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Stargate: Wormhole X-Lantis

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  • Stargate: Wormhole X-Lantis

    Titel: Wormhole X-Lantis
    Serie: Stargate Atlantis
    Zeitliche Einordnung: nach Staffel 5
    Genre: Humor, Parodie
    Anmerkung: Ich fand es immer schade dass SGA nie eine Folge in der Art von Wormhole X-Treme oder 200 wie sie die Mutterserie SG-1 hatte, bekommen hat. Und was macht man in so einem Fall? - Richtig, man schreibt die Folge einfach selbst
    Hier also eine kleine Parodie die gleichzeitig eine humorvolle Hommage an 100 Folgen Stargate Atlantis darstellt.



    Pilotfolge, Teil 1:



    Eine atemberaubende Spannung baute sich auf, als sich der Ereignishorizont, nach dem einrasten des achten Chefferons, aktivierte.
    In der folgenden Stille hätte man eine Stecknadel fallen hören können.
    Kurz darauf brandete begeisterter Applaus von den vielen, im Torraum versammelten Leuten auf. Zum ersten Mal hatten die Menschen der Erde ein Wurmloch in eine andere Galaxie geöffnet.

    ***

    Colonel Stancey Monroe konnte ihr Glück kaum fassen. Sie hatten es tatsächlich geschafft! Sie beugte sich zu dem Techniker hinunter: „Schicken Sie das Malp los!“

    Der Techniker drückte einen Knopf und das Malp machte sich auf den Weg. Das erste, was man auf dem Bildschirm sah, der die Daten des Malps übertrug war ein: „No Signal“.

    „Empfangen Malp-Telemetriedaten“, informierte der Techniker die vier um ihn versammelten Personen kurz darauf.

    „Womit haben wir es zu tun?“, wollte Monroe wissen.

    „Umschalten auf Zerosperren“, sagte der Techniker, während sich Doktor Benjamin Ingram neben ihm nieder ließ.

    „Das Radar zeigt einen großen Raum an“, stellte Ingram fest.

    „Strukturell intakt?“, wollte Doktor Levant wissen.

    Ingram betrachtete die Anzeigen. „Die Umgebungssensoren melden Sauerstoff, keine messbaren Gifte, brauchbare Lebensbedingungen – Wir kommen aus der Sache wohl nicht mehr raus.“

    Er stand auf und wechselte einen kurzen Blick mit Monroe. Beide lächelten. Daraufhin verließ Ingram die anderen Richtung Torraum.

    Monroe sah zu General Danning hinüber.

    Dieser nickte ihr zu. „Colonel Monroe, Sie haben grünes Licht.“

    „Danke Sir“, erwiderte Monroe und machte sich auch auf den Weg zu dem Rest ihres Expeditionsteams.

    „Schön Leute, dann mal los!“, hörte sie dabei schon von weitem eine Stimme aus dem Torraum. „Wir wissen nicht wie viel Saft wir haben! Sicherungsteams eins und zwei ihr seid zuerst dran! Alle anderen Personen folgen danach auf unser Zeichen! Nach erreichen der anderen Seite nicht stehen bleiben! Räumen sie den Torbereich! Auf mein Kommando …!“

    „Augenblick Colonel Doggett!“, unterbrach Monroe ihn, als sie den Torraum erreichte. Sie schulterte ihren Rucksack und ging die Rampe zum Tor hinauf, bis sie schließlich neben Doggett stehen blieb. „Wir gehen zusammen durch!“

    „Wenn Sie meinen“, seufzte Doggett.
    Monroe war zwar wie er Colonel, aber sie hatte trotzdem nur die zivile Leitung. Er, Colonel Doggett dagegen, würde die militärische Leitung der Expedition innehaben. Und die Militärleute sollten normal zuerst gehen, um die Gefahren auf der anderen Seite zu beseitigen, bevor die Zivilisten nachkamen. Aber zumindest am Anfang wollte er versuchen, sich mit Monroe gut zu stellen.

    Monroe drehte sich kurz vor dem Ereignishorizont noch einmal um und nickte den Männern hinter der Panzerglasscheibe ein letztes Mal zu. Vielleicht würde sie sie nie wieder sehen. Dann trat sie in das Wurmloch, das sie direkt nach X-Lantis bringen würde.

    ***

    „Danning, ich könnte noch immer …“, versuchte Levant den General in diesem Moment zu überzeugen, auch ihn auf diese Mission zu lassen.

    „Nein“, war alles was Danning entgegnete.

    „Ich pack schnell meine …“, versuchte Levant es noch einmal.

    „Nein“, war wieder Dannings einziger Kommentar.

    „Aber warum?“, wollte Levant verzweifelt wissen.

    „Weil ich das sonst vielleicht nie wieder tun könnte“, erwiderte Danning, trat ganz nah zu Levant und küsste ihn leidenschaftlich.

    „Oh“, war alles was Levant dazu einfiel. „Du hast recht Danning, das hatte ich wirklich nicht bedacht. Keine wissenschaftliche Expedition ist es wert, dass wir dafür unsere Beziehung beenden. Wenn ich das nächste Mal auf so eine Schnapsidee komme, erschieß mich bitte“, nach diesen Worten fingen die beiden erneut an, sich leidenschaftlich zu küssen.


    ***

    Sheppard, McKay, Teyla und Ronon starrten Martin Lloyd an.

    „Und wie finden Sie es?“, fragte Lloyd begeistert.

    Sie saßen zu fünft im Konferenzzimmer von Atlantis. Mehrere Drehbücher lagen kreuz und quer auf dem Tisch verteilt herum.
    Martin Lloyd, der Erfinder von Wormhole X-Treme, einer Serie die im Fernsehen nicht über die ersten drei Folgen hinausgekommen war, sich aber auf DVD sehr erfolgreich verkaufte, hatte ein neues Projekt am Start: Die Ablegerserie Wormhole X-Lantis.
    Als General O’Neill davon gehört hatte, war ihm nichts besseres eingefallen, als Martin sofort nach Atlantis zu schicken, wo Sheppard und sein Team ihm als Berater zur Seite stehen sollten.
    Eine wirklich dumme Idee, wie Sheppard fand.

    „Wie sind Sie auf diese Szene gekommen?“, erkundigte sich Sheppard vorsichtig.

    Alles hatte sich vor ungefähr fünf Jahren genauso abgespielt, wie es in diesem Drehbuch stand, was wiederum auf ein Sicherheitsleck hindeutete. Na ja zumindest hatte sich fast alles so abgespielt.

    „General O’Neill ist mir bei ein paar ersten Entwürfen zur Hand gegangen“, strahlte Martin.

    „Auch beim Ende der Szene?“, wollte Ronon wissen.

    „Wie bitte?“, fragte Martin verständnislos.

    „Na Danning und Levant …“, erwiderte Ronon.

    „… die beiden küssen sich“, vollendete Teyla grinsend den Satz.

    „Oh nein, damit hatte General O’Neill nichts zu tun“, erwiderte Martin. „Dass haben wir erst später ins Drehbuch geschrieben.“

    „Aber warum?“, wollte Ronon wissen. „Dass ist doch ein völlig untypisches Verhalten für diese beiden Personen. Ich meine in den letzten 200 Folgen X-Treme wurde nie so etwas angedeutet.“

    „Das ist richtig“, bestätigte Martin, „aber wir haben immer einen Blick auf die Fans. Und in zahlreichen Fanfictions in diversen Internetforen haben die beiden was miteinander. Die Fans wollen so etwas sehen.“

    „Wieso heißt die Serie eigentlich X-Lantis?“, wollte McKay wissen. „Wieso nicht Atlantis, Troja, Babylon oder etwas in der Art?“

    „Serien mit einem X im Titel verkaufen sich einfach besser“, klärte Martin den Wissenschaftler auf. „Und nachdem es nicht so viele Städte mit einem X im Titel gibt, haben wir eben selber einen Namen kreiert.“

    „Dieser Colonel Doggett“, übernahm Sheppard neugierig das Wort, „ist also der militärische Leiter von X-Lantis?“

    „Nur in der Pilotfolge“, erwiderte Martin, „in dieser stirbt der Colonel dann. Wir haben einfach nicht genug Budget, um ihn für eine ganze Staffel zu verpflichten.“

    „Und wer wird danach der militärische Leiter?“, wollte Sheppard wissen.

    „Braucht X-Lantis denn überhaupt einen militärischen Leiter?“, fragte Martin erstaunt zurück.

    „Unbedingt!“, entgegnete Sheppard.

    Martin machte sich eine Notiz auf einem leeren Blatt Papier. „OK, General O’Neill meinte, sie wären die besten Berater die es gäbe. Also sollte ich wohl auf sie hören. Wie stellen Sie sich denn den neuen militärischen Leiter von X-Lantis vor?“

    „Nun ich dachte an einen Major, der im Laufe der Serie vielleicht zum Colonel aufsteigt“, überlegte Sheppard. „Er könnte zum Beispiel Sheppard heißen. Mitte dreißig, schwarze Haare, charmant, gut aussehend …“

    „Oh bitte!“, stöhnte McKay, verdrehte die Augen und angelte sich das nächstbeste Drehbuch das vor ihm lag. „Bevor sie ihre vollkommen albernen Ideen weiter erörtern, lassen sie uns noch schnell einen Blick auf die anderen Drehbücher werfen und aufzählen, was darin alles vollkommener Unsinn ist. Vielleicht sind wir dann rechtzeitig zum Abendessen damit fertig.“




    Pilotfolge, Teil 2:



    „Und so verloren die Neueraner schließlich den Krieg“, erzählte das Hologramm …

    ***

    „Neueraner?“, fragte McKay entsetzt. „Was ist denn das für ein Name?“

    „Wieso? Was ist an dem Namen schlecht?“, wollte Martin wissen.

    „Naja, es ist doch eine alte, längst ausgestorbene Rasse“, versuchte McKay seinen Standpunkt zu erläutern. „Wäre es da nicht besser, wenn sie keine Wörter wie ‚neu’ im Namen hätten?“

    Martin sah ihn verwirrt an. „Aber wieso? Den Namen haben sie sich selbst gegeben, als sie noch lebten. Wie sollten sie sich sonst genannt haben? Alteraner vielleicht?“

    Als er sah wie die anderen ihn anstarrten, zuckte er mit den Schultern. „Na gut an dem Namen kann man natürlich auch noch etwas feilen.“

    ***

    „Und so verloren die Moderner schließlich den Krieg“, erzählte das Hologramm. „Nicht weil sie technisch unterlegen gewesen wären, sondern weil dieser schrecklichster aller Feinde mit denen sie es jemals zu tun gehabt hatten, einfach zahlenmäßig haushoch überlegen war. Die letzten Moderner versenkten schließlich X-Lantis im Meer und flohen auf die Erde, in der Hoffnung eines Tages zurückkehren zu können.“

    Als das Hologramm geendet hatte, drehte sich Monroe zu dem tschechischen Wissenschaftler um, der den Hologrammraum als erstes gefunden hatte. „Ich kann nur hoffen, dass wir diesem schrecklichen Feind von dem das Hologramm gerade gesprochen hat nie begegnen werden.“

    Bevor der Tscheche antworten konnte, kam Ingrams Stimme aus der Decke: „Colonel Monroe, ich habe etwas entdeckt, sie müssen sofort hier her kommen wenn Sie es nicht verpassen wollen!“

    „Entschuldigen Sie mich“, sagte Monroe und machte sich auf den Weg in den Kontrollraum. Was Ingram wohl gefunden hatte? Außer den Lautsprechern.

    „Was gibt es Doktor?“, wollte sie wissen, als sie bei ihm eintraf.

    „Wir sind in der versunkenen Stadt X-Lantis, richtig?“, frage Ingram.

    „Äh, ja, das hoffe ich doch“, entgegnete Monroe etwas unsicher.

    „Falsch“, entgegnete Ingram und drückte einen Knopf.

    Auf einmal gab es in der ganzen Stadt leichte Erschütterungen.
    Und dann spürte Monroe das sich die Stadt bewegte.
    Das sie sich nach oben bewegte.
    Und dann sah sie aus dem Fenster und bemerkte, dass das Wasser, welches bis vor kurzem dort gewesen war, einem wolkenlosen Himmel gewichen war und gerade ein Schwarm Möwen vorbeiflog.


    ***

    „Möwen?“, frage Sheppard. „In einer anderen Galaxie?“

    „Na schön, dann streichen wir eben die Möwen“, entgegnete Martin und strich den letzten Halbsatz mit einem roten Stift durch.

    ***

    Und dann sah sie aus dem Fenster und bemerkte, dass das Wasser, welches bis vor kurzem dort gewesen war, einem wolkenlosen Himmel gewichen war.

    „Wir sind nicht in der versunkenen Stadt X-Lantis“, nahm Ingram seinen vorherigen Gedanken wieder auf, „wir sind in der schwimmenden Stadt X-Lantis.“

    „Heißt dass …?“, fragte Monroe.

    „Ja, dass heißt es“, bestätigte Ingram. „Wir können den Schutzschild jetzt abschalten. Das heißt, der Strom geht uns doch nicht so schnell wie befürchtet aus und wir müssen auch nicht so bald mit einem Tod durch ertrinken rechnen.“

    „Das sind hervorragende Neuigkeiten Doktor!“, strahlte Monroe. „Dann haben wir das Team von Doggett und Sheppard ganz umsonst losgeschickt um uns einen Planeten zu suchen, auf den wir evakuieren können.“

    In diesem Moment aktivierte sich das Stargate.

    Ingram setzte sich sofort an einen Computer. „Wenn man vom Teufel spricht. Ich erhalte Sheppards Zugangscode.“

    „Schild öffnen“, befahl Monroe.

    Kaum war der Schild abgeschaltet, stolperte eine große Gruppe Menschen aus dem Ereignishorizont. Monroe und Ingram kamen ihnen entgegen und blieben vor Sheppard stehen, der zusammen mit einer unbekannten Frau den Anfang der Gruppe bildete.

    „Wer sind diese Leute Major?“, wollte Monroe wissen.

    „Flüchtlinge“, entgegnete Sheppard, bevor er zu Ingram ging und ihn umarmte.

    Dann fingen die beiden an sich leidenschaftlich zu küssen.


    ***

    „Was?!“, riefen Sheppard und McKay entsetzt.

    „Ich habe ihnen doch von den Fans und ihren Fanfictions erzählt“, meinte Martin. „Und Sie wollten doch einen gut aussehenden, charmanten Anführer“, wandte er sich an Sheppard, „dann sollte der doch auch an zwischenmenschlichem Kontakt interessiert sein oder?“

    „Schon“, meinte Sheppard vorsichtig, „aber vielleicht doch eher mit dem anderen Geschlecht … wenn das ginge?“

    „Ungern“, seufzte Martin, „aber wenn Sie unbedingt wollen … Sie sind der Berater.“

    ***

    „Wer sind diese Leute Major?“, wollte Monroe wissen.

    „Flüchtlinge“, entgegnete Sheppard, „darf ich Ihnen Mikala vorstellen Colonel?“, dabei legte er den Arm und die Schulter der Frau, die neben ihm stand. „Sie ist die Anführerin dieser Gruppe Menschen und bittet um Asyl. Und“, während er das sagte leuchteten seine Augen, „ich glaube ich habe mich in sie verliebt.“

    „Oh Major!“, seufzte Mikala glücklich, bevor sie sich in die Arme fielen und sich heiß und innig küssten.


    ***

    „Was?“, fragte Martin, als ihn Teyla mit einem durchbohrenden Blick anstarrte.

    Aber es war nicht Teyla, sondern McKay der antwortete: „Vielleicht sollten sie diese ganzen Liebesgeschichten einfach weglassen. Sie wollen doch keinen zweiten Kirk.“

    „Weglassen?“, wollte Martin nachdenklich wissen. „Tja vielleicht haben Sie recht. Aber ich behalte das trotzdem mal im Hinterkopf. Für den Fall, dass wir mal eine dritte Serie machen …“

    ***

    „Wer sind diese Leute Major?“, wollte Monroe wissen.

    „Flüchtlinge“, entgegnete Sheppard. „Darf ich Ihnen Mikala vorstellen Colonel?“, dabei deutete er auf die Frau, die neben ihm stand. „Sie ist die Anführerin dieser Gruppe Menschen und bittet um Asyl.“

    Monroe schüttelte Mikala die Hand. „Freut mich Sie kennen zu lernen. Sie und Ihr Volk sind hier herzlich willkommen.“

    Dann ließ Monroe den Blick über die Gruppe schweifen. „Major, wo ist Colonel Doggett?“

    Sheppard sah betreten zu Boden. „Er ist tot. Wir sind auf eine feindliche Alienrasse getroffen. Er hat es leider nicht überlebt.“


    ***

    Ronon runzelte die Stirn. „Sie führen das erste Aufeinandertreffen mit den Aliens in einem Gespräch ein? Ohne sie zu zeigen? Ohne großen Kampf?“

    „Wir wollen die Zuschauer etwas im ungewissen lassen“, erklärte Martin. „Ihnen nicht gleich zeigen um wen es sich handelt. Außerdem mussten wir an einigen Stellen sparen, damit das Budget für die ganze Staffel reicht.“

    „Reicht ist ein gutes Stichwort“, meinte McKay, „heute gibt es nämlich Pizza in der Kantine und die reicht nie lange. Können wir jetzt vielleicht endlich den Schluss der Folge besprechen?“

    ***

    Sheppard stand auf dem Balkon und blickte in die sternenklare Nacht hinaus, als Monroe neben ihn trat.

    „Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, wer in Ihr Team kommt Major?“, wollte Monroe wissen.

    „In mein Team?“, fragte Sheppard verwundert.

    „Sie sind jetzt der ranghöchste Militärangehörige, der keine Stadt leitet, oder muss man Sie erst daran erinnern?“, fragte Monroe zurück.

    „Toller ranghöchster Militärangehöriger“, entgegnete Sheppard. „Auf der ersten Mission verschaffe ich uns gleich die größten Feinde, die es in dieser Galaxie gibt. Feinde gegen die sogar die Moderner nichts ausrichten konnten.“


    ***

    „Moment“, fragte Sheppard, „woher weiß man, dass es sich um die gleichen Feinde handelt? Das wird an keiner Stelle erwähnt.“

    „Naja, dass liegt doch auf der Hand“, entgegnete Martin. „Um wen sollte es sich denn sonst handeln? Wenn das jetzt nicht die Feinde wären, von denen das Hologramm gesprochen hat, würde dass die Fans viel zu sehr verwirren.“

    „Unterschätzen Sie die Fans nicht. Das sind alles sehr intelligente Leute“, entgegnete Sheppard.

    „Komisch“, meinte Martin, „dass hat schon mal jemand zu mir gesagt.“

    „Das Ende“, drängte McKay.

    ***

    „Naja, früher oder später wären wir sowieso auf sie getroffen“, erwiderte Monroe. „Und jetzt wissen wir wenigstens mit wem wir es zu tun haben.“

    Nach diesen Worten sagte keiner von ihnen mehr etwas.
    Sie standen nur still nebeneinander und sahen hinaus, auf das dunkle Meer und in die sternenklare Nacht.
    Welche Abenteuer würden in dieser Galaxie wohl auf sie warten?






    Fortsetzung folgt ...
    Wormhole GalaXy
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    Neu: Das große Finale: Folge 40: Ursprung

  • #2
    Gefällt mir...
    Ein ums andere Mal konnte ich mir ein breites Grinsen nicht verkneifen. Der Humorfaktor stimmt hier.

    Umso bemerkenswerter, da Parodien gar nicht soooo leicht zu schreiben sind.
    Ich bin bereits auf die nächste Folge gespannt...
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    Kommentar


    • #3
      Na dann sag ich mal Danke für die Blumen - freut mich wenn es dir bis jetzt gefällt

      Bei Parodien kommt es - finde ich - immer ein bisschen auf das an, was man parodiert. SGA war/ist insofern nicht ganz so einfach, da sich die Serie selbst nicht all zu ernst nimmt. Aber zum Glück haben Wormhole X-Treme und 200 ja gezeigt wie es trotzdem gehen kann - ich habe also nur von den besten gelernt.



