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Kotor: Revan´s Tagebuch

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  • Kotor: Revan´s Tagebuch

    Das ist vielleicht nicht das beste was ich produziert habe aber ich will euch trotzdem mal eine Gelegenheit geben es zu lesen. Feedback würde mich freuen. (Copyright der Geschichte liegt bei mir, Königin der Nacht)


    Neu-Zeit/Jedi-Tempel
    Eine junge Jedi-Ritterin nahm das Datapad in die Hand und wollte es neu katalogisieren für das Archiv. Dabei kam sie versehentlich auf den Anstellknopf und vor ihren Augen tauchte ein erstaunlicher Text auf. Die junge Jedi begann zu lesen und vergaß alles um sich herum.

    Revan's Tagebuch (ca. vor 4000 Jahren / Sternenschmiede)

    Hier stehe ich nun und habe Malak besiegt, mein ehemaliger Schüler hat gegen mich verloren. Jetzt habe ich meinen Titel und den Thron wieder. Schade um Malak's Talent, es tut mir erst leid, dass ich getötet habe, aber jetzt nicht mehr. Nur noch eine steht mir im Weg und zwar Bastila. Sie wird wie Malak irgendwann die Gunst der Stunde nutzen und versuchen mich zu töten. Aber diesmal bin ich die Erste. Sie kommt gerade zu mir, teilt mir mit, dass wir einen Teilerfolg gegen die republikanischen Schiffe erreicht haben. Sie ahnt nichts von ihrem Tod. Ich bin schnell mit dem Lichtschwert und töte sie mit einem einzigen Streich. Noch mehr Blut, das an meinen Händen klebt, aber das ist nicht mehr wichtig. Ich gehe zum Hangar und als sich die Tür öffnet, steht vor mir jemand den ich gar nicht erwartet habe zu sehen. Mein Herz macht einen Sprung aber mein Verstand ist kalt. Er hat seine Chance auf dem Sternenschmiedenplaneten gehabt, indem er sich mir anschließen hat können und sie vertan. Er spricht mit mir, seine Stimme habe ich so vermisst. Er bittet mich darum ihm zuzuhören. Er steht unbewaffnet vor mir und ich denke daran wie ich ihn töten könnte. Es ist die einmalige Chance für mich und doch zögere ich eine Minute zu lang, darauf haben die Jedi-Ritter in seiner Begleitung (die ich erst jetzt wahrgenommen habe) gewartet. Sie fordern mich auf mein Lichtschwert fallen zu lassen. Die Blicke von Carth und mir treffen sich, ich sehe Schmerz in seinen Augen. Ich weiche seinen Blick aus und senke das Lichtschwert und werde fortgebracht, dabei drehe ich mich noch einmal um, aber er schaut mich nicht mehr an. Er hat mich verraten so wie ich ihn verraten habe. Vielleicht habe ich Carth's Verrat tatsächlich verdient, wer weiß? Wir verlassen die Sternenschmiede mit einen kleinen Raumer. Die Ebon Hawk folgt uns nach, hinter uns wird die Sternenschmiede zerstört.

    Kriegsschiff der Republik
    Ich werde auf dieses Kriegsschiff gebracht und in einen besonderen Energiekäfig gesteckt. Sie haben ihn so konstruiert, dass ein Machtbegabter nicht ausbrechen kann, auch wenn er wollte. Aber sie hatten es ja auch noch nicht mit mir zu tun gehabt. Ich werde entkommen, wartet einfach ab. Ich sitze stundenlang hier und warte, dann aber kommt meine Chance. Gerade als sie mich verlegen wollen von diesen Kriegsschiff in das Coruscanter Spezialgefängnis kann ich entkommen, weil diese Dummköpfe einfach nicht aufpassen. Ich kann schnell und unauffällig entkommen und tarne mich zwischenzeitlich bei meiner Flucht mit meinen schwarzen Mantel.
    Jetzt sind knapp drei Monate vergangen und ich reise rast- und ziellos durch die Galaxis, weil ich so voller Trauer bin und ich weiß noch nicht einmal warum.

