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Captain Future - Tombaugh Trail: Über Kimme und Quorn

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  • Captain Future - Tombaugh Trail: Über Kimme und Quorn

    Kapitel 1:
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ID: 4291694

    Stehen Sie jetzt mal auf vor Ihrem Monitor. Jetzt gleich.
    Heben Sie die Hände auf die Höhe Ihres Bauchnabels. Machen Sie eine Merkelraute. Und jetzt rufen Sie laut und deutlich: »Ruhm und Ehre dem großen Ul Quorn.« Aber nicht schummeln! Vergessen Sie nicht: Sie haben MS-Fensterl und darum kann ich Sie sehen.
    N'Rala hat Ihnen sicher vom geheimsten meiner geheimen Stützpunkte erzählt: der Almhütte, die den Masterserver beherbergt, mit dem ich jeden abhören kann, der MS-Fensterl benutzt – oder alle zugleich. Auch Sie. Und bei MS-Fensterl 10 können Sie die Updatefunktion nicht mehr abschalten. Also kann ich Ihnen von meinem Domizil aus jederzeit einen Virus installieren. Wenn Sie mir einen Grund dafür geben.
    Vielen Dank. Sie dürfen sich setzen.
    Verstehen Sie mich nicht falsch: Es geht mir nicht darum, Sie zu triezen. Aber Ehre, wem Ehre gebührt, sage ich immer. Und mir steht dieser Gruß zu, seit ich für die Rettung der Erde mit einem lunaren Denkmal geehrt sowie zum Ehrenbürger der Gemeinde Tuntenhausen ernannt wurde als Dank für meine aktive Förderung des Bayerntums im Solaren System. (Sie wollten mich zum Ehrenbürger von München ernennen, aber da schoss eine von Marschall Gurney unterstützte Bürgerinitiative quer, die mit einigen Erfolgsaussichten beantragte, die Landeshauptstadt zuvor in Arschbackl umzubenennen.)
    Was besagtes Denkmal angeht, so hielt ich mich in meinem Komödienstadel auf, um die Spur unserer geliebten N'Rala zu verfolgen. Egal, wo im Sonnensystem sie sich herumtrieb: Irgendwo in ihrer Nähe würde es jemanden geben, der ein MS-Fensterl-Implantat trug. Seine Daten mussten dann auch in meinem Vorratsdatenspeicher zugriffsbereit enthalten sein. Damit würde ich sie im Nu aufspüren können, es sei denn, sie hatte die Heliopause überquert und war wieder mit Fastlichtgeschwindigkeit unterwegs, bis Gras über die Sache gewachsen war. Außerdem hatten Curt und ich ein Update entwickelt, mit dem wir jeden MS-Fensterl-User in ihrer weiteren Umgebung dazu veranlassen konnten, sie unschädlich zu machen, sobald sie ihrer ansichtig wurden.
    Bezüglich des Denkmals waren Herrn Newtons Anstandswauwau und ich allerdings ganz unterschiedlicher Meinung.
    »Dottore, zufällig einen Adler drauf fallen zu lassen läuft auf das Gleiche hinaus, wie es wegzusprengen. Der Pinseläffchenzoo zu seinen Füßen würde entschieden in Mitleidenschaft gezogen und Grünfried e. V. hängt Ihnen eine Klage wegen Speziozids an.«
    »Wegen was?« Begriffsstutzig öffnete ich die Minibar und holte einen Bananenmilchshake heraus. Manche Gewohnheiten legt man offenbar nicht mehr ab, wenn man einmal der Megarastrahlung zum Opfer gefallen ist.
    Der kurzhaarige Möchtegernwerwolf schaute giftig unter der Ofenbank hervor. »Wegen Artenmords, mein Gott! Mit der Verordnung 385/27-SolU wurde er strafrechtlich dem Völkermord gleichgestellt. Wahrscheinlich haben Sie das nicht mitbekommen, weil das in der Zeit war, in der sie sich nahe der Lichtgeschwindigkeit herumtrieben, um nicht gefasst zu werden.«
    »Ich muss nicht alle Gesetze kennen, die ich übertrete.« Murrend stieß ich den Strohhalm durch den Plastikdeckel. »Und ich bin auch bereits für Schlimmeres verurteilt worden. Auf den Kerberos zurück wird mich das schon nicht bringen.«
    »Strafrechtliche Verurteilung würde Sie allerdings nach Verordnung 388/12-SolU um ihr Patentrecht bringen, Dottore«, gab der Futuredog zu bedenken. (Dass Curt mich im Auge behalten ließ, zeigte mir, wie wenig er mir trotz unseres derzeitigen Zweckbündnisses traute. Ganz meinerseits, Herr Kapitän: Auch ich hatte meine Anstandsdame bei ihm, nämlich Herrn Audis halbwaises Töchterchen. Bei diesem Tausch der Aufpasser war ich entschieden besser weggekommen: Jedenfalls quasselte meiner nicht dauernd Lateinisch.) »Dann wird Ihr Verfahren zur Tachymüllwiederaufbereitung gemeinfrei und der MMM-Konzern kann es verwerten, ohne Ihnen Tantiemen zahlen zu müssen. Außerdem werden Sie aus dessen Aufsichtsrat suspendiert.«
