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Die letzte Schlacht

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  • Die letzte Schlacht

    Hier mal ne kleine Kurzgeschichte die ich bereits vor einiger zeit geschrieben habe ... hoffe Sie gefällt euch ... Wie bereits bei "Dunkle zukunft" liegen auch bei "Die letzte Schlacht" alle rechte an Charakteren bei mir.

    Es ist verboten die folgende Geschichte ohne mein Mitwissen und meine Erlaubniss zu kopieren, verändert zu Veröffentlichen, in anderen Foren zu Posten, sowie sie zu komerziellen Zwecken zu nutzen.


    Die letzte Schlacht

    Eine Geschichte aus den Bacuchroniken
    von Thomas Odebrecht



    Langsam lies Marine Gani Derakis seinen Leichten Jäger, an dem sein ganzer Stolz hing, durch das Schild des Hangars gleiten. Er steuerte mit einer leichten Bewegung der Fußpedale und des Primärsteuerknüppels in die für ihn bestimmte Halteklammer. Zufrieden hörte er wie die Halteklammern das Schiff in ihren metallenen Griff nahmen. Er fuhr die Hauptenergie des Jägers auf ein Minimum herunter. Dann öffnete er die Gurte und trennte die zwei Versorgungsleitungen die seinen Raumanzug während dem Flug mit dem Schiff verbanden. Er ließ seinen Stuhl zurückfahren, stand auf und ging in Richtung der hinten liegenden Ausstiegsschleuse. Dazu musste er durch den Generatorraum, der den Antikadium-Antikadium Reaktor enthielt. Er war jedes Mal erstaunt, zu welchen Wundern der Technik sein Volk in der Lage war. Kadium war ein äußerst instabiles künstliches Element. Antikadium hingegen war zwar ebenfalls ein künstliches, jedoch hoch stabiles Element. Die Reaktion wurde durch eine Kadium Infusion in den Reaktor initiiert. Infolge dieser Infusion begann das Antikadium unter Abgabe von Unmengen von Energie langsam zu zerfallen. Die Zerfallskettekette spielte sich solange ab, bis man den schließlich entstehenden Antiwasserstoff mit Wasserstoff reagieren lies und so den Antrieb des Jägers mit Energie versorgte. Die Energie des Antikadiums wurde alleine für Waffen und Schilde benutzt. Man konnte die Geschwindigkeit der Reaktion durch Zugabe winziger Mengen bestimmter radioaktiver Antielemente regulieren. Was genau für Vorgänge sich im Reaktor abspielten wusste er nicht, doch das war auch unwichtig. Er brauchte nur zu wissen wie er den Jäger flog. Nicht wie der Antrieb funktionierte. Auch wenn er ihn blind reparieren konnte.
    Er drückte auf den Knopf für die Druckschleuse, die sich mit lautem Zischen öffnete. Nachdem er in die kleine Schleuse gestiegen war, schloss diese sich wieder. Er hörte ein kurzes Summen. Der Routinescann und der Druckausgleich waren beendet. Das Außenschott schob sich langsam auseinander. Als er aus der Schleuse stieg sah er, dass seine Staffel bereits dabei war ihre Jäger zu kontrollieren. So begann auch er mit der Überprüfung der Waffen, des Antriebes und der Hülle. Eben alle Teile des Schiffes, die direkt dem Vakuum des Raumes ausgesetzt waren. Zwar schützte der Schild den Rumpf des Schiffes, jedoch konnte eine Überprüfung nicht schaden. Als er mit der Inspektion fertig war, begab er sich zum Ausgang des Hangars. Dort warteten bereits die Mitglieder seiner Staffel. Seine Clansbrüder. Die eiserne Hand seines Clans, der Feuerdrachen.
    Staffelführer Risak „Zero“ Indari, Marine Homin „Big Bang“ Ruak, Marine Irami „Nova“ Indari und Marine Kar „Trainee“ Ariokis. Sie saßen auf leeren Versorgungskisten, die einmal Werkzeug enthalten hatten. Irami kam auf ihn zu und umarmte ihn. Die Anderen schmunzelten hinter Iramis Rücken über die zwischen den Jugendfreunden entstandene Beziehung. Irani bemerkte davon nichts, sie war voll und ganz damit beschäftigt Basher an sich zu drücken. Er musste sie mit sanfter Gewalt von sich drücken. „Wir haben sie platt gemacht“ sagte Gani in die Runde. „die haben ganz schön dumm gekuckt, als du aus dem Nebel in ihren Rücken gefallen bist Big.“ Der junge Pilot, der für seine Halsbrecherische Flugweise verschrien war, musste grinsen. „Aber dein Abdräng-Manöver war auch nicht schlecht Basher.“ nannte er Gani bei seinem Spitznahmen. „Sein Schild ist noch an deinem entlang geschrammt.“ Alle waren stolz auf den Sieg, den sie errungen hatten. Auch wenn es nur ein Training gewesen war. Nur einem war sie noch nicht anzusehen. Zero stand ungeduldig am Ausgang des Hangars. Er genoss seinen Sieg stets auf dieselbe Weise. Er rieb ihn den Verlierern unter die Nase. Jetzt wollte er die zweite Staffel, die Sakari Beta Red, auf ihrem Weg zu ihrer Baracke abfangen und sie damit ärgern, dass er sie wieder einmal geschlagen hatte. „Können wir jetzt endlich?“ drängte er. „Ich muss eine Staffel Verlierer abfangen.“ Nova musste Schmunzeln. „Ja lasst uns ihnen hinterherlaufen wie kleine Kinder“ zog sie Zero auf. „Nicht das die sich verdrücken ohne das Zero sie ein bisschen aus der Fassung bringen kann.“ Genervt verdrehte Zero die Augen. Seine kleine Schwester wusste genau wie sie ihn aufziehen konnte. „Lasst uns endlich gehen“ sagte er, wobei er versuchte seine Vorfreude auf das kommende nicht zu sehr zu zeigen. „Eine gute Idee“ meinte Basher während er aufstand und in Richtung der magnetverriegelten Türen ging. „Nicht das Irami dich noch weiter ärgert. Wir können uns keinen verärgerten Staffelführer leisten. Du fliegst einfach scheiße wenn du sauer bist.“ Irami Lachte schallend: „Tut er das nicht immer.“

