Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Raumschiff Bluefox --- Episoden 4-6

Einklappen
Dieses Thema ist geschlossen.
X
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Raumschiff Bluefox --- Episoden 4-6

    Was bisher geschah...

    Folge 4: Ein unvergeßlicher Urlaub


    STARRING

    Matthias Currat ALS Cpt. Matthew Bluefox
    Andreas Kägi ALS Cmdr. Andrew Ceagy
    Brent Spiner ALS Lt. Cmdr. Lore
    Nicole Streich ALS Dr. Nicole Strike
    Daniel Chollet ALS Lt. Danny Chollet
    Ramon Baur ALS Lt. Ramon Boer
    Stephanie Knecht ALS Cnslr. Steevy Knight
    Fabian Blatter ALS Chief Fabius Blater
    Isabel Schneider ALS Dr. Izy Snyder
    Thierry Weidmann ALS Lt. Thierry Whiteman
    Deborah Grossniklaus ALS Dr. Deborah Crossnicholls
    Nadine Humbel ALS Lt. Nadine Humble
    Judith Baumann ALS Lt. Judy Boeman
    Monika Heusser ALS Lt. Monique Hewsser
    Denise Werffeli ALS Lt. Denise Werwealy
    Jasmin Grossniklaus ALS F. Jazzy Crossnicholls
    Sarah Bärtschi ALS F. Sarah Bearchy
    Andrea Berger ALS F. Andrea Berger

    GUEST STARRING / ACTORS IN A SECOND ROLE

    Heinz Benz ALS Borg-Drohne

    Computerlogbuch des Ersten Offiziers, Commander Ceagy, Sternzeit 52602.1

    ««Die gesamte Crew hat nach der strengen Zeit mit den Romulanern einen ausgiebigen Urlaub zugesprochen bekommen. Ich habe meinen Urlaub bereits hinter mir. Ich war zwei Wochen bei meiner Familie in den Ehemaligen Vereinigten Staaten von Amerika.
    Es war eine sehr schöne Zeit und wir hatten wunderbares Wetter!
    Jetzt jedoch ist Captain Bluefox dran mit seinen Ferien und deshalb habe ich jetzt für die kommenden zwei Wochen das Kommando über die Bluefox. Es ist aber eigentlich für die kommenden 14 Tage nichts geplant, damit wir nicht in einen Streß kommen, wenn nur die halbe Crew an Bord des Schiffes ist.
    Captain Bluefox konnte fast die ganze Seniorcrew dazu begeistern, auf dem Planeten „Robolia 4“ einen gemeinsamen Urlaub mit Spaß und Spiel zu machen!
    Nach seinem ersten Tag sandte mir der Captain eine Nachricht, in der er die Robolianer beschrieb. Er meinte, sie seien sehr verspielt und kennen Arbeit nur im Sinne von Hausarbeit, nicht im Sinne von Industriearbeit. Das klingt sehr spannend! Der Captain versprach mir, jeden Tag eine Nachricht zu senden.»»


    Cpt. Bluefox, Lt. Cmdr. Lore, Dr. Strike und Cnslr. Knight bezogen das selbe Hotel, als sie auf „Robolia 4“ ankamen, damit sie abends noch ein wenig zusammensitzen und sich entweder Witze erzählen oder Erlebnisse des Ferientages austauschen konnten.
    Lore war immer ein wenig der Arme, wenn es um Witze ging, da er ja keinen Sinn für Humor hatte. Lore hatte keinen Emotions-Chip im Gegensatz zu Data, seinem „Bruder“.
    Lore und Data wurden zwar vom gleichen Mann erschaffen, nämlich von Dr. Noonian Soong. Aber Soong gab Data den Emotions-Chip. Er hatte nur einen Chip, weil es zu teuer war, einen Zweiten zu konstruieren. Also blieb Lore kein Chip mehr übrig.
    Ein Vorteil hatte diese Variante. Lore konnte seinem Erschaffer niemals böse sein, daß er keinen Gefühlschip geschenkt bekam!
    Somit hatte es Lore auch an diesen Abenden schwer, sich bei diesen vielen Pointen in den Witzen zurecht zu finden. Bluefox, Strike und Knight lachten, Lore mischte in dieser Zeit schon mal die Karten für die übliche Poker-Runde am Abend!
    Da konnte Lore dann dafür um so mehr mitmischen, im wahrsten Sinne des Wortes! Lore war ein phantastischer Pokerspieler, da ihm niemand ansah, ob er bluffte oder nicht! Lore verzog niemals eine Miene oder zuckte mit dem Ohrläppchen oder den Augenbrauen. Das erschwerte den anderen drei Mitspielern natürlich erheblich das Durchschauen des Spiels!
    «Lore, wenn ich mit Ihnen Poker spiele, dann ist es immer spannend wie selten etwas! Sie spielen so versteckt und bleiben immer in der gleichen Position. Das ist selbst für mich als alter Fuchs im Pokern eine unüberwindbare Hürde!» lobte Cpt. Bluefox den Chefingenieur.
    «Sie müssen als Erste ansagen, Counselor.» meinte Lore und schaute zu Cnslr. Knight hinüber. Der Counselor studierte und legte schließlich 20 Credits in die Mitte. Dazu sagte sie für alle anderen noch die Menge an Credits, die sie in die Mitte schob: «Zwanzig.»
    «Ich gehe mit und erhöhe um weitere zwanzig Credits.» meinte der Captain und legte
    40 Credits zum Stapel der anderen Chips dazu. Dr. Strike rollte ihre Augen und legte ihr Blatt offen auf den Tisch. Sie kommentierte ihr Handeln mit den Worten:
    «Ich bin draußen, Leute!»
    Lore war nun am Zug. Er schob, ohne nur mit der Wimper zu zucken, 100 Credits in die Mitte und kommentierte: «Ihre zwanzig, Sir, und dann gebe ich noch achtzig dazu.»
    «Ich fasse das nicht! Der legt einfach so einen „Hunni“ in die Mitte!» sinnierte Dr. Strike.
    «Das würde ich auch mal tun, wenn ich so einen fetten Kontostand hätte wie Lore!» bemerkte der Captain.
    Cnslr. Knight wurde die Sache zu heiß und sie legte ihr Blatt ebenfalls offen auf den Tisch!
    Nun mußte sich Cpt. Bluefox bereits zum dritten Mal in Serie mit dem Androiden duellieren!
    «Lore ist das geborene Pokerface, Steevy. Schauen Sie sich ihn mal an!» flüsterte Dr. Strike Cnslr. Knight zu. Die Ansprechpartnerin für alle, Cnslr. Knight, nickte nur und stützte ihren Kopf auf ihren Handflächen ab. Ab und zu mußte sie eines ihrer langen Haare aus dem Gesicht blasen, weil ein schwacher Wind von der Küste her an die Veranda des Hotels hauchte.
    Bluefox schaute Lore lange an, sah dann aber ein, daß es keinen Sinn hatte!
    Schlußendlich ging Bluefox mit Lores hohem Einsatz mit. Er legte 80 Credits in die Mitte und sagte: «Ich will sehen, Lore!»
    Der Androide legte daraufhin sein Zauberblatt hin. Lore hatte drei Asse! Bluefox hingegen konnte nur zwei Paare mit einem Joker vorweisen. Das schlug Lores Karten nicht ganz.
    «Gegen Sie zu spielen ist, wenn es hart auf hart geht, ein sinnloses Unterfangen, Lore. Da muß ich mir der Sache schon ganz sicher sein, wenn ich einen hohen Einsatz ausgebe.»
    meinte der Captain. Er ergänzte: «Wie Sie sehen, sind alle Pleite! Das Spiel ist schon aus!»
    «Sie können es ja morgen erneut versuchen, Captain!» entgegnete Lore ermutigend.
    Bluefox nickte und gähnte kräftig durch. Daraufhin sagte er:
    «Ich gehe ins Bett. Morgen wird ein ganz schöner Tag, denn der Wettersatellit hat keine Wolken in der Region von mehreren hundert Kilometern gescannt!»
    «Sie haben Recht, Captain. Ich gehe auch gleich. Es ist sowieso nicht mehr so viel los, wenn nicht alle voll wach sind.» meinte Dr. Strike.
    Eine Viertelstunde später war kein Mensch und auch kein Androide mehr draußen zu sehen!

