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Fantasygeschichte..

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  • Fantasygeschichte..

    Hi liebe Leute,

    ich hab angefangen eine Geschichte zu schreiben und hätte für die ersten Seiten gerne die Meinung von objektiveren Lesern als mir gehört...

    Nun das Problem :-) Es ist Fantasy, nicht SciFi..

    Darf ich trotzdem???


    .
    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

    shootingstar schrieb nach 44 Minuten und 46 Sekunden:



    Nachdem hier niemand motzt hier also meine literarischen Ergüsse

    Wenn irgendjemand ernstgemeinte Verbesserungsvorschläge hat nur raus damit.. Ach ja, bitte keine Verrisse a la "ist ja voll scheisse". Ich bin totaler Anfänger und hab alles was ich zum Thema weiß aus einem Buch.
    Mir ist klar daß das ganze eine Menge Verbesserungen braucht..



    Ängstlich blickte Saray sich um.
    Wie jeden Morgen kam ihr einziger Freund, Joss, der alte Knecht mit seinen zwei von der Anstrengung dampfenden grauen Zugochsen zum Brunnen wo das Mädchen sich mit ihrem ganzen Bischen Gewicht auf die Kurbel werfen musste um sie in Bewegung zu halten. Wie beiläufig trat Joss neben sie, zwinkerte ihr aufmunternd zu und schaute sich kurz um.. Als er sah daß niemand sie beobachtete strich er ihr mit der schwieligen Hand über die Wange, lächelte und steckte seiner kleinen Freundin rasch ein Stück Brot in die Tasche. Schnell schob er Saray von der Kurbel weg und seine kräftigen Arme vollendeten im Nu die Arbeit mit der sich Saray so gepalgt hatte.
    Sie sah ihn aus traurigen Augen an, und konnte die Tränen kaum zurückhalten. „Ach Kind, kannst ja nichts dafür. Kann dich ja nicht so verhungern und verkommen lassen so ganz allein hier mit der bösen alten Selma. Komm, nimm ein bischen von dem Schmalzbebäck, von gestern von der Gesindestube, sieht ja keiner.“
    Hungrig wie sie war, schlang sie einen Bissen des bitter willkommenen Frühstücks sofort runter und ließ den Rest heimlich in den ihrem zerlupten Gewand verschwinden. Daß nur niemand merkte, daß Joss Ihr heimlich zu Essen gab.
    Mühsam stemmte sie den schweren Eimer Wasser in die Hüfte und lief zurück zu dem großen Trog am Waschplatz während Joss ihr traurig nachsah.
    Sie fuhr mit der einsamen Arbeit fort, den grossen Kessel aus der Küche mit Sand und Seife zu schrubben, die eingebrannten Reste am Boden mit einem Schaber zu lösen und mit dem kalten Seifenwasser die Fettreste abzuwaschen. Unauffällig schob sie sich immer wieder Stücke von dem Brot in den Mund. Es war früher Vormittag, und von der Arbeit war sie schon nass bis auf die Haut. Die von der Kälte des früh hereingebrochenen Winters durchgefrorenen und vom Scheuern wunden Hände schmerzten. Sie schmerzten genauso wie der Verlust des geliebten Ziehvaters ertragen zu müssen, die ständigen Demütigungen, den Hunger, in einem Land das nie ihr Zuhause sein würde.
    Gerade brachen die ersten Strahlen der Morgensonne durch die Wolken. Um diese Jahreszeit spendeten ihr nicht mal die viel Wärme.
    Nur bis Mittag fertig sein. Um nicht wieder Prügel von der alten Selma zu kassieren! So verging der Vormittag und die zwei Küchenjungen die sie so oft mit ihren bösen Scherzen plagten brauchten Mal um Mal neue schmutzige Töpfe, Teller, Terrinen und Krüge vom Festmahl des letzten Abends und die Kessel der Gesindeküche, und schleppten die Sachen sauber wieder weg.