      Bevor Sheppard und Co. Martin zum Rest der 1. Staffel beraten, gilt es jetzt erstmal ein anderes Thema zu klären: Wer sind eigentlich diese größten aller Feinde, die diese Galaxie hervorgebracht hat?



      Die Feinde



      „Was mich interessieren würde“, meinte Ronon, während er sich ein Stück Pizza in den Mund schob, „wer sind denn nun diese großen Feinde?“

      Sie hatten es sich zu fünft in der Kantine bequem gemacht, aber das Thema X-Lantis ließ sie einfach nicht los.

      Martin musste grinsen. „Diese Feinde sind der absolute Hammer. Sie sind etwas völlig neues. Etwas, was fast jeder Zuschauer kennt, weswegen es immer wieder Aha-Erlebnisse geben wird.“

      „Wie kann etwas vollkommen neu sein und trotzdem von fast allen Zuschauern gekannt werden?“, wollte Sheppard wissen.

      „Im X-Universum ist es etwas völlig neues“, erklärte Martin. „Im wirklichen Leben hat eigentlich schon jeder von diesen Wesen gehört. Auch wenn man bis dato nicht wusste, dass sie wirklich böse sind. Wobei sie eigentlich gar nicht böse sind. Es ist eher die Art, wie sich diese Rasse ernährt. So wie der große Teil der Menschheit kein großes ethisches Dilemma darin sieht, beispielsweise … Hühner zu essen …“

      „Hühner?“, fragte Ronon stirnrunzelnd. „Sie wollen eine Geschichte über Hühner erzählen? Das klingt nicht besonders interessant.“

      „Nein“, entgegnete Martin überrascht. „Was ich damit sagen wollte…“

      „Was er damit sagen wollte“, unterbrach ihn McKay, „ist – Legenden.“

      „Was?“, fragte Sheppard verständnislos.

      „Legenden“, führte McKay seinen Gedanken fort, „Fabelwesen, Vampire…“

      „Vampire?“, fragte Teyla.

      „Aber ja“, bestätigte McKay. „Vampire. Vampire ernähren sich von Blut, dem Lebenselixier der Menschheit. Deswegen werden sie immer wieder als böse hingestellt. Aber sind sie deswegen böse? Nein – sie haben nur keine andere Alternative zu überleben.“

      „Vampire?“, fragte auch Sheppard.

      „Aber ja“, entgegnete McKay noch einmal. „Fast jeder kennt Vampire.“

      „Und sie kamen in Wormhole X-Treme nie vor“, schloss sich Ronon McKays Idee an. „Es wäre in dieser Hinsicht also etwas völlig neues. Daraus könnte man etwas machen.“

      „Und das moralische Dilemma, dass sie nur die Feinde der Menschheit sind weil sie sonst aussterben würden, könnte interessant sein“, überlegte Teyla. „Ich meine, hat man dann ein Recht sie überhaupt auslöschen zu wollen?“

      „Wenn es ums überleben geht…“, nahm Sheppard die Überlegung auf.

      „Vampire?“, fragte nun Martin dazwischen. „Nein von Vampiren habe ich eigentlich nicht geredet.“

      Sheppard, Ronon und Teyla sahen Martin interessiert an. McKay lud sich ein neues Stück Pizza auf seinen Teller.

      „OK Martin, jetzt machen Sie mich langsam neugierig“, meinte Sheppard. „Wer sind denn nun Ihre außerirdischen Feinde?“

      „Nun“, erzählte Martin begeistert, „es handelt sich um ca. 90 cm große, am ganzen Körper behaarte Wesen. Also fast am ganzen Körper behaart. Die Ohren und die überdimensionale Nase sind als einzige frei von Fell.“

      „Ameisenbären?“, fragte Teyla. „Ihre Feinde sind Ameisenbären?“

      „Was?“, fragte Martin irritiert.

      „Haben Ameisenbären Ohren?“, wollte Ronon wissen.

      „Keine Ahnung“, entgegnete Teyla. „Ich weiß nur, dass sie eine große Nase haben. Colonel?“

      Teyla und Ronon drehten sich interessiert zu Sheppard um, aber bevor dieser sein Wissen darüber kundtun konnte, ob Ameisenbären Ohren hatten oder nicht, redete Martin schon weiter. „Nein Ameisenbären sind nicht die großen neuen Feinde.“

      „Noch Pizza?“, fragte McKay, nachdem er das letzte Stück gegessen hatte. Die anderen sahen ihn verwirrt an. „Das heißt wohl ja“, entschied McKay und stand auf um Nachschub zu holen.

      „Also ihr Fell ist hellbraun-ocker-orange, irgend so was in der Art, daran wird noch gearbeitet“, nahm Martin seinen Gedanken wieder auf.

      „Wie heißen denn Ihre Feinde?“, wollte Ronon wissen.

      „Melmacen oder Melmacianer“, entgegnete Martin, „darüber wird noch gestritten. Vielleicht verwenden wir auch beide Namen.“

      Sheppard sah Martin verblüfft an.

      „Demnach heißt deren Heimatplanet…“, überlegte Teyla.

      „Melmac“, antwortete Martin stolz. „Aber der Planet existiert nicht mehr. Er wurde durch eine atomare Katastrophe zerstört.“

      „Was wurde zerstört?“, fragte McKay neugierig, der mit zwei voll beladenen Blechen Pizza an den Tisch zurückkehrte. Eins stellte er in die Tischmitte, das andere vor sich selber.

      „Der Heimatplanet der Melmacen“, klärte Ronon McKay auf. „Durch eine atomare Katastrophe.“

      McKay sah auf. „Atomare Katastrophe? Jetzt wird es interessant. Wie ist es zu dieser atomaren Katastrophe gekommen?“

      „Indem alle Melmacen gleichzeitig alle ihre Haartrockner eingeschaltet haben“, erzählte Martin.

      „Was?“, fragte McKay entsetzt. „Durch das einschalten von Haartrocknern? Das klingt aber unheimlich dämlich.“

      „Vor allem klingt es unheimlich geklaut“, meinte Sheppard.

      „Oh nein, wir haben nichts geklaut“, verteidigte sich Martin. „Das Studio hält die Rechte an der anderen Serie. Dementsprechend dürfen wir ganz legal Sachen daraus verwenden. Außerdem arbeiten ein paar der früheren Autoren dieser Serie jetzt bei uns. Durch sie sind wir erst auf die Idee gekommen, die Melmacen einzubauen.“

      Ronon und Teyla sahen sich verwirrt an. Sie verstanden kein Wort, aber Sheppard war jetzt in seinem Element. „Und dann ist die Nahrung der Melmacen, von denen Sie geredet haben…“

      „Katzen“, strahlte Martin. „Sie ernähren sich von Katzen. Das hat sie zu den größten Feinden der Moderner werden lassen und das macht sie jetzt auch zu den größten Feinden der Menschheit.“

      „Katzen?“, fragte Ronon lahm. „Sie werden zu den größten Feinden der Menschheit weil sie Katzen fressen?“

      „Oh ja!“, rief Martin begeistert aus.

      „Dann hätte ich eine kleine Frage“, wandte sich Sheppard interessiert an Martin. „Wie ist Colonel Doggett beim ersten Zusammentreffen mit den Melmacen eigentlich gestorben? Oder war er zufällig eine Katze?“

      „Aber nein, natürlich nicht!“ Martin schüttelte den Kopf. „Er hatte einen Herzinfarkt. Colonel Doggett war nämlich ein sehr großer Katzenfreund.“

      Sheppard verschränkte seine Arme auf dem Tisch und ließ seinen Kopf darauf fallen. „Ich werde auf einmal so unheimlich müde.“

      „Großartig“, strahlte McKay. „Dann essen Sie ja Ihren Teil der Pizza nicht mehr“, mit diesen Worten angelte er einige Stücke vom zweiten Pizzablech und legte sie auf sein inzwischen leeres Blech.

      Martin putzte sich den Mund ab und stand auf: „Ich schlage vor, dann schlafen sie sich alle jetzt erstmal richtig aus. Wir müssen morgen noch einige Drehbücher durchgehen.“

      „Kann es kaum erwarten“, stöhnte Sheppard, als Martin die Kantine verlassen hatte.
      Wormhole GalaXy
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      Kommentar


      • #4
        1. Staffel




        „Beeilen Sie sich!“, schrie Sheppard seinem Partner Mercedes zu. Die beiden hatten nur noch zwei Minuten, bevor eine Atombombe X-Lantis zerstören würde.

        Mercedes zog seine Waffe und feuerte einen Schuss ab. Einer der sechs Terroristen, die sie verfolgten ging zu Boden. Sofort waren Sheppard und Mercedes bei ihm.

        „Rede!“, schrie Sheppard den Melmacen an, während Mercedes die Umgebung sicherte. „Wie lautet der Code um die Bombe zu entschärfen?“

        Der angeschossene Melmacenterrorist grinste Sheppard nur an.

        „Eine Minute Sir“, rief Mercedes.

        „Na los!“, schrie Sheppard noch einmal. „Oder ich schneid dir deine Nase ab!“

        „Ist ja gut“, meinte der Melmace erschrocken. „Der Code ist 4-8-15-16-23-42.“

        „Haben Sie das?“, rief Sheppard in sein Funkgerät.

        „Ja, wir konnten die Bombe in letzter Sekunde entschärfen“, entgegnete Ingram, der Computerexperte der Pegasus-CTU.

        „Puh, dass war knapp“, meinte Mercedes erleichtert und ließ sich auf den Boden sinken.

        „Es ist noch nicht vorbei“, meinte Sheppard, als er sah, wie sich sein Partner entspannte.

        „Wieso? Wir konnten die entführten Politiker retten, den Virus sicherstellen und jetzt die Atombombe entschärfen“, zählte Mercedes auf. „Außerdem haben wir in den letzten zwanzig Stunden mindestens zehn Verfolgungsjagden hinter uns und konnten in dieser Zeit nicht einen einzigen Bissen essen oder aufs Klo gehen. Was soll denn jetzt noch kommen?“

        „Sie haben eben schon das Hauptargument dafür gebracht, warum es noch nicht vorbei sein kann“, erklärte Sheppard seinem Partner. „Es sind erst zwanzig Stunden vorbei.“

        Wie aufs Stichwort meldete sich Ingram wieder über Funk. „Sheppard, passen Sie auf: Alles was die Melmacen in den letzten zwanzig Stunden veranstaltet haben, war nur ein Ablenkungsmanöver.“

        Sheppard und Mercedes tauschten Blicke. „Ein Ablenkungsmanöver wofür?“

        „Sie haben die Katze des Präsidenten in Ihre Gewalt gebracht. Sheppard passen Sie auf, hier vermuten Leute, dass Sie mit den Melmacen unter einer Decke stecken.“

        „Was?“, fragte Sheppard entsetzt.

        „So wie es ausschaut, haben wir einen Verräter in den eigenen Reihen, der falsche Informationen verbreitet. Sheppard, Sie werden jetzt von unseren eigenen Leuten gejagt. Vertrauen Sie niemandem!“



        ***


        „Das war Ihre erste Idee für X-Lantis?“, fragte Sheppard und schlug das Drehbuch zu.

        Es war der nächste Tag und die fünf gingen weitere Drehbücher der ersten Staffel durch.

        „Ja, genial, nicht wahr?“, wollte Martin wissen. „Gefahr plus tickende Uhr, dass ist das E gleich mc Quadrat im Fernsehgeschäft. Deshalb wollten wir aus X-Lantis eine Echtzeitserie machen.“

        „Aber das haben Sie nicht?“, wollte Ronon wissen.

        „Nein, als wir die Hälfte der Drehbücher fertig hatten, wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass es so eine Serie schon gibt.“

        „Was für ein Rückschlag“, meinte Sheppard in gespieltem Entsetzten.

        „Das können Sie laut sagen“, meinte Martin. „Aber wir haben ein bisschen Echtzeit-Feeling in die Serie gerettet. In der Folge ‚38 Minuten’ bleibt ein Gateschiff in einem im Weltraum schwebenden, aktivierten Stargate stecken und die Protagonisten haben nur 38 Minuten um sich zu befreien, bevor alle sterben.“

        „Gateschiff?“, fragte Sheppard entsetzt.

        „Ja natürlich Gateschiff“, entgegnete Martin verwundert. „Es ist ein Schiff das durch ein Gate fliegt. Wie sollte es denn sonst heißen?“

        Bevor Sheppard antworten konnte, mischte sich Ronon ein. „Sie wollen eine ganze Folge erzählen, in der es nur darum geht, einen Jumper aus einem Gate zu befreien? Klingt irgendwie ein bisschen langweilig.“

        „Deswegen bauen wir auch noch ein bisschen zusätzliche Spannung ein“, strahlte Martin. „Einer der Protagonisten schwebt nämlich obendrein in Lebensgefahr.“

        „In was für einer Lebensgefahr?“, wollte Teyla vorsichtig wissen.


        ***


        „Was ist los?“, wollte der Arzt der X-Lantisexpedition wissen, als er im Kontrollraum eintraf und das aktivierte Tor sah.

        „Es ist Major Sheppard“, entgegnete Monroe. „Es geht ihm nicht besonders gut.“

        „Ach nein?“, antwortete der Arzt gereizt. „Nachdem Sie mich bei meiner Lieblingsserie gestört haben, habe ich auch nichts anderes erwartet. Ich frage noch einmal: Was ist los?“

        „Ein außerirdischer Käfer hat sich in Sheppards Hals verbissen und lässt nicht mehr los“, informierte Monroe den Doktor.

        „Ein Käfer?!“, fragte dieser entgeistert. „Sie stören mich wegen einem Käfer?“

        „Wegen einem außerirdischen Käfer“, verbesserte ihn Monroe.

        „Wir sind in einer anderen Galaxie, natürlich ist der Käfer außerirdisch“, meinte der Arzt und rollte mit den Augen, bevor er sich umdrehte, um den Kontrollraum wieder zu verlassen.

        „Wo wollen Sie hin?“, rief Monroe ihm hinterher.

        „Mittagessen“, antwortete der Arzt, ohne sich umzudrehen, „holen Sie mich das nächste Mal erst, wenn Sie einen Notfall haben, bei dem keiner weiß warum der Patient sterben wird!“



        ***


        „Was ist das denn für ein Arzt?“, fragte McKay entsetzt. „Hätten Sie nicht einen netten Schotten oder eine schöne Ärztin nehmen können?“

        „Oh die Fans werden den Arzt lieben“, war sich Martin sicher und angelte sich ein anderes Drehbuch, „vorgestellt wurde er übrigens schon in ‚Dunkle Schatten’.“


        ***


        „Und Sie sind sich sicher, dass Ihre Gentherapie funktioniert?“, fragte Ingram unsicher während er auf einer Liege saß.

        „Nein“, entgegnete der Arzt schulterzuckend, „warum sollte ich sicher sein?“

        „Sie haben es doch hoffentlich zuvor an Mäusen und Ratten getestet?“, wollte Ingram vorsichtig wissen.

        Der Arzt sah ihn erstaunt an. „Wieso hätte ich das machen sollen? Damit hätten wir auch nicht erfahren, ob die Gentherapie die damit Behandelten dazu befähigt Sachen der Moderner zu benutzten. Oder hätten wir eine gentherapierte Ratte in ein Gateschiff setzten sollen und schauen, ob sie damit abhebt?“

        „Natürlich nicht“, meinte Ingram. „Ich dachte nur…“

        „Sie können denken?“, fragte der Arzt erstaunt.

        „Ich bin der Chefwissenschaftler von X-Lantis, natürlich kann ich denken“, entgegnete Ingram giftig und starrte auf die Spritze, die der Arzt in der Hand hielt. „Was ist mit Nebenwirkungen?“

        „Hören Sie mir eigentlich zu? Ich sagte doch gerade, dass ich das Zeug bis jetzt noch nicht getestet habe, von woher soll ich dann wissen, ob es Nebenwirkungen gibt?“, wollte der Arzt wissen und stach Ingram die Spritze in den Arm.

        „Au“, rief Ingram entsetzt. „Sind Sie verrückt?! Was war das?“

        „Na die Gentherapie“, antwortete der Arzt kopfschüttelnd. „Von was reden wir denn die ganze Zeit?“

        „Aber Sie … Sie haben die Therapie doch gar nicht getestet …“, stotterte Ingram, „was ist … was wenn ich jetzt sterbe?“

        „Dann wissen wir wenigstens dass es Nebenwirkungen gibt“, antwortete der Arzt.

        „Ich werde mich über Sie beschweren!“, meinte Ingram wütend, „Doktor… Doktor…“

        „House“, kam ihm der Arzt zu Hilfe, bevor er mit seinem Gehstock aus der Praxis humpelte.



        ***


        „House?“, fragte Sheppard mit hochgezogenen Augenbrauen. „Ist dass nicht schon wieder geklaut?“

        „Aber nein“, grinste Martin. „Unser Sender hält auch die Rechte an Dr. House und wir konnten Hugh Laurie für unser Projekt gewinnen.“

        „Hugh Laurie spielt in X-Lantis mit?“, fragte Sheppard erstaunt. „Jetzt wird mir langsam klar, warum ihr Budget vorne und hinten nicht reicht.“

        McKay riss Martin das Drehbuch aus der Hand und blätterte darin herum. „Ich hoffe nur, dass ihr Budget hoch genug ist, dass Ingram diese Folge überlebt.“


        ***


        Monroe sah entsetzt, wie Ingram aus dem ersten Stock vom Balkon gestoßen wurde. Sofort rannte sie zu ihm hinunter, aber der Chefwissenschaftler stand schon wieder. Anscheinend hatte ihm der Sturz nichts das Geringste ausgemacht.

        „Was ist hier los?“, wollte Monroe wissen.

        „Ich habe das Modernergen“, strahlte Ingram und deutete auf ein kleines Gerät, welches an seiner Kleidung hing. „Und damit konnte ich das hier aktivieren. Mein persönliches Schutzschild.“

        „Ihr persönliches Schutzschild?“, fragte Monroe skeptisch.

        „Oh ja“, strahlte Ingram. „Wir haben schon alles mögliche ausprobiert, mir kann nichts etwas anhaben.“

        „Nur so aus Neugier“, fragte Monroe, „was haben Sie denn alles ausprobiert?“

        „Wir haben auf ihn geschossen“, verkündete Sheppard, der in diesem Moment zusammen mit House zu den beiden trat.

        „Sie haben auf ihn geschossen?“, fragte Monroe entsetzt.

        „Ins Bein“, erklärte Sheppard schnell.

        „Und auf den Kopf“, ergänzte House.



        ***


        „Keine Angst“, beschwichtigte Martin McKay. „Natürlich überlebt Ingram, auch wenn es im Laufe der Folge noch zu ein paar Komplikationen kommen wird.“

        „Komplikationen?“, fragte McKay vorsichtig.


        ***


        „Wie ist es mit Essen und Trinken?“, wollte Monroe wissen. „Kann das Ihren persönlichen Schutzschild durchdringen?“

        Ingram wurde leichenblass, sah sich verzweifelt um und riss House schließlich einen Becher Kaffee aus der Hand. Als er versuchte zu trinken und der Kaffee dabei an dem Schutzschild herabfloss, sah er die anderen entsetzt an.

        „Oh mein Gott!“, wimmerte er. „Helfen Sie mir!“ Dabei ließ er sich wie ein Häufchen Elend auf den Boden sinken und fing laut an zu schluchzen.