    Dr. Strike machte nachts plötzlich die Augen auf, weil sie ein Klopfen an der Tür des Hotels hörte. Es war wirklich mitten in der Nacht. Das merkte die Chefärztin vor allem daran, daß keiner der Angestellten die Tür aufmachte! Sie drehte sich um und wollte weiterschlafen, aber da klopfte es wieder an die Tür, und das ziemlich forsch!
    «Hört denn das sonst keiner außer mir?!» dachte Dr. Strike. Sie ärgerte sich stark darüber, weil sie durch diesen Lärm nun überhaupt nicht mehr einschlafen konnte.
    Als es innerhalb von fünf Minuten schließlich mindestens sieben Mal in einer Serie von mehreren Hämmern an die Tür polterte, hielt es der Doktor nicht mehr aus und sie machte sich auf den Weg zur Hoteltür.
    Sie stieg die steile Hoteltreppe hinunter. Sie konnte die Stufen allerdings gut sehen, weil die sechzehn Monde (!) genug Licht gaben.
    Unten angelangt öffnete sie schließlich die Tür. – Nichts! Da war gar niemand!
    «Das glaube ich doch einfach nicht! Will uns da jemand völlig zum Narren halten?» ärgerte sich Dr. Strike. Zurecht ärgerte sie sich. Sie konnte auch nicht wissen, daß sich der vermeintliche Hotelgast direkt außerhalb neben der Hoteltür versteckt hatte!
    Aus Ärger ließ Dr. Strike die Tür einfach hinter sich einklinken und schaute nicht mehr zurück.
    Dr. Strike stieg die Treppe wieder hoch und dann ging sie wieder Richtung Zimmer 180 – in die Richtung ihres Zimmers... ...und hinter ihr schlich lautlos eine dunkle Gestalt die Stufen nach oben. Hätte Dr. Strike in diesem Moment zurückgeschaut, dann hätte sie im Untergeschoß gerade noch den Schatten der Gestalt die Treppenstufen hochhuschen sehen!
    Aber sie schaute nicht zurück. Sie hatte auch keinen Grund. Nur wieder schnell in die Federn, das war ihr Gedanke momentan.
    Doch diese unbekannte Gestalt konnte sich unbemerkt noch ganz knapp hinter Dr. Strike in das Zimmer des Doktors zwängen, bevor Dr. Strike entnervt die Tür zumachte.
    Dann ging sie wieder Richtung Bett.
    Das Licht der vielen Monde erleuchtete nun gar einen Teil des Gesichtes des Unbekannten!
    Auf der Stirn hatte das Wesen kleine Wülste. Die Hautfarbe des blinden Hotelpassagiers war grau! Am linken Auge hatte der Unbekannte eine Prothese. An dieser Prothese war noch ein Sensor befestigt. Dieser Sensor strahlte einen dünn gebündelten roten Strahl aus!
    Als Dr. Strike sich gerade zum x-ten Mal zudecken wollte in dieser Nacht, hörte sie auf einmal ein Geräusch, das sich wie ein hohes, leises Summen anhörte! Es war nur kurz, vielleicht eine knappe Sekunde. – Sie schaute auf... ...und schrie! Sie schrie so laut, wie sie nur konnte! Sie hatte schlagartig eine Riesenpanik! Was sah sie schräg über ihr stehen?
    «Nein! Nein! Das ist nicht möglich! Es gibt keine Borg mehr! Es gibt sie nicht mehr! Ihr seid tot! Tot!» Dr. Strike konnte sich nicht mehr beherrschen und hatte einfach eine panische Angst!
    Es war tatsächlich eine Borg-Drohne, die sich ganz hinterrücks hinter Dr. Strike ins Hotel geschmuggelt hatte und vorher so stark an die Tür hämmerte!
    «Wo seid ihr denn? Wo sind die anderen? Captain Bluefox! Lore! Steevy! Hilfe!»
    schrie Dr. Strike.
    «Die Subjekte Bluefox, Lore und Knight sind an Bord des Kubus. Alle Subjekte im Umkreis von einem Kilometer sind an Bord des Kubus. Uns fehlt nur noch das Subjekt Unbekannt. Das sind Sie. Sie sind Subjekt Unbekannt.» sprach die Drohne in einem mechanischen, gleichmäßigen, mehrstimmigen Ton.

    «Warum sind die Borg im Alpha-Quadranten? Die Vermutung des Captains stimmte also. Der Außenposten der Föderation am Rande der Neutralen Zone wurde von den Borg vernichtet.»
    schoß es Dr. Strike durch den Kopf.
    Sie konnte es nicht glauben. – Die Erde, alle ihre Verwandten, Bekannten! Ihre Freunde! Alle wurden wahrscheinlich bereits ins Borgkollektiv assimiliert! Dr. Strike wollte es nicht wahrhaben!
    Doch zum selbständigen Denken blieb ihr nur noch kurze Zeit, denn der Borg beugte sich über Dr. Strike und wenige Sekunden später fand sich Dr. Strike mit der Drohne in einer grauen Umgebung wieder!
    «Wo bin ich hier?!» rief Dr. Strike. «Sie sind an Bord des Kubus. Jedes Individuum im Umkreis von einem Kilometer ist an Bord des Kubus. Sie werden jetzt assimiliert werden. Widerstand ist zwecklos. Sie werden sich fügen.» sprach die Drohne.
    «Nein! Nein!» schrie Dr. Strike. Sie fuhr ihre Arme aus und fuchtelte wild um sich. Aber sie hatte keine Chance. Die Drohne mußte die Chefärztin nur einmal festhalten und dann konnte sie ihre Assimilationsröhrchen in den Hals der gerade mal erst 29jährigen Frau bohren!
    Es dauerte keine Minute, da hörte Dr. Strike auf, zu schreien. Sie sagte statt dessen folgende Sätze: «Wir sind Borg. Unsere Primärfunktion besteht darin, dem Kollektiv zu dienen. Unser Ziel ist die Perfektion. Wir assimilieren fremde Kulturen und eignen uns die Stärken dieser Kulturen an. Jeglicher Widerstand ist zwecklos.»
    Während sie diese Worte aus dem Kollektiv zitierte, wuchsen ihr bereits die ersten Implantate und ihre Haut färbte sich zusehends grauer und grauer!
    Im Hintergrund waren drei weitere Drohnen im Anfangsstadium ihrer Assimilation zu sehen. Sie standen bereits in einem Regenerations-Alkoven. Als Dr. Strike genauer hinsah, konnte sie die Gesichter klar erkennen. Es waren Cpt. Bluefox, Lt. Cmdr. Lore und Cnslr. Knight!

    Eine Stunde war seit der Assimilation Dr. Strikes vergangen. Von der einstigen Nicole Strike war schon seit einer halben Stunde nichts mehr zu sehen. Binnen dieser Zeit wurden ihr von anderen Borg-Drohnen Armprothesen und andere Spezialimplantate angeschraubt und eingebohrt!
    Sie bekam eine Borgbezeichnung. Diese Bezeichnung lautete „Four of Four“.
    Sie war die Letzte, die aus der Vierergruppe assimiliert wurde. In dieser Vierergruppe waren nämlich ihre einstigen Freunde! Cpt. Bluefox, Lt. Cmdr. Lore und Cnslr. Knight waren der Reihe nach die anderen aus der Vierergruppe.
    Bluefox war „One of Four“, Lore war „Two of Four“ und Knight „hieß“ seit einer knappen Stunde „Three of Four“!

    Dr. Strike (Four of Four) und die anderen drei aus ihrer Gruppe befanden sich gerade in der Regenerationsphase. Keiner schaute den anderen an. Jeder schaute einfach geradeaus in die Leere. Kein eigenes Bewußtsein. Keiner dieser neuen Drohnen war klar oder bewußt, daß sie einmal in einer kleinen Mannschaft auf einem Raumschiff der Föderation gedient hatten!
    Als Four of Four ihre Regeneration abgeschlossen hatte, konnte sie im vorderen Teil der vermeintlichen Brücke oder des Kommandozentrums des Kubus einen größeren Bildschirm sehen. Und in diesem Bildschirm waren mehrere Föderationsraumschiffe zu sehen!
    Darunter war auch die Bluefox-E! Doch Four of Four hatte keine eigenen Erinnerungen mehr an die Bluefox und deren Crew, also war dieses Schiff irrelevant. Nichts weiter als ein Raumschiff der Föderation, welches assimilierbar ist.
    Immer wieder versuchte eines der Raumschiffe, mit Photonentorpedos und mit Phaserfeuer die undurchdringbaren Schutzschirme des Kubus zu durchbohren. Aber diese primitiven Waffen hatten aus der Sicht der Borg nicht mal den Status, beachtet zu werden!
    Doch da war noch etwas zu sehen auf dem Bildschirm im Hintergrund der vielen Föderationsraumschiffe – Es war die Erde!
    Die Borg gelangten also bereits innerhalb dieser einen Stunde zur Erde!
    Da explodierte ein kleines Raumschiff der Föderation.
    Daraufhin schaffte es die Bluefox-E, das größte Raumschiff in dieser Flotte, mit einem präzisen Phaserschuß auf den Emitter des Traktorstrahls des Borgkubus, eben diesen Traktorstrahl vorübergehend zu deaktivieren!
    Da ertönte bei der Kommunikationsphalanx des Kubus ein Funksignal. Automatisch schaltete das Kollektiv einen Kanal frei. Auf der anderen Seite war Cmdr. Ceagy von der Bluefox zu sehen. Das Gesicht des Ersten Offiziers füllte beinahe den ganzen Hauptschirm des Kubuszentrums aus. Cmdr. Ceagy sprach:
    «Hier spricht Commander Andrew Ceagy von der U. S. S. Bluefox NCC 1701-E. Wir konnten Ihren Traktorstrahl außer Kraft setzen. Wir haben von der Sternenflotte den Befehl, diesen Kubus zu zerstören. Wir haben zwar Spuren der DNA von unseren vier Crewmitgliedern gescannt und wissen daher, daß sie von Ihnen bereits auf den Kubus gebeamt worden sind. Aber die Rettung von viel mehr als vier Menschen steht hier auf dem Spiel. Deshalb werden wir weiterfeuern!»
    Die Bluefox feuerte weiter und konnte jetzt sogar diese Schutzschirme überwinden, da die Borg nun damit beschäftigt waren, den Traktorstrahl wieder funktionsfähig zu machen!
    Da bebte plötzlich der ganze Kubus! Die Bluefox feuerte natürlich nach wie vor aus allen Rohren. Es schüttelte das Borgschiff immer mehr durch!
    Four of Four fiel auf den harten Boden des Decks, konnte aber wieder aufstehen und diesen spektakulären Kampf weiterverfolgen.
    Ein genau geschossener Photonentorpedo der Bluefox durchdrang den Schutzschirm auf der Höhe dieses Zentrums des Kubus! Unzählige Drohnen kippten wie Kegel um oder flogen sogar kurz durch die Luft! Einen Moment lang war es einfach nur grell. – Grell von dieser unglaublichen Explosion, welche die Detonation des Torpedosprengkopfes auslöste!
    Durch die enorme Hitze, die ebenfalls entstand durch diesen Einschlag, begann Four of Four stark zu schwitzen. Noch immer sah sie dieses grelle Licht vor ihr. Sie schwitzte immer mehr!
    Da sah sie einen Schatten vor ihr durchgleiten. Das war nicht logisch! Der Schatten hatte nicht etwa die Form von einer dicken Rauchschwade. Nein! Es war eindeutig eine Hand!

