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Star Trek Enterprise - Dunkle Vergangenheit

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  • Star Trek Enterprise - Dunkle Vergangenheit

    Ich habe ein Buch mit dem Titel "Dunkle Vergangenheit" geschrieben. Das Buch
    handelt von dem Leben von Lieutenant Malcolm Reed dem Waffenoffizier der NX-01 Enterprise. Das Buch enstand während dem ersten großen Klinikaufenthalt meiner zweiten Tochter Saavik Anuradha Hoshi. In diesen 51/2 Monaten hatte ich genug zeit, mal etwas zu schreiben und meine Gedanken um etwas anderes kreisen zu lassen, als dem Chaos auf einer Kinderintensivstation. es war ablenkung, die ich brauchte, um nicht völlig durchzudrehen. Es war schon stressig genug. In den folgenden 1 1/2 Jahren enstand dieses Buch aus der Rohfassung. Ich hoffe, ihr, die es lest, findet´s gut. Kritiken und eventuelle Verbesserungsvorschläge, sind natürlich herzlich willkommen.




    Hier also nun die ersten zeilen.



    Star Trek Enterprise - Dunkle Vergangenheit


    Malcolm Reeds Leben, verläuft gerade wieder in geordneten Bahnen, als ihn seine Vergangenheit wieder einholt. Als junger Ensign war er einst einer rätselhaften Organisation beigetreten. Vor einigen Monaten hatte er, nachdem er nach langer zeit wieder Kontakt zu seinem alten "Boss" aufgenommen hatte, versucht endgültig davon loszukommen. Doch das sollte sich als sehr schwierig erweisen. Nun holen ihn die Geister von damals wieder ein. Ebenso wie die dunklen Erinnerungen an seine Kindheit. Malcolm leidet Höllenqualen. Er verändert sich mehr und mehr. Der sonst ohnehin so stille Lieutenant wird noch stiller. Seine Freunde beginnen sich sorgen zu machen und zu rätseln. Sie beschließen ihrem Freund und Kollegen bei der Bewältigung seiner Probleme zu helfen und die Geister der Vergangenheit endlich zur ruhe zu bringen.



    Malcolm Reeds neues Leben hatte gerade erst begonnen. Durch die tragischen Ereignisse um ein kleines Mädchen, daß sich als Tochter zweier seiner Kollegen entpuppte, war er gezwungen gewesen, wieder mit seinem alten Boss Karl Harris zusammenzuarbeiten, um an Informationen zu kommen. Nun wollte er diesen Abschnitt seines Lebens eigentlich hinter sich lassen und endlich damit abschließen, doch das sollte sich als schwieriger erweisen, als es zunächst aussah. Nach seinem letzten Treffen mit Harris hatte Malcolm Harris eigentlich unmissverständlich klar gemacht, daß er nun mit ihm nichts mehr zu tun haben wollte. Doch diese Rechnung hatte er wohl ohne Harris gemacht. Eigentlich hätte Malcolm es wissen sollen, daß Harris keiner von der Sorte war, die so schnell aufgab. Er würde kämpfen, um Malcolm nicht zu verlieren.




    Malcolm lag auf seinem Bett und las. Er war so sehr in sein Buch vertieft, daß er unwillkürlich zusammenzuckte, als von seinem Computer auf dem Schreibtisch ein Signal ertönte. "Was zur Hölle ...!" fluchte er. Malcolm legte das Buch bei seite und ging zum Schreibtisch. Etwas nervös bediente er einige Tasten und zuckte zusammen, als Harris´ Gesicht auf dem Bildschirm erschien. Schlagartig veränderte sich Malcolms LAune von entspannt nach sauer.
    "Was wollen Sie von mir?" fauchte er wütend. Harris´ grinsen wuchs. "Langsam Lieutenant. Ich sagte Ihnen doch, daß ich SIe nicht gehen lasse. Ich brauche Sie noch. Sie kommen so oder so von uns nicht weg. Wie heißt es so schön? Einmal dabei, immer dabei." Malcolm stöhnte leise.
    "Dann betrachten Sie mich als tot! fauchte Reed. Ich hab kein Interesse mehr an Ihnen und Ihrer `Organisation´! Ich sagte ihnen doch, daß meine Loyalität einzig und allein Captain Archer gehört. Und keinem anderen! Captain Archer gab mir eine zweite Chance und die habe ich nicht vor zu verspielen. In meinem Leben ist kein Platz mehr für Verrat und Lügen! Haben Sie das jetzt verstanden?! Lassen Sie mich in ruhe!" Malcolm kniff wütend die Augen zusammen. Harris winkte ab. "So schnell werden Sie mir nicht davonkommen." Harris wirkte ruhig, obwohl dieser Satz durchaus als Drohung zu verstehen war. "Wollen Sie mir etwa drohen Harris? Damit sind Sie bei mir an der falschen Adresse!" fauchte Reed wütend und schloss den Kommkanal. er deaktivierte das Computerteminal, damit Harris ihn nicht neuerlich kontaktiern konnte. "Diese miese kleine Ratte!" murmelte er leise. Malcolm kehrte zum Bett zurück und ließ sich hineinfallen. Es war bereits recht spät am abend, doch in dieser Nacht fand Malcolm Reed keine ruhe.


    Am nächsten Morgen, kam er etwas müde und ein wenig zerstreut zum Dienst. Das war so ungewöhnlich, daß Archer seinen Waffenoffizier zu sich winkte, nachdem er ihn einige Minuten lang gemustert hatte. In den letzten fünf JAhren, hatte Captain Archer ein Gespür für die Launen seiner Leute entwickelt. Er braucht sie nur einige Minuten lang zu beobachten und wusste genau, wenn mit einem seiner Crewman etwas nicht stimmte. Archer signalisierte Reed mit einem Wink, daß er ihm in seinen Bereitschaftsraum folgen sollte. Zögerlich folgte dieser seinem Captain.

    "Kann mir mal einer sagen, was für ´ne Laus dem über die Leber gelaufen ist?" Commander Charles "Trip" Tucker III, befand sich derzeit auf der Brücke und ging gemeinsam mit T´Pol einige Daten durch. T´Pol's Reaktion bestand aus dem hochziehen ihrer linken Augenbraue. "Keine Ahnung." das war alles, was sie sagte. "Vielleicht hat er schlecht geschlafen?" Hoshi Sato, die junge Kommunikationsoffizierin machte sich sichtlich Sorgen um Reed. Die beiden waren enge Freunde. Wesentlich engere, als sie die Crew es glauben ließen. "Schlecht geschlafen. selbst wenn der drei tage durcharbeitet, sieht der noch aus wie aus dem ei gepellt. Nein, nein. Da ist was anderes. Da stimmt was ganz und gar nicht. Irgendwas ist da oberfaul." Tucker sah in Richtung des Bereitschaftsraums. "Machst du dir Gedanken um ihn?" T´Pol berührte Tucker zährtlich am Arm. "Sorgen? Und ob. Da stimmt doch was nicht. So hab ich MAlcolm das letzte mal gesehen, als ..." er hielt kurz inne. "Bei meiner Rückkehr von der Columbia. Damals ist er von ein paar ... Sicherheitsleuten in die Arrestzelle zurückgebracht worden. erst später hab ich von Archer erfahren, was vorgefallen war."
    Travis hielt sich aus dem Gespräch raus, obwohl er sich selbst auch Sorgen um Malcolm machte. Die beiden waren Freunde und verstanden sich recht gut.


    "Kann ich irgendetwas für Sie tun Lieutenant?" Archer versuchte den Blickkontakt zu Malcolm herzustellen, doch der wich aus. "Es ist nichts Sir." sagte er leise. "Es ist nichts? Malcolm. Wir beide wissen, das das nicht stimmt. Also, raus damit. Was ist los?" Malcolm seufzte leise und ließ sich auf die kleine Couch sinken. Archer zog sich einen Stuhl heran und setze sich. Er senkte den Kopf und schielte Reed von unten heraus an. "Malcolm, Malcolm, Malcolm. Hatten wir nicht was abgemacht? Haben Sie denn nichts aus Ihrem Aufenthalt in der Arrestzelle gelernt?" Reed hob den Kopf und sah Archer aus müden Augen an. "Doch Sir. Es ist nur ..." Malcolm stoppte. "Es ist was?" hakte Archer nach. "Es ist so Sir, daß ... Harris ... er ..." Archer seufzte. "Malcolm. Muss ich Ihnen wie bei einem kleinen Kind jedes Wort einzeln aus der Nase ziehen?" Malcolm schüttelte den Kopf. "Nein Sir." Archer seufzte. "Na also. was ist mit Harris?" Malcolm senkte den Kopf. "Harris lässt mich nicht zur ruhe kommen. er will, daß ich wieder für ihn arbeite. Ich habe ihm allerdings gesagt, dass ich daran kein interesse habe und meine Loyalität einzig und allein Ihnen gehört Sir."Archer hob erstaunt beide Brauen. "Und das ... hat er so nicht ... akzeptiert?" Malcolm nickte. "Ganz recht Sir. Er hat es nicht akzeptiert. Und das ist eben das Problem. Er hat mir gedroht und mir klar gemacht, daß er nicht locker lassen würde." Malcolm scheute den Blickkontakt zu seinem Captain, als er ihm die Ereignisse des vergangenen Abends schilderte. Archer rollte mit den Augen und sein seufzen klann ein wenig nach einem leisen Knurren. "Ich kümmere mich darum. Kehren Sie auf Ihren Posten zurück." Archer klopfte Reed auf die Schulter, als er ihn zur Tür begleitete. Er ließ sich in seinen Sessel sinken und grübelte eine weile darüber nach, wie er Malcolm helfen sollte. Keinem auf der Brücke entging es, dass Archer sich seine Gedanken machte. Tucker beschloss ihn später zu fragen, was los war.
    Zuletzt geändert von Dani28; 26.04.2009, 00:08.

