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Captain Future - PERFEKT

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  • Captain Future - PERFEKT

    Aus gegebenem Anlass veröffentliche ich nun den ersten Teil einer Trilogie zu Captain Future.
    Eigentlich hatte ich damit noch warten wollen, aber sei´s drum.
    Diese Geschichte ist unabhängig zu "Farce" zu sehen. Ich hatte ein paar Jährchen Zeit mir unterschiedliche Geschichten zusammen zu spinnen, "Perfekt" war ein Teil davon.

    Die Figuren gehören natürlich E.Hamilton, einem Altmeister der SF, aber die Geschichte und Erzählstränge mir!

    Perfekt

    Captain Future und seine Crew betraten den Konferenzsaal, in den man zur nächtlichen Zeit eiligst die Mitglieder der Polizei und des Innenministeriums zusammen getrommelt hatte. Kurz verstummte bei seinem Eintreten das allgemeine, beunruhigte Gemurmel, neugierige Blicke wurden ihm zugeworfen, bis man sich bewusst wurde, wie unhöflich das war.
    Captain Future spürte diese Musterung schon lange nicht mehr. Seine hellen Augen wanderten über die Gruppe am Tisch. Es fehlte jemand. Das ausgerechnet diese Person fehlte, beunruhigte ihn sehr. Hier waren höherrangige Personen, aber niemanden vermisste er mehr als sie. Stirnrunzelnd setzte er sich. Sein Puls hatte sich beschleunigt, das war ein schlechtes Zeichen.
    Captain Future blickte über den große Konferenztisch hinweg in das von Erfahrung runzlig gewordene Gesicht seines ältesten Freundes. Eszella Garni hob kurz eine Augenbraue. Auch er war nervös und fragte sich, warum seine beste Agentin dem Notruf nicht gefolgt war.
    Der Innenminister eröffnete die Sitzung. Kurz erörterte er, was auf Kelbes, dem Gefangenenplanet, vorgefallen war. Captain Future schätzte den jungen, aber kompetenten Innenminister Hathaway sehr. Das Team aus Polizei, Geheimdienst und der Future-Crew ging die verschiedenen Vorgehensweisen durch, bevor zum Schluss die einzelnen Aufgaben verteilt wurden. Hathaway hatte das Fehlen eines einberufenen Mitglieds der Konferenz sehr wohl registriert und fragte deshalb in die Runde:
    "Garni, was ist im Fall von Miss Landor zu tun? Gibt es Anzeichen für ein Verbrechen? So weit mir bekannt ist, hat Vul Kuolun ihr persönliche Vergeltung geschworen!"
    Eszella räusperte sich kurz.
    "Das ist korrekt Herr Minister Ich würde mich gern zusammen mit der Future-Crew darum kümmern!"
    "Sehr gut! Hoffen wir, dass es nur ein Missverständnis war", stimmte Hathaway zu. Das hoffte Captain Future auch, der mit seiner Crew bereits an der Tür wartete.
    Zuletzt geändert von earthquake; 03.03.2016, 07:55.
    Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

  • #2
    Okay, das war jetzt, auch für den Auftakt zu mehr, etwas kurz.
    Mich hätte interessiert, was der Innenminister zu Kelbes zu sagen hatte. Insgesamt würde ich etwas mehr Beschreibung des Ambiente begrüßen. (Was sieht man, wenn man zum Fenster hinaus blickt u.ä.)

    Ich selbst halte mich bei einer Story an die 5 W´s. (Wann, Wer, Wo, Was, Warum)
    Dabei kläre ich die ersten drei W´s sehr zügig - die letzten beiden kann man etwas verschleppen.
    Mancher wird mich für etwas penibel halten, aber ich weiß gerne welches Datum geschrieben wird, und in welcher Stadt (in welchem Land, auf welchem Planeten) eine Geschichte ihren Lauf nimmt.

    Dass Ezella Garnie alt ist: okay. Aber ich denke, Futures älteste Freunde werden eher Otto und Grag (und natürlich Simon, den ich allerdings eher als seinen Mentor betrachte) sein.

    Ansonsten schaut es nach einem guten Auftakt aus, und ich bin gespannt darauf, was sich aus dieser Anfangsszene entwickeln wird.
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    Kommentar


    • #3
      Hi hawkh!