    Drei Stunden später saß das ganze Team zur Besprechung der Übung im großen Auditorium.
    Das Auditorium fasste knapp dreihundert Personen. Es war ein Luxus, den sich nur hoch entwickelte Spezies leisten konnten. Durch die Entwicklung der Gravitongeneratoren und der Antigravitongeneratoren, war die gleichmäßige Erzeugung von Schwere möglich. Erst dank dieser Technik besaßen die Bacuschiffe ein Unten das sich während der Beschleunigungsphasen nicht nach achtern verlagerte. Daraus entstanden andere Bauweisen der Schiffe und andere Arten der Kriegsführung. Vor allem jedoch konnte man den Raum im Schiff besser nutzen. Eben für Räume wie das Auditorium. Die zehn Teams saßen verteilt in den vorderen Reihen des Raumes. Der First-Lieutenant stand am Rednerpult und ging mit den Marines die entscheidenden Momente der Schlacht durch. Eine große kugelförmige Projektion schwebte vor dem Rednerpult. Sie stellte die verschiedenen Staffeln und ihre Mitglieder in den jeweiligen Farben dar. Die Beschleunigungsvektoren und Kurven wurden an jedem der Punkte, die jeweils einen Jäger darstellten, angezeigt. Vor jedem Marine schwebte eine kleine, ebenfalls kugelförmige Projektion, die sich auf das Umfeld des eigenen Jägers beschränkte. So konnten alle Marines ihre Fehler analysieren und aus ihnen lernen. Der junge Lieutenant der die Staffeln befehligte stand unter der großen Projektion und ging besonders die unfairen Manöver der Alpha Red ein. Dabei dachte er ständig daran wie es wäre auch wieder zu fliegen. Das letzt mal das er in einem Jäger gesessen hatte, war nun schon Monate her. ‚Was habe ich mir auch so viel Mühe bei den Taktikbesprechungen gegeben? Ich wollte Jägerpilot und nicht Captain werden.’ Fragte er sich. ‚Ich hätte mit denen da draußen im Raum sein können.’ Mo-Hing aus dem Clan der Wasserdrachen Hatte sich diese Frage schon oft gestellt. Nicht einmal seit seiner sechsmonatigen Ausbildung war ihm eine Antwort darauf eingefallen. Doch die Entscheidung der Protectoren war endgültig. Er würde zu einem Captain werden. Er führte die Besprechung gewissenhaft zu Ende. Wie er es immer tat. Für die Jägerpiloten würde er immer nur ein Offizier bleiben. Ein nötiges Übel. Alles was die Jäger interessierte war das Fliegen und Kämpfen. Alles andere war Nebensache. Nach der Besprechung verließ er den Raum als erster und ging in sein Quartier.

    Als die Besprechung schließlich zu Ende war, erhoben sich Gani und die 49 anderen Jägerpiloten und verließen geschlossen den Raum. Sich lautstark unterhaltend liefen sie durch die breiten Gänge des Schiffes. Sie begaben sich in die Mensa und nahmen zusammen an dem großen Tisch der sich in der Mitte des Raumes erstreckte Platz. Die Nahrungsreplikatoren ließen ein Festmahl in der Mitte des Tisches erscheinen. Still aßen sich die Piloten durch das große Angebot aus Früchten, Fleisch, Fisch, Gemüse und verschiedenen exotischen tierischen und pflanzlichen Produkten. Dazu tranken sie Wasser und verschiedene Säfte. Erst als alle fertig wahren standen sie auf und begaben sich in ihre Quartiere. Jede Staffel teilte sich ein Quartier. Die Quartiere bestanden aus jeweils einem großen Gemeinschaftsraum und fünf privaten Schlaf- und Arbeitsräumen. Basher und seine Staffel lümmelten sich zufrieden auf die, um einen kleinen transparenten Kadaluminium-Tisch aufgestellten, Sofas.
    Zuletzt geändert von Aun von Bacu; 26.03.2008, 10:56.
    Aron - Das Rollenspiel Forum

  • #2
    Ich hoffe, es ist mir erlaubt, eingangs ein paar Fragen zu stellen.
    Na ja eigentlich nur eine: Handelt es sich dabei schon um die ganze Geschichte?

    Diese Eindrücke vom ersten Überfliegen:
    Der Erzählstil scheint mir ordentlich zu sein, sodass man als Leser den Beschreibungen gerne folgt.
    Eine (sicher nicht allzu große) Reihe von Fehlern (z.B. Komma- oder das/dass-Fehler) trübt ein wenig das Bild.
    Wengleich man schnell ein Gefühl für Atmosphäre und Personen zu bekommen scheint (wie gesagt: hab's eher überfolgen), fehlt mir im Moment so ein wenig der... hmm... Reißer. Ich bin kein ausgewiesener Action-Fan, aber ich schätze, in der von Dir gewählten Genre-Einsortierung werden die Spannungsmomente eben hauptsächlich aus der Schlachtaction gezogen werden. Aber vielleicht gerade wenn es sich um eine Kurzgeschichte handelt (aber mMn gilt das so ziemlich für alle Gattungen), sollte der Einstieg schon relativ fesselnd sein und den Leser also in eine Situation werfen, die vielleicht ein wenig mehr Erwartungen weckt als es ein anstehendes Debriefing nach Rückkehr des Jäger vermag.
    Starship BSB-Collection 2009 | Raumschiffentwürfe


    Das Mondschaf spricht zu sich im Traum: "Ich bin des Weltalls dunkler Raum"

    Kommentar


    • #3
      Zitat von MaxEpgmm Beitrag anzeigen

      Ich hoffe, es ist mir erlaubt, eingangs ein paar Fragen zu stellen.
      Na ja eigentlich nur eine: Handelt es sich dabei schon um die ganze Geschichte?
      Ja es ist erlaubt :-) dafür heist das hier ja Forum und nicht Monologium
      Und nein, es ist nur der Anfang :-) ich überlege mir nur gerade einige Stellen zu überarbeiten ... auch im Bezug auf Rechtschreibfehler etc. ^^

      Aber damit es nicht so leer aussieht hier die Fortsetzung ...

      Nova und Basher warfen sich einen kurzen wissenden Blick zu und Nova verschwand in ihrem Zimmer. Ein paar Minuten später ging Basher ihr lächelnd nach. Nach dem Essen hatte er schon immer lieber Sport getrieben als zu schlafen.