    Ein seltsames Geräusch lenkte sie von der Plackerei ab und sie sah nach oben. Erst dachte sie es wäre vielleicht ein Vogel, ein Rabe oder Greif. Doch als er sich näherte war klar, der dunkle Punkt war zu groß für einen Vogel. Viel zu groß.
    In der Ferne zeichnete sich eine dunkle Kreatur klar gegen den nun azurblauben, wolkengetupften Himmel ab. Anmutig schwenkte sie in einen weiten Bogen um den Burgberg ein und verlor dabei an Höhe.
    Sie hatte ihn schon früher gesehen, nur aus der Ferne, und die furchterregende Schönheit des Drachen ließ sie erschaudern. Für einen Moment wünschte sie verzweifelt, sie hätte seine scharfen Klauen und Zähne, oder die Fähigkeit Feuer zu speien ,oder Flügel würden aus ihrem Rücken wachsen um ihrem Schicksal einfach davonzufliegen und frei zu sein zu können. Sie wusste, selbst ein mächtiger Magier könnte an einem Menschen oder gar an einem Halbelf wie ihr nichts dergleichen vollbringen. Von einem besseren Leben zu träumen half nicht. So kehrte sie wieder zu ihrem trübseligen Geschäft zurück.

    „Das das sind die letzten. Wenn Du die sauber hast dann bring sie zurück in die Küche“ schnauzte sie der übellaunige Neffe der Küchenmeisterin an, der sich mit fettigem schwarzem Zopf und zahnglückengrinsend vor ihr aufplusterte wie einer der Möpse der Burgherrin . „danach sollst du helfen das Gemüse zu schneiden. Zu was anderem bist Du ja eh nicht zu gebrauchen, du spitzohrige Vogelscheuche“, fuhr er sie an.“ Heute Abend gibt es ein Fest, unten in der Küche wartet noch ne Menge Arbeit auf Dich. Beeil dich lieber, sonst kriegt der Drache des Prinzen dein mageres Gerippe zum Abnagen darauf kannst Du Gift nehmen“. Sie wurde blass. Drachen fraßen gelegentlich Menschen. Nur dem Prinzen, dem Bruder des Königs war es gelungen eine der Bestien zu zähmen.
    Der Küchenjunge sah daß seine Worte ihre Wirkung nicht verfehlt hatte. „Und flenn nicht wieder die ganze Zeit rum, kannst dankbar sein daß wir dich hier überhaupt durchfüttern, Du Bastard!“ Mit diesen Worten drehte er sich um und schlurfte richtung Küche davon.
    Als sie mit den Terrinen fertig war packte Saray sie mit klammen Händen und schlug den Weg Richtung Küche ein. Quer über den Hof, dann durch den Gang, dann die Treppe runter. Mit einem Mal stolperten ihre nassen Füsse über eine Stufe. Sie stürzte, konnte sich mit letzter Not fangen. Aber die beiden Terrinen! Mit hell lärmendem Gepolter fielen die die ganze Länge der Treppe runter und kamen unten scheppernd zu liegen, sodaß auch im letzen Winkel der Küche jeder wusste was geschehen war:
    „SARAY!“



    Nach einem langsamen Sinkflug kam im Osten ihr Ziel in Sicht. Die Befestigte Stadt und darüber auf dem langgezogenen in der Mitte wie durch den Axthieb geteilten Burgfelsen. Darauf die Festung Aseka, altehrwürdige Königsburg von Ajotarra. Eingebettet in eine friedliche Landschaft, Dörfer, Felder, die ausgedehnten Wälder in denen im Herbst Waldarbeiter mit Elefanten ihrer Arbeit nachgingen, ein Fluss der sich von so weit oben malerisch durch die Landschaft schlängelte und darauf Fischer in ihren Booten..
    Prinz Degay, dem die Nässe der Wolken die sie durchflogen durch die Kleidung kroch schauderte trotz seines schweren Wachstuchmantels im schneidenden Wind. Von dem stundenlagen, eintönigen Aufundab der Flügelschläge war er müde und durchgeschüttelt von den unberechenbaren Böen. Der Drache kippte abrupt nach rechts. Die Lederschürzen mit denen seine Beine am Sattel festgeschnallt waren und die Schlaufen am Vorderzeug, an denen er sich jetzt festhielt waren zwar dazu geeignet ihn am Fallen zu hindern, aber bei längeren Flügen wuchs sich das Festgeschnalltsein auf einem Drachen von Stunde zu Stunde mehr zu einer Tortur aus und so wünschte er sich wie jedesmal nach Stunden in der Luft nichts so sehnlich als festen Boden unter Füssen die er nach Belieben ausstrecken konnte.

