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Alien Genesis

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  • Alien Genesis

    Hier mal eine Kurzgeschichte, die ich vor gar nicht langer Zeit geschrieben habe.
    Eure Meinung über Schreibstil und andere Kritik sind gern gesehen.

    Wie unschwer zu erraten spielt die Story im alien universum und Zeitlich zwischen Teil 2 und 3.
    Da ich nicht weis, auf wie viele Zeichen ein Beitrag hier im Forum begrenzt ist, werde ich es auf drei Teile aufteilen.

    Teil 1:
    Alien Genesis

    Bericht Nummer C23062180-1025
    Sgt. Catalina Dosantos (A12/TQ3.0.42336E8)
    Im Orbit um Planet Harpers Rock (Gamma-Thausis 2)

    Mein Geist weigert sich noch immer, die Ereignisse der letzten zwei Tage zu verstehen und ich hoffe, dass dieser Bericht meine Gedanken ordnen wird. Auch wenn es möglich ist, dass er niemals gelesen wird, hilft er mir, den Verstand nicht völlig zu verlieren.
    Mir blieben sonst nur noch die Dekompression und das süße Versprechen des Todes, welches in dieser Situation verlockender den je erscheint.
    Ich befinde mich an Board des Landungsboots Jiminy und weis nicht genau, wie lange die Energievorräte noch halten werden, aber die Anzeigen verheißen nichts Gutes. Unser Raumschiff, die Damokles, ist auf den Planeten Harpers Rock gestürzt, bevor ich es erreichen konnte und somit ist eine Rückkehr zum Corps ausgeschlossen.