  • #2
    Die Mittagspause verbrachte Archer wie so oft, wenn es die Zeit zuließ, mit seinem besten Freund Trip Tucker. Tucker saß da und beobachtete ihn einige Minuten lang. Archer stocherte in seinem Essen herum und schwieg. Das beunruhigte Tucker. Normalerweise hatten die beiden sich eine menge zu erzählen, doch heute war das anders. Archer war scheinbar mit seinen Gedanken ganz woanders. Tucker seufzte lauf und tippte mit den Fingerspitzen auf der Tischplatte. "Ich möchte mal wissen, warum eine schwarze Wolke über deinem Kopf hängt, Captain." Archer sah auf. Tucker bemerkte seine bedrückten Gesichtsausdruck und ahnte, dass es etwas mit dem zu tun haben musste, was am morgen geschehen war und das Malcolm mit größter Wahrscheinlichkeit der Grund für Archers stimmung war. "Oh man. Wenn du so guckst, muss was verdammt erstes los sein. Was hat Malcolm ausgefressen?" erstaunt sah Archer Tucker an. "Woher weißt du, daß das was mit Malcolm zu tun hat?" Tucker schnaubte. "John. Ich hab das heute morgen mitgekriegt, genau wie jeder andere auf der Brücke. Mit Mal stimmt was nicht und offenbar machst du dir deswegen Sorgen um ihn. Ich würde gern wissen, was. Mal wollte mir gegenüber nicht mit der sprache rausrücken. Willst du drüber reden?" Archer schlug die Hände vors Gesicht und seufzte. "Ja es ist wegen Malcolm. Er hat Probleme." begann er leise.
    "Also steckt er doch in schwierigkeiten?" hakte Tucker nach. Archer legte den Kopf schräg. "Kann man so sagen. Sagt dir der Name Karl Harris irgendwas?"
    Tucker nickte. "Ja und nein. Der Typ ist einer von den Personen, mit denen man sich besser nicht anlegt. Er ist einer der führenden Köpfe in eine Organisation, die indirekt mit dem Geheimdienst der Sternenflotte zusammenarbeitet. Allerdings haben diese Leute ihre eigenen Regeln. Was hat Reed mit denen zu tun?" langsam dämmerte Tucker ein schrecklicher Verdacht. Er war einmal selbst dabei gewesen und kannte Harris recht gut. Das allerdings wusste Archer nicht. Tucker hatte ihm nie von seiner Zeit bei Harris erzählt. so wie es aussah, gab es wohl im Leben von Lieutenant Reed und Commander Tucker eine dunkle Episode, von der der Captain nichts ahnte. "Malcolm wollte endgültig mit diesem Thema abschließen. kannst du dich noch erinnern, was vor drei Monaten war?" Tucker schnaubte abfällig.
    "John. das Thema wollten wir nie wieder anreißen! ich bitte dich. Es ist schon schmerzhaft genug für mich und T´Pol gewesen. auch ohne daß wir beide an diese verdammte Zeit erinnert werden!" Tucker reagierte grantig auf Archers Frage hin. "Entschuldige kleiner. Was ich damit sagen wollte, war, das Malcolm damals mit Harris Kontakt aufgenommen hatte, um an Informationen zu kommen, die ... Elizabeth betrafen. Das heißt, es ging um Informationen ihren Aufenthaltsort betreffend. Als das vorbei war, hat Malcolm Harris wohl zu verstehen gegeben, das er an einer weiteren Zusammenarbeit nicht interessiert sei. Das wollte Harris aber scheinbar so nicht schlucken." Für einen Moment kämpfte Trip mit den Tränen, als Archer das Thema mit seiner Tochter anschnitt. "Ich weiß einiges über Harris. Genug, um zu wissen, daß man sich mit dem besser nicht anlegt. Harris ist wie gesagt einer der führenden Köpfe in einer Geheimorganisation." Archer nickte.
    "Sektion 31." Trip stutzte. "Du weißt, worum es da geht?" fragte er erstaunt.
    "Ich hab einiges von dem Kerl gehört. Die Frage ist nur, woher weißt du so viel über ihn?" Archer musterte seinen alten Freund. Offenbar gab es da noch einiges, das Archer von Trip nicht wusste. Selbst nicht nach zwölf Jahren.
    "Das kann ich dir nicht sagen John. Nur so viel. Ich weiß genug über ihn, damit sich das Thema mit Malcolm von allein löst." Trip wusste wohl, was das mit Harris auf sich hatte, doch entweder konnte oder wollte er nicht mit der Sprache rausrücken. "Ich werd mit ihm reden." Tucker bot sich also an das Problem zu beseitigen. "Ok. Versuch du dein Glück. Ich werde mich auch mal mit Harris unterhalten." Noch eine ganze weile unterhielten sie sich.


    Lieutenant Reed saß in der Manschaftsmesse an einem kleinen Tisch in der hintersten Ecke des Raums. Offenbar allerdings nich weit genug hinten. Er war ganz in Gedanken versunken und bemerkte nicht, das sich Hoshi und Travis näherten. Hoshi stellte ihr Tablett auf den Tisch und berührte Malcolm sanft am Arm. "Alles in Ordnung mit dir?" Hoshi setzte sich und beugte sich ein wenig vor, um ihm in die Augen sehen zu können. Travis setzte sich ebenfalls. "Was? Ähm ... ja. Alles ok." antwortete Malcolm verlegen. "Das sieht mir aber nicht danach aus." Hoshi kannte Reed gut genug, um zu wissen, wie er ´tickte´. Und momentan bedrückte ihn ganz offensichtlich irgendetwas. Malcolm fühlte sich sichtlich unwohl und versuchte sich aus dieser Situation zu befreien. "Ich muss los." Malcolm fühlte eine Hand auf seiner Schulter, die ihn wieder runter drückte. er sah nach hintern und sah ... Trip. "Stop! Du bleibst schön hier! Befehl von ganz oben." Er zog sich einen Stuhl heran und setzte sich genau neben Reed. somit war er eingekeilt. Links und rechts neben ihm Travis und Hoshi und hinter ihm Tucker. Malcolm konnte gar nicht fliehen. "Was soll das heißen, Befehl von ganz oben?" hakte Reed nach. "Das kann ich dir sagen. Archer macht sich große Sorgen um dich. Du hast dich seit gestern total verändert. Der Captain ist nicht der einzige. Ich mach mir auch so meine Gedanken um dich. Und T´Pol genauso."
    Hoshi nickte. "Ich mach mir auch so meine Gedanken um dich Malcolm. Willst du uns nicht sagen, was mit dir los ist?" Hoshi´s Hand berührte Malcolms und obwohl er ihre nähe genoss, fühlte er sich dennoch unwohl. "in meinem Leben vor der Enterprise gab es einigen Dinge, die ... Es sind einige sachen geschehen, was ... Ich will nicht darüber reden!" Malcolm sprang auf und diesmal war es Hoshi, die ihn auf den Stuhl zurückdrückte. "Was soll das?" fragte er verwirrt. "Wie schlimm das auch immer gewesen sein mag, was du erlebt hast ... Du mußt darüber reden, sonst wird es dich irgendwann auffressen." Malcolm sah Hoshi tief in die Augen. Tucker grinste und dachte sich seinen Teil. "Hoshi hat absolut recht. Was immer auch vorgefallen sein mag, es hilft darüber zu reden. Also ich bin jedenfalls da, wenn Sie jemanden zum reden brauchen." Travis sprach ruhig und dennoch glaubte Hoshi einen gewissen Unterton aus seiner Stimme herauszuhören. "Ganz genau. Du hast mehr Freunde an Bord aus du glaubst Reed. Wir wollen dir nur helfen. Lass dir das ganze mal durch den Kopf gehen. Du weißt ja, wo du mich findest. Ich muss wieder runter. Bis später. Ach ja, ähm ... heute abend nicht. Da hab ich eine Verabredung." Tuckers grinsen veranlaßte Malcolm zu einem zaghaften schmunzeln. "Doch nicht etwa mit einer hübschen kleinen Vulkanierin?" fragte er kichernd. Tucker zog die Augenbrauen hoch und lächelte zufrieden. "Doch genau mit der. Bis später." Trip klopfte Malcolm auf die Schulter und verließ den Raum. Travis und Hoshi sahen sich an und begannen leise zu kichern.
    "Was ist denn nun schon wieder?" Malcolm bewegte sich mal wieder im Tal der Ahnungslosen. Wie auch hätte er wissen sollen, dass die beiden ihre ziehmlich heftige Affäre zu einer handfesten Beziehung ausgebaut hatten. auserhalb seiner Dienstzeit war er doch entweder auf dem Waffendeck oder in seinem Quartier. Er beteiligte sich selten an den Aktivitäten der Crew.
    "Weißt du was? wir setzen uns heute nach Dienstschluss zusammen und reden darüber." Malcolm wusste Hoshi´s geste zu schätzen, doch er hatte auch ein wenig angst davor. Lieutenant Reed erhob sich, nickte den beiden Ensigns Mayweather und Sato kurz zu und ging. Hoshi sah ihm wehmütig nach.
    "Hey. Der ist alt genug, um zu wissen, was er macht. Machen Sie sich keine Gedanken um ihn. Sicher wird sich sein Problem bald lösen." Hoshi versuchte zu lächeln. "Ich hoffe, Sie haben da recht Travis. Ich mache mir echt Sorgen um ihn. So hab ich Malcolm noch nie erlebt. Wissen Sie ... ich ... Ich mag Malcolm wirklich sehr gern. Er ist so anders als die meisten anderen Männer. Er ist nett, höflich, pflichtbewusst und achtet sehr auf sein äußeres." Hoshi ertappte sich dabei, wie sie ins schwärmen geriet, als sie von Malcolm sprach und Travis ertappte sich dabei, wie er einen leichten Anfall von Eifersucht bekam, als er Hoshi so über Malcolm Reed schwärmen hörte. Er mochte sie sehr doch offenbar war Hoshi nur rein freundschaftlich an ihm interessiert.
    Sagen Sie bloß, Sie sind eifersüchtig auf Malcolm? lachte Hoshi. Ertappt. das war Travis tatsächlich. "Ich ... ähm ... Nein! Wie kommen Sie nur darauf?" stritt er ab. In Travis´Gesicht zeigten sich rote Streifen. Hoshi kicherte.
    "Wie süß. SIe sind doch eifersüchtig.Das brauchen sie doch nicht sein. Wir sind nur gute Freunde und außerdem ... Sie haben doch Gannet und ich weiß, dass sie absolut auf Sie fliegt. Ich weiß, was ich tue. Ich bin doch schon ein großes Mädchen." Travis senkte den Kopf. "Ja es ist wahr. Ich bin ein klein wenig eifersüchtig auf Lieutenant Reed. Ich mag Sie Hoshi. Sehr sogar. Als Freund. Mehr nicht. Ich möchte nur nicht, dass Sie ..." Travis fand die richtigen Worte nicht. "Das mir irgendwas passiert? Keine angst Travis. Ich kann gut auf mich aufpassen." beruhigte Hoshi ihn. Travis erhob sich und ging.
    "Armer Kerl." Hoshi sah auf. Ensign Katarina Borowski kam zu ihr rüber und setzte sich. "Wen meinst du? Travis oder Malcolm?" Katarina lächelte.
    "Malcolm. Ich habe schon die ganze Zeit über vermutet, daß du mehr für Lieutenant Reed empfindest, als du zugeben wolltest." antwortete die junge Russin. Katarina war mitte zwanzig. Genau wie Hoshi. Sie hatte lange rote Haare und leuchtend grüne Augen. Die beiden waren gute Freundinnen und verbrachten viel zeit miteinander. "Du hast ihn immer so angesehen." Hoshi wusste nicht so ganz worauf Katarina hinaus wollte. "Wie angesehen? was meinst du?" hakte sie nach. "Na so, wie Commander Tucker T´Pol immer anguckt. Wie ein verliebtes Eichhörnchen." lachte sie. Hoshi seufzte. ihr blick schweifte in die ferne. "Du tust es schon wieder. Oh man. Muss Liebe schön sein." Katarinas Lachen wurde lauter. "Und was ist, wenn er nicht genau das selbe für mich empfindet, wie ich für ihn?" Hoshi mochte Malcolm nicht einfach nur. sie liebte ihn. "Frag ihn doch einfach. Aber ich weiß zufällig, daß er dich auch mag. Sehr sogar." Hoshi stutze. "Woher?" Borowski´s lächeln wuchs. "Ich habe da so meine Quellen."