      Klar, da hast Du recht, ich schlörr schon mal mit der Beschreibung der Umgebung, das ist mir meistens nicht so wichtig.
      Mir geht´s mehr um knappe Beschreibungen der Situation, es sei denn, es ist wichtig für das Verständnis der weiteren Handlung. Das ist nicht jedermanns Sache, verstehe ich!

      Mir geht es meist um die Dialoge, oder das zwischenmenschliche Gefüge. Ich versuche Handlungsweisen zu erklären, was in einer SF-Geschichte eher ungewöhnlich ist. Mir geht es um die phantastischen Möglichkeiten in der Zukunft, aber alte, negative Verhaltensmuster/Motive sterben auch in Zukunft nicht aus, wie Gier, Neid und Eifersucht und darauf basiert meist die Handlung.

      Aber ich werde mich bemühen, das in Zukunft mal etwas auszuschmücken!

      Was die Freundschaft angeht. In einer anderen Diskussion zum Verhältnis der Crew zum Captain sagte mal jemand, dass Simon die Rolle des Lehrers einnimmt, Grag und Otto aber, als fast zum gleichen Zeitpunkt wie die Geburt von CF, künstlich erschaffene Geschöpfe von CF´s-Vater, eher seine "Brüder" seien und das hat mir sehr gefallen und ich fand das einleuchtend.
      Demnach wäre Garni schon ein "echter" Freund, so sehe ich ihn in der Geschichte.

      LG
      earthy

      - - - Aktualisiert - - -

      Perfekt


      "Thermoscan?", fragte Captain Future knapp. Je weniger er sprach, umso beunruhigter war er. Otto, der Androide meinte zu verstehen, was in seinem Chef vorgehen musste. Kuolun war der Todfeind des Captains. Kuoluns Vater hatte die Eltern des Captains aus Gier getötet.
      Otto und die zwei anderen Mitglieder der Future-Crew hatten sie gerächt und Kuoluns Vater noch am Tatort, der Mondbasis getötet, bevor er den Captain, der damals noch ein Säugling war, auch hatte umbringen können.
      Eine alte Blutfehde, obwohl der Captain so gut wie kein temperamentvolles Gemüt entwickeln konnte, das hatte ihm sein väterliche Mentor Simon ausgetrieben, das konnte einen Captain Future nur behindern. Bei Kuolun war das anders. Bei ihm begann Captain Future dann Anzeichen eines normalen Mannes zu entwickeln. Otto sah den Schweiß auf der Oberlippe des Captains trotz der Dunkelheit und der schwarzen Sturmhaube glitzern. Er stand unter Stress und zweifellos auch Angst, Angst um Joans Leben. Er machte sich sicherlich Vorwürfe, er hätte Joan nie an der Jagd nach Kuolun hineinziehen dürfen, so etwas in der Art. Joan hatte dem Captain geholfen das verbrecherische Genie hinter Schloss und Riegel zu setzen, nun war sie in den Fokus dieses Verbrechers geraten.
      "Zwei Personen!", flüsterte Otto.
      "Wo?"
      "Schlafzimmer von Joan!"
      Der Captain runzelte die Stirn. Hatte Ken, sein gemeinsamer Adoptivsohn mit Joan, wieder Alpträume oder war er krank, dass er bei Joan schlief? Im Grunde war das nun nicht relevant.
      "Eszella?"
      "Ja?", knarzte es aus dem Kopfhörer des Captain.
      "Wir gehen rein! Du und Grag kümmert euch um das Umfeld!"
      "Roger verstanden!"
      Im Schutz der Dunkelheit schlich er mit Otto an das Mehrfamilienhaus heran. Joan wohnte im Dachgeschoss, das einen großen Dachgarten besaß. Sie schossen lautlos Harken auf die Terrasse, an deren Enden Seile saßen, an denen sie sich in einer Art hochseilten, dass andere Eliteeinheiten sich von ihnen eine Scheibe abschneiden konnten. Eszella beobachtete sie von unten aus bewundernd in seinem Versteck hinter einem Kirschlorbeer im Garten, der das Haus umgab. Curts durchtrainierter Körper kletterte wie ein Affe hoch. Eszella machte sich nicht nur Sorgen um seine Mitarbeiterin, sondern auch um diesen Mann, der unverwüstlich, unantastbar schien.
      Falls Kuolun Joan etwas angetan haben sollte, wie würde der Captain reagieren? Eszella mochte sich das gar nicht ausmalen. Er hatte Captain Future nur zwei Mal persönlich betroffen gesehen und das war für ihn als Freund nahezu unerträglich gewesen.
      Der Captain hatte nicht gewusst, wie er mit diesen heftigen Gefühlen hatte umgehen sollen. Niemand seiner zweifellos genialen Mentoren hatte ihn das gelehrt. Die Einzige, die emotionalen Zugang zum Captain hatte, war Joan. Deshalb war sie auch für die Regierung von so fundamentalem Interesse. Was, wenn nun ausgerechnet Joan Opfer dieser Vendetta geworden war.
      Eszella bekam eine Gänsehaut.
      Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

