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Zara L. Anderson- Das Relict

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  • Zara L. Anderson- Das Relict

    Ich grüße euch. Ich bin noch recht neu auf dem Bord und daher werden mich viele auch noch nicht kennen^^ Ihr wisst ja wie das ist, Arbeit und so. Und wenn man mal Frei oder Urlaub hat, so wie ich jetzt, versucht man seinem Hobby zu frönen. Eines davon ist Schreiben. Ich arbeite derzeit an einer kleinen Sci-Fi Story, nichts bekanntes wie Star Trek etc, sondern etwas eigenes. es ist ein Zeit vertreib, ich Schreibe aber regelmässig an dieser Geschichte was für meine Verhältnis schon viel bedeutet^^ Lange rede kurzer Sinn, viel Spaß beim Lesen...

    _______________

    Zara L. Anderson- Das Relict

    Kapitän Zara Lisa Anderson freut sich auf ihren erholsamen Landurlaub auf ihren Heimatplaneten Mirana. Doch sie wird von ihrem Mentor und Freund Felix Cruz gebeten einem ominösen Verschwinden eines Forschungsschiffes nach zu gehen. Weder Anderson noch die Crew der "Andrea Geal" sind begeistert davon doch Zara kommt der bitte nach und nimmt Kurs auf den noch nicht erforschten Sektor NG911 ohne zu Ahnen was dort Grauenvolles auf das Kolonial Schiff und seine Crew lauert...

    1

    Sie konnte sie sehen, sie lag zu ihren Füßen. Dieser Wunderschöne blaue Planet, ihre Heimat und gleichzeitig Hauptplanet der Kolonien. Weiße Wolkenbänder zogen über das Meer und die Sonne spiegelte sich auf der großen Meersfläche zu ihren Füßen. Mirana. Kapitän Zara L. Anderson seufzte schwermütig und legte ihre Hand auf die kalte Scheibe der Offiziersmesse. Am Horizont kam das Festland in Sicht, der Kontinent Ior. Der schwere Tiefenraum- und Orbitalzerstörer „Andrea Geal“ war vor etwa zwanzig Minuten in einen Stationären Orbit getreten und nährte sich jetzt von Ankerschiffen begleitet der Raumstation ECHO³.

    Dort würde die „Big One“ wie sie von ihrer Besatzung liebevoll genannt wurde Docken um überholt zu werden, aufzutanken neue Vorräte aufzunehmen und sich eine Auszeit zu gönnen, so wie es Anderson machen würde und wohl jeder andere aus ihrer Crew. Zwei Jahren verrichtete die „Andrea Geal“ Routinearbeiten im Randsektor CSA91B4. Flog Streife, und beobachtete den dortigen Raumverkehr um mögliche Angreifer abzuschrecken. Sie wünschte sich sie hätte etwas zum Abschrecken gehabt.

    Dieses Schiff, wie jedes andere der Kolonial Flotte auch, wurde gebaut um zu kämpfen. Für den Krieg. Ironischerweise kämpfte weder Zara noch dieses Schiff je gegen die Terranische Liga noch gegen eine andere Fraktion. Der Krieg gegen die Erde lag nun 150 Jahre zurück. Seit fast 50 Jahren treiben Mirana und die Erde wieder Handel und stehen im Diplomatischen Verhältnis. De facto herrscht zwischen ihnen nur ein Waffenstillstand da die Erde bis heute die einseitige Unabhängigkeit seitens der Kolonie nicht anerkennt. Aus diesem Grund besteht diese Flotte, der Erde einen guten Grund zu liefern es sich zweimal zu überlegen sich mit Mirana und den anderen Planeten anzulegen. Sie kannte kaum Leute von der alten Erde oder deren Kolonien. Außer dem einen oder anderen Verbindungsoffizier der Liga.

