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Die Siedler VI - AUFSTIEG EINES KÖNIGREICHS

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  • Die Siedler VI - AUFSTIEG EINES KÖNIGREICHS

    Bald kommt ja eine neue Siedler Version raus, wenn ich mich nicht irre müsste das ende August bis Mitte September sein, für um die 50 Euro.

    Kennt jemand von euch die Beta, was haltet ihr davon? In der Presse enthält die neuste Auflage ja fast nur gute Kritiken. Vor allem heißt es hier immer Back To The Roots und das würde mir auch gefallen, da alles nach Siedler 2 irgendwie nichts war.

    Ich hab mit PC oder Konsolen spielen seit vielen Jahren ja nichts mehr am Hut, aber bei diesem Spiel juckt es mich schon sehr in den Fingern, ich hab Siedler 1 und 2 damals sehr gerne gespielt, war immer eine richtig tolle Abwechslung.

    PS. Nicht lachen, aber ist es bei PC Games immer noch üblich das man die CD/DVD im Laufwerk lassen muss, sonnst läuft es nicht (Kopierschutz)?
    "...To boldly go where no man has gone before."
    ...BASED UPON "STARTREK" CREATED BY GENE RODDENBERRY...


  • #2
    Hallo,
    also ich habe mir nach guten Erfahrungen mit der Demo gestern den nunmehr 6. Teil der Siedler-Serie gekauft und möchte hier mal ein kleines Review zu schreiben.


    Hintergrund oder Wieso das Ganze?

    Nach dem spielerisch und verkaufstechnisch eher ernüchternden 5. Teil der Siedler-Reihe - Das Erbe des Königs – der mit einem weiten Abstecher hin zur Echtzeitstrategie viele Fans abgeschreckt zu haben scheint geht Blue Byte nun wieder zurück zu den Wurzeln, bringt aber auch einige neue Elemente ins Spiel.

    An Anfang war der Marktplatz

    Eine typische Siedler 6-Partie beginnt dabei standardmäßig mit einem Marktplatz, einem daran angeschlossenen Lagerhaus, in dem schon einige Grundwaren eingelagert sind, sowie einer Kirche und einer etwas abseits gelegenen Burg. Der Aufbau der Siedlung beginnt dabei mehr oder weniger genretypisch. Über das Baumenü auf der rechten Bildschirmseite errichten wir die ersten Holzfällerhütten (bevorzugt nahe von Wäldern) und Jagdunterstände (in der Nähe von per Icon gekennzeichneten Wildtierherden). Ein Weg zu den per shift-Taste drehbar platzierbaren Gebäuden ist dabei anlegbar und bringt einen Geschwindigkeitsbonus beim Transport der Waren ist aber nicht zwingend notwendig, wie z.B. bei den Siedlern 2. Hierbei fällt dem Kenner der Serie (vor allem Teile 2, 3 oder 4) das stark vereinfachte Wirtschaftssystem auf. Im Prinzip wird dabei immer nur ein Rohstoff produziert, der in einem weiterverarbeitenden Betrieb veredelt wird. Zwischenschritte, wie zum Beispiel die Produktion von Brettern in einer Sägemühle entfallen dabei ganz. Im Ausgleich können alle Gebäude zweimal verbessert werden, um effektiver zu produzieren. Außerdem sind die Grundrohstoffe nun stets nachhaltig, ein Förster entfällt somit auch. Einzig Steinbrüche und Eisenminen sind endlich abbaubar, aber wir können die noch übrige Anzahl an Erzen und Steinen einsehen und so unsere Expansion etwas genauer planen.

    Die zentralistisch gesteuerte Wirtschaft.

    Ein weiterer Punkt der neu daherkommt, ist der zentrale Sammelplatz aller Rohstoffe im Lagerhaus am Markplatz. Nur von dort aus bedienen sich die weiterverarbeitenden Betriebe an Rohstoffen, weitere Lagerplätze können nicht errichtet werden. Dies erfordert bei der Planung der Siedlung einiges an Umdenken – die dezentralen Warenketten (z.B. Kornfeld, danach die Mühle und dann der Bäcker) der Vorgänger entfallen. Dafür sollten die Rohstoffbetriebe etwas weiter entfernt vom Lagerhaus errichtet werden und im Kern der Siedlung Platz für die Verarbeitungsbetriebe frei gelassen werden.
    Dadurch wirkt die Siedlung gewollt eher wie eine echte Stadt im Mittelalter, wo halt alles um einen zentralen Platz gedrängt war, aber gerade bei größeren Siedlungen wünscht man sich, man könnte Zweigstellen und Satellitendörfer errichten.