    Telos
    Ich bin auf der erst kürzlich entstandenen Citadel-Station über Telos. Die Heimatwelt von Carth, die von Admiral Karath in Schutt und Asche gelegt wurde. Erst seit kurzem versucht man Telos neu zu besiedeln mit Pflanzen und so weiter. Hier auf der Raumstation fühle ich mich ruhig und etwas entspannt. Lt. Grenn, der Leiter der Station, hat mir freundlicher Weise ein Appartement zur Verfügung gestellt. Ich tarne mich immer noch mit meinen schwarzen Mantel und Grenn weiß nicht wer ich bin. Es wäre auch besser so, denn ansonsten wäre ich schnell wieder in einen Gefängnis oder schlimmer. Grenn schaute mich bei unserem Gespräch so komisch an, so als ob er die Dunkelheit in mir spürte. Aber das kann nicht sein, er ist nicht machtsensitiv. Ich streife wie üblich durch die Station und fühle plötzlich das jemand hier ist, jemand aus meiner Vergangenheit. Aber die habe ich alle getötet. Sie sind hinter mir her und ich kann mit meinem kleinen Raumschiff auf die Oberfläche von Telos flüchten. In der Sanierungszone herrscht wunderschönes Wetter, aber das kann ich jetzt nicht genießen. Also renne ich am Strand entlang und spüre den Tod, aber ich habe diesen Tod nicht verursacht. Es ist besonders eine Frau, die in der Macht nach Erlösung ruft aber ich kann ihr jetzt nicht helfen, da die beiden Offiziere mich gefunden haben. Einer von ihnen hat der Dunkelheit gedient so wie ich bevor er sich dem Licht zuwandte. Ich nutze die Macht und lähme die beiden ohne hinzusehen und flüchte. Das töten macht mir keinen Spaß mehr. Ich fliege quer durch die Galaxis und lande dann auf Taris.

    Taris
    Dieser Planet wurde wieder neu gestaltet und die Stadt neu errichtet, sie ähnelt nun noch mehr Coruscant. Hier auf Taris war ich noch glücklich, als ich noch nicht wusste, dass ich Revan war. Ich habe mich in unser damaliges Versteck zurückgezogen und versuche die alte Gleichgültigkeit und Eiseskälte, die mich damals in den Kriegen auszeichnete, zurück zu erlangen aber es klappt einfach nicht. Ich durchstreife die Oberstadt und blieb an Plätzen stehen, wo ich oft mit ihm gestritten, geredet oder einfach aus Spaß gezankt habe. Vielleicht sind diese Erinnerungen und Gefühle, die ich dabei empfinde, Fehler aber was ich als Revan getan habe kann ich auch nicht vergessen und auch nicht mehr ändern. Ich denke oft an ihn und frage mich: Wo er jetzt ist? Was macht er gerade? Oder hat er sogar eine neue Liebe gefunden? Es würde mich für ihn freuen, obwohl es mir auch das Herz brechen würde. Was sind das nur für Gefühle? Ich kenne sie gar nicht von mir, damals hab ich alles und jeden getötet und nichts empfunden dabei und jetzt löst der Name eines Mannes in mir solch ein Gefühlschaos aus. Schlimm. Jetzt stehe ich in meinem Versteck und schaue in den Spiegel. Ich sehe ein wunderschönes Gesicht: Schneeweiße Haut, schwarze Haare und schwarze Augen.
    Aber ich bringe Leuten, besonders Männern, Unglück daher verhülle ich meine Schönheit wieder und verlasse das Appartement. Und das gerade noch rechtzeitig, denn die beiden Offiziere haben mich gefunden, aber sie sind nicht schnell genug und ich entkomme ihnen erneut. Ich verstehe das irgendwie nicht. Warum werde ich von ihnen verfolgt? Ich habe ihnen nichts getan. Darum wähle ich mein nächstes Ziel einfach so und jeden Plan.

