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[FF] (STO) Kristalline Katastrophe

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    Star Trek Online
    Kristalline Katastrophe


    OneShot - Kristalliner Notfall

    Unruhe herrschte in der Halle der Krieger. Ganz Ty‘Gokor war in Alarmbereitschaft versetzt worden. Soldaten rannten die Korridore auf und ab, um ihre Stationen zu bemannen oder ihre Schiffe zu erreichen. Zwar war Alarm ausgelöst worden, aber es war noch kein Einsatzbefehl ausgegeben. Und das machte viele nervös. Wenn es Alarm gab, dann musste etwas passiert sein. Alle wollten kämpfen! Das verlangte das Blut des Kriegers!

    Neriel Tu Oderschvank hatte der Zeremonie beigewohnt, wo es um die Aufnahme in den Orden des Bath‘leth ging, als es turbulent geworden war. Sie stand in den Schatten des dunklen Raumes, wo kein einziger Lichtstrahl hinreichte und wartete.
    Da erhob sich Kanzler J‘mpok. „Neriel!“
    Sie trat hinter seinem Thron hervor, aus dem Schatten und sofort wurde es still. Man sah sie argwöhnisch an, musterte sie von oben bis unten. Es war nicht, weil sie eine der wenigen Nicht-Klingonen im Reich war, die den Rang eines Lieutenant Generals inne hatte, sondern weil sie den Ruf einer ehrenhaften, aber auch eiskalten Kriegerin hatte. Und doch … Auch in ihre brannte feuriges Temperament, dass ab und zu wie ein Vulkan ausbrach.
    Das düstere rote Licht des Alarms und der finstere gelbe Schein der Beleuchtung ließen ihre Züge hart und dämonisch erscheinen. Die langen Hörner an ihrem Kopf, den Ohren und dem Kinn. Ab und an hörte sie, hinter vorgehaltener Hand natürlich, wie man sie als eine Ausgeburt von Fek‘Ihr bezeichnete. Aber dies geschah nicht aus Spott, sondern aus Angst. Das war der Grund, warum Neriel nicht jeden tötete, dem sie das sagen hörte. Sie hatte Freude daran, wenn die Leute Angst vor ihr hatten.
    „Ja, mein Kanzler?“
    „Eine kristalline Kreatur wurde gesichtet, die sich zwischen unserem und dem Raum der Föderation und Romulaner bewegt. Vernichten Sie sie, bevor sich dieses Ding dazu entscheidet, dass Klingonen besser schmecken als Menschen oder Romulaner.“
    Stille breitete sich aus. Alle Anwesenden kannten das Phänomen, dass man als Kristallwesen bezeichnete. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um eine im Weltraum lebende Kreatur, die aus einer kristallinen Struktur besteht. Jedoch ist die Materie, aus der sie bestand, bis jetzt noch vollkommen unbekannt. Um am Leben zu bleiben benötigt dieses Wesen Energie. Es benötigt für seine Existenz enorme Energie und funktioniert wie ein gigantischer elektromagnetischer Kollektor. Es verschlingt Leben jeglicher Art, auf das es trifft und wandelt es in Energie um. Ganze Planeten werden von ihm abgegrast, und nichts als toter Staub bleibt zurück. Nach Angriffen des Kristallwesens können Spuren von Bitrium im Boden entdeckt werden. Es wird angenommen, dass es sich dabei um ein Rückstandsmaterial handelt, das das Wesen produziert, nachdem es lebende Materie absorbiert hat. Das Wesen ist fähig, mit Warpgeschwindigkeit zu reisen. Ein Schrecken des Universums.
    „Sehr wohl, mein Kanzler.“
    Neriel verbeugte sich leicht, schlug sich mit der Faust auf die Brust und machte sich auf zu ihrem Schiff.