    Es begann vor vier Wochen als unsere Einheit den Marschbefehl bekam, eine kleine Gruppe von Archäologen zu einem weit entfernten Planeten zu begleiten. Somit war unser Landurlaub bis auf weiteres gestrichen, der nach dem Einsatz auf Epsilon Eridani doch dringend nötig war. Die Stimmung bei der Mannschaft litt deutlich unter diesem Befehl und als ich Captain Pierce bat, er solle sich dafür einsetzen, dass ein anderes Platoon diesen Auftrag übernehmen sollte, konnte ich mir eine üble Zurechtweisung über das wünschenswerte Verhalten eines Marines anhören. Er war ein guter Offizier und hatte uns erfolgreich durch zahllose Missionen geschickt und bis auf einen Unfall hatten wir immer alle überlebt. Aber seine Loyalität gegenüber dem Corps übertraf alles und eine Infragestellung eines Befehls kam bei ihm einer persönlichen Beleidigung gleich. Auch das Argument, das wir derzeit ohne Androidenberater operieren mussten, konnte seine Meinung nicht ändern.
    Doch es würde wieder bei mir liegen, die Beschwerden und Fragen im Keim zu ersticken, wie es die Aufgabe eines guten Sergeants war. Obwohl es eine gute Truppe war.
    Viele von uns waren schon beim Tientsin Konflikt dabei und ich kannte meine Kameraden bereits besser als meine eigene Familie. Irgendwie beunruhigt mich dieser Gedanke im Nachhinein doch wenn man so viel Zeit mit Personen verbringt und so viele Ddinge miterlebt hat, so schweißt dies enorm zusammen.
    Selbst als Captain Pierce bei der ersten Einsatzbesprechung berichtete, worin unser Auftrag bestand, konnte sich niemand erklären, warum ein komplettes, kampferprobtes Platoon von Colonial-Marines bei einer archäologischen Ausgrabung Kindermädchen spielen sollte. Wenn schon unser Landurlaub gestrichen war, dann wäre er besser bei den Aufständen auf Procyon aufgehoben gewesen. Doch ich behielt meine Gedanken für mich auch wenn ich erkennen konnte, dass jeder von uns so oder Ähnlich dachte. Aber der Befehl kam von der Kolonialen Administration und wurde mit höchster Priorität betrachtet.
    Der Abflug von unserer Basis im Jupiter Orbit war für den 28.05.2180 um17:00 Uhr SEZ geplant. Doch da sich das Team der Wissenschaftler noch nicht an Board der Damokles befand musste dieser Termin verschoben werden. Captain Pierce nutze diese Zeit für ausführliche Übungen und Materialprüfungen bis die Mannschaft bereits Anfing, aufeinander loszugehen. Sergeant Foster konnte nur mit Mühe einen Streit zwischen den Soldaten Reed und Corbin verhindern bevor der Captain davon erfuhr. In einem privaten Augenblick gestand mir der Offizier dann jedoch auch, dass er kein gutes Gefühl bei dieser Mission hatte und seine Vorahnungen hatten uns schon mehrmals vor dem Schlimmsten bewahrt.
    Die Ankunft der drei Wissenschaftler verschärfte die Situation noch mehr, als einer der Mitglieder meinte, einen Colonial Marine zum Kofferträger degradieren zu können.
    Der Soldat Reed war in der Vergangenheit schon öfter durch sein aufbrausendes Temperament aufgefallen und dieser herablassende Ton und die eine oder andere Bemerkung über die Hygiene des Soldaten brachten das Gemüt von Reed endgültig aus den Fugen. Bevor jemand reagieren konnte, brach Reed dem Mann mit einem gezielten Schlag die Nase und schickte ihn damit ins Land der Träume.
    Ich erinnere mich an einen Landurlaub, bei dem er sich bei einer Schlägerei gleich mit 5 Farmern angelegt hatte. Dabei waren seine Gegner allesamt im Krankenhaus gelandet. Soldatt Reed hätte es bereits sicherlich zum Sergeant geschafft, wenn sein Temperament nicht bei seiner Karriere im Weg gestanden hätte. Im Kampf konnte sich dieses Temperament jedoch als äußerst nützlich erweisen. Es war immer Corporal Suhalan, der ihn vor den schlimmsten Dummheiten bewahren konnte, doch auch dieser konnte diesmal nicht schnell genug reagieren. Ich schickte Reed bis zum Abflug in eine Zelle und befahl den Anderen bei der Verladung der Ausrüstung behilflich zu sein. Captain Pierce hatte seine Mühe damit, dem Leiter der Mission, einen gewissen Doktor Christopher Quinn, verständlich zu machen, dass weitere disziplinarische Maßnahmen nach der Mission ausschließlich durch das Marine Corps durchgeführt werden.
    Etwa gegen 21:15 Uhr SEZ waren wir dann bereit zum Abflug, sodass Captain Pierce den Befehl gab, den Kurs zu programmieren und uns alle in die „Kryosärge“ schickte.
    Der Vorteil am Hyperschlaf ist der, dass er neben den Körperzellen auch die Gemüter abkühlt.
    Die Nase von Doktor Langley hatte in den drei Wochen genug Zeit, um zu heilen und er traute sich in Gegenwart von Reed nicht mehr, eine große Klappe zu riskieren.
    Ich persönlich hatte schon immer Probleme mit dem Kälteschlaf; genauer gesagt mit dem Aufwachen, und so kommt es nicht selten vor, dass ich als letztes aus der Kabine steige. Es scheint so, dass die verabreichten Medikamente, die den Aufwachvorgang auslösen, bei mir nicht richtig wirken. Auch die übliche Euphorie, die ein bekannter Nebeneffekt dieser Medikamente sind, konnte ich niemals verspüren. Meine Kameraden waren jedoch, wie üblich nach dem Aufwachen, in einer lockeren Stimmung und zogen sich mit den üblichen Sticheleien auf. Ein Bild, das man bestimmt bei fast allen Raumfahrern in dieser Situation sehen kann.
    Es tat mir schon fast Leid, diese Stimmung zu unterbrechen und alle zum Frühstück zu schicken und nicht wieder in der Umkleide herumzutrödeln. Ich habe mich mit der Zeit damit abgefunden, als Nummer Zwei im Platoon immer diejenige zu sein, die diese Augenblicke zerstören muss. Ich trieb sie an, sich zu beeilen, da in zwanzig Minuten eine Besprechung angesetzt war, wie ich einer Notiz von Pierce entnehmen konnte.
    Wir fanden Captain Pierce und das Team der Wissenschaftler in der Messe vor und während wir mehr oder weniger gesittet unser Frühstück einnahmen, sollten wir endlich den Grund für unsere Reise erfahren.
    Wieder Erwarten war es die kleine, adrette Japanerin Dr. Makoto Mihara, die sich an uns wand.
    Vor vier Jahren war der Planet Gamma Thausis 2, in dessen Orbit wir uns nun befanden, von der kolonialen Administration zur Besiedelung frei gegeben worden. Der Planet und die Kolonie wurden von den Siedlern Harpers Rock getauft. Seinen Namen verdankte dieser ort seiner kargen Vegetation. Der Planet hat keinen richtigen Ozean und ist dafür von zahlreichen Seen übersäht, die für eine atembare Atmosphäre sorgten. Zusammen mit den dünnen Wolken, die sich trage um die Achse des Planeten wandten sah er aus wie eine marmorierte Murmel.
    Wenn sich der Planet näher an den Kernsystemen befunden hätte, so wäre an einem solchen Ort sicherlich schon eine gewaltige Kolonie mit mehreren tausend Siedlern entstanden. Auffällig war nur die außergewöhnlich geringfügige Fauna des Planeten. Es wurde in den vier Jahren kein Organismus gefunden, der größer als ein Maikäfer war, wie Doktor Mihara ausführte. Trotzdem verfügte Harpers Rock nach ersten Erkenntnissen über ausgezeichnete Ressourcen und war somit bereits mit ca. 1500 Kolonisten bewohnt gewesen. Erste Erkenntnisse zeigten ein gutes Potential für Agrarmaßnahmen und die Tiefenbohrungen zeigten sowohl Spuren von Fossilen Brennstoffen und größeren Erzvorkommen. Aus der Sicht des Omnitech - Konzerns, der diese Kolonie finanziert hatte, musste dies der Jackpot sein.
    Es sah nach einem einmaligen Glücksfall in der Kolonialgeschichte aus, bis ein Erkundungsteam auf fremdartige Ruinen stieß, die zweifelsohne einen außerirdischen Ursprung hatten.
    An dieser Stelle war ich nicht die Einzige, der der letzte Bissen im Hals stecken blieb. Die Menschheit bereiste seit über 150 Jahren die Tiefen des Weltraums und wir waren bisher noch nie auf irgendwelche Spuren von außerirdischen Intelligenzen gestoßen. Das intelligenteste Tier, was bisher gefunden wurde, waren die Peliagen auf der Wasserwelt Ross 627 gewesen und selbst die waren vielleicht so clever wie eine Sardine. Zumindest waren das die offiziellen Berichte auch wenn ein Gerücht die Runde macht, nachdem der Unfall in der Kolonie Archeron kein technisches Versagen gewesen war. Auch dort, so heißt es, sind Menschen auf eine außerirdische Spezies getroffen aber Einzelheiten sind nicht bekannt. Und nun sollte auf der Kugel unter uns endlich der Beweis einer außerirdischen Zivilisation sein…
    Die Kolonie wurde vorsorglich evakuiert bis ein Spezialistenteam die Ruinen genauer untersucht hatte und als unbedenklich einstufen würde. Dieser Schritt kam mir etwas drastisch vor und verstärkte nur das ungute Gefühl bei dieser Mission.
    Das Team der Spezialisten, welches diese Ruinen im Sinne der kolonialen Administration als unbedenklich einstufen sollte, stand nun vor uns.
    Dr. Christopher Quinn hatte schon die geheimen Katakomben von Uaxactun entdeckt und galt in Fachkreisen als einer der Besten seines Fachs. Die gedrungene Gestallt und die blasse Haut ließen aber eher darauf schließen, dass er die vergangenen Jahre mehr in einem schlecht beleuchteten Büro verbracht hatte, als mit der Erkundung von versunkenen Ruinen. Aber vielleicht unterlag ich auch einer falschen und veralteten romantischen Vorstellung eines Archäologen. Er machte trotzdem den Eindruck, als ob er genau wusste, was auf ihn wartete und das nervöse hantieren mit einer alten Münze konnte diesen Eindruck nicht mildern.
