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  • Zum Thema Kopierschutz

    Wir hatten hier neulich ja eine Debatte zum Thema Kopierschutz,
    leider finde ich den alten Thread nicht mehr und starte daher einen neuen.
    Zumal der alte auch ein ganz anderes ursprüngliches Thema hatte.


    Was ich zumindest mitteilen wollte, ist folgendes:
    Trotz der Verwendung des kontroversen SecuROM-Kopierschutzes (Spore, Mass Effect) hat der Entwickler Radon Labs bei Drakensang auf Installationsbeschränkungen oder eine Online-Aktivierungs verzichtet. Der Verkaufserfolg gibt Radon Labs Recht, genaue Zahlen über illegal heruntergeladener Spiele gibt es allerdings nicht.
    News: Das Schwarze Auge: Drakensang - In Deutschland über 100.000 Mal verkauft | PC | Rollenspiele | GameStar.de

    Eine Installationsbeschränkung oder Online-Aktivierung (Zwangsaktivierung) ist also absolut nicht notwendig, um gute Verkaufszahlen zu erreichen.


    Zum Vergleich, das ebenfalls im Artikel erwähnte FarCry 2 hat sich nur 60000 mal verkauft und das obwohl bei diesem eine Online Aktivierung (Zwangsaktivierung) und Installationsbeschränkung (Instalationslimit) verwendet wird.
    Würde die Zwangsaktivierung Raubkopien verhindern, dann müßten so gesehen die Verkaufszahlen von Far Cry 2 ja höher sein als von DSA.
    Ein paar praktische Links:
    In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
    Aktuelles Satellitenbild
    Radioaktivitätsmessnetz des BfS

  • #2
    Ich muss sagen das ich eine Art DRM wie z.B. Steam mit Onlineaktivierung und Accountbindung sehr gut finde, da Steam deutliche Vorteile im Gegensatz zu anderen DRM Mechanismen bietet. SeucuRom mit einer Installationsbegrenzung finde ich auch nicht umbedingt gut aber leider kommt man bei gewissen spielen wie z.B. RA3 nicht drum rum. Ich finde es zwar Schade das die Entwickler verstärkt auf SecuRom zurückgreifen müssen, mich wundert es aber nicht angesichts der großen Anzahl von Raubkopien. Steam ist was DRM Mechanismen angeht noch die beste Lösung.

    Gruß

    Gilad
    "History is on the move, Captain. Those who cannot keep up will be left behind,
    to watch from a distance. And those who stand in our way will not watch at all."
    - Großadmiral Thrawn zu Captain Pellaeon

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    • #3
      Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
      Würde die Zwangsaktivierung Raubkopien verhindern, dann müßten so gesehen die Verkaufszahlen von Far Cry 2 ja höher sein als von DSA.
      Interessant wären jetzt natürlich noch die Zahl der Raubkopien, auch wenn man die natürlich schlecht erheben kann. Far Cry 2 will wahrscheinlich mit oder ohne Kopierschutzt keiner haben

      Sicherlich kann man den Herstellern nicht verübeln ihre Produkte zu schützen, dennoch habe ich noch niemanden sagen hören "Das Game hat nen Kopierschutz, jetzt kaufe ich es, anstatt es runterzuladen". Über den Sinn lässt sich daher streiten.

      @Gilad Pellaeon:
      Ja, das Steam-System ist nicht schlecht, allerdings würde es auch reichen, wenn es sich auf den Online-Teil der Spiele beschränken würde. Offline-Game Aktivierung brauche ich nicht wirklich.
      "Steigen Sie in den Fichtenelch! - Steigen Sie ein!"