    In den Gängen brannten Fackeln und es roch nicht nur nach Ruß, sondern es war auch ungewöhnlich warn. Etwas musste mit der Luftumwälzungsanlage oder gar der Lebenserhaltung nicht in Ordnung sein. Aber das hatte Neriel nicht zu kümmern. Sie ging weiter in Richtung der äußeren Andockbuchten und sah dabei hektische Betriebsamkeit auf der ganzen Station. Ingenieure machten Schiffe ablugbereit. Techniker beendeten die letzten Reparaturen oder versorgten die Schiffe mit Ersatzteilen. Soldaten rannten bewaffnet zu ihren Schiffen. Das Sicherheitspersonal hatte sichtlich Mühe den Überblick zu behalten und wurde des Öfteren laut und wendete in seltenen Fällen sogar Gewalt an, um die Ordnung wieder herzustellen.
    Vor der Andockbucht ihres Schiffes angekommen, wartete bereits ihr XO auf sie.
    „Bericht!“ Bellte Neriel.
    „Das Schiff ist voll einsatzfähig. Die Crew ist komplett, ebenso die Bewaffnung. Es gibt keine Beanstandungen der Funktionsweise des Schiffes. Es waren keine Reparaturen nach dem letzten Einsatz notwendig.“ Antwortete Kirroc.
    „Wir docken sofort ab. Kurs auf den Celendi-Nebel. Machen Sie den von der Föderation erbeuteten Quantenslipstreamantrieb einsatzbereit.“
    Der Letheaner sah Neriel ernst an. „Ist die Situation so ernst?“
    „Sie bedroht das ganze Reich.“ Neriels Stimme war eisig.
    Als sie die Schleuse hinter sich gelassen hatte, fand sich Neriel in dem vertrauten Gängen und Korridor ihres Schiffes wieder. Man hatte ihr das Kommando eines Schiffes der Vor‘Chan Klasse übertragen. Eines Typs, der auf dem Vor‘Cha Angriffskreuzer basierte. Jedoch war die Qapla mehr als doppelt so groß und bis an die Warpgondeln bewaffnet. Natürlich war das Schiff sehr schwerfällig für seine Größe, weshalb man auch mehr auf die Verteidigungssysteme geachtet hatte. Mehrere, über das ganze Schiff verteilte, Phasen-Tetryon-Schnellfeuerkanzeln hatten die Aufgabe Jäger und Torpedos abzufangen, während größere Plasma-Disruptor-Geschütze gegnerische Schiffe zerfetzen sollten. Mit Plasmatorpedos und bioneuralen Gefechtsköpfen ausgestattet, konnte dieses überschwere Kriegsschiff sogar einem taktischen Borg-Kubus oder einer Dominion-Dreadnought die Stirn bieten. Neben einem Punkt-Verteidigungssystem und zwei sich überlappenden co-varianten Schildsystemen, verfügte das Schiff auch über eine mehrfach gestapelte und ineinander verflochtene Tritanium-Plattierung. Das alles wurde durch einen erbeuteten romulanischen Vortex mit Energie versorgt.
    Im Gegensatz zu den früheren Schiffen des Reiches war die Qapla etwas komfortabler ausgestattet. Was bei den Klingonen nicht viel hieß. Es gab für jedes Crewmitglied ein eigenes Quartier mit zwei Zimmern, in dem sich eine Couch, ein Sessel, ein Bett, eine Säuberungszelle, sowie ein Replikator und ein Datenterminal befanden. Die rote Beleuchtung wurde weitestgehend durch blaue ersetzt. Doch ansonsten hatte sich das klingonische Schiffsdesign kaum geändert.

    Als Neriel die Brücke betrat, salutierten alle Offiziere vor ihr. Sie nickte und setze sich dann auf den Stuhl des Captains.
    „Wir haben bereits abgedockt und entfernen uns kontinuierlich von Ty‘Gokor.“ Sagte die ferasanische Navigatorin Qari, ohne dabei den Blick von ihren Kontrollen und Displays zu lassen. „Der Quantenslipstreamantrieb ist bereit und kann jederzeit gestartet werden.“
    „Sobald wir uns in ausreichender Entfernung befinden, aktivier den QSA.“
    „Jawohl.“
    Als das riesige Schiff von der ebenso großen Station weit genug entfernt war, öffnete sich ein saphirsilberner Wirbel, in den der Kreuzer eintauchte.
    Neriel beobachtete den Wirbel von der Brücke aus, über den Frontbildschirm. Dann begann sie zu singen und die gesamte Besatzung stieg nach und nach mit ein.[/p]

    „Qoy qeylIs puqloD.
    Qoy puqbe'pu'.
    yoHbogh matlhbogh je SuvwI'
    Say'moHchu' may' 'Iw.
    maSuv manong 'ej maHoHchu'.
    nI'be' yInmaj 'ach wovqu'.
    batlh maHeghbej 'ej yo' qIjDaq vavpu'ma'
    DImuv. pa' reH maSuvtaHqu'.
    mamevQo'. maSuvtaH. ma'ov.“