        ***


        „Das ist lächerlich“, beschwerte sich McKay. „Doktor Ingram ist nie und nimmer so wehleidig.“

        Martin sah McKay erstaunt an. „Doch, genauso ist seine Rolle angelegt.“

        „Was ich nicht verstehe“, meinte Teyla, die in der Zwischenzeit in ein anderes Drehbuch vertieft gewesen war. „In ‚Zurück auf die Erde’ kommen die Protagonisten wieder auf die Erde.“

        „Zumindest denken sie das“, verbesserte Martin Teyla.

        „Ja“, nickte diese. „Aber als sie denken, dass sie auf die Erde kommen, werden sie nicht von General Danning empfangen, sondern von dessen Vorgänger. Hätten die Protagonisten da nicht gleich merken müssen dass etwas nicht stimmt?“

        „Oh die Zuschauer werden das gar nicht merken“, war sich Martin sicher. „Außerdem hatten wir nicht genug Budget um Nick Marlowe nach der Pilotfolge für noch eine zu verpflichten.“

        Sheppard ließ seinen Kopf in seine Hände sinken. „Ich werde schon wieder so unheimlich müde.“

        Martin sah auf seine Uhr. „Ich muss auch langsam los. Am besten werfen wir noch einen Blick auf das große Finale und machen dann Schluss.“

        „Hört sich gut an“, meinte Sheppard. „Was passiert im großen Finale?“

        „Die Melmacen kommen mit drei Basisschiffen um X-Lantis anzugreifen“, erzählte Martin begeistert. „Die Crew sieht keine Möglichkeit sie aufzuhalten und deshalb befiehlt Monroe zu evakuieren. Aber genau in diesem Moment …“


        ***


        „Eingehendes Wurmloch!“, rief Ingram.

        „Was? Wer?“, wollte Monroe wissen.

        Ingram sah auf. „Die Erde!“

        „Schild öffnen!“, rief Monroe.

        Kaum war der Schild geöffnet, kamen dutzende von Soldaten durch. Der Erste von ihnen kam direkt zu Monroe und reichte ihr die Hand. „Colonel Monroe? Schöne Grüsse von General Danning, er schickt uns um die Stadt zu verteidigen.“

        „Wie konnten Sie ein Wurmloch öffnen?“, fragte Ingram erstaunt.

        Der Soldat schaute zu Ingram hinüber. „Doktor Levant hat ein volles SGB auf einem anderen Planeten gefunden.“



        ***


        „SGB?“, wollte McKay wissen.

        „Super-Glühbirne“, erklärte Martin. „Uns ist noch kein besserer Namen eingefallen, deshalb haben wir es erstmal nach seinem Aussehen benannt.“

        „Super-Glühbirne“, wiederholte McKay lahm. „Ich glaube jetzt werde ich auch langsam müde…“

        „Vielleicht sollten wir dann das Ganze etwas beschleunigen“, meinte Sheppard, nahm das Drehbuch, welches vor Martin lag und blätterte zum Ende der Folge vor.


        ***


        „Das können Sie nicht tun!“, rief Monroe, als sie sah, dass Sheppard in die Hangarbucht laufen wollte.

        Sheppard drehte sich um. „Oh doch. Ich muss es tun und das wissen Sie.“

        Die beiden sahen sich einige Sekunden an, bevor Monroe schließlich schweren Herzens nickte. „Gehen Sie.“

        Einige Minuten später hob ein Jumper vom Hangarboden ab. An Bord waren Major Sheppard und eine Bombe.

        „Hoffentlich ziehen sich die anderen zurück, wenn ich den einen erledigt habe“, meinte Sheppard zu sich selber und schaltete dann auf die allgemeine Funkfrequenz. „Sie wissen, wenn das funktioniert, muss das vielleicht noch mal jemand tun.“

        „Heißt das Sheppard fliegt den Jumper?“, fragte Ingram im Kontrollraum entsetzt.

        Monroe nickte. „Helfen Sie mir den Selbstzerstörungsmechanismus zu aktivieren, falls es schief geht.“

        Die beiden gaben ihre Codes ein und aktivierten so die Selbstzerstörung. Danach starrten sie wieder auf das Signal, welches Sheppards Jumper anzeigte und der im Begriff war, sich selber zu opfern um so ein Melmacenbasisschiff zu zerstören.

        „Sie haben meinen Anflug nicht bemerkt“, informierte Sheppard X-Lantis. „Die Bombe ist scharf gemacht und bereit. Ich fliege rein.“



        Fortsetzung folgt …



        ***


        Jetzt war es Sheppard, der Martin entsetzt anstarrte. „Sie wollen mich jetzt aber nicht sterben lassen oder?“

        „Oh nein“, erwiderte Martin. „Sie haben mich davon überzeugt, dass wir einen Sicherheitschef brauchen. Nur den Übergang, wie Sie das ganze überleben, müssen wir noch hinkriegen. Wieso denken sie vier sich dazu nicht etwas Schönes aus und erzählen mir ihre Ideen dann beim nächsten Mal?“, fragte Martin und schaute das Team fröhlich an.

        „Das nächste Mal?“, wollte Sheppard vorsichtig wissen.

        „Aber natürlich“, strahlte Martin während er jedem der vier die Hand zum Abschied schüttelte. „Ich bin mir sicher, dass der Sender eine zweite Staffel ordert. Wir sehen uns dann also nächstes Jahr wieder.“ Nach diesen Worten winkte er noch einmal kurz in die Runde und verließ dann den Konferenzraum.

        Sheppard sah McKay entsetzt an. „McKay, ich will dass Sie sofort alles menschenmögliche tun, damit Atlantis nächstes Jahr wieder in der Pegasusgalaxie ist!“

        „Wird sofort erledigt Colonel!“, antwortete McKay sofort, sprang von seinem Stuhl auf und verließ eilig den Konferenzraum.
        Wormhole GalaXy
        Die große Stargate-Universe-Parodie - Jetzt auch im SciFi-Forum!
        Neu: Das große Finale: Folge 40: Ursprung

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        • #5
          2. Staffel



          364 Tage später …

          Als McKay den Konferenzraum betrat und ein verzweifeltes Gesicht machte, erkannte Sheppard, dass alle Hoffnung die er in McKay gesetzt hatte, dieses mal vergebens gewesen war.

          „Sie haben es also bis jetzt noch nicht geschafft die Stadt wieder flott zu kriegen?“, fragte er trotzdem.

          „Tut mir Leid Colonel“, antwortete McKay. „Ich habe alles in meiner Macht stehende getan. Aber ich sehe keine Möglichkeit, Atlantis in nächster Zeit wieder in die Pegasusgalaxie zu bekommen.“

          „Aber noch haben Sie 24 Stunden und unter Druck vollbringen Sie immer wahre Wunder“, versuchte Sheppard McKay zu motivieren.

          „Das Problem ist nicht, dass ich es nicht hinbekommen würde“, erwiderte McKay. „Das einzige Problem das wir noch haben, ist die Energie. Geben Sie mir ein paar volle ZPMs und wir sind in einer halben Stunde in der Luft.“

          „Verdammt.“

          „Wollten Sie sich nicht einen Plan B für den Notfall ausdenken, falls wir weiterhin auf der Erde festsitzen?“, wollte McKay wissen.

          „Tja deshalb sind wir hier“, erklärte Sheppard. „Bis jetzt ist mir noch nichts eingefallen, aber Teyla und Ronon sollten auch gleich hier sein und dann können wir uns zusammen etwas einfallen lassen.“

          „Was gibt es Colonel?“, fragte Teyla, die in diesem Moment mit Ronon den Konferenzraum betrat.

          „Wir brauchen Sie für ein bisschen Brain-Storming“, verkündete Sheppard. „Wir haben ein Problem.“

          „Und zwar?“, wollte Ronon wissen und setzte sich an den Konferenztisch. Die anderen folgten seinem Beispiel.

          „Martin Lloyd“, ergriff McKay das Wort. „Er kommt morgen um unsere Meinung zur zweiten Staffel von X-Lantis zu hören.“

          „Wollten sie beide sich nicht um dieses Problem kümmern?“, fragte Teyla entsetzt und sah erschrocken von McKay zu Sheppard und wieder zurück.

          „McKay fehlt die Energie und mir ist bis jetzt noch nichts eingefallen“, gab Sheppard zu.

          In dem Moment öffnete sich die Tür des Konferenzraumes und ein Mann kam herein. Da dieser eine große Kiste trug, konnte man ihn nur von den Beinen abwärts sehen und so nicht erkennen um wen es sich handelte.
          Doch schon im nächsten Moment stellte der Mann die Kiste auf dem Tisch ab und ein bekanntes Gesicht kam zum Vorschein.

          „Na, da ist ja die ganze Bande versammelt!“, sagte General Jack O’Neill, nachdem er sich kurz umgesehen hatte.

          „Sir“, sagte Sheppard überrascht. „Was machen Sie denn hier?“

          „Nur eine Kleinigkeit vorbeibringen“, entgegnete O’Neill und klopfte auf die Kiste. „Sie sitzen jetzt schon viel zu lange hier fest.“

          „Was ist in der Kiste?“, fragte McKay vorsichtig.

          „Ein halbes Dutzend volle ZPMs“, grinste O’Neill. „Hat SG-1 gestern auf W0X-123 gefunden.“

          Sheppard, McKay, Ronon und Teyla sahen fassungslos zwischen O’Neill, der Kiste und sich selber hin und her.

          „General, Sie haben uns gerade das Leben gerettet“, strahlte McKay, als er als erster der vier seine Sprache wieder gefunden hatte und ging sofort in Richtung Kiste, um den wertvollen Schatz in sein Labor zu bringen.

          „Jack! Dachte ich mir doch, dass ich Ihre Stimme gehört habe!“, rief Woolsey in diesem Moment erfreut und betrat den Raum.

          „Richard!“, begrüßte O’Neill den Atlantisleiter. „Ich wollte gleich zu Ihnen kommen. Ich bringe ZPMs und Grüße vom Präsidenten, Sie können in die Pegasusgalaxie starten wann immer Sie wollen.“

          „Was?“, fragte Woolsey überrumpelt, fing sich aber sofort wieder. „Jack, dass sind ja wundervolle Neuigkeiten! Und ich dachte, Sie hätten nur unseren Gast hierher begleitet.“

          „Gast?“, fragte Sheppard verwundert.

          „Na, der der draußen auf dem Gang mit seinem Handy telefoniert“, entgegnete Woolsey. „Wie hieß er noch gleich? Lloyd? Haben Sie sich nicht deswegen hier versammelt?“

          „Das muss ein Missverständnis sein“, meinte Sheppard. „Lloyd wird erst morgen erwartet.“

          „Oh, nachdem ich dachte, dass Sie so früh wie möglich in die Pegasusgalaxie zurückkehren wollen, habe ich Martin einfach heute schon mitgebracht“, strahlte O’Neill. „Dann können sie sich gleich noch etwas unterhalten, bis die Stadt startbereit ist und dann nehme ich ihn wieder mit. In dem Fall spart sich die Air Force sogar zwei Flüge.“

          Sheppard, Ronon und Teyla tauschten entsetzte Blicke.

          „Ich dachte Sie würden sich freuen?“, meinte O’Neill ratlos.

          „Das tun wir General, wir sind nur etwas überrascht“, meinte McKay und schnappte sich die Kiste, „und jetzt entschuldigen Sie mich, ich habe zu tun.“

          „Doktor McKay?“, rief Woolsey ihm hinterher.

          „Ja?“, fragte McKay, als er schon fast bei der Tür war.

          „Ich glaube Ihre wissenschaftliche Fachkompetenz als Berater wird hier gebraucht“, meinte Woolsey.

          „Aber … die Stadt …“, stotterte McKay. „Sie muss doch flugbereit gemacht werden…“

          „Ich denke, dass diese Aufgabe auch Doktor Zelenka übernehmen kann“, war sich Woolsey sicher und nahm McKay die Kiste mit den ZPMs ab. „Kommen Sie Jack? In meinem Büro können wir uns ungestört unterhalten.“

          „Bin schon auf dem Weg“, erwiderte O’Neill, nickte noch einmal in die Runde und verließ zusammen mit Woolsey den Konferenzraum.

          McKay drehte sich völlig fassungslos um und ging zurück zum Konferenztisch. Er wusste in diesem Moment nicht, was schlimmer war: Das ihm der Kelch, welcher ihm im letzten Moment vor Martin Lloyd zu retten schien, noch entrissen worden war oder das Zelenka die Ehre zu teil werden sollte, Atlantis wieder in die Pegasusgalaxie zu bringen.

          Fünf Minuten später steckte Martin seinen Kopf zur Tür herein. „Hi Leute! Wie geht’s?“

          „Großartig“, stöhnte Sheppard.

          „Schön“, freute sich Martin, setzte sich auf einen Stuhl und legte einen Stapel Drehbücher auf den Tisch. „Dann fangen wir am besten gleich an, ich habe gehört, dass wir wohl nicht viel Zeit hätten.“

          „Ja, dass bedauern wir auch“, meinte Teyla. „Es ist uns wirklich eine Ehre für diese großartige Serie als Berater tätig sein zu können.“

          „Schon klar“, erwiderte Martin. „Was sollte es auch schöneres geben? Also, was haben Sie sich schönes einfallen lassen, damit Major Sheppard die Zündung der Bombe überlebt?“

          „Da hätte ich tatsächlich eine gute Idee“, meinte Sheppard.


          ***


          Sheppard steuerte das Gateschiff an sein Ziel und sah auf die Anzeige.
          Noch drei Sekunden.
          Zwei.
          Eine.
          Und dann explodierte die Bombe.



          ***


          „Sheppard stirbt also tatsächlich?“, fragte Martin stirnrunzelnd. „Gut das ist ein Punkt mit dem niemand rechnet, aber wir müssten uns dann einen neuen Hauptdarsteller suchen. Und ich dachte Sie wollten das Ihre Figur überlebt?“

          „Er überlebt auch“, erwiderte Sheppard. „Also erst stirbt er, aber danach erwacht er wieder zum Leben.“

          „Das zieht nicht mehr richtig“, meinte Martin. „Wir haben Doktor Levant in X-Treme schon unzählige Male sterben und wieder auferstehen lassen, dass ist einfach nichts überraschendes mehr.“

          „Doch“, entgegnete Sheppard. „Denn Sheppard steigt dazwischen nicht auf. Er ist einfach unsterblich und erwacht immer, wenn er stirbt wieder zum Leben.“

          „Und wie erklären wir das dem Zuschauer?“, wollte Martin zweifelnd wissen. „Wie ist Ihre Figur unsterblich geworden?“

          „Naja“, meinte Sheppard, „er könnte ja irgend so was wie ein Fixpunkt in Raum und Zeit sein. Keine Ahnung, da müsste sich ein Experte was ausdenken“, dabei sah er McKay an.

          McKay sah skeptisch zurück. „Wissen Sie wie unheimlich dämlich das klingt?“

          „Haben Sie eine bessere Idee?“, fragte Martin hoffnungsvoll.

          „Allerdings“, grinste McKay.


          ***


          Sheppard steuerte das Gateschiff in das Melmacbasisschiff. Er sah auf die Uhr an der Bombe. Noch zwanzig Sekunden und sie würde explodieren.
          Nichts konnte ihn jetzt noch retten.
          Auf einmal hörte er ein komisches Geräusch.
          Sheppard sah von der Bombe auf und konnte seinen Augen nicht trauen. Vor dem Gateschiff stand eine blaue Polizeinotrufzelle.



          ***


          „Eine blaue Polizeinotrufzelle?“, fragte Martin lahm.

          „Die einem Timelord gehört, der sich selbst Doctor nennt und damit durch Zeit und Raum reist“, strahlte McKay. „Und das beste wäre, Sie müssten den Darsteller der ihn spielt gar nicht bezahlen.“

          „Müsste ich nicht?“, fragte Martin verwirrt.

          „Nein, denn ich wäre bereit die Rolle des Doctors zu übernehmen“, bot sich McKay begeistert an.

          Martin schaute skeptisch von McKay zu Sheppard und wieder zurück, schließlich schloss er noch Teyla und Ronon in seinen Blick mit ein. „Hat vielleicht noch jemand eine etwas naheliegendere Idee?“ Als er keine Antwort erhielt meinte er: „Niemand? Dann werde ich wohl General O’Neills Idee verwenden.“

          „Generals O’Neills Idee?“, fragte McKay skeptisch nach.


          ***


          Im Kontrollraum herrschte eine angespannte Stimmung, als das Signal, welches Sheppards Gateschiff darstellte, in das Signal flog, welches eines der Melmacbasisschiffe war.

          „Fünf“, zählte Ingram, „vier, drei, zwei…“

          Auf dem Bildschirm konnte man erkennen, wie es hoch am Himmel zu einer gewaltigen Explosion kam.

          „Ziel ist neutralisiert“, sagte ein Mann im Hintergrund, aber es wollte keine so rechte Freude aufkommen.

          „Er hat’s geschafft“, war alles was Monroe leise hervorbrachte.

          „Ja, er hat’s geschafft“, wiederholte Ingram bitter.

          „Colonel Monroe“, sagte der Mann im Hintergrund, „ich empfange noch ein Schiff.“

          „Ein weiteres Basisschiff?“, wollte Monroe wissen.

          „Negativ“, antwortete der Mann. „Erhalte Identifizierungscode.“

          „Atlantis, hier ist Sheppard“, kam es aus einem der Lautsprecher.

          „John?“, fragte Monroe erstaunt.

          „Kennen Sie noch nen anderen Sheppard?“, wollte Sheppard wissen.

          „Wir haben das Schiff explodieren sehen“, meinte Ingram. „Dass gibt’s nicht!“

          „Doktor Ingram“, kam eine zweite Stimme aus dem Lautsprechen, „ich versichere Ihnen, Major Sheppard lebt und ist wohlauf.“

          „Wer sind Sie?“, wollte Monroe wissen.

          „Colonel Skinner“, identifizierte sich die andere Stimme. „Kommandant der Bart Simpson.“



          ***


          „Bart Simpson?“, fragte McKay entsetzt. „Was ist denn das für ein Name für ein Raumschiff?“

          „Das war General O’Neills Idee“, entgegnete Martin. „Und dem Sender gefiel der Name.“

          „Natürlich war das General O’Neills Idee“, seufzte McKay kopfschüttelnd.

          „Nur mal so aus Neugier“, fragte Sheppard, „wie viel der Serie basiert eigentlich auf General O’Neills Ideen?“

          „Oh, eigentlich eine ganze Menge“, gab Martin zu. „Der General ist ein großer Fan der Serie und versorgt uns mit haufenweise Geschichten, die er sich ausdenkt.“

          „Tja, dass erklärt einiges“, meinte Sheppard, der sich fast hundertprozentig sicher war, dass O’Neills ‚Geschichten’ wahrscheinlich ziemlich identisch mit einigen Einsatzberichten der Atlantiscrew waren.

          Er lehnte sich auf seinen Stuhl zurück. Wie lange Zelenka wohl noch brauchen würde um die Stadt startbereit zu machen?


          ***


          „Was gibt es für ein Problem?“, wollte Sheppard wissen, als er zusammen mit Monroe und Ingram die Krankenstation erreichte.

          „Wir haben Lieutenant Mercedes gefunden“, informierte sie House. „Er schwamm im Wasser.“

          „Was hat er denn da gemacht?“, wunderte sich Ingram.

          „Was? Hat er Ihnen etwa nichts erzählt?“, tat House überrascht.

          „Was nicht erzählt?“, wollte Ingram wissen.