    Dr. Makoto Mihara war Xenobiologin und hatte ihre berufliche Laufbahn immer bei der Kolonialen Administration verbracht auch wenn sie zweifellos schon diverse Angebote von Konzernen bekommen hatte. Ihr Auftreten wies auf eine zielstrebige Person hin. Ihr Gesicht wirkte wie versteinert und unter dem Makeup war es unmöglich ihr genaues Alter zu erraten. Sie konnte schon Anfang 50 sein oder erst Anfang 30. Der geliehene Kampfanzug wirkte bei ihr irgendwie fehl am Platz. Man konnte sie sich irgendwie in nichts anderen als einem adretten Geschäftskostüm vorstellen.
    Als letztes wäre da noch Doktor Dorian Langley zu erwähnen, der sich von Reed noch immer fern hielt. Er wirkte wie der Typ Mann, die sich nie für etwas anstrengen mussten, um es zu erreichen, da er aus einer besseren Gesellschaft stammte. Aber angeblich besaß er ein außergewöhnliches Talent mit jeder neuen Technologie klar zu kommen die man ihm vorsetzte auch wenn er nicht den Eindruck eines Technikfreaks machte. Die letzten beiden Jahre hatte er in der Waffenentwickelung von Omnitech gearbeitet und ließ es mit dieser Aussage auf sich beruhen. Mit dem Aussehen hätte er jedoch auch Problemlos in der Werbebranche anfangen können.
    Doch all das erklärte immer noch nicht, warum hier die Anwesenheit von Colonial-Marines nötig war. Selbst Walshs Frage danach wurde von Captain Pierce mit der Antwort, dass Marines nur Befehle befolgen sollten, abgeschmettert.
    Als die Wissenschaftler wieder verschwunden waren, gab er Sergeant Foster und mir aber trotzdem den Befehl dafür zu sorgen, dass unser Team bestens vorbereitet auf den Tanz ging. Das bedeutete also mehr Munition als im Protokoll beschrieben mitzunehmen und besonders darauf zu achten, dass die Truppe nichts auf die leichte Schulter nahm. Ich versuchte zu erfahren, warum er so nervös war doch er ging nie genau darauf ein. Nolan Pierce hatte schon mehrere Male bewiesen, dass man sich auf seine Vorahnungen verlassen konnte und hatte dies zuletzt auf dem Mars unter Beweis gestellt.
    Während Sergeant Foster also die Beladung des Landungsboots beaufsichtigte, überprüften Corporal Steiner und ich ein letztes Mal die Einsatzbereitschaft aller Waffen. Nur Reed bestand darauf, sich um seine Smartgun selber zu kümmern.
    Die Aufnahmen, die während der Umrundung gemacht wurden, zeigten die Ruinen an der markierten Stelle. Sie befanden sich am Ausläufer eines mittleren Gebirges in einer Steppenlandschaft. In direkter Nähe war auch eine geeignete Landestelle zu erkennen, sodass wir das APC nicht mitnehmen mussten. Für den Transport der Materialien wurden dafür ein Power Loader und eine AT-Transportplattform mitgenommen.
    Die Vorbereitungen benötigten etwa zwei Stunden und während dieser Zeit war von den drei Wissenschaftlern nichts zu sehen. Sie waren wohl mit ihren eigenen Vorbereitungen beschäftigt. Auch Captain Pierce konnte mir nicht sagen, was sie in dieser Zeit gemacht hatten. Aber Corporal Suhalan behauptete, er hätte Quinn in seiner Kabine beten gesehen.
    Der Start der Jiminy verlief planmäßig am 21.06.2180 um 14:00 Uhr. Trotz einigen Turbolenzen beim Anflug auf Harpers Rock gelang es Corporal Dunhill den anvisierten Landepunkt perfekt anzupeilen, sodass wir um 14:46 auf Gamma-Thausis 2 aufsetzten.
    Dem Standartprotokoll folgend befahl Pierce den Soldaten Walsh und Garza, die Landestelle zu sichern während sich der Rest für die Entladung bereits machte. Die Jiminy sollte für die Zeit der Missionsdauer am Landepunkt warten und versiegelt werden, sobald alles entladen war. Der Landepunkt war weniger als 100 Meter vom Rand der Ruinen entfernt.
    Die Spuren von außerirdischen Zivilisationen hatte ich mir anfangs etwas Spektakulärer vorgestellt. Bei diesen Ruinen handelte es sich um ein rundes Loch in einem Tal, das eher an ein überdimensionales Amphitheater erinnerte. Die Anlage war von Außen betrachtet auch nicht sehr groß. Dreihundert Meter im Durchmesser und an der tiefsten Stelle vielleicht fünfzig Meter unter Erdniveau. Eine breite Rampe führte zu einem rundlichen Eingang dessen Durchmesser etwa fünfzehn Meter betrug. Ich begleitete Pierce, Privat Corbin und die drei Zivilisten zum Eingang während Sergeant Foster dafür Sorge trug, dass die Ausrüstung von der Jiminy zum Eingang der Ruine gebracht wurde.
    Nicht weit hinter dem Eingang veränderten sich die Wände der Anlage und nahmen eine scheinbar biologische Struktur an. Doch Dr. Mihara konnte dies zunächst nicht direkt bestätigen, da sie die Ausrüstung erst zur genauen Bestimmung benötigte. Es sah aus, wie das versteinerte innere eines Tiers, durch das wir uns bewegten auch wenn die Wände sich ein wenig feucht anfühlten. Selbst die Stützbalken hatten die Form einer Knochenstruktur.
    Irgendetwas schien mit diesem Material nicht zu stimmen, denn die versteinerte Fassade der Japanerin bröckelte und wich offener Faszination. Auch wenn wir nicht mit einem direkten Kontakt rechneten, störte es mich, dass Doktor Quinn ununterbrochen diese Entdeckung pries. Was für eine großartige Entdeckung dies sei und wie einmalig in der Geschichte der Menschheit dieser Fund doch sei. Erst als ihm Pierce androhte, ihn in die Jiminy zu sperren, wenn er nicht bald ruhig sei, hielt er den Mund. Bis auf die auffällige Bauweise des Gangs konnte ich keine Spuren oder Rückschlüsse auf die Erbauer erkennen. Wir waren bereits etwa fünfhundert Meter in den Tunnel vorgedrungen als Privat Corbin, der den Weg vor uns erkunden sollte, zurückkam und berichtete, dass sich hinter der nächsten Biegung eine größere Halle befindet. Das Licht unserer Helmbeleuchtung reichte nichts aus, um die Dimensionen dieser Kammer zu bestimmen. Soweit erkennbar, führten nur einige Gänge von dieser Kammer weiter in das Innere des Bergs. Die Ausprägung der biologisch wirkenden Bauweise verstärkte sich an diesem Ort, sodass ich noch mehr das Gefühl bekam, mich im inneren eines Wesens zu bewegen. Irgendwie erinnerte mich die Anordnung dieser Ruine auch die Bauweise unserer Bunkeranlagen, doch ich behielt meine Idee erstmal für mich.
    Pierce entschied, die Ausrüstung in diese Kammer zu verfrachten, den Eingang elektronisch zu sichern und dann ein Basislager in dieser Halle zu errichten.
    Als die Lichtanlage in Betrieb genommen wurde, konnte man die Ausmaße der Halle genauer erkennen. Im Ganzen war die Halle riesig und hatte etwas vom inneren einer Kathedrale. Der sakrale Eindruck wurde allerdings durch die schwarzen Wände, die das Licht zu verschlingen schien, stark gemindert.
    Als das mobile Labor einsatzbereit war, konnte Doktor Mihara das Alter des Materials, aus dem die Wände bestanden, auf ca. 26000 Jahre bestimmen. Sie behauptete, dass das Material dem Ähnelte, was in unserer Androidenproduktion verwendet wird. Nur das dieses Material um einiges Belastbarer sei und dass dies den relativ guten zustand der Anlage erklärte.
    Falls es an diesem Ort jedoch Überreste von fremder Technologie geben sollte, so konnte ich sie nicht erkennen. Doktor Mihara war noch längere Zeit mit der Auswertung der Proben beschäftigt und Doktor Quinn suchte angestrengt nach Spuren der Erbauer. Doktor Langley wiederum beschwerte sich darüber, dass wir die Ausrüstung nicht mit der nötigen Vorsicht behandelten. Dies tat er diesmal allerdings etwas vorsichtiger und in Reeds Gegenwart überhaupt nicht.
    Pierce befahl nach dem Ende der Verladearbeiten die Soldaten Walsh und Deberant zu Wachposten ab, während der Rest von uns sich in drei Teams aufteilen sollte um die nähere Umgebung zu erkunden. Er selber wollte mit Corbin im Lager bleiben um auf die Zivilisten aufzupassen.
    Die Soldaten Steiner, Garza und Herforth sollten mich begleiten als ich mich aufmachte, den Gang zu unserer Rechten zu betreten.
    Auch dieser Tunnel hatte riesige Ausmaße und führte einen endlos wirkenden Kilometer im Halbkreis weiter in die Tiefe. Er mündete in einer gewaltigen Kammer die scheinbar eine kleine Stadt beherbergte. Auch wenn die Gebäude mit den Wänden verwachsen zu sein schienen. Gedämpftes gelbes Licht schien aus diversen Öffnungen in der Decke das allerdings nicht ausreichte um alle Details der Gebäude sichtbar zu machen. Man konnte erkennen, dass schon einige der Gebilde in sich zusammengestürzt war. Selbst als wir in den dunklen Gassen gründlich danach suchten, fanden wir nirgends einen Zugang zu einem der Gebäude.
    Wir hatten uns mittlerweile etwa drei Kilometer durch das Innere dieser Ruinen bewegt und näherten uns langsam dem anderen Ende des Gewölbes. Auf dem Weg dorthin konnten wir immer wieder andere Zugänge zu dieser Höhle entdecken, was darauf schließen ließ, dass es sich bei der Anlage um einen riesigen Komplex handeln musste. Es würde Wochen dauern, ihn komplett zu erkunden.
    Wir wollten uns gerade auf den Rückweg machen, als Sergeant Fosters Team sich aufgeregt über Funk meldete. Die Kommunikation funktionierte auf Grund der Entfernung nicht sehr gut weswegen ich nicht genau mitbekam, was sein Team entdeckt hatte. Ich ging zwar nicht von einem Feindkontakt aus, wollte jedoch so schnell wie möglich zum Lager zurückkehren um Bericht zu erstatten. Zumindest redete ich mir das ein.