    Den Termin am abend nahm Malcolm nicht wahr. Seine Freunde warteten vergebens auf ihn.


    Die Wochen vergingen und Malcolm litt weiter. Archer platzte langsam aber sicher der Geduldsafaden.
    Als Malcolm am morgen wie die Wochen zuvor mit einem Gesicht wie zehn Tage Regen auf die Brücke geschlichen kam, war es soweit. Archer war kurz davor der Kragen zu platzen. Mit eiligen Schritten ging er auf Malcolm zu und zog ihn eher unsanft in den Bereitschaftsraum.
    "Oh, oh. Jetzt ist es soweit. John platzt der Kragen" Tucker wusste, wovon er sprach. Er hatte einmal Archers Zorn selbst gespürt. Kein zweites mal. Irgendwie hatte er ein wenig Mitleid mit Malcolm. Hoshi sah ihnen traurig nach. T´Pol zog eine Braue hoch, schwieg aber sonst und Travis´ Gesichtsausdruck sprach Bände. Auch wenn er nichts sagte.


    "So und nun verraten Sie mir endlich, was genau mit Ihnen los ist Lieutenant!" Archer schrie ihn fast an. das erinnerte Malcolm an seine Kindheit, wenn sein Vater ihn immer so angebrüllt hatte. Malcolm zog sich noch weiter in sein Schneckenhaus zurück.
    "Hat sich das mit Harris geklärt?" fragte Archer.
    "Nicht ganz Sir. Er hat sich noch einmal gemeldet und ich habe ihm klar zu verstehen gegeben, dass ich nicht mehr daran interessiert bin, mit ihm in irgendeiner art und weise zusammenzuarbeiten. Das war vor einer Woche. seit dem hat er sich nicht wieder bei mir gemeldet." Archer nickte. "Gut. und was ist dann sonst mit Ihnen los?" Malcolm senkte den Kopf. "Meine Schwester hat sich gestern abend bei mir gemeldet. Sie wollte, daß ich mal wieder zu Hause vorbei komme." Ein zartes lächeln zeigte sich in Malcolms Gesicht, als er von seiner kleinen Schwester Madeleine sprach. "Das ist doch schön." Archer legte Reed die Hand auf die Schulter. "Sie wissen nicht, was vorgefallen ist, Sir. Ich habe seit ich zur Sternenflotte ging, kaum noch kontakt nach Hause. Das liegt allein an ... meinem Vater. Unsere Beziehung war noch nie die beste. Ihm hat es nicht gefallen, daß ich mich gegen die Royal Navy entschieden habe. Seidem habe ich nur noch sehr selten kontakt nach Hause. mur ab und an ein Gespräch mit meiner Mutter oder meiner Schwester. Sie bedeutet mir sehr viel, Sir. Sie wollte, daß ... ich mich mal wieder zu Hause sehen lasse. unserer Mutter wegen. Ich habe abgelehnt. Ich habe einfach keine lust und keine Nerven für die ewigen Streitereien mit meinem Vater, die garantiert nicht ausbleiben werden." Archer schüttelte den Kopf. "Na, na. So schlimm wird es schon nicht werden." Malcolm seufzte.
    "Nein Sir. im Gegenteil. Es ist weitaus schlimmer, als Sie sichs vorstellen können." Malcolm wurde zunehmenst leiser und Archer musste zuletzt fast die Ohren spitzen, um überhaupt etwas zu verstehen. Archer legte seinen Arm um Reeds Schultern und spürte deutlich, das das seinen Waffenoffizier unangenehm war. "Wie lange kennen wir uns jetzt?" Malcolm stutzte. "Sir?"
    "Wie lange sind Sie nun hier?" Malcolm wußte nicht so genau, worauf Archer hinaus wollte. "Fünf Jahre, sechs Monate und vierundzwanzig Tage." Archer staunte. "So lange also schon? Und da haben Sie noch immer nicht kapiert, wie das hier läuft? Ich gebe nie ein Mitglied meiner Crew auf. Alle hier wissen, das sie jederzeit zu mir kommen können, wenn sie ein Problem haben. ich weiß nicht wie oft Trip bei mir war. ich glaub ich habs aufgegeben zu zählen. Selbst T´Pol war schon einige male bei mir. Genau wie Travis und Hoshi. Nur Sie haben es scheinbar bis jetzt noch nicht kapiert." Archer wurde komisch und das mit voller absicht. Er wollte Malcolm zumindest für einen kurzen Moment lang ein kleines lächeln entlocken. Und tatsächlich funktionierte es.
    "Na also. Heute abend. 19.00 Uhr. Bei mir. Das ist ein Befehl Malcolm!" Reed staunte nicht schlecht. noch nie zuvor war er im Quartie des Captains gewesen. "Sir? Ja, Sir." antwortete er leicht verlegen.
    "Na dann bis heute abend. Nicht vergessen! Und jetzt reißen Sie sich zusammen und konzentrieren sich auf ihre Arbeit!" Malcolm nickte. "Ja, Sir." antwortete er knapp.
    Gemeinsam gingen sie zurück auf die Brücke. Malcolm kehrte an seine Station zurück und Archer ließ sich seufzend in seinen Sessel sinken. Eine weile noch dachte er über das Gespräch mit Malcolm nach.

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    • #3
      Hoshi Beobachtete Malcolm von ihrer Station aus. T´Pol war es nicht entgangen, auf welcher weise Ensign Sato Lieutenant Reed ansah. Sie kannte diesen verträumten Blick nur zu gut. Langsam trat sie an sie heran. "Gehen Sie zu ihm und sagen es ihm." flüsterte die Vulkanierin. "Wie?" Hoshi sah sie verwundert an. "Sie wissen, was ich meine Hoshi." T´Pol hob eine Braue und schlielte in Malcolms Richtung. Hoshi glaubte ein schmales Lächeln im Gesicht der Vulkanierin zu erkennen. "Woher wissen Sie, ....?" T´Pol lächelte nun tatsächlich. Ungewöhnlich für sie. "Ich weiß, wie es ist ´verliebt´ zu sein." antwortete sie flüsternd. Jetzt lächelte auch Hoshi. "Ich weiß, was Sie meinen. Ich werds tun. Danke."
      Archer war nicht entgangen, daß T´Pol sich für einen kurzen Moment zu Hoshi begeben hatte. Obwohl die beiden leise gesprochen hatten, hatte er wohl das Gespräch mitbekommen. Wie auch nicht? die Brücke der Enterprise war nicht besonders groß. Ebenso wie Travis. Dieser hatte noch immer daran zu kauen, daß er bei Hoshi abgeblitz war. Die Beziehung zu Gannet war schon lange vorbei. Zwar hatten sich die beiden vor drei Monaten wiedergesehen und eine schöne Nacht und einige schöne Tage miteinander verbracht, doch letztendlich war ihre Beziehung noch die selbe, wie vor vier Jahren. Sie war noch die selbe, wie vor vier Jahren.