    Manaan
    Dieser Planet immer noch wunderschön, zum Glück hat man die Sith nach der Niederlage bei der Sternenschmiede von hier verbannt. Ich glaube nicht, dass ich ihren Anblick ertragen hätte können. Schon damals ging mir ihre Anwesenheit gegen den Strich. Hier auf Manaan verspüre ich Ruhe. Ich stehe oft an der Brüstung und schaue auf das Meer. Wäre er doch hier bei mir, aber ich habe ihn verraten und alte Gefühle sollte ich einfach nicht aufwärmen. Ich gehe zurück zum Hotel, wo ich vor langer Zeit Jolee´s Freund Sunry geholfen habe und dessen Unschuld bewies. Schon wieder die Vergangenheit, sie lässt mich nicht in Ruhe. Ebenso fallen mir zwei Namen ein: Jolee und Juhani getötet auf dem Tempeldach des Sternenschmiedenplaneten. Beide dachten, ich könne Bastila's Versuch mich auf die dunkle Seite zu ziehen, widerstehen, aber ich konnte nicht. Schon damals als Malak auf der Leviathan mir offenbarte wer ich wirklich war, fühlte ich, dass es nun alles an seinen richtigen Platz war. Ich ergriff die Chance, die mir Bastila bot und tötete zusammen mit ihr Jolee und Juhani. Jetzt ist es sowieso egal da ich alles verloren und nichts gewonnen habe. Ich stehe gerade erneut an einer anderen Brüstung und starre ins Meer als ich etwas spüre. Ich drehe mich um und sehe nur kurz die beiden, die mich seit Telos verfolgen. Ich renne los, springe über Bänke (was ganz schön schwierig ist, wenn man so wie ich lange, schwarze Kleider trägt) und verliere meine Kette. Ich kann jetzt nicht anhalten um sie aufzuheben. Ich lege einen sehr schnellen Spurt ein und renne durch die Gänge, ich schaffe es gerade noch rechtzeitig mit meinen Schiff zu starten und über Manaan sofort in den Hyperraum zu springen. Ich verstehe es einfach nicht. Warum werde ich verfolgt oder was habe ich ihnen getan? Sind sie Kopfgeldjäger? Nein, soweit ich gesehen habe tragen sie Uniformen der Republik. Einer der beiden ist ein hoher Offizier, der andere ein Captain. Vielleicht treibt sie persönliche Rache oder die Republik hat immer noch nicht aufgegeben. Es geht einfach nicht so weiter, ich brauche ein sicheres Versteck.

