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Captain Future - Licht der Götter (Erster Kontakt: Part II)

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    Captain Future - Licht der Götter

    Erster Kontakt - Part II


    Diese Geschichte spielt viele Jahre nach "Erster Kontakt", zeitlich nach den bekannten Hamilton Romanen.




    1. Menschenjagd


    Ramon Walkers Hände schlossen sich gierig um den kleinen violetten, prismaförmigen Kristall. Mit einer kleinen Kraftanstrengung zog er ihn aus seiner Halterung auf dem Steinsockel in der Mitte des kathedralartigen Tempelraumes.

    Es hatte Wochen gedauert das allerheiligste Relikt der marsianischen Ureinwohner ausfindig zu machen. Auf dem verdreckten Diebesmarkt von Korak hatten sie schließlich diesen abtrünnigen Diener des alten Ordens dazu überreden können, ihnen den genauen Standort des Tempels der Alten, wie die Ureinwohner diesen Ort nannten, zu verraten. Er hatte anschließend nicht mehr lange genug gelebt um sich an dem dicken Bündel an Erd-Dollar-Scheinen zu erfreuen.
    Ein grimmiges, brutales Lächeln spiegelte sich auf den Zügen des grobschlächtigen, hochgewachsenen Mannes, als er den Kristall in einem kleinen Metallkoffer verstaute.
    Von außerhalb des Raumes waren immer noch gedämpft Schreie und Schüsse zu hören. Walkers mußte sich jetzt beeilen. Bereits zwei seiner Leute waren von den Priestern getötet worden, noch bevor es ihnen gelungen war, die letzte massive Tür vor dem großen Gebetsraum aufzusprengen. Die Männer hatten sich hinter dem Altar verschanzt und nur ihr Chef, Walkers, war in das dahinterliegende Heiligste eingedrungen, um den Kristall herauszuholen.

    Die kleine Gruppe von gedungenen Raumpiraten nahm sich immer mit Gewalt, was sie haben wollte und der Raumpolizei war es bisher noch nicht gelungen, sie dabei aufzuhalten oder gar ihr geheimes Versteck ausfindig zu machen.
    Walkers schüttelte hämisch lächelnd den Kopf über so viel Dummheit und Unfähigkeit. Seit sechs Jahren lebten er und seine Mördergesellen, die aus dem ganzen System zusammengewürfelt waren, gut von ihren Raubzügen.
    In diesem besonderen Fall handelte es sich ungewöhnlicherweise sogar um einen Auftrag. Aber der reiche Antiquitätensammler Kenneth Spano hatte inoffiziell verlauten lassen, daß er jedem, der ihm diesen heiligen Stein bringen würde, ein Vermögen zahlen würde.
    Selbst wenn er die Beute mit neun anderen - nur noch sieben, verbesserte sich Walkers in Gedanken - teilen mußte, würde genug überbleiben, um für einige Zeit ein ruhiges Leben führen zu können.

    ***

    Präsident William Thorpe starrte sorgenvoll aus dem großen Panoramafenster seines Büros im Regierungsgebäude auf der Erde.
    Er hatte bereits vor vier Stunden Kontakt zu Captain Future aufgenommen und noch immer war kein Zeichen des jungen Mannes und seiner außergewöhnlichen Mannschaft zu bemerken.
    Er blickte erneut zur schmalen Sichel des Mondes am nächtlichen Himmel über New York hinauf.
    Letztendlich hatte er sich dann doch dazu durchgerungen den menschenscheuen Wissenschaftler und sein Team um Hilfe zu bitten.
    Seit einigen Tagen herrschte auf dem Mars Ausnahmezustand.
    Die Umweltbedingungen spielten dort völlig verrückt. Eisige Sandstürme von gewaltigen Ausmaßen verwüsteten die Planetenoberfläche, die ohnehin dünne Atmosphäre schien ungehindert in den freien Weltraum zu entweichen. Im Gegenzug dazu drangen Meteoriten ungehindert auf den Planeten ein. Die angerichteten Zerstörungen waren katastrophal und die Bewohner der neu errichteten Kolonien flüchteten in Panik von dem Planeten.

    Als würde dies Alles noch nicht genügen, hatten die marsianischen Ureinwohner auch noch angefangen Jagd auf alle jene Menschen zu machen, die bisher noch auf dem Mars verweilten und sie wo immer sie sie antrafen, ungeachtet ihres Alters oder Geschlechtes regelrecht abzuschlachten.

    Der Undercover-Agentin Joan Landor war es zumindest gelungen herauszufinden, daß es sich bei den Mördern um Priester des alten marsianischen Ordens handelte. Die junge Frau vermutete, daß es sich um rituale Opfermorde handele. Der Name `Licht der Götter` sei in diesem Zusammenhang ebenfalls gefallen. Agentin Landor hatte anschließend verlauten lassen, daß sie als Marsianerin getarnt Kontakt zu dem Orden aufnehmen wolle. Das war vor drei Tagen gewesen, seitdem hatte er keine Nachricht mehr von ihr erhalten.