    Erschüttert ließ ich mich auf den digitalisierten Thronsessel fallen. »Haben Sie jetzt einen Volkshochschulkurs 'Einführung in das Recht' belegt?«
    »Ich nicht, aber die kleine Audita ist da sehr ambitioniert. Und genau dieselbe Diskussion habe ich erst vor kurzem in der Tychobasis gehört.«
    »Vorsicht vor Schülerinnen eines humanistischen Gymnasiums.« Ich nahm mir, den Lehrplan von Tripel-G7 ein bisschen zu überarbeiten. »Wirtschaftskriminalität ist mir zuwider: All diese undurchsichtigen Verpflichtungen und Verflechtungen!«
    »Immerhin ist die Victor-Corvo-Stiftung ...«
    »… N'Ralas Hobby, weiter nichts. Ich habe ihr nur den guten Namen geliehen. Um wie viel unkomplizierter ist das Leben als Eroberer! Man macht einfach drauflos und unterwirft und versklavt und muss sich keine Gedanken darüber machen, wie man die Früchte seines hart arbeitenden Verstandes justizverträglich erntet.«
    »He, für mich ist das auch eine neue Erfahrung, Dottore. Bisher waren Sie aus Sicht meines Chefs immer nur als Biomasse für die Sonnenkorona oder Ihre eigene Pathologische Abteilung in Frage gekommen ...«
    Ich fragte mich, wie weit sich wohl sein Kunstfell spreizen mochte, wenn ich ihm aus dem Flatterärmel heraus 120 V in die Nasenlöcher schoss. Aber mit der Radiumpunkbatterie im Turban habe ich nach meiner Flucht vom Kerberos schon seinen Captain geärgert und ein guter Magier bedient sich keiner alten Tricks. Darum schlürfte ich nur nachdenklich an meinem Strohhalm. »Das muss ich mir von einem Gummihund nicht sagen lassen.«
    »Öha.« Rasch sprang Otho auf die Ofenbank und nahm seine bevorzugte Gestalt an, die des Grottenolms in Menschengestalt mit den zwei Brustriemen und ohne Hosen. Was er allerdings zwischen seinen Beinen fabrizierte, veranlasste mich zu einem indignierten Räuspern. Nicht, dass ich mich in dieser Hinsicht im Nachteil fühlte – als Marsmagier hatte ich mich eines hinreichenden Satellitensystems aus Assistentinnen, Artistinnen und allerlei Groupies erfreut, N'Rala rechnete sich gar allen drei Kategorien zu -, aber es waren die schieren Ausmaße, die mir den Atem raubten.
    »Übertreiben sie mal nicht, Püppchen. Dafür haben Sie doch sowieso keine Verwendung.«
    »Doch, hab ich!«
    »Nicht in dem Sinne, dass Ihnen kleine Othos daraus erwachsen würden. Könnten Sie sich jetzt also bitte ein bisschen zurücknehmen?«
    »Och, männo.«
    Ich setzte den Milchshake ab und griff mir den maßgefertigten Kopfhörer von der Rückenlehne des Holzthrons. Warum maßgefertigt, fragen Sie? Wir Turbanträger haben mit Modellen von der Stange unser Problem: Sie verknautschen die Anordnung. Darum habe ich mir eine Spezialausgabe gebaut, die ich als Diadem auf der Stirn tragen kann. Die sieben Rubine darin sind wirklich nur eine spielerische Zutat. Dann nahm ich die vorgeschriebene Haltung ein und sprach mit angemessener Gravitas – immerhin enthielt sie meinen eigenen Namen – die Phrase, an der der Masterserver meine Zugriffsberechtigung erkannte. Und ich bekam sie ohne Stocken hin, obwohl ich die ganze Zeit das im Lotossitz auf der Ofenbank hockende Pinseläffchen vor Augen hatte, das die Raute machte und mit griesgrämigen Hängebacken mein Passwort mitsprach. Schließlich nannte ich die Suchbegriffe und grenzte den Zeitraum ein. Es konnte sich nur noch um Minuten handeln, bis das alte Schwarzherz sozusagen ohne Kleider vor mir stand. Geduldig schloss ich die Augen und entspannte mich.
