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The Future

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  • The Future

    The Future ist ein Versuch von mir, mir eine Art eigenes Universum auszudenken. Man wird sicherlich viele Einflüsse von anderen SF Universen erkennen. Trotzdem hoffe ich das es euch gefällt.

    Hier eine kleine Einleitung:
    Meine Geschichte spiel im August des Jahres 2353. Die Menschheit hat es durch ein paar unglaubliche Erfindungen geschafft Raumschiffe zu konstruieren, welche mehrere Lichtjahre innerhalb von Minuten zurücklegen können.
    Im Laufe der Zeit entstanden durch die Besiedlung neuer Planeten drei große "Reiche": Die Solare Vereinigung, das erste Interstellare Reich der Menschheit, ein paar Jahre später die Republik des Y-Sektors und als letztes, erst im Jahr 2347 die Föderation der Planeten (Star Trek grüßt ). Die Föderation wird von den beiden anderen Reichen attackiert, weil viele Planeten der Republik und der Solaren Vereinigung, zu der Föderation überlaufen, weil diese bessere Lebensbedingungen und ein Faireres Regierungssystem bietet. Durch diesen Krieg wird die Föderation immer weiter zurückgedrängt und schließlich beginnt die Schlacht um den Hauptplaneten der Föderation, Vega ....

    Ich merke hier einfach mal an das, das erste kurze Kapitel welches ich hier Online stelle, wirklich erst eine Rohfassung ist und sprachlich gesehen wohl erst einem Schlechten Schulaufsatz gleicht, anstatt einer richtigen Geschichte.
    Ich freue mich über jegliche Kritik!


    1 Der Angriff

    Kampfkreuzer der Solaren Vereinigung auf dem Weg nach Vega IV, 26.08.2353, 12:39

    John Thomsen machte sich bereit. Er überprüfte noch ein letztes Mal seine Waffe, dann sein 3D-Display, welches ihm direkt vor die Augen projiziert wurde. Dann wand er sich an seinen Trupp, bestehend aus 10 Mann, alle angehörig des Special Force Kommandos der Solaren Vereinigung.
    „Ihr kennt den Plan. Wenn etwas schief geht funktioniert er nicht. Das bedeutet: Es darf nichts schief gehen. Macht euch sich jetzt bereit, wir treffen in ein paar Minuten auf Vega ein. Vermutlich hat die Schlacht zwischen der Republik und der Föderation schon begonnen. Es wird also ein stürmischer Anflug.“
    John aktivierte die Sicherheitsverbindung zwischen seiner Schnellfeuer-Railgun und seinem Anzug. Das Zielkreuz der Waffe erschien auf dem 3D-Display.
    Die Schnellfeuer-Railgun war eine präzise Waffe mit hoher Reichweite, und extremem Durchschlag. Auf eine Distanz von 50 Metern konnte ein Schuss auf eine Ungeschützte Person, den halben Körper dieser Person wegfetzen, auf 300 Metern immerhin noch einen ganzen Arm. Die Maximale, effektive Reichweite betrug 500 Meter, die Feuerrate war wählbar zwischen 100 bis 600 Schuss pro Minute, es konnte auch Einzelfeuer eingestellt werden. Das Standardmagazin fasste 100 Schuss, es gab aber auch andere Magazine mit anderer Munition. Der Rückstoß war extrem gering. Alles im Allem eine Hocheffektive Waffe.
    Dann ertönte das Startsignal. Der Angriffsgleiter fuhr in die Beschleunigungsröhre. Endlich ertönte die Meldung aus den Bordlautsprechern, auf die er so lange gewartet hatte: „Bereit machen zum Angriff. Wir treffen in 1 Minute ein.“
    Die Spannung stieg. Die Zeit wollte nicht vorbeigehen. Er hasste dieses Gefühl. Im Einsatz selber war die Spannung davon, doch davor war sie Unerträglich. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam die nächste Meldung:„Eintreffen in 10 Sekunden. 9 … 8 …“
    Die Spannung, die Angst und der Geruch von der Sterilen Luft waren nun unerträglich.
    „7 … 6 … 5 …“
    Sein Blick fiel auf die anderen Mitglieder seines Teams: Philipp Reach, mit dem er schon viele Jahre lang arbeitete und mit dem er inzwischen gut befreundet war. Kenny Samson, ein arroganter Typ denn John nicht besonders leiden konnte. Jenny Fedge, eine intelligente Frau, doch sie konnte schnell ausfällig werden. Und all die anderen, die teilweise schon lange kannte. Sie alle sahen gelassen aus, doch er wusste, dass sie es nicht waren.
    „4 … 3 … 2 … 1 … Start!“
    Der Angriffsgleiter wurde extrem schnell beschleunigt. Gäbe es Holobildschirme im Gleiter, würde John sehen wie er auf ein Schlachtpanorama zuraste. Mit Kurs in Richtung Tod.

    FSS Destifity im Orbit von Vega, 26.08.2353, 12:48

    Tom Reag, Kommandeur des Großkampfschiffs FSS Destifity, schaute angespannt auf den zentral platzierten Holotisch. Direkt über diesem waren mehrere Bildschirme angebracht die den Status an den Rest der CIC-Besatzung weitergaben. Rund um den Kommandobereich waren die Taktische Station, die Navigationsstation, Schadenskontrolle, Waffenkontrolle, Kommunikationsstation, die Wissenschaftliche Station und andere Stationen angeordnet. Die Leiterin der Taktischen Station, Kathrin Torri, eine gute Freundin von Tom Reag, meldete: „Sir, die Republikanischen Schiff nähern sie sich immer mehr zur Flüchtlingsflotte. Sie sind in 2 Minuten in Schussreichweite zur Flotte.“
    „Bringen sie uns in die Feuerlinie zwischen Flotte und Angreifer!“, befahl er der Navigationsoffizieren, Lena Garik.
    Dies Bestätigte sie mit ihrer, Toms Meinung nach etwas zu hohen und aufdringlichen Stimme und gab die Befehle an ihre Station weiter: „Ja, Sir! Hanson setzen sie Kurs auf Koordinaten 25:92:32. Geschwindigkeit 35 000 Kilometer pro Stunde. Nach Ankunft seitliche Ausrichtung!“
    „Sir, es sind gerade 2 Kreuzer und 1 Transporter der Solaren Vereinigung eingetroffen! Sie starten mehrere Angriffsgleiter. Moment zwei dieser Angriffsgleiter sind gerade vom Schirm verschwunden!“, meldete Kathrin Torri verwundert.
    Mit der Solaren Vereinigung hatte Tom nicht gerechnet. Wozu sollte sie in diesen Kampf eingreifen?
    „Wo sind die zwei Angriffsgleiter hin? Abgeschossen?“ fragte Tom nach.
    „Vermutlich ja.“, antwortete Kathrin Torri.
    „Oder, es ist eine Art Tarnvorrichtung.“, warf Lee Hel-Adams, der Leiter der Wissenschaft ein. Er war ein junger, arroganter und stolzer Mann. Er war nicht besonders beliebt.
    Tom blickte auf sein nicht besonders Attraktives Äußeres und hakte nach: „Wie kommen sie darauf?“
    „Es sind keinerlei Spuren eines Abschusses vorhanden. Keine Rakete wurde in diese Richtung abgeschossen, weder von uns noch von der SV. Es waren zumindest keine auf dem Schirm. Auch gibt es keine Trümmer, zumindest sind sie nicht groß genug dass sie unsere Sensoren entdecken könnten.“
    „Gehen wir von einer Tarnung aus. Achten sie auf seltsame Phänomene!“
    „Ja, Sir!“
    Plötzlich kam ein Ruf von der Navigation: „Sir, wir haben die Koordinaten erreicht.“
    „Tom, wir stehen unter schweren Beschuss! Selbst mit voller Flaggabwehr werden wir nicht durchhalten!“, mahnte Rick Niklas, erster Offizier, kurz XO. Rick war oft pessimistisch, zu oft nach Toms Meinung.
    „Müssen wir auch nicht lange, die Flüchtlingsflotte springt gleich weg!“