          „Oh verdammt, jetzt hab ich mich verplappert“, meinte House bestürzt. „Aber gut, nachdem Sie ja eh keine Ruhe geben, bevor ich es Ihnen erzählt habe: Lieutenant Mercedes konnte nicht schwimmen und hat deshalb vor der Stadt heimlich für sein Seepferdchen geübt. Nachdem er mit diesem Geheimnis auf die Dauer nicht alleine leben konnte, hat er mich schließlich ins Vertrauen gezogen und schwören lassen, dass ich keinem was davon erzähle.“

          „Er hat ausgerechnet Sie ins Vertrauen gezogen?“, fragte Ingram überrascht. „Hätte er nicht wissen müssen, dass Sie seine Geheimnisse bei der erstbesten Gelegenheit ausplaudern?“

          „Ingram“, mischte sich Sheppard ein, „merken Sie nicht, dass House Sie nur verarschen will?“

          House warf Sheppard einen wütenden Blick zu. „Gerade als es anfing lustig zu werden.“

          „Schluss jetzt“, mischte sich Monroe ein. „Was ist jetzt wirklich mit Lieutenant Mercedes?“

          „Na gut, kommen Sie mit, Sie würden mir ja sowieso nicht glauben“, meinte House.

          „Ingram wahrscheinlich schon“, warf Sheppard ein.

          „Da haben Sie wahrscheinlich sogar Recht“, überlegte House.



          ***


          „Geht das die ganze Folge so?“, wollte McKay entsetzt wissen.

          „Was?“, fragte Martin unschuldig.

          „Na diese House-verarscht-Ingram-Nummer“, erklärte McKay.

          „Das ist genau das, was die Fans wollen“, klärte Martin McKay auf. „House hat sich so einer Zuschauerbeliebtheit erfreut, dass wir ihn ab dieser Staffel sogar in den Rang eines Hauptdarstellers aufsteigen lassen.“

          „Na großartig“, meckerte McKay. „Und erfahren wir irgendwann auch was jetzt eigentlich mit Mercedes los ist?“


          ***


          „Oh mein Gott, was ist mit ihm passiert?“, wollte Monroe wissen.

          House hatte sie zu dem Krankenbett geführt, auf welchem Mercedes lag. Momentan war er bewusstlos. Und er hatte plötzlich eine Riesennase im Gesicht.

          „Tja, so genau wissen wir dass noch nicht“, gab House zu. „Als die Bart Simpson ihn hierher gebeamt hat, hing noch ein Melmace an ihm dran. Ich vermute, dass die Veränderung seiner Nase irgendetwas mit dem Fell der Melmacen zu tun hat.“

          „Mit dem Fell?“, fragte Sheppard skeptisch.

          „Er verarscht Sie nur“, klärte Ingram Sheppard grinsend auf. „Sehen Sie, jetzt sind Sie auch drauf reingefallen.“

          „Wie kommen Sie darauf, dass ich ihn verarsche?“, wollte House von Ingram wissen.

          „Äh …“, stotterte Ingram, „weil …“

          „Wäre es nicht viel lustiger, wenn ich Sheppard die Wahrheit erzähle, Sie dabei aber glauben würden, dass ich ihn verarsche und damit in Wirklichkeit Sie verarsche?“, wollte House wissen.

          „Was?“, fragte Ingram verständnislos.

          „Um wieder auf Mercedes zurückzukommen“, ging Monroe dazwischen, „wie kann das Melmacenfell für eine große Nase verantwortlich sein?“

          „Tja, dass weiß ich auch noch nicht“, gab House zu, bevor er zu grinsen anfing. „Ist dass nicht großartig?“

          „Großartig?“, fragte Sheppard fassungslos.

          „Ja klar“, entgegnete House. „Endlich habe ich was zu tun und kann ein Rätsel lösen, ich dachte schon, ich sterbe in dieser Galaxie noch vor Langeweile.“

          „Gegen die Langeweile hätte es vielleicht auch geholfen, wenn Sie zwischendurch auch mal ein paar ganz normale Patienten behandelt hätten“, warf Monroe ein.

          House sah Monroe fassungslos an. „He ich bin der Täter und er ist das Opfer!“ Er deutete auf Ingram. „Wenn Sie schon versuchen wollen, jemanden zu verarschen, dann am besten ihn. Er fällt auf so ziemlich alles rein.“



          ***


          „Vielleicht sollte ich mal schauen, was Zelenka so lange macht“, meinte McKay etwas angesäuert.

          „Auf keinen Fall“, sagte Sheppard schnell. „Wir baden dass hier alle zusammen aus. Also weiter“, dabei sah er Martin an. „Mercedes hat also eine große Nase. Was passiert dann?“

          „Nun, wie sich herausstellt“, erzählte Martin weiter, „hat er sich nicht nur äußerlich verändert. Als er wenig später erwacht, erkennt man recht schnell, dass sich auch sein Charakter ziemlich verändert hat. Es gelingt ihm auf jeden Fall einen der Wachleute zu überwältigen, ihm seine Waffe zu entwenden und bedroht House, damit dieser ihm mehr Melmacenhaare gibt, nach denen der Lieutenant inzwischen süchtig ist.“


          ***


          „Sie wollen Melmacenhaare?“, wiederholte House verständnislos. „Wie kommen Sie darauf, dass ich noch Melmacenharre habe? Ich habe nämlich keine.“

          „Sie lügen“, meinte Mercedes.

          „Was?“, fragte House. „Wie kommen sie auf diese absurde Idee?“

          „Weil jeder Mensch lügt“, erwiderte Mercedes.

          „Ich hasse es, wenn jemand meine eigenen Argumente gegen mich verwendet“, maulte House und überreichte Mercedes eine Schachtel mit Melmacenhaaren.

          „Geht doch“, meinte Mercedes zufrieden, riss House die Schachtel aus der Hand und verschwand in Richtung Tür. „Folgen Sie mir nicht!“



          ***


          „Und dann?“, fragte Sheppard.

          „Natürlich verfolgt er ihn nicht“, warf McKay ein. „House ist ein Krüppel, der auf einen Gehstock angewiesen ist. Der könnte Mercedes nie verfolgen.“

          „Das stimmt“, bestätigte Martin. „Es entsteht noch eine kleine Verfolgungsjagd zwischen Sheppard und Mercedes, in deren Verlauf Sheppard Mercedes mit einem Betäubungsstrahl trifft. Dieser macht Mercedes jedoch nichts aus und er entkommt.“

          „Entkommt wohin?“, wollte Ronon wissen.

          „Zuerst in die Hangarbucht, wo er ein Gateschiff klaut“, erwiderte Martin, „und mit dem Gateschiff …“


          ***


          „Was soll denn das?“, fragte Monroe erschrocken, als sich plötzlich das Stargate aktivierte und ein Gateschiff aus der Decke kam.

          „Wo ist Mercedes?“, wollte Sheppard wissen, der gerade in den Kontrollraum gelaufen kam.

          „Ich vermute, er ist in dem Gateschiff“, erwiderte Ingram.

          „Schalten Sie’s ab!“, rief Monroe Ingram zu, während Sheppard nach unten zu Stargate und Gateschiff lief.

          „Ich kann nicht“, antwortete Ingram. „Das Gateschiff hat die Kontrolle!“

          „Mercedes“, rief Sheppard, „verlassen Sie das Gateschiff! Das ist ein Befehl! Sofort!“

          Mercedes und Sheppard starrten sich einige Sekunden an, dann setzte Mercedes das Gateschiff in Bewegung und passierte mit ihm den Ereignishorizont. Unmittelbar danach schaltete sich das Stargate ab.

          Sheppard sah einige Sekunden fassungslos auf das abgeschaltete Sternentor, dann drehte er sich langsam um und rief zu Ingram hinauf: „Wo zum Teufel will er hin?“

          Monroe kam zu Sheppard hinunter. „Die Gateadresse ist im Logbuch verzeichnet, wir haben immer noch die Chance …“

          „Es spielt keine Rolle wohin er geht“, unterbrach Sheppard Monroe. „So wie er irgendwo angekommen ist, wird er das Gateschiff stehen lassen, sich umdrehen und eine neue Adresse anwählen, die wir nicht verfolgen können.“

          „Wir finden ihn“, erwiderte Monroe.

          „Möglich wär’s“, presste Sheppard angespannt hervor.

          „He“, versuchte Monroe Sheppard aufzumuntern, „wir leben noch und können es versuchen.“

          „Ja“, war alles, was Sheppard darauf erwidern konnte.
          Sein Kopf war leer und er konnte nicht mehr klar denken.
          Schließlich ging er Richtung Ausgang und verließ langsam den Gateraum.



          ***


          „Und das war’s?“, fragte Sheppard.

          Martin nickte. „Im Grunde ja. Mercedes bekommt vielleicht noch zwei, drei Gastauftritte, aber im Großen und Ganzen ist seine Figur bis jetzt einfach zu blass geblieben. Wir wussten einfach nichts mit ihm anzufangen, also haben wir beschlossen ihn aus der Serie zu schreiben.“

          „Dann brauchen Sie jetzt aber ein neues Teammitglied für Sheppards Team als Ersatz“, warf Ronon ein.

          „Oh ja“, nickte Martin. „Da haben Sie recht.“

          „Ich würde da zum Beispiel an noch einen Außerirdischen denken“, überlegte Ronon.

          „Komisch“, erwiderte Martin. „Auf die gleiche Idee ist General O’Neill auch schon gekommen. Ich und die anderen Autoren haben auch schon dieses neue außerirdische Teammitglied ausgearbeitet. Sie werden ihn mögen.“ Dabei sah er Ronon zuversichtlich an.

          „Ach ja?“, fragte Ronon interessiert.

          „Oh ganz bestimmt“, versicherte ihm Martin. „Das Team begegnet ihm zum ersten Mal auf einem Planeten, auf welchem sie Mercedes suchen, werden dann aber von dem Neuen gefangen genommen. Wie sich herausstellt, haben ihm die Melmacen ein Ortungsgerät eingepflanzt und jagen ihn seitdem von Planet zu Planet. Namakaeha, wie der Neue heißt, ist dadurch zu einem so genannten Läufer geworden und schon seit Jahren auf der Flucht vor den Melmacen, die es als Sport ansehen die Läufer zu fangen. Namakaeha kann dadurch nie lange auf einem Planeten bleiben und weiß deshalb auch nichts davon, dass seine Heimatwelt schon vor Jahren von den Melmacen zerstört wurde.“

          „Das klingt wirklich gut“, meinte Ronon erfreut. „Ich glaube ich mag diese Figur.“

          „Wusste ich’s doch“, freute sich Martin.

          „Aber wieso jagen ihn die Melmacen überhaupt?“, wollte Teyla wissen. „Ich dachte, sie fressen nur Katzen.“

          „Oh guter Einwand“, meinte Martin. „Wie wir in dieser Folge erfahren werden, haben die Melmacen zwar eine Vorliebe für Katzen, fressen aber auch sonst alles was ein Fell hat.“

          „Fell?“, echote Ronon verständnislos.

          „Habe ich das nicht erwähnt?“, fragte Martin zurück. „Namakaeha ist ein Furlinger.“

          „Was ist ein Furlinger?“, wollte Teyla wissen.

          „Eine Alienrasse, welche schon in Wormhole X-Treme vorkam“, klärte Sheppard Teyla auf. „Sie sehen ungefähr so aus, wie die Ewoks aus Star Wars. Wie Riesenteddybären, obwohl sie eigentlich nur halb so groß wie Menschen sind.“

          „Ihre neue Figur ist ein Furlinger?“, fragte Ronon noch einmal fassungslos nach.

          „Ja“, bestätigte Martin. „Dadurch lassen wir etwas von der Mythologie der Mutterserie mit einfließen, die Fans werden das lieben.“

          „Also ich fand die neue Figur besser, als er noch ein Mensch war“, meinte Ronon vorsichtig.

          In dem Moment steckte O’Neill seinen Kopf zur Tür hinein. „He Martin, wir müssen langsam los.“

          „Jetzt schon?“, fragte Martin erschrocken. „Wir haben doch gerade erst angefangen.“

          „In Fünf Minuten beim Jumper“, war alles was O’Neill entgegnete, bevor er auf dem Gang verschwand.

          „Sie haben den General gehört“, meinte Martin etwas enttäuscht und schüttelte allen vier zum Abschied die Hände. „Naja gut, wir sehen uns dann in einem Jahr an der gleichen Stelle, um die dritte Staffel zu besprechen.“

          Nachdem Martin verschwunden war, sahen sich die anderen vorsichtig an.

          „Eine dritte Staffel?“, wollte Teyla wissen.

          „Mit der neuen Figur, glaube ich nicht daran, dass die Serie noch lange bestehen bleiben wird“, meinte Ronon.

          „Und damit, den Arzt der Expedition zu einer der Hauptpersonen zu machen, haben sie sich auch keinen Gefallen getan“, war sich McKay sicher.

          „Außerdem sind wir in einem Jahr sowieso schon weit weit weg“, ergänzte Sheppard.

          „Guter Einwand“, meinte McKay. „Ich glaube ich sollte lieber mal zu Zenlenka schauen, der kriegt die Stadt doch nie alleine in den Weltraum.“

          „Ich dachte eigentlich O’Neill wollte jetzt starten, eben weil Zelenka starbereit ist“, erwiderte Teyla.

          „Das glauben Sie doch selber nicht“, antwortete McKay und zeigte auf sich. „Ohne mich …“

          Weiter kam er nicht, weil in diesem Moment der Boden wackelte und alle spürten, wie sich Atlantis langsam in die Luft erhob.

          Im Gleichen Augenblick erklang Woolseys Stimme aus dem Lautsprecher. „An alle: Atlantis ist soeben gestartet und befindet sich auf dem Weg zurück in die Pegasusgalaxie. Ich wünsche allen einen angenehmen Flug!“

          McKay sah verwirrt von einem zum anderen, bevor er sich wieder fing. „Na wenn das so ist, dann schaue ich mir lieber mal Zelenkas Berechnungen an, der schafft’s noch und verfliegt sich auf dem Weg in die Pegasusgalaxie.“

          Mit diesen Worten verließ McKay eilig den Konferenzraum.
          Die Anderen sahen sich glücklich an.
          Endlich ging es wieder nach Hause.
          Wormhole GalaXy
          Die große Stargate-Universe-Parodie - Jetzt auch im SciFi-Forum!
          Neu: Das große Finale: Folge 40: Ursprung

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          • #6
            3. Staffel



            1 Jahr später:

            „Colonel“, begrüßte Sheppard Caldwell, als ihm dieser unerwartet in einem Gang über den Weg lief. „Seit wann sind Sie wieder in der Pegasusgalaxie? Sollten Sie nicht erst nächste Woche wieder hier sein?“

            Caldwell verzog das Gesicht zu einer schmerzlichen Grimasse. „Befehl von ganz oben. General O’Neill wollte, dass wir einen speziellen Gast vorbeibringen, der einen sehr engen Zeitplan hat.“

            Sheppard starrte Caldwell einen Moment verständnislos an, bevor ihm ein Licht aufging. „General O’Neill? Spezieller Gast? Sagen Sie nicht …“

            „Ein Produzent der Sie und Ihr Team unbedingt sprechen will“, bestätigte Caldwell Sheppards Befürchtungen.

            Sheppard schüttelte verständnislos den Kopf. Er hatte nicht erwartet, dass Martin Lloyd sie sogar bis in eine andere Galaxie verfolgen würde. Und dafür sogar eine dreiwöchige Reise in Kauf nahm. Es sei denn, er hatte auch in diesen drei Wochen an der Serie gearbeitet …

            „Hat er Ihnen auch seine Drehbücher gezeigt?“, fragte Sheppard.

            Caldwell sah ihn verzweifelt an. „Bart Simpson?! Wer nennt denn ein Raumschiff Bart Simpson?!“

            „Das Schiff kommt also in der dritten Staffel auch vor“, vermutete Sheppard grinsend.

            „Nicht nur das“, erwiderte Caldwell mit einem lang gezogenen Seufzer.

            Sheppard sah Caldwell interessiert an.

            „In der letzten Folge der Staffel“, informierte ihn Caldwell, „kommt ein neues Erdenschiff nach X-Lantis – Die Papaschlumpf!“

            Sheppard starrte Caldwell an. „Das ist nicht Ihr Ernst.“

            „Schaue ich so aus, als wäre ich für Scherze aufgelegt?“, wollte Caldwell wissen.

            Bevor Sheppard darauf etwas erwidern konnte, kam eine Durchsage aus den Deckenlautsprechern: „Colonel Sheppard, Doktor McKay, Teyla Emmagan, Ronon Dex, kommen Sie bitte unverzüglich in den Konferenzraum!“

            Caldwell nickte Sheppard zu. „Ich glaube Ihr Produzent wartet auf Sie.“

            Sheppard knirschte mit den Zähnen. „Hätten Sie uns nicht vorwarnen können?“

            „Damit Sie dann rein zufällig auf einer Mission sind?“, wollte Caldwell wissen. „Nein, Woolsey und ich dachten, dass das keine gute Idee wäre. Außerdem ist Lloyd eh nur ein paar Stunden hier.“

            Diese Information ließ Sheppards Stimmung etwas steigen, wenn auch nicht besonders viel. „Tatsächlich?“

            „Ich sagte ja, dass Ihr Produzent einen sehr engen Zeitplan hat“, erwiderte Caldwell. „Und nachdem Colonel Carter gerade eine Mission in einer benachbarten Galaxie beendet hat, macht sie mit der Hammond einen kleinen Abstecher nach Atlantis, sammelt Lloyd ein und kehrt dann zur Erde zurück.“

            „Oh das ist gut“, meinte Sheppard, bevor ihm eine Idee kam. „Kommen Sie mit Sir? Ich wollte gerade in die Kantine. Ich lade Sie ein und wir können dort zusammen auf die Hammond warten.“

            „Colonel?“, fragte Caldwell. „Wollten Sie nicht eigentlich in den Konferenzraum? Wenn mir zu Ohren kommt, dass ich mir drei Wochen Geschichten über die Bart Simpson und die Papaschlumpf anhören musste, damit Sie sich dann irgendwo verstecken und unser Gast sie gar nicht zu Gesicht bekommt ... dann werde ich wirklich wütend.“

            „Konferenzraum“, nickte Sheppard schnell, „verstanden Sir.“


            ***


            Anscheinend war Sheppard der letzte, der im Konferenzraum eintraf, denn als er ihn betrat, waren die anderen schon in verschiedene Drehbücher vertieft.

            „Ist das Ihr Ernst?“, fragte Ronon in dem Moment, in dem sich Sheppard leise auf einem Stuhl nieder ließ.

            „Was?“, wollte der angesprochene Martin wissen.

            Sheppard warf einen Blick auf den Titel des Drehbuches, welches vor Ronon lag: ‚X-Lantis ruft’. Klang vielversprechend, aber nach Ronons Reaktion zu urteilen, war der Inhalt nicht halb so gut wie es der Titel vermuten ließ.

            „Sie verpflichten Nick Marlowe für einen Gastauftritt und verbraten ihn dann als Einbildung?“, wollte Ronon fassungslos wissen.

            „Es ist ja nicht sein einziger Auftritt“, verteidigte sich Martin. „In ‚Die Rückkehr Teil 1’ und ‚Die Rückkehr Teil 2’ wird er auch mit von der Partie sein.“

            Sheppard schnappte sich selber ein Drehbuch, um sich ein bisschen abzulenken und nicht gleich für jeden Anwesenden im Allgemeinen und Martin im Besonderen ansprechbar zu sein.

            „Trotzdem“, meinte Ronon. „Danning hat X-Treme erst zu dem gemacht, was es ist. Ihn einfach als Einbildung zu verpulfern, egal wie gut oder schlecht die Folge am Ende ist, ist einfach nicht richtig.“

            „Also… Ah…“, meinte Martin, aber ihm fiel wohl nichts darauf ein. Er sah sich kurz im Raum um und erblickte Sheppard. „Colonel! Schön, dass Sie auch schon hier sind!“

            Siedend heiß fiel Sheppard auf, dass er sich zwar ein Drehbuch geschnappt, aber versäumt hatte, es aufzuschlagen.

            „Und wie ich sehe, haben Sie auch schon mit der Arbeit begonnen“, strahlte Martin.

            „Äh, natürlich“, sagte Sheppard etwas unsicher und warf einen Blick auf den Titel des Drehbuches, dass vor ihm lag: ‚Cooljas Ende’. „Kann es sein, dass Coolja in dieser Folge stirbt?“, wollte Sheppard wissen.