      Kommentar


      • #4
        Zitat von earthquake Beitrag anzeigen
        Hi hawk!

        Klar, da hast Du recht, ich schlörr schon mal mit der Beschreibung der Umgebung, das ist mir meistens nicht so wichtig.
        So fangen wir alle an.
        Diese Beschreibungen sind für eine gute Geschichte leider das A und O. Sofern man den Anspruch an sich selbst stellt, anspruchsvolle Geschichten zu schreiben, kommt man kaum daran vorbei.

        Zitat von earthquake Beitrag anzeigen
        Mir geht´s mehr um knappe Beschreibungen der Situation, es sei denn, es ist wichtig für das Verständnis der weiteren Handlung. Das ist nicht jedermanns Sache, verstehe ich!
        Die Szenen ZU knapp zu halten ist IMO keine gute Idee.

        Zitat von earthquake Beitrag anzeigen
        Mir geht es meist um die Dialoge, oder das zwischenmenschliche Gefüge. Ich versuche Handlungsweisen zu erklären, was in einer SF-Geschichte eher ungewöhnlich ist. Mir geht es um die phantastischen Möglichkeiten in der Zukunft, aber alte, negative Verhaltensmuster/Motive sterben auch in Zukunft nicht aus, wie Gier, Neid und Eifersucht und darauf basiert meist die Handlung.
        Der Punkt ist:
        Das alles haben sehr viele FF, auch wenn sie ausufernder ausgeschmückt sind.

        Was man nicht ganz außer Acht lassen sollte, wenn einem Leser wichtig sind:
        Zeit, gerade Freizeit, ist eine knappe Ressource, darum lesen sehr viele FF-Leser (auch ich selbst) sehr selektiv. Das lässt sich kaum vermeiden, denn mittlerweile gibt es so viele FF dass man unmöglich alle lesen kann.

        Und anders, als bei einem gekauften Buch, dass ich schon deshalb ganz lese, weil ich´s bezahlt habe, kann ich bei einer FF schnell ohne großes Bedauern entscheiden, das File wieder ungelesen zu schließen.

        Es gibt ein paar FF-Autoren im Netz, bei denen ich andererseits kaum noch hinschaue, worum es geht - deren Files lade ich fast automatisch runter, weil ich mittlerweile weiß, dass ich von denen Qualität bekomme. Die ziehen fast mehr mit ihrem eigenen Namen (oder mit ihrem Nickname), als mit irgendeinem Titel.

        Letztlich kommt es natürlich drauf an, welchen Ansprüchen man selbst gerecht werden möchte.

        Zitat von earthquake Beitrag anzeigen
        Aber ich werde mich bemühen, das in Zukunft mal etwas auszuschmücken!
        Das wäre bestimmt mehr wert, als nur EINE Überlegung.
        Zudem: Irgendwann merkt man, dass gerade das eine Menge Spaß macht. Fremde Welten und Umgebungen zu schaffen kann sehr faszinieren - zudem bekommt man gleichzeitig selbst eine sehr viel bessere Vorstellung davon, wo die Charaktere handeln und deren Interaktionen werden realistischer.
        Dass die Geschichten dadurch gleichzeitig an Qualität gewinnen ist, wenn ich selbst schreibe, mittlerweile fast nur noch ein nützlicher Nebeneffekt - wichtiger ist mir dabei der Spaß daran.

