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Perry Rhodan - Die "dunkle Seite" der Macht

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  • Perry Rhodan - Die "dunkle Seite" der Macht

    Ich habe jetzt die ersten 12 Silberbände von Perry Rhodan gelesen und konnte mir diese kleine Fan-Kurzgeschichte nicht verkneifen... Sind Perry und Atlan wirklich immer solche Saubermänner? Seht selbst, viel Spaß...

    Perry Rhodan - Die "dunkle Seite" der Macht (von Alexander Merow)

    Imperator Atlan da Gonozal VIII, der Herrscher über das marode, aber trotzdem noch sehr mächtige Arkonidenreich, nahm einen weiteren Schluck venusianischen Wein zu sich und musterte nachdenklich ein paar der zahllosen Verzierungen auf dem Goldbecher in seiner Hand. Ihm gegenüber saß sein Freund Perry Rhodan, der Administrator des Solaren Imperiums, mit ausdrucksloser Miene und schwieg.
    „Über ein Imperium zu herrschen, dessen innerer Kern schon so lange vor sich hin verrottet, ist eine Qual, wenn ich ehrlich bin. Ich weiß kaum, an welcher Stelle ich bei meinem Kampf gegen den Zerfall beginnen soll, Rhodan“, gestand Atlan zerknirscht.
    „Ich kann mir ausmalen, vor was für gigantischen Problemen du stehst, mein Freund“, gab der Terraner zurück und versuchte zu lächeln.
    Auf diese Antwort regierte der weißblonde Arkonide mit einem energischen Kopfschütteln. „Nein, Rhodan, du kannst dir nicht ausmalen, was ich alles an unangenehmen Aufgaben zu bewältigen habe. Ich herrsche nicht über ein paar kleine Planeten und eine Handvoll Handelsstützpunkte, sondern über das Große Imperium. Und das ist ein riesenhafter, vor Fäulnis stinkender Moloch, den der Robotregent nur noch durch eiskalte Logik und maschinenhafte Grausamkeit zusammengehalten hat. Dutzende von Völkern, die versucht haben, dem Imperium den Rücken zu kehren, hat der Regent ohne Erbarmen vernichtet. Gemäß seinen mathematischen Berechnungen, was die Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Gefahr und Revolte betrifft. Nur deshalb gibt es das Imperium überhaupt noch.“
    Perry Rhodans Gesicht wirkte zunehmend versteinert, während Atlan mit seinen Ausführungen fortfuhr. „Ich sage es nicht gerne, aber ich habe die Politik des Robotherrschers zum Teil übernehmen müssen, damit hier nicht alles im Chaos versinkt. Zwar habe ich nicht mit der gleichen Kälte gehandelt, aber trotzdem war ich auch gezwungen, in letzter Zeit auf einige hart Dinge zu reagieren…“
    „Was meinst du damit, Arkonide?“, wollte der terranische Gast wissen.
    Imperator Gonozal VIII blickte sich für einen Moment um und sah durch den prunkvoll ausgestatteten Besprechungsraum, als wollte er sich noch einmal vergewissern, dass auch niemand sonst dieses Gespräch mithörte.
    „Ich habe meine Flotte vor zwei Wochen gegen einige Planeten geschickt, auf denen die Springer einige wichtige Basen errichtet hatten. Meine Soldaten haben eine Reihe von Exempeln statuiert, die diesem verräterischen Volk gezeigt haben, dass das Große Imperium nicht mehr länger ein Selbstbedienungsladen ist. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Aras, die meinen Zorn zu spüren bekommen haben“, bemerkte Atlan mit flüsternder Stimme.
    Sein Gesprächspartner schwieg für einen kurzen Moment. „So, so…“, sagte er lediglich.
    „Dieser Springerabschaum hat versucht das Imperium in den Ruin zu stürzen und zu unterwandern! Hätte ich das ungestraft durchgehen lassen sollen? Wer soll uns Arkoniden denn überhaupt noch respektieren, wenn selbst ein solcher Frevel ohne Konsequenzen bleibt?“, knurrte Atlan zornig.
    Rhodan winkte ab. „Mit den Springern und Aras habe ich kein Mitleid. Diese Strafe hatten sie schon lange verdient und ich habe selbst schon oft darüber nachgedacht, ob ich nicht in Zukunft auch härter gegen sie vorgehen soll. Was hat die arkonidische Flotte denn genau veranstaltet, Atlan?“
    Der weißhaarige Hüne erhob sich aus seinem Gliedersessel und stellte sich vor seinen Verbündeten.
    „Auf diesen Planeten lebt jedenfalls nichts mehr und offenbar haben unsere Feinde diese Sprache auch verstanden. Das ist alles, was ich dazu zu sagen habe, Barbar!“, grollte er.
    „So läuft eben die große Politik, Atlan. Ich würde lügen, wenn ich sagte, dass ich bisher alle meine Gegner so sanft behandelt habe, wie es viele glauben. Denke ja nicht, dass man auf Terra nicht auch nach meiner Macht trachtet, auch wenn ich nur über das von dir so belächelte Solare Imperium herrsche“, gab Rhodan zu.
    Sein Gefährte grinste zynisch und fragte dann: „Aha? Dann hast du also auch ein paar Untaten vollbringen müssen, um dein kleines Barbarenreich zu erhalten, wie?“
    Rhodan brummte leise und sah Atlan mit durchdringenden Augen an. „Natürlich, Arkonide! Aber es sind keine Untaten, sondern notwendige Maßnahmen. Auch ich bin in dieser Mühle aus Macht, Kampf und Intrigen gefangen und habe mich ihren Regeln zu unterwerfen. Auf Terra und in unseren Kolonien führt der Geheimdienst seit Jahren einen geheimen Krieg gegen die, die den Interessen der Menschheit im Wege stehen. Ich kann es ebenso nicht zulassen, dass subversive Elemente das zerstören, was ich und mein Führungsstab mühsam und unter großen Opfern aufgebaut haben…“