    Doch außer einigen oberflächlichen Gesprächen die oft im Zusammenhang mit einer Mission standen gab es keinen Kontakt. Zara mochte die Erde nicht besonders. Sie hatte die Kolonien über Jahrhunderte nur ausgebeutet und die Bewohner behandelt wie Dreck. Sie kann sich noch zu gut an die Geschichten ihrer Großeltern erinnern die die letzten Kriegstage miterlebten bevor die Koloniale Befreiungsarmee die Erde nach fast zwanzig Jahren endgültig in die Flucht schlug. Mit Waffen aus ihrem eigen Arsenal.

    Da es Kolonialbürgern verboten war Waffen zu besitzen nahmen sie sich einfach diese Waffen, kaperten die Schlachtschiffe der Liga und benutzten sie um sie mit ihren eigenen Waffen zu bekämpfen. Es waren harte Jahre mit hohen Verlusten und Gräueltaten auf beiden Seiten, wie auch immer ihr Großvater beteuerte der seinen eigenen Vater im Krieg verlor. Er sagte auch das man irgendwann einmal das vergangene hinter sich lassen und neu anfangen muss. Auch wenn die Kolonien nun frei sind so muss man sich immer Bewusst sein das sie alle nun mal von der Erde abstammen. Doch Zara war das egal. Mirana war frei von Erde und sollte die Liga je wieder ihre Freiheit bedrohen würde sie nicht zögern auch in den Krieg gegen die Erde zu ziehen.

    Dafür wurde sie ausgebildet. Nun wieder in der Heimat zu sein und von hier auf ihre Welt hinab Blicken zu dürfen hatte schon etwas erhabenes. Es war ein Anblick den sie nie Müde wurde zu sehen. ECHO³ war bereits zu sehen es würde nicht mehr lange dauern bis zum Docken. Ihre Taschen lagen bereits fertig gepackt auf ihrem Bett und sobald das Schiff gedockt hatte und gesichert war ging es auf in ihren sechs Monatigen Landurlaub. Das Schiffsweite Meldesignal ertönte.

    „An die gesamte Besatzung. Wir werden in fünf Minuten Docken. Dockteams bereit halten. Kapitän Anderson bitte kommen sie auf die Brücke. Prioritätsruf von Admiral Cruz“

    Meldete ein Offizier. Anderson dreht verwundert ihren Kopf zur Decke von wo aus die Stimme herkam. Sie griff zu ihrem SDS an ihrem Handgelenk.
    „Kommander Ly was liegt an?“
    Wollte sie von ihrem ersten Offizier wissen. Dieser Antworte prompt.
    „Ich weiß es nicht Kapitän. Der Admiral hat persönlich nach ihnen gefragt. Er ist doch ihr alter Freund, vielleicht will er sie zu seinem Grillfest einladen?“
    Mutmaßte Ly und Zara konnte seinen Ironischen Unterton schlecht ignorieren. Sie seufzte und rieb ihren Nasenrücken.

    „Ich glaube kaum dass mich der Admiral dafür auf einem Prioritätskanal anrufen würde obwohl das schon etwas für sich hätte. Ann macht die besten Würstchen jenseits des Sternhaufens Xion4“
    Sie hörte Ly am anderen ende kurz lachen.
    „Nun gut, finden wir heraus was der Admiral auf dem Herzen hat wobei mich das schlechte Gefühl übermannt das es nicht um Würstchen geht… stellen sie den Ruf in mein Quartier ich bin gleich da“
    „Verstanden Kapitän, ich sag es dem Admiral. Ly ende“
    Die Verbindung wurde gekappt und mit einem mulmigen Gefühl im Magen ging Zara in Richtung ihres Raumes.

    Schröder hob sein Kopf als die schwere Stahltür langsam aufglitt und Zara das innere ihres Raumes betrat. Als der Kater wusste wer es war senkte er seinen Kopf wieder und döste weiter. Zara schmunzelte als sie beobachtete wie er sich auf ihrem Bett streckend auf den Rücken drehte. Kater müsste man sein, das wäre ein Leben! Sie schloss dass Schott und durchschritt die etwa 25qm Große Kabine. Sie war zweckdienlich eingerichtet. Direkt neben dem Schott stand ein großer Spinnt des Flottenverbandes in dem fein Säuberlich ihre gesamte Kleidung hing.