    »Dottore, Sie beide sollten doch auch einmal bedenken, dass Menschen sich ändern können«, fand das Pinseläffchen. »N'Rala ist nicht mehr die Frau, als die mein Chef und Sie sie kannten. Sie ist sich jetzt bewusst, dass auch ihr Leben einen Wert hat, und bemüht sich, sich dieser Wertschätzung würdig zu erweisen. Sie verdient das nicht, was Sie ihr antun wollen.«
    »Ihr Boss ist da anderer Meinung. N'Ralas Wertschätzung haben wir schließlich jeden Tag vor Augen, sobald wir aus dem Fenster blicken«, schnaubte ich. »Darum werden wir dafür sorgen, dass ihr Bewusstsein von Grund auf ausradiert wird. Ich will, dass sie von selbst zurückkommt und vor uns im Staube kriecht!«
    »Gefiele sie Ihnen so denn besser?«
    Ich öffnete die Augen und fand eine exakte Kopie N'Ralas vor, die in einem ausnehmend reizend geschnittenen Sklavenkostüm steckte, komplett mit Halsring. Was für ein Stilbruch! So hatte ich das Original nie bekleidet gesehen, und wenn ich es vorgeschlagen hätte, hätte ich mir eine Fortgeschrittenenlektion in How-Tsu eingehandelt. Außerdem heftete sie gerade mit einer Reißzwecke den Captain-Future-Fankalender '16 an meine Ausgangstür. Anscheinend hatte Herr Kapitän auf seinem Babyurlaub allzu viel Zeit für digitale Selbstportraits mit oder ohne Joan, N'Rala und/oder Kat gehabt, denn diesmal hatte er einen Wochenkalender zu 53 Blatt drucken lassen.
    Der Server pingte, und ein Hologrammtext schwirrte um uns herum. Das Resultat überzeugte mich mal wieder, dass die Entwicklung des Fensterl-Betriebssystems einige Zeit Kerberos wert gewesen war. »Da haben wir sie ja! Ein Ausrichter hat sie erst vorgestern gesehen. Beim Olympus Mons, ist sie jetzt so dreist oder so dämlich? Nicht einmal eine falsche Identität hat sie sich zugelegt, sondern mit ihrem Klarnamen auf der Starterliste des Tombaugh Trails eingetragen.«
    Otho-N'Rala drehte sich um und betrachtete kichernd die eingeblendete Kennzeichnung. »Im Separatistengebiet! Was braucht sie dort auch eine Tarnung, da kommen Sie doch sowieso nicht an sie heran, Dottore. Ich schätze, dass das einfach ihre Art ist, zu sagen: Fang mich doch, du Eierloch.«
    »Auf wessen Seite stehen Sie eigentlich, Sie Knetfigur?« Wie hielt Captain Future das aus? In meinem Zirkus war es Teil des Arbeitsvertrags gewesen, dass ich mit »Meister« angesprochen und entsprechend behandelt wurde. Ich hätte sie längst zur Rechenschaft gezogen, wenn N'Rala so mit mir … halt, genau genommen hatte sie das. »Hm, das könnte tatsächlich zum Problem werden. Sie hat eine Wachflotte bei sich, die sich sehen lassen kann. Unregistrierte Schiffe. Ohne Transponderkennungen. Woher hat N'Rala die denn genommen? «
    »Die Neobayern?« Otho nahm seine Ausgangsgestalt wieder an, versah sich diesmal jedoch diskret mit einer Krachledernen.
    »Das sind mehr Fahrzeuge dort draußen, als die Söhne der Zwei Monde jemals gehabt haben, selbst, bevor Ihr Freund Ezra sie dezimierte. An die Dreitausend stehen laut dem Hirn dieses Wettkampfausrichters in der Nähe. Begeisterte Zuschauer des Tombaugh Trails sind das sicher nicht. Warum hört man denn nichts davon auf den Nachrichtensendern des inneren Sonnensystems?«
    Ich gab eine Reihe von Suchbegriffen ein, die allesamt im Sande verliefen. »Das gibt es doch nicht. Kein einziger MS-Fensterl-User an Bord dieser Flotte! Sabotage! Alles iDioten dort draußen, die ganze Armada muss von Äppelwoi subventioniert worden sein … Oh, verdammt!«
    Ich sprang aus dem Thronsessel und riss mir die Hörer vom Kopf. »Otho, Sie machen sich besser auf den Weg zu Ihrem Chef. Es wird nur eine Sache von Stunden sein, bis Ihr Freund seinen Erdring in die Polachse kippt.«
    Der Gummimensch stand hastig auf. Er sah offensichtlich ein, dass es mir ernst war. »Was ist denn jetzt passiert?«
    »Das weiß ich nicht.« Ich runzelte die Stirn und kniff beunruhigt die Augen zusammen. »Aber in der Nähe des Plutos hat sich gerade die größte Tachyonendetonation in der Geschichte des Sonnensystems abgespielt. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich vermutet, dass Ihr Mond soeben in den Kuipergürtel geschossen worden sei.«

