoch war mein Vater kein Mensch, der allein sein konnte und seit dem Tod meiner Mutter vor drei Jahren, wagte ich keinen Gedanken mehr daran ihn zu verlassen. Zu meinem Glück war das Anwesen unserer Familie sehr weitläufig, so dass es nicht allzu schwer war, sich vorzustellen, ich hätte eine eigene Wohnung, oder sogar ein eigenes Haus.
    „Morgen Daddy.“ Ich drückte ihm einen Kuss auf die Wange und setzte mich ihm gegenüber. Einen Moment später erschien auch schon Vivi, unsere Hauselfe und servierte mir meinen Kaffee und Toast.
    „Dieser Tagesprophet entwickelt sich langsam zu einer einzigen gedruckten Hetzkampagne gegen Dumbledore und diesen Potter-Jungen.“ Murrte er und schmiss die Zeitung ans Ende des Tisches. „Es ist ein Wunder, dass sie die Beiden noch aus den Wettervorhersagen raushalten.“ Er nahm einen Schluck Kaffee und atmete kurz durch, bevor er sich wieder an mich wandte. „Und was hast du heute vor?“
    „Tonks holt mich heute Nachmittag ab und begleitet mich zu einem Treffen mit Alastor Moody.“ Berichtete ich ihm.
    „Mad-Eye Moody? Der Auror?“
    „Ja. Er war Dienstag in der Aurorenzentrale und am nächsten Tag hat mir Tonks ausrichten lassen, dass er mich heute treffen möchte, um mir ein paar Leute vorzustellen.“
    „Was für Leuten?“
    „Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass Tonks dabei sein wird.“
    „Aha.“ Er nahm einen weiteren Schluck Kaffee, lies seinen Blick jedoch weiterhin auf mir haften. „Aha.“ Wiederholte er noch einmal. „Nun, dann wünsche ich dir viel Spaß bei diesem Treffen. Er ist ein guter Mensch. Ein komischer Kauz, keine Frage, und manchmal scheint er Probleme zu haben, wahre Gefahr zu erkennen, aber im Grunde ist er ein fairer, mutiger und loyaler Mensch. Kenne ihn schon lange.“
    „Ja, ich sollte dir Grüße von ihm ausrichten.“ Fast hätte ich sie vergessen, vor lauter Aufregung wegen dieses Treffens.
    „Oh wirklich? Nun, vielen Dank und richte ihm doch bitte meine besten Wünsche aus, wenn du ihn heute triffst.“ Er erhob sich. „Nun, ich muss jetzt leider los. Bis heute Abend.“
    Die Familie Gallantry war seit Jahrhunderten eine der mächtigsten Zaubererfamilien und so reinblütig, wie die der Malfoys, der Blacks oder Crouches. Mit dem Unterschied, dass es in unserer Familie nicht einen Todesser gegeben hatte und wir keinen übertriebenen Wert auf unsere Reinblütigkeit setzten. Jedoch legte gerade mein Vater großen Wert darauf, unserem Namen alle Ehre zu machen. Gallantry, also Edelmut oder Tapferkeit, war sein Leben. Was die Erfüllung dieser Werte anging, hatte ich ihn nie enttäuscht, schließlich war ich Auror geworden, und dieses Ziel verfolgte ich Zeit meines Lebens. Jedoch war er der Ansicht, Edelmut bedeute auch, eine gewisse Ritterlichkeit an den Tag zu legen, beziehungsweise für die Frauen der Familie das Verhalten einer Dame, die ich nicht unterstützen konnte. Mein Aussehen glich mit meinen langen braunen glänzenden Haaren, die, egal was ich tat, immer wie frisch gebürstet wirkten, und meinem schlanken Körper schon viel zu sehr einer Dame, als dass ich mich auch noch so hätte verhalten wollen. Manchmal wünschte ich, ich wäre eine Metamorphmagi wie Tonks und ich könnte mich nach Lust und Laune verändern. Aber alles was ich je geschafft hatte zu ändern, war, meine Haare dunkler zu zaubern. Davor waren sie strahlend blond, und schienen selbst im Dunkeln zu leuchten. Es störte mich nicht nur persönlich, es war auch hinderlich in meiner Ausbildung als Auror, da ich im Dunkeln immer als Erste auffiel. Alles andere schien sich einfach nicht ändern zu wollen. Aber ich möchte nicht so tun, als sei das ausschließlich schlimm. Ärgerlich fand ich eigentlich nur, dass ich meine Haare nicht abschneiden konnte. Jede Schere, die meine Haare berührte schmolz entweder, oder zerbrach. Einmal hatte Tonks mir die Haare schneiden wollen und die Schere löste sich einfach in Luft auf.