    .
    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

    odem schrieb nach 2 Minuten und 49 Sekunden:

    Teil 2:

    Am Lager fanden wir nur den Soldaten Corbin vor, der uns erklärte, dass alle anderen auf einen Außerirdischen gestoßen waren. Er hatte Befehl bekommen, auf die Ausrüstung aufzupassen während sich alle Anderen das Alien ansehen wollten. Der Weg dorthin war nicht sehr schwer zu finden und da ich Captain Pierce sowieso noch berichten musste, was wir entdeckt hatten, hatte ich auch gleich einen Vorwand, meiner Neugier nachzukommen. Da keine Schüsse zu hören waren, konnte ich auch davon ausgehen, dass die Entdeckung nicht sonderlich gefährlich sein konnte. Corbins Gesichtsausdruck verriet, dass er sich das Alien auch gerne mal angesehen hätte doch ich bekräftigte nur noch schnell Pierce’ Befehl bevor ich mich zum Fundort aufmachte. Selbst Walsh und Deberant hatten den Eingang mit automatischen Verteidigungsanlagen gesichert und waren Pierce und den Zivilisten gefolgt.
    Was wir in dieser Kammer vorfanden lässt sich schwer beschreiben, ohne es gesehen zu haben. Als erstes fiel dieses riesige Wesen ins Auge, das mit einer Art Liege verwachsen zu sein schien. Die Liege wuchs wiederum aus einer Apparatur, die vom Boden bis zur zehn Meter entfernten Decke reichte. Viele kleine Lichter zeigten, dass hier noch etwas Elektronik in Betrieb war und Langley kletterte bereits auf halber Höhe des Apparats herum um die dortigen Anzeigen zu untersuchen.
    Das etwa fünf Meter große Wesen sah sehr alt aus, schien aber immer noch etwas Lebendiges in sich zu tragen, auch wenn die verkrusteten Augen geschlossen waren. Lange, weise Haare fielen fettig über die blassblaue Haut der massiven Schultern. Ein Langer Rüssel entsprang zwischen dem überproportionierten Augenpaar und verschmolz übergangslos mit der biotechnischen Maschine.
    Es war von einem schwach schimmernden Stasissperrfeld umgeben welches eine genauere Untersuchung des Aliens vorerst unmöglich machte. Wahrscheinlich wusste es noch nicht einmal von unserer Anwesenheit. Vier weitere Liegen wuchsen Sternförmig aus dem Apparat und bei der gegenüberliegenden Bare konnte man die Überreste eines weiteres Vertreters der Spezies erkennen. Diese zerfielen jedoch zu Staub, sobald man sie berührte.
    Die drei Zivilisten untersuchten die Kammer mit einer an Fanatismus erinnernden Eifer und bemerkten von ihrer Umwelt gar nichts mehr. Jeder redete für sich in ein Diktiergerät um das gesehene zu Protokollieren was von einem unbeteiligten Standpunkt aus sehr lächerlich wirkte. Es war vorauszusehen, dass Reed als erstes einen dummen Kommentar abgeben würde was dazu führte, dass er die Zugänge zu dieser Kammer sichern sollte.
    Mittlerweile war es Doktor Langley gelungen, eine Verblendung zu öffnen um Zugang zu einem Tafel zu bekommen. Er und Quinn versuchten daraufhin, den abgebildeten Symbolen einen Sinn zu entnehmen, was wohl seine Zeit dauern würde, während Doktor Mihara soweit möglich, das Alien analysierte.
    Es dauerte nicht lange, bis Captain Pierce uns zurück zum Lager schickte, da er erkannte, wie hinderlich unsere Anwesenheit bei der Untersuchung war.
    Er stellte den Soldaten Herforth als erste Wache ab und verließ anschließend selbst den Raum.
    Der Befehl zu Bettruhe wurde ausgerufen nachdem ich die Wacheinteilung vorgenommen hatte. Solange die Wissenschaftler in der Stasiskammer arbeiteten sollte ein Soldat dort alle 2 Stunden abgelöst werden. Das Gleiche galt für die Wache im Lager.
    Routiniert wurden die Befehle angenommen und ich war mir sicher, dass sie auch so ausgeführt werden würden. Meine Schicht war wie üblich die Letzte und da ich immer noch ein wenig unter den Nachwirkungen des Hyperschlafs litt, freute ich mich auf eine Mütze Schlaf.
    Ich habe schon unter schlimmeren Bedingungen geschlafen doch an diesem Ort war an einer richtigen Ruhe nicht zu denken. Die dunkle Atmosphäre dieses Orts erinnerte an frühre Kindheitsalpträume. Die wenigen Stunden Schlaf waren durchzogen von schrecklichen Träumen mit Stimmen, die mich anflehten, diesen Ort schnellstmöglich zu verlassen. So wachte ich schweißgebadet mit einem Schreck auf, als der Wachposten der Stasikammer Alarm schlug. Lediglich vier Stunden waren mir als zweifelhafte Pause vergönnt gewesen.
    Nachdem ich mich schnell wieder einsatzbereit gemacht hatte, eilte ich auf das schlimmste gefasst zur Stasiskammer. Dort fand ich den Rest meiner Einheit um ein paar am Boden liegenden Gestallten stehend vor. Es war eine Überreaktion von Corporal Suhalan, der den Soldaten Steiner ablösen sollte, gewesen als er in dieser Kammer angekommen war. Er beugte sich gerade über die am Boden liegenden Körper und konnte leider nur noch den Tot vorstellen.
    Die beiden Leichen von Steiner und Doktor Mihara waren mit schwersten Verbrennungen übersäht, sodass nur noch Fetzen der Marine-Anzüge zu sehen waren. An einigen Stellen war die Haut bis auf die Knochen heruntergebrannt und der Corporal versicherte, dass der Tot schnell eingetreten war. Ich unterdrückte das aufkommende Gefühl der Übelkeit. Immerhin hatte ich schon öfter einen solches und schlimmere Bilder zu Gesicht bekommen. Da Pierce in einer Unterhaltung mit Foster vertieft war schickte ich die gaffenden Soldaten mit scharfen Worten zu auf ihre Posten. Ich beauftragte Corporal Dunhill, sich darum zu kümmern, dass alle Mitglieder unseres Platoons an strategisch wichtigen Positionen ihre Stellung bezogen.
    Noch bevor ich mich an der Besprechung zwischen Foster, Suhalan und Pierce beteiligen konnte, viel mir auf, dass eine weitere Liege belegt war. Ich rief die Drei zu mir und untersuchte die Liege genauer.
    Irgendwie hatte Doktor Quinn es geschafft, eine weitere Stasisliege zum Laufen zu bringen und war nun in dem Apparat gefangen. Auch bei ihm wirkte das Material der Apparatur mit ihm selbst verwachsen zu sein und nur Teile vom Gesicht und Oberkörper waren zu sehen.
    Nach wie vor, war es unmöglich, direkt an die Körper heran zukommen da auch bei Quinn ein schützendes Sperrfeld den Insassen vor äußeren Einwirkungen beschützte. Die fahle Gesichtsfarbe ließ darauf schließen, dass eine längere Verbindung mit der Alientechnologie seinen Tot bedeuten würde.
    Da Langley bis jetzt noch immer fehlte, viel der Verdacht sofort auf ihn. Wir fanden den Wissenschaftler ruhig schlafend in seinem Zelt vor, doch das Wecken dieser Person viel nicht weiter schwer. Wir fixierten ihn auf dem Feldbett um mit Reeds Hilfe ein Verhör zu beginnen.
    Natürlich würde ein Mörder keinen Mord gestehen, doch es gehörte zur Ausbildung eines Colonial Marines, Informationen aus Personen herauszuquetschen. Pierce bevorzugte den Soldaten Reed in solchen Situationen als äußerst praktisches Werkzeug.
    Doch selbst nach einer Stunde von gezielt angebrachten und sicherlich schmerzvollen Methoden beharrte der Doktor auf seine Unschuld und dass er die Drei zu letzt quicklebendig gesehen hatte. Privat Herforth konnte nur bezeugen, dass Langley vor etwa 2 Stunden, kurz nach dem letzten Wachwechsel alleine aus der Kammer gekommen war.
    Dafür erfuhren wir andere interessante Fakten über den Mann.