      Am Abend nach Dienstschluss trafen sie alle im Quartier des Captains. Es war groß und geräumig und bot genug platz für alle. Eine weile warteten sie bereits auf Malcolm. Gerade als Trip auf halbem weg zur Tür war, um nachzusehen wo Reed blieb, klingelte es. Tucker öffente die Tür und versah Malcolm mit einem etwas sauren Blick. "Wo bleibst du denn?" Trip setzte sich wieder zu T´Pol und Archer winkte Malcolm zu sich. Zögernd trat er ein. "Kommen Sie Malcolm. Setzen Sie sich." Archer klopfte auf den freien platz neben sich auf der Couch und Malcolm kam dem, wenn auch zögerlich nach.
      "Was macht ihr denn alle hier?" fragte er erstaunt. "Ich dachte der Captain wollte mich sprechen, wegen dem was ...." Tucker grinste. Er lag auf dem Bett, neben ihm saß T´Pol und vor ihm lag Porthos auf dem Rücken und ließ sich seinen runden Beaglebauch kraulen. "Fürchte das die ganze Sache hier wohl auf meinem Mist gewachsen ist Reed. Deine Laune war ja kaum noch zu ertragen. Archer hat sich sorgen um dich gemacht. Genau wie wir anderen auch. Hey, hör mal. Du bist noch stiller als sonst, verkriechst dich mehr als für gewöhnlich in deinem Schneckenhaus und bist total zersträut. Und da soll man sich keine Gedanken machen, was mit dir los ist? Mal ehrlich Reed, Was für ´ne Laus ist dir über die Leber gelaufen?" Tucker sprach das aus, was alle dachten. Archer grinste. "Du und deine große klappe." Kichernd schüttelte er den Kopf und Trip lachte laut. "So bin ich nun mal." Das war pure absicht gewesen. diese kleine Nummer sollte die Stimmung ein wenig erhellen, so daß Malcolm etwas lockerer wurde. Na ja, zumindest ein klein wenig half es. Hoshi und Travis hatten in den beiden Sesseln vor dem großen Schreibtisch platz genommen und nickten zustimmend.
      "So. und nun mal klartext. Was ist mit Ihnen los? Ich schwöre Malcolm, Sie kommen hier nicht eher raus, wie wir alle hier die Antworten auf unsere Fragen haben. Glauben Sie mir, es liegt mir fern sie in irgendeiner Art und weise in Verlegenheit zu bringen. Allerdings hätte ich schon gern eine Antwort auf die Frage, wieso mein Waffenoffizier herumläuft mit einem Gesicht wie zehn Tage Regenwetter. Und das schon seit zwei Wochen. Die ganze Sache hier ist nicht alleine Trips Idde gewesen. Travis hat mir erzählt, wie es bei ihm zu Hause abgelaufen ist, wenn einer irgendein Problem hatte. Ich dachte mir, das würde möglicherweise etwas bringen." Archer sah Reed direkt an. Noch immer saß Malcolm in sich gesunken auf der Couch. irgendwie fühlte er sich nicht besonders wohl in dieser Situation. Tucker schnaubte. "Ich glaubs nicht. Mach endlich die Fresse auf Reed, sonst helf ich nach!! Ich hab keinen Bock mehr drauf, deine miese Laune noch länger zu ertragen! Travis, John und ich haben uns bei der Sache hier schon was gedacht." Das hatte gesessen. Malcolm saß mit gesenktem Kopf da. Tränen liefen dem sonst so ruhigen und doch selbstbewussten Briten übers Gesicht. Irgendwie tat es Trip jetzt leid, dass er seinen Freund eben so angegangen war.
      "Ich weiß, daß ich schon vor einiger zeit hätte sagen sollen, was los ist." begann er leise. "Schon vor einiger zeit? du ist gut. Du weißt doch, daß du zu jeder zeit hättest zu mir kommen können." Trip war nicht sauer auf Malcolm. ganz im gegenteil. er Machte sich einfach nur Sorgen um seinen Freund.
      "Du hattest in den letzten wochen genug um die Ohren. Genug eigene Probleme. Da wollte ich dich nicht auch noch mit meinen Problemen belasten."
      Malcolm wusste nur zu gut, was Trip und T´Pol hatten durchmachen müssen. doch davon ahnte zu diesem zeitpunkt noch niemand etwas. "Nun gut. ich werde euch meine Geschichte erzählen. Dann wisst ihr, was los ist." sagte Malcolm leise. Hoshi und Captain Archer hatten die Plätze getauscht und nun saß Hoshi neben Malcolm. er spürte ihre Hand auf seiner und das ließ ihn etwas ruhiger werden. "Also gut. Nun, hier kommt die Geschichte des Lebens von Malcolm Reed." Malcolm senkte den Kopf und begann leise zu erzählen.




      Die ersten Jahre seines Lebens waren für Malcolm sehr schön. Seine Mutter verwöhnte ihn und erfüllte ihm jeden Wunsch. Bereits in sehr frühen Jahren, zeichnete sich sein ruhiges und schüchternes Wesen ab. Das bemerkte seine Mutter, Mary Reed bereits sehr früh. Sein Vater, Stuart Reed, ein hochrangiger Offizier der Britischen Royal Navy, wollte das sein Sohn eines Tages in seine Fußstapfen tritt. Die Familie Reed hatte seit Generationen eine ganze Reihe von guten und hochrangigen Offizieren in der Britischen Royal Navy hervorgebracht. auch Malcolm sollte eines Tages die Tradition der Familie fortführen. Er mehrkte, daß es schwirig werden würde, da Malcolm extrem schüchtern und zurückhaltend war. Dennoch beschloss er den Jungen einer strengen Erziehung zu unterziehen. Er begann damit kurz nach Malcolms fünften Geburtstag. Damit sollten harte zeiten für den kleinen Jungen anbrechen. Zwar war Malcolm eher klein und zierlich, doch das mangelnde körperliche machte er durch außergewöhnliche Intelligenz wieder wett. Noch hatte Malcolm ein unbeschwertes Leben. Doch das sollte sich schon bald ändern.

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      • #4
        Der fünfjährige Malcolm saß in seinem Zimmer auf dem Boden und spielte. Er hatte nicht viele Freunde und deshalb war er meist allein. Manchmal kamen seine Cousins Collin und Mark zum spielen. die beiden waren etwas älter als Malcolm. Collin war sieben und Mark zehn.
        Die Tür zu seinem Zimmer öffnete sich und sein Vater trat mit eiligen schritten ein. Stuart Reed war ein großer, kräftig gebauter Mann. Malcolm hatte einen heiden respekt vor ihm.
        "Was soll das denn hier schon wieder?!" schrie er den Jungen an. "Wie sieht das hier schon wieder aus?!" Malcolms Spielsachen waren auf dem Boden versträut. Autos und Bausteine lagen herum. Eigentlich nichts ungewöhnliches für einen Fünfjährigen, doch Stuart war da anderer Meinung. Malcolm sollte lernen Ordnung zu halten. Das war für seinen Vater sehr wichtig. Er war sehr penibel was die Sauberkeit betraf. Das bekam auch schon sein kleiner Sohn zu spühren.
        Malcolm zuckte unwillkürlich zusammen und sprang auf. Stocksteif stand er vor seinem Vater. Stuarts harte Worte ließen den Jungen erzittern.
        "Aber Papa. Ich hab doch nur gespielt. Ich räum das gleich weg. Ganz bestimmt." sagte Malcolm mit seiner kindlichen Stimme.
        "Nicht gleich! Sofort!" Stuart holte aus und der Schlag traf den kleinen Malcolm hart. Seine kleine Hand tastete nach der schmerzenden Wange. Seine Augen füllten sich mit Tränen. Er verstand nicht, wieso sein Vater plötzlich so reagierte. Zugegeben, er war schon immer sehr harsch zu seinem Sohn gewesen, doch noch nie zuvor hatte er ihn geschlagen. das sollte allderdings nicht bei diesem einen mal bleiben. Malcolm ahnte noch nicht, was ihn in den folgenden Jahren bevorstehen sollte.
        "Räum hier auf! und fang ja nicht an zu heulen, sonst kassierst du gleich die nächste!" Malcolm schluckte und versuchte die Tränen zurückzuhalten.
        "Ja Papa." Malcolm machte sich sofort daran sein Zimmer aufzuräumen. Stuart sah ihm dabei einige zeit zu bevor er ging. Kaum das Stuart das Zimmer verlassen hatte, sank Malcolm auf die Knie und weinte bittere Tränen. Er rieb sich seine Wange. Warum nur hatte sein Vater ihm das angetan? Malcolm rätselte noch einige zeit darüber, bevor er zu Bett ging. es war bereits abend und Malcolm musste am nächsten morgen wieder früh raus.


        Als er am nächsten morgen die Treppe herunterging, sah er sich vorsichtig um. Seine Augen suchten nach seinem Vater. Der war allerdings nirgens zu sehen. Malcolm schnappte sich seine Brottasche und wollte schnell rausrennen, doch dabei lief er seiner Mutter geradewegs in die Arme.
        "Hey. Langsam mein Schatz. Du hast doch noch zeit." Mary hielt ihren sohn an den Schultern und sah ihn an. Malcolm drehte den Kopf weg. "Was hast du denn da?" Fragte sie, als sie die rote Stelle an der Wange ihres Sohnes bemerkte. "Da hat mich gestern ein großer Junge in der Schule gehauen." Malcolm wußte natürlich, daß das nicht ganz der Wahrheit entsprach. Mary berührte ihn am Kinn. "Malcolm. Du sollst doch nicht schwindeln. wenn das gestern in der Schule passiert währe, dann währe mir das gestern beim abendessen schon aufgefallen. Das war aber nicht der Fall. Also. Woher hast du das?" Mary sprach ruhig und doch glaubte Malcolm einen scharfen Unterton in ihrer Stimme zu hören. "Komm Junge. Du kommst sonst noch zu spät zur Schule." Malcolm zuckte zusammen, als er die Hand seines Vaters auf der Schulter fühlte. In Mary keimte plötzlich ein schrecklicher Verdacht. War das etwa ihr Mann gewesen? Hatte er Malcolm geschlagen? Zugegeben, er war schon immer sehr streng mit Malcolm gewesen, doch geschlagen hatte er ihn noch nie. Mary war wieder Schwanger. Unter ihrem Kleid zeigte sich bereits ein kleines Bäuchlein. Sie beschloss später mit Stuart zu reden. Heute hatte sie noch einige Termine. "Bringst du ihn zum Bus? Ich muss dann auch los. Ich habe heute noch einen Arzttermin." Mary nahm ihre Tasche und ging zur Tür. Stuart und Malcolm folgten ihr. "Bis später Schatz." Stuart gab seiner Frau einen flüchtigen Kuss auf die Wange. Mit traurigen Augen sah Malcolm seiner Mutter nach, als die Hand seines Vaters nach seiner griff und ihn mitzog.