    Territoriale Expansion

    Irgendwann wir einem der Platz zum siedeln zu eng und wir müssen unser Reich ausdehnen. Den dynamisch verschiebbaren Grenzen der Vorgänger sind nun die Territorien gewichen. Innerhalb deren Grenzen kann beliebig gebaut werden. Neue Gebiete erobern wir mit unseren Helden (dazu später mehr), der als einziger dort den Bauauftrag für Wachtürme erteilen kann. Steht der Grenzturm gehört das Gebiet dann uns und wir könne es erschließen.

    Titel und Wünsche

    Unser Held ist mehr oder weniger das einzige Relikt aus dem Vorgänger. Hier sind es aber keine Kampfmaschinen sondern dienen eher als Identifikationsfiguren und Spielelement. Vor dem freien Spiel haben wir die Wahl zwischen 6 verschiedenen Recken, die leicht unterschiedliche Auswirkungen auf die Siedlung haben – Ritter Marcus heuert z.B. billiger Truppen an, Lady Alandra nimmt bei Gottesdiensten mehr Gold ein. Das glänzende Edelmetall, dass hauptsächlich durch Steuern eingenommen wird) brauchen wir (neben Steinen) um die Hauptgebäude unserer Siedlung (Lagerhaus, Burg, Kirche) bis zu dreimal zu verbessern. Dadurch können wir unserem Helden immer bessere Titel (Landvogt, Baron etc.) verleihen – das Zielt ist der Rang des Erzherzogs. Mit jeder neuen Stufe fordern aber unsere Siedler auch mehr Waren, so z.B. Kleidung schon auf der Stufe Landvogt oder zum Ende hin immer aufwendigere Unterhaltung. Dazu werden immer weitere neue Produktionsgebäude freigeschaltet, die dieses Bedürfnis erfüllen. Das ganze erinnert dabei ziemlich an die Anno Serie, kommt aber nicht an dessen Komplexität heran – außerdem fehlt die optische Verbesserung der Stadt durch den steigenden Rang der Siedler.

    Kämpfen leicht gemacht

    Es gibt auch weiterhin einen Militärpart in die Siedler 6, dieser ist allerdings wieder stark zurückgedreht worden. Es gibt nur zwei verschiedenen Truppentypen (Schwertkämpfer und Bogenschützen), außerdem 3 verschiedene Belagerungswaffen. Im Kampf fehlt dabei irgendeine wirkliche Taktik – die größere Armee gewinnt in der Regel. Einzig durch höheren Sold (der von den Steuern abgezogen wird) und der Ausbaustufe unserer Siedlung können wir unsere Truppen etwas stärken. Aber im Herzen ist das Spiel eher friedlich und im freien Spiel und im freien Spiel kann ohne Opposition friedlich gesiedelt werden.

    Teure Technik

    Die Grafik von die Siedler 6 ist nun wirklich hervorragend gelungen – Bäume wiegen sich im Wind, Gras ebenfalls, es gibt Klimawechsel und Jahreszeiten. Alle Gebäude sind hochdetailliert und man kann wirklich nahe ranzoomen und den Siedlern bei der Arbeit zuschauen, so wie man es kennt. Allerdings ist eine topmoderne Hardware Voraussetzung für den optischen Genuss. Laut den aktuellen Magazinen schwächeln vor allem ältere Systeme deutlich. Eigentlich seltsam, zumal der typische Siedler Spieler ja nicht der Grafikfetischist ist.

    Kampagne

    Die Kampagne habe ich leider erst kurz angespielt. Es dreht sich nachdem was ich gelesen um die Bedrohung des Königreiches von Westholm durch den Roten Korsaren, aber dazu kann ich später mehr sagen. Die ersten 2 Missionen sind allerdings eher Tutorial und erzählen noch nicht die Hauptstory. Später mehr, wie gesagt.