    Doktor Dorian Langley war ein Agent der Wayland-Yutani Corperation und war erst kurz vor der Reise durch den Konzern in die Mission eingeschleust worden, was auch die Verzögerung bei der Abreise erklärte. Seine Aufgabe war es, die neuen Technologien und deren Möglichkeiten auszuloten und, wenn möglich, einige Proben mit zurück zur Erde zu bringen. Mich überraschte dieses Vorgehen nicht. Immerhin waren schon ganze Konflikte, die mit dem Einsatz des Corps gelöst wurden, durch Streitigkeiten zwischen Konzernen ausgelöst worden.
    Allerdings war die Reaktion von Pierce sehr überraschend. Der sonst so beherrschte Mann fluchte sich die Seele aus dem Leib, bevor er einen massiven Schlag den Vortrag von Langley beendete.
    Hinzu kam, dass dieses Geständnis aus unserer Sicht, seinem möglichen Verbrechen sogar noch ein Motiv gab. Pierce hätte die Mission wohl am liebsten Abgebrochen, wenn Doktor Quinn nicht in Stasis gefangen gewesen wäre und so wie es aussah, war Langley auch der Einzige, der die nötigen Qualifikationen mit sich brachte, ihn aus selbiger zu befreien.
    Gefesselt führten wir Langley also zurück in die Stasiskammer damit er Quinn befreien konnte. In der Zeit, die wir mit dem Verhör verbracht hatten, war unser Sanitäter natürlich nicht untätig gewesen. Die beiden Leichen waren in dunklen Säcken verschwunden und er hatte es geschafft, ein weiteres Panel in der Apparatur zu öffnen. Dahinter verbarg sich ein milchiges Display, das mit weiteren violett leuchtenden Symbolen und Grafiken übersäht war. Obwohl Reed die Gefangen sonst gut festhielt, schaffte der gefesselte Doktor es, sich loszureißen und neben Suhalan zu eilen.
    Anhand von anderen Symbolen in der Kammer waren es Langley und Quinn zwischenzeitlich gelungen, die Bedeutung von einigen der Symbole zu entziffern. So konnte er auch jetzt ein paar Informationen der kryptischen Anzeige entlocken, auch wenn ich seine Deutung offen anzweifelte.
    Seiner Aussage zufolge gingen die Energievorräte, mit denen das Stasissystem betrieben wurde, langsam zu Ende. Da er mit seinen Geräten bereits herausgefunden hatte, dass die Maschine nur über begrenzte eigene Energiereserven verfügte, musste dies bedeuten, dass das Problem bei der zentralen Energieversorgung liegen musste. Ob aber nun die Quelle oder die Zuleitung betroffen war, konnte er ohne genauere Untersuchung nicht feststellen. Und gefesselt schon gar nicht. Aber er war ziemlich sicher, dass die Aktivierung der zweiten Stasisliege die Ursache für den Energieverlust war.
    Da Pierce keine andere Wahl hatte, befahl er Reed, die Fesseln zu entfernen, jedoch sollten er und ich in während der Arbeit strengstens überwachen.
    Langley machte sich sofort an die Arbeit und tippte auf einige Symbole im Display herum. Zwar zeigten die sichtbaren Stasisfelder keine Veränderung, doch dafür erschien plötzlich eine holografische Karte der Anlage mitten im Raum. Pierce und Foster sprangen erschrocken beiseite, da sie sich mitten in der Holografie gestanden hatten und ihre Reflexe schneller reagiert hatten, als es bei einer harmlosen Holografie nötig gewesen wäre.
    Meine Vermutung, dass die Anlage gigantische Ausmaße hatte, bestätigte sich bei der Betrachtung der Karte. Sie erstreckte sich etwa zwanzig Kilometer unter dem Berg und reichte bis zu drei Kilometer in die Tiefe.
    An der tiefsten Stelle blinkte eine Kammer violett auf und Langley war der Meinung, dass es sich dabei um einen Reaktorraum handeln musste. Er meinte, dass wir zwei Optionen hätten. Die eine war, die Energiezufuhr endgültig zu kappen, in der Hoffung, dass die Stasisfelder dadurch kollabierten und somit den möglichen Tot von Quinn riskierten. Wenn er die Anzeigen allerdings richtig deutete, würde dies früher oder später sowieso passieren. Ob es sich dabei allerdings um Minuten oder Tage, wenn nicht Wochen handelte, konnte er so nicht beantworten.
    Die andere Möglichkeit wäre, die Energiezufuhr zu stabilisieren oder vergrößern um somit mehr Zeit zu bekommen, Quinn aus der Apparatur zu befreien, ohne bleibende Schäden zu riskieren.
    Reed war sowieso dafür, diese Hürde mit ein paar gezielten Sprengladungen aus dem Weg zu räumen und konnte von mir mit einer knappen Bemerkung schnell wieder zum schweigen gebracht werden.
    Plötzlich erbebte die Erde leicht unter uns und durch die Gänge konnten wir entfernt hektische Rufe vom Lager aus kommend hören. Pierce, der sich wieder unter Kontrolle hatte bellte einige Befehle in sein Multikom und bekam umgehend einen Bericht. Privat Corbin berichtete, wie sich soeben ein Massives Tor am Eingang geschlossen hatte und selbst eine schwere Stahlkiste die vollständige Abriegelung nicht verhindern konnte. Dunhill versuchte bereits mit dem Power-Loader den Ausgang zu öffnen. Mit einem Seufzer befahl er mir und Reed, weiter bei Langley zu bleiben, während er sich die Sache ansehen wollte.
    Es dauerte keine fünfzehn Minuten, bis er mit dem gesamten Platoon wieder zurück in die Kammer kam.
    Er hatte zuerst vorgeschlagen, den Ausgang mit ein paar Sprengsätzen frei zu räumen, doch Sergeant Foster hatte bereits einige Risse in den Wänden entdeckt wodurch die Gefahr bestand, dass die Anlage über uns zusammenfallen würde, ehe wir entkommen konnten.
    Während wir im trüben Licht der Holografie nach weitere Lösungen suchten, fand Foster jedoch einen weiteren Ausgangauf der Karte, der sich am anderen Ende der Anlage befinden sollte.
    Captain Pierce zögerte nicht lange und teilte uns in drei Teams auf. Er selbst wollte mit Suhalan, Deberant und Garza beim Lager bleiben und auf Quinn aufpassen.
    Foster sollte sich mit seinem Team, bestehend aus Dunhill, Walsh und Corbin, den zweiten Ausgang ansehen während ich mir mit Herforth, Reed und Langley diesen Raum mit der Energieversorgung ansehen sollte.
    Wie üblich ermahnte uns Pierce zu äußerster Vorsicht und halb im Spaß quittierte ich diesen Befehl mit der Antwort, dass schon alles schief gehen wird.
    Kurz bevor unser Team sich dann endlich aufmachen konnten trat jedoch noch Corbin zu uns und bemerkte, dass eines der blinkenden Zeichen unserem Symbol für Explosion ähnelte und Langley wohl auch im Selbstgespräch etwas von einer Detonation gemurmelt hatte. Warum er dies nicht auch uns anderen mitgeteilt hatte, konnten wir auf die schnelle nicht erraten. Wenn die Sicherheitsprozeduren jedoch nach ähnlichen Kriterien wie bei uns entwickelt worden waren, würde dies möglicherweise eine drohende Selbstzerstörung bedeuten. Und da wir weder sagen konnten, ob dies der Fall war und wenn ja, wie lange wir noch Zeit hatten, ermahnte Pierce uns zur Eile. Jedoch bestand er auf eine kurze Zwischenmeldung alle zehn Minuten oder falls wir auf weitere Entdeckungen stoßen würden. Allerdings war dieser Begriff angesichts unserer Lage absurd.
    Mein Team machte sich also auf, einen Weg durch die fremdartigen Katakomben zu finden. Die Holografische Karte zeigte uns dabei nur eine grobe Richtung.
    Nach etwa zweieinhalb Stunden war die Anspannung immer noch deutlich zu spüren und so erschrak ich regelrecht, als ich Sergeant Foster über das Multikom hörte.