    Dr. Strike hatte ihre Augen geöffnet und erblickte als Erstes diese Hand. Es war die Hand von Cpt. Bluefox! Dahinter schien die Sonne grell durchs Zimmerfenster. Dr. Strike blinzelte mehrere Male und schaute dann zum Captain auf. Sie kochte beinahe; derartig schwitzte sie bisher noch nie, so glaubte sie es zumindest, als sie realisierte, was für einen Alptraum sie gehabt hatte!
    «Oh, mein Gott. Das war vielleicht ein Alptraum, Captain.» hauchte sie.
    «Wohl einer der schlimmsten Sorte, Doc.» erwiderte Bluefox mit einer ruhigen, leisen Stimme.
    «Das können Sie laut sagen, Sir.» meinte Dr. Strike. Sie wollte wissen:
    «Warum hielten Sie Ihre Hand vor mein Gesicht?»
    «Weil ich gerade prüfen wollte, ob Sie Fieber haben, Doktor. Eine rein medizinische Maßnahme. Und vielleicht half es Ihnen auch noch in diesem Moment, weil meine Handfläche vermutlich gleich noch die Sonne verdecken konnte!» schmunzelte der Captain.
    «Danke für Ihre Aufmerksamkeit.» schmunzelte der Doktor zurück.
    «Wir haben ja noch ein paar Tage Urlaub. Sie können mir also vielleicht während eines Spazierganges der Küste entlang Ihren Traum erzählen, wenn Sie es können und wollen.»
    schlug Cpt. Bluefox vor. Dr. Strike nickte langsam und erhob sich.
    «Ich hatte gegen den Schluß hin auf jeden Fall einen sehr heißen Traum, das kann ich jetzt bereits ohne gröbere Schwierigkeiten feststellen. Hoffentlich gibt es in diesem Haus eine Schalldusche oder von mir aus auch eine Gewöhnliche. Aber ich kann mich so den anderen nicht zeigen!» meinte sie und hielt sich nach dem letzten Satz die Hand vor den Mund.
    «Bleiben Sie ruhig liegen, Doktor. Ich schaue mal nach, ob der Empfangsherr bereits wach ist.» erwiderte der Captain und verließ sogleich das Zimmer von Dr. Strike.
    Warum betrat der Captain eigentlich das Zimmer der Chefärztin, ohne vorher anzuklopfen?
    Weil die Türe offen stand...!

    Es gab in diesem Hotel tatsächlich eine Duschvorrichtung, die Dr. Strike dann auch selbstverständlich benutzen konnte.
    Die restlichen Tage des Urlaubs brauchte Dr. Strike dann vor allem dafür, um sich von den Ferien zu erholen!
    Fünf Tage später kehrten Cpt. Bluefox, Lt. Cmdr. Lore, Dr. Strike und Cnslr. Knight wieder auf die Bluefox zurück.
    Dem Doktor blieb dieser Urlaub wahrhaftig in bester Erinnerung... ...oder wohl eher in der schlechtesten, besten Erinnerung?
    Cmdr. Ceagy fragte Dr. Strike im Korridor, nachdem er das gesamte Urlaubsteam im Transporterraum abholte:
    «Sie haben von den Borg geträumt?! Na, dann war das wohl ein unvergeßlicher Urlaub, Doc, oder?»
    «Das war er in der Tat. Er war wirklich unvergeßlich, Andrew. Aber warten Sie nur! Sie werden auch mal von den Borg träumen! Und Sie werden von einer Borg-Drohne im Pokern geschlagen!» scherzte der Doktor.
    «Oh! Ich bin empört!» lachte der Erste Offizier und klopfte Dr. Strike auf die Schulter.
    Nach dem scherzhaften Talk mit Cmdr. Ceagy ging der Doktor in die Krankenstation und versuchte zumindest, den normalen Dienst nach so anstrengenden Ferien wieder aufzunehmen!

    --- ENDE ---
    Zuletzt geändert von Narbo; 17.01.2002, 13:44.

  • #2
    Folge 5: Ungebetene Gäste (Teil 1)


    STARRING

    Matthias Currat ALS Cpt. Matthew Bluefox
    Andreas Kägi ALS Cmdr. Andrew Ceagy
    Brent Spiner ALS Lt. Cmdr. Lore
    Nicole Streich ALS Dr. Nicole Strike
    Daniel Chollet ALS Lt. Danny Chollet
    Ramon Baur ALS Lt. Ramon Boer
    Stephanie Knecht ALS Cnslr. Steevy Knight
    Fabian Blatter ALS Lt. Fabius Blater
    Isabel Schneider ALS Dr. Izy Snyder
    Thierry Weidmann ALS Chief Thierry Whiteman
    Deborah Grossniklaus ALS Dr. Deborah Crossnicholls
    Nadine Humbel ALS Lt. Nadine Humble
    Judith Baumann ALS Lt. Judy Boeman
    Monika Heusser ALS Lt. Monique Hewsser
    Denise Werffeli ALS Lt. Denise Werwealy
    Jasmin Grossniklaus ALS F. Jazzy Crossnicholls
    Sarah Bärtschi ALS F. Sarah Bearchy
    Andrea Berger ALS F. Andrea Berger

    GUEST STARRING / ACTORS IN A SECOND ROLE

    Keine Gaststars in dieser Episode.

    Computerlogbuch der Bluefox, Captain Bluefox, Sternzeit 52854.3

    ««Wir hatten für heute eigentlich keinen Auftrag erhalten und hätten Zeit gehabt, die internen Sensoren zu rekalibrieren. Nun kommt aber alles anders:
    Heute morgen haben die Kurzstreckensensoren eine Föderationssignatur auf einem Planetoiden erfaßt, an dem wir gerade vorbeigeflogen sind vor zwei Minuten. Es ist, den Messungsdaten nach zu urteilen, ein mittelgroßes Raumschiff einige hundert Meter unter einer sandigen Oberfläche vergraben! Es gibt vielleicht noch Überlebende an Bord. Deshalb sind wir zum Planetoiden zurückgeflogen und sind gerade dabei, die Vorbereitungsmaßnahmen für einen Einsatz direkt unter die Sandoberfläche zu starten.»»


    In der Beobachtungslounge trafen sich die Führungsoffiziere zu einem Briefing:
    «Wir brauchen vermutlich Sauerstoffreserven, da das Schiff stellenweise bis zu zwanzig Meter unter dem Boden liegt. Ich dachte da an Raumanzüge. Wenn die zu unangenehm sind, bieten isolierte Kopfbedeckungen mit einem Sauerstoffschlauch an einen Tank auf dem Rücken eine Alternative. Jedoch ist die Lage schon nicht so prekär wie im All. Es hat dort unten schon Sauerstoff, aber nicht genug, um beschwerdefrei atmen zu können.
    Das heißt, Sie können die Sauerstoffmaske auch mal abnehmen zwischendurch, damit der Vorrat an Sauerstoff nicht gleich binnen einer halben Stunde verbraucht ist.»
    erklärte Dr. Strike.
    «Eine gute Idee, Doktor. Ich glaube, wir nehmen die zweite Variante mit der Maske. Das ist sicher die beste Lösung. Dann können die Leute wenigstens zwischendurch frei atmen.»
    entschied Cpt. Bluefox. Er ergänzte noch etwas zur Mission:
    «Dieses Raumschiff ist auf einem Planetoiden abgestürzt, weil es in einen Ionensturm geriet. Das fand ich aufgrund der Wetteraufzeichnungen der interstellaren Wetterforschungszentrale der Föderation heraus. Auf dem Planetoiden selbst werden zu dieser Zeit sicher auch recht unfreundliche Bedingungen geherrscht haben. Durch die stürmischen Verhältnisse auf der Oberfläche verwehte es nach dem Absturz des Schiffes meterdicke Sandschichten über die Schiffshülle. Das bedeutet unter anderem, daß dieses Raumschiff einen recht steilen Fallwinkel gehabt haben muß. Wie ein Pfeiler wird es sich wohl auch noch durch die erste lockere Sandschicht hindurchgegraben haben. Das bildete einen Krater und der wurde dann noch mit restlichem Sand aufgefüllt.»
    Dann meldete sich Lt. Cmdr. Lore noch zu Wort mit den momentanen technischen Daten:
    «Vor einer Stunde kamen die aktuellen Situationsberichte herein. Das Raumschiff ist ein Forschungsschiff der Excelsior-Klasse. Das Schiff ist momentan 421 Meter unter der Oberfläche vergraben. Wir können technisch ohne Probleme ins Schiff hineinbeamen. Nur ist da folgendes physikalisches Problem:
    Das Schiff befindet sich in einer Schräglage von beinahe 65°. Wir müssen also doch Raumanzüge anziehen, weil an diesen Anzügen magnetische Verschlüsse angemacht sind.
    Diese Technik erlaubt es dem Läufer, auch bei den extremsten Steigungen und Gefällen immer aufrecht am Boden entlang gehen zu können. Die Magnete sind an den Füßen angemacht. Beim Gehen wird es eine Schwierigkeit geben:
    Wir befinden uns nicht in der Schwerelosigkeit wie sonst im Weltraum. Dennoch brauchen wir die Fußmagnete. Das wird nicht einfach.»
    «Sie werden damit keine Probleme haben, Lore.» kommentierte Cmdr. Ceagy.
    «Das ist korrekt.» entgegnete Lt. Cmdr. Lore.
    «Aber ich habe mit den Raumanzügen immer meine liebe Mühe. Ich werde an Bord bleiben und überlasse Ihnen die Wahl des Außenteams, Lore.» entschied der Erste Offizier.
    Lore schaute sich um und nahm sich Cnslr. Knight, Lt. Boer und Chief Whiteman mit.
    Ja, Chief Whiteman! Thierry Whiteman wurde von der Steuerkonsole in den Transporterraum versetzt und tauschte mit Ex-Chief Fabius Blater den Arbeitsplatz. Lieutenant Blater war jetzt also Steuermann, vorerst in Anlehre als zweiter Steuermann. Somit wurde Lt. Nadine Humble übergangsweise zum ersten Piloten befördert.
    Lore nahm Chief Whiteman übrigens deshalb mit, weil Whiteman einen praktischen Kurs in der Schwerelosigkeit absolviert hatte. Das war immerhin ein kleines Plus gegenüber den anderen Offizieren, die noch keine solchen Praktika gemacht hatten.
    «Gut, dann trifft sich das Außenteam erst zum Fassen der Raumanzüge in Frachtraum 4 und dann beamt uns Lieutenant Blater das letzte Mal als offizieller Transporterchef von Bord.»
    sprach Lore. Lt. Blater war auch zum letzten Mal an den Missionsbesprechungen als Führungsoffizier dabei. Chief Whiteman sollte auch diese Stelle übernehmen.
    Lore und sein Trupp verließen sogleich die Beobachtungslounge.
    Cpt. Bluefox sagte zu allen: «Einen schönen Tag noch. Das war’s vorläufig.»
    Innerhalb von weniger als einer halben Stunde schaffte es das Viererteam, die Raumanzüge anzuziehen und den Transporterraum in diesen Monsterkleidern zu erreichen. (!) J
    Lt. Blater am Transporterpult konnte sich ein Lachen nicht verdrücken, als Lore mit seinen drei Kollegen und Kolleginnen in den Transporterraum stampften!
    Lt. Boer machte eine ganz besonders runde Laufgestik und kommentierte scherzhaft:
    «Immer schön langsam einen Fuß vor den anderen setzen, Freunde!»
    Alle, außer Lore natürlich, mußten kurz lachen und watschelten auf die Transportplattform.
    «Energie!» befahl Lt. Cmdr. Lore, als alle die Plattform erreicht hatten.
    Lt. Blater aktivierte den Transporterstrahl und beamte die vier „Astronauten“ in dieses vergrabene Schiffswrack.