    Präsident Thorpe hatte sich eingestehen müssen, daß er in diesem Fall wohl jetzt handlungsunfähig war. Nur noch Captain Future konnte jetzt Klarheit in diese Angelegenheit bringen.
    Im Übrigen hatte er in den geheimen Unterlagen seines Vorgängers, James Carthew, Hinweise gefunden, daß die Future-Mannschaft über diverse Gerätschaften verfügen würde, mit denen es vielleicht möglich wäre, die Atmosphäre eines Planeten zu regenerieren . Der Kolonialstädte des Mars waren dicht besiedelt, Captain Future würde sicher nicht zögern, sein Können und Wissen zur Verfügung zu stellen um Menschenleben zu retten, so wie er es seit seinem erstmaligen, unverhofften Auftauchen vor über zwölf Jahren, immer getan hatte.

    Erschrocken zuckte Mr. Thorpe zusammen und wirbelte herum, als er das zischende Geräusch der sich öffnenden Bürotür hörte.
    „Guten Abend, Mr. Präsident“, ließ sich die tiefe, wohlklingende Stimme Captain Futures hinter ihm vernehmen.
    „Ich hatte schon befürchtet, daß sie sich nicht im Sonnensystem befinden. Entschuldigen sie, daß ich sie um Hilfe bitte, aber wir haben ernsthafte Probleme.“ Mr. Thorpe seufzte erleichtert auf, als er die ausgestreckte Hand seines Gegenübers ergriff.
    Ein braungebrannter, freundlich blickender Mann, in einem weißgrauen an der Brust gepanzertem Raumanzug. Der rothaarige Abenteurer lächelte, aber in seine Züge hatten sich im Laufe der Jahre auch tiefe Sorgenfalten gegraben.
    „Oh, es liegt an mir, mich zu entschuldigen, daß ich so spät auf ihre Nachricht reagiert habe. Aber wir waren auf einer kleinen geologischen Expedition auf der Mondrückseite und Professor Simon gelang es erst vor knapp zwei Stunden uns zu erreichen. Wo brennt es denn diesmal?“

    „Brennen ist wortwörtlich genau der richtige Ausdruck. Soll das heißen, sie haben noch nichts von den atmosphärischen Veränderungen auf dem Mars gehört?“ Präsident Thorpe war sichtlich erstaunt.

    Captain Future mußte sich entsetzt setzen, als ihn der Präsident über die Vorkommnisse informierte und durch zahlreiche Televisoraufnahmen verdeutlichte.
    „Und sie haben keine Informationen darüber, was diese Umweltveränderungen bewirkt?“, preßte er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.

    „Leider nein. Agentin Landor hat uns jedoch berichtet, daß die Ermordungen der Erdmenschen und die Katastrophen etwa zeitgleich begannen. Es scheint so, daß sie die Erdbewohner dafür verantwortlich machen, oder aber es ist ein Opferritual, welches ihre Götter milde stimmen soll. Sie erwähnte den Begriff „Licht der Götter“. Näheres dazu wollte sie noch herausfinden.

    Dem Präsident war deutlich aufgefallen, wie Captain Future bei dem Namen der jungen Frau zusammengezuckt war und er erinnerte sich an ein paar Gerüchte, die er in diesem Zusammenhang gehört hatte. Gerüchte, daß Agentin Landor und Captain Future, zumindest inoffiziell, ein Paar waren.
    „Nachdem ich hörte, daß sie mit Agentin Landor schon mehrfach zusammengearbeitet haben und sie praktisch fast zu ihrem Team gehört, sollte ich ihnen vielleicht noch sagen, daß ich seither keine weitere Nachricht von ihr erhalten habe. Bei der Kontaktadresse in der Hauptstadt, weiß auch niemand, wo sie ist.“
    ZUKUNFT -
    das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.
    Mein VT: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...ndenz-steigend
    Captain Future Stammtisch: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...´s-cf-spelunke

  • #2
    Juhuuu!

    Es geht weiter! Ich freu mich!!!
    "Allerdings - wer Geschichten mag, die die Figuren definitiv als "out of character" beschreiben (also extrem abweichend von Edmond Hamiltons Vorlage), möge sich bitte woanders umschauen." - Genau, nämlich hier und was noch nicht ist, kann ja noch werden!

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    • #3
      Ich freue mich auch riesig
      Und dann so eine herrliche Mischung aus Stürmen und Piraten als Overtüre zur Story.
      Bin sehr gespannt, wie es weitergeht - bitte schnell die Fortsetzung veröffentlichen
      Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination

      Ein Holodeck ist klasse! Man kann überall hin, obwohl man gar nicht weg muss :)

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      • #4
        2. Der Tempel des Lichts


        Captain Future preßte sich die Atemmaske fester auf das Gesicht und versuchte sich in der trüben, sanddurchpeitschten Luft zu orientieren.