    .
    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

    odem schrieb nach 49 Sekunden:

    Teil 3:

    Er war auf seiner Route in einer Art verschlossenen Labor gelandet und dort auf einen weiteren Organismus gestoßen. Auch dieser war in Stasisfeldern gelagert, jedoch unterschied er sich wesentlich von dem bisher gefundenen Alien. Er beschrieb sie als eiförmige Gebilde von denen einige in mit einer klaren Flüssigkeit gefüllten Behältern lagerten. Andere wurden offen in einem Stasisfeld gelagert. Überall in dem Labor lagen merkwürdige Gerätschaften und Pläne auf vergilbten Folien zu sehen waren. Das Labor erinnerte wohl an die Androiden – Laboratorien, wie wir sie auf bei Einsatz auf der Barnard Station vorgefunden hatten. Einige der verwitterten Folien zeigten zweibeinige Kreaturen, die an diesem Ort wohl regelrecht konstruiert wurden. Noch während Foster berichtete hörte ich, wie Walsh im Hintergrund von etwas Beweglichen in den Eiern sprach, die nur durch einen bläulichen Schimmer angeschirmt waren. Eines davon schien sich wohl auch gerade zu öffnen. Die Funksprüche wurden nun immer hektischer, sodass ich im Einzelnen nicht heraushören konnte, was dort vor sich ging. Der Funkspruch endete abrupt und wurde mit einige Schüssen begleitet. Ich versuchte noch, direkt mit einem aus Fosters Team Kontakt aufzunehmen, doch ich bekam keine Antwort. Reed wollte sich schon auf den Weg zurück machen, doch ich wollte zuerst beim Captain über das weitere Vorgehen nachfragen.
    Pierce bestand darauf, dass wir zunächst unsere Aufgabe erledigten, bevor wir zum Rest des Teams stoßen würden. Er selbst wollte der Sache mit Deberant nachgehen. Immerhin waren wir bis jetzt auf nichts gestoßen, was einem Colonial Marine gefährlich werden konnte und das schlimmste, was er erwartete, war ein Unfall.
    Ich führte unser Team also weiter durch die dunklen Gänge bis wir unser Ziel erreichten.
    Der Raum war kreisrund und die Apparaturen wirkten auf mich genauso fremdartig, wie alles andere dort unten. Eine riesige Maschine beherrschte einen Großteil des Raums, doch wie eine zentrale Energieversorgung sah es nicht aus. Einige transparente Kolben waren Sternförmig in die Apparatur eingelassen doch diese waren allesamt leer. Langley begann umgehend mit der Untersuchung der Maschine und erklärte, dass es sich hierbei um eine Art Fusionsreaktor handelte nur das die externe Energiezufuhr annähernd erschöpft sei. Dabei handelte es sich wohl um eine lithiumhaltige Flüssigkeit mit denen die Kolben gefüllt sein sollten. Das Energieproblem würde also gelöst sein, wenn wir noch gefüllte Kolben finden würden oder die entsprechende Flüssigkeit. Allerdings gehörte das nicht zu unserer Standartausrüstung und ich fragte brüsk, woher wir das nehmen sollten.
    Eines war jedoch klar. Würden wir nicht bald etwas von der Flüssigkeit auftreiben, würde die Energie innerhalb von Stunden endgültig versagen und ob Notsysteme nach all der Zeit noch einsatzbereit waren, war die große Frage.
    Wir fanden in einem benachbarten Raum größere Kisten in denen die Reste von einigen Kolben lagerten. Doch erst nach gründlichen Suchen fanden wir noch eine Kiste, die einen intakten Kolben beherbergte. Mit vereinten Kräften schafften wir es, den schweren Kolben unbeschadet in eine der Halterungen an der Maschine zu hieven.
    Noch während Langley herauszufinden versuchte, wie man die Flüssigkeit dem System zuführen konnte meldete sich Pierce über Funk bei mir. Er hatte Fosters Team in dem Labor gefunden, aus dem er sich zuletzt gemeldet hatte. Sie lagen alle Bewusstlos in dem Labor und ließen sich nicht aufwecken. Irgendwelche Anzeichen von Verletzungen waren nicht zu sehen. In der Nähe der Personen lagen spinnenähnliche Wesen, die jedoch auch kein Zeichen von Leben zeigten. Da sein Team schneller im Labor sein würde ,als unseres wollte er sich selber um den Transport der Soldaten kümmern und befahl uns, dass wir schnellstens hier unseren Auftrag erledigen sollten um uns dann umgehend zurück zur Stasiskammer zu begeben.
    Mir entging nicht der gestresste Unterton in seiner Stimme die verriet, dass ihm die Situation langsam aus den Fingern glitt. Ein Szenario, das für jeden Offizier und für Pierce im Besonderen ein Alptraum war.
    Glücklicherweise schaffte es Langley, sich langsam mit der biotechnischen Natur dieser Technologie vertraut zu machen. So schafft er es kurz nach Ende des Funkspruches, ein Ventil zu öffnen, woraufhin man erkennen konnte, wie die Flüssigkeit in die Maschine gepumpt wurde. Einige Lichter an der Maschine leuchteten daraufhin auch heller, was bedeuten musste, dass unser Plan funktionierte. Doch dieses Erfolgserlebnis wurde schnell unterbrochen, als an dem Reaktorring überall violette Warnlichter aufblinkten und ein merkwürdiges Geheul die Halle durchdrang.
    Langley fing an zu fluchen und packte schnell seine Sachen zusammen und machte sich daran den Raum zu verlassen. Als ich ihn aufhielt und nachfragte, was das alles zu bedeuten hatte, gestand er mir, dass sein Plan wohl nach hinten losgegangen sei.
    Auf meinen verständnislosen Gesichtsausdruck verriet er mir, wo das Problem lag.
    Zwar hatten wir nun theoretisch wieder volle Energie bis die Flüssigkeit erschöpft sei, was nach seiner Einschätzung viele hundert Jahre sein konnten. Doch nach all der Zeit musste etwas mit der Flüssigkeit passiert sein, sodass sie den Reaktor nun beschädigte
    Wenn die Maschine allerdings wie unsere Fusionsreaktoren funktionierten, wurde ein Ausfall lediglich den Fusionsprozess unterbrechen und die Maschine unwiderruflich zerstören. Doch da es sich hier um eine außerirdische Abwandlung handelte, war er nicht sicher, ob uns die Anlage nicht auch gleich um die Ohren fliegen würde. Außerdem konnte er nicht sagen, wie lange der Reaktor noch durchhalten würde. Wir waren wohl wieder in einem Zeitfenster gelandet, das Stunden und nicht Jahre umfasste.
    Ich befahl also, uns schnellstmöglich zurück zu Basis zu begeben. Dies berichtete ich auch über Funk Captain Pierce und eine schlechte Vorahnung überkam mich, als ich keine Antwort bekam. Auch sonst konnte ich niemanden von den anderen Marines erreichen. Ich versuchte mein Team zu beruhigen in dem ich erklärte, dass sie vermutlich mit dem Transport der Verwundeten beschäftigt waren und deshalb nicht antworten konnten.
    Der Rückweg gestallte sich etwas schneller und wegen der allgemeinen Unruhe rannten wir beinahe zurück zum Lager und mussten uns nur wegen Langley zurückhalten. Er war zwar durchaus athletisch, konnte jedoch nicht auf die Kraftreserven zurückgreifen, die wir uns im Laufe der Jahre antrainiert hatten.
    Aufgrund der merkwürdigen Architektur der Anlage viel es mir schwer, die zurückgelegte Entfernung einzuschätzen. Jedoch kam mir der Rückweg viel länger vor, als der Hinweg.
    Als ich mich kurz an einer Kreuzung orientieren musste und meinem Team, vor allem Langley, eine Verschnaufpause gönnte, wurde Herforth plötzlich von etwas in einen Spalt in der Wand gerissen. Eben hatte er noch an der Wand gelehnt und sich einen schluck Wasser aus seiner Feldflasche gegönnt. Die Spalte war gerade groß genug, das ein Mensch hindurchpasste und ich folgte mit der Waffe im Anschlag in dieses Loch.
    Außer seinem Helm und einer großen Blutlache konnte ich jedoch keine Spuren von Herforth entdecken. Doch bei dieser Menge Blut war es unwahrscheinlich, den Soldaten noch lebend zu finden, ganz davon zu schweigen, dass wir keine Ahnung hatten, mit was wir es hier zu tun hatten. Es machte mich noch nervöser, weiterhin keinen Kontakt zu Pierce oder Foster, noch irgendjemand Anderen über Funk zu bekommen. Es kostete mich alle Mühe nicht die Fassung zu verlieren.
    Wieder zurück im Gang drückte ich Langley meinen alten Revolver in die Hand und erklärte Reed, dass er bei allem, was nicht menschlich war, Schusserlaubnis habe. Im Lager würde ich dann, Befehl hin oder her, der Ausgang frei sprengen und von diesem verdammten Ort verschwinden.
    Das Gefühl verfolgt zu werden, verdichtete sich, je näher wir uns dem Lager näherten.
    Ich wünschte mir, wir hätten ein paar Motiontracker mitgenommen, doch dies schien aufgrund der verlassenen Anlage ja nicht notwendig gewesen zu sein, auch wenn sie ordentlich verstaut in Kisten im Lager warteten.
    Wir waren schon fast wieder zurück als sich in einer großen Halle diese Ding zeigte. Ein schwarzhäutiges Etwas kauerte auf einer Balustrade über dem Tunnel, der zurück zur Basis führte. Ich konnte in dem schummrigen Licht lediglich ein breites Grinsen voller Spitzer Zähne erkennen, über dem sich ein glatter Schädel ohne erkennbare Augen erstreckte.
    Zäher Geifer, der sich in langen Fäden auf den Boden ergoss, troff aus seinem Maul während es uns hasserfüllt anstarrte. Unvermittelt setzte es zu einem Sprung an. Reed hatte schon beim ersten Anzeichen der Kreatur seine Smartgun auf das Ziel ausgerichtet und trotz Schussbefehl gezögert. Doch nun erwachte die Waffe mit einem infernalischen Getöse zu leben und pumpte mit Hochgeschwindigkeit Uran in das Vieh.