    Nun, die Familienehre war jedenfalls der Grund, warum mein Vater immer etwas geschwollen daher redete.
    Eine Stunde, bevor ich mich mit Mad-Eye treffen sollte, tauchte Tonks bei mir auf. Sie trug ihre Haare heute lang und braun, ebenso wie ich, und als sie mich sah, ließ sie sie schrumpfen, bis sie nur noch kinnlang waren. „Sehr witzig.“ Kommentierte ich ihre Darstellung, da mir klar, war, dass sie mich ärgern wollte.
    „Finde ich auch.“ Grinste sie und folgte mir ins Haus. „Und? Schon aufgeregt?“
    „Es wäre nicht so schlimm, wenn ich wüsste, was auf mich zukommt.“
    „Ach, in einer Stunde weißt du ja Bescheid.“ Ignorierte sie die versteckte Aufforderung und ließ sich auf mein Bett fallen, „Ich verstehe nicht, wie man so ordentlich sein kann.“ Gab sie mit einem Blick durch mein Zimmer zu Bedenken.
    „Und ich verstehe nicht, wie man so unordentlich sein kann.“ Zwinkerte ich ihr zu.
    Die Stunde, bis wir gehen mussten, verflog sehr schnell. Tonks und ich waren eh schon lange Freundinnen und mit einer solchen verging die Zeit eh immer mindestens doppelt so schnell.
    Wir reisten mit Flohpulver zum Tropfenden Kessel. Dort angekommen erblickten wir einige Gestalten in einer dunkleren Ecke des Pubs. Zu meiner Überraschung steuerte Tonks direkt auf sie zu, was wohl bedeutete, dass dies die Gruppe war, die ich kennen lernen sollte. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass dies so geheim ablaufen würde, wovon ich ausgehen musste, da alle in dieser Ecke saßen, als hofften sie, nicht zu sehr aufzufallen.
    Als ich näher kam, löste sich eine humpelnde Gestalt aus dem dunklen Knäuel von Menschen, und Mad-Eye kam auf mich zu. „Alhena Gallantry. Schön, dass sie meiner Einladung gefolgt sind.“ Er streckte mir wieder die Hand entgegen. „Darf ich Sie mit meinen Freunden bekannt machen?“ Er deutete ausladend in die Ecke, wo sich nun auch Tonks zu den anderen gesellt hatte, „Nymphadora Tonks kennen Sie ja bereits.“ Er deutete rechts neben Tonks, „Hier haben wir Remus Lupin, Arthur und Molly Weasley, Kingsley Shacklebolt, den Sie aber sicherlich kennen, schließlich ist er Ihr Vorgesetzter“, ich sah überrascht zu Shacklebolt und lächelte ihn an. Mit ihm hatte ich nicht gerechnet.
    „Auf der anderen Seite des Tisches haben wir Dädalus Diggel, Emmeline Vance und Hestia Jones. Und wir kennen uns ja schon.“ Schloss er. In diesem Augenblick kroch ein großer schwarzer Hund unter dem Tisch vor und bellte Mad-Eye an, als würde er sich beschweren wollen, dass man ihn nicht vorgestellt hatte, dann hüpfte er um mich rum und wurde erst ruhiger, als ich ihm den Kopf streichelte. „Oh ja.“ Hüstelte Mad-Eye verlegen, „Und das ist…“
    „…Tatze.“ Vervollständigte der Zauberer neben Tonks, der Remus Lupin hieß.