    Fortsetzung folgt
    Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

  • #2
    Zu geil
    Äppelwoi? Erbarmen - zu spät - die Hessen kommen
    Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination

    Ein Holodeck ist klasse! Man kann überall hin, obwohl man gar nicht weg muss :)

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    • #3
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      Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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      • #4
        Kapitel 2

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ID: 4275381

        Sportanlagen werden im ganzen Sonnensystem gebaut. Niemand geht dabei aber so konsequent vor wie die Plutonier. Die haben zunächst einen Teil ihrer Oberflächenkruste weggesprengt und sich daraus die vier kleineren Monde gebastelt, von Styx bis Kerberos. Das resultierende Loch wurde geflutet und abgekühlt. Es blieb eine so ebene wie kraterlose umwallte Eisfläche: Tombaugh Regio, die größte Hundeschlittenarena im bekannten Universum.
        Sportfanatiker haben schon manches Laserschwertduell über die Frage ausgetragen, welche Veranstaltung eigentlich mörderischer ist: die Rallye Paris-Dakar oder der Tombaugh Trail von Outersolar Anchorage nach Staroplutonsk. Warum ich trotzdem an dem Letzteren teilnehmen wollte? Ich musste einfach. Weil es nur noch Schlittenfahrern möglich ist, legal in den Plutoorbit einzureisen.
        Genau deshalb ist das für mich der sicherste Platz im Sonnensystem geworden. Natürlich blieb es vorstellbar, dass auch ein verkleideter Captain Future, ein verwandelter Otho oder ein blitzeschleudernder Ul Quorn sich unerkannt in die Starterliste einschlich. Darum war ich während der Trainingsfahrten mit meinem Vierergespann auf der Hut und beobachtete sorgfältig, wer sich sonst noch alles auf dem Trail herumtrieb.
        Kurz nach Sonnenuntergang hatte ich mein Nachtlager auf einer Eisscholle der Sputnik Planum aufgeschlagen und verfolgte mit dem Fernglas abwechselnd die wirbelnden Kleinmonde, die blitzenden Abwehrsatelliten und die Sterne. Da bemerkte ich ein kometenartiges Objekt, das zu langsam für eine Sternschnuppe war und parallel zur ausgesteckten Rennstrecke über den Himmel zog. Im Binokular entpuppte es sich als Rennschlitten ohne Positionslichter, der durch die dünnen Lüfte gezogen wurde statt über das Eis, und sein Zuggespann lief auf den Gasen, als bewege es sich auf festem Boden. Ich legte den Psifilter ein und verfolgte ihn im Binokular, bis er in den Plutoschatten eintauchte und damit aus meiner Sicht verschwand. Dann griff ich zum Funkgerät.
        »Rennleitung von Startnummer 246, Schlittenführerin N'Rala. Ich möchte Protest einlegen gegen Startnummer 2512, Schlittenführer Kindle.«
        Gut organisiert waren die Plutonier ja: »Hier Rennleitung. Begründen Sie Ihren Protest, 246.«
        »Ich lagere derzeit bei Kilometer 38. Kindle hat mich gerade mit seinem ganzen Gespann überflogen. Darf der das?«
        »Das ist kein Regelverstoß, 246. Die Wahl der Zugtiere und damit dem Medium, durch das sich der Schlitten bewegt, ist dem Führer freigestellt. Sie selbst haben laut meiner Datenbank Barsoomlöwen vorgespannt.«