    Kashyyyk
    Die Wookies gewähren mir ein Privileg und lassen mich in die Schattenlande. Wahrscheinlich denken sie, ich hätte Selbstmordabsichten, die ich eigentlich nicht hege. Wenn die Wookies wüssten, dass ich damals mit Genuss Zaalbar umgebracht habe, würden sie mich stattdessen jagen und töten wie ein wildes Tier. Vielleicht hätte ich diesen Tod auch verdient aber ich büße mit jeder Sekunde meine Taten. Zaalbars Vater ist immer noch König und hat mich nicht erkannt, aber er spürte, wie es manchen Tieren zu eigen ist, das ich eine große Trauer in mir trage und gewährte mir deshalb dieses Privileg. Jetzt aber bin ich hier im Wald, der so dunkel wie mein Herz ist. In Jolee´s Hütte nehme ich mir vor das graue Land zu betreten und zwei Leuten wenigstens im Tode ihre Ruhe zu verschaffen. Dieses Wissen ist nur den Sith bekannt, aber wenn es die Jedi auch besitzen, nutzen sie es nicht. Nun endlich stehe ich hier im grauen Land, das Land wo all diejenigen Geister/Seelen hingehen, die im Leben von irgendjemanden festgehalten werden (z. B. durch Erinnerungen) oder ihre Aufgabe nicht erfüllt haben. Ich denke darüber nach wenn ich rufen könnte und dann fallen mir zwei Namen ein. Ich rufe diese beiden Namen in die Gräue hinein und warte. Mein Ruf hallt durch Raum und Zeit. Gerade als ich denke, dass die beiden nicht kommen und gehen wollen, erscheinen die beiden. Die kleine vorlaute Mission Vao, die an mich geglaubt hatte bis zu letzt und Zaalbar, den ich trotz seines Lebensschwur getötet hatte. Ich muss mir die Tränen verkneifen und höre wie mich Mission anspricht: "Warum rufst du uns?" "Ich rufe euch, weil ich euch helfen will. Ihr sollt für immer ins Totenreich eingehen." "Du kannst uns nicht helfen, nur die diejenige die uns umbrachte, kann dies tun. Aber ich glaube nicht, dass sie kommen wird." Zaalbar aber erkennt mich an irgendwas und meint: "Doch sie ist hier. Ich hoffe du bereust was du getan hast. Ich bin dir gefolgt, weil du mein Leben gerettet hast und durch dich sind wir gestorben." Mission schaut verwirrt uns beide an, versteht erst spät und meint dann: "Ich wusste es. Du warst nicht ganz der dunklen Seite verfallen." Ich beantworte Zaalbar's Frage: "Ich, es tut mir leid was ich getan habe. Ich büße jeden Tag, aber wenigstens ihr sollt eure Ruhe haben. Nehmt dieses Geschenk an. Ich selbst werde euch zum Tor begleiten." Beide folgen mir. Bald haben wir das Tor erreicht und Zaalbar geht ohne ein Wort als Erster durch das bewachte Tor ins Totenreich. Ich kann seine Reaktion verstehen. Mission umarmt mich ein letztes Mal und meinte leise zu mir: "Gib nicht auf, er wird dir verzeihen." Dann geht auch sie ebenfalls durch und ich befinde mich wieder in meinen Körper. Was meint Mission mit ihren Satz und wen meinte sie damit? Ich weiß es einfach nicht und es ist mir auch egal, es nützt mir sowieso nichts mehr. Nach drei Wochen Ruhe werde ich erneut von den beiden aufgespürt. Diesmal aber renne ich nicht, sondern verwende meine Macht um zu verschwinden und oben auf der Landeplattform wieder aufzutauchen. Ich steige in mein Raumschiff und verlasse den Planeten. Jetzt hab ich sie reingelegt. Ich überlege nach Dantooine zu reisen, aber nach kurzer Überlegung tue ich das nicht. Die zerstörte Jedi-Enklave ist so voller Erinnerungen, die ich nicht ertragen würde. Als ich am Planeten vorbeifliege spüre ich, dass noch einige Jedi-Meister den Angriff von Malak überlebt haben. Der Rat hat ein ganz raffiniertes Spiel gespielt und es gab Opfer: Bastila, mich und alle die uns begleitet haben.

    Sternenschmiedenplanet
    Ich stehe hier, wo ich ihn enttäuscht habe. Ich kann meinen Verrat nicht vergessen, sein Blick geht mir immer noch in's Herz. Als ich mit Bastila zurückkehrte und er merkte, dass ich ihn verraten habe. Ich, die Frau die er liebte und für die er alles getan hätte. Die Frau, für die er sogar den Verrat ehemaliger Verbündeter vergessen hätte. Hatte sich erneut der dunklen Seite zugewandt und Anspruch auf ihren Titel erhoben. Wir hatten vorher noch über mein Leben als Revan gesprochen und er wollte mit mir ein neues Leben anfangen, jetzt aber empfindet er nur noch Hass auf mich. Sowie ist er noch misstrauischer gegenüber jeden. Ich verstehe es. Ich schaue nach oben und sehe am Himmel einen Raumgleiter. Sie haben mich schon wieder gefunden, also beeile ich mich und starte indem Moment, als sie gerade landen.