    Drei paar Anzüge, zwei Ausgehuniformen, Sportsachen und einige wenige Freizeitsachen. Freizeit gab es selten an Bord und wenn beschränkte sie sich auf Besuche im Fitnessraum oder einem Buch das man im hydroponischen Garten unter dem einzigen Baum dort lesen konnte der als einziger Erde in Anspruch nehmen durfte genau wie das Gras um ihn herum. Der Baum und das wenige Grün dort sollten den Eindruck von Landschaft vermitteln doch man war sich immer bewusst an Bord eines Zerstörers zu sein. Aber man konnte froh sein auch um das wenige Grün das man dort sah. Rechts an der nackten Stahlwand stand ihr Bett, nichts besonders. Es war dasselbe Stahlgerüst mit Stahlfedern und einer Standard Matratze der Flotte. Sie schmunzelt immer bei dem Gedanken welche Gerüchte um das Private Quartier des Kapitäns im Umlauf waren. Das sie ein besonders Großes und weiches Bett hatte. Andere Bettwäsche etc.

    Tatsächlich war der einzige richtige unterschied zwischen ihr und der Crew, dass sie alleine Wohnen durfte und eine eigene kleine Dusche hatte. Sonst nichts. Gegenüber des Schotts an der Wand stand ihr Schreibtisch aus weißen Plastik. Der Tisch war zugestellt mit Ordnern und einigen Anforderungsbögen sowie Berichten. Nicht sonderlich aufgeräumt aber das war einiger der Privilegien als Offizier. Mit einem lauten seufzen setzten sich in den alten Abgewetzten Ledersessel und drückte einen Knopf auf ihrem Tisch. Ein Monitor der vor ihr am Schott Montiert war erwachte zum leben. Ihr persönlicher Desktop schien der mit einer Landschaftsaufnahme ihrer Heimat geschmückt war. Ein Icon auf dem Desk blinke und Zara sagte:

    „Kanal Öffnen“
    Die Stimme von Gaia, der Schiffs KI Erklang. Mit sanfter Stimme sagte sie:
    „Sie sind im begriff auf einen Prioritätskanal der Flotte zuzugreifen. Bitte Sicherheitskennung eingeben!“
    „Kapitän Zara L. Anderson. Flottendienstnummer CFN90001185 Kennwort GCE“
    „Sicherheitskennung Akzeptiert. Verbindung wird hergestellt. Kanalverschlüssung Aktiv!“
    Meldete Gaia. Das Bild ihres Desks verschwand und das Gesicht eines ältern Mannes mit dunkelbrauner Haut und Haaren die in ehre ergraut waren erschien. Seine Blauen Augen leuchten als er Zara erblickte.
    „Du bist ja schwere zu erreichen als die Präsidentin!“

    Stellte er mit einem grinsen fest und Zara öffnete den knoten ihres Haarbandes. Ihr langes Schwarzes Haar viel und sie fuhr sich mit ihrer Hand hindurch. Dann schob sie sich an den Monitor heran und Legte ihren Kopf in ihre Hände wärend sie sich mit den Ellbogen auf dem Tisch abstützte. Sie war Privat mit ihrem Mentor daher war es nicht tragisch. Wäre es dienstlich gewesen hätte sie ermahnt werden könne für ihr schlaksiges Verhalten. Doch sie und Cruz verband schon lange eine tief und zum Teil Sexuelle Vergangenheit.
    „Dein Haar ist noch so Wunderschön wie früher“
    Gestand er.
    „Du hast mich aber sicherlich nicht deswegen Anrufen lassen oder? Du hattest lange genug Zeit mit meinem Haar zu spielen… oder auch mit anderem…“
    Hauchte sie und kam noch näher an den Monitor.
    „Die Zeiten sind vorbei…“