    In Einzelteilen schlugen die Reste der Kreatur auf dem Boden auf. Dabei flog ein größerer Spritzer des gelblichen Bluts auf Langleys Stiefel und fraß sich wie eine starke Säure blitzschnell durch das Gewebe. Der Wissenschaftler schrie schmerzerfüllt auf und bracht auf der Stelle zusammen. Wir hatten keine Zeit, uns um den ohnmächtigen Mann zu kümmern, denn ein weiteres dieser Wesen zeigte sich am anderen Ende der Halle.
    Ohne zu zögern warf sich Reed den bewusstlosen Mann über die linke Schulter und rannte zurück zur Basis, während ich mit mehreren Salven das Wesen auf Distanz hielt. Plötzlich jedoch war es so schnell verschwunden, wie es gekommen war. Solange Reed den Mann auf der Schulter hatte, konnte er seine Waffe nicht bedienen und somit musste ich uns nach vorne und hinten absichern.
    Zurück in der Stasiskammer bot sich uns ein Bild des Schreckens.
    Die Überreste von Corporal Suhalan und Privat Garza lagen mehr oder weniger im Ganzen Raum verstreut herum. Das andere Wesen musste sie überrascht haben und hatte sie dann wohl in blinder Raserei zerfetzt. Nur wenige Munitionshülsen zeugten von einem kurzen und aussichtslosen Kampf.
    Mir viel auf, dass das bläuliche Schimmern der Stasisfelder bei der Liege des großen Aliens fehlte und untersuchte sofort die Liege, auf der Quinn liegen musste. Doch überraschenderweise war sie leer.
    Plötzlich durch lief ein Schütteln den Außerirdischen auf der anderen Liege. Seine milchigen Augen hatten sich geöffnet und ein stummer Schrei wurde von seinem Mund geformt.
    Auf Höhe seiner Brust schien irgendetwas aus ihm heraus zu wollen Wieder und wieder wölbte sich die Haut nach außen. Unter einer pinkfarbenen Fontaine brach dann eines der grässlichen Kreaturen aus dem Alien heraus. Es war noch etwas hellhäutiger und seine Kopfform sah etwas anders aus, doch wesentlich Merkmale waren identisch mit den Bestien, die uns angegriffen hatten. Ich riss meine Waffe hoch und feuerte auf das Biest, doch es bewegte sich sehr schnell, sodass ich keinen Treffer landen konnte. Im vorbei springen hatte es jedoch geschafft, einen großen Teil aus Langleys Hals zu reißen, bevor es hinter der Ecke verschwunden war. Der Wissenschaftler wachte nicht einmal auf, als das Leben in einem schwächer werdenden roten Strahl aus ihm rann.
    Ich beschloss nach Quinn und dem Rest unseres Platoons zu suchen. Es war eigentlich unnötig Reed ein letztes Mal daran zu erinnern, dass er sofort feuern sollte, wenn er eins dieser Viecher sah.
    Bis aufs Äußerste angespannt folgten wir also dem Tunnel, in dem Stunden zuvor Foster verschwunden war. Nicht weit dem Gang folgend fanden wir Captain Pierce an einer Abzweigung. Er lag in einem kleinen See von Blut während ein Großteil seiner Organe zu fehlen schien. Ein massiver Gegenstand hatte auch ein Loch in seinen Schädel gebohrt. Vom Privat Deberant fehlte jede Spur.
    Noch etwas weiter, fanden wir auf einer Brücke die vermissten Mitglieder von Fosters Team.
    Sie lagen tot am Boden und Ähnlich wie bei dem Alien schienen auch hier die Wesen aus ihnen heraus gebrochen zu sein.
    In diesem Augenblick verlor ich die Beherrschung. Kreischen befahl ich Reed den Rückzug. Sollten wenigstens zwei Personen dieses Massaker überleben und wenn Quinn noch lebte, sollte er selber für sich sorgen. Doch der Rückweg war abermals versperrt.
    Eines der Wesen sprang auf Reed und packte seinen Schädel zwischen den Kräftigen Klauen während es den kräftigen Mann umwarf. Nun erkannte ich auch den Messerscharfen Schwanz der bedrohlich in meine Richtung peitschte. Ich konnte noch schnell genug ausweichen, sodass ich nur eine kleine Schnittwunde am Arm davontrug. Reed manövrierte seine große Waffe zwischen sich und das Wesen. Zwei Dinge geschahen nun gleichzeitig. Eine zahnbewehrte Zunge schoss aus dem geifernden Maul der Kreatur und durchbohrte mühelos den Helm von Reed. Der Soldat wiederum feuerte den Letzten Rest seines Magazins auf das Biest ab und zertrennte es damit in der Mitte. Die sich ergießenden Gedärme und das Blut des Wesens vermischten sich mit Reeds Leichnam zu einem ekligen Brei, der ein großes Loch in die Brücke fraß.
    Das Bedrohliche fauchen, dass aus dem Tunnel hinter mir halte, riss mich von der schrecklichen Szene los. Ich überprüfte meine Waffe und sah, dass ich nur noch 25 Schuss übrig hatte. Also rannte ich so schnell wie möglich zurück. Wahrscheinlich waren mittlerweile alle Menschen in dieser Anlage tot.
    Ich konnte regelrecht fühlen, wie sie im Gang hinter mir herhetzten und dabei unaufhörlich näher kamen. Vollkommen außer Atem erreichte ich die Eingangshalle und war überrascht, Doktor Quinn dort quicklebendig vorzufinden.
    Er war gerade damit beschäftigt, einige Behälter mit den Eiern, von denen Foster gesprochen hatte, auf die AT-Transportplattform zu laden. Mir gefiel das Ganze nicht und da meine Verfolger verschwunden waren näherte ich mich dem Doktor mit erhobener Waffe. Selbst als ich ihn anrief, war die einzige Reaktion ein trauriger Blick. Er hievte den vierten und letzten Behälter auf die Plattform und steuerte auf den Tunnel zu, den ich am vorigen Tag erkundet hatte. Erst als ich auf einen Behälter schoss, schien sich Quinn für mich zu interessieren.
    Mit einer hasserfüllten Fratze stürzte er sich auf mich. Ein gekrächztes „Stirb“ war das einzige, was er von sich gab. Mit dem Schlag meines Gewehrkolbens brachte ich ihn aber schnell zur Ruhe. Anders als erwartet, steckte er den Schlag sehr gut weg und brach nur wimmernd vor mir zusammen. In diesem Augenblick erkannte ich erst, dass er am ganzen Körper mit einer klaren, schleimigen Flüssigkeit bedeckt war.
    Ich fragte ihn, was er hier trieb und was dieses Zeug auf seinem Körper sei?
    Wimmernd erklärte er, was er in der Maschine der Außerirdischen gesehen hatte. Wer sie waren und was sie in dieser Anlage getan hatten. Ich wollte einfach nur weg von dort und hatte keine Geduld, mir Geschichten von einem Verrückten anzuhören. Doch er hörte nicht auf zu reden.
    Es war die Omnitech Corporation, die ihn viel Geld dafür angeboten hatte, das er zum Einen die Mission zu Gunsten des Konzerns leiten würde und zum Anderen, und das war noch wichtiger, dafür Sorge zu tragen, dass sämtliche technischen Entdeckungen ausschließlich der Omnitech Corporation zukommen würden.
    Die Anwesenheit von Doktor Mihara als Abgesandte der kolonialen Administration war da sicherlich noch ein Problem und Langley war für ihn ebenfalls noch eine große Unbekannte gewesen. Doch diese Entdeckung war größer als er sich erträumt hatte, sodass der Auftrag von Omnitech zunächst in den Hintergrund gelangt war.
    Als er den Apparat untersucht hatte, aktivierte er wohl versehentlich den Mechanismus, der die Stasis einleitete. Doktor Mihara und Corporal Steiner waren Erfolglos bei dem Versuch, ihn noch in letzter Sekunde zu befreien. Dabei wurde jedoch eine Art Verteidigungsmechanismus aktiviert, der den beiden Menschen das Leben gekostet hatte.
    Das Stasisfeld versetzte ihn aber nicht wie bei unseren Systemen nicht nur in einen komatösen Zustand sondern verband dabei auch das Bewusstsein mit dem Zentralcomputer der Anlage.
    Auf diese Art hatte er Zugang zu dem gesamten gespeicherten Wissen und erkannte somit das komplette Ausmaß der Entdeckung.
    Die Rasse, die diese Anlage gebaut hatten, nannte sich einst die Mala’ka und sie herrschten vor vielen Tausend Jahren über die Galaxis. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht jedoch stürzte sich das Reich in einen Bürgerkrieg der die Spezies an den Rand ihrer Ausrottung trieb. Eine Waffe, die maßgeblich an diesem Genozid beteiligt war, waren diese Wesen, die uns angegriffen hatten. Eine biomechanische Kampfeinheit, welche sich jeden planetaren Umweltbedingungen durch eine genetische Rekombination optimal Anpassen konnte. Doch irgendwann gerieten diese Waffen außer Kontrolle. Die Wesen entwickelten ein erstes, primitives Kollektivbewusstsein wodurch sich eines davon sich zu einer Königin weiterentwickelte. Diese konnte jetzt selbstständig Eier entwickeln und so einen völlig selbstständigen Lebenszyklus erschaffen.
    Diese Einrichtung war der letzte Versuch, das Problem mit den Xenomorph, so hatte der Wayland-Yutani Konzern diese Wesen bei früheren Begegnungen genannt, in den Griff zu kriegen.
    Doch die Wissenschaftler in dieser Station scheiterten bei dem Versuch, die Waffen wieder neu zu programmieren. Ihr einziger Erfolg war die Extraktion einer Flüssigkeit, welche Quinn mit einem Kichern Gelee Royale nannte. Sie schien ihn vor den Angriffen der Wesen zu schützen, doch scheinbar hatte sie auch in einer solch hohen Dosis eine psychoaktive Wirkung.
    Nur einer der Wissenschaftler konnte sich infiziert in eine Stasis retten, in der Hoffnung, einen erneuten Ausbruch der hier gelagerten Proben zu verhindern. ER musste nur solange durchhalten, bis Rettung kommen würde. Diese kam jedoch nie.
    Mit der Zeit vielen immer mehr Systeme aus und durch unsere Ankunft und dessen Auswirkungen vielen die letzten Systeme langsam aus bis zuletzt auch die Stasisfelder kollabierten.