        Am Nachmittag holte Mary ihren Sohn von der Schule ab. Malcolms Lehrerin wartete bereits mit ihm an der Hand auf sie. "Hallo Mrs. Reed." begrüste sie sie. "Hallo. Na mein Schatz, hast du einen Schönen Tag gehabt?" Malcolm nickte. "Ja Mama." Mary sah die junge Lehrerin an und ahnte, wieso sie da war. "Malcolm war heute noch ruhiger als sonst. Außerdem hat er eine rote Wange. Was ist denn passiert?" Sie wollte Mary keine Vorwürfe deswegen machen. nein, im Gegenteil. Sie machte sich nur Sorgen um Malcolm.
        "Ach wissen Sie, gestern war meine Schwägerin mit ihren Jungs da. Die drei haben im Garten getobt. Meine Neffen sind älter als Malcolm und wesentlich stürmischer. Der kleine hat einen Ball abbekommen. Ist bestimmt halb so wild. Sie wissen ja, wie Jungs in dem alter sein können. Sie raufen sich schon mal und dabei bleiben Schrammen und blaue Flecke nun mal nicht aus. Es tut mir leid." Mary wußte, daß sie log. "Ja, das weiß ich." lachte die junge Frau. "Wenn mehr meiner Schüler so währen wie ihr Malcolm, dann währe ich echt glücklich. Malcolm ist ein sehr guter Schüler. Der beste in seiner Klasse. Und so höflich. Seine Schularbeiten sind immer vollständig und vor allem so ordentlich. Das sieht man nicht oft." Mary nickte. "Mein Mann stammt aus einer angesehenen Millitärfamilie und eine gute Ausbildung ist für ihn sehr wichtig. Wir achten sehr darauf, daß Malcolm eine gute Erziehung bekommt. Gerade für meinen Mann ist das sehr wichtig. Er ist bei der Royal Navy und möchte, daß unser Sohn eines Tages in seine Fußstapfen tritt. Wir sind wirklich stolz auf unseren Sohn." Malcolm kuschelte sich eng an seine Mutter. "Das können Sie auch sein Mrs. Reed. Malcolm ist wirklich ein sehr netter Junge. Bleib so mein kleiner. Bis morgen dann. Und pass das nächste mal beim spielen mit deinen Cousins besser auf. Ja?" Die Lehrerin wuschelte Malcolm durchs Haar. "Ja, Ma´am." sagte er leise. "Na komm mein Schatz. Gehen wir." Mary nahm ihren Sohn bei der Hand und gemeinsam gingen sie nach Hause.


        "Na wars?" Stuart saß im Wohnzimmer auf der Couch und las.
        "Schön Papa." antwortete Malcolm. "Gut. Hast du Schularbeiten auf?" Malcolm nickte. "Ja. Die mach ich sofort." Malcolm rannte die Treppe rauf in sein Zimmer. Mary stellte die Tasche ab und setzte sich zu ihrem Mann.
        "Kannst du mir verraten, was das sollte?" begann sie. "Weißt du wie ich heute in der Schule da stand? Seine Lehrerin hat mich wegen seiner roten Wange angesprochen. Ich hab ihr erzählt, dass die Jungs sich gerauft hätten und Malcolm unglücklicherweise zwischen die Fronten geraten ist. warum hast du Malcolm geschlagen Stuart?" Mary sah ihren Mann fordernd an. Sie verlangte von ihm eine klare und deutliche Antwort. "Hast du eine Ahnung, wie sein Zimmer aussah? Tausend mal habe ich ihm gesagt, daß er Ordnung halten soll!" antwortete Stuart barsch. "Stuart. Malcolm ist erst fünf! Er ist noch ein kleines Kind! Bitte sei nicht so hart mit ihm. Du weißt doch wie sensiebel der Junge ist." bat Mary. Stuart schnaubte. "Sensibel? Weich trifft es wohl eher. Du verhätschelst ihn zu sehr! Ich bin auch mit strenger Hand erzogen worden und mir hat es nicht geschadet." Mary versuchte ihren Mann zu beschwichtigen. "Du darfst trotz allem nicht vergessen, daß du ein kleines Kind vor dir hast und nicht deine Kadetten. Sei nicht so hart mit ihm. Versprich es mir Stuart." Stuart stöhnte leise. "Ok. Weil du es bist Mary. Wenn du willst, daß ich mich etwas zurückhalte, werde ich es tun." versprach er. Damit war Mary zwar nicht unbedingt zufrieden, aber sie fand sich damit ab.


        Vier Monate später wurde Madeleine Charlien Reed geboren. Stuart hatte zwar inständigst auf einen weiteren Sohn gehofft, doch als er seine Tochter zum ersten mal im Arm hielt, war er mit ihr zufrieden. Auch wenn sie nur ein Mädchen war.
        Malcolm stand an der Wiege und betrachtete neugierig seine neugeborene Schwester. Mary lächelte. "Möchtest du sie mal halten?" Malcolms große dunkle Augen strahlten. "Wenn ich darf?" Malcolm kletterte aufs Bett zu seiner Mutter und die Kinderschwester legte ihm das kleine Bündel Leben in den Arm. Ganz vorsichtig hielt er seine kleine Schwester fest. Seine Finger strichen sanft über das Gesicht des Baby´s. "Hallo Madeleine. Ich bin dein großer Bruder. Ich werde gut auf dich aufpassen, damit dir nichts passiert. Das versprech ich dir. Du kannst alle meine alten Spielsachen haben. Ich bin sowieso schon zu groß dafür." Malcolm war mittlerweile sechs jahre alt. Er hatte sich sehr auf sein Geschwisterchen gefreut. Nun, wo Madeleine endlich da war, war er ganz der stolze große Bruder. Das kleine Mädchen schien sich in den Armen ihres großen Bruders wohl zu fühlen. Sie öffnete die Augen und sah ihn an. Madeleine hatte ebenso große dunkle Augen wie Malcolm. Nur ihr Haar war etwas heller. Malcolm hatte dichtes schwarzes Haar. Bei Madeleine war es dunkelbraun. Mary und Stuart betrachteten stolz ihre beiden Kinder. Malcolms Worte trieben Mary die Tränen in die Augen. Stuart trat ans Bett heran. "Ich hoffe, daß du dein Versprechen auch hältst Malcolm. Du bist jetzt ein großer Junge und wirst nun lernen für deine Schwester Verantwortung zu übernehmen. glaubst du, du kannst das?" Stuart sprach ganz ruhig mit seinem Sohn. Das war in letzter zeit ehrer selten geworden. "Ja, Sir. Das kann ich. Ich verspreche, dass ich gut auf Madeleine aufpassen werde. Das schwöre ich." antwortete Malcolm. "Gut. Komm jetzt. Lassen wir den beiden Damen ein wenig ruhe." Stuart nahm Malcolm Madeleine ab und legte sie zurück in die Wiege. Malcolm gab seiner Mutter noch einen Kuss auf die Wange und rutsche vom Bett herunter. Er trat an die Wiege heran und gab seiner kleinen Schwester einen zärtlichen Kuss auf die Stirn. "Bis später Madeleine." Malcolm ergriff die Hand seines Vaters und sie gingen nach Hause.