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      • #4
        Zitat von Dr.Bock Beitrag anzeigen
        @Gilad Pellaeon:
        Ja, das Steam-System ist nicht schlecht, allerdings würde es auch reichen, wenn es sich auf den Online-Teil der Spiele beschränken würde. Offline-Game Aktivierung brauche ich nicht wirklich.
        Das mag sein, aber ich habe kein Problem damit Spiele wie z.B. Empire: Total War oder Dawn of War II auch über Steam zu installieren, immerhin hat sich Steam mittlerweile als gute Community Plattform etabliert, obwohl es natürlich immer noch viele Steam Gegner gibt, wobei sich die meisten derer nicht wirklich mit dem Programm auseinander gesetzt haben.
        "History is on the move, Captain. Those who cannot keep up will be left behind,
        to watch from a distance. And those who stand in our way will not watch at all."
        - Großadmiral Thrawn zu Captain Pellaeon

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        • #5
          Zitat von Gilad Pellaeon Beitrag anzeigen
          Das mag sein, aber ich habe kein Problem damit Spiele wie z.B. Empire: Total War oder Dawn of War II auch über Steam zu installieren, immerhin hat sich Steam mittlerweile als gute Community Plattform etabliert, obwohl es natürlich immer noch viele Steam Gegner gibt, wobei sich die meisten derer nicht wirklich mit dem Programm auseinander gesetzt haben.
          Das es Leute gibt, die das bereits machen, macht es ja nicht automatisch besser Ich habe auch kein großes Problem damit, meine Games dann per Steam zu aktivieren, denn gerade bei Online-Games ist das System klasse. Bei Games, die man sowieso als Download kauft, kann ich eine Aktivierung ja auch noch nachvollziehen, da man ansonsten das Runtergeladene einfach x mal kopieren kann. Bei wirklich reinen offline Games, welche ich auch im Laden gekauft habe brauche ich allerdings keine Community, keinen Onlinezugang mit Aktivierung und etc.. Da bin ich dann old-school und will einfach nur meine DVD reinschieben und spielen.
          "Steigen Sie in den Fichtenelch! - Steigen Sie ein!"

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          • #6
            Für mich gibt es beim Spielekauf eine ganz klare Regel: Wenn ein Spiel eine Online-Aktivierung benötigt, kaufe ich es nicht!

            So freue ich mich schon seit Jahren auf Dragon Age. Aber ob ich es wirklich kaufen werde hängt am Ende vom Kopierschutz ab, der eingesetzt wird.

            Das hat 2 Gründe:
            1. will ich ein Spiel das ich gekauft habe auch unbegrenzt spielen können. Auch wenn der Anbieter es irgendwann nicht mehr unterstützt.
            2. die Privatsphäre. Es geht den Hersteller weder an auf was für einen PC ich es spiele, noch wie oft ich ein System ändere.

            Wenn ein Hersteller das nicht akzeptiert, dann hat er Pech gehabt. Da kann das Spiel noch so gut sein, dann ist es einfach Tabu!

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            • #7
              Ich habe nichts gegen eine Onlineaktivierung von Spielen, wenn dabei ein paar Bedingungen erfüllt werden.

              - Die Aktivierung darf von dem Nutzer keine Angaben von persönlichen Daten verlangen. Sprich keinen Namen, Adresse, etc. Die Angabe einer aktiven Emailadresse halte ich für akzeptabel, muss aber nicht sein.

              - Es sollten mindestens sechs darauffolgende Aktivierungen möglich sein. Mit der Möglichkeit diese unkompliziert zurücksetzen zu lassen. Zum Beispiel durch das mailen eines Bildes der Produktverpackung (auf dem die Seriennummer zu lesen ist).

              - Da eine Onlineaktivierung Raubkopien verhindert, aber auch den Wert des Spiels beim Wiederverkauf vermindert, sollte dem mit einem niedrigeren Kaufpreis Rechnung getragen werden.

              Natürlich ist es vorzuziehen das ein Spiel ohne Kopierschutz oder Aktivierung erscheint. Aber wenn es denn sein muss, ziehe ich eine Aktivierung einem Datenträger basierenden Kopierschutz vor, den gerade mit diesen habe ich beim Umstieg auf Vista einige sehr negative Erfahrungen gemacht.