    „Aber nach außen hin müssen wir den Schein wahren, Barbar. Auch das gehört zu einer klugen Politik“, betonte der Imperator mit erhobenem Zeigefinger.
    „Es bleibt uns ja auch nicht anderes übrig, mein Guter“, stellte Rhodan klar. „Über gewisse Dinge wird im Solaren Imperium weder gesprochen noch berichtet. Auch das ist eine notwendige Maßnahme, die ich schon vor Jahren ergreifen musste.“
    Gonozal VIII. schritt langsam durch das Besprechungszimmer und betrachtete gedankenverloren einige Wandgemälde. Schließlich stellte er sich vor eines der großen Fenster, um seinen Blick über den farbenfrohen Palastgarten schweifen zu lassen.
    „Mein nächster Schritt wird sein, das arkonidische Volk mit der dazu notwendigen Entschlossenheit und Härte vom Irrweg der Dekadenz zu treiben. Ich sehe mich gezwungen, notfalls rücksichtslos durchzugreifen, um den geistigen und körperlichen Niedergang meiner Spezies aufzuhalten. Die 100000 „alten Arkoniden“ werden mir auf Dauer kaum ausreichen, um aus ihnen wieder eine neue, tatkräftige Führungsschicht zu bilden“, murmelte der Kaiser.
    „Was ist eigentlich mit dem Baalol-Kult? Ist die Sache inzwischen erledigt?“, erkundigte sich Rhodan.
    „Nein, aber auch darum werde ich mich noch kümmern. Die Zeiten sind vorbei, wo wir Arkoniden uns wie betäubte Lämmchen verhalten. Der Kreuzzug, der notwendig sein wird, um den Untergang meiner Art aufzuhalten, wird noch viele Opfer fordern. Allerdings wird kein Weg an ihm vorbeiführen!“, knurrte Atlan verbittert.
    „Diese Galaxis wird eben niemals von den Schwachen beherrscht werden, das wussten schon die alten Arkoniden“, kam es von Rhodan mit einem zustimmenden Nicken.
    Sein Freund drehte sich wieder um und sah ihn mit stechenden, roten Augen an. „Das ist eine Tatsache, die nur Narren nicht verstehen wollen! Keine Herrschaft kann ohne Gewalt lange überleben. Wir Arkoniden sind schlaffe, gutmütige Trottel geworden und das wird uns eines Tages das Genick brechen, wenn wir diese Einstellung nicht schnellstens ablegen!“
    Plötzlich kam jemand mit watschelnden Schritten in den Raum herein. Es war ein seltsames, pelziges Wesen, dem ein Wachroboter hinterhertrottete.
    „Diese Kreatur ist autorisiert, den inneren Palast zu betreten, Eure Herrlichkeit!“, bemerkte das Maschinenwesen mit monotoner Stimme.
    „Kreatur? Wie bitte? Du fliegst gleich `ne Runde, du Blechkopp!“, schimpfte die übergroße Maus.
    Atlan strich sich den purpurroten Mantel glatt und räusperte sich. „Gucky? So früh? Hast du dir die kaiserliche Galerie denn schon komplett angesehen?“
    Der Mausebieber grinste und entblößte schelmisch seinen langen Nagezahn. „Ja, ich habe alles gesehen. Ich dachte, ich schaue einfach mal nach, was ihr beiden Bösewichte denn so treibt…“
    Perry Rhodan und Atlan wirkten schlagartig etwas verlegen. „Bösewichte? Was soll denn das heißen?“, fragte der Imperator verunsichert.
    „Offenbar wollt ihr zwei ja demnächst richtig durchzugreifen. Das hätte ich euch gar nicht zugetraut, Herrschaften…“, meinte Gucky vielsagend.
    Sein Chef taumelte verwirrt einige Schritte zurück und bekam kein Wort mehr heraus. „He, keine Angst Perry, ich sage auch niemandem etwas von den Typen aus dem terranischen Parlament, die plötzlich nicht mehr aufgetaucht sind“, lachte Gucky und kniff Rhodan in den Oberschenkel. Mit einem frechen Schmunzeln wandte er sich dann Atlan zu und flüsterte: „Und nimm bei den Aktionen, die du planst, auch genügend Arkonbomben mit. Wenn schon, dann richtig…“
    „Wovon redest du, Gucky?“, stammelte der weißhaarige Souverän und stieß ein angestrengtes Schnaufen aus.
    „Versucht nicht, dem alten Gucky etwas vor zu machen. Immerhin kann ich in eure hübschen Köpfe gucken, Leute!“, erinnerte das Pelzwesen die beiden Männer und tapste wieder pfeifend davon.
    "Der Überwachungsstaat der Zukunft findet dich!"
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    http://www.amazon.de/Beutewelt-B%C3%.../dp/3869018399
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  • #2
    Das passt eher ins Spiegeluniversum ( Ja-ja das gibt es nicht nur bei STAR TREK )
    BTW: Die Gedanken kann die Riesenmaus bei beiden nur dann lesen, wenn sie ihre Blockade vernachlässigen - was bei einem solchen Gespräch nicht der Fall sein dürfte...
    Zu Anti-Rhodan und Anti-Atlan würde eine solche Unterhaltung passen.
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    • #3
      Ich fand die Idee einfach mal ganz witzig. Das sind eben die "unveröffentlichten" Szenen der Serie
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      • #4
        Zitat von Alexandermerow Beitrag anzeigen
        Ich fand die Idee einfach mal ganz witzig. Das sind eben die "unveröffentlichten" Szenen der Serie
        Schon klar...
        Allerdings liest es sich wie eine Anti-Version zu PR - außer wenn man das Anti-Universum mit einrechnet, dahin passt es perfekt.