        »Sie nennen sich Banthen. Und laufen wenigstens von alleine ...« Ich grinste voller Vorfreude und lehnte mich genüsslich vor dem Eingang meines Druckzelts zurück. »Rennleitung, Sie sollten vielleicht eine Dopingkontrolle anberaumen. Chris Kindle ist ein starker Telekinet: Seine Rentiere können ohne ihn eigentlich überhaupt nicht fliegen.«
        »Ja, hol mich doch der Weihnachtsmann!«, explodierte der Typ von der Rennleitung. Da er vergaß, sein Mikro auszuschalten, bekam ich einiges Geschnatter auf Plutonisch mit, bevor er sich wieder meldete: »Ich gebe Ihr Protestgesuch an die Jury weiter, 246.«
        »Damit machen Sie mir ein ausgesprochenes Festtagsgeschenk. 246 Ende.« Mit einem Fingerschnippen schaltete ich das Funkgerät aus. Und hatte schon mal einen Konkurrenten weniger. Selber schuld, Chris: Wenn hier einer bescheißt, dann bin das nämlich ich!
        Allerdings hatte ich mir fest vorgenommen, den Tombaugh Trail ohne Schummeleien zurückzulegen. Es war mir neuerdings ein gewisses Bedürfnis, mir zu beweisen, dass ich mein Leben verdiene, und der alte Grag hatte viel damit zu tun. Von anderen erwartete ich da dasselbe Entgegenkommen.
        Ich beobachtete noch eine Weile die Satelliten, die erheblich zugenommen zu haben schienen: Ein wahres Schneegestöber aus Lichtpunkten breitete sich aus einem Apex heraus aus, der ungefähr 120 Grad zur Plutobahn stand. Heute bedauere ich, dass ich an diesem Abend nicht Radio gehört hatte, sonst wäre mir viel früher klar geworden, warum die Behörden des Plutos darauf so aufgescheucht reagierten. So aber fütterte ich noch die Banthen mit dem obligatorischen Betthupferl, legte mich arglos in meinem Druckzelt schlafen und erwachte erst, als das Grollen der sechsbeinigen Löwinnen bedrohliche Ausmaße angenommen hatte.
        Beunruhigt lugte ich durch die Schleuse des Zelts und stellte fest, dass ich nicht mehr alleine auf Sputnik Planum weilte. Ein hübsches schnelles Kleinraumschiff, etwa so groß wie das Beiboot der seligen COMET, war da abseits gelandet; und es gehörte einer Baureihe an, die ich nicht kannte. Wie ein Autoreifen aus Blech sah es aus, sein noch nachglühender Antrieb schien sich in der Mitte dieses Torus zu befinden. Der offenbar einzige Insasse war ausgestiegen und stand schon vor meinem Zelt. Kein Wunder, dass die Banthen verrückt wurden: Der Pelzbesatz und der weiße Bommel auf dem Scheitel tarnten oder verschönerten die gummibootrote Burka keineswegs.
        »Hallo, Joan«, seufzte ich. »Hat Sankt Ezra dich persönlich geschickt oder will dein Mondkalb mir zum Jahreswechsel einen neuen Kalender verehren?«
        Aus der Burka klang eine Männerstimme: »Vi ne tu?«
        Solche Fragen pflege ich in letzter Zeit mit dem Neuronenschocker zu beantworten.
        Nennen Sie mich übervorsichtig, meinetwegen auch hysterisch: Man hat ja seine Erfahrung mit Freaks, die sich unter wer weiß welchen Vorwänden einschleichen wollen. Als der Kerl flach lag, fesselte ich ihn an den Zaun des Banthengeheges, zog ihm die Haube vom Kopf und sah ihn mir näher an. Da er sich auch nach dem dritten Neuronenschock nicht in Otho verwandeln wollte, nahm ich zur Kenntnis, dass er offenbar wirklich so aussah, wie er mir erschien. Nachdenklich versuchte ich, ihn einer der mir bekannten Ethnien zuzuordnen. Ganz jung war er nicht mehr. Die Rübennase sprach für einen Marsianer, das kräftige dunkle Haar und die edlen Züge deuteten allerdings eher auf einen Venusier hin. Ein Mischling wie Ul Quorn? Ich konnte allerdings auch keine MS-Fensterl-Schnittstelle an ihm entdecken.