      Als Zero erwachte bemerkte er, dass zwei von seinem Team fehlten. Gerade als er aufstehen wollte um Nova und Basher zu suchen kamen die beiden Arm in Arm aus Novas Quartier. Ohne zu bemerken das Zero wach war, blieben die beiden im der Tür stehen und tauschten Zärtlichkeiten aus. Erst als Zero unüberhörbar hustete unterbrachen sie ihren Kuss. „Was soll das?“ fragte er empört. „Was hast du im Zimmer meiner kleinen Schwester zu schaffen?“
      Nova verdrehte die Augen. „Denkst du ich würde mich damit zufrieden geben ihn zu umarmen und ihn zu knutschen wenn du wegkuckst?“ sagte sie. „Ich mische mich ja auch nicht ein wenn du heimlich mit Rez von der Beta in den Holosuiten verschwindest.“ Zero erbleichte. Die Beziehung mit Rez war ein gut gehütetes Geheimnis zwischen ihm und der hübschen Anführerin der Beta Red Staffel. Anscheinend war seine Schwester aufmerksamer als er gedacht hatte. „Woher weist du das?“ stotterte er verdutzt seine Frage heraus. Basher musste sich ein Lachen verkneifen. „Naja, es ist nicht wirklich zu übersehen.“ Sagte er zu Zero. „Immer wenn du sie und ihre Staffel platt gemacht hast machst du dich nur über die anderen vier lustig. Nie über sie, und du nimmst sie in Schutz.“
      Langsam sackte Zero in sich zusammen und stützte seinen Kopf in die Hände. Nova und Basher wussten das sie ihn jetzt besser in Ruhe lassen sollten. Sein Stolz war angeknackst und jede Störung würde ihn in rasenden Zorn verfallen lassen. So gingen sie zusammen auf dem Trainingsdeck trainieren. Big und Trainee lagen immer noch schlafend auf den Sofas.


      Gani trainierte auf dem Laufband und beobachtete Irami bei ihren Kampfübungen. Ihr Körper bewegte sich mit absoluter Präzision. Das Trainingshologram, das gegen sie Kämpfte hatte absolut keine Chance durch ihre Deckung zu gelangen. Er senkte seinen Blick auf ihre wundervollen Rundungen und musste an die kurze Zweisamkeit in ihrem Zimmer denken. In diesem Augenblick unterbrach sie ihr Training und sah in seine Richtung. Als er ihr verschwitztes Gesicht und die Erschöpfung in ihren Augen sah musste er grinsen. Sie sah ihn fragend an. „Wieso grinst du so frech?“ fragte sie mit bewusst vorwurfsvollem Unterton. „Woran denkst du gerade?“ Sein Grinsen wurde nur noch breiter. „An vorhin. Als du genauso verschwitzt warst wie jetzt.“ Sie verdrehte die Augen. Typisch Männer dachte sie. Sie grinste zurück.
      „Las uns duschen!“ entschied Basher. „Und dann nach den anderen sehen. Ich denke sie haben bestimmt Hunger. Ich nämlich bin unglaublich hungrig.“
      „Na du hast dich ja auch schon ausgiebig körperlich betätigt“ sagte sie lächelnd.