    .
    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

    odem schrieb nach 1 Minute und 32 Sekunden:

    Teil 4:

    Doch das Wissen, das Quinn erlangt hatte und die Eier waren mehr als genug, um den Omnitech Konzern zufrieden zu stellen wie ihm nun klar wurde.
    Dann brach die Hölle über uns los.
    Die Wand hinter uns begann zu beben und bevor ein etwa 7 Meter große Öffnung daraus heraus brach sprangen aus zwei kleineren Öffnungen diese Bestien und rasten auf uns zu. Ich riss meine Waffe hoch und feuerte die letzten paar Kugeln auf die Viecher. In der Hektik hatte ich keinen Treffer gelandet und eines der Biester spannte sich wieder zum Sprung um mich endgültig zu erledigen. Im Flug schnellte dann eine Hand aus der Finsternis der Öffnung und packte die Kreatur um sie halb zerquetsch in Richtung Ausgang zu schleudern. Dabei war der Aufprall des Wesens so hart, dass sich nun ein kleiner Spalt in dem Tor zeigte, der wohl groß genug für mich war.
    Hinter mir hörte ich, wie Quinn einem Gebet gleich um die Erlösung durch den Todesengel flehte. Ein erstickter Schrei war das letzte, was Quinn von sich gab.
    Als ich mich wieder umsah, stand mit einem furcht erregenden Fauchen eine riesige Version dieser Biester vor mir und zerquetschte mit einer beiläufigen Bewegung ein unter seiner Hand begrabenen Xenomorph.
    Ich zögerte nicht, warf mein Gewehr beiseite und rannte schnell durch das Lager auf den Ausgang zu. Im Rennen packte ich einen Granatengürtel aus einer Kiste und sprang in einem Satz durch die Spalte.
    Hinter der Spalte rannte ich weiter und machte dabei die erste Granate scharf.
    Wie ich befürchtet hatte, konnte die beschädigte Tür das Riesenmonster nicht aufhalten.
    Ich schleuderte ihm die Granaten entgegen was es aufzuhalten schien. Doch nun erbebte der Tunnel und große Stücke vielen aus der Decke und verfehlten mich nur knapp.
    Das hatte aber den Vorteil, dass ich den Vorsprung zu dem Wesen vergrößern konnte. Ich schaffte es bis zur Pilotenkanzel der Jimini als das Wesen aus dem zusammenbrechenden Gang brach. Schnell betätigte ich die Schalter für den Notstart um mich außer Gefahr zu bringen.
    Während ich in den Pilotensessel gedrückt wurde erkannte ich, wie die Instrumente einen gewaltigen Energieausstoß registrierten, die wohl auf den Kollaps des Reaktors schließen ließen. Unter mir sah ich, wie die Ruinen zusammenstürzten. Der Riesen-Xenomorph setzte gerade zum Sprung an, als es von einer Erdspalte verschlungen wurde.
    Ich hatte schon eine gute Höhe erreicht als der weise Blitz einer Nuklearexplosion mich in der Jimini erfasste und durchschüttelte. Offenbar war ein Kollaps der Fusionsreaktion bei dieser Technologie wohl doch etwas kritischer, als bei unserer Technologie. Die Wucht schleuderte mich zwar in den Orbit, jedoch wurden die Systeme des Landungsboots so stark beschädigt, dass eine Navigation nicht möglich war.
    Ich erkenne nun unter mir, wie der Planet langsam auseinander bricht. Es grenzt an ein Wunder, dass ich schnell genug von dort entkommen konnte. Eine seltsame Ruhe ergreift mich gerade bei dem Anblick, wie sich langsam rote Linien über die Kugel ziehen.
    Immerhin werde ich eine einmalige Aussicht auf ein Spektakel erhalten, was in dieser Form wohl noch nie beobachtet wurde.
    Auch wenn ich genau weis, dass die Trümmerstücke des explodierenden Planeten mich vom Himmel blasen werden, so ist es mir doch eine Genugtuung, dass mit diesem finalen, gewaltigen Akt die letzten Erben der Mala’ka von Antlitz des Universums getilgt werden.


    Sgt. Catalina Dosantos
    Fr.. 26.Jun. 2180 / 11:13

    Wer die Comics kennt, wird da gewisse Parallelen zu "Destroying Angels" finden, aber Unterschiede gibt es genug...
    Zuletzt geändert von odem; 27.07.2010, 21:19. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

  • #2
    Ich finds echt toll, zumal dein Schreibstil sehr gekonnt herüberkommt. Spannung konntest du genau so gut aufbauen wie Action, es entspannt sich in den letzten Zeilen angenehm.

    Ich würde weitere Geschichten Lesen.

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