        Ich hockte mich auf den Rennschlitten und gestattete dem - im übrigen ziemlich gut aussehenden - Herrn, sich von seinem Brummschädel zu erholen. Als er mich verstört anblinzelte, wedelte ich verheißungsvoll mit dem Neuronenschocker. »Schönen guten Morgen auch! Das sieht Pinsel-Uli wieder ähnlich, Leute ohne gültige Starterlaubnis auf den Tombaugh Trail zu schicken. Woher hat er denn den flotten Flitzer dort? Ein Erdring im Ein-Mann-Format?« Ich wies zu seinem Fahrzeug, das ein nettes Löchlein in Sputnik Planum geschmolzen hatte und langsam darin festfror.
        Der Typ machte keine Anstalten, zu fliehen oder sich auch nur zu beschweren, im Gegenteil: Er betastete sein Gesicht, erbleichte, grapschte nach der Haube, die auf dem Gehegezaun hing, und zog sie sich rasch über den Kopf. »May! Vi ne tu?«
        War wohl ein Verstoß gegen die Vorschriften, sich vor mir oben ohne zu zeigen. Auch das sprach dagegen, dass der Reichsgeneralfeldmarschall ihn mir auf den Hals gehetzt hätte: Die Jungs und besonders die Mädels von der Planet Patrol haben bekanntlich keine Bedenken, ihre grinsende Fratze zu zeigen, bevor sie einen mit dem Neuronenschock umnieten. Außerdem war es höchst befremdlich, dass der Kerl dann in einer Burka steckte statt in einem Tagelmust.
        »Okay, Winnetou, nehmen wir zu deinen Gunsten einfach an, dass du eine talibanische Dragqueen bist oder so etwas. In welchem Teil des Sonnensystems tourt denn die Love Parade zurzeit?«
        Nichts regte sich.
        »Uli hat dich wohl als Tierfutter zu mir geschickt? Nimm endlich dieses elende Ding ab! Ich bin allergisch dagegen.« Seufzend rief ich der Alpha-Banthe ein Stichwort zu, und die Löwin biss gehorsam in den Bommel und zog ihm die Haube vom Kopf. Schockiert fuhr er herum, um sie sich wiederzuholen, besann sich sogleich eines Besseren und glotzte mich bebend an.
        »Asyl?« Er wies zum Apex des Schneegestöbers, das sich über den Himmel ausgebreitet hatte. »Asyl?«
        Klar. Das eine Wort, das im ganzen Universum bekannt ist. Auch wenn sie sonst nichts Vernünftiges hervorbringen können, diesen Ausdruck haben sie alle drauf. »Hier auf dem Pluto? Das hätte ich selber gerne. Ist zurzeit ziemlich schwierig, verstehst du? Die Separatistenregierung hat etwas dagegen, ihre Welt von rechtspopulistischen Großmännern verzwergen zu lassen.«
        Seitdem herrscht Eiszeit zwischen Pluto und dem Rest des Sonnensystems, bildlich wie wörtlich. Warenembargo, Einreiseblockade, die ganze Palette halt. Die Tourismusindustrie hatte einmal mit »Pluto: Ihr Planet mit Herz und Atmosphäre« geworben – Herz und Atmosphäre sind geblieben, auch wenn die Letztere allmählich ausgefriert, aber mit dem Planeten ist es bekanntlich nichts mehr, seit Uli dank meines Wohlwollens und der Nachlässigkeit der Wachen vom Kerberos entkommen ist. Und »Ihr Zwergplanet mit dem gebrochenen Herzen«, das passt den Hoteliers einfach nicht. Die Plutonier sollen sogar darüber nachgedacht haben, sich mittels einer Tachymüllexplosion ganz aus dem System zu schießen, um der Präsidentin der Erde sozusagen ihr LMAA in die Augen zu brennen. Der Plan wurde aufgegeben, als jemand den Einwand brachte, dass das Gleichgewichtssystem mit Charon dabei zusammenbrechen würde, und Bandenbillard dieser Art wäre selbst aus CEO Bumsfelds Sicht ein bisschen zu unberechenbar gewesen. Bleibt der Tombaugh Trail, der manches von seinem Glanz verloren hat, aber wegen seines Prestiges und der Einnahmen das einzige Motiv ist, für das die Einwanderungsbehörden noch ein Visum ausstellen.