      Knapp zwei Stunden später war Basher dabei für sich und sein Team zu kochen. Nova hatte sich nach ihrem Training und dem „duschen“ hingelegt, da sie sichtlich erschöpft gewesen war. Er machte das Essen von Hand. Er hätte es auch mit dem Replikator erzeugen können, aber er fand, dass es so besser schmeckte. Er machte Matacsteak. Dazu gab es Salat. Als Vorspeise Muschelsuppe und als Nachspeise Obst und Matacblut. Das Fleisch und das Blut der Matacechsen war auf Grund ihres guten Geschmacks und ihres Traditionellen Status das meistgegessene Speise und das beliebteste Getränk unter Bacu. Basher kochte meistens, da er der einzige war der es von seiner Mutter, einer Schwester des Gottes, gelernt hatte. Die wenigsten konnten heutzutage noch von Hand ein Mahl zubereiten und es war eine Fähigkeit auf die man durchaus stolz sein konnte. Es dauerte einige Zeit aber es war die Mühe wert. Als es fertig war musste nur noch jemand den Tisch decken. Er ging zu den Sofas, und weckte Trainee mit einigen gezielten Tritten in die Wade. „Tischdecken Kleiner!“ sagte er und als Trainee gerade den Mund öffnen und wieder sprechen wollte fügte er hinzu: „Keine Widerrede. Sonst gibt es für dich nichts zu Essen.“ Mit einem leisen Knurren stand Trainee auf und begann damit den großen untransparenten Kadaluminium-Tisch zu decken. Fünf Stühle standen um den Tisch und am Kopfende saß stets Basher. Eigentlich war der Platz am Kopfende dem Staffelführer vorbehalten, aber da Basher gut ein Jahr älter war als Zero und außerdem der bessere Pilot und Kämpfer war, hatte er den Platz für sich beansprucht. Als Trainee fertig war mit Tischdecken weckte er Nova, Big und Zero. Alle versammelten sich still am Tisch und warteten auf Basher. Gerade als Big anfangen wollte und dabei war sich ein Stück Fleisch zu nehmen hörte er ein bedrohlich es Knurren hinter sich. „Leg es wieder zurück!“ knurrte Basher. Seine Fangzähne waren ausgefahren und seine Augen waren von roten Adern durchzogen. Das war eine der Gefahren von Matacblut. Seine Ausdünstungen konnten einen Bacu in Blutrausch versetzen sofern er ihnen über längere Zeit ausgesetzt war. Zwar hatten heutzutage die meisten Bacu sich sogar im Blutrausch noch unter Kontrolle aber man musste ihn ja nicht weiter provozieren. Langsam ließ Big das Fleisch zurück auf die Platte fallen. Basher setzte sich auf seinen Platz und nahm sich zuerst von allem. Dann gab er Zero und Nova soviel sie wollten. Trainee und Big mussten sich selbst bedienen. Trainee weil er der Anfänger war und Big weil er ihn beleidigt hatte indem er nicht auf ihn hatte warten wollen und seine Triebe nicht unter Kontrolle hatte. Das Essen verlief ruhig und erst als Basher aufstand und kommentarlos das Quartier verlies fingen die anderen an zu reden. Big und Trainee regten sich darüber auf das sie immer am ende der Nahrungskette standen und Zero und Nova stritten sich in der Küche über ihre Verhältnisse mit Basher und Rez. Basher war unterwegs zur Beta Red. Er hatte seine Schwester lange nicht mehr gesehen. Seit über fünfzehn Jahren. Sie hatte sich nie gemeldet und er hatte nur einmal versucht sie zu kontaktieren. Das er es so erfahren musste. Sie war ihm bekannt vorgekommen, aber erst als er ihren Namen gehört hatte war er sich sicher gewesen. Er stand vor der Tür zum Quartier der Beta Red und betätigte den Summer. Es dauerte einige Minuten und er war bereits im Begriff zu gehen, doch dann öffnete sich die Tür. Eine junge rothaarige Pilotin die noch ihren Raumanzug trug stand vor ihm. Da er Zivilkleidung trug erkannte sie ihn nicht direkt aber schließlich dämmerte ihr woher sie ihn kannte. „Was willst du hier Alpha?“ fragte sie mit arrogantem Unterton.
      „Wenn du keine Frau wärst hättest du jetzt ein Problem Marine!“ antwortete er mit dem bedrohlichten Satz den er einer Frau sagen konnte. „Ich will Rez sprechen.“
      Sie drehte sich kurz um und er merkte wie sie eine kurze telepathische Unterhaltung mit jemandem führte. Als sie wieder in seine Richtung sah sagte sie: „Du kannst reinkommen. Aber sie hat bis gerade geschlafen. Es wird einen Moment dauern.“
      Sie ging von der Tür weg und kümmerte sich nicht weiter um in. Drei weitere Mitglieder der Beta saßen auf einer der Couches die um einen kleinen Tisch aus Titan und Kristall standen. Zwei von ihnen beäugten ihn kritisch. Der dritte war ein alter Bekannter aus der Grundausbildung. Er nickte ihm kurz und fast unmerklich zu. Eine kleine Geste die ihn das Ansehen seines Teams kosten konnte. Gani stellte sich an den großen Esstisch, der aus Kristall und Titan war. Das Quartier war weitaus stielvoller eingerichtet als das ihre aber er und Zero hatten bei der Einrichtung kaum auf irgendetwas außer Funktionalität geachtet. Die Tür zum Quartier des Staffelführers Öffnete sich und heraus kam eine wunderschöne goldhaarige Frau. ‚Sie ist wirklich erwachsen geworden.’ dachte er bei sich. Als er sie das letzte Mal gesehen hatte war sie noch ein kleines Mädchen gewesen. ‚Ich kann Zero verstehen.’ Sie ging geradewegs an ihm vorbei in die Küche und holte sich etwas zu trinken. „Was willst du Alpha?“ rief sie aus der Küche. „Mit dir reden! Über etwas das nur mich und dich etwas angeht.“ Sie trat aus der Küche „Seit wann ist es üblich jemanden den man nicht kennt zu duzen?“ fragte sie gehässig. Er setzte sich, legte seine Füße auf den Tisch und kippelte. Er Kippelte nur auf einem Stuhlbein. Er beobachtete sie genau und er bemerkte, wie sie einen winzigen Augenblick ihre Fassung verlor und verdutzt dreinblickte. „Komm mit in mein Quartier.“ Sagte sie während sie bereits in Richtung der Tür unterwegs war. Als sich die Tür hinter ihm schloss saß sie auf ihrem Bett. „Was willst du? Hasst du nicht verstanden das ich dich nicht wieder sehen wollte?“ sagte sie leise. Er hörte an ihrer Stimme, dass sie die Tränen mit bloßer Selbstbeherrschung zurückhielt. „Deshalb bin ich nicht hier!“ sagte er in Flüsterton. „Du störst meine Staffel.“ Sie drehte sich um und sah ihn wutentbrannt an. „Ich wusste nicht, dass du der Staffelführer bist. Und was ich in meiner Freizeit mache ist allein meine Sache“ Er schaffte es nicht ihr ins Gesicht zu sehen und so begnügte er sich damit auf seine Stiefel zu starren. „Ich weis das du immer alles getan hast um die Beste zu sein. Ich will nur wissen ob du ihn liebst oder ob du ihn nur ausnutzt.“ Eine Träne lief ihr über die Wange. „Ich nutze ihn nicht aus. Wie kannst du mir so etwas vorwerfen. Dazu solltest du mich viel zu gut kennen.“ Er hob seinen Kopf und sah ihr direkt ins Gesicht. „Genau deshalb frage ich.“ Die Tür hinter ihm glitt zur Seite und Zero kam in das Zimmer gestürmt. Er war im Blutrausch und stellte sich zwischen Basher und Rez. „Wie kannst du es wagen dich in meine Angelegenheiten einzumischen? Was zwischen mir und Rez ist geht dich nichts an Gani.“ Rez stand langsam auf und streichelte vorsichtig über Zeros Arm. „Beruhige dich Süßer!“ Flüsterte sie leise in sein Ohr. Seine Augen wurden wieder klar aber seine Fänge blieben ausgefahren. „Er ist mein großer Bruder.“ sagte sie. Daraufhin fuhren Zero’s Fänge schlagartig ein und er drehte sich zu ihr um. „Dein Bruder? Wieso hast du mir das nicht vorher gesagt.“ Sie zuckte den Schultern. „Weil ich es selbst nicht wusste. Wir haben uns nie viel über deine oder meine Staffel unterhalten wenn du dich erinnern kannst. Außerdem habe ich ihn seit über fünfzehn Jahren nicht mehr gesehen.“
      „Sie wusste es nicht. Mir ist es erst vorhin vor dem Essen klar geworden.“ sagte Basher.
      „Was?“ Zeros Blick verriet seine Verwirrung. „Wieso hast du nichts gesagt.“
      „Oh, Gani regelt familiäre Angelegenheiten gerne selber und ohne das Mitwissen anderer.“ sagte Rez.
      „Das geht Zero nichts an Rez. Ich will nur wissen ob es dir ernst ist oder nicht.“
      „Darum geht es? Oh großer Aun. Ein blöder Streit unter Geschwistern?“
      „Es ist mehr als das. Ich werde nicht zulassen, dass sie meine Staffel stört. Wir müssen alle funktionieren. Ich kann mir keinen nervösen oder besorgten Staffelführer leisten.“
      Zero sah ihn verärgert an. Was dachte sich Gani dabei sich ständig als inoffizieller Staffelführer aufzuspielen? „Noch ist es meine Staffel Basher und ich bestimme was gut und was schlecht für sie ist.“
      Plötzlich ertönte ein lautes schrilles Signal und alle drei rannten aus Razs Quartier. „Alarm“ schrie Zero.