        Zitat von earthquake Beitrag anzeigen
        Was die Freundschaft angeht. In einer anderen Diskussion zum Verhältnis der Crew zum Captain sagte mal jemand, dass Simon die Rolle des Lehrers einnimmt, Grag und Otto aber, als fast zum gleichen Zeitpunkt wie die Geburt von CF, künstlich erschaffene Geschöpfe von CF´s-Vater, eher seine "Brüder" seien und das hat mir sehr gefallen und ich fand das einleuchtend.
        Demnach wäre Garni schon ein "echter" Freund, so sehe ich ihn in der Geschichte.

        LG
        earthy
        Okay, unter dieser Voraussetzung könnte das dann zutreffen.
        Ich selbst sehe das Verhältnis der Crew halt etwas anders - aber das legt jeder FF-Autor natürlich individuell für sich selbst fest.
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        • #5
          Hallo hawkh!

          Vielen Dank für Deine konstruktive Rückmeldung!
          Ich werde versuchen sie in Zukunft zu berücksichtigen!
          Es ist wirklich nicht leicht, so vielen durchdachten Anregungen gerecht zu werden!

          LG
          earthy
          Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

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          • #6
            Flagranti

            Perfekt

            Nicht auszudenken!
            Captain Future knackte oben das ausgeklügelte Sicherheitssystem umgehend, das er selber für Joan installiert hatte, die Terrassentür war schnell geöffnet. Lautlos betrat er mit Otto an seiner Seite die Wohnung. Im Restlicht der Nacht drangen sie vor, sie kannten die Wohnung ja! Otto öffnete die Schlafzimmertür, Captain Future hechtete mit der Waffe im Anschlag in einer Rolle in das dunkle Zimmer.
            Joan wurde schockartig aus dem Schlaf gerissen. Sofort zog sie die Waffe und richtete sie auf den großen Eindringling, der einen schwarzen Eliteanzug der Polizei trug, die Waffe auf sie gerichtet. Er trug eine Sturmhaube, die nur die grauen Augen freiließ. Sofort ließ Joan mit klopfendem Herzen die Waffe sinken. Sie hörte den schwarz gekleideten Mann schwer atmen.
            Neben ihr regte sich Raymond.
            "Captain?", fragte Ottos zischende Stimme streng. Der Captain zielte immer noch auf Joan. Joan griff nach dem Lichtschalter ihrer Nachttischlampe. Es wurde hell.
            "Was is´n?", raunzte Raymond genervt neben Joan im Bett. Joan starrte mit leicht geöffnetem Mund auf zu den grauen Augen, in denen sich das pure nicht Begreifen wollen spiegelte.
            "Curtis", flüsterte Joan, nicht flehend. Die große Gestalt atmete ein mal tief durch, senkte die Waffe, lief einfach an Otto vorbei, ließ im Wohnzimmer achtlos seine Waffe fallen, bevor er sich rasch auf der Terrasse einfach am Seil wieder einharkte und sich in die Tiefe stürzte.
            Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

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            • #7
              Perfekt