        Winnetou schien allerdings ohne vor meiner Nase gelandet zu sein. Und das interessierte mich an seinem Fall.
        »Du bist doch meinetwegen hier, oder? Uli hat dich nach N'Rala geschickt?«
        Stille.
        Ich schlug die Raute und sprach überdeutlich: »N'Rala.« Dann deutete ich auf ihn. »Winnetou?«
        »Brieß.« Er versuchte vergeblich, die Raute nachzumachen, legte dann lieber die Hand auf die Brust und zuckte zusammen, als die Alpha-Banthe seinen Nacken beschnupperte. Respekt: Es gehörte Einiges dazu, vor Barsoomlöwen nicht davonlaufen zu wollen. Ich kramte mein rudimentäres Französisch heraus.
        »Surprise?«
        »Pjärr
        Der Kerl nahm mich auf den Arm. Wahrscheinlich war es am besten, wenn ich die Rennleitung informierte, dass ein illegaler Einwanderer vor mir herumtanzte, der sich wie üblich als Flüchtling vor was auch immer ausgab. Das würde Uli lehren, es mit so billigen Tricks bei mir zu versuchen!
        Geradezu erleichtert betrachtete er die Satelliten, die am Himmel aufeinander zustrebten und etwas wie Formationen einzunehmen schienen. »Asyl!« Er grinste mich an und hob die Hände zum Himmel. »Schett ter hent?«
        »Howgh«, knurrte ich und setzte das Fernglas an, um nachzuschauen, was ihn eigentlich an der plutonischen Abwehrbatterie so begeisterte. Dass er unbeschadet durchgekommen war?
        Das waren überhaupt keine Satelliten. Es waren Raumschiffe wie jenes, mit dem er gelandet war. Hunderte, vielleicht Tausende davon!
        Meine Hände zitterten, als ich das Binokular absetzte. Wie hatten Curtis und Uli das gemacht? Selbst »Mars Macht Mobil« hätte solch eine Flotte nicht in so kurzer Zeit auf die Beine stellen können. Die Säbelrasseldiplomatie zwischen Pluto und dem Rest des Sonnensystems musste wohl gerade besonders heißlaufen …
        So langsam schwante mir, dass ich die Situation völlig falsch einschätzte.
        »Vi ne tu?« Nun fing er wieder damit an. Brieß deutete auf das Eis unter sich.
        »Pluto.« Jedenfalls nahm ich an, dass es das war, wonach er fragte.
        »Pluto tu vi. Asyl?«
        »Nein, das kann ich nicht entscheiden.« Ich sah auch keinen Grund, ihm da Hoffnungen zu machen. Obwohl – mit dieser Flotte hinter sich konnte er die Grenzwacht zur Not einfach überrennen ... »Ich bin aber auch nicht von hier. So wie du, Brieß.« Ich wies zum Horizont, wo sich die flaue Morgendämmerung abzeichnete. »Sonne.« Zeichnete mit dem Finger einen Kreis in den Schnee. Dann vier weitere außen herum. »Merkur, Venus, Erde, Mars.« Ich wies auf mich und deutete mit der Hand eine Flugbewegung an. »Mars.« Nun zeigte ich auf den zweiten Kreis und dann auf ihn. »Venus?«
        Ein paar Sekunden betrachtete Brieß die Zeichnung. Zu meiner Überraschung wischte er sie danach aus. Sodann machte er eine ausgreifende Handbewegung über den Himmel und seine Flotte, die jetzt über uns hing wie Raubvogelschwärme. Sein gestreckter Finger verharrte in der Richtung, die der aufgehenden Sonne entgegengesetzt war. »Medora.«
        Das sagte mir überhaupt nichts.