      Edit: beim Copy und Paste sind seltsamerweise die Absätze verschwunden ... ich bitte das zu entschuldigen ...
      Aron - Das Rollenspiel Forum

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      • #4
        in den nächsten tagen werde ich meine geschichte wahrscheinlich erweitern ... wie in "Dunkle Zukunft" aber früstens in einer woche ...
        Aron - Das Rollenspiel Forum

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        • #5
          Basher und Zero rannten wie von einer Herde wilder Mantacs verfolgt in ihren Mannschaftsraum und warfen sich in ihre Raumanzüge. Big, Trainee und Nova waren bereits fertig und warteten in der Hangartür auf die zwei Nachzügler. „Nun macht schon!“ brüllte Nova gegen das Alarmsignal an. „Wir müssen da raus.“ In Rekordzeit zogen die beiden ihre Helme auf und verschlossen die letzten Sicherheitsventile. Alle stiegen in ihre Jäger und Basher machte im Hangar eine Rückwärtsrolle um die Sakari so schnell wie möglich zu verlasen. Sobald er außerhalb des Hangarschildes war, schaltete er den Maximalschub ein und lud die Waffen. Er brachte sich in Verteidigungsposition über der Schiffsbrücke, reduzierte den Schub und passte den Kurs dem gigantischen Sakari - Kreuzer an. Er aktivierte die Holoübersicht um Informationen zu erhalten was vorging. Eine feindliche Flotte war so dumm gewesen trotz der Sprungsperre, die fremde Schiffe am Sprung durch die Lichtmauer hinderte, mit Sublicht in das Bacuterritorium zu steuern. Als das eindringen Bemerkt worden war, hatte das im gesamten Quadranten den Alarm ausgelöst und jetzt sprangen Kreuzer, Zerstörer und sogar einige Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer in das System. Die anderen trafen in der Verteidigungsposition ein. Sie besprachen kurz die Taktik und schon schossen Big und Basher mit Höchstgeschwindigkeit in Richtung der fremden Flotte davon. Der Flug dauerte einige Minuten und wurde von vielen Ausweichmanövern in die Länge gezogen. Basher sah etwas enttäuscht den WA - Jägern hinterher, die sich mit Lichtgeschwindigkeit an die fremde Flotte annäherten. Er würde auch gerne so ein schnellen Jäger fliegen. Aber die mangelnde Bewaffnung machte ihn schwach und nur in der Gruppe stark. Nichts führ ihn. Er war Einzelgänger. Mehr oder weniger. Einen Bomber oder Kreuzer aufzumischen war mit seinem Jäger und bei seinem Können kein Problem. Er und Big flogen in Richtung der Hauptstreitmacht der Feinde und ließen Nova, Zero und Trainee als Verteidiger zurück.
          Während des Fluges suchte er sich einige passende Ziele für sich und Big heraus und erstellte einen Flug- und Angriffsplan. Sie erreichten das Kampfgeschehen. Die ersten Torpedos und Raketen trafen gerade auf die Schilde der Feinde und ließen mehrere Schiffe in stillen Explosionen verdampfen. Sie jagten über ein kleines Kriegsschiff der Feinde und deckten seine Schilde mit Feuer ein. Das erregte die Aufmerksamkeit der feindlichen Jäger und bald waren Bashers rückwärtige Schilde mit Dauerfeuer von mehreren Gegnern belastet. Er aktivierte die volle Schubumkehr und ließ zwei der Gegner an seinem Schild zerschellen. Die Explosion der Reaktoren zog drei weitere in den Tod und die Trümmer beschädigten zwei weitere Verfolger. Er lies sein Schiff mit einem kurzen Schub schneller werden und drehte die Nase seines Jägers nach hinten. Er visierte an und vernichtete die beiden hinkenden Verfolger mit einigen gezielten Schüssen. Big vernichtete gerade mehrere feindliche Jäger, die so dumm gewesen waren in Formation zu fliegen mit einem einzelnen Torpedo. Basher formierte sich mit Big und einigen Spaltenjägern und einem Leichten Bomber zu einem kleinen Kampfverband. Er lies sich von Mo-Hing auf Gegnerkonzentrationen und schwere Gefechte hinweisen. Den Bomber lies er, von den Spaltenjägern flankiert, einen feindlichen Zerstörer angreifen. Er und Big deckten den Angriff von hinten, indem sie feindliche Jäger abschossen, die den Spaltenjägern entgingen. Als sie gerade durch den Schild des Zerstörers gebrochen waren, rief Mo-Hing ihn zur Verteidigungsposition zurück. Die anderen Schiffe zogen sich mangels Deckung schnell in weniger gefährliche Gebiete zurück und konzentrierten sich auf Defensive. Mo-Hing berichtete von einem Feindschiff, das in die Nähe der Sakari vorgedrungen war. Es bedrängte das Sektorflagschiff und die Schilde der Sakari waren gerade um mehrere Prozent gesunken. Big und Basher holten das letzte aus ihren Maschinen heraus und trafen auf einen Schwarm von feindlichen Jägern, als sie die Verteidigungsposition erreichten. Es waren hunderte, die anscheinend Computergesteuert die Jäger seiner Staffel attackierten. Ständig strömten neue Jägerdrohnen aus dem Feindschiff und ersetzten mehrere abgeschossene. Basher gab seinen Schilden zusätzliche Energie und raste durch die Drohnen hindurch bis zu seinen verzweifelt Kämpfenden Clansbrüdern. Dabei zerschellten viele der ferngelenkten Kampfschiffe an seinem Schild und sein Waffenfeuer schaffte es nicht ihm einen Weg durch die unglaubliche Zahl der Drohnen zu schmelzen. Als er sich hinter Zero einreihte schaltete er auf den staffelinternen Kanal. „Seid ihr in Ordnung?“
          Kurzes Knurren von Zero, Nova und Trainee, zeigten ihm das es ernst war. Sie waren bis aufs Äußerste angespannt. Er befahl ihnen die Torpedos einzusetzen und sie auf Fernzündung umzustellen, damit sie nicht beim auftreffen auf den ersten Gegner detonierten. Er selbst programmierte einige seiner Torpedos so, dass sie genau vor einem der feindlichen Hangars explodieren würden und die Zahl der nachströmenden Gegner verringerten. Die Anti-Jäger-Geschütze der Sakari schalteten sich jetzt in die Verteidigung ein und schossen viele der aus den Hangars kommenden Drohnen ab. Jedoch waren es immer noch viele Drohnen. Die Torpedos wirkten zwar besser als das Waffenfeuer, aber trotzdem war es ein zähes Vorwärtskommen. Die Gegner schickten immer mehr Drohnen, ohne das ersichtlich wurde, woher diese kamen. Gerade als sich die Wand aus Drohnen lichtete schob sich ein zweites, zum ersten identisches Feindschiff von hinten an die Sakari und überwältigte die hintere Verteidigung fast. Er befahl seiner Staffle die Position zu verteidigen und ließ seinen Antrieb aufheulen. Er flog in Richtung des Antriebs und Schaltete sich in die Kanäle der achtern Verteidiger und befahl hier ebenfalls den Einssatz der Torpedos. Er selbst flog in Richtung des Drohnenschiffes und steuerte auf den Hangar zu. Einer seiner Scanner hatte angezeigt, das der Hangar kein Schutzschild hatte und das ihm so ein eindringen in das Schiff möglich sein würde. Er konnte durch des Gewirr von startenden Drohnen sehen, das es an der rückwärtigen Wand ein Schott befand. Einige Torpedos und etwas Dauerfeuer später befand sich dort ein großes, fast perfekt rundes Loch, dessen Kanten rot glühten. Er ließ seinen Jäger durch die Öffnung gleiten und dahinter erblickte er einen gigantischen von gelagerten Drohnen erfüllten Raum. Er schoss sich weiterhin einen Weg in dem Schiff frei und schaffte es zu einem weiteren Schott zu gelangen. Als er dieses mit seinen Waffen beschoss, konnte er sehen wie die Tür nach außen explodierte als sich das Deck dahinter entlüftete. Einige Körper in Raumanzügen wurden mit hoher Geschwindigkeit gegen die Drohnenlager geschleudert und zerplatzten. Er scannte das Deck hinter dem aufgesprengten Schott und dort erkannte ein Energieverteilungs- und Computersystem. Er programmierte einem Torpedo einen Kurs ein und lies ihn in das Computer- und Energieverteilungssystem fliegen. Danach schmolz er sich einen Weg durch die Außenhülle des Schiffes und gerade als die Druckwelle hinter ihm durch das Schiff herauf kam gelang es ihm der Explosion in den Raum zu entkommen. Doch die Schlacht war bei weitem noch nicht vorüber. Von weiter entfernt strömten mehr und mehr feindliche Kriegs- und Drohnenschiffe herbei und stellten die Waffen der Bacu auf eine harte Probe. Ein Notruf erreichte ihn. Die Beta Red hatte sich zu weit in die feindliche Flotte vorgewagt. Einem Mitglied der Beta Red wurden langsam die Schilde weggeschossen. Er überprüfte den Stand der Schlacht an der Brücke. Alles war in Ordnung. Die Schilde seiner Staffel waren über neunzig Prozent und es waren gerade kaum Gegner in der Nähe. Er entschloss sich seiner Schwester unter die Arme zu greifen.