    Als die Qapla den Quantenslipstream verließ, erwartete sie bereits eine Schlacht in vollem Gange. Schiffe der Föderation und Romulaner hatten das Kristallwesen bereits unter Feuer genommen. Auch klingonische Schiffe waren auszumachen.
    „Taktik!“
    Kirroc antwortete sofort. „Föderationsschiffe der Galaxy-X und Sovereign Klasse, sowie romulanische Mogai und D‘deridex Warbirds haben das Kristallwesen angegriffen.“
    Auf dem Bildschirm war das Kristallwesen zu sehen, das unter dem grünen Disruptorfeuer der Romulaner und dem Phaserfeuer der Föderation stand. Bei jedem Treffer nahm seine leicht durchsichtige kristalline Struktur die Farbe des Treffers an eben jener Stelle an.
    „Heute ist ein guter Tag zum Sterben!“ Neriel lachte. „Volle Energie auf alle Systeme! Bringen Sie uns direkt rein.“

    Die Schilde leuchteten auf, als das Kristallwesen die absorbierte Energie ihrer Angreifer auf sie zurück schleuderte. Schiffe wurden aus ihrer Bahn geworfen. Manche kollidierten miteinander. Im schlimmsten Fall wurden sie vernichtet. Doch das war, Kahless sei dank, nicht oft der Fall. Doch immer öfter kam es vor, dass das Kristallwesen sich an die Schildfrequenz anpasste und direkte Treffer landete. Die dadurch entstandenen Schäden waren gut zu sehen. Aufgerissene Rümpfe, abgetrennte Warpgondlen, brennende Sektionen und dergleichen mehr.
    Neriel besah die taktische 3D Ansicht und studierte den Verlauf des Kampfes. Währenddessen flog Qari Ausweichmanöver und Kirroc nahm das Kristallwesen unter Dauerfeuer.
    „Teile des Kristallwesens wurden durch das Feuer abgetrennt.“ Talash, der Gorn-Wissenschaftler, war zwar nicht sehr agil, konnte dies jedoch durch seine Schläue wieder wett machen. „Sie bewegen sich selbstständig.“
    Neriel horchte auf. Mit einem Seitenblick bedachte sie Talash weiterzureden.
    „Ich vermute, dass sich das Kristallwesen so fortpflanzt. Es löst einen Teil von sich, der dann wächst und zu einem eigenständigen Wesen wird. Jedoch …“ Er hielt kurz inne und überprüfte seine Sensoren. „… gibt es eine Größenvorgabe. Wenn das Fragment zu klein ist, zersplittert es weiter, bis nichts mehr übrig ist.“
    Neriel öffnete einen Kommunikationskanal zur Flotte und teilte ihr neu erworbenes Wissen mit. Danach übernahm sie die Führung der Flotte. Niemand widersprach. Wieso auch? Zeit zum Diskutieren hatte man hier nicht. Dies war ein Kampf auf Leben und Tod.
    Dann gab Neriel Befehle: „Die schweren Kriegsschiffe sollen das Kristallwesen weiter unter Feuer halten. Alle Eskortschiffe sollen sich um die größeren Fragmente kümmern. Wir stutzen diese Kreatur von Außen nach Innen zu recht.“

    Mit dieser neuen Vorgehensweise dauerte es weniger als eine halbe Stunde, bis das Kristallwesen in sich zusammenbrach. Seine Struktur versagte und es zersplitterte. Die größeren Fragmente versuchten davon zu treiben, doch jedes einzelne von ihnen wurde von der alliierten Flotte zerstört.
    Die Kommunikationsanlage erwachte kaum fünf Minuten später zum Leben und Neriel öffnete einen Kanal. Es war Kanzler J‘mpok höchstpersönlich. Sie stand auf und salutierte.
    „Neriel …“ Der Kanzler lächelte und entblößte seine Zähne. „Ich beglückwünsche Sie und Ihre Crew zu ihrem heldenhaften Erfolg! Kommen Sie nun nach Hause … General!“
    Neriel stand noch Augenblicke bewegungslos auf der Brücke.
    General? Ich bin gerade vom Kanzler höchst persönlich befördert worden!
    Langsam und mit bedacht setzte sie sich und gab dann den Befehl zur Rückkehr nach Ty‘Gokor.
    Ich hasse Perfektion,
    sie bietet keinen Platz für Kreation.
    http://forum.bosl.info
    Hilfe von und für kreative Köpfe.

  • #2
    In einem Rutsch durchgelesen. Wirkt authentisch, frisch und war mit lauter feinen Details gespickt. Paar Rechtschreibfehlerchen hier und da, einmal Ausdruck, sonst super zu lesen Hätte direkt noch mehr wissen wollen.

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