        Ihr einheimischer Führer ging nur zwei Schritte vor ihm und doch konnte er nur schwach seine Konturen erkennen.
        Er fluchte innerlich, weil er leichtsinnigerweise doch keinen Helm aufgesetzt hatte, aber vom großen Sichtfenster der COMET aus, hatten die Umweltbedingungen gar nicht so schlimm ausgesehen. Und die knapp 8 Grad Oberflächentemperatur waren kurzfristig durchaus auch ohne Schutzhelm erträglich.

        Und jetzt stapften sie schon über zwanzig Minuten durch diesen eisigen Sandsturm. Jedesmal wenn ein dunkler Schatten vor ihnen auftauchte , glaubte er sein Ziel, die Tempelanlage von Ornag, erreicht zu haben und dann war es doch wieder nur eine weitere Sanddüne.

        Zähneknirschend gestand er sich selbst ein, daß er sich mehr Sorgen um Joan machte, als er gegenüber seiner Mannschaft hatte zugeben wollen.
        Die Tatsache, daß sie in ihrem Büro, im Gebäude der Planetenpolizei in der Äquatorstadt Syrtis, Hinweise hinterlassen hatte, daß sie ebenfalls hierher kommen wollte, besserte seine Laune auch nicht gerade.
        Genau das war es, was er hasste. Daß sie sich immer wieder in solche Situationen brachte, die ihn aus Furcht um ihre Sicherheit fast in den Wahnsinn trieben.
        In dem Dorf, in dem sie den Führer angeheuert hatten, konnte sich niemand an eine junge Frau erinnern. Zumal sich die meisten Bewohner ohnehin in ihre unterirdischen Bunker geflüchtet hatten.

        Er versuchte eben eine weitere hohe Düne hinabzustapfen, als der Sand unter seinen Füßen wegrutschte. Er stolperte ein paar schnelle Schritt nach vorne und hob die Hände, in dem Glauben er könnte sich an seinem Führer festhalten. Statt dessen prallte er an eine harte Steinwand.

        Sie hatten endlich ihr Ziel erreicht.
        Der Mann neben ihm war dick in Umhänge gewickelt, die den Sand und die Kälte abhalten sollten. Er rief ihm etwas zu, aber er konnte ihn nicht verstehen. Dann deutete der Mann nach links und zog ihn am Arm in die gleiche Richtung.
        Captain Future tastete sich an der Wand entlang, und klopfte mit den Fingerknöcheln dagegen, bis ihm die schwache Resonanz anzeigte, daß er endlich keinen Stein mehr, sondern weicheres Holz vor sich hatte. Da er keine Klinke fand, drückte er mit ganzer Kraft gegen die Tür.

        Aber nichts geschah.
        Erst als sich Grag, der dicht hinter ihm gegangen war, mit ganzer Kraft dagegenstemmte, gab sie langsam nach. Captain Future schlüpfte schnell durch den Spalt, kaum daß er breit genug für ihn geworden war und zog gleichzeitig seine Waffe.
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        • #5
          Also hätte ich auf dem Mars ein Domizil, ich würde es auch unterirdisch bauen. Selbst die Staubteufel haben dort gigantische Ausmaße, da kann angeblich kein irdischer Tornado von der Größe etc. mithalten.
          Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination

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          • #6
            Zusammengefaßt: Einfach ungemütlich.

            Ich kann gar nicht verstehen, wenn jemand mit einem one-way-ticket für den Rest seines/ihres Lebens da hin will.
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            • #7

              ***

              Sie befanden sich in einem weiträumigen, halbüberdachten Hof. Das Heulen des Sturmes hatte hier drinnen merklich nachgelassen. Nur gelegentliche kleine Sandwindhosen fegten umher.
              Von den Priestern war nichts zu sehen.

              Der Führer hatte sich geweigert, mit ihnen den Tempel zu betreten. In offensichtlich panischer Angst hatte er auf die Bezahlung seines Lohnes bestanden. Dann hatte er sich sofort umgedreht und die undurchdringliche Dunkelheit des Sturmes hatte ihn verschluckt.

              Jetzt schlichen sie sich durch den rechts liegenden Säulengang in Richtung Hauptgebäude, jede Deckung nutzend, voran.

              Nachdem die Priester jeden Menschen, den sie auf dem Mars fanden, umbrachten, würden sie sicher nicht erfreut sein, Captain Future und seine Mannschaft in ihrem heiligen Tempel vorzufinden.
              Bisher schienen sie jedoch noch nicht bemerkt worden zu sein.

              Curtis fluchte leise.
              So wie er Joan kannte, war sie hier irgendwo. Wie sollten sie sie nur finden?
              Durch eine unverschlossenen Seitentür gelangten sie schließlich ins Innere des Hauptgebäudes. Sie folgten einem breiten Hauptkorridor, der weiter in das Gebäude führte, als sie plötzlich näherkommende Schritte und einen monotonen Singsang hörten.
              Kurzerhand öffnete Captain Future die nächstgelegene Tür und er und seine beiden Kameraden stürzten in den Raum dahinter.
              Sofort preßte Curtis ein Ohr an die Tür. Die Schritte kamen schnell näher und der Monolog wurde lauter.