    Angriffsgleiter 2, 26.08.2353, 12:50

    Der Gleiter näherte sich der Sperrfeuerzone der FSS Destifity. Als der Angriffsgleiter in diese Eindrang mussten mehrere Ausweichmanöver durchgeführt werden, doch letztendlich konnte der Angriffsgleiter die Sperrfeuerzone unbeschadet durchfliegen. Nun dockte er an der Außenhaut der Destifity an. Die Panzerung der Destifity bestand aus drei Schichten: Die erste Schicht war der Hauptschutz des Großkampfschiffes, sie konnte sogar Atombomben stand halten. Der Durchmesser dieser Schicht betrug vier Meter. Darauf folgte die zweite Schicht, die als Sicherheitsschicht diente, falls die erste durchdrungen wurde. Ihr Durchmesser betrug immerhin noch zwei Meter. Als letztes kam die dritte Schicht die den Innenraum vor Explosiven Dekompressionen Schützen sollte. Sie hatte einen Durchmesser von einen Meter. Der Abstand zwischen diesen Schichten betrug jeweils 10 Meter. Der Raum zwischen der ersten und zweiten Schicht war Luftleer. Der zwischen der zweiten und der dritten war mit Luft gefüllt. In beiden Zwischenräumen herrschte jedoch Schwerelosigkeit.
    Der Angriffsgleiter, in dem sich auch John Thomsen und sein Team befanden, dockte jedoch an einer Reparaturschleuse an, welche statt der Vier üblichen, mit nicht aufschneidbaren Material versehenen Meter, sondern nur ein Meter dick war. Dieses Schleusentor konnte auch mit einem Guten Schneidwerkzeug durchtrennt werden. Nach dem der Gleiter an der Reparaturschleuse angedockt war, begann ein Hochleistungslaser ein Rundliches Loch in die Schleuse zu schneiden. Nachdem das Loch fertig war fuhr der Angriffsgleiter einen Andockschlauch aus.
    John Thomsen schaltete die interne Lebenserhaltung seines Anzuges ein, um in dem Luftleeren Raum zwischen der ersten Schicht und der zweiten der Destifity Atmen zu können.
    Dann wurde die Künstliche Gravitation deaktiviert und der Durchgang zur Destifity öffnete sich direkt unter ihnen. Er schwebte als erstes durch den Schlauch, darauf folgte der Rest seines Teams.
    CIC der FSS Destifity, 26.08.2353, 12:54
    „Sir, wir haben Eindringlinge auf Deck 23 Sektion 452 … in der Nähe des Computerkerns!“, meldete ein Sicherheitsoffizier.
    „Das muss der verschwundene Gleiter sein!“, behauptete Lee-Hel Adams.
    „Kann sein. Rick schnappen sie sich 20 Marines und kümmern sie sich darum!“, befahl Tom Reag seinem ersten Offizier mit leichter Verärgerung. Wenn sie zum Computerkern wollten, hatten sie ein ernsthaftes Problem.
    „ … und informieren sie das Sicherheitspersonal des Computerkerns!“
    „Ja, Sir!“, antworteten der Sicherheitsmann und Rick gleichzeitig.

    Deck 23, 26.08.2353, 12:56

    Thomsen und sein Team waren bereits auf den Weg zum Computerkern, bis jetzt hatten sie erst 2 Sicherheitsmänner und einen Techniker beseitigen müssen. Doch jetzt deuteten sich größere Schwierigkeiten an: Sie hatten den Funk abgehört und mitbekommen das ein 20-Mann-Trupp zu ihnen Unterwegs war. Plötzlich hörten sie wie sich gedämpfte Schritte näherten. Alle Mann hatten die Schritte gehört und suchten Deckung.
    Diese Trottel, dachte Thomsen, zu blöd mit geeigneter Technik, die es zu Hauf gab die eigenen Schritte zu verdecken.
    Die Schritte waren nun nur noch einen Flur entfernt. Alle hatten ihre Waffen angelegt. Dann kam der erste Marine in das Sichtfeld. Der Sturm des Feuers brach los.

    CIC der FSS Destifity, 26.08.2353, 12:57

    „Sir, wir haben eine Anomalie auf dem Schirm. Keine Klassifizierung möglich.“, ertönte ein Ruf aus der Wissenschaftsabteilung.
    Was war denn das schon wieder?, fragte sich Tom Reag.
    Eine Ablenkung der Republik? Oder der Solaren Vereinigung? Eine Waffe? Er hatte jetzt schon genug Probleme. Noch eines konnte er nicht gebrauchen.
    „Sir, die Anomalie…“, wiederholte Lee-Hel Adams besorgt. „Sie Vergrößert sich. Wir haben jetzt mehr Daten. Es ist eine Art Dimensionsriss. Er saugt uns ein!“
    „Volle Energie auf die Antriebe! Hollen sie uns hier Raus, Torri!“, befahl er.
    „Es geht nicht, der…“, fing Lena Garik verzweifelt an, wurde jedoch von Lee-Hel Adams unterbrochen.
    „Er zieht den ganzen Raum ein, nicht nur das Schiff. Der Antrieb bringt da nichts.“
    „Und wenn wir in den Hyperraum springen?“, warf Kathrin Torri an.
    „Zu Gefährlich.“, antwortete Lee-Hel Adams.
    Tom wollte nach weiteren Optionen fragen, doch er kam nicht dazu. Ein Ruck erschütterte das ganze Schiff. Tom wurde gegen denn Holotisch geschleudert. Ein stechender Schmerz durchfuhr seinen Kopf. Die Wucht des Aufpralls lies ihn Ohnmächtig werden.


    .
    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

    bsg4ever schrieb nach 6 Stunden, 30 Minuten und 31 Sekunden:

    Ich würde mich wirklich mal über Rückmeldungen freuen!
    Zuletzt geändert von bsg4ever; 19.09.2010, 17:59. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

  • #2
    Ich würde zwar, wenn ich könnte, meinen alten Beitrag editieren, doch leider ist der Edit-Button nicht mehr aufzufinden.

    hier ist eine Aktuelle version, nun mit prolog. kap1 ist jetzt leider doppelt, kann nichts dagegen tun.