    Knapp zehn Sekunden später schaltete Lt. Cmdr. Lore und sein Team bereits die Taschenlampen an den direkt angebrachten Handschuhen der Raumanzüge ein.
    «Das wird nicht einfach, das Gleichgewicht im Oberkörper zu behalten.» meinte
    Chief Whiteman.
    «Ich gehe voraus, Chief.» informierte Lore Whiteman.
    Durch das Mikrophon innerhalb des Schutzhelmes konnten sich alle Crewmitglieder hervorragend verständigen – fast wie normal.
    «Mein Tricorder registriert keine Lebenszeichen. Dieses Schiff ist seit längerer Zeit bereits ohne Energie. Es ist sogar möglich, daß dieses Schiffswrack schon seit mehreren Jahren hier eingegraben ist.» informierte Lt. Cmdr. Lore die anderen.
    «Oder Jahrzehnte.» kommentierte Chief Whiteman.
    «Durchaus möglich. Vor allem, wenn Sie die Staubpartikel scannen!» entgegnete Lore.
    «Ich habe hier Staubpartikel auf dem Untersuchungsschirm, die schon mehr als 33 Jahre alt sind! Ich merkte es schon der Bauart der Korridore an, daß dieses Schiff ziemlich antik sein muß!» meinte Chief Whiteman.
    «Ich denke, dann fällt die Suche nach Lebenszeichen wohl weg, oder?» realisierte
    Cnslr. Knight.
    «Richtig erkannt, Counselor. Aber wenn wir gerade hier unten sind, dann könnten wir doch gerade noch etwas Forschung betreiben. Wir könnten nach Gegenständen suchen, die eventuell zur Absturzursache beigetragen haben oder gar der Hauptgrund sind.»
    schlug Chief Whiteman vor. Lt. Cmdr. Lore nickte und meinte zu diesem Vorschlag:
    «Einverstanden, Mr. Whiteman. Ergründen wir den Absturz.»
    Sie fanden den Weg zur Brücke. Sie war noch in einem ziemlich guten Zustand. Da fand Cnslr. Knight eine Tafel auf einer Konsole. Sie sprach:
    «Ich habe die Registrierungstafel des Schiffes gefunden. Der Schiffsname lautet „Expander“. Der Captain des Schiffes hieß Holmes. Der Name des Ersten Offiziers war Brightman. Die anderen Namen kann ich nicht entziffern, weil anscheinend ein Stromschlag oder sonst etwas Heißes die Gravierung mit dem Rest des Materials verschmolzen hat.»
    «Expander. Der Name ist mir bekannt, Counselor. Ich habe die Daten der Konstruktion und der Fertigstellung des Schiffes in meinem neuralen Netz gespeichert. Die Erstinbetriebnahme war vor 36 Jahren, 5 Monaten und 14 Tagen.» erinnerte sich der Androide.
    «Da ist noch ein Energierelais aktiv, Sir!» informierte Chief Whiteman Lt. Cmdr. Lore.
    «Was betreibt es?» fragte der Chefingenieur.
    «Ich kann die Quelle der Energie nicht lokali... – AAAAH!» wollte Chief Whiteman gerade antworten, als plötzlich ein Blitz aus dem Relais aufflackerte und den Transporterchef einen halben Meter zurückwarf! Lore eilte sofort zu Hilfe, aber dieser Blitz traf auch den Androiden und überlastete sein neurales Netz! Lore schleuderte es ebenfalls zurück!
    Cnslr. Knight hielt Lt. Boer zurück, der Chief Whiteman helfen wollte und rief:
    «Wollen Sie auch noch getroffen werden von diesem Blitz? Bleiben Sie, wo Sie sind, Lieutenant.» befahl Cnslr. Knight.
    Doch der Blitz intensivierte sich!
    «Counselor, er wird dicker und größer! Es scheint, als würde er auf Wärmekörper reagieren! Wir müssen schleunigst weg hier!» rief Lt. Boer.
    «Einverstanden!» erwiderte Cnslr. Knight und funkte an die Bluefox:
    ««Knight an Bluefox: Beamen Sie alle vier sofort nach oben!»»
    Lt. Blater bestätigte Cnslr. Knights Funkspruch, aber er konnte, obwohl er so schnell wie möglich handelte, nicht verhindern, daß auch Cnslr. Knight selbst noch von diesem furchtbaren Blitz getroffen wurde!

    Endlich waren sie oben! Drei der vier Offiziere lagen regungslos auf der Transporterplattform. Nur Lt. Boer stand noch und blieb von diesem Blitzschlag verschont.
    «Was war denn da unten los, Ramon?» fragte Lt. Blater.
    «Ich weiß es nicht. Aber ich bin froh, daß ich noch heil und an einem Stück hier oben bin.»
    antwortete Lt. Boer.
    «An einem Stück sind die anderen auch noch, aber ob sie heil sind, das ist eine andere Frage.»
    bemerkte Lt. Blater. Sogleich funkte der vorübergehende Transporterchef an die Krankenstation:
    ««Blater an Strike: Doktor, bitte machen Sie sich auf drei Patienten gefaßt. Ich beame Lore, Counselor Knight und Chief Whiteman zu Ihnen hinauf!»»
    ««Hier Strike. Beamen Sie die drei hoch.» bestätigte Dr. Strike.
    Lt. Blater beamte die getroffenen Offiziere direkt auf die Krankenstation, die 17 Decks höher lag als der Transporterraum.
    Lt. Boer eilte inzwischen auf die Brücke, um den Führungsoffizieren Bericht zu erstatten.

    «Erzählen Sie, Mr. Boer!» forderte der Captain Lt. Boer erwartungsvoll auf.
    «Das abgestürzte Raumschiff heißt Expander, Captain. Da unten gibt es eine Energiequelle, aber wir wissen nicht, wo sie sich befindet. Dieser Blitz wurde erst dann von den Tricordern registriert, als er das erste Mal eine Entladung abgab! Ich kann das fast nicht glauben!» berichtete Lt. Boer.
    «Danke sehr, Lieutenant. Sie können sich ein wenig ausruhen in Ihrem Quartier. Sie scheinen, einen ziemlichen Schock davongetragen zu haben.» meinte Cpt. Bluefox.
    «Und was machen wir jetzt?» fragte Cmdr. Ceagy den Captain.
    «Bis Doctor Strike eine komplette Diagnose ausgearbeitet hat, bleibt uns im Moment nichts anderes übrig, als zu warten.» antwortete Cpt. Bluefox.
    «Was ist mit dem Blitz?» fragte Lt. Chollet.
    «Versuchen Sie, ihn zu entdecken und ihn zu neutralisieren, Mr. Chollet.»
    antwortete Cpt. Bluefox. Er sagte leise zu Cmdr. Ceagy:
    «Das nenne ich moderne Geschichte, Commander.»

    Computerlogbuch der Bluefox, Captain Bluefox, Sternzeit 52856.7

    ««Die drei Crewmitglieder, die gestern auf einer Außenmission von diesem Blitz getroffen wurden, sind wieder auf den Beinen. Es ist nichts Ernsthaftes gewesen. Sie können sogar den Dienst wieder beschwerdefrei aufnehmen. Ich bin froh, daß nichts passiert ist.»»