            „Sie haben das ganze Drehbuch gelesen?“, wollte Martin erstaunt wissen. „So lange sind Sie doch noch gar nicht da.“

            „Äh nein“, sagte Sheppard verwirrt.

            „Und bis zur Hälfte können Sie auch noch nicht gekommen sein“, überlegte Martin. „Aber davor deutet nichts darauf hin, dass Coolja in dieser Folge auftaucht. Das wird nämlich die große Überraschung. Also wie haben Sie dass erraten Colonel?“

            Sheppard starrte Martin an. Er wusste nicht, was er darauf antworten sollte. Schließlich brachte er ein: „Vielleicht liegt es ja am Episodentitel?“, heraus.

            „Wieso? Was ist mit dem Episodentitel?“, wollte Martin wissen.

            Ronon beugte sich über den Tisch, las den Titel und schüttelte den Kopf. „Sagen Sie bloß, Sie haben immer noch die gleichen Leute, die schon für den Titel ‚Levant, der Prior’ in X-Treme verantwortlich waren? Ich habe Ihnen doch damals eine Beschwerdemail geschrieben.“

            „Tatsächlich?“, fragte Martin. „Nun wissen Sie, wir lesen diese ganzen Mails eigentlich nie. Die Episodenbenennung ist Sache des Senders. Aber soviel ich weiß, werden dort alle Mails einfach ignoriert und durch eine vorbereitete Antwortmail beantwortet, die den Fans vorgaukeln soll, dass man sich für ihre Probleme interessiert.“

            „Schauen sich die Sender die Folgen überhaupt vorher an, bevor sie die Episoden benennen?“, wollte Teyla wissen.

            „Also eigentlich kommen die Titel ja von Dritten“, meinte Martin.

            „Was?“, fragte McKay. „Aber gerade eben, haben Sie doch gesagt…“

            „Das es Sache des Senders ist, ja“, versuchte Martin zu erklären, „aber der Sender veranstaltet Wettbewerbe. Den Teilnehmern wird kurz erklärt, um was es in den jeweiligen Folgen geht und die Teilnehmer kreieren dann einen Titel. Und dann werden alle Vorschläge in eine Schachtel geworfen und einer gezogen.“

            „Ich will ja gar nicht fragen“, meinte Sheppard vorsichtig, „aber wo werden denn diese Wettbewerbe veranstaltet?“

            „Kindergärten“, entgegnete Martin munter. „Ist dass nicht toll? Auf diese Weise begeistert der Sender schon eine Zielgruppe für unsere Serie, die sie noch gar nicht anschauen darf. So sind dem Sender auch später noch hohe Einschaltquoten sicher.“

            Sheppard starrte seine Teamkameraden nur kopfschüttelnd an. Er würde gerne mal die Person kennen lernen, die sich so einen Schwachsinn ausdachte.

            Um sich etwas abzulenken überfolg Sheppard die Titel der anderen Drehbücher und blieb bei einem hängen: ‚Ein ungewöhnlicher Verbündeter’. Er griff danach, dass klang doch mal richtig interessant.

            „Was hat es mit dieser Episode auf sich?“, wollte Sheppard wissen und hielt das Drehbuch in die Luft.

            „Oh die“, seufzte Martin. „Die wurde uns von der Regierung aufgezwungen.“

            Das Team schaute Martin interessiert an, auf einmal hatte er ihre volle Aufmerksamkeit.

            „Von der Regierung aufgezwungen?“, fragte Ronon. „Wie kam es dazu?“

            „Anscheinend haben es die Chinesen nicht so gut aufgenommen, dass wir in der Serie die Melmacen nur deshalb zu den großen bösen Feinden erklären und sie gnadenlos bekämpfen, weil sie Katzen fressen“, meinte Martin verständnislos. „Können Sie sich das vorstellen?“

            „Nein“, meinte Sheppard lahm. „Dass ist mir völlig unverständlich.“

            „Sehen Sie?“, fragte Martin. „Mir nämlich auch. Aber die Chinesen hätten fast einen dritten Weltkrieg angefangen und meinten so etwas, wie ‚wenn ihr unbedingt gegen Katzenfresser Krieg führen wollt, dann können ihr das gerne haben’ oder so ähnlich. Jedenfalls hat uns die Regierung daraufhin gezwungen, einen Melmacen einzuführen, der nicht ganz so böse ist und dem Team hin und wieder hilft…“


            ***


            „Melmace!“, schrie Namakaeha, als er zusammen mit Sheppard, Mikala und Ingram den Gang entlangkam und ihnen Monroe entgegenkam, die von einem Melmacen begleitet wurde.

            Nur mit Mühe konnten Sheppard und Mikala den Furlinger zurückhalten, bevor er sich auf den erschrockenen Melmacen stürzen konnte.

            „Sieht so Ihre Gastfreundschaft aus?“, wollte dieser von Monroe wissen.

            „Ganz ruhig“, sagte Monroe schnell und stellte sich zwischen den Melmacen und Namakaeha. „Das ist unser neuer Verbündeter.“

            „Neuer Verbündeter?“, wollte Ingram mit hochgezogenen Augenbrauen wissen. „Sie wissen schon was das ist?“

            „Er versteht sich ausgezeichnet mit einer Ihrer Wissenschaftlerinnen Doktor Ingram“, erwiderte Monroe. „Mit Miko Kusanagi, sie hat ihn überredet die Seiten zu wechseln.“

            „Wer ist Miko Kusanagi?“, fragte Ingram verwundert.

            „Wie ich schon erwähnte“, meinte Monroe, „ist sie eine Ihrer Wissenschaftlerinnen Doktor.“



            ***


            „Oh bitte!“, meinte McKay. „Ist das nicht sehr klischeehaft? Wissenschaftler kann sich keine Namen merken und so weiter? Das müssen Sie auf jeden Fall noch ändern.“

            „Diese Miko Kusanagi…?“, fing Teyla an.

            „Ich weiß, was Sie sagen wollen“, erwiderte Martin. „Auf einen Vorschlag von General O’Neill hin, basiert die Figur auf einem Mitglied der Atlantisexpedition. Wir dachten, es wäre nicht schlecht, wenn wir auf die Weise auch gleich eine Chinesin mit einbauen, sie wissen schon, doppelt gemoppelt hält besser.“

            „Aber Miko ist Japanerin“, klärte Sheppard Martin vorsichtig auf.

            „Na ja, Chinesin, Japanerin, einigen wir uns auf Asiatin. Die schauen doch eh alle gleich aus“, meinte Martin.

            „Auf welcher realen Person basiert Miko Kusanagi denn jetzt eigentlich?“, wollte McKay wissen.

            „Vermutlich auf … Miko Kusanagi?“, vermutete Ronon.

            „Und wer ist Miko Kusanagi?“, wollte McKay verwundert wissen.

            Die Anderen sahen McKay kopfschüttelnd an, bevor Ronon die naheliegenste Frage stellte. „Wieso wechselt dieser Melmace eigentlich die Seiten?“


            ***


            „Wieso stellst du dich gegen alle deine Brüder und Schwestern?“, wollte Namakaeha von dem Melmacen wissen.

            „Ist das nicht klar?“, fragte dieser zurück. Als er sah, wie die anderen den Kopf schüttelten, sah er sich doch zu einer Erklärung genötigt. „Ihr seit der einzige Planet in der Galaxie, auf dem man Fernsehschauen kann.“



            ***


            „Fernsehschauen?“, fragte Teyla.

            „Die Folge ist noch nicht ganz ausgereift“, gab Martin zu. „Das ein oder andere werden wir wohl noch verändern müssen.“

            „Wie heißt der neue Verbündete eigentlich?“, wollte Sheppard wissen. „Oder nennt man ihn immer nur Melmace?“


            ***


            „Wie heißt du eigentlich?“, fragte Sheppard den Melmacen.

            „Mein Name ist Gordon Shumway“, erwiderte dieser. „Aber ihr könnt auch einfach Alf zu mir sagen.“

            „Das ist aber kein Spitzname für Gorden Shumway“, meinte Mikala stirnrunzelnd.

            „Nein“, entgegnete Alf. „Das steht für Außerirdische Lebensform.“



            ***


            Ronon sah Martin irritiert an. „Außerirdische Lebensform? Ist es nicht seltsam wenn sich Außerirdische selbst als Außerirdische bezeichnen?“

            „Warum?“, fragte Martin verwundert zurück. „Es sind doch Außerirdische.“

            „Aber doch nicht aus ihrer Perspektive“, versuchte Ronon seinen Standpunkt zu verdeutlichen, wurde aber von McKay unterbrochen, der in den letzten Momenten in einem anderen Drehbuch herumgeblättert hatte und auf einmal einen Freudenschrei ausstieß.

            „Was ist denn mit Ihnen los?“, fragte Sheppard erstaunt.

            McKay hielt das Drehbuch hoch: ‚Ein freier Tag’.

            „Stellen Sie sich vor“, meinte er freudestrahlend, „Doktor House stirbt!“

            Die Anderen drei sahen Martin entsetzt an.

            „Das ist nicht Ihr ernst“, meinte Teyla.

            „House war einer der besten Charaktere der Serie“, pflichtete Ronon ihr bei.

            „Das ist es ja gerade“, entgegnete Martin begeistert, „dadurch zeigen wir, dass keine der Hauptpersonen sicher ist und es jederzeit jemanden von ihnen treffen kann. Die Fans werden das lieben.“

            „Die Fans werden Sie umbringen“, entgegnete Sheppard.

            Bevor Martin darauf etwas erwidern konnte, erstrahlte plötzlich ein helles Licht mitten im Raum und im nächsten Moment stand Colonel Samantha Carter vor ihnen.

            „Hi Leute“, begrüßte Carter die Anwesenden, „die Hammond ist gerade eingetroffen und ich wollte nur wissen, ob ihr schon fertig seid.“

            „Nein, wir…“, begann Martin, wurde aber von Sheppard, McKay, Ronon und Teyla unterbrochen, die wie aus einem Mund: „Ja, wir sind fertig!“, riefen.

            „Das ist gut“, meinte Carter. „Wir haben es nämlich ein bisschen eilig, irgendeins von Bills Experimenten ist wohl nicht ganz so gelaufen wie erwartet und jetzt brauchen sie im SGC meine Hilfe.“

            „Wollen Sie sich das wirklich antun?“, wollte Sheppard wissen und nickte in Richtung Martin.

            „Keine Sorge“, lächelte Carter. „Ich habe SG-1 an Bord. Vala fiebert geradezu dem Moment entgegen, ab dem sie Martin mit neuen Ideen versorgen kann. Und Daniel fiebert dem Moment entgegen, in dem Vala etwas zu tun bekommt.“ Dann hielt sich Carter eine Hand ans Ohr. „Hammond? Sie können Martin und mich jetzt hochbeamen.“

            Kurz bevor die beiden sich auflösten nickte Carter noch kurz in die Runde. „Grüßen Sie Woolsey von mir.“

            „Machen wir“, antwortete Sheppard, aber da waren die beiden schon weg.

            McKay lächelte.

            „Was ist los?“, wollte Sheppard wissen.

            „Haben Sie es nicht gemerkt?“, fragte McKay. „Martin hat gar nicht gesagt, dass wir uns nächstes Jahr wieder sehen. Vielleicht rechnet er nicht mit einer vierten Staffel.“

            „Das wäre wirklich mal eine gute Nachricht“, meinte Teyla.

            „Ja, das wäre es wirklich“, stimmte Sheppard zu.
            Aber tief im inneren bezweifelte er, dass sie Martin heute zum letzten Mal gesehen hatten.
            Wormhole GalaXy
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            Neu: Das große Finale: Folge 40: Ursprung

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            • #7
              4. Staffel



              1 Jahr später:

              „Es hat mich gefreut mit Ihnen und Ihrem Team Geschäfte machen zu können John Sheppard“, sagte Todd, während er Sheppard, dessen Team und Doktor Keller zum Sternentor auf S2G-010 begleitete.

              „Immer wieder gerne“, entgegnete Sheppard.

              „Ich hoffe nur, dass das Virus diesesmal wie vorgesehen funktioniert“, meinte Keller.

              „Das hoffen wir alle“, meinte Ronon.

              „Was haben Sie gerade gesagt?“, fragte McKay erstaunt.

              „Ach das ist nur so ein Spruch, der letztens in einer Serie immer wieder gesagt wurde“, entgegnete Ronon schulterzuckend.

              „Wie wäre es, wenn Sie schon mal Atlantis anwählen?“, wandte sich Sheppard an McKay.

              Nachdem sich McKay zusammen mit Ronon, Teyla und Keller zum DHD begeben hatte, wandte sich Sheppard noch mal an Todd. „Also wenn das Virus, das sie dazu befähigen soll, sich normal zu ernähren, diesesmal wieder nicht funktioniert …“

              „Keine Angst“, erwiderte Todd. „Ich habe meine Lektion gelernt und werde das Virus ab jetzt wieder zuerst an meinen Feinden testen. Machen Sie es gut John Sheppard“, bei diesen Worten streckte er Sheppard seine Nährhand hin.

              Sheppard betrachtete sie kurz. „Der Witz wird auch nicht besser wenn Sie ihn jedes Mal wiederholen.“

              Todd verzog seinen Mund zu einem Grinsen. „Das ist Ihre Sicht der Dinge.“

              „Lassen Sie uns wissen, ob es funktioniert hat“, verabschiedete sich Sheppard, drehte sich um, ging zu seinem Team und trat dann zusammen mit den anderen in den bereits aktivierten Ereignishorizont.

              Als sie auf Atlantis eintrafen, wurden sie schon von einem ungeduldig vor dem Sternentor auf und ab gehenden Woolsey empfangen. „Na endlich, Sie haben sich aber ziemlich viel Zeit gelassen.“

              „Tut mir leid“, meinte Sheppard. „Aber wir hatten einige Probleme. Erst wollten sich die Genii einmischen und dann haben auch noch die Replikatoren ihr Comeback gefeiert. Von den anderen Wraith die Todd an den Kragen wollten gar nicht zu reden.“

              „Dann hat uns das alte Leben also wieder.“ Woolsey konnte sich ein grinsen nicht verkneifen.

              „Könnte man so sagen“, erwiderte Sheppard. „Und was war hier so los?“

              „Vorgestern ist Martin Lloyd …“, fing Woolsey an.

              Er wurde aber sofort von Sheppard unterbrochen, der sich eine Hand an sein Ohr hielt, als würde er einen Funkspruch erhalten. „Oh mein Gott! Es ist Todd!“

              „Todd steckt in Schwierigkeiten!“, rief McKay im gleichen Moment und starrte auf seinen Computer.

              Woolsey sah von Sheppard zu McKay und wieder zurück. „Hätte es nicht gereicht, wenn er einen von Ihnen beiden verständigt hätte?“

              „Vielleicht wollte er sicher gehen, dass seinen Nachricht auch durchkommt“, meinte McKay etwas unsicher.

              „Gut, was hat er für ein Problem?“, wollte Woolsey mit hochgezogenen Augenbrauen wissen.

              „Genii“, erwiderte Sheppard sofort.

              „Replikatoren“, sagte McKay im gleichen Moment.

              „Bevor sie sich noch um Kopf und Kragen reden, drehen sie sich doch bitte mal um“, meinte Woolsey etwas angesäuert.

              Sheppard und McKay drehten sich um. Das Stargate war abgeschaltet.

              „Wie lange…“, begann McKay.

              „Wenige Augenblicke nachdem sie durch waren, hat es sich abgeschaltet“, informierte sie Woolsey. „Sie können also gar keine Nachricht von Todd erhalten haben. Weder über Funk noch auf den PC. Und jetzt kommen Sie mit, da ich nicht wusste, wann genau sie zurückkommen, habe ich zwar für Ersatzberater gesorgt, aber Mister Lloyd ist bestimmt hocherfreut, wenn die Profis verfügbar sind.“


              ***


              Die Ersatzberater waren wirklich hocherfreut die Profis zu sehen, auch wenn sie im ersten Moment gar nicht erkannten, dass diese den Raum betreten hatten.

              Während Martin gerade über irgendeine Folge philosophierte, starrte Chuck mit ausdruckslosem Gesichtsausdruck starr gerade aus. Nach ungefähr einer halben Minute registrierte er Sheppard, McKay, Ronon und Teyla, sprang sofort mit einem lauten Seufzer der Erleichterung von seinem Platz auf, rannte auf den Ausgang zu, blieb kurz bei dem Team stehen, drückte jeden einzelnen von ihnen und war im nächsten Augenblick in die Freiheit verschwunden.
              Zelenka blickte verwundert über diesen plötzlichen Tumult von einem halbfertigen Papierflieger auf. Als er das Team erkannte, musste er grinsen und rüttelte Lorne wach, der laut schnarchend mit dem Kopf auf dem Tisch gelegen hatte.

              „Das scheint ja eine seht produktive Sitzung gewesen zu sein“, meinte Sheppard.

              Martin drehte sich bei diesen Worten um und konnte sein Glück kaum fassen. „Colonel! Sie kommen gerade rechtzeitig! Wir wollten gerade das Ende von Staffel vier besprechen! Schließen Sie sich uns doch an!“

              „Sie schließen sich uns nicht an“, meinte Zelenka und zog einen gähnenden Lorne hinter sich her, der gerade versuchte sich den Schlaf aus den Augen zu reiben und zu verstehen, warum er gerade geweckt worden war.

              „Nein?“, fragte Martin verwundert.

              „Nein, das ist unsere Ablösung“, gähnte Lorne, der langsam wieder wach wurde. „So gerne wir auch länger bleiben würden, aber irgendwer muss sich um die Sicherheit der Stadt kümmern.“

              „OK, das verstehe ich natürlich“, meinte Martin.

              „Wenn Sie wollen Major …“, fing Sheppard an.

              „Keine Chance“, entgegnete Lorne sofort. „Wir hatten schon unseren Spaß, jetzt sind Sie dran Colonel.“

              „Und was machen Sie jetzt Zelenka?“, wollte McKay hoffnungsvoll wissen. „Irgendwas wofür Sie meinen Hilfe bräuchten?“

              Zelenka schüttelte den Kopf. „Nein ich muss nur mal wieder auf den Planeten mit den Kindern …“

              „Ha! Das ist perfekt!“, rief McKay. „Habe ich Ihnen schon mal erzählt wie gut ich mit Kindern auskomme?“

              „Keine Chance Rodney“, entgegnete Zelenka und klopfte McKay aufmunternd auf die Schulter. „Ich komme da drüben gut alleine klar“, dann lächelte er glücklich, „und ich werde es genießen.“

              Nach diesen Worten verschwanden Zelenka und Lorne so schnell sie konnten.

              „OK“, verkündete Martin freudestrahlend, als sich Sheppard, McKay, Ronon und Teyla auf ihren Plätzen niederließen, „ich habe zwar schon mit Major Lorne und den anderen den größten Teil der Staffel besprochen, aber ich glaube, es schadet nicht, wenn wir alle Folgen noch einmal durchgehen.“

              „Doch!“, schrie Sheppard fast, zügelte dann aber seine Lautstärke. „Ich habe vollstes Vertrauen in Major Lorne, und wenn er mitbekommt, dass wir die ganzen Drehbücher noch einmal durchgehen, würde er denken, dass ich eben kein Vertrauen in ihn und seine Meinung hätte.“

              „Ich hatte eher den Eindruck, als hätte der Major den Großteil der Besprechung verschlafen“, meinte Martin.

              „Sehen Sie?“, erwiderte Sheppard. „Immer wenn Lorne sich besonders viel Mühe gibt, hat es den Anschein als würde er schlafen.“

              „Nun gut“, meinte Martin. „Dann also nur noch die letzten vier Folgen“, mit diesen Worten schlug er das Drehbuch mit dem verheißungsvollen Titel ‚Auf der Mittelstation’ auf.