    Sagte er mit ruhiger aber fester Stimme. Unweigerlich musste Zara an Ann denken und die Kinder. Sie räusperte sich und lehnte sich nun in ihren Sessel zurück.
    „Also… warum willst du mich Sprechen“
    Wechselte sie das Thema. Cruz faltete seine Hände.
    „Ich möchte dich um etwas bitten. Einen gefallen. Wir verloren vor etwa zwei Wochen jeden Kontakt zu einem Forschungsschiff das den Sektor NG911 Katografieren sollte“
    „Militär?“
    „Nein, ein Ziviles Schiff aber man hat uns um Hilfe ersucht“
    „Und da kam sofort ich dir in den Sinn? Ich fühle mich geehrt“
    Murrte Zara die wusste worauf das hinaus laufen soll.
    „Du weißt schon dass wir gerade erst von einer zwei Jahres Mission zurück sind. Meine Crew und auch ich brauchen mal eine Auszeit!“
    „Hör zu das weiß ich doch…“

    „Dann schick ein anderes Schiff!“
    „Es ist die „Georg Burk“ Zara“
    Zara stockte und starrte auf den Monitor.
    „Sina ist an Bord dieses Schiffes falls du es nicht weißt“
    „Ich weiß es“
    Entgegnete sie gereizt.
    „Es ist kein Befehl. Ich kann auch ein anders Schiff schicken, aber mir wäre es lieber das du es tust. Ich vertraue dir“
    Zara leckte sich mit der Zunge über ihre Lippen.
    „Gut. Schick mir was du an Unterlagen hast über das Schiff, die Crew und ihrem genauen Missionsziel. Ich werde hin fliegen und mir das ansehen“
    Cruz seufzte hörbar erleichtert auf.
    „Ich danke dir“
    „Nicht dafür“

    ___________________

    Die Andrea Geal

    Die „Andrea Geal“ von der Crew einfach „Big Angie“ oder „Big One“ genannt ist ein Tiefenraum-und Orbitalzerstörer der „Fukasa“ Klasse und stellt eines der ersten Schiff der Colonial Flotte dar das in Eigenregie gebaut wurde. Tatsächlich ist noch kein Schiff der neuen Colonial Regierung in einer Kampfhandlung verstrick gewesen. Die „Andrea Geal“ ist für lange Operationen im Tiefraum konzipiert worden. Sie kann sich selbständig mit Treibstoff und Munition versorgen und auch Schäden bis zu einem gewissen Grad selber beheben ohne eine Raumstation anfliegen zu müssen. Für die Besatzung gibt es Gärten zur Herstellung von Frischluft Obst und Gemüse welche in Kombination mit Konservenessen eine optimale Versorgung auch tief im Raum gewährleisten soll. Schiffe der Fukasa Klasse Operieren normalerweise im Verbund mit anderen Zerstörer, Fregatten und mindestens einem Träger. Jedoch können diese Schiffe bis zu einem gewissen Grad auch eigenständig Aufträge erfüllen die von Sektorenwachen bis hin zu Planetaren Verteidigungen reicht.

    "Faszinierend!"
    "In der Tat!"

  • #2
    2

    „Das ist doch wohl ein schlechter Witz?!!“
    Leutnant Forest Jung setzte sich mit verschränken Armen an den Besprechungstisch im Bereitschaftsraum von Zara. Die anderen Leitenden Stationsoffiziere waren bereits anwesend. Neben Jung der Leiter des Hangars war waren noch Oberleutnant Dr. Lisa Odesa, Leiterin der Medizinischen Abteilung, Oberleutnant Walter „Walt“ Abogast Leiter der Sicherheit, und Oberleutnant Michael Sanchez Chef der Technik im Raum zusammen mit dem ersten Offizier Tau Ly und Kapitän Anderson. Sie sah´s am Kopf des Ovalen Tisches aus Birmholz, einer Einheimischen Baumart von Mirana.