          Raz war nach dem Alarm ebenfalls mit ihrer Staffel auf Verteidigungsposition gegangen, hatte sich jedoch von den Gegnern tief in die feindliche Flotte hinein locken lassen. Jetzt verloren ihre Schilde langsam Energie und ihre Waffen konnten nur wenig gegen die Unmengen an Drohnen ausrichten, die sie unerlässlich angriffen. Erst zu spät hatte sie realisiert, das vor allem die ständigen Kollisionen ihren Schilden zusetzten. Das Waffenfeuer der Drohnen war so schwach das es selbst in der Masse kaum Schaden verursachte. Sie riss und zog an ihren Steuerhebeln und schaffte es nur mit knapper Not einem feindlichen Kreuzer auszuweichen. Sie öffnete einen Kanal zur Sakari. „Lieutenant wir brauchen hier Kanonenbote!“ Mo-Hing antwortete mit lautem Geschrei. „Wir brauchen alles was wir haben hier bei der Sakari. Wir können nichts entbehren. Ich versuche so bald wie möglich Verstärkung zu schicken.“
          ‚Verdammt!’ dachte Rez. Sie würde nicht mehr lange durchhalten. Sie musste sich neu formieren. Sie rief ihre Staffel zusammen und setzte einen Sammelpunkt fest. Es dauerte bis sie am Sammelpunkt ankam. Dort war der Raum immerhin nicht mit Drohnen voll gestopft. „Rez was tun wir jetzt? Wir kommen nicht zur Flotte zurück. Mein Treibstoff geht zur neige und mein Schild ist auf 30 Prozent runter“ alle anderen Mitglieder ihrer Staffel gaben ähnliche Berichte ab. „Wir setzen unsere Torpedos ein und schießen uns bei Höchstgeschwindigkeit einen Weg frei! Stellt eure Torpedos auf zeitverzögerte Detonation.“
          Sie ordneten sich in einer kreisförmigen Formation an und beschleunigten in Richtung der Sakari. Schon nach kurzer Zeit merkten sie, dass es nicht funktionierte. Die Drohnen wichen den Detonationen der Torpedos aus. Zwar schufen sie sich damit eine Schneise aber ihre Torpedos würden nicht lange reichen. Sie waren verloren wenn es ihnen nicht gelang die Drohnen effektiv zu bekämpfen. Sie nur zu verjagen brachte nichts. Ein Torpedo zischte an ihr vorbei, traf eine Drohne hinter ihr und bei der Detonation verschwanden viele Drohnen von ihrem Scanner. „Zum Irasi was war das den?“ fragte eines ihrer Staffelmitglieder. „Ich glaube wir bekommen Hilfe!“ Ein Jäger flog eine knappe kurve um ihre Formation und folgte ihnen. Er jagte seine Torpedos gezielt dorthin, wohin die Drohnen den Torpedos der anderen auswichen. „Rez ich hab dir tausend mahl gesagt das man seine Position nicht verläst.“ Dröhnte Ganis Stimme durch den Staffelkanal. „Wer ist das Rez?“ fragte ihre Staffel. „Oh nein! Das ist mein Bruder. Da wäre mir keine Hilfe wirklich lieber gewesen.“ nuschelte sie. „Das hab ich gehört Rez! Und jetzt zurück zur Sakari.“
          Der Flog zurück gestaltete sich schwerer als Gani gedacht hatte. Die Beta Red war weitaus schlechter im Raumkampf als seine Staffel. Deshalb waren sie ja auch die Ausbildungsstaffel. Sie schossen zu oft daneben, wo ein einziger Treffer gereicht hätte schossen sie mehrmals, sie griffen Ziele an, die unwichtig waren und sie nur aufhielten. Alles in allem waren sie schlecht. Er wunderte sich das es ihm und seiner Staffel so schwer gefallen war sie in der letzten Übung zu besiegen. Wahrscheinlich hatten sie Glück gehabt. Doch jetzt galt es nicht Glück zu haben sondern es galt irgendwie heil in den Hangar zurückzukommen. Er wies sie an das Feuer auf die Drohnen direkt vor sich zu konzentrieren und so nahe beieinander zu fliegen wie nur irgend möglich. Nach einigen Minuten Flug brachen sie aus der undurchsichtigen Masse der Drohnen und konnten endlich auch visuellen Kontakt zur Sakari herstellen. Sie setzten einen schnellen Kurs zum Hangar, der sie nah an der Oberfläche des Kriegsschiffes vorbeiführen würde. Die Jägerabwehr der Sakari leistete gute Arbeit und hielt ihnen die Drohnen vom Hals. Jedoch trafen immer noch Trümmer auf ihre Schilde, und einige Male musste Basher größere Trümmer abfangen, die die bereits arg malträtierten Schilde der Beta Red Staffel zerfetzt hätten. Mit letzter Energie senkten sich die Jäger der Beta Red in ihre Halteklammern und wurden mit neuem Treibstoff versehen. Winzige Hüllenschäden wurden von hoch auflösenden Sensoren erkannt und mit Hilfe des Materieteleportations-Reparatursystems, dem MTRS, verschlossen. Schäden in den komplexeren Systemen des Schiffes würde die Bordcrew beseitigen sobald sie Zeit dafür hätte. Rez stieg aus ihrem Jäger und wollte gerade ihren Jäger überprüfen, als Basher und Zero lauthals streitend in den Hangar gestürmt kamen. „Was hast du dir dabei gedacht?“ brüllten die beiden Rez wie aus einem Munde an. Basher und Zero starten sich zornerfüllt einen kurzen Augenblick lang tief in die Augen. Schließlich gab Zero nach und senkte seinen Blick. „Hältst du dich für den Lord persönlich, dass du solche vollkommen idiotischen Manöver fliegst?“ Gani starrte sie an. Sie wusste, dass er eine Antwort erwartete, aber sie wollte ihm keine geben. Stur setzte sie die Inspektion ihres Jägers fort. „Na gut! Dann eben nicht!“ knurrte er. „Aber glaub nicht, dass ich in meinem Bericht irgendetwas verschweige nur weil wir Geschwister sind Rez.“