    80.397 Verschollene…
    …auf der Reise…
    ...in eine Neue Welt


    Destifity
    Folge 1: Hinter dem Horizont

    „Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.“

    ___________

    0 Prolog

    Passagierraumschiff Atlanta, 26.08.2353, 11:34

    Kelly Jeff starrte entsetzt auf die Kontrollmonitore, welche Hochauflösende Bilder des brennenden Raumhafens zeigte. Wie war es nur soweit gekommen? Vor ein paar Monaten sah es noch gut für die Föderation aus, der Krieg schien schon fast gewonnen. Doch nach der Vernichtenden Niederlage bei Chinzia war es Vorbei gewesen. Nun war Vega an der Reihe, der Regierungsplanet der Föderation.
    Die Stimme des Captains riss sie aus ihren Gedanken: „Kelly, leiten sie den Start ein.“
    Sie blickte noch einmal auf die Monitore. Sie konnte die vielen Menschen erkennen, die versuchten auf eins der Startenden Schiffe zu gelangen.
    „Kelly!“
    „Aber wir können nicht all die Menschen hier lassen.“
    „Wenn wir jetzt noch hier bleiben schaffen wir es nicht mehr. Starten sie!“, befahl er verärgert.
    „Wenigstens noch ein paar Minuten!“, flehte sie.
    „Wir müssen jetzt Starten, sonst…“
    Sie wurde von einem Ohrenbetäubenden Krachen unterbrochen. Plötzlich waren mehrere Hauptversorgungsleitungen explodiert. Kelly war zu Boden geschleudert worden. Hitze schlug in ihr Gesicht und der beißende Gestank von geschmolzenen Gummi lag in der Luft. Sie versuchte aufzustehen, doch durch eine zweite Explosion wurde sie wieder zu Boden geworfen. Die Luft war nun voller Rauch, doch endlich sprangen die Notsysteme an: Sprenkler wurden aktiviert und der Rauch wurde von der Klimaanlage abgezogen. Jetzt gelang es ihr wieder aufzustehen. Ihr Blick viel auf das Beschädigte Kontrollzentrum: Der Holotisch war ausgefallen und durch die darüberliegenden Bildschirme zerteilt worden. Sie suchte nach dem Captain.
    „Captain?“
    „Hier!“, rief der Navigator der auf der anderen Seite des Holotisches kniete.
    Sie umrundete den Tisch. Als ihr Blick auf den blutigen Körper des Captains fiel, wurde ihr klar: Er war tot.
    Doch das konnte sie nicht einfach so akzeptieren: „Bringen sie ihn auf die Krankenstation!“
    „Kelly...“
    „Haben sie mich nicht verstanden?“, schrie sie den Navigator an.
    „Die Wucht der Explosion hat ihn voll getroffen. Er ist Tot.“
    „Entschuldigen sie mich.“
    Tränen liefen ihr über das Gesicht. Sie versuchte sich zusammenzureißen. Nun war sie der Captain, den sie war der erste Offizier gewesen.
    „Wie ist der Status?“, fragte Kelly den Navigationsoffizier mit neuer Entschlossenheit.
    Dieser stand auf und beugte sich über seine Konsole.
    „Zwei Bomben sind in Unmittelbarer Nähe eingeschlagen. Wir haben schwere Schäden, mehrere Decks brennen.“
    „Der Antrieb?“
    „Funktioniert noch, wir könnten Starten.“
    „Starten sie. Wir müssen sofort weg von diesem Planeten.“
    Die Atlanta erhob sich von ihren Startplatz und beschleunigte.
    _________

    1 Der Angriff

    Kampfkreuzer der Solaren Vereinigung auf dem Weg nach Vega IV, 26.08.2353, 12:39

    John Thomsen machte sich bereit. Er überprüfte noch ein letztes Mal seine Waffe, dann sein 3D-Display, welches ihm direkt vor die Augen projiziert wurde. Dann wand er sich an seinen Trupp, bestehend aus 10 Mann, alle angehörig des Special Force Kommandos der Solaren Vereinigung.
    „Ihr kennt den Plan. Wenn etwas schief geht funktioniert er nicht. Das bedeutet: Es darf nichts schief gehen. Macht euch sich jetzt bereit, wir treffen in ein paar Minuten auf Vega ein. Vermutlich hat die Schlacht zwischen der Republik und der Föderation schon begonnen. Es wird also ein stürmischer Anflug.“
    John aktivierte die Sicherheitsverbindung zwischen seiner Schnellfeuer-Railgun und seinem Anzug. Das Zielkreuz der Waffe erschien auf dem 3D-Display.
    Die Schnellfeuer-Railgun war eine präzise Waffe mit hoher Reichweite, und extremem Durchschlag. Auf eine Distanz von 50 Metern konnte ein Schuss auf eine Ungeschützte Person, den halben Körper dieser Person wegfetzen, auf 300 Metern immerhin noch einen ganzen Arm. Die Maximale, effektive Reichweite betrug 500 Meter, die Feuerrate war wählbar zwischen 100 bis 600 Schuss pro Minute, es konnte auch Einzelfeuer eingestellt werden. Das Standardmagazin fasste 100 Schuss, es gab aber auch andere Magazine mit anderer Munition. Der Rückstoß war extrem gering. Alles im Allem eine Hocheffektive Waffe.
    Dann ertönte das Startsignal. Der Angriffsgleiter fuhr in die Beschleunigungsröhre. Endlich ertönte die Meldung aus den Bordlautsprechern, auf die er so lange gewartet hatte: „Bereit machen zum Angriff. Wir treffen in 1 Minute ein.“
    Die Spannung stieg. Die Zeit wollte nicht vorbeigehen. Er hasste dieses Gefühl. Im Einsatz selber war die Spannung davon, doch davor war sie Unerträglich. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam die nächste Meldung:„Eintreffen in 10 Sekunden. 9 … 8 …“
    Die Spannung, die Angst und der Geruch von der Sterilen Luft waren nun unerträglich.
    „7 … 6 … 5 …“
    Sein Blick fiel auf die anderen Mitglieder seines Teams: Philipp Reach, mit dem er schon viele Jahre lang arbeitete und mit dem er inzwischen gut befreundet war. Kenny Samson, ein arroganter Typ denn John nicht besonders leiden konnte. Jenny Fedge, eine intelligente Frau, doch sie konnte schnell ausfällig werden. Und all die anderen, die teilweise schon lange kannte. Sie alle sahen gelassen aus, doch er wusste, dass sie es nicht waren.
    „4 … 3 … 2 … 1 … Start!“
    Der Angriffsgleiter wurde extrem schnell beschleunigt. Der Gleiter raste auf ein Schlachtpanorama zu.

    FSS Destifity im Orbit von Vega, 26.08.2353, 12:48

    Tom Reag, Kommandeur des Großkampfschiffs FSS Destifity, schaute angespannt auf den zentral platzierten Holotisch. Direkt über diesem waren mehrere Bildschirme angebracht die den Status an den Rest der CIC-Besatzung weitergaben. Rund um den Kommandobereich waren die Taktische Station, die Navigationsstation, Schadenskontrolle, Waffenkontrolle, Kommunikationsstation, die Wissenschaftliche Station und andere Stationen angeordnet. Die Leiterin der Taktischen Station, Kathrin Torri, eine gute Freundin von Tom Reag, meldete: „Sir, die Republikanischen Schiff nähern sie sich immer mehr zur Flüchtlingsflotte. Sie sind in 2 Minuten in Schussreichweite zur Flotte.“
    „Bringen sie uns in die Feuerlinie zwischen Flotte und Angreifer!“, befahl er der Navigationsoffizieren, Lena Garik.
    Dies Bestätigte sie mit ihrer, Toms Meinung nach etwas zu hohen und aufdringlichen Stimme und gab die Befehle an ihre Station weiter: „Ja, Sir! Hanson setzen sie Kurs auf Koordinaten 25:92:32. Geschwindigkeit 35 000 Kilometer pro Stunde. Nach Ankunft seitliche Ausrichtung!“
    „Sir, es sind gerade 2 Kreuzer und 1 Transporter der Solaren Vereinigung eingetroffen! Sie starten mehrere Angriffsgleiter. Moment zwei dieser Angriffsgleiter sind gerade vom Schirm verschwunden!“, meldete Kathrin Torri verwundert.
    Mit der Solaren Vereinigung hatte Tom nicht gerechnet. Wozu sollte sie in diesen Kampf eingreifen?
    „Wo sind die zwei Angriffsgleiter hin? Abgeschossen?“ fragte Tom nach.
    „Vermutlich ja.“, antwortete Kathrin Torri.
    „Oder, es ist eine Art Tarnvorrichtung.“, warf Lee Hel-Adams, der Leiter der Wissenschaft ein. Er war ein junger, arroganter und stolzer Mann. Er war dennoch bei der Mannschaft beliebt.
    Tom blickte auf sein nicht besonders Attraktives Äußeres und hakte nach: „Wie kommen sie darauf?“
    „Es sind keinerlei Spuren eines Abschusses vorhanden. Keine Rakete wurde in diese Richtung abgeschossen, weder von uns noch von der SV. Es waren zumindest keine auf dem Schirm. Auch gibt es keine Trümmer, zumindest sind sie nicht groß genug dass sie unsere Sensoren entdecken könnten.“
    „Gehen wir von einer Tarnung aus. Achten sie auf seltsame Phänomene!“
    „Ja, Sir!“
    Plötzlich kam ein Ruf von der Navigation: „Sir, wir haben die Koordinaten erreicht.“
    „Tom, wir stehen unter schweren Beschuss! Selbst mit voller Flaggabwehr werden wir nicht durchhalten!“, mahnte Rick Niklas, erster Offizier, kurz XO. Rick war oft pessimistisch, zu oft nach Toms Meinung.
    „Müssen wir auch nicht lange, die Flüchtlingsflotte springt gleich weg!“