    „Ok, dann setzten Sie sich erstmal. Möchten Sie auch ein Butterbier?“ fragte er, als er sich umständlich wieder an den Tisch gesetzt hatte.
    „Ähm ja, danke.“ Der Hund, Tatze, setzte sich neben mich und berührte mit der Schnauze meine Hand, damit ich ihn weiter streichelte.
    Mad-Eye bestellte noch ein Bier und dann sah er mich erwartungsvoll an, „Alhena Gallantry.“
    „Ja.“ Antwortete ich vorsichtshalber, falls er meinen Namen sagte, um sicher zu gehen, dass ich zuhörte.
    „Ihr Vater, Altair“, begann Hestia Jones, dir neben mir saß, „ist ein von uns sehr geschätzter Zauberer mit edelsten Eigenschaften und ihre Mutter Athene, war eine der weisesten Seherinnen und begabtesten Zauberinnen, die es gibt. Wir sind nun neugierig, wie die Tochter zwei so ehrhafter Zauberer ist.“
    „Und weswegen möchten sie das wissen?“
    Shacklebolt lächelte. Ich hatte meine Ausbildung bei ihm genossen und er war es der mich lehrte immer vorsichtig zu sein. „Das ist eine gute Frage. Jedoch appelliere ich an ihr Vertrauen zu mir und Miss Tonks. Denn die Gründe, warum diese Herrschaften sie kennen lernen möchten“, er machte eine ausladende Bewegung, „kann ich Ihnen noch nicht sagen.“
    Ich ging kurz in mich. Normalerweise konnte ich es nicht leiden, wenn man mich ausfragte und mir nicht mal den Grund dafür verriet. Jedoch hatte ich großes Vertrauen zu Shacklebolt und auch zu Tonks. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie mich hintergehen könnten. „Ok.“ Antwortete ich deshalb schlicht.
    „Schön.“ Ich zuckte zusammen, als Mad-Eyes tiefe Stimme direkt in mein Ohr röhrte, „Dann lassen Sie uns mal zusammenfassen. Sie haben fünf UTZ-Abschlüsse mit Ohnegleichen in Verteidigung gegen die dunklen Künste, Verwandlung, Zauberkunst, Kräuterkunde und Zaubertränke, sowie einem Erwartungen übertroffen in Weissagen. Seit einem Jahr sind sie als Auror angestellt, haben davor Ihre Ausbildung bei Shacklebolt absolviert. Sie waren ein Jahr im Ausland und haben dort vor allem die Praktiken der alten Welt gelernt. Ihre Mutter hat Ihnen Das Auge vererbt, sie können also Weissagungen machen, außerdem können Sie im Dunkeln sehen und Ihr Patronus hat die Form eines Einhorns. Habe ich etwas vergessen?“ Beide Augen ruhten auf mir.
    „Nun, ich bin bei weitem nicht so talentiert wie meine Mutter, was Weissagungen angeht. Meist bekomme ich Visionen, kann aber nicht einschätzen oder kontrollieren, wann ich diese bekomme oder was sie betreffen.“ Berichtigte ich ihn.
    „Gutgut, das ist wohl noch immer mehr, als die meisten von uns behaupten können.“ Lächelte Mad-Eye. „Ich hatte sie gefragt, wie Sie zu den Behauptungen stehen, die über Dumbledore und Harry Potter gemacht werden. Sie hatten mir gegenüber gestanden, dass sie Ihnen glauben, dass Voldemort wieder auferstanden ist.“
    Ich zuckte leicht zusammen. Als vor 14 Jahren Er, dessen Namen nicht genannt werden darf das letzte Mal sein Unwesen trieb, war ich grade mal 10 Jahre alt und meine Eltern hatten es sehr gut geschafft, mich davon fern zu halten. Jedoch war es in jedem Zauberer drin, dass man zusammen zuckte, wenn man den Namen hörte. Mad-Eye war außerdem der erste, den ich seinen Namen ohne ein den Hauch einer Regung sagen hörte. Dafür bewunderte ich ihn.