              EDIT:

              Was ich noch für Wünschenswert halte, wäre die Garantie spätestens nach vier Jahren einen Patch zu veröffentlichen, der die Aktivierung abschaltet oder bei der vorzeitigen Abschaltung der Aktivierungsserver.
              Zuletzt geändert von Enas Yorl; 04.03.2009, 23:30.
              Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
              Dr. Sheldon Lee Cooper

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              • #8
                Zitat von Gilad Pellaeon Beitrag anzeigen
                Ich muss sagen das ich eine Art DRM wie z.B. Steam mit Onlineaktivierung und Accountbindung sehr gut finde, da Steam deutliche Vorteile im Gegensatz zu anderen DRM Mechanismen bietet.
                Welche Vorteile sollen das sein?

                Der Kunde kann seine Originale nicht mehr weiterverkaufen, sie erleiden einen totalen Wertverlust.
                Sollte der Hersteller Steam einstellen, dann kann man die Spiele nicht mehr neu aktivieren.
                Und sollte dem Hersteller ein Fehler unterlaufen und den Account des Kunden sperren und auch keine Einsicht seines Fehlers zeigen, schließlich ermächtigt ihn Steam Selbstjustiz zu treiben, dann kann sich der Kunde nicht gegen den Wertverlust* seines Spieles wehren, weil
                kein Gericht eine Klage zuläßt, weil der Wert des Spieles dafür zu niedrig ist
                das sich das ganze überhaupt lohnen würde.
                Der Kunde bleibt also auf seinen Verlust sitzen und dem Hersteller kann es egal sein bzw. verdient dann nochmal, weil der Kunde dann das Spiel ja einfach nochmal kaufen könnte.

                * Er kann das Spiel dann ja nicht mehr spielen.


                Also, welche Vorteile soll Steam haben?

                Automatischer Patchdownload & Softwareupdate wären auch ohne Steam und DRM möglich. Das ist also kein Merkmal von Steam.





                SeucuRom mit einer Installationsbegrenzung finde ich auch nicht umbedingt gut aber leider kommt man bei gewissen spielen wie z.B. RA3 nicht drum rum.
                Natürlich, man muß es ja nicht kaufen.


                .
                EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                Cordess schrieb nach 1 Minute und 44 Sekunden:

                Zitat von Gilad Pellaeon Beitrag anzeigen
                obwohl es natürlich immer noch viele Steam Gegner gibt, wobei sich die meisten derer nicht wirklich mit dem Programm auseinander gesetzt haben.
                Oh, das haben die sehr wohl, eher du hast es nicht.
                Denn Vorteile von Steam hast du nicht nennen können und die Nachteile scheinen dir nicht bekannt zu sein.


                .
                EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                Cordess schrieb nach 22 Minuten und 12 Sekunden:

                Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
                - Da eine Onlineaktivierung Raubkopien verhindert,
                Das tut sie nicht.

                Das Spiel bleibt weiterhin kopier- und spielbar, die Onlineaktivierung wird einfach aus dem Spiel entfernt.

                Lediglich bei Multiplayerspielen sieht das anders aus, was aber mit den Spiele Servern zusammenhängt und nicht direkt mit der Onlineaktivierung.
                Grundsätzlich lassen sich Multiplayerspiele auch mit einfachen Seriennummern schützen, bei denen dann zu sperrende Seriennumern einfach mit einem Patch für Server & Client ausgeschaltet werden.



                Natürlich ist es vorzuziehen das ein Spiel ohne Kopierschutz oder Aktivierung erscheint. Aber wenn es denn sein muss, ziehe ich eine Aktivierung einem Datenträger basierenden Kopierschutz vor, den gerade mit diesen habe ich beim Umstieg auf Vista einige sehr negative Erfahrungen gemacht.
                Ok, du hast jetzt negative Erfahrungen mit Datenträger basierten DRM Maßnahmen gehabt, ich tippe sogar stark daß es Treiberbezogene DRM Maßnahmen waren (eine Form von Datenträgerbasierten DRM Maßnahmen), aber das bedeutet ja nicht, daß es die negativen Erfahrungen bei Online Aktivierungsbedingten DRM Systemen nicht gäbe.

                Diese Erfahrungen können durchaus noch auf dich zukommen.