    Mein Fazit:

    Die Siedler 6 gehen zurück zu ihren Wurzeln, dass ist klar. Allerdings werden die Puristen sicher die Vereinfachung der Warenkreisläufe bemängeln. Mir macht das nichts aus, im Gegenteil, ich finde es gut, dass meine Siedlung jetzt einen echten Kern hat und nicht so dezentral wie früher aussieht. Außerdem mag ich es, zur Entspannung einfach mal nur meiner florierenden Siedlung zuzuschauen. Allerdings ist Anno1703 eindeutig das komplexere und forderndere Aufbauspiel das muss schon festgehalten werden. Und die hohen Hardwareanforderungen machen nicht jedem Freude.

    Ich würde jetzt (ohne die Kampagne) so 82% vergeben.

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    • #3
      Zitat von Scotty Beitrag anzeigen
      PS. Nicht lachen, aber ist es bei PC Games immer noch üblich das man die CD/DVD im Laufwerk lassen muss, sonnst läuft es nicht (Kopierschutz)?
      So gut wie immer!
      "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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      • #4
        Ich hatte mir dann mal die Demo gesaugt und bei nem Kumpel die Tage auch mal das fertige Spiel gespielt, ich bin enttäuscht. Langzeitspaß ist da echt nicht gegeben, alles bekommt man vorgeschrieben, nicht mal eine KI des Gegeners ist vorhanden, aber Gegner kann man das ja eh auch nicht mehr nennen.

        Einzig die Grafik ist toll und auch der Sound bzw. die Musik, der Rest hat eigentlich nichts mehr mit dem eigentlichen Siedler zu tun.

        Es kam schon letztes Jahr raus, aber ich hab auch das erst vor einigen Monaten mitbekommen, es gibt ja eine Neuauflage des alten Klassikers Siedler 2, genau das hab ich mir dann gekauft, dass macht noch Spaß und schaut nun fast genauso toll aus wie S6.
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        • #5
          @Scotty:

          Ich denke, es kommt ganz darauf an was man erwartet. Mir gefällt das Spiel ja sehr gut, wie oben geschrieben und ich finde den Städteaufbau mit dem zentralen Platz sehr gut. Das einem etwas vorgeschrieben wird sehe ich auch nicht so. Immerhin tut man in den anderen Siedlerteilen auch nichts anderes, als seine Stand im immer gleichen Schema aufzubauen. Und in den Kampagnen waren auch in den vorherigen Siedlerteilen die Ziele recht festgeschrieben, soweit ich mich erinnere...

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          • #6
            Es gibt aber leider kein echtes Wirtschaftssystem mehr, das ist alles nur Pseudo. Mir viel zu einfach und dann auch noch dieses niedrige Siedlerlimit. Es gibt keine Mühle mehr, kein Sägewerk,...
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            • #7
              PS. Nicht lachen, aber ist es bei PC Games immer noch üblich das man die CD/DVD im Laufwerk lassen muss, sonnst läuft es nicht (Kopierschutz)?
              Das ist sehr herstellerbedingt. Bei machen braucht man die Disk im Laufwerk, bei anderen nicht. Mein MS Flugsimulator X benötigt z.B. keine DVD im Laufwerk, Stalker hingegen wieder schon. Aber ich vermute, dass die meisten Spiele nach wie vor die DVD im Laufwerk brauchen.
              Textemitter, powered by C8H10N4O2

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              • #8
                Wenn Du das Originalspiel (egal welches) gekauft hast, kannst Du hier suchen, ob Du einen no-CD-Patch findest. Aber wie gesagt: Legal ist das nur, wenn Du das jeweilige Originalspiel hast.
                Depend upon it, sir, when a man knows he is to be hanged in a fortnight, it concentrates his mind wonderfully.
                (Dr. Samuel Johnson)

                Main problem with troubleshooting is: trouble shoots back (Quelle: Google+)

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                • #9
                  alles sinnlos im Vergleich zun den einzig wahren Siedler 1+2
                  klingt irgendwie als würde Siedler möglichst vereinfachst umd möglichst Massenkompatible zu sein

                  das hat noch keinem Spiel gut getan, siehe Morrowind->Oblivion
                  Homepage

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                  • #10
                    Zitat von Octantis Beitrag anzeigen
                    alles sinnlos im Vergleich zun den einzig wahren Siedler 1+2
                    klingt irgendwie als würde Siedler möglichst vereinfachst umd möglichst Massenkompatible zu sein

                    das hat noch keinem Spiel gut getan, siehe Morrowind->Oblivion
                    Du bringst es auf den Punkt.
                    Heut stehen nur mehr Grafik und Massentauglichkeit an erster Stelle.
                    Massentauglichkeit ist dann ganz klar mit *einfach und schnell durchzuspielen* definiert.
                    Damit auch die Kiddis nicht gleich zum heulen anfangen wenn sie einen level nicht gleich beim ersten Versuch schaffen.
                    Sagt mal ehrlich welches Spiel aus den letzten 1-2 Jahren würdet ihr auch noch in 5 Jahren spielen wollen?