    Korriban
    Da ich in Dreshdae nicht landen kann, habe ich meinen Raumer im Tal der dunklen Lords gelandet. Ich gehe langsam durch das Tal und hoch zur Akademie und bemerke zwischendurch, dass hier einiges zerstört worden ist, aber von wem weiß ich nicht. Ich weiß, dass ich damals Yuthura laufen lassen habe, das kann es also nicht gewesen sein. Die Akademie aber ist leer aber immer noch ganz. Die Dunkelheit und das Böse ist immer noch vorhanden und nicht verloren. Ich setze mich in die Vorhalle der Akademie und meditiere. Ich habe während meiner Flucht beschlossen nicht mehr wegzulaufen, wenn sie mich töten wollen, werde ich mich nicht wehren. Vielleicht sehe ich Carth im nächsten Leben wieder und ich hoffe, dass wir dann eine zweite Chance bekommen. Aber vorher werde ich noch zwei weitere Seelen erlösen, daher gehe ich nun zum zweiten Mal ins Graue Land. Hier rufe ich nach Jolee und Juhani. Beide erscheinen fast sofort, trotz meiner Verkleidung erkennt mich Jolee. Beide Jedi verzeihen mir, da sie spüren wie sehr ich alles bereue. Sie durchschreiten beide gemeinsam das Tor und sind verschwunden. Ich kehre in meinen Körper zurück, es ist anstrengend dort zu verweilen. Dann genau zahn Minuten später taucht einer der Offiziere auf, wo der andere ist weiß ich nicht. Irgendwoher kenne ich ihn, aber ich weiß nicht woher. Es ist mir egal, soll er doch mir bekannt vorkommen. Er bedroht mich nichtm aber er hat die Betäubungshandschellen dabei, ich sage ihm, dass er sie nicht braucht da ich freiwillig mitkomme.