                Wenn ich mich nicht irre, dann gab es auch seitens Valve schon Irrtürmer, die einfach den kompletten Steamaccount eines Spielers gesperrt haben, mit allen daran hängenden Spielen, nicht nur das eine Spiel und das, weil sich Valve geirrt hat bzw. falsch mutmaßte und sich natürlich im Recht sieht bzw. den Fehler nicht einräumen will, wozu auch, der Kunde kann eh nichts machen.
                Und wehren konnte sich der Spieler nicht, weil der Streitwert zu niedrig ist für dt. Gerichte.



                Was ich noch für Wünschenswert halte, wäre die Garantie spätestens nach vier Jahren einen Patch zu veröffentlichen, der die Aktivierung abschaltet oder bei der vorzeitigen Abschaltung der Aktivierungsserver.
                Warum sollte der Hersteller das machen?
                Selbst wenn er den Aktivierungsserver abschalten sollte muß er das nicht machen, weil dein Anspruch auf Support & Mängelbeseitigung bis dahin schon längt abgelaufen ist.
                Zuletzt geändert von Cordess; 05.03.2009, 01:17. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
                Ein paar praktische Links:
                In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
                Aktuelles Satellitenbild
                Radioaktivitätsmessnetz des BfS

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                • #9
                  Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
                  Warum sollte der Hersteller das machen?
                  Selbst wenn er den Aktivierungsserver abschalten sollte muß er das nicht machen, weil dein Anspruch auf Support & Mängelbeseitigung bis dahin schon längt abgelaufen ist.
                  Es soll ja durchaus noch Unternehmen geben, denen ihr Ruf und eine langfristige Kundenbindung nicht ganz egal ist. Und falls ein Hersteller mit dem späterem abschalten der Aktivierung geworben hat (was ja durchaus Werbewirksam wäre). Bestände sehr wohl ein Rechtsanspruch auf einen solchen Patch.

                  Cordess was ich bis jetzt von dir als Themenstarter vermisse, ist eine Aussage wie sich die Produzenten von Computerspielen, gegen einen Umsatzverlust durch Raubkopien schützen können. Immerhin gehen diese, ein nicht unbeträchtliches Unternehmerisches Risiko ein.
                  Wie also meinst Du, sollen diese ihr eingesetztes Kapital und die daran hängenden Arbeitsplätze, vor einem Verlust durch Raubkopien schützen?
                  Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                  Dr. Sheldon Lee Cooper

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                  • #10
                    Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
                    Cordess was ich bis jetzt von dir als Themenstarter vermisse, ist eine Aussage wie sich die Produzenten von Computerspielen, gegen einen Umsatzverlust durch Raubkopien schützen können. Immerhin gehen diese, ein nicht unbeträchtliches Unternehmerisches Risiko ein.
                    Wie also meinst Du, sollen diese ihr eingesetztes Kapital und die daran hängenden Arbeitsplätze, vor einem Verlust durch Raubkopien schützen?
                    Die Frage kann ich dir beantworten, bzw. ein Blizzard-Mitarbeiter: "Der beste Kopierschutz ist ein guter Multiplayermodus."

                    Sprich: Die Firmen müssen den Spielern endlich mal wieder etwas bieten, dass sie nur durch den Kauf eines Originals bekommen. Seien es jetzt Multiplayer-Modi, Online freischaltbare Extras (z.B. Achievement-Systeme) oder ganz altmodisch Extras wie Making-Of-DVDs, dicke Handbücher, Artbooks, Soundtrack-CDs, irgendwas halt. Und nicht nur gegen 10-50 € Aufpreis als "(Limited-) Collectors Edition".

                    UND die Preise müssen mal wieder gesenkt werden. Wobei das eher ein deutsches Problem zu sein scheint. Für GB-Importe z.B. zahle ich mindestens 10% weniger (inkl. Porto, wohlgemerkt).

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                    • #11
                      Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
                      Cordess was ich bis jetzt von dir als Themenstarter vermisse, ist eine Aussage wie sich die Produzenten von Computerspielen, gegen einen Umsatzverlust durch Raubkopien schützen können. Immerhin gehen diese, ein nicht unbeträchtliches Unternehmerisches Risiko ein.
                      Wie also meinst Du, sollen diese ihr eingesetztes Kapital und die daran hängenden Arbeitsplätze, vor einem Verlust durch Raubkopien schützen?
                      Die Sache ist ja: Sie können es jetzt auch nicht. Es gibt doch so gut wie keine Spiele, wo zum Release der Kopierschutz nicht geknackt ist (und sonst dauert es nur ein paar Tage).