    Angriffsgleiter 2, 26.08.2353, 12:50

    Der Gleiter näherte sich der Sperrfeuerzone der FSS Destifity. Als der Angriffsgleiter in diese Eindrang mussten mehrere Ausweichmanöver durchgeführt werden, doch letztendlich konnte der Angriffsgleiter die Sperrfeuerzone unbeschadet durchfliegen. Nun dockte er an der Außenhaut der Destifity an. Die Panzerung der Destifity bestand aus drei Schichten: Die erste Schicht war der Hauptschutz des Großkampfschiffes, sie konnte sogar Atombomben stand halten. Der Durchmesser dieser Schicht betrug vier Meter. Darauf folgte die zweite Schicht, die als Sicherheitsschicht diente, falls die erste durchdrungen wurde. Ihr Durchmesser betrug immerhin noch zwei Meter. Als letztes kam die dritte Schicht die den Innenraum vor Explosiven Dekompressionen Schützen sollte. Sie hatte einen Durchmesser von einen Meter. Der Abstand zwischen diesen Schichten betrug jeweils 10 Meter. Der Raum zwischen der ersten und zweiten Schicht war Luftleer. Der zwischen der zweiten und der dritten war mit Luft gefüllt. In beiden Zwischenräumen herrschte jedoch Schwerelosigkeit.
    Der Angriffsgleiter, in dem sich auch John Thomsen und sein Team befanden, dockte jedoch an einer Reparaturschleuse an, welche statt der Vier üblichen, mit nicht aufschneidbaren Material versehenen Meter, sondern nur ein Meter dick war. Dieses Schleusentor konnte auch mit einem Guten Schneidwerkzeug durchtrennt werden. Nach dem der Gleiter an der Reparaturschleuse angedockt war, begann ein Hochleistungslaser ein Rundliches Loch in die Schleuse zu schneiden. Nachdem das Loch fertig war fuhr der Angriffsgleiter einen Andockschlauch aus.
    John Thomsen schaltete die interne Lebenserhaltung seines Anzuges ein, um in dem Luftleeren Raum zwischen der ersten Schicht und der zweiten der Destifity Atmen zu können.
    Dann wurde die Künstliche Gravitation deaktiviert und der Durchgang zur Destifity öffnete sich direkt unter ihnen. Er schwebte als erstes durch den Schlauch, darauf folgte der Rest seines Teams.
    CIC der FSS Destifity, 26.08.2353, 12:54
    „Sir, wir haben Eindringlinge auf Deck 23 Sektion 452 … in der Nähe des Computerkerns!“, meldete ein Sicherheitsoffizier.
    „Das muss der verschwundene Gleiter sein!“, behauptete Lee-Hel Adams.
    „Kann sein. Rick schnappen sie sich 20 Marines und kümmern sie sich darum!“, befahl Tom Reag seinem ersten Offizier mit leichter Verärgerung. Wenn sie zum Computerkern wollten, hatten sie ein ernsthaftes Problem.
    „ … und informieren sie das Sicherheitspersonal des Computerkerns!“
    „Ja, Sir!“, antworteten der Sicherheitsmann und Rick gleichzeitig.

    Deck 23, 26.08.2353, 12:56

    Thomsen und sein Team waren bereits auf den Weg zum Computerkern, bis jetzt hatten sie erst 2 Sicherheitsmänner und einen Techniker beseitigen müssen. Doch jetzt deuteten sich größere Schwierigkeiten an: Sie hatten den Funk abgehört und mitbekommen das ein 20-Mann-Trupp zu ihnen Unterwegs war. Plötzlich hörten sie wie sich gedämpfte Schritte näherten. Alle Mann hatten die Schritte gehört und suchten Deckung.
    Diese Trottel, dachte Thomsen, zu blöd mit geeigneter Technik, die es zu Hauf gab die eigenen Schritte zu verdecken.
    Die Schritte waren nun nur noch einen Flur entfernt. Alle hatten ihre Waffen angelegt. Dann kam der erste Marine in das Sichtfeld. Der Sturm des Feuers brach los.

    CIC der FSS Destifity, 26.08.2353, 12:57

    „Sir, wir haben eine Anomalie auf dem Schirm. Keine Klassifizierung möglich.“, ertönte ein Ruf aus der Wissenschaftsabteilung.
    Was war denn das schon wieder?, fragte sich Tom Reag.
    Eine Ablenkung der Republik? Oder der Solaren Vereinigung? Eine Waffe? Er hatte jetzt schon genug Probleme. Noch eines konnte er nicht gebrauchen.
    „Sir, die Anomalie…“, wiederholte Lee-Hel Adams besorgt. „Sie Vergrößert sich. Wir haben jetzt mehr Daten. Es ist eine Art Dimensionsriss. Er saugt uns ein!“
    „Volle Energie auf die Antriebe! Hollen sie uns hier Raus, Torri!“, befahl er.
    „Es geht nicht, der…“, fing Lena Garik verzweifelt an, wurde jedoch von Lee-Hel Adams unterbrochen.
    „Er zieht den ganzen Raum ein, nicht nur das Schiff. Der Antrieb bringt da nichts.“
    „Und wenn wir in den Hyperraum springen?“, warf Kathrin Torri an.
    „Zu Gefährlich.“, antwortete Lee-Hel Adams.
    Tom wollte nach weiteren Optionen fragen, doch er kam nicht dazu. Ein Ruck erschütterte das ganze Schiff und er wurde gegen denn Holotisch geschleudert. Ein stechender Schmerz durchfuhr seinen Kopf. Die Wucht des Aufpralls lies ihn Ohnmächtig werden.

    ___________

    2 Verschollen in der Dunkelheit

    Ich

    Der Regen trommelt leise gegen die großen Fenster, welche die gesamte Nordwand des Hauses ausfüllen. Ich sitze in einem weichen Sessel und blicke auf die verlassene Landschaft die sich vor meinem Haus ausbreitet. Das Haus steht verlassen und allein in der Tundra Vegas. Genauso wie ich mich fühle: allein. Doch weder das Haus, noch mein Sessel und selbst ich bin nicht wirklich real. Es ist eine Projektion. Nur meine Umgebung ist echt.
    Ich bin ein Beobachter. Ein Beobachter der Menschlichen Natur.