              Waren sie entdeckt worden?
              Unwillkürlich hielt er die Luft an und zielte mit seiner Protonenpistole auf die Tür.
              Dann jedoch wurden die Geräusche von außerhalb wieder leiser und verebbten schließlich ganz.

              Plötzlich war ein leiser Schluchzer und ein kleiner Aufschrei hinter ihm zu hören. Er wirbelte mit erhobener, schußbereiter Waffe herum.
              Sie waren nicht alleine!

              „Captain, ach... Captain. Wie kommst du denn hierher?“, aus einer Ecke des kleinen fensterlosen Raumes, war plötzlich Joans Stimme zu vernehmen.

              Curtis kniff die Augen zusammen und versuchte sich an die herrschende Dunkelheit zu gewöhnen.
              Deutlich konnte er nun eine Bewegung in dem dunklen Bündel Kleider erkennen. Schnell stürzte er darauf zu.

              Im aufblitzenden Licht von Othos Taschenlampe konnte er eine sorgfältig gefesselte Frau mit hellen Haaren erkennen, welche ihn mit großen Augen anblickte. Sie war in die bodenlange, schmucklose Kutte der Priester gekleidet und Reste eines rötlichen Make-ups blätterten von ihrem Gesicht. Ganz offensichtlich war Joan enttarnt und gefangen genommen worden.

              Captain Future nahm das Messer, das Grag ihm hilfsbereit reichte und durchschnitt die dicken Fesseln an Füßen und Händen.
              Kaum, daß die junge Frau sich wieder bewegen konnte, stürzte sie sich schluchzend in seine Arme.

              Curtis schluckte und blinzelte heftig, wie immer, wenn Joan die körperliche Distanz zwischen ihnen überwand und ihm zu Nahe kam.
              Er kannte sie nun seit über sechs Jahren und doch konnte er ihr Verhalten ihm gegenüber immer noch nicht richtig einordnen. Sicher, sie nutzte jede Gelegenheit um ihm Nahe zu sein, ihn berühren zu können und er mußte zugeben, das ihm das nicht gerade unangenehm war. Er war schließlich auch nur ein Mann und sie eine junge, sehr attraktive Frau.

              Bei ihrem Abenteuer auf Starfall waren sie sich sehr Nahe gekommen und Joan hatte ihm mehr als deutlich zu verstehen gegeben, daß sie mehr von ihm wollte. Und er mußte zugeben, daß er damals, als sie am Sichtfenster des Gefangenentransporters gestanden hatten und sie sich an ihn schmiegte, damals war er kurz davor gewesen, sie in ihr Quartier zu begleiten.
              Aber dann hatte sie ihn wieder einmal mehr „nur“ Captain genannt. Mit einem wohlgemerkt sehr zärtlichen Unterton, aber sie hatte nicht seinen eigentlichen Vornamen benutzt, obwohl sie ihn kannte. Und das hatte ihn augenblicklich in die Gegenwart zurückgerissen.

              Es war sehr lange her, dass eine Frau seinen Vornamen ausgesprochen hatte und da Joan dies auch dann nicht in den wenigen Momenten tat, wenn sie sich begegneten, ließ ihn verunsichert daran Zweifeln, ob ihr Interesse nicht in erster Linie nur ihm als Captain Future galt.
              Sie hatten in den letzten Jahren durchaus viele Gelegenheiten für private Gespräche gehabt und sie hatte nie nach seiner Familie oder seinem Leben, oder was er machte, wenn er nicht für die Regierung tätig war, gefragt.
              Sosehr er sich auch wünschte die Distanz zwischen ihnen zu überwinden, sosehr fürchtete er sich auch davor.
              Davor, daß Joan sich von ihm enttäuscht abwenden würde, wenn sie sein privates, doch eher langweiliges, Alltagsleben kennenlernen würde und er ihr dann nicht mehr genügen würde, im Vergleich zu dem selbstbewußten, strahlenden Helden den alle in der Öffentlichkeit kannten.

              Der wichtigste Grund, der ihn allerdings davon abhielt endlich einmal eine Aussprache mit Joan zu suchen, war die Tatsache, daß er sie dadurch auch in große Gefahr bringen würde, durch das was und wer er war.
              Die Anzahl seiner Feinde war nicht gerade gering und Joan war trotz einer harten Ausbildung auf der Polizeiakademie, manchmal durchaus nicht in der Lage Gefahren und deren Auswirkungen richtig einzuschätzen.
              Und sie handelte gelegentlich viel zu emotional und impulsiv.
              Er würde durch sie erpressbar werden und diese Gelegenheit durfte er absolut niemandem bieten.