    „Ja, das glaube ich.“ Bestätigte ich noch mal. Tatze sprang in diesem Moment mit den Vorderpfoten auf meinen Schoss und versuchte mein Gesicht abzulecken. Die Frau mit den roten Haaren, Mrs Weasley, wenn ich mich recht erinnerte, giftete Tatze an, worauf hin er sich wieder unter den Tisch verkroch.
    „Nun, wir tun das auch und sind der Ansicht, dass man gegen Voldemort vorgehen muss.“ Berichtete Mad-Eye weiter.
    „Dieser Meinung bin ich auch.“ Antwortete ich ihm mit starrem Blick. Seit der Rückkehr von Ihm, dessen Namen nicht genannt werden darf, wurde selbst in der Aurorenzentrale nie über dieses Thema geredet. Fudge, der Zaubererminister, hatte im gesamten Ministerium Spitzel, die die Aufgebe hatten, jeden zu verpfeifen, der Dumbledore, beziehungsweise Harry Potter Glauben schenkten. Endlich hatte ich Menschen vor mir, die ebenfalls der Ansicht waren, dass gekämpft werden musste. Und nicht die Augen zu verschließen. „Doch wie soll man gegen jemanden kämpfen, an dessen Existenz selbst das Ministerium nicht glauben will?“
    „Sehr gute Frage.“ Schaltete sich nun Remus Lupin ein, „Eben deshalb haben wir uns hier etwas versteckt getroffen. Wir sind ein Teil einer Widerstandsbewegung und wir suchen weitere Anhänger, nun da Voldemort wieder zurück ist.“ Erklärte er mir.
    Ein Blick auf Shacklebolt zeigte mir, das dies der Grund für meine Einladung hierher war. „Sie wollen mich als Mitglied?“ fragte ich unsicher.
    „Nun, wir ziehen Sie stark in Betracht. Ihre Familie spricht für sich, Ihr Vater ist bereits ein Anhänger unserer Bewegung seit der letzten Herrschaft Voldemorts, ebenso war Ihre Mutter eine von uns, deswegen wird es wenige Diskussionen unsererseits geben, ob sie ein Mitglied bei uns werden.“ Erläuterte Shacklebolt nun.
    „Meine Eltern waren Mitglied?“ Ich war wie vor den Kopf gestoßen.
    „Ja, mich dürften Sie vielleicht noch kennen. Ich war damals öfter bei Ihnen zu Hause.“ Emmeline Vance sah mich erwartungsvoll an.
    Dunkel erinnerte ich mich an sie, jedoch hätte sie ebenso gut eine Kollegin meines Vaters oder eine Freundin meiner Mutter sein können. Dass ich sie glaubte zu kennen, war für mich kein Beweis, dass meine Eltern Mitglieder einer Widerstandsbewegung waren. Shacklebolt schien meine Zweifel zu spüren und legte ein altes Foto vor mich hin. Eine Gruppe Menschen, vielleicht 20 oder 30 drängten sich auf das Bild. Ich betrachtete ihre Gesichter und erkannte einen jüngeren Alastor Moody, als er neben mir saß, die Longbottoms, die wohl jeder kannte, aufgrund der Folter, die sie durch die Todesser ertragen mussten, Emmeline Vance, Rubeus Hagrid, der Waldhüter von Hogwarts, Dädalus Diggel, Remus Lupin und natürlich Albus Dumbledore. Ebenso erkannte ich James und Lily Potter, die Eltern des nun so berühmten Harry Potter. Direkt neben ihnen erkannte ich meinen Vater und meine Mutter. Ich keuchte. Gerade wollte ich den Kopf wieder heben, als mir noch jemand ins Auge stach. Ich betrachtete den Mann genauer. Er stand direkt vor James Potter, dessen Hand auf seiner Schulter lag. Die dunklen Augen und die langen gelockten Haare dieses Mannes waren mir fast schon vertrauter, als mein eigenes Spiegelbild. In der Aurorenzentrale gab es einen kompletten Aktenschrank nur zu seiner Person, „Da steht ja auch Sirius Black.“ Sagte ich verblüfft.