    FSS Destifity, 26.08.2353, 13:08

    Als Tom Reag wieder zu sich kam lag er in einem Bett. Er spürte den weichen Stoff an seiner Haut, dann plötzlich, zuckte durch seinen Kopf ein stechender Schmerz. Tom zuckte zusammen.
    Was war passiert?
    Tom konnte sich nur an den Ruck und den Stoß gegen den Holotisch erinnern. Doch wieso war das Schiff so erschüttert worden?
    Die Anomalie.
    Der Stoß musste durch die Anomalie verursacht worden sein.
    Erst jetzt nahm er wieder seine Umwelt wahr. Ihm wurde bewusst das er sich auf der Krankenstation befand. Er versuchte sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen: Um ihn herrschte ein Reges Treiben. Viele Betten waren belegt, er war offenbar nicht der einzige der durch die plötzliche Erschütterung überrascht worden war. Doch dann viel ihm auf das viele an Verbrennungen litten. War ein Brand ausgebrochen. Befanden sie sich noch immer im Gefecht? Der stechende Schmerz wurde stärker.
    Plötzlich bemerkte er das Tony Richard, der Schiffarzt, direkt vor seinen Bett stand.
    „Commander, wie ich sehe sind sie Aufgewacht. Wie geht es ihnen?“
    „Der Kopf…“, brachte er hervor.
    „Jetzt seien sie nicht so Albern. Sie sind einer der leichtesten Fälle. Nur eine Prellung. Wir brauchen das Bett. Wenn sie so Nett wären…“
    Tom ignorierte ihn.
    „Was ist passiert?“
    „Das weis keiner so Richtig. Wir brauchen das Bett wirklich, wir haben ein paar schwere Fälle.“
    „Ja, ich mach ja scho… ah“, wieder der stechende Schmerz.
    „Die Schmerzen sind bald wieder weg. Der ZR müsste bald alle Schäden behoben haben.“
    Tom quälte sich aus dem Bett.
    „Wo ist der XO?“, fragte er.
    „Im CIC.“
    Auf dem Weg zum CIC fragte sich Tom wieso Ärzte nicht dem Militärkommando unterstehen.
    Auf dem Schiff herrschte Reges Treiben. Niemand wusste so richtig was geschehen war. Überall gab es kleinere Schäden. Nachdem Tom endlich das CIC erreicht hatte, kam ihm gleich Rick entgegen.
    „Hat Tony sie aus dem Bett gescheucht?“
    „Ja, was ist passiert?“, fragte Tom leicht genervt.
    „Bis jetzt wissen wir nicht viel. Nur eins ist sicher: Wir wurden durch so eine Art Dimensionsriss an einen anderen Ort transferiert. Wohin genau wissen wir nicht, aber die Berechnung läuft. Die Ergebnisse müssten in etwa…“, er schaute auf seine Uhr. „… 10 Minuten da sein. Ach und noch etwas: Wir sind nicht allein hier draußen.“
    „Was soll das denn heißen?“, fragte Tom nach. Der ständig wiederkehrende Schmerz in seinem Kopf wurde wieder stärker. Er verzog das Gesicht.
    „Wir haben bereits ein paar Zivilschiffe von der Flüchtlingsflotte gefunden. Und wir sind auf der Suche nach weiteren. Wir müssen auch davon ausgehen das sich Schiffe der SV oder der Republik in der Nähe befinden. Übrigens SV: Wir haben das Einsatzteam der SV festgenommen, welches mit dem Tarngleiter in das Schiff kam. Der Anführer heißt John Thomsen. Den müssten wir uns noch mal vornehmen.“
    „Vorerst ist das nicht so wichtig. Wie viele Flüchtlinge?“
    „Momentan 42 Schiffe mit etwas unter 40.000 Menschen an Bord. Wir gehen von Mindestens 40 weiteren Schiffen aus.“
    „Das sind viele.“
    Wieder der stechende Schmerz, diesmal etwas schwächer.
    „Sie sehen übel aus, Commander. Sicher das sie sich nicht hinlegen wollen?“
    „Nicht jetzt. Und noch etwas: Gab es auf dem Schiff ein Brand?“, fragte Tom besorgt.
    „Ja, nichts dramatisches, jedoch gab es 2 Tote und 12 Verwundete, weil der Brand in einem der Hauptkorridore statt fand.“
    „Und was ist mit den anderen Schiffen unserer Streitmacht?“
    „Fast alle sind da. An der Zahl sind es 10.“
    „Und von den anderen Fraktionen? Schon etwas von der Republikanischen Flotte gehört?“
    „Noch nicht, aber unsere Mittel- und Langstreckensensoren sind noch Offline.“
    „Danke, das wäre es erstmal.“
    Tom ging zur Wissenschaftsstation, in der gerade die Position des Schiffes anhand der Sternenkonstellationen berechnet wurde. Oder besser gesagt berechnet worden war. Denn den entsetzten Gesichtern nach zu Urteilen, war diese bereits beendet.
    „Haben sie Ergebnisse, Adams?“, fragte Tom schroff nach.
    „Sir, wir … Ich glaube die Antwort wird ihnen nicht gefallen.“, brachte er stockend hervor.
    Die ganze Situation gefällt mir nicht, ärgerte sich Tom.
    „Ich warte!“
    „Wir befinden uns etwa 25.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Wir sind relativ nah am Galaktischen Zentrum.“
    Scheiße.
    So ein Mist.
    Er hatte mit fast allem Gerechnet, aber nicht damit.
    „Und da wäre noch etwas …“

    Passagierschiff Atlanta, 26.08.2353, 13:32

    Es herrschte Chaos auf der Atlanta. Das Raumschiff war weit über seinen Kapazitäten. Die Luft wurde mit jeder Minute schlechter. Es stank nach Gebrochenen und nach Verbrannten Fleisch. Überall auf den Gängen lagen Verletzte und Tote. Tote auf ihren Schiff. Sie waren das schrecklichste was Kelly je gesehen hatte. Die meisten waren an schweren Verbrennungen gestorben. Das verkohlte Fleisch überzog ihre Körper.
    Kelly Jeff war auf dem Weg in das Kontrollzentrum. Mehrere Sektionen waren wegen den Bränden abgeschottet. Sie versuchte auf andere Gedanken zu kommen, doch sie konnte nur an die überstürzte Flucht, denn Tod des Captains und an die Anomalie denken. Ihr war klar geworden das sie den Tod ihres Captains verschuldete. Hätte sie nicht begonnen zu widersprechen, wären sie auch rechtzeitig von Vega entkommen.
    Jetzt hatte sie keine Ahnung wo sie war. Sie wusste nur: Nicht mehr im Orbit von Vega. Auch die Sternenkonstellationen waren anders. Sie mussten durch die Anomalie irgendwo anders sein. Doch wo, das wusste niemand.
    Und was war mit Vega geschehen?
    Sie erreichte das Kontrollzentrum. Ihr erster Offizier kam ihr entgegen.
    „Kelly, wir haben eine Nachricht von der Destifity, dem Schlachtschiff, erhalten.“
    „Und?“
    „In einer Stunde findet ein Treffen aller Schiffskapitäne statt, um die Situation aufzuklären.“
    „Auf der Destifity?“
    „Ja.“
    „Machen sie einen Flieger bereit.“
    „Ja, Sir!“
    Sie war schon sehr gespannt was man ihr erzählen würde.
    Und was nicht.