              Unsanft trafen Curts Füße auf dem Boden auf, er wäre fast gestürzt. Hastig, fast wütend, versuchte er sich auszuharken. Eszella kam auf ihn zugelaufen.
              "Captain, alles in Ordnung?"
              Curtis drückte seinem Freund die Sturmhaubein die Hand. Sein Gesicht war totenblass.
              "Curtis, warte!", rief eine Stimme oben von der Terrasse aus. Curtis weigerte sich hoch zu blicken und ließ alle gemessenen Schrittes wortlos stehen, nicht laufen, einfach nur gehen.
              "Joan, was ist denn passiert?", hörte er hinter sich Eszellas Stimme rufen.
              "Curtis lass es dir erklären", nun flehte Joans Stimme. Curtis biss die Zähne zusammen.
              Nie im Leben würde er das tun!
              Die Demütigung war auch so schon groß genug, er wollte das nicht qualvoll ausdehnen.
              Trotz des normalen Schritttempos war er schneller als andere und instinktiv schlug er ein paar Harken. Niemand würde finden, wenn er das nicht wollte.
              Curtis lief, der Morgen graute schon. Irgendwann war er am Meer. Hilflos blickte er eine Weile auf die Wellen, bevor er sich auf eine Bank setzte.
              Er fühlte keine Wut, keinen Schmerz, es tat einfach nur weh.
              Curtis schloss die Augenlider. Seine Muskeln zitterten, ihm war kalt.
              Er hatte grenzenlose Angst um Joan gehabt.
              Kuolun war unberechenbar, genial und skrupellos. Er hatte Joan grausam verstümmelt in ihrem Blute liegen sehen.
              Er hätte das nicht ausgehalten!
              Nun war es fast so, als hätte er sie genauso gefunden.
              Sein Atem wurde unruhig, bewusst beeinflusste er seinen Atemrhythmus, so wie Simon ihm das beigebracht hatte.
              Es war alles aus!
              Ein Wagen hielt hinter ihm, grob fahrlässig drehte er sich nicht einmal um. Zwei Türen gingen. Curtis öffnete, die Muskeln wieder stahlhart anspannend, die Augen. Zwei Officer gesellten sich respektvoll zu ihm.
              "Guten Morgen Captain. Wir sind Officer Brown und DeCaprio. Würden sie uns bitte ins Präsidium begleiten?", sprach ihn der Ranghöhere an. Curtis zwang sich ihn zu fixieren.
              "Da sie mich kennen, ist das wohl keine Überprüfung der Personalien! Liegt etwas gegen mich vor Officer?"
              "Nein Sir! Natürlich nicht! Sie werden erwartet!"
              Curtis seufzte.
              "Ich bin aus freien Stücken hier Officer Brown und möchte es bleiben, solange es mir gefällt! Würden sie mich bitte allein lassen!"
              "Captain, man macht sich Sorgen um ihre Sicherheit!"
              "Ich komme sehr gut allein zurecht, würden sie bitte gehen! Ich nehme mir später ein Taxi!"
              Ratlos zögerten die zwei Officer, die auch nur ihre Pflicht taten.
              "Okay Captain!"
              Die Officer entfernten sich ein Stück. Curtis war sich im Klaren darüber, dass sie ihn von nun an nicht mehr aus den Augen lassen würden.
              "Officer Brown!"
              Der Officer drehte sich Curtis wieder zu.
              "Ja?"
              Curtis schluckte.
              "Könnten sie mir mit Taxigeld aushelfen?"
              Der Officer wirkte erst verdutzt, dann lächelte er.
              "Natürlich Captain!"
              Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

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              • #8
                Perfekt

                Die Sonne wurde wärmer. Curtis bekam Durst, es wurde sehr ungemütlich, so nahm er das Taxi zum Flughafen. Curtis weigerte sich irgendjemanden anzusehen. Die Ursache für sein Elend hatte er momentan erfolgreich verdrängt. Niemand belästigte ihn auf dem Weg zu seinem Schiff, der Comet. Kaum hatte er das Schiff betreten, hörte er auch schon seine Crew antreten. Curtis wollte nicht reden.
                "Hallo Curtis! Gut, dass du wieder da bist", begrüßte ihn Simon. Curtis nickte nur stumm und stahl sich an seinen Freunden vorbei.
                "Curtis!"
                "Ich bin müde, ich lege mich ein paar Stunden hin", murmelte er mit matter Stimme. Er wollte jetzt nichts diskutieren!
                "Was ist mit Kuolun?", fragte das lebende Gehirn. Den hatte Curtis tatsächlich vergessen.
                Curtis ordnete kurz seine Gedanken.
                "Sicherheitsprogramm und ihr recherchiert Auffälligkeiten, mögliche Ziele. Das Übliche bis ich in vier Stunden aufstehe. Außerdem streicht ihr alle Zugangscodes für Joan!"
                Stille.
                "Hälst du das wirklich für sinnvoll? Kuolun weiß ja nicht, dass...", Ottos Stimme geriet ins Schlingern.
                Curtis seufzte ohne jemanden anzusehen. Er rieb sich das Nasenbeinzwischen zwischen Daumen und Zeigefinger.
                Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

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                • #9
                  Du machst mich fertig!

                  In meinem Hirn vermischen sich schon Farce, die Spelunke und Meuterei. Und jetzt wirfst du auch noch "Perfekt" dazu.
                  ZUKUNFT -
                  das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.
                  Mein VT: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...ndenz-steigend
                  Captain Future Stammtisch: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...´s-cf-spelunke

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von avatax Beitrag anzeigen
                    Du machst mich fertig!