              ***


              „Ich habe kein gutes Gefühl dabei, dass das Komitee alle unseren außerirdischen Teammitglieder unter die Lupe nehmen will“, meinte Sheppard, als er zusammen mit Monroe im Kontrollraum stand.

              „Mikala hat sich doch ganz gut gemacht“, entgegnete Monroe.

              „Ich mache mir auch mehr Sorgen um Namakaeha“, meinte Sheppard.

              „Sie werden ihn bestimmt lieben“, grinste Monroe. „Die Furlinger sehen doch wirklich süß aus. Mit seinem Aussehen erobert er bestimmt die Herzen des Komitees.“

              „Süß?“, fragte Sheppard. „Lassen sie dass nur nicht unseren Kampfbären hören, sonst rastet er sofort aus.“

              „Ich weiß“, seufzte Monroe. „War auch nur ein Scherz. Aber keine Sorge, ich habe einen Coach für ihn organisiert.“

              „Einen Coach?“, fragte Sheppard erstaunt.

              In dem Moment begann sich das Sternentor zu aktivieren.

              „Und da kommt er auch schon“, entgegnete Monroe und ging mit Sheppard hinunter zum Stargate.

              Kurz darauf trat ein alter Teamgefährte Monroes aus dem Ereignishorizont.

              „Colonel Sheppard“, begann Monroe die beiden aneinander vorzustellen, „darf ich Ihnen Grell vorstellen, Grell, das ist Colonel Sheppard.“



              ***


              „Also damit ich das richtig verstehe“, fragte Ronon, „Sie holen einen Roboter, um einen Furlinger zu coachen?“

              „Oh ja“, erwiderte Martin. „Dass ist ein Aufeinandertreffen, dass von den Fans schon lange herbeigesehnt wird. Eine der am häufigst diskutierten Fragen in Internetforen ist, wer wohl einen Kampf zwischen den beiden gewinnen würde.“

              „Dann gibt es also einen Kampf zwischen Namakaeha und Grell“, vermutete Teyla.

              „Und ob“, strahlte Martin.

              „Und wer gewinnt den Kampf?“, wollte Sheppard wissen. „Roboter oder Furlinger?“

              „Keiner von beiden“, entgegnete Martin. Als er sah, dass die anderen sich verständnislos anschauten, fuhr er fort: „Die eine Hälfte der Fans ist auf Grells Seite, die andere auf der von Namakaeha und wir wollen keine der beiden Lager enttäuschen. Also lassen wir den Kampf abbrechen, bevor einer der beiden gewinnen kann und die Beiden einigen sich auf ein Unentschieden.“

              „Sehr schlau…“, meinte Sheppard gedehnt.

              „Nicht wahr?“, freute sich Martin.

              „Was hat es mit dieser Mittelstation auf sich?“, mischte sich McKay ein.

              „Oh, die war ein genialer Einfall von General O’Neill“, antwortete Martin begeistert. „Nachdem unsere Helden ja schon die ganze Serie hindurch an SGB-Knappheit leiden, haben sich Ingram und Monroe eine intergalaktische Gatebrücke ausgedacht. Die Funktionsweise schaut so aus …“

              „Ich glaube wir können uns denken wie sie funktioniert“, unterbrach McKay ihn. „Diese Brücke hat doch bestimmt einen Namen oder?“

              „Natürlich“, entgegnete Martin. „Monroe-Ingram-Brücke.“

              „Was?!“, fragte McKay entsetzt. „Dass müssen Sie unbedingt noch ändern! Als Berater sage ich Ihnen, dieser Name ist tödlich! Sie müssen das Ding Ingram-Monroe-Brücke nennen, oder noch besser – einfach nur Ingram-Brücke!“

              „Tut mir leid“, meinte Martin bedauernd, „aber der Name ist leider nicht verhandelbar. Nachdem General O’Neill die Idee zu dieser Brücke hatte, durfte er sich den Namen aussuchen und er bestand darauf, dass Monroe an erster Stelle steht.“

              „Oh tatsächlich?“, fragte McKay angriffslustig. „General O’Neill, der Erfinder der intergalaktischen Gatebrücke hat also darauf bestanden?!“

              „Regen Sie sich ab McKay“, versuchte Sheppard den Wissenschaftler zu beruhigen. „Sonst werden wir hier heute nie fertig. Also wie geht es dann weiter?“, wandte er sich an Martin.

              „Namakaeha und Grell reisen zur Mittelstation“, erzählte Martin, „kurz bevor diese von den Melmacen angegriffen wird, weil diese in jener Mittelstation einen Weg sehen, auf die Erde zu kommen, wo es, wie sie wissen, Millionen von Katzen gibt. Einigen von ihnen gelingt es schließlich auch auf die Erde zu kommen und werden von Namakaeha und Grell verfolgt. Etwas später kommt Sheppard mit einem Team auf die Mittelstation und versucht diese zurückzuerobern. Allerdings aktiviert sich etwas später das Stargate und eine zweite Welle Melmacen kommt auf die Station.“


              ***


              „Und jetzt?“ fragte Ingram.

              „Ich halte sie auf, Sie schalten das Tor ab!“, rief Sheppard und verschwand aus dem Kontrollraum der Mittelstation.

              „Klar“, seufzte Ingram und wollte sich gerade an die Arbeit machen, als er ein stöhnen hörte.

              Als er auf dem Boden sah, sah er das Karawan wieder zu Bewusstsein kam.

              „O Gott, was ist passiert?“, wollte Karawan wissen.

              „Sie sind ohnmächtig geworden, als der Melmace Ihnen erzählt hat, was er alles mit Ihrer Katze machen wird, wenn Sie ihm nicht den richtigen Code geben“, erinnerte ihn Lii, der sich neben Ingram über die Konsolen gebeugt hatte und versuchte das eingehende Wurmloch zu schließen.

              „Was machen sie Beide da überhaupt?“, wollte Karawan wissen.

              „Wir versuchen das Tor zu schließen“, erklärte ihm Ingram kurz angebunden, ohne von der Konsole aufzusehen. „Aber das ist gar nicht so einfach, weil wir erst die Hauptsysteme umgehen müssen.“

              „Wieso schalten Sie es nicht einfach ab, ohne die Hauptsysteme zu umgehen?“, fragte Karawan, aber weder Ingram noch Lii hörten ihm zu.

              Mit einem schulterzucken ging Karawan daraufhin zu einer anderen Konsole, gab einen Befehl ein und schloss das eingehende Wurmloch ohne davor die Hauptsysteme zu umgehen.

              „Was haben Sie gemacht?“, rief Ingram entsetzt, als er sah was Karawan gemacht hatte.

              „Na das Wurmloch geschlossen“, entgegnete Karawan. „Das wollten Sie doch.“

              In diesem Moment ging ein Alarm los und verkündete: „Automatische Selbstzerstörung aktiviert! Zehn Minuten bis zur automatischen Selbstzerstörung!“

              Karawan wurde blass, Ingram dagegen rot. „Habe ich nicht gesagt, dass ich die Hauptsysteme umgehen muss?!!!“



              ***


              „Das ist Blödsinn“, verkündete Ronon. „Man kann ein Wurmloch nur von der Seite des Gates ausschalten, von der es aktiviert wurde, dass haben ich in X-Treme und inzwischen auch in X-Lantis oft genug gesehen.“

              „Äh…“, stotterte Martin, „tja… da… haben wir wohl etwas übersehen…“

              „Wieso lassen Sie nicht einfach die Melmacen auf der anderen Seite das Gate abschalten?“, schlug Sheppard vor.

              „Das geht nicht“, seufzte Martin. „Das Tor muss auf der Mittelstation abgeschaltet werden, damit die Selbstzerstörung ausgelöst wird, was wiederum für mehr Dramatik und letztendlich zu einer gewaltigen Explosion führt, wenn die Mittelstation tatsächlich in die Luft fliegt.“

              „Dramatik?“, fragte Sheppard. „Explosion? Aber doch wohl nicht auf Kosten der Serienlogik?“

              Martin schien einen inneren Konflikt auszufechten, bevor er sich zu einer Entscheidung durchrang. „Doch, den meisten Fans wird das gar nicht auffallen, die sitzen nur vor dem Bildschirm und warten auf den großen Knall und genau den geben wir ihnen auch.“

              „Das kann nicht Ihr Ernst sein“, meinte Sheppard. „Ich habe Ihnen doch schon einmal gesagt, dass die Fans sehr intelligente Menschen sind …“

              „… die sich positiv unterhalten lassen wollen“, vollendete Martin den Satz. „Ja. Aber der Sender will, dass irgendetwas explodiert, weil dass mehr Fans vor den Fernseher lockt und so mehr Werbeeinnahmen bringt. Und wie gesagt, wird das den meisten Fans bestimmt nicht auffallen.“

              „Wenn Sie sich da nicht täuschen“, meinte Sheppard.

              „Und selbst den wenigen, denen es auffällt, werden es eine Woche später vergessen, wenn sie von dem Ende von ‚Verwandte Teil 1’ vollkommen überrascht werden“, meinte Martin zuversichtlich. „Mit der Überraschung, die dort auftaucht hätte so nämlich bestimmt keiner gerechnet.“

              „Wieso?“, fragte McKay vorsichtig. „Was passiert denn am Ende von ‚Verwandte Teil 1’?“


              ***


              „Irgendeine Spur von ihr?“, wollte Sheppard wissen.

              „Sie ist nicht hier“, erwiderte Namakaeha.

              „Sicher?“, fragte Sheppard. „Dieser Kerl hat irgendwas bewacht, dabei zeigte er auf einen von Christophers inzwischen toten Melmacenhybriden.

              Dann wanderte sein Blick, genau wie die von Namakaeha und Ingram auf eine Tür im hinteren Teil des Gebäudes.
              Langsam näherten sie sich der Tür.
              Nach einigen Sekunden gab Sheppard einen Schuss auf das Türschloss ab und stieß dann langsam die Tür auf.

              Sheppard, Ingram und Namakaeha starrten in den Raum. Sie konnten einfach nicht glauben wen sie da sahen.

              „Na endlich!“, begrüsste sie House. „Wurde aber auch Zeit, dass Sie kommen! Warum hat das solange gedauert?!“



              ***


              „Sie bringen House zurück?!“, fragte McKay völlig entsetzt. „Die Fans werden Sie umbringen!“

              „Wir machen das doch nur wegen den Fans“, erwiderte Martin. „Die Fans wollen unbedingt ihren Arzt wiederhaben. Sie veranstalten Internetkampagnen, demonstrieren zu tausenden vor unseren Studios, Sie können sich ja nicht vorstellen, was los ist, seit House gestorben ist.“

              „Aber das ist doch gerade der Punkt“, versuchte McKay zu argumentieren. „House ist tot! Er ist explodiert! Sie können ihn also gar nicht zurückbringen! Wie wollen Sie das machen? Ihn als Aufgestiegenen zurückbringen? Das war doch schon bei Levant ausgelutscht. Oder vielleicht so tun, als wäre die gesamte letzte Staffel nur ein Traum gewesen?“

              „Wir haben uns da eine sehr viel bessere Möglichkeit einfallen lassen, wie wir ihn zurückbringen können“, strahlte Martin.

              „Lassen Sie mich raten“, meinte Sheppard, „House ist gar nicht House, sondern nur ein Klon.“

              Martin starrte Sheppard an. „Von woher wissen Sie das?“

              „Ich habe manchmal ähnliche Gedankengänge wie General O’Neill“, erwiderte Sheppard. „Und wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass die Idee von ihm kommt.“

              „Schon wieder richtig“, staunte Martin. „Wenn Sie wollen, könnte ich Ihnen einen Job als mein persönlicher Berater besorgen. General O’Neill habe ich das auch schon angeboten, aber irgendwie wollte er nicht.“

              „Tja“, meinte Sheppard vorsichtig, „vielleicht in einigen hundert Jahren.“

              „Oh das passt“, freute sich Martin.

              „Passt wozu?“, fragte Sheppard noch vorsichtiger.

              „Zur letzten Folge der 4. Staffel“, erwiderte Martin und hielt das letzte Drehbuch in die Höhe, das den schönen Titel ‚Der letzte Mann’ trug.


              ***


              Sheppard trat aus dem Ereignishorizont und sah sich um.
              Irgendetwas in X-Lantis war anders.
              Irgendwie war es heißer als sonst und sehr still. Er sah sich um. Außer ihm war niemand im Gateraum.

              „Hallo?“, rief er. „Ist jemand hier?“

              Aber er bekam keine Antwort.

              Langsam ging er zum DHD und fuhr mit den Fingern über die Tasten. Überall lag eine fingerdicke Staubschicht, so als ob seit sehr langer Zeit keiner mehr hier gewesen wäre. Aber als er vor nicht ganz zwei Stunden von hier aus aufgebrochen war, war in X-Lantis noch alles ganz normal gewesen. Was war also in diesen zwei Stunden seit seinem Aufbruch geschehen?

              Sheppard ging zu einem Fenster, um einen Blick nach draußen zu werfen – und konnte seinen Augen nicht trauen. Das Meer war verschwunden! Überall um X-Lantis herum war Sand, Sand und noch mehr Sand.

              „Was zum Teufel…?“, fragte sich Sheppard laut.

              Langsam ging er wieder Richtung Gate und schüttelte den Kopf. Ob ihn das Sternentor vielleicht in eine alternative Realität befördert hatte?
              Was sollte er jetzt tun?

              Gerade als er darüber nachdachte, empfing er einen Funkspruch. „Colonel Sheppard? Sind Sie das?“

              Sheppard griff aufgeregt zum Funkgerät. Aus irgendeinem verrückten Grund hatte er angenommen, dass er der einzige in diesem X-Lantis wäre, was anscheinend nicht so war. „Ja, hier ist Colonel Sheppard. Wer sind Sie?“

              Statt einem Namen, sagte die Stimme aus dem Funkgerät: „Endlich, Sie haben sich aber ganz schön Zeit gelassen. Könnten Sie bitte in den Hologrammraum kommen? Dort können wir uns weiter unterhalten.“

              „Ja, natürlich“, funkte Sheppard zurück, bevor er sich verwirrt auf den Weg zum Hologrammraum machte.

              Als er dort eintraf, war der Hologrammraum leer. Sheppard ging ein paar Schritte hinein und blickte sich suchend um, aber es half nichts. Der Raum blieb leer.

              Auf einmal hörte er Schritte aus dem Gang hinter sich und als er herumwirbelte, die Waffe im Anschlag, stand ein Mann in einem langen Mantel, den er noch nie gesehen hatte, vor ihm.

              „Wer sind Sie?“, wollte Sheppard wissen.

              „Nur die Ruhe Colonel Sheppard“, entgegnete der Mann und hob die Hände ein Stück nach oben. „Legen Sie am besten erstmal die Waffe weg.“

              „Nicht bevor Sie mir sagen, wer Sie sind, von woher Sie wissen, wer ich bin und was zur Hölle hier eigentlich los ist“, erwiderte Sheppard.

              „Also gut“, sagte der Mann. „Ich bin der momentane Leiter von X-Lantis und gleichzeitig der letzte Mann hier. Schon seit sehr sehr langer Zeit, denn das Stargate hat sie 48.000 Jahre in die Zukunft geschickt. Was meinen Namen betrifft“, daraufhin streckte er Sheppard eine Hand hin, „ich bin Captain Jack Harkness.“



              ***


              „Captain Jack Harkness?“, fragte Sheppard. „Ich dachte …“

              „Ja, als Sie den Unsterblichen zu Beginn der zweiten Staffel vorschlugen, war das für uns keine Option, aber wir haben viel darüber nachgedacht und nachdem Torchwood kürzlich aus England nach Amerika verkauft wurde und zwar raten sie mal an welchen Sender?“, strahlte Martin, „dachten wir, dass wäre eine gute Gelegenheit für ein kleines Crossover. Stellen Sie sich vor, General O’Neill hat doch glatt vorgeschlagen, dass wir ein Hologramm von Ingram benutzten sollen. Können Sie sich das vorstellen?“

              „Treffen Sie sich deshalb im Hologrammraum?“, wollte Teyla wissen.

              „Hmm, ja, die Szene stammt tatsächlich noch aus dem ursprünglichen Drehbuch“, gab Martin zu. „Aber vielleicht ändern wir das noch.“

              „OK, was passiert dann?“, wollte Sheppard wissen.

              „Dann erfährt der Zuschauer, was mit X-Lantis geschah, nachdem Sheppard verschwunden ist“, erzählte Martin weiter. „Es wird eine tragische Geschichte, die dem Zuschauer ein sehr trauriges Ende von X-Lantis und den Hauptpersonen vor Augen führt …“


              ***


              „Sie wollen mir also sagen, dass ich 48.000 Jahre in der Zukunft gestrandet bin?“, fragte Sheppard entsetzt.

              „Das ist richtig“, erwiderte Harkness.

              „Was ist geschehen?“, wollte Sheppard wissen. „Ich meine hier? Mit den Leuten auf X-Lantis, mit Ingram und Namakaeha, Monroe … ist House immer noch in Stasis eingefroren?“

              „Nein“, erzählte Harkness, „für House wurde recht schnell einen Gentherapie entwickelt. Aber das war die einzige gute Nachricht, danach ging alles für was Sie gekämpft hatten, den Bach runter. Ihr Team fand Mikala, aber da war sie bereits tot.
              Das war der Wendepunkt, nachdem ein schlechtes Ereignis dem nächsten folgte. Christopher begann die Galaxie zu erobern und schaffte einen Sieg nach dem anderen. Es war hoffnungslos. Egal ob Menschen, Furlinger oder Melmacen, sie wurden alle nach und nach vernichtet.
              Namakaeha und Alf rauften sich irgendwann zusammen und bildeten eine Gruppe von Widerstandskämpfern aus. Ihre Kämpfe waren auch sehr erfolgreich, leider benutzten beide eines Tages beim duschen ein Shampoo, dessen Haltbarkeitsdatum überschritten war. Sie starben beide an einer allergischen Reaktion.
              Colonel Monroe wollte deren Aufgabe weiterführen, aber sie stolperte am gleichen Tag über eine Ananas in ihrem Büro und brach sich das Genick. Bis heute ist ungeklärt, wie die Ananas dort hinkam, aber es wird sich erzählt, dass sie schon früher und auch danach noch an den unmöglichsten Orten aufgetaucht sein soll. Das Ananas-Mysterium ist bis heute ungelöst.
              Die X-Lantis-Mission wurde nach den ganzen Rückschlägen schließlich aufgegeben und X-Lantis stand leer, bis es schließlich von Torchwood 38 bezogen wurde.“

              „Torchwood 38?“, fragte Sheppard nach.

              „Sie wollen nicht wissen, was mit den anderen 37 Torchwoods passiert ist“, entgegnete Harkness.



              ***


              „Moment mal“, unterbrach Sheppard Martins Ausführungen.

              „Was ist?“, wollte Martin verwirrt wissen.

              „Abgelaufenes Shampoo?“, fragte Ronon. „Ananas-Mysterium? Das klingt unglaublich dämlich.“

              „Meinen Sie?“, wandte sich Martin an Ronon. „Was würden Sie denn vorschlagen?“

              „Lassen Sie sie doch einfach im Kampf sterben“, schlug Ronon vor.

              „Tja, wenn Sie meinen“, erwiderte Martin nicht recht begeistert. „Aber gut, sie sind die Berater, wenn sie also denken, dass das beim Zuschauer besser ankommt …“

              „Auf jeden Fall“, meinte Ronon.

              „Unbedingt“, sagte Teyla.

              „Keine Frage“, schloss sich Sheppard an.

              „Was ist eigentlich aus Ingram geworden?“, wollte McKay wissen.


              ***


              „Was ist eigentlich aus Ingram geworden?“, wollte Sheppard wissen.