    Cnslr. Knight, Lt. Cmdr. Lore und Chief Whiteman trafen sich in Zehn-Vorne.
    Sie machten einen festen Termin ab.
    «Ich bin nicht ganz sicher, ob Sie das auch spüren, aber ich bin nicht mehr auf der Expander! Dieses Schiff ist ganz anders. Es ist vor allem viel neuer als die Expander. Haben Sie nicht auch das Gefühl, daß hier etwas nicht stimmt, Captain?» fragte Lt. Cmdr. Lore Cnslr. Knight!
    «Sie täuschen sich nicht, Commander. Wir sind hier auf einem fremden Schiff, aber wir sind anscheinend willkommen hier. Oder man hat uns noch nicht bemerkt.»
    antwortete Cnslr. Knight.
    «Wir müssen wieder auf die Expander zurück, Sir! Ich weiß noch, wie wir vor wenigen Augenblicken abgestürzt sind!» intervenierte Chief Whiteman.
    «Cole hat recht, Captain. Wir sollten auf jeden Fall auf die Expander zurückkehren.»
    stimmte Lore zu.
    «Also gut. Tun Sie alles, was Sie für notwendig halten.» erwiderte Cnslr. Knight und nickte den beiden Herren zu.
    Dann verließen alle drei Leute Zehn-Vorne. Lt. Boeman, die Barkeeperin schaute den drei Offizieren noch nach und machte ein verwundertes Gesicht. Sie wunderte sich, weil sie einen schnellen Laufschritt hatten!
    Cnslr. Knight betrat die Brücke. Sie schaute sich um und runzelte etwas die Stirn. Auch
    Chief Whiteman und Lt. Cmdr. Lore gingen mit dem Counselor mit.
    Cpt. Bluefox bemerkte die drei Offiziere und fragte Cnslr. Knight:
    «Alles in Ordnung, Counselor?»
    «Ja, Sir.» antwortete Cnslr. Knight. Sie dachte sich: „Counselor? Bin ich etwa sogar ein Crewmitglied auf diesem Schiff? Sind die anderen beiden auch Crewmitglieder hier? Sind wir von diesem Schiff angegriffen worden? Wurden wir getötet und haben jetzt die Körper von diesen Personen übernommen?“ Es gingen Cnslr. Knight unglaublich viele Gedanken durch den Kopf. Sie war überzeugt, daß die U. S. S. Bluefox ein gegnerisches Schiff war!
    Sie flüsterte Lore ins Ohr: «Commander Brightman, ich glaube, wir sind tot und haben jetzt die Körper von Crewmitgliedern dieses Schiffes übernommen.» Lore entgegnete gleich leise:
    «Das kann gut sein. Vielleicht wurden diese drei Offiziere der anderen ebenfalls getötet und wir können jetzt deren Körper kontrollieren.»
    «Das ist also unsere Chance, Commander. Wir werden diesen Kampf noch gewinnen, auch wenn es eigentlich schon fast zu spät ist.» meinte Cnslr. Knight.
    Lore und Knight sagten es Chief Whiteman auch noch. Auch er glaubte sofort an diese Version der Geschichte, die sich aber selbstverständlich überhaupt nicht derartig abgespielt hatte.
    «Wir besprechen kurz etwas.» informierte Lt. Cmdr. Lore die Brückencrew. Dann verließen Lore, Knight und Whiteman die Brücke und betraten die Beobachtungslounge, die gleich hinter der Brücke war.
    «Und wie gehen wir jetzt vor?» fragte Lore alias Cmdr. Brightman.
    «Wir müssen irgendwie die Kontrolle über das Schiff erlangen. Aber ich weiß nicht genau, wie wir das anstellen sollten. Wir sind nur zu dritt!» antwortete Knight in der Person von
    Cpt. Holmes. Chief Whiteman, dessen Persönlichkeit von derjenigen des Sicherheitschefs der Expander, von Lt. Cole, übernommen wurde, hatte einen Vorschlag:
    «Wir sind also Crewmitglieder dieses neuartigen Schiffes hier. Das heißt, es rechnet niemand damit, daß wir eigentlich keine Freunde von diesen Leuten hier sind. Mit einem Überraschungsangriff auf der Brücke können wir auch nur zu dritt einen Sieg erreichen, denke ich. Die Brücke ist im Moment gerade mit fünf Mann besetzt. Das ist nicht viel. Irgend jemand von uns holt den Captain des Schiffes in einen geschlossenen Raum zu einer privaten Besprechung. Dann sind es nur noch vier! Wenn wir dann gleichzeitig auf zwei Offiziere schießen, wenn möglich auf die am nächsten bei uns stehenden Leute, dann haben die zwei weiter entfernten Männer nur ganz wenig Zeit, überhaupt zu schnallen, was los ist. In dieser Zeit schießen wir auf diese beiden Offiziere. Wir betäuben sie nur. Töten können wir sie immer noch, wenn es brenzlig wird. Wir haben nämlich keine Ahnung, wie viel Energie in diesen Schußwaffen hier vorhanden ist.» Chief Whiteman nahm seinen Handphaser aus dem Halfter an seiner Uniform hervor und legte ihn auf den Tisch.
    «Einverstanden.» sprach Cnslr. Knight und legte auch ihren Phaser auf den Tisch. So machte es auch Lt. Cmdr. Lore. Knight meinte:
    «Ich werde den Captain ablenken. Sie machen den Rest.»
    Die anderen beiden waren einverstanden und begaben sich gemütlich zur Brücke zurück.

    Cpt. Bluefox schaute zum Hauptschirm hervor und musterte die Absturzstelle der Expander genauer. Er befahl Lt. Boer:
    «Bitte vergrößern Sie Planquadrat 5D.» – Der Hauptschirm wechselte auf eine Detailansicht des gewünschten Planquadrates. Bluefox suchte nach einer Vertiefung im Boden, aber da war keine. Er sagte zu Cmdr. Ceagy:
    «Da hat der Wind wirklich alles zugeschaufelt, Andrew. Da gibt es nicht mal ein kleines Loch. Das ist schon fast mysteriös!» Cmdr. Ceagy nickte und schaute ebenfalls genau in den Hauptschirm.
    Da kam Cnslr. Knight von der Taktischen Station her in die Ebene zu den drei Sesseln hinunter und fragte Cpt. Bluefox:
    «Captain, darf ich Sie kurz sprechen?» Bluefox erhob sich und streckte den Arm zu einer Tür in Richtung Südosten aus.
    «Ist Ihnen der Bereitschaftsraum recht, Counselor?» fragte der Captain.
    «Oh ja, danke!» antwortete Cnslr. Knight und lächelte. Bluefox sagte zu Ceagy:
    «Sie haben das Kommando, Nummer Eins.»
    Der Erste Offizier, vom Captain ab und zu scherzhaft auch „Nummer Eins“ genannt, setzte sich schwungvoll in den mittleren Sessel und schlug sein rechtes Bein über sein Linkes.

    «Also, was möchten Sie mir sagen, Counselor?» fragte der Captain.
    «Ich habe das Gefühl, daß die Crew der Expander noch am Leben ist, Sir. Ich weiß nicht warum, aber ich glaube nicht, daß keiner überlebt hat. Vielleicht haben sich auch einige davon in Stase-Einheiten retten können.» erzählte Cnslr. Knight.
    «Denken Sie? Es wäre theoretisch schon möglich, aber wir haben außer diesem Blitz keine Energiequelle finden können.» erwiderte Cpt. Bluefox.
    «Blitz?!» Knight konnte ihre Verwunderung nicht zurückhalten und erschrak.
    «Natürlich, Counselor! Sie wurden von einem Blitz getroffen auf der Expander!»
    antwortete Cpt. Bluefox.
    Cnslr. Knight, also Cpt. Holmes, war jetzt alles klar und sagte:
    «Ach ja, natürlich. Ich hatte ein Blackout. Vielleicht gerade wegen des Blitzes!» versuchte Knight, sich herauszureden und lachte dabei, wie es Cpt. Bluefox von Cnslr. Knight niemals kannte!
    «Sind Sie in Ordnung? Ich glaube, Sie sollten noch einmal auf der Krankenstation vorbeigehen und sich von Doctor Strike untersuchen lassen, Counselor.» meinte der Captain.
    «Nein. Das ist wirklich nicht notwendig.» konterte Cnslr. Knight.
    «Ich bin mir da nicht sicher, Counselor.» sagte der Captain ernst.
    Knight stand auf und näherte sich dem Captain. Auch Bluefox erhob sich und fragte:
    «Was haben Sie denn?»
    In diesem Moment feuerte Knight auf Bluefox!


    Fortsetzung folgt...

    Kommentar


    • #3
      Folge 6: Ungebetene Gäste (Teil 2)


      Auf der Brücke in genau diesem Moment:

      «Commander, Phaserfeuer im Bereitschaftsraum wird angezeigt!» warnte Lt. Chollet.
      Das war genau die Ablenkung, die sich Lore und Whiteman erhofft hatten!
      Sofort konnten sie Lt. Chollet und Cmdr. Ceagy betäuben!
      Lt. Boer und Lt. Humble nahmen blitzschnell ihre Handphaser aus den Schatullen unter den Pulten der Conn und der Ops, drehten sich um und erblickten lediglich die orangefarbenen Strahlen der Phaser von Lore und Whiteman! Drei Hundertstelsekunden später waren sie bereits getroffen!
      Knight kam aus dem Bereitschaftsraum heraus und informierte die anderen, daß alles nach Plan verlief.
      «Jetzt müssen wir pressieren! Das dauert sicher keine Minute, bis Sicherheitskräfte hier sind! Fahren wir mit dem Turbolift wieder in diese Bar! Dort nehmen wir die Gäste als Geiseln und stellen dementsprechend unsere Forderungen!» befahl Cnslr. Knight.
      Alle drei Offiziere eilten zum Turbolift und fuhren nach Deck 10!

      Barkeeperin Judy Boeman schenkte Lt. Werwealy und F. Crossnicholls gerade aus einer Kanne Kaffee in die Tassen der beiden Technikerinnen, als die Haupttür aufging und Lore forsch sprach:
      «Setzen Sie sich alle in diese Ecke dort und rühren Sie sich nicht. Dies ist eine Übernahme dieser Bar. Versuchen Sie nicht, zu fliehen. Keinen Kontakt mit der Brücke oder mit anderen Räumen herstellen. Schön ruhig bleiben und einfach das tun, was wir drei Ihnen sagen. Sonst brauchen Sie nichts zu machen.»
      Judy Boeman hätte vor lauter Schreck beinahe den Kaffee neben die Tasse gegossen, merkte es aber gerade noch und stellte die Kanne wieder auf die Theke. Ihre Hand zitterte!
      Inzwischen setzten sich bereits alle Gäste von Zehn-Vorne in die Ecke hinter der Theke. Auch Judy Boeman mußte hinüber.