                    In meinem Hirn vermischen sich schon Farce, die Spelunke und Meuterei. Und jetzt wirfst du auch noch "Perfekt" dazu.

                    Sorry, konnte nicht widerstehen!

                    Du sollst ja auch nicht ALLES auf einmal lesen!

                    Das ist für die Tage, wo bei "Farce" nichts nachkommt!
                    Außerdem habe ich montags frei und dann stelle ich je nach Zeit mehr oder weniger ein!
                    Wenn ich da andere Foren sehe, dann haben wir ein echtes Luxusproblem!
                    Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

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                    • #11
                      Perfekt

                      "Lasst das mit dem Code für´s erste!"
                      Curtis schlich sich in seine winzige Kajüte. Müde warf er sich bekleidet auf die Pritsche. Im Liegen streifte er die schweren Stiefel ab.
                      Seine Augen starrten an die Decke.
                      "Licht aus", murmelte er, das Programm reagierte.
                      Wie hatte das passieren können?
                      Weil er ein naiver Idiot war! Der klügste Kopf der bekannten Welt war ein emotionaler Krüppel, da war es leicht für eine hübsche, sich redlich gebende Frau ihn zu manipulieren.
                      Seit vier Jahren waren er und Joan nun ein Paar gewesen, gut, zugegeben, ein etwas seltsames Paar. Er hatte viele Nächte mit ihr verbracht, davon eine Handvoll romantische. Sie hatten meist in dunklen, dreckigen Fallen miteinander um das Überleben gekämpft, nach Lösungen gesucht, oder geforscht...
                      Die Dunkelheit machte es nur schlimmer.
                      "Licht auf 32!" Es war ein gedämpftes Licht.
                      Nicht mehr daran denken! Curtis schloss die Augen.
                      Ihr langes, blondes Haar hatte wie ein Heiligenschein um ihr Gesicht gelegen. Ihre Lippen waren leicht geöffnet gewesen. Wunderschön hatte sie ausgesehen...
                      Curtis warf sich herum. Er musste an etwas anderes denken, das All, die Sterne, der Mond, im Hintergrund die Erde, wie ein blauer Saphir, so blau wie ihre Augen, die ihn schreckensgeweitet angesehen hatten. Ihre Waffe hatte sie sofort sinken lassen, voller Schamgefühl, weil sie genau wusste, was sie ihm antat mit diesem Mann in ihrem Bett.
                      Er hatte die Waffe sehr lange auf sie gerichtet gehabt und sein Zeigefinger hatte bedrohlich gezittert. Es hatte nicht viel gefehlt und er hätte abgedrückt, ihr ein kleines, sauberes Loch in die Stirn geschossen...
                      Curtis stöhnte leise auf.
                      Als er genau vier Stunden später die kleine Messe der Comet betrat, hatte er eine ansehnliche Menge Aufputschmittel im Blut. Das sollte nicht zur Normalität werden, aber er musste Kuolun fassen, dazu brauchte er einen wachen Kopf. Neben seiner geschäftigen Crew war überraschender Weise auch Eszella da, der etwas nervös wirkte.
                      Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

                      Kommentar


                      • #12
                        So, weil gerade nicht so viele CF-Geschichten im Umlauf sind ein Stück aus "Perfekt"!

                        Perfekt

                        „Hallo Eszella, hast du Neuigkeiten für uns?“ Seine Stimme war erstaunlich normal. Irritiert legte sich Eszellas Stirn in Falten.
                        „Nichts wirklich aufklärendes. Was wir haben hat Otto schon eingespeist.“ Curtis nickte.
                        „Gut!“ Eszella holte tief Luft.
                        „Curtis, das mit Joan...“, erschreckt hielt Eszella inne, denn Curtis war auf ihn zu geschnellt, als wolle er ihn angreifen.
                        Curts Zeigefinger stach ihm fast ins Auge. Curts graue Augen funkelten gefährlich. Das war eigentlich sein Gesicht für seine Feinde, dem Eszella so noch nie gegenüber gestanden hatte.
                        „Kein Wort“, knurrte Curtis unbarmherzig.
                        Eszella schluckte beklommen. „Ich will dazu nichts hören, keine Geständnisse, kein Flehen, keine Entschuldigung. Ich habe keine Zeit für diese Spielchen!“ Das war alles was er sagte, aber nun wussten alle woran sie waren. Curtis machte einen Schritt zurück.
                        „Grag, such mir bitte die Ausleihdaten der Gefangenenbibliothek auf Kelbes heraus, alle Ausleihen von Kuolun und seinen Freunden!“, ordnete Curtis wieder völlig beherrscht an.
                        „Geht klar Chef!“
                        „Eine sehr gute Idee mein Junge!“, lobte Simon.
                        ****