    Republikanisches Schiff
    Jetzt sitze ich erneut in dieser Energiezelle, aber ich will nicht mehr fliehen, zu lange bin ich schon weggelaufen vor meiner Vergangenheit. Damit ist jetzt aber Schluß und ich erwarte mein Schicksal, was auch immer das sein mag. Man hat mir wenigstens meinen schwarzen Mantel gelassen, so kann ich mich darunter verstecken und so verbergen wer ich wirklich bin. Ich spüre das jemand draußen steht und nicht weiß was er tun soll, aber einer der beiden Offiziere, die die mich durch die halbe Galaxis gejagt haben, kommt herein. "Wisst ihr wer ich bin?", werde ich von ihm angesprochen. Ich schaue hoch und sehe ein jungenhaftes Gesicht, es kommt mir bekannt vor, aber wer er ist weiß ich immer noch nicht. "Nein, denn es ist mir egal wer Sie sind", antworte ich. Er aber tut etwas sehr Ungewöhnliches, denn er dreht sich um und schaut zu jemanden den ich nicht sehe, dann schaut er mich wieder an und meint: "Ich bin Dustil Onasi." Jetzt erinnere ich mich wieder als wäre es gestern gewesen. Ich hatte diesen verbitterten Jungen, zusammen mit seinen Vater, geholfen sich ein neues Leben aufzubauen und sich von dem Pfad der Sith abzuwenden. Da hab ich noch nicht mal geahnt wer ich wirklich war. Ich aber antworte Dustil: "Tut mir leid, der Name sagt mir nichts." Ich will mich nie wieder an meine Vergangenheit erinnern und besonders der Name Onasi bereitet mir seelische Schmerzen. Es zerreißt mir das Herz wenn ich an Carth denke, aber ich darf nicht mehr an ihn denken geschweige denn sehen, ansonsten weiß ich nicht wie ich reagieren werde. Jetzt fragt er mich weiter nach meinen Namen und ignoriert meine Eiseskälte, die ich bewusst heraufbeschworen habe. Und ich antworte ihm: "Namen bedeuten Macht, das müsstet Ihr eigentlich wissen." Er wirkt erstaunt und fragt: "Woher kennen Sie diesen Satz?" "Vor langer Zeit war ich mal Schülerin in der Sith-Akademie auf Korriban so wie Ihr." Dann sagt er etwas in der alten Sprache der Sith. (Er hat meine Tätowierungen auf meiner Hand gesehen wo drauf steht: "Ich bin die Dunkelheit, wo kein Licht scheint." und "Mein Leben verlor ich und wurde neu geboren." Diese Tätowierungen erhielt ich als der Sith-Lord Revan. Sie verschwanden, aber als ich durch den Jedi-Rat eine Gedächtniswäsche bekommen hatte und dem Licht diente. Erst als ich meinen Thron und den Titel sowie mich erneut der dunklen Seite angeschlossen hatte, tauchten sie wieder auf.) Dann fragte mich ob ich diese Kette kenne, die ich dummerweise auf Manaan verloren hatte. Ich belüge ihn und sage: "Nein." Er schaut mich wissend an und meint: "Sie gehörte einer Frau namens Ashara." Mein Alter Ego, wie lange ist es schon her das ich diesen Namen gehört habe. Auch die Erinnerungen an die Kette kommen wieder. Carth schenkte sie mir als wir gerade auf Manaan waren und nach der Karte suchten. Diese Kette war ein Geburtstaggeschenk und vielleicht auch mehr. Nein, ich will nicht. Ich will mich nicht erinnern. Wann hört das endlich auf? Ich ertrage diese Erinnerungen nicht mehr. Ich versuche diese Erinnerungen zu verdrängen und meine eiskalt: "Ich habe sie umgebracht." "Und warum?" "Das ist meine Sache." Meine Erklärung reicht ihm, er geht und lässt mich alleine, endlich. Ich begrüße dieses sehr.

    Zwei Tage später taucht jemand auf, denn ich hier am wenigstens erwartet habe. Ich hoffe nicht, dass er mich erkennt. Wie den auch? Er steht vor meiner Zelle, ich spüre seine Trauer, Verzweiflung und Pflichtgefühl. Er spricht kein Wort, aber er versucht herauszufinden wer unter diesen Mantel steckt. Aber er findet es nicht heraus und geht wieder ohne ein Wort gesagt zu haben. Oh, Carth wie sehr vermisse ich dich, aber es darf nicht sein, zu sehr habe ich dein Leben durcheinander gebracht und dich verraten. Ich atme tief durch und entschließe mich erneut ins Graue Land zu gehen und noch jemanden zu erlösen und zwar Bastila. Ich stehe jetzt hier und rufe nach Bastila Shan. Sie kommt und erkennt mich. Verzeiht sie mir? Bastila war wie ich ein Opfer des Jedi-Rates und beide haben wir verloren. Bastila umarmt mich und verzeiht. Sie weiß, dass ihr Tod, die einzige, logische Wahl gewesen war und so geht auch sie gelassen durch das Tor. Vorher sagte sie zu mir: "Liebe ist immer noch in ihm und er verzehrt sich so sehr nach dir." Fast dieselben Worte wie sie auch Mission benutzt hatte. Jetzt verstehe ich was sie beide gemeint haben, aber ich glaube nicht, dass er mich nach diesen riesigen Verrat, den ich angezettelt habe, noch liebt oder verzeihen würde, dafür habe ich ihn zu sehr verletzt.