        "Mal." Die zweijährige Madeleine tapste auf ihren Bruder zu und winkte mit einem Blatt Papier. "Da. Für dich." Malcolm stand auf und hob das Mädchen mühelos hoch. Malcolm war inzwischen acht Jahre alt und ein ganzes stück gewachsen. Er war auch etwas kräftiger geworden, obwohl er noch immer sehr zierlich wirkte. Er nahm das Papier entgegen und sah es sich an. "Toll gemacht Maddy. Ein wirklich schönes Bild." Malcolm ging zu seinem Schreibtisch und legte es in eine große Mappe zu den anderen Bildern. Man konnte nicht viel darauf erkennen. Nur bunte wildgemalte Striche. Trotzdem freute sich Malcolm darüber. Malcolm verwöhnte seine kleine Schwester. Die beiden waren einfach unzertrennlich. Seine Mutter freute sich darüber, dass ihr Sohn schon so erwachsen war. Stuart zeigte seine Freude allerdings nicht. Zwar war er stolz darauf, daß sein Sohn sein Versprechen gehalten hatte, aber er erwartete auch von Malcolm, daß er es hielt. Malcolm setzte die kleine ab und begann schnell damit Madeleines Malsachen wegzuräumen. Er wusste nur zu gut, wie sein Vater reagierte, wenn im Zimmer Unordnung herrschte. Malcolm versuchte es seinem Vater so gut es ging alles recht zu machen, dennoch zog er in regelmäßigen Abständen dessen Zorn auf sich. Stuart machte noch nicht mal halt davor seine erst zweijährige Tochter zu Maßregeln. Noch schlug er ihr gegenüber nicht zu. doch Malcolm wußte, wie es bei ihm war. Eines Tages, würde sein Vater sicher auch vor Madeleine nicht mehr halt machen. Dann allerdings, so schwor sich Malcolm, würde er bereit sein und seine Schwester beschützen.
        Malcolm ging zurück zu seinem Schreibtisch un machte seine Schularbeiten weiter. Madeleine nahm unbemerkt von ihm die Malkreide und kritzelte auf dem Papier statt auf der Tafel. Als Malcolm kurz zu ihr sah erschrak er.
        "Nein! Nicht Maddy!" Er sprang auf und nahm ihr die Kreide weg. "Auf der Tafel. Nicht auf dem Papier. Sieh dir den Teppich an." Malcolm versuchte die Kreidespruren wegzuwischen. Plötzlich ging die Tür auf und Stuart trat ein. Seine Laune änderte sich schlagartig, als er das Chaos sah.
        "Was soll das denn hier?!" Malcolm hatte die Kreide fast wegbekommen. und hatte noch die Stifte und die Blätter in der Hand. In Malcolm kroch Panik hoch. "Ich ... ich hab Maddy ein paar Blätter zum malen gegeben. Sie hat aber auf dem Boden gemalt. Ich mach das sofort weg." Malcolms Stimme vibrierte. Ehe sichs MAlcolm versah, hatte er schon die hand seines Vaters mitten im Gesicht. "Nicht hauen Papa." bettelte Madeleine. Stuart schubst die kleine zur seite und Madeleine fiel hin. Laut fing sie an zu schreien. "Hör auf damit! Du kannst von miraus mich schlagen, so oft du willst, aber lass deine dreckigen Griffel von Maddy!!" schrie Malcolm. Der junge hämmerte mit seinen Fäusten auf seinen Vater ein. Noch nie zuvor hatte er seine Stimme gegen seinen Vater erhoben. Doch nun war ihm der Kragen geplatzt. Stuart hatte es gewagt seine geliebte Maddy anzufassen und das war zu viel für Malcolm.
        "Mach das noch mal und du wirst spüren, was es heist mir nicht zu gehorchen!" donnerte Stuart und hielt Malcolms Arm fest umschlossen. Malcolm verzog das Gesicht. "Du tust mir weh!" schrie er. "Dann kriegst du hoffentlich endlich mal mit mir zu gehorchen!" Stuart ließ los und schubste Malcolm auf den Boden. "Mach das weg! und pass in Zukunft besser auf!" donnerte er und verließ den Raum. Malcolm wischte die restliche Kreide weg. Madeleine hob das Papiel auf und brachte es zum Tisch. das kleine Mädchen erreichte kaum die Tischplatte und trotzdem schaffte sie es, das Papier daraufzulegen. "Lass gut sein Maddy. Ich mach das schon." Malcolm sammelte die Stifte ein und legte sie zurück in die Box. Er wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. "Nicht weinen." Madeleine kuschelte sich an ihren Bruder. Malcolm nahm sie in den Arm und drückte sie fest an sich. "Was würde ich nur tun, wenn du nicht da wärst?" Madeleine verstand die Worte nicht. sie war noch zu klein, um zu verstehen, was ihr Bruder damit meinte. "Ich verspreche dir, dass er dich nie mehr anfassen wird. dafür werde ich sorgen. Mir ist egal, wenn er mich schlägt, aber er soll dich in ruhe lassen. Am Tag deiner geburt hab ich dir ein Versprechen gegeben. Das ich immer auf dich aufpassen werde und dafür sorge, daß es dir gut geht. Versprochen Schwesterchen." Malcolm gab MAdeleine einen Kuss auf die Stirn. "Komm. Es ist spät. Ich brin dich ins Bett." Malcolm hob seine Schwester hoch und brachte sie in ihr Zimmer. Vorsichtig legte er sie in ihr Bett und eckte sie zu. "Schlaf gut Schwesterchen. Bis morgen." Malcolm ging. "Mal." Malcolm drehte sich um. "Ja?" Maddy lächelte. "Hab dich lieb." Malcolm lächelte ebenfalls. "Hab dich auch lieb kleines. und jetzt schlaf." Maddy ließ ich ins bett fallen und griff nach einem alten Teddy. Eng kuschelte sie das Stofftier an sich. Sie hatte ihn schon seit ihrer Geburt. Malcolm hatte ihn ihr gegeben. Nirgens ging sie hin, ohne diesen Bären.
        Mary Reed hatte ihre Kinder Beobachtet. Sie war stolz und traurig zugleich. Sie hatte Stuart schreien gehört und ahnte, was ´wieder´ geschehen war.
        >>Mein kleiner Malcolm ist so tapfer.<< Mary schüttelte traurig den Kopf und sah noch einmal nach ihrer Tochter. Madeleine schlief tief und fest. im Arm Malcolms Bär.

        Malcolm war inzwischen in sein Zimmer zurückgegengen und hatte aufgeräumt, seine Schulsachen für den nächsten Tag gepackt, und sich fürs Bett fertiggemacht.
        Die Tür öffnete sich und Mary trat ein. "Ist alles ok mir dir Malcolm?" fragte sie leise. Sie wusste natürlich, daß dem nicht so war. "Ja, alle ok Mama." Mary strich ihrem Sohn durchs Haar. "Papa meint das nicht so. Er hat euch doch beide lieb." Malcolms Blick sagte alles. "Und warum macht er das denn dann immer wieder?" Malcolm war kein kleines Kind mehr. Seit Jahren schon lief das so. Mittlerweile hatte er sich damit abgefunden.
        "Du bist so ein tapferer kleiner Junge. Stuart ist nunmal ab und zu ein wenig unbeherrscht, aber im grunde ist er kein schlechter Mensch." Mary versuchte die Tataen ihres Mannes schön zu reden. "Gute Menschen schlagen ihre Kinder nicht." Malcolm hatte da absolut recht. Mary nickte. "Da hast du recht mein Junge. Da hast du recht. Schlaf schön." Mary gab ihrem Sohn einen Kuss auf die Stirn und ging.

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        • #5
          Bis jetzt eine Sehr schöne gesichte, schreib bitte weiter wenn du es hinbekommst. Ich werd auch anfangen meine geschichte auf Virtuellem Papier zu bannen.