                        Joan war aus dem Schlaf geschreckt, die Waffe gezückt ohne darüber überhaupt nachgedacht zu haben. An ihrer Bettseite stand eine sehr große dunkle Gestalt, die Waffe ebenfalls auf sie gerichtet. Joan blickte zur Sturmhaube hinauf. Ihr Herz schlug heftig, nicht vor Angst, sondern vor Schuldgefühl und Entsetzen. Das konnte doch nicht wahr sein!
                        Das war unmöglich!
                        Curtis war auf dem Mond!
                        Neben ihr regte sich Raymond. Joan schaltete das Licht ein. Ihre geweiteten Augen blickten Curtis ungläubig an.
                        „Was is´n?“, nuschelte Raymond protestierend.
                        Curtis zielte immer noch auf sie. Joan wusste, dass er kurz davor war abzudrücken und sie konnte es ihm nicht mal verdenken. Was er davon halten sollte, dass er sie hier mit einem anderen Mann überraschte, konnte sie sich denken. In seinen grauen Augen funkelten viele verletzte Gefühle durcheinander.
                        Wie hatte sie das tun können?
                        Nun kam ihr das selber absurd und schmutzig vor.
                        Sie hatte ihn betrogen und hintergangen!
                        Auf der anderen Seite hämmerte die Frage durch ihr Gehirn, warum er zum Teufel mitten in der Nacht, unangemeldet und schwerbewaffnet an ihrem Bett stand? Wie hatte er von diesem One-Night-Stand erfahren? Hatte er sie überwachen lassen?
                        Aber nun standen erst mal seine gekränkten Gefühle im Vordergrund. Joan ahnte, dass er nicht schießen würde.
                        „Curtis!“ Ihre Worte lösten seine Erstarrung, er drehte sich um und eilte zur Terrasse.
                        „Was ist denn hier los?“ Raunzte Raymond hinter ihr, aber für ihn hatte sie augenblicklich keine Zeit.
                        Joan sprang aus dem Bett, rannte nackt zur Terrassenbalustrade und sah, wie Curtis ziemlich unsanft unten landete.
                        „Curtis warte!“ Curtis rauschte unten am verwirrten Eszella vorbei, dem er die Sturmhaube in die Hand drückte. Er beachtete sie gar nicht.
                        „Curtis lass es dir erklären“, flehte Joan verzweifelt, die den Tränen nah war. Curtis lief einfach davon. Joan heulte nun leise vor sich hin. Schluchzend ging sie in das Wohnzimmer zurück, wo sie sich in eine Decke rollte. Otto stand orientierungslos herum, bis Eszella, Grag und Simon die Wohnung betraten.
                        „Was ist hier eigentlich los?“, wollte Eszella ziemlich grob wissen. Er war vor Joan getreten. Im Hintergrund räusperte sich Raymond, der dabei war, sich den Pulli glattzustreichen.
                        „Falls ich nicht gebraucht werde, gehe ich jetzt mal“, versuchte er sich dezent aus der Affäre zu ziehen.
                        „Wir sehen uns heute früh um 8.00 Uhr Leutnant Granger“, bellte Eszella ihn an. Raymond machte sich aus dem Staub. Joan saß wie ein Häufchen Elend da.
                        „Ist es das wonach es aussieht? Der Captain hat dich und deinen Liebhaber im Bett erwischt?“, fuhr Eszella sie an. Joan sah ihn aus verheulten Augen an.
                        „Er ist nicht mein Liebhaber, er war das erste Mal hier!“, widersprach sie bockig.
                        „Egal wie oft er hier war! Du hast den Captain betrogen“, donnerte Eszella. „Das wird Konsequenzen haben von dem menschlichen Schaden mal ganz abgesehen!“
                        „Was habt ihr auch alle hier zu suchen?“, fragte Joan verzweifelt.
                        „Kuolun ist vom Kelbes geflohen! Wir hatten die Befürchtung du und Ken könntet in Gefahr sein, nachdem du auf den Aufruf zur Konferenz nicht reagiert hast.“ Das war Simons kühle Stimme aus dem Hintergrund. Joan schloss stöhnend die Augen. Er war voller Angst hergekommen, er könnte sie in ihrem Blute liegend vorfinden, stattdessen lag sie mit ihrem One-Night-Stand im Bett! Er würde ihr das nie verzeihen.
                        Er war Captain Future, der Inbegriff an Integrität, sie hatte das mit illoyalen Füssen getreten, dass konnte er nicht vergeben.
                        Eszella atmete tief durch.
                        „Ich lasse dir einen Streifenwagen hier, ansonsten ziehen wir nun ab!“, sagte Eszella mit schmalem Mund. Es war ihm anzusehen, wie enttäuscht er von Joan war, die seinem Freund sehr weh getan hatte. Die Future-Crew verließ wortlos das Zimmer, bevor Eszella gehen konnte, sagte Joan:
                        „Eszella, bitte, bleib noch da!“ Eszella blieb seufzend stehen. Es gefiel ihm nicht. Joan holte tief Luft.
                        Zuletzt geändert von earthquake; 06.04.2016, 11:33.
                        Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