                      Ich denke es muss eher ein Anreiz zum Kauf geschaffen werden. Im Moment, gerade im Zeitalter immer restriktiverer Kopierschutzmaßnahmen, ist es ja z.T. einfacher und risikoloser, eine nicht-originale Version zu installieren. Und wenn man dann nur eine lieblose DVD-Hülle im Geschäft bekommt (oder sich das Spiel als Download kaufen soll)...

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                      • #12
                        Wer ein Spiel nicht bezahlen möchte, der bekommt es auch kostenlos, egal welcher Kopierschutz drauf ist. Ein Klick in der Tauschbörse oder der Filecommunity deines vertrauens reicht aus. Ein Kopierschutz bringt da gar nichts.
                        Wirklich gekauft werden muss auch Game nur, wenn man es Online auf den offiziellen Servern spielen will. Somit hatte der Blizzard-Mitarbeiter, welchen Draco zitiert hat, schon recht.

                        Und man stelle sich mal vor, wieviel Millionen Euro eingespart werden könnten, wenn man auf die Entwicklung immer teurerer Kopierschutzmechanismen, welche eine Woche nach Release eh geknackt sind, verzichten würde. Die Musikindustrie hats ja bereits erkannt und verkauft ihre MP3s wieder ohne DRM.

                        Worin könnte man das gesparte Geld investieren? Klar, erstmal die Bilanzen ausgleichen um die roten Zahlen zu tilgen Dann könnte man endlich mal wieder schöne dicke Booklets den Spielen beilegen oder ein paar Extras beilegen. Früher hat man seine Spieleverpackung ins Regal gestellt, weil die toll aussahen, heute bekommt man ne lieblose DVD-Hülle.
                        Man muss eben etwas schaffen, das es lohnt gekauft zu werden. Der Kunde muss was bekommen, was er in der Tauschbörse nicht laden kann.

                        Sicherlich löst das nicht alle Probleme, denn es gibt immer wen, der trotzdem nix bezahlen will. Aber es wäre ein Fortschritt.
                        "Steigen Sie in den Fichtenelch! - Steigen Sie ein!"

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                        • #13
                          Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
                          Es soll ja durchaus noch Unternehmen geben, denen ihr Ruf und eine langfristige Kundenbindung nicht ganz egal ist.
                          Das mag sein, aber das ist IMO zu naiv gedacht.
                          Den meisten Publishern wird es egal sein, wenn sie erstmal ihr Geld haben,
                          denn die wissen ja eh, daß du auch das nächste Spiel kaufen wirst.

                          Wenn es anders wäre, dann wäre der Sturm der Spieler gegen Steam damals als Half-Life 2 herauskam viel größer gewesen.
                          Die Publisher wissen also, daß man es mit den Kunden so machen kann
                          und die paar wenigen, mit denen es nicht machen kann, die scheinen für die Publisher kein nennenswertes Problem zu sein.



                          Cordess was ich bis jetzt von dir als Themenstarter vermisse, ist eine Aussage wie sich die Produzenten von Computerspielen, gegen einen Umsatzverlust durch Raubkopien schützen können. Immerhin gehen diese, ein nicht unbeträchtliches Unternehmerisches Risiko ein.
                          Wie also meinst Du, sollen diese ihr eingesetztes Kapital und die daran hängenden Arbeitsplätze, vor einem Verlust durch Raubkopien schützen?
                          Grundsätzlich kann man technisch gesehen gar nichts gegen Raubkopien machen.
                          Sobald man den Binärcode auf einem offenen System wie dem PC hat, kann man diesen auch verändern und den Kopierschutz, Aktivierungsschutz etc. aushebeln.
                          Und das geht IMMER, egal wie komplliziert der Kopierschutz auch sein mag.