    Konferenzraum der Destifity , 26.08.2353, 15:00

    Die Spannung der Kapitäne im Konferenzraum war fast greifbar. Überall wurde diskutiert und spekuliert. Als Tom Reag eintrat wurde er von allen Seiten befragt. Er versuchte sich durch die Menge zu Kämpfen, doch die Masse der Leute versperrte ihm den Weg.
    „Bitte seien sie ruhig! Wenn sie sich alle auf ihre Plätze setzen werden sie Aufgeklärt!“
    Doch niemand hörte ihm zu.
    Er versuchte es ein zweites mal: „Bitte setzen sie sich hin und verhalten sie sich ruhig, wir werden sie über alles Informieren.“
    Wieder brachte es nichts. Jetzt reichte es ihm.
    „Verdammt noch mal“, brüllte er los. „Wenn sie jetzt nicht sofort leise sind schicke ich sie sofort auf ihre Schiffe zurück und sie werden gar nichts erfahren! Also setzen sie sich hin und seien sie ruhig!“
    Endlich sich die Menge. Tom konnte seinen Weg zum Podest fortsetzen.
    Kelly Jeff saß in der ersten Reihe, als der Commander anfing.
    „Meine Damen und Herren, ich möchte mich nicht lange um den heißen Brei herumreden. Es sag es ihnen Kurz und Schmerzlos: Wir, eine Flotte von ungefähr 100 Schiffen, befinden uns ungefähr 25.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Damit befinden wir uns relativ nah am Galaktischen Zentrum der Milchstraße.“
    Es war wie als wäre ein heißer Pfahl durch ihre Lunge gestoßen worden. Ein entsetztes Geflüster ging durch die Reihen.
    Das konnte nicht wahr sein!
    Es durfte nicht wahr sein. Der Tag war schon schlimm genug gewesen.
    „Um zurück zur Erde zu gelangen bräuchten wir mehr 200 Jahre, doch wir haben noch eine andere Option: Vor ein paar Jahren wurde eine Impulssender unbekannter Herkunft auf Vega gefunden. Dieser Sender sendete Impulse an einen Planeten der sich ganz in unserer Nähe befindet! Wir bräuchten nur wenige Monate um zu ihm zu gelangen. Es muss einen Grund für diesen Sender geben. Wir vermuten das dieser Planet bewohnbar ist. Doch wir müssen uns jetzt entscheiden: Entweder wir treten die lange Reise in Richtung Heimat an, in der Hoffnung das unsere Enkelkinder die Erde wieder sehen werden oder“, er machte eine Pause. „Wir fliegen in die entgegengesetzte Richtung, nun in der Hoffnung das dieser Planet eine Heimat für uns wird. Entscheiden sie sich jetzt! Die Mehrheit entscheidet! Ich gebe ihnen 1 Stunde Zeit um sich die Details anzusehen.“
    Ein Crewmitglied gab jeden Anwesenden Captain eine PAD mit allen wichtigen Daten.
    Kelly starrte das PAD mehrere Minuten fassungslos an, doch danach entschied sie sich schnell: Es wäre sinnlos ihre nächsten 40 Jahre lang im All zu leben, wenn sie die Möglichkeit hatte in wenigen Monaten wieder Festen Boden unter den Füßen zu haben. So oder so, sie würde die Erde nie wieder sehen. Es gab nur eine Logische Entscheidung: Der Mysteriöse Planet.
    Nach dem die Stunde vergangen war, betrat Tom Reag wieder das Podest. Er war die ganze Zeit ruhig gewesen, doch nun schien selbst er etwas Aufgeregt.
    „Die Stunde ist um. Wer ist für die Erde?“, fragte er ganz direkt, als könne er die Entscheidung nicht länger Abwarten.
    46 Hände hoben sich.
    „Wer für den anderen Planeten?“
    Diesmal hoben sich 57 Hände.
    „Es ist entschieden. Wir setzen Kurs auf P-352-929-284. Wir verbleiben noch 24 Stunden um auch noch die letzten Schiffe aufzusammeln.“
    CIC der Destifity, 26.08.2353, 16:47
    „Tom ich muss sie etwas fragen.“, sagte Kathrin als er in das CIC eintrat. Sie war sichtlich erschüttert durch die Ereignisse des Tages. Sie war eine gute Freundin Toms und er vertaute ihr.
    „Was ist Kathrin?“
    „Du scheinst relativ entspannt zu sein. Macht das dich nicht fertig, nie wieder die Erde und deine Verwandte zu sehen?“
    „Weißt du, die Erde habe ich schon seit 4 Jahren nicht mehr gesehen. Damit komme ich klar. Und was meine Verwandte betrifft, du weißt ich habe nicht mehr viele. Für mich ist die Crew dieses Schiffes meine Familie. Natürlich berührt es mich, aber auch das muss ich verbergen, den diese Crew braucht jetzt eine starke Führungspersönlichkeit.“ Tom blickte Tief in ihre Augen. „Und eine Starke Führungsebene.“
    Plötzlich ertönte der Taktische Alarm. Tom wandte sich zur Hauptkonsole.
    „Was ist passiert?“, fragte er Rick.
    „Wir haben 9 Kontakte, sie sind 30000 km entfernt. Wir vermuten das die Schiffe der Republik sind.“
    „Gefechtsstationen besetzen. Bringen sie unsere Militärische Flotte zwischen die Schiffer der Republik und der Zivilen Flotte! Und versuchen sie Kontakt herzustellen!“, befahl er.
    „Sir, sie nehmen unsere Rufe an.“, antwortete Lee Hel-Adams.
    „Öffnen sie einen Kanal.“
    „Gemacht, Sir!“
    Tom Reag begann zu sprechen: „Hier ist das Raumschiff FSS Destifity von der Föderation der Planeten. Wir handeln in Friedlicher Absicht. Nähern sie sich nicht näher als 25000 km an die Flotte, sonst werden wir Maßnahmen ergreifen müssen!“
    Nach einer Kurzen Pause ertönte die Antwort aus den Lautsprechern: „Hier ist Grace Jones Commander des Raumschiffs RSS Pegasus, Großkampfschiff der Republik des Y-Sektors. Deaktivieren sie sofort alle Waffensysteme und Flaggabwehrgeschütze sonst werden wir Maßnahmen ergreifen müssen! Vorher wird es keine weiteren Gespräche geben, Tom.“
    Grace Jones. So ein Zufall. Vor mehr als 10 Jahren hatte Tom, bevor sie als Agentin der Republik aufflog, als Taktischer Offizier unter ihr gedient. Ausgerechnet sie. Er wusste wie sie war, und er war sich nicht sicher ob er die nächsten Monate oder Jahre es mit ihr Aushalten würde.
    Tom gab Lee Hel-Adams ein Handzeichen, um zu signalisieren den Kanal auf nur Empfangen umzustellen. Dieser nickte und gab das Zeichen das er nun Frei sprechen konnte.
    „Wenn wir jegliche Waffensysteme und Abwehrsysteme abschalten würden, wie lange würde es dauern wieder alle Hochzufahren?“
    „Weniger als 15 Sekunden.“, antwortete Lee Hel-Adams.
    „Hat die Pegasus die Waffen aktiviert?“
    „Nein.“
    „Dann tun sie es und öffnen den Kanal wieder.“
    Er nickte und fuhr die Waffensysteme Herunter.
    Nachdem der Kanal wieder offen war antwortete Tom: „Wir haben die Waffen deaktiviert.“
    „Dann können wir reden. Ich bin überrascht sie hier zu sehen, Tom Reag.“
    „Ich auch. Wissen sie über die Situation bescheid?“
    „Wir Wissen das wir viele Lichtjahre von der Erde entfernt sind und wir bis auf die Zivile Flotte und ihnen auf uns allein gestellt sind.“
    „Wir müssen zusammenarbeiten, sonst können wir nicht Überleben.“, diese Tatsache gefiel weder ihm noch Grace, das wusste er.
    „Dem muss ich zustimmen. Ich bin für ein Treffen an einem neutralen Standort. Hätten sie einen Vorschlag?“, antwortete Jones mit wehmütigen Unterton in der Stimme.
    Tom überlegte kurz. Das könnte eine Falle sein, doch wenn alle Fraktion einen Vertreter schicken würden wäre das äußerst unwahrscheinlich.
    „Ich stimme ihnen zu, wir sollten einen Treffen vereinbaren. Aber unter einer Bedingung: Jede Fraktion schickt einen Vertreter, also auch die Zivilisten.“
    „Einverstanden.“
    Doch einen Neutralen Standort zu finden war schwer, denn die Zivile Flotte bestand ausschließlich aus Föderalen Schiffen und ein Kriegsschiff, egal ob eines der Föderation oder der Republik kam auf keinen Fall in Frage. Plötzlich wurden seine Gedankengänge durch einen weiteren Kontaktalarm unterbrochen.
    „Sir, wir haben drei weitere Kontakte. Sie senden Erkennungscodes der Solaren Vereinigung.“, meldete Lee Hel-Adams.
    „An die Pegasus, haben sie auch die drei Kontakte?“
    „Ja. Und ich glaube wir haben unseren Neutralen Ort gefunden.“