                    Früher hat man sich an einigen Spielen richtig die Zähne ausgebissen. Saß man tagelang an einem einzigen Level oder Endgegner fest.
                    Heut brauchst nichtmal mehr ein Handbuch.

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                    • #11
                      Du bringst es auf den Punkt.
                      Heut stehen nur mehr Grafik und Massentauglichkeit an erster Stelle.
                      Das ist leider oft wahr. Angeblich soll sich das ja bessern.
                      Sagt mal ehrlich welches Spiel aus den letzten 1-2 Jahren würdet ihr auch noch in 5 Jahren spielen wollen?
                      FarCry, MS Flugsimulator X, Doom 3,...
                      Früher hat man sich an einigen Spielen richtig die Zähne ausgebissen. Saß man tagelang an einem einzigen Level oder Endgegner fest.
                      Heut brauchst nichtmal mehr ein Handbuch.
                      Also du musst einmal davon ausgehen, dass man ein Spiel spielt um zu gewinnen und nicht um zu verlieren. Die Realität ist grausam genug. Das hat man schon in der Zeit der Konsolenspiele erkannt und hat das Konzept grundlegend geändert.
                      Textemitter, powered by C8H10N4O2

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                      • #12
                        Also du musst einmal davon ausgehen, dass man ein Spiel spielt um zu gewinnen und nicht um zu verlieren. Die Realität ist grausam genug. Das hat man schon in der Zeit der Konsolenspiele erkannt und hat das Konzept grundlegend geändert.
                        Ja und genau deswegen spiele ich keine Konsolenspiele mehr.
                        Ist alles zu einfach geworden.
                        Ich will ein Spiel das mich fordert und nicht eins das ich in 3-4 Stunden durchgespielt habe.
                        Deswegen kaufe ich mir auch nur mehr Spiele von kleineren Herstellern die für richtige Hardcorefreaks spiele machen, wo man sich wirklich die Zähne ausbeist.
                        Da ist die Grafik eher nebensache, aber die KI ist super.

                        Das ist leider oft wahr. Angeblich soll sich das ja bessern.
                        Ach bitte, solange die genug davon verkaufen wird sich da nichts bessern.
                        Die brauchen ja heut schon mehr Grafikdesigner als richtige Spieldesigner für ein Spiel.

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                        • #13
                          Wir können darüber gerne in einem eigenen Thread diskutieren, ich will hier nicht länger offtopic bleiben. Man möge mir daher den Einzeiler verzeihen.
                          Textemitter, powered by C8H10N4O2

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                          • #14
                            Zitat von Octantis Beitrag anzeigen
                            alles sinnlos im Vergleich zun den einzig wahren Siedler 1+2
                            klingt irgendwie als würde Siedler möglichst vereinfachst umd möglichst Massenkompatible zu sein
                            Ja genau, deswegen habe ich mir dann auch Siedler 2 DnG gekauft. Die Grafik schaut hier nun auch hervorragend aus, aber dennoch ist es genauso gut wie das original von 96.

                            In den Ubiforen lese ich auch viel seit dem und es ist wohl wirklich so, die meisten finden es langweilig, es gibt kein Langzeitspielspaß bei S6.
                            "...To boldly go where no man has gone before."
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                            • #15
                              Hmm, also ich habe mit die Siedler 6 noch Spaß (und wie es scheint hat auch die Presse recht viel Spaß mit dem Spiel gehabt (immer Wertungen über 80, die ich kenne). Allerdings kann ich noch nicht sagen, ob ich wirklich auch bei der 7 oder 8 Kampagnenmission immer noch die Sidlung gleich aufbauen will.

                              Aber ich finde auch, dass die früheren Siedlerteile da nicht viel anders waren und sich der Aufbaupart immer gleich gespielt hat. Das einzige was fehlt sind die verschiedenen Fraktionen der früheren Teilen, das finde ich auch schmerzlich, aber auch irgendwie nicht weiter schlimm.

                              Also ich kann mich nur widerholen - ich sehe Siedler 6 nicht so negativ, wie ihr es findet...

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