    „Ich kann es es nicht begreifen wieso Du es einfach nicht aufgeben willst.“ Tapfer wappnete sich Degay gegen die Predigt von der er ahnte daß sie nun folgen konnte: „Diese starrköpfigen, egoistischen, dummen Menschen zu Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden zu bewegen ist einfach nur zwecklos. Keiner will es. Alle haben sie nur ihren eigenen Vorteil im Sinn. Du bist ein Mensch, muss ich Dir Unterricht über die Wege der Zweibeiner geben? Und daß Deine Nichte nun den zweitältesten Prinzen von Karatharo zum Gefährten nimmt, meinst Du ernsthaft daß das irgendwas daran verändert?
    Einige Reiter stoben in blinder Panik in Richtung des rettenden Burgtors, einem Bauern der mit seinem Karren Säcke zur Burg hinaufschleppte gingen die Ochsen durch, panisch um ihr Leben fürchtend, und rasten in eine Baumgruppe, als Morgenstern zur Landung ansetzte. Glücklicherweise blieben sie dort unter wildem Geschrei des Bauern hängen, anstatt den wenige Meter dahinterliegenden Abgrund hinunterzustürzen.
    Gerade in dem Moment begannen von der Burg her die Fanfarenbläser, ihren Gruß an den königlichen Prinzen zu schmetterten.
    Abendstern bremste mit nach Vorne gerichteten Flügelschlägen fast vollständig ab, setzte elegant zuerst mit den Hinterbeinen und seinem langen Schwanz auf, kam dann mit den Vorderbeinen herunter. Er faltete bedächtig die Schwingen, die am Boden geöffnet so kurios überdimensioniert wirkten sodaß sich die langen Finger über die sich die Flughaut spannte über seinem Rücken kreuzten. „Mein Freund, ich weiß daß Du es nicht so ganz verstehst.“ er sah den Drachen fast flehentlich an.“ Aber ich bitte Dich mir zu helfen.“ Abendstern drehte seinen langen, gehörnten Schädel mit dem Hellen Fleck zwischen den Augen herum sodaß Degay auf zwei Reihen scharfer Zähne und in das dunkelbraungolden gesprenkelte Auge des Drachen sehen konnte. Er gab so etwas wie einen Seufzer von sich.
    Degay mühte sich mit gefühllosen Fingern die Schnallen loszumachen die ihn auf dem Sattel hielten um abzusteigen. Langsam ließ er sich an dem Geschirr herab, griff daneben, rutschte ab und Abendstern konnte seinen Fall gerade noch mit seiner geschuppten Schnauze auffangen. Vorsichtig setzte er Degay ab, der sich leise stöhnend ins feuchte Gras rollte und sich dort die Beine massierte.
    Abendstern wusste wie sehr sich sein Freund fürchtete, er würde es ihm eines Tages abschlagen ihm zu helfen. So etwas wie ein Lächeln durchflutete seinen Geist während er sich bemühte diese privaten Gedanken vor seinem Freund zu verbergen. Degay sah auf zu dem Drachen der sich streckte wie ein müder Hund. „Hast Du etwas gesagt?“
    „Ich wollte schon immer mal die seltsamen Paarungsrituale von Zweibeinern sehen, du hast mir nie den Gefallen getan.“ Er blinzelte, drehte den Kopf und sein Blick schweifte von dem errötenden Degay hin zu dem Gehölz. „Der eine Ochse da hinten der sich mit seiner Last in dem Gestrüpp verfangen hat ist ziemlich schlimm verletzt. Meinst Du der Bauer ließe sich höflich überreden daß ich den Ochsen als Frühstück haben könnte?“
    Erneut hoben die Fanfarenbläser an und machten Spekulationen um Essen ein vorläufiges Ende. Der Standartenträger mit der im Wind knatternden Fahne, 6 Mann Ehrengarde in Paradeuniform, die die blankgezogene Säbel präsentierten wirkten wie bunte Farbtupfen vor der Festung aus grauen Steinquadern.
    Sie geleiteten Degays ältesten Bruder, den König von Ajotarra und ein kleines Gefolge zur Begrüssung. Wacker die Anwesenheit Abendsterns ignorierend pflanzte der Standartenträger die Flagge in die Erde worauf die Fanfare abrupt erstarb. Degay zog sich stöhnend an dem Geschirr des Drachen auf die Füsse und nahm sich zusammen, seinem Bruder aufrecht und gemessenen Schrittes zu die Ehre zu erweisen.
    Zuletzt geändert von shootingstar; 15.11.2007, 20:53. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