              Nein, auch wenn er sich in seinem tiefsten Inneren nach Zuneigung sehnte, war es vermutlich besser, wenn alles so blieb wie es jetzt war.

              Er seufzte resigniert, weil er nicht wußte, wie er diese Situation mit Joan jemals ändern sollte, hielt sie aber gleichzeitig fest im Griff und streichelte mit der rechten Hand sanft und beruhigend über ihr, von Sand und Schmutz, verfilztes Haar.
              Deutlich konnte er spüren, wie sie sich in seinen Armen entspannte und versuchte sich zur Ruhe zu zwingen.
              Immer noch von Schluchzern unterbrochen, schilderte sie langsam von ihrer Enttarnung und Gefangennahme.

              „... und dann haben sie mich hier eingesperrt, als ich ihnen sagte, daß ich im Auftrag der Erdregierung nach der Ursache ihres Verhaltens forschen sollte. Sie planten die Regierung durch mich zu erpressen, ihnen das Licht der Götter zurückzugeben.“

              „Das Licht der Götter?“ Curtis schob seine Hand unter ihr Kinn und blickte ihr in das von Tränenspuren durchzogene Gesicht.

              „Ich weiß auch nicht genau, was sie damit meinen. Aber es muß sehr wichtig für sie sein. Sie sagen, die Götter der Vorfahren sind erzürnt, weil sie es nicht gut genug bewacht haben und zugelassen haben, daß die Fremden es gestohlen haben. Deshalb haben die Götter auch ihre schützende Hand vom Mars genommen und der Planet würde jetzt untergehen.“
              „Das ist also der Grund für die Morde an den Erdbewohnern. Ihnen wurde ein religiöses Artefakt gestohlen und jetzt geben sie uns die Schuld an der Umweltkatastrophe!
              Ich glaube, wir sollte dringend mit den Priestern reden. Wir können den verschwundenen Gegenstand ja nur versuchen wiederzubeschaffen, wenn wir wissen, was es ist und wie es aussieht.“

              Captain Future löste sich von Joan und erhob sich langsam aus der knienden Position, in der er neben der jungen Frau verharrt hatte.
              ZUKUNFT -
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              • #8
                Zitat von avatax Beitrag anzeigen
                Curtis schluckte und blinzelte heftig, wie immer, wenn Joan die körperliche Distanz zwischen ihnen überwand und ihm zu Nahe kam.
                Er kannte sie nun seit über sechs Jahren und doch konnte er ihr Verhalten ihm gegenüber immer noch nicht richtig einordnen. Sicher, sie nutzte jede Gelegenheit um ihm Nahe zu sein, ihn berühren zu können und er mußte zugeben, das ihm das nicht gerade unangenehm war. Er war schließlich auch nur ein Mann und sie eine junge, sehr attraktive Frau.

                Bei ihrem Abenteuer auf Starfall waren sie sich sehr Nahe gekommen und Joan hatte ihm mehr als deutlich zu verstehen gegeben, daß sie mehr von ihm wollte. Und er mußte zugeben, daß er damals, als sie am Sichtfenster des Gefangenentransporters gestanden hatten und sie sich an ihn schmiegte, damals war er kurz davor gewesen, sie in ihr Quartier zu begleiten.
                Aber dann hatte sie ihn wieder einmal mehr „nur“ Captain genannt. Mit einem wohlgemerkt sehr zärtlichen Unterton, aber sie hatte nicht seinen eigentlichen Vornamen benutzt, obwohl sie ihn kannte. Und das hatte ihn augenblicklich in die Gegenwart zurückgerissen.

                Es war sehr lange her, dass eine Frau seinen Vornamen ausgesprochen hatte und da Joan dies auch dann nicht in den wenigen Momenten tat, wenn sie sich begegneten, ließ ihn verunsichert daran Zweifeln, ob ihr Interesse nicht in erster Linie nur ihm als Captain Future galt.
                Sie hatten in den letzten Jahren durchaus viele Gelegenheiten für private Gespräche gehabt und sie hatte nie nach seiner Familie oder seinem Leben, oder was er machte, wenn er nicht für die Regierung tätig war, gefragt.
                Sosehr er sich auch wünschte die Distanz zwischen ihnen zu überwinden, sosehr fürchtete er sich auch davor.
                Davor, daß Joan sich von ihm enttäuscht abwenden würde, wenn sie sein privates, doch eher langweiliges, Alltagsleben kennenlernen würde und er ihr dann nicht mehr genügen würde, im Vergleich zu dem selbstbewußten, strahlenden Helden den alle in der Öffentlichkeit kannten.

                Der wichtigste Grund, der ihn allerdings davon abhielt endlich einmal eine Aussprache mit Joan zu suchen, war die Tatsache, daß er sie dadurch auch in große Gefahr bringen würde, durch das was und wer er war.
                Die Anzahl seiner Feinde war nicht gerade gering und Joan war trotz einer harten Ausbildung auf der Polizeiakademie, manchmal durchaus nicht in der Lage Gefahren und deren Auswirkungen richtig einzuschätzen.
                Und sie handelte gelegentlich viel zu emotional und impulsiv.
                Er würde durch sie erpressbar werden und diese Gelegenheit durfte er absolut niemandem bieten.