              „Nachdem die X-Lantis-Mission aufgelöst wurde“, erzählte Harkness weiter, „reisten er und House auf der Bart Simpson zurück zur Erde. Sie hatten jede Menge Zeit sich auszusprechen, wobei sie sich zu Beginn mehr angeschrien haben. Aber die lange Zeit zusammen auf engsten Raum und die Verluste die sie zusammen erlebt hatten, schweißte sie schließlich zusammen. Erst wurden sie nur sehr gute Freunde, aber schließlich wurde es mehr. Sie heirateten eine Woche nachdem sie zurück auf der Erde waren.“



              ***


              „WAS?!!!“, rief McKay entsetzt aus. „Das können Sie unmöglich ernst meinen!!!“

              „Wir wollen den Fans mit etwas unerwartetem überraschen“, erwiderte Martin, „und ihnen nach den ganzen Toten einen kleinen Lichtblick geben, bevor auch diese Geschichte tragisch endet.“

              „Wieso? Wie endet die Geschichte denn?“, wollte Sheppard wissen.


              ***


              „Ihr Glück währte allerdings nur ein paar Monate“, fuhr Harkness fort. „Dann erkrankte House an dem Virus, mit dem er in X-Lantis solange zu tun hatte. Die Ärzte waren ratlos. House wusste als einziger woran er litt.“

              „Aber wieso sagte er es den Ärzten dann nicht einfach?“, wollte Sheppard wissen.

              „Da kennen Sie aber House schlecht“, entgegnete Harkness.


              ***


              [Rückblick:

              „Es tut mir leid, wir wissen einfach nicht was Ihnen fehlt“, gab der Arzt resignierend zu.

              „Sie wissen es nicht?“, fragte House zynisch. „Was sind Sie denn für ein Arzt??? Ich hätte das Rätsel schon längst gelöst und das in der halben Zeit, die Sie bis jetzt hatten! Haben Sie Ihr Arztdiplom im Lotto gewonnen?!“

              „Wenn Sie wissen, woran Sie leiden, dann sagen Sie es uns doch einfach“, flehte ihn der Arzt an.

              „Damit Sie sich dann mit meinen Lorbeeren schmücken und so tun als wären Sie auf die Lösung gekommen?“, fragte House angewidert zurück. „Lieber sterbe ich und lasse Sie in dem Wissen zurück, dass Sie zu unfähig waren mir zu helfen. Sehen Sie es ein: Sie sind eine Flasche!“]


              ***


              „House Tod war schließlich der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte“, fuhr Harkness fort. „Ingram stürzte sich in Arbeit und suchte nach einer Möglichkeit, den Lauf der Dinge im Nachhinein zu verändern und zu einem besseren Endergebnis zu führen. Schließlich traf er mich, er erzählte mir was passiert war und erklärte mir seinen Plan, den er sich überlegt hatte. Ich gründete schließlich Torchwood 38 in X-Lantis und seitdem warte ich auf Sie, um Sie zum entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte zurück schicke.“

              „Und wie wollen Sie das machen?“, wollte Sheppard neugierig wissen.



              ***


              „Nichts sagen“, rief McKay aufgeregt dazwischen. „Lassen Sie mich raten! Ingram hat wahrscheinlich 25 Jahre seines Lebens damit zugebracht, nach einer Möglichkeit zu suchen, Sonneneruptionen vorhersagen zu können und so nach einer zu suchen, die Sheppard wieder 48.000 Jahre in die Vergangenheit befördert.“

              „Was?“, fragte Martin überrascht. „Nein, wieso sollte er so etwas kompliziertes und langwieriges tun?“

              „Wieso?“, wollte McKay verwundert wissen. „Kennen Sie etwa einen einfachere Lösung?“

              „Allerdings“, erwiderte Martin

              „Die Zeitmaschine aus X-Treme“, tippte Ronon.

              „Das ist richtig“, grinste Martin. „Wenigstens einer der nicht zu kompliziert denkt.“


              ***


              „Und wie wollen Sie das machen?“, wollte Sheppard neugierig wissen.

              „Kommen Sie mit“, meinte Harkness.

              Harkness führte Sheppard in die Hangarbucht, wo neben den anderen, ganz normal aussehenden Gateschiffen noch ein komplett weißes stand.

              „Ingram und ich haben das Zeitreise-Gateschiff nach X-Lantis gebracht“, erläuterte Harkness. „Alles was Sie tun müssen, ist damit 48.000 Jahre in die Vergangenheit reisen und den Wendepunkt in der Geschichte, den Tod von Mikala zu verhindern. Im Gateschiff sind Daten, die Ihnen dabei helfen werden.“

              „Das klingt wirklich einfach“, meinte Sheppard. „Vielen Dank Captain Harkness.“

              „Nichts zu danken“, erwiderte Harkness und reichte Sheppard die Hand. „Machen Sie es gut Colonel.“



              ***


              „Das war’s?“, wollte Sheppard wissen.

              „Naja, was der Folge noch fehlt, ist ein Cliffhanger“, erwiderte Martin. „Da dachte ich, dass mir meine Berater vielleicht …“

              Bevor Martin ausreden konnte, wurde er von einem Alarm unterbrochen, der plötzlich losging.
              Sheppard, McKay, Ronon und Teyla sahen sich entsetzt an.
              Sheppard wollte gerade nach seinem Funkgerät greifen, um Lorne zu fragen, was der Alarm zu bedeuten hatte, als Cadman in den Konferenzraum stürzte.

              „Colonel Sheppard!“, rief sie. „Beeilen Sie sich, es sind die Pegasus-Asgard, sie greifen Atlantis an!“

              Sheppard, McKay, Ronon und Teyla sprangen von ihren Stühlen auf und verließen so schnell sie konnten hinter Cadman den Konferenzraum. Das alte Leben in der Pegasusgalaxie hatte sie wirklich wieder zurück.

              „Kein Problem!“, rief ihnen Martin hinterher. „Wir denken uns einfach selber einen Cliffhanger aus! Wir sehen uns dann nächstes Jahr wieder!“
              Wormhole GalaXy
              Die große Stargate-Universe-Parodie - Jetzt auch im SciFi-Forum!
              Neu: Das große Finale: Folge 40: Ursprung

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              • #8
                5. Staffel:



                1 Jahr später:

                „Könnten wir nicht irgendetwas erfinden?“, schlug McKay vor, während er mit Sheppard, Ronon und Teyla im Gateraum stand und darauf wartete, dass sich das Gate aktivierte.

                „Eine gute Idee“, nickte Teyla. „Noch haben wir Zeit uns etwas zu überlegen.“

                „An was haben Sie gedacht?“, fragte Sheppard hoffnungsvoll.

                „Wir könnten sagen, Todd hätte uns kontaktiert und braucht uns für irgendwas“, überlegte McKay.

                „Und Sie glauben, dass uns Woolsey das abnimmt, nachdem was letztes Jahr passiert ist?“, wollte Sheppard wissen.

                „Haben Sie eine bessere Idee?“, fragte McKay zurück.

                „Wir könnten ihn erschießen“, meldete sich Ronon zu Wort.

                „Denken Sie nicht, dass das etwas zu … ah … brutal wäre?“, entgegnete Sheppard.

                „Damit würden wir das Problem ein für alle mal lösen“, erwiderte Ronon.

                In diesem Moment aktivierte sich das Stargate. Die Vier warteten angespannt ab. Vielleicht war es ja Lornes Team und sie bekamen noch ein paar Minuten Aufschub.

                „Wir bekommen den ID-Code von der Mittelstation“, verkündete Amelia Banks und machte damit die Hoffnungen des Teams zunichte. „Ich deaktiviere den Schild.“

                „Ich kann natürlich auch auf Betäubung stellen“, nahm Ronon seinen Gedanken wieder auf und änderte die entsprechende Einstellung an seiner Waffe. „Aber überlegen Sie es sich gut, dass wäre dann nämlich nicht die permanente Lösung, die ich vorziehen würde.“

                Sheppard schob Ronons Hand, die die Waffe hielt, leicht aber bestimmt nach unten. „Es wird Sie vielleicht überraschen, aber es gibt durchaus Probleme, die man nicht auf diese Art lösen sollte.“

                In diesem Moment kam Martin aus dem Ereignishorizont gestolpert und sah sich begeistert um. „Wau! Sie haben es tatsächlich getan!“

                „Was haben wir getan?“, fragte Sheppard verständnislos.

                „Na die Idee mit der Gatebrücke aus X-Lantis übernommen“, freute sich Martin. „Man erkennt, dass es sich um eine gute Serie handelt, wenn die Ideen, welche darin vorkommen, in der Wirklichkeit umgesetzt werden.“

                „Äh … eigentlich …“, versuchte McKay etwas darauf zu erwidern, wurde aber sofort wieder von Martin unterbrochen.

                „Haben Sie schon einen Namen für die Gatebrücke? Ich finde sie sollten sie nach ihren Erfindern benennen: O’Neill-Lloyd-Brücke! Ja, das klingt gut! Das muss ich unbedingt General O’Neill vorschlagen!“

                „O’Neill-Lloyd-Brücke?!“, echote McKay entsetzt.

                „Ich weiß, ich weiß“, redete Martin weiter, „eigentlich kommt die Idee nur von General O’Neill, aber ohne die Serie hätte er sich wohl überhaupt keine Gedanken darüber gemacht und wäre nie auf die Idee mit einer intergalaktischen Gatebrücke gekommen.“

                „O’Neill-Lloyd-Brücke?!!“, fragte McKay noch einmal entsetzt. Nachdem ihm aber ansonsten nichts einfiel, schob er Ronons Waffenhand wieder nach oben.

                „Willkommen auf Atlantis!“, rief Woolsey in diesem Moment und tauchte neben dem DHD auf. „Sie sind überpünktlich Mister Lloyd und wie Sie sehen, werden Sie schon sehnsüchtig erwartet.“ Als er die Blicke von Sheppard und dessen Team bemerkte, die diese ihm daraufhin zuwarfen, musste er sich erst räuspern, bevor er schnell weiterredete. „Den Weg zum Konferenzraum kennen Sie ja bereits. Ich denke sie haben eine Menge zu besprechen!“

                „Danke Mister Woolsey“, freute sich Martin und machte sich auf den Weg Richtung Konferenzraum. Die anderen vier folgten ihm widerwillig.

                McKay beugte sich zu Sheppard und flüsterte ihm zu: „Wenn er General O’Neill davon überzeugt, unsere neue Gatebrücke wirklich O’Neill-Lloyd-Brücke zu nennen, dann bringe ich ihn eigenhändig um.“

                ***

                Die „O’Neill-Lloyd“-Brücke hatte in den letzten Tagen noch einen unangenehmen Nebeneffekt auf das Team gehabt, da sie es Martin ermöglicht hatte, neunzehn seiner zwanzig Drehbücher der fünften Staffel bereits einige Tage vor seinem Besuch auf Atlantis, in die Pegasusgalaxie zu schicken.
                Woolsey hatte Sheppards Team daraufhin umgehend von allen anderen Aufgaben abgezogen, damit sich diese gewissenhaft auf die vor ihnen liegende Aufgabe so gut wie möglich vorbereiten konnten.
                Es waren die langweiligsten und einschläfernsten Tage und Nächte auf Atlantis geworden, die Sheppard und die anderen je erlebt hatten.

                „Und?“, fragte Martin neugierig, als sie sich alle auf den Stühlen im Konferenzraum niedergelassen hatten. „Wie finden sie die fünfte Staffel?“

                „Ganz ehrlich?“, wollte Sheppard wissen. „Ich fand es die schlechteste Staffel von allen. Es waren ein paar Lichtblicke dabei, aber auch Drehbücher die langweilig und vorhersehbar sind, bei denen man beim lesen schon nach den ersten paar Seiten mühe hat, nicht einzuschlafen.“

                „Tatsächlich?“, fragte Martin überrascht. „Auf welche Folgen beziehen Sie sich da genau?“

                „‚Der Keim’“, fing Sheppard an aufzuzählen, „‚Außenseiter’, ‚Infektion’, ‚Geflüster’, ‚Gelöste Fesseln’, ‚Fährtensucher’, ‚Identität’ und ‚Inquisition’ gehören auf jeden Fall dazu …“

                „Das sind ja schon fast die Hälfte der Folgen!“, rief Martin entsetzt. „Aber warten Sie erstmal ab, wie das Endergebnis ausschaut, auf dem Papier sieht es immer etwas anders aus, wie das was letztendlich auf den Bildschirm kommt.“

                „Das kann man nur hoffen“, meinte Teyla.

                „Das hoffen wir alle“, schloss sich Ronon an.

                „Können Sie nicht endlich mal mit diesem bescheuerten Spruch aufhören?“, fragte McKay, welcher immer noch von Martins Namensvorschlag für die neue Gatebrücke etwas angesäuert war.

                „Was gefällt ihnen sonst noch nicht?“, wandte sich Martin an das Team. „Kommen sie, lassen sie ihren Gefühlen freien Lauf!“

                „Diese ganze Ingram-und-House-lieben-sich-Nummer, welche in der Staffel thematisiert wird“, motzte McKay daraufhin los, „das ist doch so was von an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig! Besonders in ‚Eiszeit’ …“

                „Gut das Sie auf die Folge zu sprechen kommen“, unterbrach Martin ihn. „Hätten Sie vielleicht Lust einen Physiker in dieser Folge zu spielen?“

                „Ich … Ah … Was?“, stotterte McKay, der von diesem Angebot völlig überrumpelt wurde. „Ich soll einen Physiker spielen? Im Fernsehen? Meinen Sie das ernst?“

                „Naja, Sie wollten ja auch diesen Doctor … Doctor wen auch immer spielen, woraus ja nichts geworden ist. Und für ‚Eiszeit’ wollten wir einen bekannten Astrophysiker besetzten, der sich selber spielt. Erst dachten wir ja an Colonel Carter, aber die ist momentan schon mit irgendeinem anderen Projekt beschäftigt …“

                „Natürlich!“, rief McKay beigeistert aus. „Ich bin dabei! Das könnte mein großer Durchbruch werden!“ In seiner Begeisterung nahm er überhaupt nicht wahr, wie Sheppard, Teyla und Ronon die Augen verdrehten.

                „Haben Sie sonst noch irgendwelche Überraschungen, auf die wir uns einstellen sollten?“, fragte Sheppard vorsichtig.

                „Nur das hier“, meinte Martin begeistert und hielt ein Drehbuch in die Höhe. „Das Staffelfinale der fünften Staffel!“

                ***

                „Wir erhalten eine Übertragung“, informierte Monroe Sheppard und dessen Team.

                Im nächsten Moment war Alf auf einem der Bildschirme zu sehen. „Da ist ja meine Lieblingscrew versammelt! Hört zu Leute es gibt da ein klitzekleines Problem.“

                „Was für ein Problem?“, fragte Sheppard vorsichtig.

                „Es könnte sein, dass ich da mal das ein oder andere SGB für Experimente entwendet habe“, meinte Alf, „und das mir eins davon abhanden gekommen ist und jetzt für ein Megamelmacenschiff genutzt wird.“

                „Das hört sich nicht gut an“, stöhnte Ingram.

                „Aber jetzt kommt die gute Neuigkeit“, informierte sie Alf. „Noch können wir sie aufhalten. Hoffe ich zumindest.“

                „Na dann“, nickte Sheppard seinem Team zu. „Hat jemand Lust auf eine kleine Spritztour?“

                ***

                „Nur mal so aus Neugier“, wollte Namakaeha von Alf wissen, als sie sich alle auf der Bart Simpson befanden, „warum hintergehst du dein eigenes Volk und hilfst uns?“

                „Ist das ein Witz?“, fragte Alf zurück. „Ich habe die letzte Staffel von Lost noch nicht gesehen. Da kann ich doch nicht zulassen, dass die Erde vernichtet wird. Sonst erfahr ich doch nie, wie alles endet!“

                „Wir sind da“, meldete Colonel Skinner in diesem Moment. „Verdammt! Sie feuern auf uns! Feuer erwidern!“

                „Feuer zeigt keine Wirkung!“, rief Karawan. „Schilde auf 75 %!“

                „Vielleicht sollten wir ausweichen?“, schlug Alf vor.

                „Schilde auf 50 %!“, gab Karawan die nächste Statusmeldung durch.

                „Geht nicht“, antwortete Skinner auf Alfs Vorschlag. „Wir sind nicht mehr manövrierfähig!“

                „Schilde auf 25 %!“

                „Nach zwei Treffern obwohl alles vom Schild absorbiert wird?“, wunderte sich Alf. „Ihre Schiffe halten aber nicht viel aus.“

                „Schilde auf 0 %!“, rief Karawan. „Noch ein Treffer und wir sind tot!“

                „Sie drehen ab“, stellte Mikala verwundert fest.

                „Wo wollen sie hin?“, wollte Skinner wissen.

                „Sie haben ein Signal empfangen“, informierte sie Ingram, der sich an einen der Computer gesetzt hatte und auf die Tastatur einschlug.

                „Von woher wollen Sie das wissen?“, fragte Sheppard.

                „Weil wir das Signal auch empfangen haben“, entgegnete Ingram. „Wenn ich das richtig sehe, kommt das Signal aus einer anderen Realität und enthält die Koordinaten der Erde!“

                ***

                „Wie schaut es aus?“, wollte Sheppard wissen, nachdem die Bart Simpson sie wieder alle nach X-Lantis gebeamt hatte.

                „Wir haben die Papaschlumpf und die Pumuckl sofort losgeschickt, nachdem wir Ihren Bericht erhalten haben“, informierte Monroe sie. „Wir müssten jeden Moment eine Subraumübertragung erhalten.“

                Wie aufs Stichwort erschien der Kommandant der Papaschlumpf auf einem Monitor. Die Brücke des Schiffes die man im Hintergrund sah, sah nicht mehr recht gut aus.

                „Wir haben sie angegriffen“, berichtete er. „Bedauerlicherweise ohne großen Erfolg. Die Pumuckl ist außer Gefecht. Sie hat ein Leck und verliert Sauerstoff. Wir sind grade dabei ihre Crew an Bord zu holen, aber da leider beide Triebwerke ausgefallen sind, kann ich das nächste Stargate frühestens in einem Monat erreichen. Was den Feind angeht, so deutet alles darauf hin, dass sie nur leichte Schäden erlitten haben und inzwischen ihren bisherigen Kurs weiter fortsetzen.“

                Monroe drehte sich um. „Damit steht jetzt nichts mehr zwischen diesem Megaschiff und der Erde.“

                „Wo ist die Biene Maja?“, wollte Sheppard wissen.

                „Sie ist auf einer Geheimmission“, erklärte Monroe. „Sie probieren gerade aus, ob Scheibenwischer im Hyperraum funktionieren. Und da das ein Langzeittest ist und wir nicht wollen, dass die letzten drei Monate umsonst waren, darf die Biene Maja in den nächsten paar Wochen auf gar keinen Fall kontaktiert oder auf eine andere Mission geschickt werden.“

                ***

                „Was machen wir jetzt?“, wollte Ingram wissen, als er zusammen mit Sheppard durch einen Gang von X-Lantis ging.

                „Ein Raumschiff haben wir noch“, entgegnete Sheppard.

                „Aber keine Energie“, erinnerte ihn Ingram.

                „Lassen Sie das mal meine Sorge sein“, meinte Sheppard.

                ***

                „Du hast doch bestimmt noch irgendwo mehr SGBs versteckt?“, wollte Sheppard von Alf wissen.

                „Selbst wenn es so wäre“, antwortete Alf, „was springt für mich dabei heraus?“

                „Denk an das Lost-Finale“, erwiderte Sheppard.

                ***

                „Das war leicht“, meinte Namakaeha, als er mit einem Koffer aus dem Ereignishorizont trat und ihn Ingram überreichte. „Hier Ingram, zwei nagelneue SGBs.“

                „Na gut, ich geh in den Stuhlraum“, sagte Sheppard.