      Auf der Brücke erholten sich Cmdr. Ceagy und Lt. Chollet wieder und begannen sofort, nach den drei „Meuterern“ über den Taktikbildschirm zu suchen.
      Währenddem die beiden Deck für Deck absuchten, erholten sich auch Lt. Boer und
      Lt. Humble wieder.
      «Ich habe sie, Commander!» berichtete Lt. Chollet.
      «Isolieren Sie sie und transportieren Sie die beiden in die Arrestzelle.» befahl Cmdr. Ceagy.
      «Commander, es sind drei!» sagte Chollet.
      «Dann beamen Sie alle drei in die Arrestzelle, Danny.» erwiderte Ceagy.
      «Es geht nicht, Andrew! Sie haben keine bekannten DNA-Strukturen, mit denen ich einen Transport vollführen könnte. Sie haben sich anscheinend in die Physiologie von Lore, Counselor Knight und Chief Whiteman hineinversetzt! Ich kann sie nicht erfassen!»
      erklärte Lt. Chollet das Nichtfunktionieren des Transporters.
      Da ertönte ein Funkzeichen auf der Brücke.
      ««Hier spricht Captain Anthony Holmes von der U. S. S. Expander. Wir haben drei von Ihren Crewmitgliedern physisch übernommen. Es befinden sich in diesem Raum noch fünf weitere Offiziere. Wenn Sie unsere Forderungen erfüllen, lassen wir die fünf Offiziere in der Bar frei. Was die drei anderen Crewmitglieder von Ihnen angeht, kann ich keinen Kompromiß schließen. Diese Körper sind ab jetzt unsere Körper, in denen wir existieren! Wir haben sonst keine Existenzformen als Alternative.»» sprach Cnslr. Knight.
      ««Mein Name ist Commander Andrew Ceagy. Ich bin der Erste Offizier an Bord dieses Schiffes. Ich kann Ihnen erst dann eine schlüssige Antwort geben, wenn der Captain wieder auf der Brücke ist. Er wird es Ihnen wohl gleich selbst sagen.»» funkte Cmdr. Ceagy an
      Zehn-Vorne zurück.
      Da kam auch schon Cpt. Bluefox auf die Brücke. Auch er konnte sich vom Laserstrahl wieder erholen. Er verlangte einen Bericht von Cmdr. Ceagy.
      «Captain, Sie können gleich selbst verhandeln. Es befinden sich drei Geiselnehmer auf
      Zehn-Vorne. Sie haben einerseits fünf Crewmems in ihrer Gewalt, andererseits besetzen sie sogar die Körper von Lore, Counselor Knight und Chief Whiteman!» berichtete Cmdr. Ceagy.
      «Was?!» Cpt. Bluefox konnte es gar nicht glauben, setzte sich dann aber in seinen Sessel und öffnete von dort aus einen Kanal nach Zehn-Vorne.
      ««Hier spricht Captain Bluefox. Bitte lassen Sie mich nach Zehn-Vorne kommen und mit Ihnen reden. Dafür lassen Sie die fünf anderen Leute frei. Mit denen können Sie taktisch wenig anfangen. Die wissen zu wenig, was geschehen ist.»» funkte der Captain an Knight.
      ««Das werden wir dann besprechen, ob wir die fünf Leute freilassen. Wir sind allerdings einverstanden damit, wenn Sie zu uns kommen.»» funkte Cnslr. Knight zurück.
      «Ein schlechter Deal.» kommentierte Cmdr. Ceagy und winkte ab.
      «Immerhin kann ich meine Leute sehen und beurteilen, ob sie ärztliche Hilfe benötigen.» relativierte Cpt. Bluefox das Vorgehen der Geiselnehmer.
      «Wenn Sie es so sehen wollen.» meinte Cmdr. Ceagy.
      ««Ich komme jetzt.»» funkte Cpt. Bluefox schließlich an Zehn-Vorne und beendete daraufhin den Funkkontakt. Er betrat den Turbolift und sagte: «Deck Zehn.»

      In Zehn-Vorne sagte Lore zu den fünf Personen in der Ecke:
      «Mal sehen, was Ihr Captain für ein Mann ist. Ich bin gespannt auf das, was er mir und meinen beiden Crewkollegen von der Expander erzählen wird.»
      Wenig später kam auch bereits der Captain in Zehn-Vorne an.
      «So, hier bin ich. Wer ist hier die Person, mit der ich verhandeln soll?» fragte Cpt. Bluefox.
      «Diese Person bin ich.» sprach Cnslr. Knight und schritt zum Captain heran. Sie stellte sich vor:
      «Ich bin Captain Anthony Holmes von der U. S. S. Expander.»
      «Und ich heiße Matthew Bluefox und bin der Captain von diesem Schiff, von der
      U. S. S. Bluefox. Vielleicht ist Ihnen nicht klar, wie lange Sie und Ihr Schiff schon unter einem riesigen Sandberg begraben sind. Jetzt konnten Sie anscheinend durch Geisteswandel, oder wie ich das auch immer nennen soll, die Körper von drei Mitgliedern meiner Crew heimsuchen. Vielleicht sind Lieutenant-Commander Lore, Counselor Knight und
      Chief Whiteman tot. Ich hoffe, ich täusche mich.» erzählte Cpt. Bluefox.
      «Ihre drei Crewmitglieder könnten auch noch am Leben sein. Wir sind sehr wahrscheinlich tot. Deshalb haben wir uns auch in die Körper von Ihren Crewmitgliedern versetzen können.
      Wir mußten uns entscheiden. Wir existierten bis vor kurzem in der Form von Licht, Captain. Es war ein Riesenglück für uns, daß wir nochmals lebendige Menschen erblickten! Deshalb versuchten wir, so viele Leute wie möglich mit einem Lichtblitz zu erfassen. Allerdings konnten wir lediglich drei der vier Personen in Ihrem Außenteam treffen.»
      «Wissen Sie, was geschah vor und während dem Absturz der Expander?» fragte Bluefox.
      «Ja, das wissen wir sehr genau. Es gab eine Plasmaentladung im Maschinenraum. Die wurde verursacht durch einen Ionensturm. Der Warpkernbruch stand kurz bevor. Allerdings konnte der Chefingenieur Energie in die Hilfstanks leiten und somit den Warpkern stabilisieren.
      Dummerweise zog er von einer kritischen Energiequelle Saft ab, nämlich von der Conn. Dadurch konnten wir nicht mehr steuern und stürzten auf dem Planetoiden ab.»
      erzählte Cnslr. Knight / Cpt. Holmes.

      Während Cpt. Bluefox und die Geiselnehmer in der Bar diskutierten, hielt es Cmdr. Ceagy auf der Brücke fast nicht mehr aus! Er grübelte. Wie könnte er seinen Kollegen helfen? Vor allem machte ihm Lore Sorgen. Lore war inzwischen zu seinem besten nichtmenschlichen Freund geworden. (Der Captain war noch immer sein bester menschlicher Freund.)
      Da ging ihm ein Licht auf:
      «Danny, wie wäre es, wenn wir ein isoliertes Kraftfeld um die drei Geiselnehmer errichten und sie gezielt betäuben würden? Dann könnten wir sie in aller Ruhe untersuchen und feststellen, was mit ihnen passierte in diesem Raumschiffswrack!»
      «Das würde funktionieren. Aber es wird schwierig werden, sie alle auf einen Schlag zu erwischen. Sie müßten alle in einem engen Radius beieinanderstehen. Zudem dürfte keine weitere Person bei ihnen sein. Auch wäre es von Vorteil, wenn im Umfeld von einem halben Meter keine andere Person stehen würde. Das Kraftfeld ist nur zu 99,3 Prozent isoliert. Es könnte mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 3 Prozent Energie aus dem Kraftfeld austreten. Aber wie gesagt: Höchstens einen halben Meter weiter löst sich das Plasma auf.»
      unterrichtete Chollet Ceagy.
      «Dieses Risiko müssen wir eingehen, Danny. Ich will einfach helfen können! Und wenn wir so eine gute Chance haben, dann möchte ich sie so gut wie möglich nutzen.» erwiderte Ceagy.
      «Und wo sollen wir einen Erzeuger beschaffen?» fragte Chollet.
      «Im Maschinenraum hat es visuelle Detektoren. Wir nehmen uns einen und richten ihn auf Zehn-Vorne aus.» antwortete Ceagy.
      «Gibt es nur diese Methode?» fragte Chollet.
      «Ja, ich glaube schon. Alles andere würde länger dauern, befürchte ich.» antwortete Ceagy.
      «Der Kreis, in dem die Energie freigesetzt würde, hat lediglich einen Umfang von siebzig Zentimetern, Andrew.» informierte Chollet Ceagy.
      «Tja, dann ist Präzision gefragt.» bemerkte Ceagy.
      Beide fuhren mit dem Turbolift zum Maschinenraum.
      Als sie dort ankamen, holte Cmdr. Ceagy einen solchen visuellen Detektor aus einem Schrank und stellte ihn auf den Haupttisch im Vordermaschinenraum.
      Lt. Chollet nahm nun einige Justierungen an der Linse vor, um damit die Vergrößerung zu bestimmen. Dann gab er die Koordinaten von Zehn-Vorne ein, die sonst eigentlich lediglich für den Transporterraum wichtig waren. In diesem Fall aber konnte Lt. Chollet diese Koordinaten sehr gut gebrauchen, um die Position der Geiselnehmer festzustellen.
      «Haben Sie sie bereits?» fragte der Erste Offizier. Er konnte es kaum erwarten!
      «Noch einen kleinen Moment, Andrew. – Jetzt habe ich sie im Visier. Also... ...“sie“ ist übertrieben. Ich habe einen von ihnen.» antwortete Lt. Chollet nach einer kurzen Pause.
      «Halten Sie die drei immer im Blickfang, Danny.» sprach Cmdr. Ceagy.