    „Sehen sie mich etwa lachen?“
    Wollte Zara mit ernster Mine wissen. Jung antworte darauf nicht sondern drehte sein Kopf weg und gab dabei ein genervtes „Tz“ von sich.
    „Der Admiral hat mir nicht befohlen auf die Suche nach der „Georg Burk“ zu gehen, aber er hat mich darum gebeten, als Freund…“
    „Warum sie Kapitän?“

    Fragte Lisa und schüttete sich aus der Karaffe auf dem Tisch etwas Wasser in eines der bereitstehenden Gläser. Zara war klar das diese frage gestellt werden würde und sie wusste das sie ihren Offizieren zumindest plausibel erklären musste warum sie ihnen ihren verdienten Urlaub vorenthielten. Zara beugte sich vor und lehnte ihre Ellbogen auf der Tischkante ab.
    „Wie sie alle Wissen sind der Admiral und ich gute Freunde. Auf der „Georg Burk“ ist unter anderem eine Wissenschaftlerin namens Sina Cruz.“

    Lisa weitete ihre Augen als sie verstand. Genau wie alle anderen im Raum.
    „Sina ist die jüngste Tochter des Admirals, sie und ich sind fast gleich alt. Er hat mich als Freund und besorgter Vater um Hilfe gebeten. Wie könnte ich ihm diese Hilfe verweigern? Wir kennen den letzten bekannten Ort der „Georg Burk“. Ein Kowalski-Brenner- Übergang befindet sich nur unweit davon. Wir können in zwei Tagen dort sein“
    „Das ist ein unbekannter Teil des Novanebels richtig?“
    Abogast sah sich das Missionslog der Burk an und legte seine Stirn in falten.
    „Wir wären da draußen ohne Unterstützung, wenn etwas passiert sind wir auf uns gestellt“
    Gab der Sicherheitschef zu bedenken.
    „Ich weiß dass Walt, aber wäre das hier unser richtiger Job wenn wir Gefahren meiden würden?“

    Walt lacht laut auf und auch Zara musste grinsen.
    „Ich meine nur wir sollten extrem Vorsichtig Vorgehen. Es sind immer mal wieder Schiffe verschwunden. Oft waren es Piraten. Aber es gibt auch noch unbekannte Komponenten. Wir dürfen den Rear-Factor nicht außer Acht lassen“
    Fügte Walt mit ernster Mine an. Alle am Tisch fingen an zu murmeln.
    „Der… der Rear-Factor? Weißt du wie extrem…äh Hochhypotetisch das ist? Seit die Menschheit des Universum durchfliegt und das Kowalski-Brenner System nutzt gab es nie einen bestätigten Kontakt“
    Sagte Sanchez und küsste dabei das Kreuz das er als Anhänger um seinen Hals trug.

    „Es ist nicht von der Hand zuweißen das zwei Fälle von verschwunden Schiffen als Rear-Factor eingestuft wurden, oder?“
    „Das Stimmt Walt, du hast recht wir sollten extrem Vorsichtig vorgehen. Ganz streng nach Vorschrift ohne Heldentaten. Und zur Not haben wir eines der stärksten Kriegsschiffe der Kolonie!“
    Sagte Zara.
    „Also, gehen wir es an und suchen dieses Schiff um es sicher nachhause zu holen?“
    Alle Offiziere am Tisch nickten.
    „Gut, dann last uns die Sache hinter uns bringen damit wir in den Urlaub können“

    Wie Wolken sahen sie aus, das war immer der erste Gedanke von Zara wenn sie den Emissionsnebel des Kowalski-Brenner-Systems beobachtete. Als sie zum ersten Mal davon hörte war sie fasziniert von dem Gedanken das Raumschiffe durch ein „Tunnel“ System das Universum bereisten. Damals war sie neun Jahre alt und hatte den Entschluss gefasst auf einem Raumschiff zu dienen, damals mehr aber um den Terraner in den „Arsch“ zu treten wie sie sagte und damit entsetzen bei ihren Eltern auslöste.

    Natürlich weiß sie heute das dass keine Tunnel im engern Sinne sind, sondern eine art Netzwerk aus Subräumen die quasi das gesamte bekannte Universum miteinander verbinden. Wissenschaftler fanden heraus dass sich dieses System aus Mirko Öffnungen und dem Subraum nicht bewegte sondern statisch ihre Position hielten was im Widerspruch zur Expansion der Galaxie stand.