  • #2
    Du wünschst Dir Kritik und damit kann ich Dir gern helfen

    Zu erst einmal das Positive:
    Ich finde Deine Geschichte echt interessant, auch wenn man noch nicht ganz weiß, in welche Richtung es gehen wird. Deine Charaktere sind schön gestaltet und man kann sich in sie hineinversetzen. Die Beschreibung der Landschaften und Wetterbedingungen sind sehr detailliert und schaffen es, dass man sich leicht die Landschaft vorstellen kann.

    Nun zum Negativen:
    Du solltest Dir dringend jemanden suchen, der noch einmal die Geschichte auf Rechtschreib-, Grammatik- und Inhaltsfehler kontrolliert. Du wolltest den Drachen wohl mal Morgenstern nennen?
    Da Du sehr viele Adjektive verwendest und die Gegend, Gefühle etc. sehr detailliert beschreibst, sind Deine Sätze sehr verschachtelt. Manchmal hast Du, sicher durch Änderungen, Fehler im Satzbau eingebaut, die das Lesen erschweren. Versuche, die Sätze ein wenig zu kürzen bzw. zu teilen. Achte auf die Kommata (lass Dir helfen).

    Ansonsten lässt es sich angenehm lesen. Du solltest Dir nur selber im Klaren sein, welchen Sprachstil Du verwenden möchtest. Manche, meist moderne Begriffe und der leichte Slang, wirkt ein bisschen fehl am Platz. Da Deine Geschichte sicher in einem Äquivalent des Mittelalters angelegt ist, solltest Du die Sprache ein bisschen daran anpassen. Wenn Du es mehr modern haben möchtest, dann solltest Du alles dahin ändern.

    Wenn Du möchtest, kann ich Dir gern bei der Kontrolle Deiner Geschichte helfen. Ich bin zwar nicht perfekt und mache selber noch genügend Fehler, aber vier Augen sehen oft mehr als zwei.

    Ich freue mich aber schon auf die Fortsetzung
    It is the heart that gives - the fingers just let go. (Nigerianisches Sprichwort)

    Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (A. Einstein)

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    • #3
      Hm, danke...

      Ja, die Rechtschreibung.. äh.. schon lange nicht mehr in der Schule gewesen Schlamp...

      Also es ist so, ich hätte eine Menge Stoff zu diesen Charakteren und auch noch zu anderen Themen (SciFi) im Kopf nur hat es nie was ernsthaft geschafft mal zu schreiben.

      Die Geschichte ist eigentlich ein Sequel zu einem Stoff der einen Roman abgeben könnte.. Wie Degay, der als Junger Mann als einziger seiner Prinzenbrüder so mit Kämpfen und Regieren nichts am Hut hat sondern eher ein musischer, wissenschaftlich interessierter Mensch ist
      (Ich hab auch überlegt ob ich Degay schwul sein lasse...), von Zuhause abhaut, sich als Schreiber und Lautenspieler durchschlägt bis er dann als Schreiber eines Tuchhändlers in einem Elfenknast landet (meine Elfen hier sind ziemlich rechtsradikale, xenophobe, machtbesessene gierige Gestalten ..)und von dort gemeinsam mit dem dort in einem Kerker gefangenen Drachen fliehen kann... Weil die Elfen mit Hilfe des Drachen und schwarzer Magie Reittiere züchten wollten die ihnen dazu verhelfen die Welt zu erobern, allerdings sie versehentlich dabei seit uralter Zeit gebannte und gefangene Dämonen zu einer Reinkarnation in eben diesen Mischkreaturen verhilft. Tja, und DIE wollen dann die Welt erobern. Unser Drache ist quasi der "Papa" dieser Kreaturen. Tja, wie dann Drachen, Menschen und Elfen die wieder loszuwerden versuchen..
      Ziemlich düstere Sache..


      Diese Kurzgeschichte spielt erheblich später. Und es geht um eine bösartige Intrige am Hof. So genau hab ich die Geschichte allerdings noch nicth ausgearbeitet... Mir ist noch nicht klar wer der Bösewicht sein darf

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