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          • #6
            Malcolm tobte ausgelassen mit seinen beiden Cousins Mark und Collin durch den großen Garten. Er war mit seiner Mutter und seiner Schwester zu seiner Tante Sherry gefahren. wie jedes Jahr, verbrachte er dort die Sommerfehrien. Er freute sich jedes mal darauf, denn dort konnte er einfach nur Kind sein. War keinem strengen Regelwerk ausgesetzt. Er konnte nach herzenslust spielen und toben.
            Die Jungs tollten ausgelassen und laut lachend durch den Garten. Mary Reed beobachtete die Jungs und lächelte wehmütig.
            "Was hast du?" Sherry legte Mary den Arm um die Schultern. Mary seuzte laut. "Du hast ja keine ahnung Sherry." Marry Reed senkte den Kopf. Sherry wusste nicht, was bei ihrer Schwägerin und ihrem Bruder zu Hause ablief, aber sie ahnte es. "Wenn ich Malcolm hier so sehe, wie glücklich er ist. Wie er spielt und tobt. So unbeschwert, .... dann wünschte ich mir, dass das für immer so ist. Malcolm ist ein so lieber Junge. Du musst mal sehen, wie er sich um Maddy kümmert. Er tut alles für seine kleine Schwester. Niemals würde er zulassen, dass ihr irgendetwas zustößt. Stuart weiß dies allerdings nicht wirklich zu schätzen. er verlangt es von Mal und hält es für selbstverständlich, dass er sich um Maddy kümmert, obwohl er selbst doch noch ein Kind ist. Stuart fordert zu viel von Malcolm. Er drillt den Jungen. Stuart will, dass MAl eines Tages einmal in seine Fußstapfen tritt und auch zur Navy geht. Ich finde, dass Mal dafür völlig ungeeignet ist. er ist einfach zu sensibel dafür, aber das übersieht Stuart. Malcolm versucht sein bestes, um seinem Vater alles recht zu machen. Doch egal, wie sehr sich der Junge anstrengt, Stuart ist das nicht genug. Er findet immer etwas, was er an ihm auslassen kann. Und dann, ... bestraft er ihn. Sherry, dei Bruder .... er ... schlägt zu, wenn ihm was nicht passt. Malcolm leidet so sehr darunter, dass ... Er hasst seinen Vater dafür, was er ihm antut. Mal ist doch noch ein kleiner Junge. Malcolm ist sogar schon mal auf Stuart losgegangen. Stell dir das mal vor Sherry. Ein achtjähriger steht vor seinem eigenen Vater und trommelt mit den Fäusten auf ihn ein und schreit, dass er ihn dafür hasst, was er ihm antut. und was hat Stuart gemacht? er hat Mal noch eine mehr verpasst und in angebrüllt, es würde ihm leid tun, wenn er das nochmal machen würde. Stuart hat ihm die kleine Nase blutig geschlagen und nicht nur das. Wie oft Mal schon blaue Flecken hatte, kann ich schon kaum mehr zählen. Stuart macht noch nicht mal vor Maddy halt. sie wollte neulich ihren Bruder beschützen, als Stuart mal wieder ausgerastet ist. er hat sie weggeschubst und sie ist hingefallen und hat sich das Knie aufgeschlagen. stell dir das mal vor Sherry. Er macht noch nicht mal vor Maddy halt. sie ist doch noch ein Baby." Mary weinte, als sie ihrer Schwägerin erzählte, wie ihr Ehemann mit den Kindern zu Hause umging. Sherry stockte der Atem. sie konnte es kaum glauben.
            "Ich fass es nicht! Stuart war schon immer recht aufbrausend. Ich hatte dich damals vor ihm gewarnt Mary. du bist einfach zu gut für ihn. Einen solchen Schatz wie dich hat er nicht verdiehnt. Der Typ schreckt auch vor gar nichts zurück. Gott verdammt nochmal!!! Er hat Kinder vor sich und keine ... millitärischen ... Kampfmaschienen! Es sind kleine Kinder und nich zwei von seinen Rekruten, die er rumschubsen und drillen kann!" Sherry war außer sich.
            "Malcolm hat dein ruhiges wesen geerbt und ... das aussehen seines Vaters. Wenn ich MAlcolm so sehe, dann sehe ich Stuart, als Kind. nur ruhiger. Stuart war damals schon aufbrausend und störrisch. Weißt du was Mary? Du kannst mit den Kindern hier so lange bleiben, wie du möchtest. Ich hab nichts dagegen und Karl sowieso nicht. Ich hab euch doch gerne hier. Nur Stuart will ich nicht im Haus haben. Es gibt jedes mal wieder Streit. Wenn Stuart und Karl aufeinandertreffen, dann endet das jedes mal in eine Katastrophe. und das will ich nicht. darauf hab ich nun wirklich keine lust. Die Jungs freuen sich doch auch, wenn sie ihren Cousin und ihre kleine Cousine mal um sich haben. Du weißt doch, wie Karl ist. Er verwöhnt die Kinder zu gerne. etwas zu viel manchmal." Sherry lächelte und lachte leise in der Hoffnung, dass Mary wenigstens ein wenig lächelte. und tatsächlich. Ein zaghaftes lächeln entlockte sie ihr immerhin. Sherry war unendlich enttäuscht von ihrem Bruder. Sie liebte ihren Neffen und ihre Nichte und wollte die beiden unter allen Umständen vor Stuart beschützen. Sie wusste, wie jähzornig er sein konnte. Malcolm war so viel anders wie ihre Söhne. Er war nett, höflich, wohlerzogen. Ihre Jungs konnten zwar auch lieb sein, doch hatten sie die meiste zeit über nur Flausen im Kopf.
            "Sherry." Karl war gerade nach Hause gekommen.
            "Hallo Liebling." Karl gab seiner Frau einen Kuss. "Hallo Mary. Hi Maddy." Karl strich Madeleine über den Kopf. das kleine Mädchen war gerade zu seiner Mutter gelaufen. "Hallo Onkel Karl." jauchzte die kleine.
            "Hey Jungs. Kommt mal her. Ich hab was für euch." Karl hatten den letzten Satz noch nicht ganz ausgesprochen, als die Jungs bereits neben ihm standen. Neugierig beäugten sie den großen Korb, der auf der Wiese stand. aus ihm kamen ziemlich merkwürdige Geräusche.
            "Was hast du denn jetzt schon wieder gekauft?" rift Sherry und stand auf. Mary folgte ihr. Das merkwürdige fiepsen wurde laute.
            "Was ist denn da drin Onkel Karl?" Neugierig betrachtete Malcolm den Korb.
            "Mach ihn doch mal auf und sieh nach Mal." Karls Grinsen wuchs. Malcolm hob den Deckel des Korbes hoch und staunte. Vier kleine Hundewelpen reckten ihre Köpfe heraus und fiepsten laut. Es waren etwa zehn Wochen alte Labradore. Einer wuschliger als der andere. Malcolm hob vorsichtig einen der Welpen heraus. "Die sind ja süß. Können wir die behalten?" Die Augen des Jungen leuchteten. Karl lachte laut. "Klar. Die sind für euch. Einer für jeden. Einer für dich Mal." Karl wuschelte Malcolm durchs dunkle Haar. "Einer für dich Maddy." Vorsichtig drückte er dem kleinen Mädchen den Welpen in den Arm. "Einer für Collin und einer für dich Mark. Die Vier haben noch keine NAmen, also sucht euch einen aus." Madeleine drückte ihren Welpen ein wenig zu fest, sodass der kleine Hund laut winselte.
            "Hey, mach langsam Maddy. das ist doch noch ein Baby. So wie du. schau mal. So musst du ihn halten. Guck, so." Malcolm hatte seinen Welpen kurz abgesetzt, um seiner Schwester zu zeigen, wie sie den kleinen Hund richtig halten musste.
            "Baby Hund." jauchzte die kleine.
            "Ja. Baby Hund." Malcolm lächelte und hob seinen Welpen vorsichtig hoch.
            "Meiner soll Alice heißen." rief Mark. Maddy beäugt den Hund.
            "Da ist aber ein Pullermann dran. Mädchen haben keinen Pullermann." rief die kleine. Alle lachten laut. Mark drehte den Hund auf den rücken. "Oh, mein fehler. Dann eben Al." In Marks Gesicht zeigten sich rote Streifen. Collin sah bei seinem Welpen lieber noch mal nach.
            "Das sind allen Rüden. Männchen. Jungs." lachte er.
            "Johnny." rief Collin.
            "Teddy. Meiner soll Teddy heißen. Weil er so flauschig wie ein Teddy ist." Malcolm streichelte seinem kleinen Freund über den Kopf und der Hund schleckte nach ihm.
            "Flecki. weil er einen Feck hat." rief Maddy. Tatsächlich Madeleines Hündchen hatte einen braunen Fleck auf dem Kopf.
            "So jetzt haben alle ihre Namen. Al, Johnny, Teddy und Flecki. Ihr müsst euch aber auch gut drum kümmern." mahnte Karl die Kinder.
            "Kein Problem für mich Onkel Karl. Ich kümmere mich ja auch um Maddy. Ich pass auch auf ihrem Hund auf, bis sie etwas größer ist und das alleine Kann." Malcolm war für sein junges alter erstaunlich weit. Gerade war er neun Jahre alt geworden. Sherry schüttelte lachend den Kopf. "Du bist unmöglich Karl."
            kicherte sie.
            "Was denn? DIe jungs haben mich schon länger mit `Dad ich will nen Hund` genervt. Ich hab ihnen nur ihren Wunsch erfüllt und Mal und Maddy gleich noch einen mitgebracht. Ein Arbeitskollege von mir hat eine Hündin und die hat gerade geworfen. Acht junge. Ich hab ihn gefragt, ob ich welche für meine Bande hier haben kann und er hat mir vier gegeben." Karl fiel plötzlich zwischen all den fröhlichen gesichtern Marys trauriges Gesicht auf.
            "Hey. was ist denn?" Auch Sherry war das nicht entgangen.
            "Stuart will keine Tiere im Haus. Ich möchte die Kinder nicht enttäuschen. Ich sehe, wie glücklich sie mit ihren neuen Freunden sind. Sieh doch nur, wie sie mit den kleinen spielen. wie glücklich sie aussehen. Ich will ihnen dieses Glück nicht wieder nehmen." Karl überlegte kurz. "Lass mich mal machen." Karl klopfte Mary auf die Schulter.
            "Was soll das heißen?" fragte Mary irritiert.
            "Dass Karl schon längst einen Plan hat." antwortete Sherry schmunzelnd. "Keine sorge. Er wird sich drum kümmern." Mary seufzte leise.
            Ich bin froh, dass ich euch habe. Danke für alles, was ihr für mich und die Kinder macht." Marys Augen füllten sich mit Tränen.
            "Schon gut kleines. Ich werde das regeln." Karl wusste genau, wie sehr Mary und die Kinder unter Stuart litten. besonders Malcolm. Er begriff nicht, wie ein Ehemann und Vater, der seine Flau und seine Kinder doch angeblich liebte, seine Familie so behandeln konnte. Er selbst würde niemals die Hand gegen seine Jungs erheben. Karl liebte Malcolm wie einen eigenen Sohn. Der junge tat ihm einfach nur leid. >Na warte Stuart. Dich krieg ich noch! Dir wirds noch leid tun, was du dem armen Jungen antust!< Karl ging ins Haus.
            Mary sah ihm nach. "Was hat er vor?" Sherry sah ihrem Mann nach.
            "Ich schätze, ich weiß was. er würde Stuart am liebsten eine reinwürden. Glaub mir, wenn Karl sich was in den Kopf gesetzt hat, dann zieht er es auch durch." Mary beobachtete ihre Kinder beim spielen. Ausgelassen und voller freude tobten sie mit den Hunden über die Wiese.

            Mary und die Kinder blieben den ganzen Sommer lang bei Sherry und Karl auf dem Land. Die Kinder hatten dort jede menge spaß. viel zu entdecken. und jetzt auch vier neue Freunde. Die Kinder hielten ihre Versprechen. sie kümmerten sich um die Hunde. Gaben ihnen zu essen, spielten mit ihnen, badetetn sie, ... Na ja, ehrlich gesaht badeten sie mit ihnen. Meist waren die Kinder hinterher nasser als die Hunde. Sie gingen mit ihnen spatzieren und sorgten dafür, dass sie sich benahmen und die Grundkommandos lernten.
            Als der Sommer sich dem ende neigte, waren aus dem vier flauschigen und qietschenden Welpen, vier stürmige Labradore geworden.

            Der Tag des Abschieds rückte näher, und Malcolm wurde zusehendst stiller. Karl war das nicht entgangen. er nahm sich vor nach dem Abendessen mit dem Jungen zu reden.

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            • #7
              "Malcolm, kommst mal?" Karl winkte den Jungen zu sich. Mary hatte Madeleine mit in den Garten genommen. Sie spielten dort mit den Hunden. Madeleine hing sehr an ihrem Flecki. Die beiden Jungs spielten ebenfalls noch ein wenig im Garten.
              Malcolm trat ein wenig zögerlich auf seinen Onkel zu. "Was ist denn Onkel Karl?" fragte er leise. Karl setzte sich auf der großen Terasse auf eine Bank und bedeutete Malcolm sich neben ihn zu setzen. Malcolm kam dem nach. Wenn auch zögerlich.
              "Was hast du denn? Du bist in den letzten Tagen so still geworden." Karl legte dem Arm um die Schultern seines Neffen. Malcolm kuschelte sich an seinen Onkel und begann zu weinen. "Ich will nicht mehr nach Hause! Du hast keine Ahnung, was dort abgeht." Malcolm weinte bitterlich.
              "Ich kanns mir denken Mal. Ich kenne Stuart. Zur genüge. Ich weiß, wie der sein kann." Karl tat der Junge einfach nur leid. Er wünschte sich einfach nur etwas für ihn tun zu können. Doch mehr als mit Stuart reden, konnte er nicht. Malcolms Vater war ein hochdekorierter Offizier der britischen Royal Navy. An ihn war nur schwer ranzukommen. "Ich verspreche dir, dass ich mit deinem Vater reden werde, dass ihr die Hunde behalten könnt. Ihr seid ja noch zwei Wochen hier. Genieße einfach die restliche Zeit hier. Und wenn irgendwas ist, dann kommst du zu mir. Verstanden Malcolm?" Karl strich dem Jungen durchs Haar. Malcolm nickte. "Ja Onkel Karl." sagte er mit leiser weinerlicher Stimme.
              "So, und nun geh noch etwas spielen. Teddy wartet schon." Karl stubste Malcolm in Richtung des Hundes, der schon die ganze Zeit über hechelnd und schwanzwedelnd auf Malcolm gewartet hatte. Kaum war er aufgestanden, sprang der Hund auf ihn zu, und schleckte nach ihm. Teddy schien die traurigkeit seines neuen Herrchens gespürt zu haben. Der Hund kuschelte sich an den Jungen und leckte seine Tränen fort. Malcolm nahm den Hund in den Arm und schmiegte sich eng an ihn.
              Sherry war das ganze nicht entgangen. langsam trat sie an Malcolm heran, um den Jungen und den Hund nicht zu erschrecken.
              "So nun kommt mal." rief sie. "Zeit für´s Bett." Malcolm schnappte sich seinen Hund und war der erste, der im Haus verschwand. Mark und Collin sahen ihre Mutter erstaunt an. "Och nö." jammerte Mark. "Ich will noch etwas draußen bleiben." Sherry stützte die Hände in die Hüften. "Ich sagte rein ins Haus und ab ins Bett Jungs! Das gilt auch für dich Collin." Sherry zeigte nur in Richtung Haus und die Jungs schlurften murrend rein. Die Hund leifen ihnen nach.
              Mary Nahm Madeleine vorsichtig hoch.Die kleine war beim spielen mit ihrem Hund auf der WIese eingeschlafen. buchstäblich in den Pfoten ihres Freundes. Flecki gähnte und streckte sich. auch er hatte geschlafen. "Komm du Träumer." sagte sie und ging voran. Der Hund trottete ihr müder hinterher.