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                        • #13
                          Vielleicht sollte man Kuolun mal woanders als auf dem Kelbes einlochen
                          Dort hält den doch eh nie lange was - vermutlich kennt er einen geheimen Ausgang. Wenn man ihn dort wieder einliefert, singt er vermutlich EAVs "Küss die Hand Herr Kerkermeister, ich bin wieder da - der Dauergast in diesem Knast aus Zelle Hundertzwa."
                          Die Betonung liegt auf Gast - denn egal ob von Dauer oder nicht, als Gast kann man kommen und vor allem gehen wie und so oft man will *fg*.

                          Und dass Joan fremdgeht: Bööööses Joan, sitz! Platz! Aus!


                          Manche Leute kann man echt nicht allein lassen. Die machen sich dann selbständig und dabei nur Unsinn. Aber auch ein CF kann halt schlecht an mehreren Orten gleichzeitig sein.
                          Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination

                          Ein Holodeck ist klasse! Man kann überall hin, obwohl man gar nicht weg muss :)

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                          • #14
                            Zitat von Twister-Sister Beitrag anzeigen
                            Vielleicht sollte man Kuolun mal woanders als auf dem Kelbes einlochen
                            Dort hält den doch eh nie lange was - vermutlich kennt er einen geheimen Ausgang. Wenn man ihn dort wieder einliefert, singt er vermutlich EAVs "Küss die Hand Herr Kerkermeister, ich bin wieder da - der Dauergast in diesem Knast aus Zelle Hundertzwa."
                            Die Betonung liegt auf Gast - denn egal ob von Dauer oder nicht, als Gast kann man kommen und vor allem gehen wie und so oft man will *fg*.

                            Und dass Joan fremdgeht: Bööööses Joan, sitz! Platz! Aus!


                            Manche Leute kann man echt nicht allein lassen. Die machen sich dann selbständig und dabei nur Unsinn. Aber auch ein CF kann halt schlecht an mehreren Orten gleichzeitig sein.

                            Ach, Du weißt doch, die Bürokratiemaschinerie läuft und niemand hält sie auf!
                            Und Kuoluns Anwalt wird die Unterbringung auf dem Kelbes schon durchsetzen! *g*

                            Und Joan?
                            Ich finde in den alten Romanen wird völlig unterschätzt, dass Frauen auch eine Libido haben!
                            Held hin oder her, man/Frau hat ja auch Bedürfnisse!

                            Du hast recht, vielleicht sollte Future es wie Dr. Manhattan in den "Watchmen" machen, der hat sich mal eben ein, zwei Liebhaber für seine sexy Freundin von sich geklont!
                            Sehhrrrr interessante Szene!
                            Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

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                            • #15
                              Hihi Kuoluns Anwalt wird sagen: "Schicken Sie meinen Mandanten bitte zum Kelbes. Dort hat er sich doch schon so guuuuut eingelebt."
                              Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination

                              Ein Holodeck ist klasse! Man kann überall hin, obwohl man gar nicht weg muss :)

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