    Tatze knurrte kurz unter dem Tisch.
    Shacklebolt war der erste, der etwas sagte, „Ja, auch er ist Mitglied dieser Vereinigung.“
    „Ist? Immer noch?“ fragte ich noch überraschter.
    „Ja.“ War die schlichte Antwort von Shacklebolt. Gerade erst vor zwei Tagen saßen er und ich über einigen Pergamenten gebeugt und er erläuterte mir, dass er Informationen erhalten habe, nach denen Black sich in Frankreich aufhalte. Wenn er Mitglied einer Geheimgesellschaft war, in der auch Shacklebolt war, dann musste er dessen Aufenthaltsort doch kennen. Außerdem war mir unklar, wie ein Anhänger von Ihm, dessen Namen nicht genannt werden darf und der Zuständig war für die Ermordung der Potters, sowie für ein Dutzend Muggel und Peter Pettigrew in einer Widerstandbewegung gegen eben diesen Schwarzmagier sein konnte.
    Shacklebolt schien meine Zweifel zu erraten und senkte seine Stimme, als er zu mir sprach. „Sirius Black ist unschuldig. Nicht er hat die Potters verraten, sondern Peter Pettigrew. Ebenso ist Pettigrew nicht tot, sondern hat seinen Tod nur vorgetäuscht, um dann als verwandelter Animagus 12 Jahre zu warten, bis er sich vor 2 Jahren wieder Voldemort anschloss.“
    „Er ist nicht gemeldet als Animagus. Ich kenne das Verzeichnis fast auswendig.“ Gab ich zu Bedenken.
    „Nein, er ist nicht gemeldet.“
    Mich traf diese Erklärung wie ein Hammer. Voldemort ist zurück, was ich vorher schon annahm, aber jetzt erst realisierte, da es eine richtige Widerstandsbewegung gab. Sirius Black ist unschuldig und noch immer ein Kämpfer auf der „guten Seite“. Und meine Eltern waren Mitglied einer Geheimvereinigung. Eigentlich war es wie eine Überzeugung für mich als Auror, dass Voldemort noch immer um die Rückkehr kämpft und Black ein flüchtiger Mörder ist. Und als Tochter, das ich das Leben meiner Eltern kenne.
    „Das heißt Black ist irgendwo versteckt, aber unschuldig?“
    „Ja.“ Antwortete Shacklebolt. Scheinbar beruhigt, dass ich ihm glaubte. „Er ist genaugenommen gerade unter uns.“
    Reflexartig drehte ich mich in alle Richtungen, erkannte jedoch nichts. In diesem Moment spürte ich wieder die kalte, feuchte Schnauze von Tatze an meiner Hand und sah ihn an. Jetzt erst fiel mir auf, wie wenig tierisch sich dieser Hund verhielt. Jetzt im Nachhinein bemerkte ich, dass Tatze schon die ganze Zeit den Eindruck machte, als verstehe er jedes Wort unseres Gespräches. Sirius? Der Hundsstern. „Tatze“ flüsterte ich vor mich hin.
    „Ja, das ist Sirius.“ Beantwortete mir Remus Lupin meine unausgesprochene Frage. „Auch ein nicht gemeldeter Animagus.“ Fügte er noch an, da ich bereits ansetzte genau diesen Umstand klar zu machen.
    Tatze, oder besser Sirius stupste meine Hand an und ich streichelte seinen Kopf.
    Dies war meine erste Begegnung mit Sirius Black.
    Und der Tag an dem ich Mitglied des Orden des Phönix wurde.
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