                Nein, auch wenn er sich in seinem tiefsten Inneren nach Zuneigung sehnte, war es vermutlich besser, wenn alles so blieb wie es jetzt war.

                Er seufzte resigniert, weil er nicht wußte, wie er diese Situation mit Joan jemals ändern sollte, hielt sie aber gleichzeitig fest im Griff und streichelte mit der rechten Hand sanft und beruhigend über ihr, von Sand und Schmutz, verfilztes Haar.
                Ich muss gestehen, hier ist das emotionale Dilemma in dem CF sich befindet außergewöhnlich anrührend und analytisch zugleich beschrieben! Seufz!

                Avatax, das hast Du sehr schön für uns geschrieben, Danke!
                "Allerdings - wer Geschichten mag, die die Figuren definitiv als "out of character" beschreiben (also extrem abweichend von Edmond Hamiltons Vorlage), möge sich bitte woanders umschauen." - Genau, nämlich hier und was noch nicht ist, kann ja noch werden!

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                • #9
                  Ja wirklich sehr sehr schön beschrieben
                  Du hast wirklich einen tollen Schreibstil.

                  Apropos das nennen des Namens des Captains in der Anime - also seinen Vornamen. Die Franzosen tun das. Es gibt eine Szene bei der Starfall-Geschichte in der ja alle Futureleute, Joan, Ezra und so weiter im Knast sitzen, wärend die Sträflinge gerade dabei sind Mist zu bauen.
                  Kim Ivan lässt Future durch Grabo und einen weiteren Typen aus der Zelle holen, damit er ihnen aus der Klemme hilft. Joan streckt in dem Moment als sie mit ihm den Gefangenentrakt verlassen die Hand durch die Gitterstäbe raus und ruft in der deutschen Anime 2x verzweifelt "Captain!" (weil sie ja nicht weiß, was die Chaoten mit ihrem Liebsten anstellen wollen). Bei den Franzosen ruft sie "Curtis!"
                  Interessant wie ich finde, die persönliche Distanz ist damit viel geringer gehalten
                  Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination

                  Ein Holodeck ist klasse! Man kann überall hin, obwohl man gar nicht weg muss :)

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                  • #10
                    Vielen Dank für die Lorbeeren *rotwerd*

                    Mich hat schon als Kind dieses unterwürfig, gehauchte "Captain" gestört. Ich dachte mir immer "aus den beiden wird doch nie was". Also laßt euch überraschen...


                    3. Suche nach den Dieben


                    Sein Vorhaben gestaltete sich aber dann doch nicht so einfach, wie geplant. Kaum daß sie den großen Gebetsraum im Zentrum der Tempelanlage betreten hatten, strömten von allen Seiten bewaffnete Priester auf sie ein und eröffneten sofort das Feuer.
                    Die Future-Mannschaft ging schnell in Deckung, wobei die hüfthohen, im Raum verteilten, Gebetsbänke eigentlich gar keine Deckung boten.

                    Captain Future hob demonstrative beide Hände in die Höhe und versuchte mit lauter Stimme das erboste Geschrei der Angreifer zu übertönen.
                    „Halt, warten sie! Wir sind hier um ihnen zu helfen! Ich bin Captain Future, ich will ihnen helfen das Licht der Götter zurückzubekommen.“
                    Dann mußte er sich wieder in die unzureichende Deckung begeben, als ihn ein Schuß fast am Kopf streifte.

                    „Haltet ein!“ Der Oberpriester, deutlich an seiner weißen Kutte, alle anderen trugen braun, zu erkennen, brachte mit lauter Stimme und einer hoheitsvollen Geste seines Zeremonienstabes Ruhe in das Chaos.
                    „Woher sollen wir wissen, daß sie der sind, als der sie sich ausgeben? Immerhin waren es auch Erdmenschen, die uns das Licht der Götter, den Kristall des Lebens gestohlen haben.“

                    Captain Future erhob sich mit geöffneten Händen aus der Deckung, setzte sein freundlichstes, gewinnenstes Lächeln auf und deutete auf seine markante Uhr am linken Handgelenk.
                    „Ich kann ihnen nur mein Wort geben, daß ich alles tun werde, um ihnen zu helfen, damit dieses unseelige Morden an Unschuldigen aufhört.“

                    Der Oberpriester erblickte die einzigartige Planetenuhr und entspannte sich sichtlich.
                    „Ja, wir haben davon gehört, was in den Hauptstädten geschieht. Da handeln einige Untersektionen unseres Glaubensordens sehr eigenmächtig. Wir haben nur den Diebstahl unseres heiligsten Gegenstandes bekanntgegeben und verkündet, daß wir die Systemregierung zwingen wollen, ihn zurückzugeben. Morde an Unschuldigen waren nicht unsere Absicht, denn wir wissen sehr gut wer die Diebe waren und daß die, die entkommen sind, sich schon lange nicht mehr auf dem Mars befinden.“