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    • #3
      Die Geschichte wird zum Ende hin etwas besser (auch in der Rechtschreibung), aber...
      Wenn man weder das Universum noch die genannten Charaktere kennt, sind die Kämpfe ohne Saft, da man keinerlei Beziehung zum Geschehen und dem Schicksal der Figuren aufbauen kann. Wieso muss eine Handfeuerwaffe in allen Details beschrieben werden, wenn es nur Raumschlachten gibt?
      Anstatt mit Vollkraft irgendwie in eine Geschichte zu preschen, empfiehlt sich (je nach Komplexität der folgenden Ereignisse) eher ein ruhiger Anfang, der aus sich selbst heraus an Fahrt und Spannung aufnimmt. Nur Technikgebabbel, Hetze, Explosionen, Verletzungen und Tote machen selten Lust auf mehr...
      Heaven is where the police are British, the chefs are Italian, the mechanics German, the lovers French and it all is organized by the Swiss.
      Hell is where the police are German, the chefs are British, the mechanics french and the lovers are Swiss and it all is organized by the Italians.

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      • #4
        ja, das war eigentlich auch meine hauptsorge, ich hab denn anfang mehrmals überarbeitet, aber offensichtlich ist es mir dann doch nicht so gelungen.
        ist ja auch meine erste geschichte...

        EDIT:
        Ehrlich gesagt fällt es mir ziemlich schwer eine Einführung einzubauen, weil ich keinen Plan habe wo. Ich habe mal einen Prolog gehabt der als Einführung diente, doch dieser passte einfach nicht in den Kontext. Und bisher konnte ich noch keine Rückblenden oder ähnliches einbauen. Also habe ich mein Konzept geändert, und habe mir gedacht ich baue die Hintergrundgeschichte und damit die Charakterisierung der Personen erst später, nach der ersten "heißen Phase" ein.

        Oder empfiehlt es sich die komplette Geschichte noch einmal grundlegend umzuschreiben?
        Zuletzt geändert von bsg4ever; 22.10.2010, 17:40.

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        • #5
          Entweder Du erzählst insgesamt chronologisch oder fängst vor dem Finale mit Rückblenden an. Der Vorteil bei ersterem ist der, dass Du z.B. eine Hauptfigur von Anfang an durch die gesamte Geschichte lenken kannst. Nur, dann wirst Du tatsächlich eine richtige und vorallem weit vorraus bedachte Handlung brauchen. Der Nachteil der zweiten Variante ist, dass wenn es sich um einen oder wenige Protagonisten handelt, man schon vorher weiß, wer bis zum Finale durchhält.
          Die meisten Vorschläge hier für angehende Autoren wiederholen sich mit schöner Regelmäßigkeit:
          Erstmal ist es nützlich viele unterschiedliche Bücher und Stile gelesen zu haben. Eine Grundlage, um zu erkennen, was spricht mich an Figuren und Situationen an? Wie wird Spannung aufgebaut? Wie Gefühle?
          Danach kommt die Frage: Warum muss der Erstversuch immer gleich in ein Epos ausarten? Schreib Geschichten, Kurzgeschichten. Arbeite mit wenigen Charakteren, Situationen und Locations, versuch erstmal diese Dinge greifbar und erlebbar zu machen, bevor ganzen Universen in Schutt un Asche gelegt werden...
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          • #6
            Da hast du auf jeden Fall recht. Ich werde den Ratschlag auch befolgen, wird aber wohl noch eine weile dauern.

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            • #7
              So hier mein zweiter Versuch: (Die zwei Sätze am Ende bleiben zwei Sätze, nicht wundern...)

              I

              Damals, 2340.