                          Was die Publisher aber machen könnten wäre ein Direktverkauf der Spiele.
                          Also als Pay Download anbieten und in 2-3 Wochen den Spielern die gepresste DVD + Packung nachschicken.
                          Letzteres ist wichtig, weil man auch die Kunden zufrieden stellen muß, die eine Packung im Schrank haben wollen und sich mit bloßen Downloadversionen nicht zufrieden geben würden.
                          Die Version auf der DVD braucht dabei keinerlei Kopierschutz, auch auf einen Aktivierungsdienst kann man verzichten da jede Form von DRM sowieso nutzlos wäre.

                          Viel wichtiger ist aber, das Spiel zeitnah an die Spieler auszuliefern und das geht eben nur über die Downloadvariante wenn man schneller als die Crackerszene sein will. Es muß für die Kunden also bequem und schnell sein.
                          Und qualitativ hochwertig wird es dadurch, in dem man die DVD dann per Post nachschickt.

                          Ein weiterer Nebeneffekt ist daß man die ganze Verkaufskette umgeht
                          und so der Publisher für sich selbst mehr Geld erhält,
                          das wiederum kompensiert potentielle Einnahmeverluste durch Raubkopien die ja eh nie ganz verschwinden werden.

                          So würde ich das machen wenn ich Spielehersteller wäre.


                          Also Pay per Download mit möglichst vielen kundenfreundlichen Möglichkeiten das Produkt zu bezahlen.
                          Außer Kreditkarte und Paypal wäre das in Deutschland also auch Vorkasse, Rechnung und Geldkarte (die geht mit einem Lesegerät).
                          Und das auf guten schnellen Servern, wobei man hier ja durchaus Kapazitäten zu Releasezeitpunkten hinzumieten kann.
                          Desweiteren muß das Spiel zum Anfassen auf DVD auf dem Postweg nachgeliefert werden, dies ist ZWINGEND erforderlich um das Vertrauen der Kunden in die zuvor angebotene Downloadversion sicherzustellen.
                          Und auf einen Kopierschutz kann man völlig verzichten.
                          Wichtig ist nur, schneller zu sein als die anderen illelgalen Downloadangebote die ja meist den Code deswegen erhalten, weil er irgendwo im Presswerk durchsickert.
                          Die Produktion der DVD würde so gesehen also ebenfalls Zeitversetzt stattfinden, daher auch die spätere Auslieferung.

                          Einen Aktivierungscode könnte man allerhöchstens für die Downloadversion einführen, welcher aber entschärft wird, sobald der Kunde die DVD in den Händen hält.
                          Damit schafft man zumindest eine phsychische Bindung zur DVD Version oder eben dem Hersteller des Servers.
                          Ein paar praktische Links:
                          In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
                          Aktuelles Satellitenbild
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                          • #14
                            Zitat von Dr.Bock Beitrag anzeigen
                            Ja, das Steam-System ist nicht schlecht, allerdings würde es auch reichen, wenn es sich auf den Online-Teil der Spiele beschränken würde. Offline-Game Aktivierung brauche ich nicht wirklich.
                            Das halte ich in der Tat für die beste Lösung. Bei Dark Messiah Of Might And Magic war es genau so. Man konnte bei der Installation entscheiden, ob man nur den Singleplayer-Modus oder auch MP installieren wollte. MP war dann mit Steam verbunden und wurde in einem separaten Ordner installiert, so daß der gesamte MP unabhängig vom SP gehandhabt werden konnte. Würde man sich zu diesem System durchringen können, hätte ich mit Steam auch kein Problem.
                            obsidian per semper

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                            • #15
                              Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
                              Oh, das haben die sehr wohl, eher du hast es nicht.
                              Denn Vorteile von Steam hast du nicht nennen können und die Nachteile scheinen dir nicht bekannt zu sein.
                              Oh klar, als Steamuser der ersten Stunde habe ich mich mit dem Programm natürlich nicht auseinander gesetzt

                              Ich habe einfach nur keine Lust auf diese ständigen Debatten bezüglich Steam, daher halte ich mich auch ab jetzt aus diesem Thread heraus.
                              "History is on the move, Captain. Those who cannot keep up will be left behind,
                              to watch from a distance. And those who stand in our way will not watch at all."
                              - Großadmiral Thrawn zu Captain Pellaeon

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