          Wenige Minuten später Waren Gani und die Mitglieder der Alpha Red im Büro des Captains. Lt. Mo-Hing stand hinter Captain Ivaron Dencar, welcher an seinem Schreibtisch saß, und blickte wohlwollend auf die beste Staffel unter seinem Kommando.
          „Lt. Ihre Staffel hat gute Arbeit geleistet.“ Donnerte der tiefe Bass des Captains durch den Raum „Wenn wir den Rest dieser verfluchten Eindringlinge aus unserem Territorium geblasen haben wird wohl eine Ehrung und eine Auszeichnung fällig!“
          „Danke Sir!“ rief die Alpha Red.
          „Aber zunächst!“ fuhr der Captain fort „müssen wir die neuen Jäger des Typs Schwerer Jäger testen. Dieser Angriff hat uns gezeigt, dass überlegene Schilde nicht alles sind. Wir haben zu viele Männer aufgrund mangelnder Panzerung verloren. Deshalb hat das Kriegsministerium beschlossen die Erprobung des Prototypen vorzuverlegen. Ihre neuen Jäger werden gerade im Hangar betankt. Ich hoffe sie werden ihnen gefallen. Ihre Feuerkraft ist atemberaubend. Das erste Probefliegen ist in einer halben Standartumdrehung angesetzt. Weggetreten!“
          Die Alpha Red verlies geordnet den Raum und nur Lt. Mo-Hing blieb.
          „Sir, was ist mit den Personellen Veränderungen von denen sie gesprochen hatten?“ hakte Mo-Hing nach.
          „Da ist nur eine kleine Veränderung innerhalb der Alpha Red. Ab jetzt Wird Marine Dani Derakis die Staffel führen.“ unterrichtete der Captain ihn über seinen Beschluss. Mo-Hing war damit zwar einverstanden, aber er haste es der Überbringer schlechter nachrichten zu sein. Daraufhin verließ er mit Erlaubnis des Captains das Büro und begab sich in sein Quartier.