              Tom Reag starrte das Display an, ewig lange Wartungslisten der Waffensysteme starrten zurück. Das war nun wirklich nicht das, was er unter Frontdienst verstand. Er hatte keine Heldentaten oder riesige Schlachten erwartet, doch dieses ewige Warten auf Befehle und das langweilige Patrouillieren an unbedeutenden Planeten, allein in dieser gottverlassenen Gegend, war … nervend. Die einzig erwähnenswerten Ereignisse der letzten zwei Monate waren der Austausch des Commanders und das Entdecken einer Ionensignatur, welche bei extremen Beschleunigungen mit dem Ionenantrieb entstehen, und diese gingen meist dem Eintritt Antiraum voran. Die Spur war also sowieso nicht mehr verfolgbar gewesen. Ansonsten war da nichts gewesen. Sicher, nicht jeden Tag wechselte das Schiff den Captain, doch diesmal geschah das unter ganz gewöhnlichen Umständen: Der alte Commander war befördert wurden und durfte nun einem Bürojob im Hauptquartier der Streitkräfte der Solaren Vereinigung auf der Erde antreten. Die neue war von einem noch kleineren Schiff auf die Endeavor gekommen. Es waren ein paar Tage der Umstellung an die neue Commander, eine große, strenge und verschlossene Frau namens Grace Jones gewesen, und seit dem war die Arbeit noch langweiliger geworden. Doch diese Frau hatte etwas an sich, das ihn beunruhigte. Vielleicht waren es diese alles durchdringenden stahlblauen Augen oder einfach nur ihr merkwürdiges Verhalten. Sie führte nur dienstliche Gespräche mit der Crew und war nur selten in der Kantine zu sehen. In sich geschlossene Personen waren auf Führungsposition heutzutage zwar keine Seltenheit mehr, doch bei ihr war es zu extrem.
              Er schreckte aus seinen Gedanken hoch, als das Zeichen der Wachablösung, ein lautes Piepen, durch das CIC drang. Verwirrt blickte er durch den mittelgroßen, zwei Decks umfassenden Raum, der das Combat Information Center, kurz CIC, der Endeavor umfasste. In der Mitte dieses Raumes befand sich ein etwa zwei Meter langer und ein Meter breiter Holotisch, der alle wichtigen Informationen und das Radar des Raumschiffes in 3D anzeigte. Um diesen Tisch waren alle wichtigen Stationen angeordnet: Navigation, Hauptsysteme, Wissenschaft beziehungsweise Radar-Systeme, Kommunikation, Schadenskontrolle und Taktik, an welcher sich Tom Reag befand. Er war der taktische Offizier der Endeavor.
              „Leutnant, alles in Ordnung? Ich übernehme die nächste Schicht.“
              Das war Lukas Reach, zweiter taktischer Offizier, gewesen.
              „Ja. Sie müssen diese Liste durchgehen.“ Er wies auf sein Display. „Danach sollen sie ein paar Waffentests durchführen.“
              „In Ordnung.“
              Tom verließ die Station und ging hinaus in den grauen Korridor. Er lag in einem diffusen Licht, denn mehrere Lampen waren ausgefallen. Das würde auch noch die nächsten paar Monate so sein, denn niemand machte sich die Mühe, ein paar Lampen auszutauschen. Allgemein war die Endeavor ziemlich heruntergekommen: Die Farbe an denn Wänden bröckelte ab, der Bordcomputer verdiente kaum den Namen und der Antrieb verursachte alle paar Sekunden ein Erzittern des Decks. Dieses Schiff hätte schon vor drei Jahren renoviert worden müssen, doch es war wahrscheinlicher,dass es durch eine Fehlfunktion des Reaktors zerstört wird, statt das es überholt wird. Die Prioritäten lagen im Krieg eben nicht bei alten mittelschweren Patrouillenschiffen sondern bei den schweren Kampfkreuzern die an der Front gegen die Republik gebraucht wurden.
              Tom erreichte seine Kabine und hielt seine Hand vor dem Abtaster, welcher Rot leuchtete. Als er ihn erkannte wurde der Abtaster grün und die Kabinentür öffnete sich.
              Ab dem Rang eines Leutnants war es in der Raumflotte der Solaren Vereinigung üblich das man ein eigenes Quartier erhielt. Dieses war allerdings äußerst klein, so dass man sich wünschte man würde schnell befördert oder degradiert werden, denn selbst die Gruppenquartiere waren ein wenig räumlicher.
              Als er eintrat schlug ihm der Geruch von alten Socken, die er vergessen hatte in die Wäscherei zu geben, entgegen. Offenbar war die Lüftung wieder defekt. Er wand sich dem Bedienungsfeld der Tür zu und stellte es auf „Tür offen lassen“ ein. Da die Standardbesatzung von 200 Mann nicht annähernd erreicht wurde, sondern sich nur etwa 100 Mann an Bord befanden, konnte man die Tür in diesem Teil des Schiffes offen lassen, ohne das jemand in einem Zeitraum von einer Stunde vorbeikam.
              Tom setzte sich an einen kleinen Schreibtisch, der direkt neben dem Bett stand. In ihm war ein Computerterminal eingelassen. Er schaltete es an um sich die neusten Nachrichten anzusehen. Obwohl sich die Endeavor abseits jeder Zivilisation befand, hatte mann durch die Antiraumantennen Zugriff auf das Intergalaktische Netzwerk, welches ironischer Weise genauso wie sein Vorgänger abgekürzt wurde, nämlich InterNet. Als die Verbindung endlich hergestellt worden war, überflog er seine persönliche Startseite, die bis auf die üblichen Propagandameldungen über Siege und heldenhafte Gefechte, keine Neuigkeiten enthielt.
              Plötzlich ertönte Alarm, nicht Gefechtsalarm sondern Manöveralarm, welcher meist dem FTL-Sprung, dem Sprung in den Antiraum, vorausging. Er wurde nur bei besonderen Flugmanövern verwendet, zum Beilspiel dem Andocken an eine Raumstation und signalisierte allen Crewmitgliedern sich auf gesicherte Positionen zu begeben. Tom jedoch machte sich auf dem Weg in das CIC, denn er wollte erfahren wieso der Sprung durchgeführt werden sollte. Auf dem Weg dorthin vibrierte das Schiff immer stärker und die Antriebsgeräusche wurden lauter.
              Um in den Antiraum zu gelangen, welcher das zurücklegen von vielen Lichtjahren in wenigen Stunden ermöglichte, musste man das Schiff auf etwa ein drittel der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen. Nur etwa 20% der im Dienst befindlichen Raumschiffe konnten solche Geschwindigkeiten von alleine Erreichen, meist waren das Militärschiffe oder besonders große Raumer. Der Rest, hauptsächlich Zivilschiffe benötigen sogenannte Spaceports zum Erreichen derart hoher Geschwindigkeiten. Spaceports besitzen eine oder mehrere Start- beziehungsweise Landerampen, um die Schiffe zu beschleunigen oder Abzubremsen.
              Als Tom das CIC erreichte war das vibrieren schon so stark geworden das man fast nicht mehr gehen konnte. Die Lichter der Beleuchtung begannen zu flackern. Er ging direkt zu seiner Station und setzte sich neben den Lukas Reach, den diensthabenden Taktischen Offizier.
              „Wieso und Wohin springen wir?“
              „Commander Jones hat nur gesagt, das es geheim sei.“, sagte Lukas, als habe er gar nicht gemerkt das er sich neben ihn gesetzt hatte.
              Geheim.“, wiederholte Tom das Wort als sei es ihm fremd. Er sah zu ihr, dieser fremden unsympathischen Frau, Grace Jones.
              Plötzlich ertönte von der Navigationsstation: „Vorbereiten auf den Sprung! In 10 … 9 …“
              Die Beleuchtung fiel endgültig aus und wurde durch ein diffuses Licht ersetzt das wie von Geisterhand zwar da war, aber keine Quelle besaß.
              „8 … 7 … 6 ...“
              Da Licht wurde stärker und bläulicher.
              „5 … 4 … 3 …“
              Jeder Umriss verschwamm und jeder Gegenstand wurde von der Form undefinierbar.
              „2 … 1 … SPRUNG!“
              Ein lauter Knall ertönte und ohne jedes Spektakel verschwand das diffuse Licht, das vibrieren hörte auf und die Beleuchtung ging wieder an. Sie befanden sich im Antiraum.

              Jetzt, 26.08.2353.

              Die Hoffnung war verloren. Es war zu spät.

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              • #8
                Okay...wo soll ich anfangen...
                Vom Gefühl her hätte ich gesagt, dass dieser "Frontdienst" eher ermüdend als nervend ist, denn wenn nix passiert, was soll da nerven? Wie hat der Typ die Tage mit welchen Dingen rumgekriegt? Irgendwelche Kontrollgänge oder Routinen? Heimliche Zockereien? Flirts im Dienst mit anderen Personen? Ist er so einsam dort?
                Wurde der alte Captain verabschiedet? Wenn ja, wie? Dies würde zeigen, wie die Beziehung zwischen Crew und Führung vorher war.
                In sich geschlossene Personen würde ich eher als verschlossen bezeichnen. Den weiblichen Captain sofort als Unsympath nur aufgrund von Zurückhaltung zu skizzieren, halte ich für falsch. Außerdem bezweifle ich, dass ein neuer Chef sich nicht über Tage mit seinem neuen Arbeitsbereich und der Mannschaft intensiv vertraut macht. Denn gerade in solchen Extremsituationen kommt es auf eine Zusammenarbeit an. Von daher denke ich, dass das beschriebene Verhalten unrealistisch ist. Außerdem muss/darf ein Chef auch nicht jedermans Kumpel sein.
                Die Schichtübergabe war ebenfalls unrealistisch, denn es wurden eigentlich keine Informationen ausgetauscht. Dieser aber sind bei einem Überwachungsjob essentiell, zumindest müßten beide ein Protokoll bei der Ablösung einhalten.
                Putz bröckelt, Farbe blättert ab. Schiffe werden nicht renoviert, sondern repariert oder instant gesetzt.
                Ein -rotleuchtender Abtaster, der dann auf grün wechselt- klingt geschmeidiger.
                Gruppenquartiere sind also räumlicher...oder vlt geräumiger? Oder einfach nur größer?
                Offensichtlich ist es ein Nudistenschiff, wenn da nur alte Socken müffeln. Wird dafür extra die Waschmaschine angeworfen? Oder wieviel Kleidung hat so ein Soldat im Schrank, dass er den Überblick verliert?
                -ohne dass jemand in einem Zeitraum von einer Stunde vorbeikam.- Oder einfach, dass -man die Tür stundenlang offen lassen konnte, ohne dass jemand vorbei kam-? Warum ist sein Quartier so abgelegen? Hat er eine Extraschicht oder wechselt die Mannschaft irgendwie nach Plan durch? Das Schiff an sich wirkt sehr verlassen.
                Der Typ sitzt im Dienst den ganzen Tag vorm Computer, kommt nach Hause und setzt sich als erstes wieder vor dem Computer? Oder geht er eher duschen, macht sich was zu essen, hat ein Haustier oder Ritual?
                Was hat er außerhalb seines Dienstes im CIC zu suchen? Wenn das jeder Ablöser machen würde, wäre der Raum voll.
                Er schaut den Captain an, okay. Aber sitzt sie? Steht sie? Was tut sie?
                Kryptischer Schluss...
                Heaven is where the police are British, the chefs are Italian, the mechanics German, the lovers French and it all is organized by the Swiss.
                Hell is where the police are German, the chefs are British, the mechanics french and the lovers are Swiss and it all is organized by the Italians.

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