                „Sekunde Colonel“, hielt ihn Monroe zurück. „Sie werden die Stadt diesmal nicht für uns fliegen. Sie werden sogar überhaupt nicht mit uns reisen.“

                „Was soll das bedeuten?“, fragte Sheppard verwundert.

                „Sie haben eine halbe Stunde zum packen, dann begeben Sie sich auf die Erde“, informierte Monroe ihn. „Selbst mit den SGBs kann es sein, dass wir es nicht rechtzeitig schaffen. Und die einzige Verteidigung der Erde ist die Modernerwaffenplattform. General Danning will Sie in dem Stuhl. Viel Glück.“

                „Ja“, erwiderte Sheppard. „Ihnen auch.“

                ***

                „Willkommen auf der Erde Colonel Sheppard“, begrüßte Doktor Levant Sheppard.

                „Doktor“, nickte Sheppard und schüttelte Levant die Hand. „Was machen Sie hier?“

                „Ich vertrete den General“, erwiderte Levant. „Er ist gerade unabkömmlich.“

                „Gut, wie komme ich am schnellsten nach Antarktika?“, wollte Sheppard wissen.

                „Gar nicht“, entgegnete Levant.

                „Was soll das heißen?“, fragte Sheppard stirnrunzelnd.

                „Der Stuhl steht jetzt in Area 51“, erwiderte Levant.

                „Aus welchem Grund?“, wollte Sheppard wissen.

                Levant zögerte kurz. „Nun, ein paar religiöse Spinner innerhalb des Militärs haben Klage eingereicht und meinten, es wäre unseren Feinden gegenüber sehr ungerecht, wenn die Erde unangreifbar wäre. Gleichberechtigung und so, Sie verstehen? Auf jeden Fall hat das Gericht ihnen recht gegeben und verfügt, dass der Stuhl an einer Stelle gelagert wird, die dem Feind eine Chance lässt, diesen zu vernichten.“

                „Na toll“, stöhnte Sheppard.

                „Aber es gibt noch ein Problem“, meinte Levant. „Das Megamelmacenschiff ist vor ein paar Minuten aus dem Hyperraum gefallen.“

                „Geben Sie mir eine W-302 mit Atomsprengkopf“, verlangte Sheppard nach kurzem nachdenken.

                „Aber Sie waren für den Stuhl vorgesehen“, protestierte Levant.

                „Ach, was soll’s“, meinte Sheppard. „Den Stuhl finde ich fast etwas langweilig. Mit einer W-302 kann ich wenigstens wieder ein Selbstmordkommando ausführen, dass hatte ich jetzt schon einige Jahre nicht mehr.“

                ***

                „Wir schaffen es nicht rechtzeitig“, informierte Ingram Monroe.

                „Wie meinen Sie das?“, wollte Monroe wissen.

                „Wir sind gerade mal am Rand der Galaxie“, erläuterte Ingram. „Aber nach meinen Berechnungen müssten die Melmacen schon bei der Erde sein. Wir werden zu spät kommen.“

                „Und was schlagen Sie vor?“, wollte Monroe wissen.

                „Zufällig bin ich in den Datenbanken der Moderner gerade über einen Wurmlochantrieb gestolpert“, freute sich Ingram. „Mit ihm könnte man extrem lange Distanzen in Sekundenbruchteilen zurücklegen. Es ist nur so, dass die Mathematik, die dafür verwendet wurde extrem kompliziert ist und bei dem kleinsten Fehler in der Berechnung wahrscheinlich ganz X-Lantis in die Luft fliegt!“

                ***

                „Doktor!“, rief ein Techniker, welcher den Kampf der W-302er auf einem Computer verfolgte aufgeregt. „Gerade ist ein neues Schiff über der Erde aufgetaucht!“

                „Noch ein Melmacbasisschiff?“, fragte Levant resignierend.

                „Nein“, antwortete der Techniker zögernd. „Warten Sie … es schaut aus wie X-Lantis!“

                „Sagen Sie ihnen, sie sollen da abhauen!“, rief Levant. „Sheppard ist schon in dem Schiff und zündet jeden Moment die Bombe. Sie sollen aus dem Explosionsradius verschwinden!“

                ***

                „Sie haben es gehört“, gab Monroe den Befehl über Funk an House weiter, der im Kontrollstuhl saß. „Verschwinden wir von hier.“

                „Recht viel kann ich dazu nicht beitragen“, antwortete House. „Wir haben fast keine Energie mehr. Der Wurmlochantrieb hat fast alles verbraucht. Wir stürzen so oder so gleich auf die Erde. Alles was ich jetzt noch tun kann, ist ein bisschen zu lenken. Ich werden versuchen mit X-Lantis meine alte Schule zu treffen. Wenn wir die platt machen, sind wir den weiten Weg wenigstens nicht umsonst gekommen.“

                ***

                Levant beobachtete, wie das Megamalmacbasisschiff von innen heraus explodierte. Es war ein gewaltiger Knall, der aber im Weltraum völlig geräuschlos war.
                Levant schloss kurz die Augen. Sheppard hatte sich für sie alle geopfert. Nach einigen Sekunden öffnete er die Augen wieder und versuchte über Funk Monroe zu erreichen. „X-Lantis hier ist die Erde! X-Lanits hören sie uns?“

                „Eingehendes Wurmloch“, unterbrach der Techniker Levant.

                Levant sah auf. „Was … wer …?“

                „Es ist Colonel Sheppards ID-Code“, informierte ihn der Techniker.

                „Iris öffnen“, befahl Levant.

                Die Iris wurde geöffnet und Sheppard stolperte aus dem Ereignishorizont.

                „Wo zum Teufel kommen Sie denn her?“, fragte Levant erstaunt. „Wir dachten, wir hätten Sie verloren.“

                „Auf dem Basisschiff befand sich ein Stargate“, berichtete Sheppard. „Mir ist es gelungen, im letzten Moment vor der Explosion den Alphastützpunkt anzuwählen.“

                In dem Moment ertönte eine Stimme aus einem der Lautsprecher: „Erde könnt ihr uns hören? Hier ist X-Lantis! Wir hatten einen etwas unruhigen Flug, aber wir sind unbeschadet auf der Erde gelandet!“


                ***

                „Das ist nicht Ihr Ernst“, meinte Sheppard. „Das wirkt alles viel zu gehetzt.“

                „Aber wir konnten auf keines dieser Storyelemente verzichten“, entgegnete Martin.

                „Vielleicht hätten Sie dann die Hälfte der anderen Storys einfach weglassen sollen und stattdessen einen über mehrere Folgen laufenden Handlungsstrang aufbauen“, überlegte Ronon. „Dann hätten Sie vielleicht auch einige Logikfehler vermeiden oder besser erklären können.“

                „Logikfehler?“, fragte Martin überrascht.

                „Wieso ist das Megamelmacenbasisschiff verschwunden, obwohl es nur noch einen Schuss abgeben musste um die Bart Simpson zu vernichten?“, wollte Ronon wissen. „Die fünf Sekunden hätten sie doch noch haben müssen. Die Biene Maja steckt auf einer hirnrissigen Geheimmission, die SGBs tauchen viel zu schnell auf. Wurmlochantrieb? In 200 Folgen X-Treme und 99,5 Folgen X-Lantis wird so etwas nicht einmal angedeutet und jetzt zaubern Sie ihn einfach so aus dem Hut? Und warum musste ausgerechnet Sheppard auf den Stuhl? Auf der Erde dürfte es doch genug Leute geben, die das Modernergen haben, allen voran General Danning.“

                Bevor Martin etwas darauf erwidern konnte, klingelte ein Handy.
                Sheppard und McKay sahen sich verwundert an.

                „Ja, hier Martin“, sagte Martin, nach dem er an sein Handy gegangen war. „Was sagst du? Ich versteh dich ganz schlecht … nein, ich bin nicht in der U-Bahn, ich bin in einer anderen Galaxie, ich glaube da ist der Empfang auch nicht so gut … wart mal kurz …“, mit diesen Worten, hielt Martin eine Hand auf sein Handy und flüsterte dem Team zu: „Das hier ist wichtig, ich komme gleich wieder.“

                „Er hat ein Handy“, wandte sich Sheppard staunend an McKay, nachdem Martin den Raum verlassen hatte. „Ein funktionierendes Handy in der Pegasusgalaxie!“

                „Ich weiß“, entgegnete McKay ebenso erstaunt.

                „Wie ist denn so etwas möglich?“, wollte Sheppard wissen, aber McKay konnte nur ratlos mit den Schultern zucken.

                „Schlechte Nachrichten“, verkündete Martin, als er wenige Minuten später wieder den Raum betrat. „Wormhole X-Lantis wurde gerade abgesetzt. Wir sehen uns heute also vermutlich zum letzten Mal.“

                „Oh … wie … außerordentlich schade“, meinte Teyla.

                „Wirklich bedauerlich“, schloss sich Sheppard an.

                „Ja, allerdings“, nickte Martin. „Jetzt werde ich mir neue Berater suchen müssen. Wir machen nämlich eine neue Serie. Wormhole GalaXy, soll auf einem Raumschiff spielen, das von den Protagonisten nicht gesteuert werden kann.“

                „Dann vergessen Sie nur die Kommunikationssteine aus ‚Identität’ nicht“, meinte Ronon scherzhaft.

                Martin starrte ihn an. „Machen Sie Witze? Dann könnten wir ja sofort Ingram auf das Schiff schicken, der es in Nullkommanichts unter Kontrolle bringt. Nein, ich glaube, dass lassen wir lieber …“

                Sheppard, McKay, Ronon und Teyla starrten sich an. Die Destiny flog jetzt seit Jahren durch die weiten des Universums, aber McKay mit Hilfe der Kommunikationssteine au Bord zu bringen, damit dieser versuchen konnte dass Schiff unter Kontrolle zu bringen, daran hatte bis jetzt niemand gedacht.
                Sie waren so von dieser Idee überrascht, dass sie gar nicht bemerkten, wie Martin den Konferenzraum verließ. Erst ein lautes: „Wählen Sie bitte die O’Neill-Lloyd-Brücke an!“, aus dem Gateraum erinnerte sie daran, dass ihre Beraterkarriere endlich zu Ende war.

                ***

                Namakaeha und die Technikerin, mit welcher sich der Furlinger inzwischen angefreundet hatte, betraten den Balkon, auf welchem Monroe, Mikala, Ingram und House bereits standen und die wunderschöne Aussicht auf die Golden-Gate-Brige genossen.

                „Haben Sie noch Platz für zwei mehr?“, wollte die Technikerin wissen.

                „Aber sicher“, entgegnete Monroe. „Namakaeha, willkommen auf der Erde.“

                „Keiner kann uns sehen – oder?“, fragte House.

                „Wir haben es geschafft die Tarnung zu aktivieren, bevor wir zu nah dran waren“, erklärte Monroe. „Die ganze Gegend ist unter Quarantäne gestellt worden.“

                „Oh, hier haben Sie sich also versteckt“, meinte Sheppard, der in diesem Moment den Balkon betrat.

                House stieß Ingram leicht in die Seite. „Geht’s dir gut?“

                „Ich bin am Leben“, erwiderte Ingram, „und ich habe dich – was brauch ich sonst noch?“

                „Schöne Aussicht“, kommentierte Sheppard, während Ingram seinen Arm um House legte.

                „Ja“, bestätigte Monroe. „Ja allerdings.“

                Sie waren wieder hier.
                Zurück auf der Erde, von wo sie vor fünf Jahren zu einer Mission aufgebrochen waren, von der sie nicht gewusst hatten, wie dieses ausgehen würde und ob sie die Erde je wieder sehen würden.
                Jetzt waren sie zusammen mit X-Lantis zurückgekehrt.
                Der Kreis hatte sich geschlossen.



                ENDE





                Abspann:



                Hauptpersonen:


                Colonel John Sheppard
                Doktor Rodney McKay
                Teyla Emmagan
                Ronon Dex
                Martin Lloyd



                Gastauftritte:


                General Jack O’Neill
                Richard Woolsey
                Colonel Steven Caldwell
                Colonel Samantha Carter
                Todd
                Doktor Jennifer Keller
                Chuck
                Doktor Radek Zelenka
                Major Evan Lorne
                Lieutenant Laura Cadman
                Amelia Banks



                X-Lantis-Crew:


                Major/Colonel Sheppard
                Doktor Ingram
                Mikala
                Namakaeha
                Colonel Monroe
                General Danning
                Doktor Levant
                Techniker #1
                Colonel Doggett
                Tschechischer Wissenschaftler
                Lieutenant Mercedes
                Doktor House
                Soldat
                Mann im Hintergrund
                Colonel Skinner
                Gordon Shumway
                Grell
                Doktor Karawan
                Doktor Lii
                Captain Jack Harkness
                Arzt
                Kommandant der Papaschlumpf
                Techniker #2
                Technikerin





                Was nach der Absetzung von Wormhole X-Lantis geschah:

                1 Woche nach der Absetzung:

                - Die Fans laufen Sturm wegen der Absetzung von X-Lantis.
                - Der Sender verkündet daraufhin, dass es mit X-Lantisfilmen weitergehen soll.
                - McKay wird mittels Komminikationssteine auf die Destiny gebracht, wo er die Funktion des Schiffes sofort durchschaut und auf Kurs Richtung Milchstraße bringt.

                1 Jahr nach der Absetzung:

                - Wormhole GalaXy startet im US-Fernsehen.
                - Es verdichten sich Gerüchte, wonach weder der X-Lantis-, noch der 3. X-Treme-Film je gedreht werden, obwohl die Drehbücher bereits existieren.
                - Die Destiny-Crew ist leicht genervt, als General O'Neill Martin mittels Komminikationssteinen den Weg auf die Destiny ermöglicht, um sich auf diese Weise von der Crew beraten zu lassen.
                - Einen Tag später gehen durch einen "Unfall" alle Kommunikationssteine der Destiny, bis auf den, den McKay benutzt, in den weiten des Weltraums verloren.
                - In der Pegasusgalaxie wirkt das neue Virus, alle Wraith können in Zukunft auch normale Nahrung zu sich nehmen.

                2 Jahre nach der Absetzung:

                - Wormhole GalaXy geht in die 2. Staffel.
                - Die X-Treme- und X-Lantis-Kulissen werden abgerissen.
                - McKay entdeckt auf der Destiny einen Wurmlochantrieb, mit deren Hilfe er die Destiny innerhalb eines Tages auf die Erde zurückbringen kann.
                - Einen Tag später erreicht die Destiny die Erde.
                - Die Wraith werden zu neuen Verbündeten der Menschheit. Ihre neuen Lieblingsspeisen sind Pizza und Thunfisch.

                3 Jahre nach der Absetzung:

                - Wormhole GalaXy erreicht in seinem dritten Jahr einen neuen Höhepunkt bei den Zuschauerzahlen und wird um eine 4. Staffel verlängert.
                - Nachdem sich die ehemalige Destiny-Crew wieder häuslich auf der Erde eingerichtet hat, verpflichtet sie O'Neill als Berater für Wormhole GalaXy.
                - Kurz bevor sich Martin Lloyd mit seiner neuen Berater-Crew treffen kann, kapern diese die Destiny und versuchen an ihre Odyssee vor ihrer Rückkehr zur Erde anzuschließen.
                - Auf der Erde wird entdeckt, dass die Destiny-Crew auch den letzten Kommunikationsstein vor dem Start aus dem Schiff entsorgt hat.
                - Die Genii werden ebenfalls zu neuen Verbündeten der Menschheit. Statt Atombomben zu bauen, verlegen sie sich auf Thunfischzucht und eröffnen eine Pizzeria nach der anderen.

                4 Jahre nach der Absetzung:

                - Nachdem die letzte Folge der 4. Staffel Wormhole GalaXy gelaufen ist (welche einen neuen Zuschauerrekord aufgestellt hat), wird von Seiten des Senders verkündet, dass es keine neue Staffel geben wird. Stattdessen sollen die Abenteuer als Filme fortgesetzt werden und eine neue Serie anlaufen.
                - Den Pegasus-Replikatoren unter der Führung von Doktor Weir gelingt der Aufstieg.

                5 Jahre nach der Absetzung:

                - Die Kulissen von Womhole GalaXy werden abgerissen, von einem Film ist keine Rede mehr.
                - Die neue Serie Wormhole X-Danning startet, in welcher Nick Marlowe die Hauptrolle spielt. Da er schon in X-Treme die beliebteste Figur war, übertreffen die Zuschauerzahlen alle Erwartungen.
                - Nachdem der Präsident ein sehr großer Fan des X-Universums ist und die Figur des General Danning auf General O'Neill basiert, schlägt der Präsident Martin vor, dass O'Neill als Berater fungieren könnte.
                - O'Neill kündigt bei der U.S. Air Force und taucht in der Pegasusgalaxie unter, wo er von den Pegasus-Asgard gefangen genommen und für Experimente missbraucht wird.
                - Kurz vor der Ausstrahlung der zweiten Folge von X-Danning verkündet der Sender, das man die Serie abgesetzt hat und stattdessen als Film-Reihe fortsetzen wird.
                - Die Antiker, von den aufgestiegenen Replikatoren auf ihrer höheren Ebene der Existenz leicht genervt, nehmen wieder ihre menschliche Gestalt an und bitten auf der Erde um Asyl.

                6 Jahre nach der Absetzung:

                - Nach gescheiterten Experimenten der Pegasus-Asgard, aus denen nur zwanzig halbwüchsige O’Neill-Klone hervorgingen, werden die O’Neills freigelassen und die Pegasus-Asgard begehen Massenselbstmord.
                - Der Sender verkündet, dass die X-Danning-Kulissen abgerissen werden, die Filme sind damit gestorben.
                - Zeitgleich wird die neue Serie bekannt gegeben: Wormhole X-Alles, in dieser sollen alle Handlungsstränge und Hauptdarsteller aus X-Treme, X-Lantis, GalaXy und X-Danning vereint werden.
                - Diese Ankündigungen veranlasst die Atlantiscrew dazu, zusammen mit O'Neill (dem Original) und ohne Absprache mit der Erde, Atlantis zu starten und sich auf die Suche nach der Destiny zu begeben, zuvor werden die O’Neill-Klone auf die Erde geschickt.

                7 Jahre nach der Absetzung:

                - Der erste O’Neill-Klon ist inzwischen Major und bekommt sein eigenes SG-Team, welches aus drei Pegasus-O’Neill-Klonen besteht.
                - Die restlichen O’Neill-Klone gründen eine Footballmannschaft, sind damit jedoch nicht sehr erfolgreich (sie können nur ein Spiel für sich entscheiden und das auch nur, weil das gegnerische Team ausschließlich aus Antikern besteht, die sich nicht in das Spiel einmischen wollen). Die O’Neill-Klone verlegen sich daraufhin aufs Angeln.
                - Atlantis stößt in einer weit entfernten Galaxie auf die Destiny, zusammen entschließen sich die beiden Crews dazu, sich in dieser Galaxie häuslich niederzulassen. Schließlich finden sie zwölf bewohnbare Planeten welche später als die zwölf Kolonien bekannt werden.
                - Noch vor der Ausstrahlung der X-Alles-Pilotfolge wird die Serie als gescheitert verkündet, es soll aber eine Film-Reihe geben.

                Viele Generationen nach der Absetzung:

                - Die zwölf Kolonien entwickeln sich prächtig, bis sie eines Tages von einer Roboterarmee ausgelöscht werden. Bei diesem Ereignis spielt Doktor Balthar, ein Nachfahre Doktor Rushs eine entscheidende Rolle. Die Überlebenden machen sich auf die Suche nach der sagenumwobenen dreizehnten Kolonie, der Erde.
                - Das X-Franchise geht ins Guinessbuch der Rekorde ein, da es es als einziges Franchise geschafft hat, mehr Ablegerserien als Folgen zu produzieren.
                Wormhole GalaXy
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                Neu: Das große Finale: Folge 40: Ursprung

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