    Es ist fast eine Woche vergangen und ich werde gut behandelt. Auch Carth kommt mich wieder besuchen. Seine Stimme, ich vermisse sie so sehr, klingt kontrolliert, keine Gefühle sind herauszuhören. Sie klingt nicht so wie auf der Ebon Hawk, wie er mir mit einer glücklichen Stimme eine Zukunft mit ihm angeboten hatte, ein Leben voller Liebe. Jetzt bleibt ihm wahrscheinlich nur noch der Hass auf mich bzw. Revan, schätze ich. "Warum haben Sie Ashara getötet?" Erst will ich nicht antworten, aber er verdient eine Antwort und so sage ich: "Ich habe sie aus Rache getötet." Die einzige logische Antwort eines Sith. Jetzt will er wissen warum ich sie aus Rache getötet habe. Meine Stimme wird richtig kalt: "Warum wollen Sie das wissen? Lasst mich in Frieden oder tötet mich." Er geht mit traurigen Schritten hinaus. Mein Leben liegt in seiner Hand. Erst hatte er mir auf Taris das Leben gerettet, dann habe ich mich viele Male revanchiert. Und zwei Mal schenkte ich ihm das Leben obwohl ich ihn hätte töten können. Ich wünschte er würde mir den Tod gewähren, damit ich diese Gefühle nicht mehr spüren muss.

    Dann werde ich aus meiner Energiezelle gelassen und ich frage mich warum? Was haben sie vor? Das Warum offenbart sich im Konferenzraum. Carth, jetzt Admiral der Republik; steht am Fenster und schaut zu den Sternen. Ich setze mich in einen der Stühle und warte was passiert. Er erklärt mir, dass die Republik meine Hilfe braucht. Ich fange an zu lachen, ich kann gar nicht anders und schon gar nicht aufhören. Er dreht sich um und wirft mir böse Blicke zu. Wenn er wüsste, dass ich Revan wäre. Ich glaube nicht, dass die Republik um meine Hilfe bitten würde. Ich bekomme endlich mein Lachanfall in Griff und frage: "Warum braucht die Republik meine Hilfe? Und das von einem Sith?" Er beginnt mir zu erklären, dass es beunruhigende Anzeichen dafür gebe und die Sith erneut zurück kehren würden. Und seitdem Revan verschwunden sei, sei ich die einzige Wahl. Dafür würde ich meine Freiheit zurückbekommen und dass er für mich verantwortlich sein würde. Hatten wir das nicht schon einmal? Ich muss mich erneut beherrschen, um nicht erneut in einen Lachanfall zu verfallen. Ich sehe sein trauriges Gesicht während er auf eine Antwort meinerseits wartet. Ich liebe ihn so sehr und kann es nicht sehen wenn er leidet. Daher stehe ich auf, gehe zu ihm und meine: "Ich werde Euch ein einmaliges Geschenk geben." Er schaut mich fragend an aber ich setze mich auf den kalten Fußboden in den Schneidersitz und er tut es mir nach. Ich sage ihm, dass er die Augen schließen und alle störenden Gedanken beiseite schieben soll, er tut es ohne die Anweisung in Frage zu stellen. Vielleicht denkt er, dass ich ihn zu meinen Alter Egon Ashara bringe aber das ist es nicht. Wir stehen im grauen Land und er fragt mich wo wir sind und ich erkläre es ihm. Danach sage ich ihm, dass er nach seiner Frau rufen soll, dies sei mein Geschenk. Er tut es und ruft nach Marisela Onasi. Wir stehen lange hier und dann erscheint sie: Eine wunderhübsche, langhaarige blonde Frau mit grünen Augen. Nun erkenne ich sie, denn sie war es die auf Telos nach Erlösung gerufen hatte, die sie nun bekommen wird. Wäre mir Marisela im wahren Leben begegnet wäre ich vielleicht eifersüchtig geworden aber jetzt? Nein, für mich gibt es kein Glück und keine Gefühle mehr. Marisela erkennt Carth. Sie umarmen sich und führen ein langes Gespräch, worüber sie sprachen weiß ich nicht, da ich weit entfernt stand, um ihnen ein bißchen Privatsphäre zu lassen. Als wir sie dann, nach Ende des Gespräches zum Tor begleiteten, hörte ich wie sie sagte: "Finde die Frau, die du liebst. Versöhne dich mit ihr und gib ihr eine Chance." Er wirkt traurig als Marisela durch das Tor geht, aber so ist nun ihre Aufgabe endlich erfüllt. Als wir wieder in unseren Körpern sind, bedankt sich Carth bei mir.