    Einige Wissenschaftler gingen sogar davon aus das dieses Netzwerk künstlich geschaffen wurde aber beweiße dafür wurden nie gefunden. Zara griff nach ihrer Tasse heißen Kaffee und trank einen Schluck wären sie den Wolkenartigen Gebilde dort draußen zusah, welches stetig seine Farbe wechselte, von einem dunklen Lila hin zu Grün, Blau, Gelb und wieder zu Lila. Immer wieder zuckten Blitze auf die kurz einen Eindruck davon zuließe wie große dieser Subraum war. Obwohl es recht ungemütlich wirkte hatte es auf Zara etwas Beruhigendes.

    Es war einfach schön mit anzusehen wie der Nebel sekündlich seine Farben änderte und dabei Blitze zuckten.
    Früher stellten diese Statische Entladungen des Nebels Probleme dar bei der Navigation doch für heutige moderne Schiff ist es kein Problem mehr.
    „Ich habe mir fast gedacht dass sie hier sind“
    Sagte eine vertraute Stimme und holte den Kapitän aus ihren Gedanken. Sie sah zu Ly auf und lächelte. Er hatte ebenfalls eine Tasse Kaffee in seiner Hand und grinste zurück.
    „Bin ich so berechnend?“
    Fragte sie mit gespielten entsetzen.
    „Wenn sie frei haben sind sie oft hier, in der Pause genau so und VORALLEM wenn wir durch das Kowalski-Brenner-System fliegen. Darf ich mich dazu setzten?“
    „Fragen sie nicht so blöd und pflanzen sie ihren Hintern neben mich!“
    Murrte sie.

    „Wie sie befehlen Kapitän“
    Ly setzte sich rechts von Zara hin und trank einen schluck aus seiner Tasse.
    „Als Kind habe ich mir oft vorgestellt wie erhaben und schön es sein muss das hier zu sehen“
    Begann Zara und zeigte mit einem Kopfnicken zur Scheibe der Offiziersmesse.
    „Und jetzt sind sie hier. Ist es nicht mehr schön und erhaben?“
    Fragte Ly.
    „Es ist anders Ly. Es ist irgendwie schade das man im laufe seine Lebens den Blick des Kindes verliert. Die Welt nicht einfach sieht in seiner Klarheit und Einfachheit sondern alles mit Erfahrung und Wissen. Manchmal wünsche ich mir ich könnte wieder ein Kind sein. Keine Sorgen, keine Verantwortung. Man könnte einfach Kind sein, beschützt von den Eltern ohne wissen von der Komplexität und Gefahr des Lebens…“
    „Die Perfekte Welt!“
    Fügte Ly an.

    „Die Perfekte Welt ja. Da gäbe es nur Kinder, keinen Hass, keine Vorurteile und keine Menschen wie uns. Ly?“
    „Hm?“
    „Wenn wir in Frieden leben könnten in so einer Perfekten Welt, würden sie dann all das hier Opfern?“
    Ly sah sich in der Messe um bis seine Augen auf Zara gerichtete stehen blieben.

    „Wie sie wissen habe ich zwei Kinder. Ich liebe meinen Job und diene gerne weil ich davon überzeugt bin das richtige zutun. Ich habe einen Eid geschworen. Wenn nun aber der Preis wäre das alles hier aufgeben zu müssen damit meine Familie in Frieden aufwachsen kann ohne ständig die Angst im Hinterkopf zu haben morgen könnte ein Krieg ausbrechen… dann lautet die Antwort ja. Ich würde das alles hier sofort Opfern. Ohne zu zögern“
    „Also auch mich?“
    „Besonders sie!“

    Die beiden fingen an zu lachen. Nach einigen Sekunden fingen sie sich wieder.
    „Aber leider leben wir in keiner Perfekten Welt und aus dem Grund sind wir beide hier, oder?“
    Zara nickte Ly bejahend zu.
    „Genau deswegen um es zumindest zu versuchen eine bessere Welt zu schaffen“
    „Darauf Trinke ich!“
    Ly hob seine Tasse und Zara tat es ihm gleich. Die beiden stießen an und nahmen beide einen kräftigen schluck aus ihren Tassen.
    „Schade das dass kein guter alter Whisky ist, das würde mir jetzt besser gefallen“