          Basher stellte die Steuerung des Jägers ein. Das Cockpit konnte drei Personen fassen. Zurzeit war er alleine. Doch Bald würde seine Staffel um zehn Personen Wachsen. Er würde sich die besten Waffenoffiziere und Telemetrikoffiziere aussuchen dürfen die es im Reich der Feuerdrachen gab. Endlich war er der Staffelführer. Er hatte Zero in einem symbolischen Kampf besiegt und ihn so abgelöst. Auch wenn das für die Entscheidung des Kriegsministeriums irrelevant war. Er freute sich bereits endlich mit seiner neuen Staffel zu fliegen. Ein neues Mannschaftsquartier. Neue Befehlsgewalt. Und bald würde auch seine Beförderung zum Wolf folgen. Er hatte gewusst, dass sich das intensive Training der Kampfkünste und der Magie eines Tages auszählen würde. Die neue Befehlsgewalt würde ihn in seiner Laufbahn voranbringen. Er schloss die Justierung der Steuerelemente ab und konzentrierte sich auf das Manövrieren des Jägers. Langsam lösten sich die Halteklammern. Diese neuen Halteklammern konnten sich um 360 Grad drehen. Er startete also nicht wie früher mit dem Antrieb zum Raum sondern konnte direkt los fliegen. Er schwebte langsam durch den unsichtbaren Schutzschild, der den Hangar vom Vakuum des Raums trennte. Er ließ den großen Jäger in einiger Entfernung in Warteposition gehen und gab dem Rest des Teams den Befehl sich um ihn zu formieren. Er beobachtete mit großer Freude und beinahe mit Erregung wie die vier neu angefertigten Jäger aus dem Hangar der Sakari flogen und langsam Kurs auf seine Position nahmen. „Alpha Red!“ lies er seine Stimme das erste Mal durch das nagelneue Kommunikationsgerät des Jägers übertragen. „Position einnehmen, mir folgen und Deckung geben.“
          „Ja Sir!“ kam es sofort auf der Staffelfrequenz zurück. Die schwarze Panzerung aus Bacasium, einem Material das nur auf Bacu vorkam und durch seine unglaubliche Härte Elastizität und Flexibilität bestach, glänzte im Licht der Roten Sonne des Systems. Sie kontaktierten die Sakari und diese öffnete einen Spalt in ein System der fremden Angreifer. Mittlerweile wussten sie, das das Volk welches die Flotte gebaut hatte sich ‚Dakrin’ nannte. Sie hatten viele automatisierte Raumschiffwerften in einer nahe gelegenen Galaxie errichtet. Eine nach der anderen musste diese Stationen nun ausgeschaltete werden. Es war ein gefährliches Unterfangen. Doch dank der Unmengen an Scannerkuben welche die Bacu besaßen wussten sie wo sich die meisten der Raumwerften befanden. Jetzt mussten sie eine nach der anderen vernichten. Die Alpha Red war nur eine von Milliarden Staffeln die damit beschäftigt waren die Werften anzugreifen. Er Großteil der Flotte sicherte weiterhin die Grenze. Sie hatten die Partroulien am Rand des Sprungsperrfeldes verstärkt und Hüter legten gigantische Minenfelder aus intelligenten Minen um mögliche neue Drohnenangriffe im Voraus zu unterbinden. Basher steuerte seinen Jäger in die Spalte und für kurze Zeit wurde es um ihn herum blendend blau. Als er in den normalen Raum zurück kehrte dauerte es einige Sekunden bis seine Sensoren das System erfasst hatten. Seine Staffle kam knapp neben ihm geordnet aus der Spalte und nahm kleine Kurskorrekturen vor, um sich seinem Kurs anzupassen. Aus der ferne nahmen ihre Sensoren die Starts von einigen hunderten Drohnen und erstes Waffenfeuer wahr, das sie aber erst in einigen Minuten erreichen würde. „Schießen wir diese verdammte Station ins ewige Nichts!“ befahl Basher. „Volle Geschwindigkeit in Richtung Zentralgestirn. Auf halber Strecke Vektor-Änderung in Richtung der Station.“
          „Ja Sir!“ dröhnte es durch die Kommanlage. Der Flug zur Sonne war ruhig. Erst als sie auf Kurs zur Station gingen kam ihnen starkes Waffenfeuer entgegen. Torpedos und Blasterfeuer Lies ihren Flug unruhig werden. Selbst die Stabilisatoren ihrer Jäger schafften es nicht die Erschütterungen der Explosionen die sich um sie herum ereigneten zu kompensieren. Die Drohnen Der Station griffen noch nicht an. Sie blieben auf halber Höhe zwischen den Bacu und der Station stehen und warteten. Mit Höchstgeschwindigkeit rammte das Schwere Jägergeschwader sich in die Wand aus Drohnen. Basher bemerkte das er durch die Drohnen die auf sein Schild aufschlugen an Geschwindigkeit verlor. Seine Scanner zeigten an das Zero Nova, Big und Trainee ebenfalls langsamer wurden. Doch alle verloren unterschiedlich schnell an Geschwindigkeit. Er schaltete die Waffen ein und feuerte in die Masse der Drohnen. Direkt vor ihm bildete sich kurzzeitig eine Gasse, die sofort von Anderen Drohen geschlossen wurde. Um ihn herum erging es seiner Staffel ähnlich. Sie konnten nichts tun außer durch die Drohnen zu fliegen und sie an ihren Schilden zerschellen zu lassen. Basher aktivierte die Torpedos. Er programmierte sie auf variable Streuung und auf beliebige Flugbahnen. Dann befahl er seiner Staffel das Selbe. „Feuert aus allen Rohren! Wenn wir es schaffen sie zu dezimieren behalten wir lange genug unsere Schilde um den Weg für die Bomber frei zu räumen.“ Erklärte er seinen Plan. Die Drohnen wollten ihre Schilde überlasten? Nicht mit ihm. Unsichtbar und lautlos durchzuckten Explosionen das Dunkel des Alls. Immer und immer wieder explodierten getroffene Drohnen und rissen andere mit sich. Ein leises Piepen signalisierte Basher das die Bomber eingetroffen waren. Seine Schilde hielten bei knapp neunundsiebzig Prozent. Die Schilde der anderen waren ebenfalls noch über siebzig Prozent. Er lies seine Staffel wieder auf volle Geschwindigkeit beschleunigen und das Feuer auf die Flugrichtung konzentrieren. So schafften sie sich eine Flugschneise und gelangten schneller und ohne weitere Verluste an Schildstärke zu der Station. Plötzlich explodierten viele der Drohnen um Trainee herum in einem gigantischen Feuerball. Trainee war von den Sensoren verschwunden. Zeros Schilde waren durch die gewaltige Explosion fast vollkommen auf null gesunken. Basher befahl ihm den Rückzug und lies den Rest des Teams abbremsen und einen Hohlraum innerhalb der Drohnen Schaffen. Ihre Waffen löschten eine Drohne nach der anderen aus. Basher glaubte sogar immer öfter den Sternenhintergrund sehen zu können. Plötzlich jedoch rasten alle Drohnen auf sie zu. Sie konnten nicht alle Drohnen abschießen und so wurde der Geschaffene Hohlraum rasch kleiner. Basher wartete nur noch auf die vernichtende Explosion. Dan geschah es. Mit einem blendend hellen Lichtblitz explodierten die Drohnen. In einem letzten Reflex schloss Basher die Augen und bereitete sich auf den Tod vor. Leise hörte er eine Stimme in seinem Kopf. Langsam öffnete er die Augen und stellte erstaunt fest, das er noch lebte. Er konzentrierte sich und seine Wahrnehmung wurde wieder Klar. „Hey ihr Verrückten! Könnt ihr etwas Unterstützung vertragen?“ fragte eine Besorgte stimme über die Kommanlage.
          „Wer spricht da? Meine Sensoren sind defekt!“ antwortete Basher.
          „Na die Jungs von Puff-und-weg-Kommando mein kleiner Jägerpilot.“ kam eine ausgelassene Antwort. „Schon vergessen? Man hat euch als Vorhut für uns geschickt.“
          Erst jetzt erinnerte Basher sich an die Bomber. Aber im Kampf hatte er nicht auf seine Tiefenscanns geachtet.
          „Danke Jungs.“ kam es von Zero durch die Komm. „Aber lasst uns endlich diese Station aufschalten.“
          „Puff-und-weg!“ scherzte der Bomberpilot. Basher war jedoch nicht zu Scherzen aufgelegt.
          Er sah auf seinen Scanner. Die Sensoren hatten sich von dem kurzen Anstieg der Strahlung erholt und zeigen wieder Daten an. Die Staffelanzeige gab ihm genau vier Echos. Sein eigenes inbegriffen. Trainee war tot. Er hatte einen Kameraden verloren. Zero hinkte hinter der neuen Formation aus fünf Leichten Bombern und drei Schweren Jägern her. Seine Schilde waren mit Waffenenergie versorgt und immerhin wieder bei zehn Prozent. Das beruhigte Basher wenigstens etwas. Er wollte nicht noch ein Mitglied seiner Staffel verlieren.
          Nova schluchzte leise in ihre Komm. Das der gesamte Verband sie dabei hörte störte sie nicht. Sie betrauerte einen Freund. Trainee war der kleine Bruder der Staffel gewesen. Bereits jetzt vermisste Basher die stille aber gutmütige Art des jungen Marines. Es war Trainees letzte Schlacht gewesen.
          Aron - Das Rollenspiel Forum

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