                    Der Hohepriester, der sich Captain Future als Sin Uhrl vorstellte, machte eine einladende Geste, weiter zusammen mit ihm in das Heiligste einzutreten. Den umstehenden Priestern nickte er zu und bat sie wieder an ihre unterbrochenen Tätigkeiten und Gebete zurückzukehren.
                    ZUKUNFT -
                    das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.
                    Mein VT: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...ndenz-steigend
                    Captain Future Stammtisch: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...´s-cf-spelunke

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                    • #11
                      Tja, mich täte ja schon interessieren, wer sich das Licht am Ende unter den Nagel gerissen hat. Irgendwie glaube ich nicht, dass die Piraten am Anfang das Ding behalten wollen. Solche Chaoten verhökern ihre Beute wohl eher gerne oder arbeiten im Auftrag für irgendjemand (sofern man sie so einfach beauftragen kann, denn wie wir wissen, stehen sie ja nicht Branchenbuch ).
                      Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination

                      Ein Holodeck ist klasse! Man kann überall hin, obwohl man gar nicht weg muss :)

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                      • #12
                        Nö, steht ja auch ganz am Anfang.

                        Der Antiquitätenhändler Kenneth Spano hat quasi ein "Kopfgeld" auf den Kristall ausgesetzt.
                        ZUKUNFT -
                        das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.
                        Mein VT: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...ndenz-steigend
                        Captain Future Stammtisch: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...´s-cf-spelunke

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                        • #13
                          Ups.... stimmt. Den hatte ich nicht wirklich auf dem Schirm. Na diese Antiquitätenhändler mal wieder. Furchtbare Leute. Und der wird den Schatz wohlmöglich weiterverhökern. Da sieht man mal wieder wer DA alles mitverdient! Der Typ, der das Versteck verriet (okay... der hatte nicht viel davon), die Piratenbande (wird ja wohl kaum umsonst arbeiten), dann der Antiquitätenhändler, der Auktionator - den klar, SOWAS geht nur übers Höchstgebot raus - UND DER ENDkUNDE zahlt DAS ALLES MIT. Jetzt weiß man auch, warum manche Sachen so furchtbar teuer sind.
                          Leute, geht mehr auf Flohmärkte, Haushaltsauflösungen und Gebrachtwarengeschäfte Is billiger

                          Ach ja @ Mr. Walkers, der sich jetzt auf ein ruhiges Leben freut: Er möge sich mal einen andere Identität beschaffen, denn wenn herauskommt, dass er da drin mit verwickelt war, hat er irgendwann mal einen rothaarigen Gesellen auf der Pelle... dann war es das mit der Ruhe
                          Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination

                          Ein Holodeck ist klasse! Man kann überall hin, obwohl man gar nicht weg muss :)

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                          • #14
                            Zitat von Twister-Sister Beitrag anzeigen
                            denn wenn herauskommt, dass er da drin mit verwickelt war, hat er irgendwann mal einen rothaarigen Gesellen auf der Pelle... dann war es das mit der Ruhe
                            Nur die Ruhe, bin ja schon dabei...

                            ***

                            Stirnrunzelnd betrachtete Captain Future den runden, etwa sechs Meter durchmessenden Raum, mit der kuppelförmigen Decke, in den sie nun geführt wurden. In der Mitte des Raumes befand sich ein brusthoher Steinsockel mit einer kleinen sechseckigen Vertiefung. Ansonsten war der Raum völlig schmucklos und leer.

                            „Hier, auf diesem Sockel ruhte der Kristall des Lebens, bevor er uns gestohlen wurde. Dem äußeren Anschein nach, unbedeutend, ein zwanzig Zentimeter großer violetter prismaförmiger Kristall, der in diese Halterung eingefügt war“, dabei deutete Sin Uhrl auf die Vertiefung im Sockel.
                            „Aber für uns und alle Bewohner des Mars ist er extrem wertvoll. Viele unserer Glaubensbrüder haben ihn mit ihrem Leben verteidigt, leider umsonst.
                            Aber es gelang uns zwei von den Dieben zu töten. Wir haben ihre verwesenden Körper dem Gesetz der Wüste überlassen, aber vielleicht helfen ihnen ja die Fotos der Männer und ihre Kleidungstücke, die wir aufbewahrt haben, sie zu identifizieren.
                            Wir wollten diese Dinge zusammen mit der jungen Frau, die wir gefangen hatten, zur Erde schicken, sobald wir ein Transportschiff gefunden hätten."

                            „Ich fürchte, ich verstehe nicht ganz, was der Glaube an ihre Götter und der Diebstahl des Kristalls mit der Vernichtung der Lebensbedingungen auf dem Mars zu tun hat?“ Captain Future hatte die ganze Zeit auf den leeren Sockel gestarrt und wandte sich nun wieder Sin Uhrl zu.