      Nichtswissend betreffend dieser Aktion von Cmdr. Ceagy und Lt. Cmdr. Chollet redeten Cnslr. Knight alias Cpt. Holmes und Cpt. Bluefox weiter.
      «Warum halten Sie diese fünf Leute in Zehn-Vorne fest?» fragte Cpt. Bluefox schließlich.
      «Wir möchten garantieren, daß Sie uns nicht unsere Körper wegnehmen. Das ist der einzige Grund.» antwortete Knight / Holmes.
      «Ich kann Ihnen versichern, Captain. Wir können Ihnen drei die Körper auch nicht wegnehmen, wenn diese fünf Crewmems frei sind. Das sind keine Spezialisten wie Lore, unser Chefingenieur. Und Lore gehört ja ohnehin schon Commander Brightman.»
      entgegnete der Captain.
      «Sie haben Recht in dieser Beziehung, Mr. Bluefox. Aber wenn wir diese fünf Leute freilassen, dann verlieren wir indirekt fünf von unseren Crewmitgliedern! Eigentlich wollten wir von hier wegbeamen und die Energie auf der Expander wieder herstellen. Verstehen Sie, Captain! Wir kommen jetzt noch schlecht weg mit nur neun Offizieren inklusive Ihnen als sechster Offizier neben diesen fünf Leuten in der Ecke! Sie sollten froh sein, daß wir nicht noch mehr Geiseln haben!» erklärte Knight / Holmes.
      Bluefox begriff nun, was die Geiselnehmer als Ziel hatten, aber er konnte selbstverständlich niemals zulassen, daß man beinahe seine halbe Crew stiehlt – und sich selbst noch dazu!
      Da kam ein Funkspruch zum Kommunikator des Captains!
      «Wenn Sie nur draufdrücken, dann töte ich Sie, Mr. Bluefox!» warnte Lore / Brightman.
      Der Captain drückte natürlich nicht auf seinen Kommunikator.

      Auf der anderen Seite der Leitung war Cmdr. Ceagy. Als er keine Meldung bekam, loggte er sich in das Kommunikationsnetz an Bord der Bluefox ein und suchte die Identifikationsnummer vom Kommunikator des Captains! Er fand sie auch und stellte eine einseitige stumme Verbindung zu Zehn-Vorne her.
      Nun konnten Lt. Chollet und Cmdr. Ceagy zwar hören, was sich in Zehn-Vorne abspielte, aber der Captain konnte Chollet und Ceagy nicht empfangen. Das war eine einseitige stumme Verbindung. Wohl die sicherste Abhörmöglichkeit, die je erfunden wurde bis zum Ende des 24. Jahrhunderts.
      «Ziemlich ruhig, hm?» bemerkte Lt. Chollet.
      «In der Tat. Die haben entweder eine ziemlich angespannte Lage, oder es wurden vorhin gerade alle Geiseln getötet.» erwiderte Cmdr. Ceagy.
      «Hoffen wir mal Ersteres.» schmunzelte Lt. Chollet. Es war zwar nicht sonderlich komisch, aber er mußte trotzdem grinsen.
      «Commander!» rief Lt. Chollet. Cmdr. Ceagy schaute auf. Lt. Chollet sagte:
      «Ich habe sie jetzt alle im Kreis!»
      «Energie, Danny!» befahl Cmdr. Ceagy.
      Chollet aktivierte das Kraftfeld und setzte die Energie frei!
      «Verdammt! Ich glaube das einfach nicht!» rief Lt. Chollet aus.
      «Was ist denn passiert um Himmels Willen?» fragte Cmdr. Ceagy ganz aus dem Häuschen.
      «Im letzten Moment hat einer den Kreis verlassen! Es dauert immer eine Sekunde, bis sich das Kraftfeld aufgebaut hat! So ein Mist!» ärgerte sich Lt. Chollet.

      In Zehn-Vorne bildete sich in dem Moment, als Chollet die Energie und das Kraftfeld aktivierte, ein blauer, reifenförmiger Kreis am Boden und von diesem Kreis aus schoß ein Energiefeld bis an die Decke! Das Kraftfeld baute sich auf, als in genau diesem Moment Lore alias Cmdr. Brightman die „Gefahrenzone“ verließ!
      Die anderen beiden waren der Energiewelle, die in dem Kraftfeld von oben nach unten wanderte, ausgesetzt! Tatsächlich fielen Cnslr. Knight und Chief Whiteman zu Boden und rührten sich einen Moment lang nicht mehr! Das Kraftfeld löste sich wieder auf.
      Dann hielt sich Cnslr. Knight die Hand vor die Augen und richtete sich langsam auf!
      Doch Lore / Brightman fackelte nicht lange und rannte zum Kommunikationspult hinter der Bar! Da sah er, daß ein Kanal, auf „stumm“ geschaltet, offen war zu Zehn-Vorne.
      Diesen Kanal schaltete er aus und öffnete seinerseits einen beidseitigen Kanal frei zum Maschinenraum, wo das Signal herkam. Lore / Brightman war sehr wütend und funkte:
      ««Wer immer das gerade gemacht hat; der soll sofort das Kraftfeld reaktivieren und diese beiden Personen erneut mit Energie versorgen! Das sollte die normale Funktion der Körperkontrolle wieder herstellen. Und wenn noch einmal irgend etwas in dieser Art geschieht, dann töte ich den Captain und alle anderen in diesem Raum! Seid ja vorsichtig mit uns! Ihr könnt von Glück reden, daß nicht ich das Kommando hier habe sondern Captain Holmes! Aber wir werden ja sehen, wie Captain Holmes auf diese Intervention reagiert.»»

      Lt. Chollet mußte wohl oder übel die Funktion umkehren und die Ausgangslage von vorher wieder herstellen. Cmdr. Ceagy kochte vor Wut!

      Nach diesem Zwischenfall bemerkte Cpt. Bluefox plötzlich, wie Lt. Werwealy, die stellvertretende Chefingenieurin, erst zuckte und nach Luft rang!
      «Lieutenant! Was haben Sie?» rief der Captain.
      Nach diesen Worten glitt Lt. Werwealy der Wand entlang zu Boden!
      Der Captain konnte sich nicht zurückhalten und rannte zur Ecke, wo die anderen Offiziere waren. Er rief zu Knight / Holmes:
      «Sie hat einen Kollaps! Ich bin kein guter Arzt, aber das kann ich erkennen! Sie braucht sofort medizinische Unterstützung!»
      «Sie haben sich jegliche Hilfe verscherzt mit dieser Aktion vorhin!»
      entgegnete Knight / Holmes kalt.
      Cpt. Bluefox fiel fast der Kinnladen herunter – So enttäuscht und wütend wie gerade in diesem Moment war er wohl noch nie!
      Lt. Werwealy fing sich aber wieder ein wenig und hauchte zum Captain:
      «Ich habe solche Angst, Captain!»
      «Das haben wir alle, Lieutenant. Aber Sie müssen durchhalten. Sie können im Moment jedenfalls nicht behandelt werden, so wie es aussieht.» entgegnete Cpt. Bluefox.
      Es war aber nicht so schlimm. Werwealy konnte nach einiger Zeit wieder normal atmen.
      In dieser Zeit verhielten sich alle mehr oder weniger ruhig in Zehn-Vorne.

      Chollet und Ceagy versuchten derweil weiterhin eifrig, einen geeigneten Zeitpunkt zu finden, um alle drei in den Kreis zu bekommen.
      «Ich glaube, das können wir jetzt vergessen, Commander. Die haben gespannt, was los ist.»
      realisierte Lt. Chollet.
      «Warum müssen wir heute so ein verdammtes Pech haben?» sinnierte Cmdr. Ceagy und vergrub den Kopf in seinen Händen.

      Lt. Werwealy brauchte zwar keine medizinische Behandlung mehr, aber den anderen wurde es mit jeder Minute immer ungemütlicher und die Angst war ohnehin immer präsent.
      Cpt. Bluefox nahm einen weiteren Anlauf:
      «Verstehen Sie nicht, was das war mit diesem Kraftfeld? Das war ein Hilfeschrei von uns! Wir haben Ihnen nichts getan und Sie halten uns hier fest! Klar, ich kann verstehen, daß Sie alle menschliche Hüllen haben wollen zum Weiterleben, aber ich darf das nicht zulassen!»
      «Ich kann auch verstehen, daß Sie bis zum letzten Mann kämpfen wollen, Mr. Bluefox, aber es wird Ihnen wenig bringen, wenn Sie weiterhin auf Gewalt setzen.»
      erwiderte Knight / Holmes.
      «Auf was soll ich dann setzen? Auf Diplomatie? Die scheiterte ja auch bereits!»
      Der Captain verzweifelte an der Situation. Er fuhr fort:
      «Da sitzen junge Männer und Frauen, die nichts mit dieser Debatte zwischen Ihnen und mir zu tun haben, aber Sie halten diese Leute fest!»
      Cnslr. Knight schaute den Captain mit einem starken Blick an.
      Cpt. Bluefox hatte keine Wahl mehr und er überwand sich zu einer harten Entscheidung:
      «Computer, aktiviere die Selbstzerstörungssequenz. Stiller Countdown, eine Minute.»
      befahl er dem Computer.
      «Ihre Stimme wurde als die von Captain Bluefox wahrgenommen. Eine Minute bis zur Selbstzerstörung. Es gibt keine weiteren Warnungen mehr.» bestätigte der Computer.
      Dann funkte der Captain an die gesamte Crew:
      ««An alle, hier spricht der Captain. Alle sofort von Bord!»»
      Knight / Holmes’ Blick wurde auf einmal unsicher und sie fragte Bluefox:
      «Ist das Ihr Ernst? Möchten Sie und Ihre Crewkollegen in diesem Raum wirklich sterben?»
      «Das fragen Sie doch nicht im Ernst, oder? Sie haben es anscheinend so gewollt! Sie ließen mir keine Wahl zur Diplomatie! Jetzt ist es zu spät! Aber keine Sorge, ich bleibe auf meiner Meinung. Da können Sie Gift drauf nehmen, Captain Anthony Holmes!» antwortete Bluefox.
      «Es sei denn, Sie würden sich nochmals anders entscheiden und diese Autoritätsspielchen endlich lassen. Sie haben die Wahl, Captain.» ergänzte er gelassen.

      Cmdr. Ceagy und Lt. Chollet verließen schleunigst den Maschinenraum und stürzten sich in die Rettungskapseln! Auch die anderen Crewmitglieder spurteten entweder zu den Kapseln oder in die Transporterräume, um sich auf die Planetoidenoberfläche zu beamen.
      Unterwegs schrie Cmdr. Ceagy: «Alle raus hier! Das sieht nach einem ernsten Fall aus!»