        Zwölf Jahre nach der spektakulären Wiederwahl von Perry Rhodan als Großadministrator ist die Schwarmkrise von allen galaktischen Völkern überwunden, und es zeichnen sich große Fortschritte in der technischen Entwicklung ab. Bei einem Testlauf des neuartigen Nug-Schwarzschild-Reaktors an Bord der MARCO POLO wird das Ultraschlachtschiff in ein Paralleluniversum transferiert. Dort herrscht seit über 1500 Jahren das diktatorische Regime des skrupellosen Perry Rhodan II. Terra II präsentiert sich als realer Alptraum mit Sklavenhaltung und Gefängnischarakter.
        Quelle: Perypedia

        Das bringt es sehr gut auf den Punkt.
        Dein Text brachte mich deswegen sofort darauf.
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        • #5
          Wer weiß, was uns Atlan und Rhodan alles so verschweigen Jedenfalls hält Perry ja die Fäden seeehr lange in den Händen, wobei eine Wahl da schon fast ulkig wirkt. Aber er wird auch mal abgesetzt, oder? (In irgendeinem Band). Hat mir jedenfalls einer erzählt.
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          • #6
            Zitat von Alexandermerow Beitrag anzeigen
            Wer weiß, was uns Atlan und Rhodan alles so verschweigen Jedenfalls hält Perry ja die Fäden seeehr lange in den Händen, wobei eine Wahl da schon fast ulkig wirkt. Aber er wird auch mal abgesetzt, oder? (In irgendeinem Band). Hat mir jedenfalls einer erzählt.
            Jopp - später ( und irgendwann, denke ich mir, hatte er auch keine Lust mehr, diesen Haufen zu führen... )

            Zwischenzeitlich hat er von den Kosmokraten ja auch "Milchstraßen-Verbot" bekommen...
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            • #7
              Zwischenzeitlich hat er von den Kosmokraten ja auch "Milchstraßen-Verbot" bekommen...
              Klingt ja witzig, Köln-Kalk-Verbot
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              • #8
                Zitat von Alexandermerow Beitrag anzeigen
                Klingt ja witzig, Köln-Kalk-Verbot
                In der Tat war es sogar ein "Mächtigkeitsballungsverbot" - sprich, sie durften (konnten) sich im gesamten Machtbereich von ES nicht mehr blicken lassen. (Ihre Aura als "Ritter der Tiefe" verhinderte das.)

                Die drei Ritter (Jen Salik, Perry Rhodan, Atlan) fanden das weit weniger lustig...
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