                            Dieser blickte sich nun besorgt um, fast so als wollte er vermeiden, daß jemand seine folgenden Worte hören könnte. Aber er war mit der Future-Mannschaft allein im Raum, den anderen Ordensmitgliedern war es offensichtlich verboten das Heiligste zu betreten. Zwei Wächter waren in kniender Stellung an der Türschwelle zurückgeblieben.
                            „Dieses Wissen wird nur von einem Hohepriester an den Nächsten weitergegeben“, fuhr er in leisem Flüsterton fort, so daß nur Captain Future ihn verstehen konnte.
                            „Dieser Kristall ist ein Erbe unserer Vorfahren. Vor vielen Jahrtausenden besuchten Fremde, von außerhalb des Sonnensystems, unsere Welt. Einige von ihnen ließen sich hier nieder. Sie hatten das technologische Wissen, die Umweltbedingungen des Mars zu beeinflussen, zu stabilisieren. Wir, die Nachfahren, wissen heute nicht mehr wie das funktioniert, aber dieser Kristall ist ein wichtiger Bestandteil dieses Kontrollsystems. Sie sehen ja selbst, was mit dem Mars passiert, wenn der Kristall nicht an seinem Platz ist.“ Sin Uhrl machte eine weitaushohlende Geste.

                            Curtis riß überrascht die Augen auf.
                            „Sie meinen das Volk vom Planeten Deneb?“

                            Sin Uhrl nickte. „Ja, das ist der Name, der mir von meinem Vorgänger überliefert wurde. Woher wissen sie denn davon? Das ist das heiligste Geheimnis des alten Ordens.“

                            Captain Future schüttelte den Kopf. „Das Wissen um dieses Volk ist nur wenigen bekannt. Sie waren auf allen Planeten dieses Systems. Genaugenommen sind sie die Vorfahren von ALLEN Menschen die hier existieren.“

                            „Dann sind die Menschen auf allen neun Planeten ihre Nachfahren und nicht nur die Marsianer?“ Sin Uhrl zögerte kurz, ergriff Captain Futures Hand und lächelte ihn an.
                            „Nun, wenn das so ist, Bruder, dann bitte tu alles, damit der Kristall wieder an seinen Platz kommt und der Mars weiterexistieren kann.“

                            Captain Future war überrascht von dieser vertraulichen Geste. „Ja, Sin Uhrl, das verspreche ich ihnen.“

                            ***

                            Die Bilder der toten Diebe hingegen waren eine Enttäuschung. Keiner von ihnen kam ihnen bekannt vor.
                            Vielleicht würde sich ja ein Ergebnis zeigen, wenn sie sie mit der Datenbank der Raumpolizei abglichen. Joan hingegen identifizierte ein aufgenähtes Symbol an einer der Jacken der Toten.
                            „Ich habe das schon irgendwo einmal gesehen. Ist noch gar nicht so lange her, mir fällt es nur im Moment nicht ein.“
                            „Ganz ruhig, Joan. Wir fliegen jetzt erst einmal nach Syrtis zurück und lassen die Bilder im dortigen Polizeihauptquartier prüfen. Ruh dich erst einmal aus, vielleicht kommt die Erinnerung dann ganz von alleine wieder.“
                            Captain Future tätschelte ihr unbeholfen die Schulter, griff nach der Jacke in ihrer Hand und führte sie zum Ausgang des Raumes.

                            Sin Uhrl ließ es sich nicht nehmen, die Future-Mannschaft in Begleitung einiger Ordensbrüder, persönlich durch den heftigen Sandsturm zur COMET zurückzubegleiten.
                            Zuletzt geändert von avatax; 07.09.2014, 08:23.
                            ZUKUNFT -
                            das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.
                            Mein VT: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...ndenz-steigend
                            Captain Future Stammtisch: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...´s-cf-spelunke

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                            • #15
                              Die sind hoffentlich nicht durch einen Sandsturm gelaufen? Das ist ziemlich unangenehm. Man sieht nix, man bekommt ein Gratis-Peeling und hinterher kann man ohne Ende auf der Comet Staubsaugen. Die Klamotten waschen... duschen... *g*.
                              Frag mal die Piratenbande, die davor durchgelatschts ist - die putzen und fluchen immer noch Und die die vorhin das Picknick veranstalten wollten - ist ja klar, hat man SOWAS vor wird man GARANTIERT IMMER vom schlechten Wetter überrascht. Das scheint eines der ungeschriebenen Gesetze des Universums zu sein. Ist wie beim Zelten! Nimmt man es sich vor und hat auch alles aufgebaut - Zack! - ändert sich das Wetter und es regnet. Ich habe früher immer drüber gelacht, wenn mir die begeisterten Camping-Leute das erzählten. Dachte immer, die übertreiben - bis ich selber auch mal zelten ging. Tja, was soll ich sagen... wir hatten jedesmal Regen
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