      Auf einer Bildschirmanzeige, die im Bartisch eingesetzt war, konnte Lore / Brightman die Sekunden sehen, die langsam und unaufhaltsam Richtung Null schritten!
      Chief Whiteman / Lt. Cole bekam auf einmal Schweißperlen auf seiner Stirn. Auch Lore alias Brightman schaute nicht mehr so wütend drein wie noch kurz zuvor. Seine Stirn bekam auf einmal Falten und seine Lippen zitterten!
      Während der Countdown langsam nach unten tickte, schauten sich Bluefox und Knight alias Holmes ununterbrochen in die Augen. Dann drehte sich der Counselor um und fragte
      Lore / Brightman:
      «Wieviel Zeit noch?»
      «Acht Sekunden, Sir.» antwortete der auf einmal emotionale Androide. (J)
      Lore zählte mit:
      «5... 4... 3...»
      «Also schön, Sie haben Ihre Loyalität zu Ihrer Crew bewiesen.» lenkte Knight / Holmes ein.
      «Countdown unterbrechen.» befahl Bluefox.
      «Wir geben Ihnen die fünf Crewmitglieder und konzentrieren uns voll auf Sie, Mr. Bluefox.»
      schlug Cnslr. Knight / Cpt. Holmes vor.
      Bluefox atmete auf und winkte seine fünf Kollegen und Kolleginnen heraus. Die machten sich natürlich schleunigst aus dem Staub!
      «Ich danke Ihnen, Captain.» Das kam wirklich von ganzem Herzen von Cpt. Bluefox. Sogleich machte er einen Vorschlag:
      «Seit ich hier bin, habe ich immer versucht, Sie zu erreichen! Ich wollte mit Ihnen gemeinsam einen Weg finden, eine geeignete Existenzform zu finden! Wir haben uns in etwas hineingesteigert. Das war überhaupt nicht nötig, wie mir scheint. Ist Ihnen klar, warum ich die Selbstzerstörung aktivierte?» fragte er noch.
      «Weil sie mich töten wollten. Weil sie die Gefahr beseitigen und Ihre Crew, die noch übrig ist, retten wollten.» antwortete Knight / Holmes.
      «Oh, nein, Captain. Ich aktivierte die Selbstzerstörung, weil ich Ihre Sinne schärfen wollte! Ich wollte, daß Sie überlegen und sich selbst überwinden! Es ist mir gelungen.» erklärte
      Cpt. Bluefox.
      «Sie hätten es durchgezogen, nicht wahr?» wollte Lore / Brightman hinter der Theke wissen.
      «Vielleicht...» antwortete Cpt. Bluefox und zuckte mit den Schultern.
      «Eins muß ich Ihnen lassen, Mr. Bluefox. Sie haben mir persönlich imponiert.» gestand Whiteman / Cole. Bluefox wollte wissen:
      «Warum denn?»
      «Weil Sie ein extrem guter Taktiker sind. Ich hatte echt Schiß.» antwortete Whiteman / Cole.
      Bluefox konnte sich ein Lachen nicht verkneifen und ging zu Chief Whiteman / Lt. Cole hin.
      «Aber eins muß ich Ihnen und Ihren Kollegen auch gestehen:
      Ich war noch nie derart an meinen Grenzen wie in dieser Mission! Aber schlußendlich sind wir alle nur Menschen und machen alles, wenn es darauf ankommt.» sprach Cpt. Bluefox.
      «Haben wir es überwunden, Captain?» fragte Whiteman / Cole und schaute zu Knight / Holmes hinüber.
      Die 35-jährige Dame nickte dem Transporterchef zu.
      Sie verkörperte in dieser Zeit zwar einen 90-jährigen Menschen, der aber auch schon seit 34 Jahren tot war. Aber Cpt. Bluefox hat letztendlich niemand anderen gesehen als
      Cnslr. Knight! Genauso war es auch mit den anderen beiden Besatzungsmitglieder!

      Computerlogbuch der Bluefox, Captain Bluefox, Sternzeit 52859.3

      ««Alle Offiziere sind wieder an Bord zurückgekehrt und sind unverletzt. Die Situation ist zwar überstanden, aber wir suchen nun nach einem gemeinsamen Weg, die drei Crewmitglieder der U. S. S. Expander unter einigermaßen normalen Lebensbedingungen und in einer anderen Existenzform als der Momentanen unterzubringen. Captain Holmes und seine beiden Crewkollegen sind bereit, Kompromisse einzugehen. Das bedeutet, sie verlangen nicht die besten Lebensbedingungen, um uns Lore, Chief Whiteman und Counselor Knight zu überlassen.»»


      In der Beobachtungslounge berieten sich Cmdr. Ceagy, Cpt. Bluefox, Cpt. Holmes und
      Cmdr. Brightman. Sie arbeiteten ein Projekt aus.
      Da kam Cmdr. Ceagy auf die zündende Idee:
      «Ich hab’s! Wir könnten auf unserem Holodeck ein Dauerprogramm erschaffen, welches ununterbrochen in Betrieb ist.» Bluefox setzte den Gedanken gleich fort:
      «Das ist es! Wir laden möglichst viele Programmdaten und Informationen über die Expander in unsere Datenbank. Sie liefern uns dementsprechende Ergänzungen zu den Daten.»
      Und dann vollendete Cpt. Holmes den Gedanken:
      «Wir bauen die Expander nach und begeben uns auf weitere Missionen! Wir simulieren unsere Crew mit jeder Finesse der einzelnen Personen! Das ist die Hammer-Idee!»
      Alle vier Offiziere klatschten Beifall und Cmdr. Ceagy jubelte! Solch eine einfache Lösung hätte Cpt. Bluefox nicht einmal im Traum erwartet. Und Cpt. Holmes erst!

      Das Projekt „Expander“ wurde in Zehn-Vorne der gesamten Crew der U. S. S. Bluefox vorgestellt und Cmdr. Ceagy, selbst ein leidenschaftlicher Tüftler, verkündete auf einer extra aufgestellten Plattform:
      «Wir haben nun also das Projekt, das eben von Captain Bluefox vorgetragen wurde. Aber wir hatten noch keine Lösung, wie wir unsere drei Crewmitglieder wieder bekommen können! Für das habe ich jetzt die Lösung schlechthin:
      Ich werde mit den Technikern des Maschinenraums und dem medizinischen Stab zusammen die DNA-Struktur von Chief Whiteman und Counselor Knight und das Programm von Lore isolieren. Das, was dann übrigbleibt, ist ja die DNA-Struktur von Captain Holmes, Commander Brightman und Lieutenant Cole, somit ebenfalls bereits isoliert. Diese Daten, die aus den DNA-Strukturen von Holmes, Brightman und Cole entstehen, laden wir in drei verschiedene Holomatrixen, so wie wir es mit einem medizinischen Notfallhologramm machen würden! Somit können Captain Holmes & Co. auf dem Holodeck problemlos existieren und wir bekommen aus den restlichen isolierten DNA-Werten unsere beiden Menschen und unseren Androiden wieder zurück!» erklärte er die ganze Sache.
      Da begann der Barsaal von Zehn-Vorne beinahe zu beben, so kam es Cmdr. Ceagy vor! Derart schallte der Applaus!
      Alle waren natürlich sofort einverstanden und noch am selben Tag machte sich die ganze Mannschaft ans Werk, so gut jeder mithelfen konnte. Diejenigen, die wissenschaftlich nicht so belehrt waren, halfen an der Gestaltung des Holodeckprogramms mit. Jeder konnte seinen Beitrag zum Projekt „Expander“ beisteuern.

      Während Cpt. Bluefox, Cmdr. Ceagy und der inzwischen wieder hergestellte Lt. Cmdr. Lore gerade Programmdaten für den letzten Schliff des Holodeckprogramms in das Hauptfile luden, unterhielten sich die drei ein wenig:
      «Ich bin zwar sehr gerne Hobbyerfinder. Aber wenn es dann ins technische Denken und in die höhere Informatik geht, dann überlasse ich die Führung dann doch lieber Ihnen, Lore!»
      meinte Cmdr. Ceagy. Lore erwiderte:
      «Ich mag vielleicht im Ausführen von Rechenoperationen besser sein als Sie, Commander. Aber wenn es um Gefühle geht, scheinen Sie doch klar im Vorteil zu sein.»
      «Das ist aber auch ganz klar, Lore! Sie hatten noch nie die Gelegenheit, Emotionen zu haben! Zwar waren Sie nicht sich selbst, aber ich muß Ihnen etwas sagen:
      Ich habe noch nie so einen eisernen Mann mit Gefühlen in einer Androidenhülle gesehen wie Sie, als Sie von diesem Commander Brightman kontrolliert wurden! Wäre das eine Theaterrolle gewesen, dann hätte ich mich dabei wohl köstlich amüsiert!» gestand der Captain. Lore erklärte daraufhin:
      «Ich muß Ihnen mitteilen, daß ich an einem Chip arbeite, der es mir erlauben wird, den Ansatz von Emotionen und die Entwicklung von Grundgefühlen zu erleben. Ich werde wohl einige Zeit brauchen, bis ich ihn fertiggestellt haben werde. Aber auf was ich dann selbst kommen muß und was ich dann aus eigener Kraft und nur mit Hilfe dieser Grundemotionen lernen muß, ist der Humor. Ich werde vielleicht dann auch über einen Witz lachen können.
      Ich kann leider keinen Chip mit erweiterten Emotionen ausarbeiten, da mein Programm dazu nicht komplex genug ist und zuwenig Speicherplatz besitzt.»
      «Das macht nichts, Lore. Ich finde, Sie sind jetzt schon ab und zu menschlicher als jeder Mensch hier an Bord!» erwiderte Cpt. Bluefox. Lore wartete kurz und sagte dann:
      «Danke, Sir.»
      «So, und auf welcher Höhe sind jetzt schon wieder die Geländer der Shuttlerampen in der Nachbildung der Expander gebaut?» fragte Cmdr. Ceagy.
      Und so liefen die drei Offiziere durch die nachgebildete U. S. S. Expander hindurch und arbeiteten kontinuierlich weiter am Bau der fiktiven U. S. S. Expander NCC 3687-A.

      --- ENDE ---

      Fortsetzung folgt!
      Zuletzt geändert von Narbo; 17.01.2002, 13:45.

      Kommentar

      Lädt...
      X