    Grinste Ly und leckte sich über die Lippen.
    „Mir auch“
    Pflichtete Zara bei.
    „Ich muss hier sein weil ich Wache habe. Aber warum sind sie hier? Konnten sie wieder nicht Schlafen?“
    Zara seufzte und verdrehte genervt ihre Augen.
    „Ich muss mich wohl versetzten lassen Tau. Sie kennen mich inzwischen zu gut“
    „Dito. Also Zara, wollen sie darüber sprechen?“

    Sie zögerte und drehte inzwischen etwas nervös ihre Tasse auf dem Tisch. Vor ihrem Geistigen Auge wurde der Traum der sie quasi ihr ganzes Leben begleitet wieder lebendig. Sie sieht Sina die sie anlächelt während ihr Vater ihr den Bauch aufschlitzt.
    Das was du am meisten Fürchtest ist dein Beschützer am Tag der letzten Offenbarung.
    Sagte die Junge Frau und lächelt während sie stirbt. Die Szene wechselt und Zara steht an einer Gabelung in einem düstern Wald. Links der Weg kommt ihr bekannt vor, vertraut. Sie weiß was am anderen ende ist. Der Weg rechts führt in die Finsternis auch dort weiß sie was lauert. Das nackte Grauen. Zara!
    „Zara?“

    Sie zuckte zusammen als Ly nach ihrer Hand greift. Sie lächelt ihn verlegen an.
    „Entschuldigung, ich war etwas abgelenkt“
    „Wenn Sie nicht darüber sprechen möchten ist das okay“
    „Es ist das übliche Ly. Nur ein Alptraum!“
    Ly nickte verständnisvoll.
    „Natürlich“
    Ein Signalruf von Lys SDS ließ beide Offiziere hochschrecken. Sie sahen sich beide an und mussten kurz lachen. Dann nahm Ly den Ruf entgegen.
    „Thomson verdammt... wollen sie mich umbringen?“
    „Kommander?“
    Die jung wirkende Stimme das Offiziers am anderen ende klang verwundert.
    „Nicht so wichtig, was liegt an?“

    „Wir haben etwas auf den Langstrecken Sensoren entdeckt“
    „Die „Georg Burk“?“
    Fragte Ly verwundert.
    „Nicht direkt. Eines der Beiboote. Es nährt sich uns, mit Aktivierten Waffen“
    Ly und Zara wechselten kurz einen Blick.
    „Wir sind unterwegs!“
    „Aye Kommander“

    ____________________

    Gaia²

    Gaia² ist die Künstliche Intelligenz der „Andrea Geal“ und tritt in Form einer Weiblichen Stimme und eines Avatars in Erscheinung der auf Wunsch Holografisch erscheint. Gaia ist die neuste Militärische Schiffs KI der Kolonie und überwacht das Schiff und seine Besatzung. Sie verhält sich passiv und tritt nur auf Wunsch in Erscheinung, es sei den es liegt ein Notfall vor. Am sonsten regelt sie die Kommunikation zwischen anderen Schiffen, überwacht den Flug und achtet auf die Menschen an Bord. Gaia wurde bewusst passiv programmiert. Alle versuche eine KI auch die Möglichkeiten eines Aggressiven Vorgehens an die Hand zu geben endeten in einer Katastrophe. Siehe dazu den Bericht zu dem Eden* Projekt. Die zivile Version von Gaia heißt Zion.

    *
    Eden war einer der ersten Prototypen einer KI. Man ging davon aus das das Erforschen und Kämpfen mit einer KI sicher sei als sich ausschließlich auf Menschen zu verlassen. Eden hatte die Aufgabe Menschen und Schiff zu beschützen notfalls mit Gewalt. Eine falsch Interpretation von Eden führt dazu das er alle Menschen an Bord tötete und nur mit Verlusten gestoppt werden konnte.
    "Faszinierend!"
    "In der Tat!"

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