              Die letzten zwei Wochen vergingen wie im Flug. Nun war der Tag des Abschwieds gekommen. Der Tag, vor dem sich Malcolm gefürchtet hatte. Karl war es nicht gelungen Stuart unzustimmen, obwohl er so ziemlich alles versucht hatte. Es war ihm nicht gelungen seinen Schwager von der positiven Notwendigkeit eines Hundes im Haus zu überzeugen.
              Mary hatte schon am abend zuvor die Taschen gepackt. Nun standen sie vor dem Haus und Maddy und Mal weinten bitterlich. Maddy kuschelte sich eng an ihren Hundefreund. "Flecki soll mitgehen!" schrie sie. Karl zog sie sanft von dem Hund weg. "Das geht aber nicht mein Engel." sagte er leise und gab dem weinenden Mädchen einen Kuss auf die Stirn. "Ich pass gut auf ihn auf, bis du wieder kommst." sagte er, um das kleine Mädchen etwas zu beruhigen.
              Mary nahm ihre Tochter in den Arm. Malcolm wirkte traurig. Er wusste, dass er sich nun von seinem Freund trennen musste. Das allein war für ihn schon schlimm genug, aber nichts gegen das, was ihn nun zu Hause wieder erwartete. Malcolm wollte am liebsten da bleiben. Er wusste genau, was ihn daheim erwatete. Nichts gutes. er wollte bei seine Tante und seinem Onkel bleiben. Bei seinen Cousins und den Hunden. Hier konnte er Kind sein. Nach herzenslust spielen und toben. Hier wurde er nicht andauernd getadelt, nicht geschlagen, unterlag keinem strengen Regelwerk, so wie zu Hause. Malcolm sah seine Mutter mit traurigen Augen an. "Mama. Ich will hier bleiben. Ich will nicht nach Hause. Hier ist es viel schöner." Karl und Sherry erschraken, als MAlcolm diese Worte aussprach. Wenn ein neun Jahre alter Junge solche Worte sprach, darum flehte nicht nach Hause zu müssen. Wie viele Alarmglocken mussten noch läuten? Sherry hockte sich vor ihren Neffen.
              "Möchtest du das wirklich? Hier bei uns bleiben?" Malcolm nickte.
              "Ja, das will ich Tante Sherry. Papa haut mich andauernd. Das soll er nicht machen. Hier ist es viel schöner. Onkel KArl hat zwar auch mal mit mir geschimpft, weil ich beinahe einen Ball ins Fenster geschmissen hätte, aber er hat nur geschimpft, und nicht zugehaun. Papa hätte das wieder gemacht. Ich will nicht mehr gehaun werden! Ich will, dass Paap nie mehr haut! Ich will nie mehr zu ihm! Ich hasse ihn! Ich hasse ihn!" Malcolm weinte und schrie. Er flehte regelrecht darum da bleiben zu dürfen. Karl stand mit weit aufgerissenem Mund da. Er war geschockt von Malcolms Worten. Mary nickte traurig. Karl hob seinen Neffen Hoch, und dückte ihn fest an sich.
              "Du kannst hier bleiben mein kleiner. Du kannst hier bleiben. Für eine Weile noch." Malcolm kuschelte sich eng an seinen Onkel und weinte bittere Tränen. Seine Cousins sahen mit entsetzten Gesichtern zu. Mark war zehn und Collin war zwölf. Sie wussten, wie aufbrausend ihr Onkel sein konnte, aber nicht wie sehr ihr kleiner Cousin unter ihm litt.
              "Warum macht Onkel Stuart so was?" fragte Mark. Man darf doch sein Kind nicht haun." sagte er mit kindlicher Stimme. Mark und sein zwei Jahre älterer Bruder Collin sahen sich verdutzt an. Sie wussten nun, warum sich ihr Cousin so seltsam verhielt. Vor ein paar Wochen hatten sie im Garten getobt und Fußball gespielt. Malcolm hätte beinahe mit dem Ball das Küchenfenster erwischt. Karl hatte deshalb mit ihm geschimpft. Malcolm war zusammen gezuckt und hatte stocksteif vor ihm gestanden und voller Angst angeschaut, als Karl ihn etwas scharf ermahnte, das nächste mal etwas vorsichtiger zu sein. Sie hatten doch nicht geahnt, wieso er sich wirklich so sehr erschrocken hatte. Jetzt wussten die beiden Brüder wieso. Sherrl seufzte leise.
              "Ja mein Schatz. Du hast ja so recht, man darf Kinder nicht haun." stimmte Sherry ihrem Sohn zu.
              "Du kannst so lange bleiben, wie du willst Mal." Karl strich dem Jungen sanft über den Rücken. Mal hatte die Arme um den Hals seines Onkels geschlungen und schluchzte leise.
              Mary trat an ihren Schwager heran und gab ihrem Sohn einen Kuss auf die Stirn. "Ich werde deinem Vater alles erklären. Sei ein braver Junge. Ich hab dich lieb Mal." Malcolm sah seine Mutter mit großen Augen an. Seine Hand tastete nach seiner Schwester. "Ich hab dich auch leib Mama. Pass gut auf Maddy auf." Mary nickte. "Das mach ich mein großer."
              Malcolm lächelte zaghaft. Mary setzte Maddy in den Kinderwagen und nahm die beiden Taschen. Wehmütig sah sie zu ihrem Jungen, als sie ging. SIe kehrte allein, nur mit Maddy nach Hause zurück.


              Stuart suchte nach seinem Sohn, als seine Frau mit der kleinen Tochter nach Hause zurückkehrte. Doch er fand ihn nicht.
              "Malcolm ist bei deiner Schwester geblieben und dort wird er auch vorerst bleiben." Stuart sah seine Frau verdutzt an. "Warum?" Stuart wusste nicht so ganz, was er davon halten sollte.
              "Das weißt du genau. Er wird so lange dort bleiben, bis du deine Agressionen im Griff hast und gelernt hast, dass du den Jungen nicht als Ventil dafür missbrauchen sollst! Ändere dich endlich Stuart! Sonst verlierst du nicht nur Malcolm, sondern auch mich und Madeleine! Das soll keine Drohung sein Stuart, sonder ein Versprechen, das ich dir gebe." Mary stand vor ihrem Mann und stellte ihn doch tatsächlich vor vollendete Tatsachen.
              ganz langsam wurde ihm bewusst, dass er sich die letzten Jahre gegenüber seines Sohnes wie ein Idiot benommen hatte. Seine Familie drohte seinetwegen zu zerbrechen. "Es ... es tut mir leid. War ich wirklich so schlimm? Ich ... wollte doch nur das beste für Malcolm." Ob Stuart es wirklich so meinte, wie er es sagte, oder nur, um seine Familie zu behalten, das wusste Mary nicht. Eins allerdings wusste sie. Ihr mann musste sich schleunigst ändern. Sie beschloss ihm noch eine allerletzte Chance zu geben.
              "Ok, meinetwegen können diese Köter mit herkommen. Wenn die Kinder meinen, dass sie damit glücklich sind. Aber ich gehe weder mit den Biestern raus, noch füttere ich die! Das solln die mal schön selber machen. Dann lernen sie auch gleich, was es heißt, für jemanden Verantwortung zu übernehmen." sagte Stuart stur. Madeleine war aus dem Kinderwagen geklettert und zu ihrem Vater gerannt, als sie hörte, dass sie ihren geliebten Flecki nun doch behalten durfte. "Danke Papa. Flecki bleibt bei mir. Schön." jauchzste die kleine. Sie umarmte ihren Vater. Das hatte sie noch nie zuvor getan. Stuart nahm nie hoch. "Du wirst dich um den Hund Kümmern. Versprochen Maddy?" Die kleine nickte. "Ja Papi." Wenngleich sie erst knapp drei Jahre alt war und noch nicht viel verstand, aber sie wollte ihren Hund unbedingt behalten und war bereit dafür alles zu tun.
              "Ok. Sag Sherry, dass Malcolm, wenn er nach Hause kommt, die Hunde mitbringen kann." sagte STuart mürrisch und ging ins Bett. Es war bereits spät geworden und Mary gab Madeleine noch etwas zu essen, bevor sie sie ins Bett brachte und sich anschließend zu ihrem Mann gesellte.


              Nach einem weiteren Monat bei seiner Tante und seinem Onkel, kehrte Malcolm nach Hause zurück. Wie versprochen, durfte er die beiden Hunde, Teddy und Flecki mitbringen. Zunächst hielt sich Stuart an sein Versprechen, dass er seiner Frau gegeben hatte. Malcolm glaubte im falschen Film zu sein. Sein Vater benahm sich plötzlich völlig anders. Ok, er schrie ihn immer noch ab und an an, aber wenigsten schlug er nicht mehr zu. darüber war Malcolm froh. Damit konnte er leben. DOch all zu lange, sollte diese Idylle nich andauern. Gerade einmal ein Jahr. schaffte es Stuart sich halbwegs zusammenzureisen. Dann fiel er in sein altes schema zurück.

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              • #8
                Zitat von Dani28 Beitrag anzeigen
                DOch all zu lange, sollte diese Idylle nich andauern. Gerade einmal ein Jahr. schaffte es Stuart sich halbwegs zusammenzureisen. Dann fiel er in sein altes schema zurück.
                Wie war das noch mal, einmal schläger immmer schläger?

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