        Fortsetzung folgt
        Zuletzt geändert von Dessler; 27.12.2015, 18:58.
        Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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        • #5
          Fortsetzung folgt???

          Super!
          ZUKUNFT -
          das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.
          Mein VT: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...ndenz-steigend
          Captain Future Stammtisch: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...´s-cf-spelunke

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          • #6
            Ja, doch. Ich habe zwar zum Ende des Tachyonenpunks gesagt, dass mir über diesen Punkt hinaus nichts mehr einfällt, aber inzwischen hat sich das geändert. Es wird richtig megalomanisch diesmal: Herr Emmerich hätte seine Freude daran. Und unser neuer Gaststar hat sich gerade auch schon vorgestellt. Nein, nicht Chris Kindle. Der andere!
            Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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            • #7
              Staroplutonsk mit Winnetou... ach ist das wieder herrlich. Und das nachträglich zum Chris Kindle, ich bin begeistert
              Ihr Planet mit Herz und Atmosphäre... ich seh den Reisekatalog schon vor mir
              Und ich will eine Invasion vom Medora - und Future und der Reichsmarschallo mittendrin - juhuuuu
              Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination

              Ein Holodeck ist klasse! Man kann überall hin, obwohl man gar nicht weg muss :)

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              • #8
                Eine Invasion von der Medora? Und wie soll ich so einen Stoff denn auflösen, bitte sehr? Dummerweise wirkt der Pink Punk ja nicht auf Frauen, also könnte diesmal auch Uli nichts zur Problemlösung beitragen, Denkmal hin oder her. Und wie sollte der alte Macho Gurney nebst Mondkalb dort wohl einen Fuß auf den Boden bekommen? Da sind sie doch alle auf verlorenem Posten. Und wenn die Medoranerinnen erst Mrs. Redshirt zu Gesicht bekämen ... *grusel*


                Quelle: http://www.museumofflightstore.org/c...esult/?q=Pluto
                Zuletzt geändert von Dessler; 28.12.2015, 09:02.
                Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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                • #9
                  Das Plakat ist ja mal klasse
                  So langsam bekommt man richtig Lust auf eine Reise zum Pluto. Ist ja auch von hier aus gesehen "der nächste Weg"
                  Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination

                  Ein Holodeck ist klasse! Man kann überall hin, obwohl man gar nicht weg muss :)

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                  • #10
                    Das Plakat ist nicht von mir! Es hat nur bei der Inspiration geholfen. Aber keine Angst, die Tourismusindustrie schläft trotzdem nicht, und Winnetou findet schon sein Auskommen:


                    Quelle: Work | KK BOLD
                    Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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                    • #11
                      Da haben wir's doch - Captain Future auf der Medora. Was denkt er sich da? "Die erinnert mich an meine Mama, als sie so alt war"? Ich sehe dunkle Zeiten auf das Sonnensystem zukommen ...

                      Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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                      • #12
                        Ich weiß nicht, ob es reicht, Rosenkavalier zu spielen. Die Dame scheint mir sehr streng zu sein
                        Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination

                        Ein Holodeck ist klasse! Man kann überall hin, obwohl man gar nicht weg muss :)

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                        • #13
                          Ist sie ja. Das ist Rafflesia, die Königin der Mazone aus der originalen Captain-Harlock-Serie. Für die damalige Zeit höchst innovative Drehbücher: Die Kriegerkaste dieser Zivilisation ist weiblich und kann mit ihren Wummen ebenso gut umgehen wie mit ihren Reizen. Da war die Medora ausgesprochen harmlos im Vergleich!
                          Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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                          • #14
                            Commander McLane vom schnellen Raumkreuzer Orion (ja DAS muss man betonen, wenn hier schon eine Comet herumfliegt, soll eine Orion jetzt auch nicht langsamer erscheinen), hat da ja auch schon seine Erfahrungen gemacht, als er Auftragsmäßig mit einer Dame Bekanntschaft schloss, die über einen Planeten herrschte auf dem die Herren der Schöpfung nicht soviel zu melden hatte.
                            Was lernen wir daraus? Die Sci-Fi aus den 60ern 70ern Jahre scheinen sich dem Thema Emanzipation auf ihre Weise angenommen zu haben
                            Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination

                            Ein Holodeck ist klasse! Man kann überall hin, obwohl man gar nicht weg muss :)

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                            • #15
                              Was fällt uns hier aber auf? Captain Harlock: japanisch*. Raumpatrouille: deutsch. Die Mädchen aus dem Weltraum: deutsch/britisch. Und was haben uns die USA in dieser Zeit geboten? Kirk, den Uniform- und Röckerupfer.

                              * Und nicht nur der. Kennt noch jemand die Uralt-Animéserie "Die Königin der Tausend Jahre"? Vier weibliche Royals, die sich untereinander mit wechselnden Allianzen bekriegen ... bei so viel Perfidität konnten die Klingonen einpacken. Captain Future ist da, Nurara zum trotz, vergleichsweise rückständig.
                              Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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