    Coruscant
    Ich habe der Republik meine Hilfe zugesagt aber ihnen immer noch nicht gesagt wie mein Name lautet. Etwa einen Monat später kann ich meine Gefühle nicht mehr aushalten, sie überschwemmen mich praktisch. Das kann ja auch nur kommen wenn er dauernd hier in meinen Senatorenquartier, welches man mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, ist und mit mir über verschiedene Dinge redet. Meist aber begleite ich ihn während er auf den Schiffen zu tun hat. Ich denke darüber nach mich nach so langer Zeit nun endlich zu offenbaren wer ich wirklich bin. Wenn er mich nach dieser Enthüllung hasst, dann weiß ich auch nicht weiter und werde wahrscheinlich aus Liebeskummer sterben.

    Es ist Abend und ich stehe auf dem Balkon und genieße den Sonnenuntergang von Coruscant. Ich spüre wie er durch den Empfangsbereich geht und hinter mir stehen bleibt. Nun ist der Zeitpunkt gekommen und ich nehme meine Kapuze ab und drehe mich um. Und was macht Carth? Er schaut mich mit einen so wissenden Blick und einen glücklichen Gesicht an, das habe ich lange nicht bei ihm gesehen. Dies macht mich jetzt aber stutzig. Er sieht mich an als ob er gewusst hatte wer sich unter diesen Mantel versteckt hatte. Kein Wort fällt zwischen uns, Worte zwischen uns beiden sind auch nicht nötig. Ich wurde schon wieder reingelegt, denn wenn ich jedes Mal denke, dass ich schlauer bin, wird alles durchkreuzt. In diesem Fall bin ich irgendwie froh darüber, denn ich habe Carth wieder. Wir haben uns ausgesprochen und wir verziehen uns gegenseitig. Ich habe ihn gefragt woher er gewusst habe, dass ich es bin. Seine Antwort überraschte mich doch tatsächlich, denn ich habe mich selber verraten. Da ich wusste durch wen seine Frau gestorben war und er hat es auch irgendwie gespürt, dass er mich kenne. Ich weiß, dass er zwar jemand ist indem die Macht vorhanden ist, aber sich latent verhält und dadurch ist ja sein Sohn machtsensitiv. Dustil ist froh, dass sein Vater die Liebe wieder gefunden hat und behandelt mich wie eine Schwester.
    Aber beide wissen nicht, dass ich nicht bleiben kann, so gehe ich nach knapp anderthalben Jahren weg, nicht ohne an Carth eine Nachricht zu hinterlassen. Nur T3 und HK-47 werden mich begleiten. Ich habe Carth darum gebeten das er die Republik stärken soll und warten möchte. Ich glaube ein persönlicher Abschied wäre uns beiden sehr schwer gefallen und es hätte in Tränen enden können. Vielleicht sehen wir uns irgendwann wieder aber ich glaube nicht daran.

    Ende

    Neu-Zeit / Jedi-Archiv
    Die Jedi-Ritterin wischte sich die Tränen aus den Augen, als sie das Datapad weglegte. Diese Geschichte war so romantisch und zeigte auch, dass das Böse sich noch einmal um entscheiden kann. Die Jedi-Ritterin beschloss das Datapad nur den höchsten Jedi-Meistern zugänglich sein sollte.
    Die Geschichte um Revan und Carth aber war nur eine Legende.
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