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EA: Kein Multiplayer-Modus für gebrauchte Spiele

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    Jetzt sind sie wohl völlig übergeschnappt:
    EA: Kein Multiplayer-Modus für gebrauchte Spiele - WinFuture.de
    Ein paar praktische Links:
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  • #2
    Dazu sage ich mal nichts mehr, außer: Ich weiß schon, warum ich keinen Multiplayer spiele.

    Und keine Spiele weiterverkaufe, was das angeht.

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    • #3
      Die fahren die Karre aus Gier vor die Wand. In absehbarer Zeit wird es Multiplayer ohne online bei neuen Titeln gar nicht mehr geben, und die neuen "Kopierschutz"-Systeme gehen ja auch in die Richtung, daß es neue Spiele generell ohne Online nicht mehr geben wird. Denen ist offensichtlich nicht klar, wo das enden wird.
      Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

      "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

      Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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      • #4
        Gibt es überhaupt irgendein EA-Spiel, das im Multiplayer taugt? So wie ich mich erinnere patchen die doch kaum und Balance ist das A und O, um eine Multiplayer-Szene aufzubauen.

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        • #5
          Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
          Denen ist offensichtlich nicht klar, wo das enden wird.
          Oh doch ist es: Mit ner Menge Cash und wütenden Kunden, die ihnen aber eh von Anfang an eher egal waren.

          Sieht man ja bei Assassins Creed 2, Siedler 7, etc., wo der Kopierschutz technisch richtig versagt hat. Zumindest AC2 hat sich trotzdem verkauft wie blöde.

          Wenn das System schon dermaßen restriktiv ist, dann sollte man wenigstens sicherstellen, dass es auch funktioniert und den User nicht seine gesamten Nerven kostet.

          Aber das geht Off-Topic, glaube ich.

          Kommentar


          • #6
            Zitat von Draco90831 Beitrag anzeigen
            Oh doch ist es: Mit ner Menge Cash und wütenden Kunden, die ihnen aber eh von Anfang an eher egal waren.

            Sieht man ja bei Assassins Creed 2, Siedler 7, etc., wo der Kopierschutz technisch richtig versagt hat. Zumindest AC2 hat sich trotzdem verkauft wie blöde.

            Wenn das System schon dermaßen restriktiv ist, dann sollte man wenigstens sicherstellen, dass es auch funktioniert und den User nicht seine gesamten Nerven kostet.

            Aber das geht Off-Topic, glaube ich.
            Nein, daß ist ziemlich on Topic, denn das ist das Kernproblem: Der User will ein System, das funktioniert und mit dem er viel Spaß hat, und bei dem er alle Rechte über das gekaufte Produkt hat. Die Hersteller wollen ein System, bei dem sie den höchstmöglichen Profit machen, ihr Urheberrecht geschützt sehen - daher wollen die möglichst viele Orignale verkaufen, der Gebraucht-Markt ist denen schon lange ein Dorn im Auge. Resultat: Benutzer, die nach der Rechnung "Neu einkaufen für 45, schnell durchspielen, wenn richtig gut behalten, wenn Mittelmaß schnell weiterverkaufen für 25" und Benutzer, die nach der Rechnung "3 Wochen warten und gebraucht für 20 einkaufen" vorgehen, säbeln an den Absatzzahlen, besonders, weil eben fast nur Mittelmaß produziert wird.

            Dieser jetzige Eingriff nervt die Benutzer erstens, weil der Wiederverkaufswert sinkt und damit mehr Geld für den "Test" investiert werden muß und zweitens, weil die nötigen Registrierungen eben oft nicht glatt von der Hand gehen. Hier baut sich ein klares "Anbieter gegen Kunde"-Szenario auf, und das löst sich im Normalfall mit der Vernichtung des Marktes auf. Hier ergibt sich das Problem, daß durch die Hype-Artigen Überpräsentationen, die hohen Ansprüche bei Grafik (gegenüber Inhalt) und weitere Marktspezifika (Lizenz bei Konsolenprodukten, QM bei PC-Produkten usw) aber kleine Hersteller nicht die Möglichkeit haben, EA und Ubi usw. vom Sockel zu stoßen - im Gegenteil: Wegen der Schwäche der eigenen Strukturen wird auf derartige Konzerne gerne als Publisher zurückgegriffen.
            Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

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            • #7
              Zitat von Adm.Hays Beitrag anzeigen
              Gibt es überhaupt irgendein EA-Spiel, das im Multiplayer taugt?
              Klar, Battlefield 1942 & BF 2.

              Ich spiele beide gerne und für BF2 wurde ja erst kürzlich ein neuer Patch rausgebracht.


              So wie ich mich erinnere patchen die doch kaum und Balance ist das A und O, um eine Multiplayer-Szene aufzubauen.
              Nunja, über die Balance kann man sich streiten, aber es gibt ja noch Mods mit anderer Balance.

              Ich mag BF2, aber wenn EA bei der Battlefieldserie so ne Art Multiplayerstopp einführen würde, wie bei den EA Sports Spielen, so daß man das Spiel nach ca. 2 Jahren nicht mehr spielen kann, dann würde ich mir bestimmt kein Battlefield mehr kaufen.

              Außerdem würde so etwas der Mod Entwicklung schaden.
              Ein paar praktische Links:
              In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
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              • #8
                Hm, hatten wir in einer anderen DIskussion nicht festgestellt, dass man lt europ Gesetz das Recht hat Dinge gebraucht weiterzuveräußern ? Also würde das doch theoretisch einen Bruch dieses Gesetzes bedeuten. Also ab zum Anwalt und klagen. Da müßte man sogar gewinnen.
                Ihr müsst uns nicht fürchten, es sei denn, Eure Herzen sind nicht rein. Ihr seid Abschaum, der Jagd auf Unschuldige macht.
                Ich verspreche Euch, Ihr könnt euch nicht ewig vor der leeren Dunkelheit verstecken.
                Denn wir werden Euch zur Strecke bringen, wie die räudigen Tiere die Ihr seid.
                und Euch in die tiefsten Abgründe der Hölle verbannen

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                • #9
                  Zitat von ThorKonnat Beitrag anzeigen
                  Hm, hatten wir in einer anderen DIskussion nicht festgestellt, dass man lt europ Gesetz das Recht hat Dinge gebraucht weiterzuveräußern ? Also würde das doch theoretisch einen Bruch dieses Gesetzes bedeuten. Also ab zum Anwalt und klagen. Da müßte man sogar gewinnen.
                  So einfach ist das leider nicht, den Zugang zu Onlineservern können die Spielehersteller auch als Dienstleistung definieren. Und den Account für den Zugang, in den AGB von einem Wiederverkauf ausschließen.
                  Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                  Dr. Sheldon Lee Cooper

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                  • #10
                    Zitat von ThorKonnat Beitrag anzeigen
                    Hm, hatten wir in einer anderen DIskussion nicht festgestellt, dass man lt europ Gesetz das Recht hat Dinge gebraucht weiterzuveräußern ? Also würde das doch theoretisch einen Bruch dieses Gesetzes bedeuten. Also ab zum Anwalt und klagen. Da müßte man sogar gewinnen.
                    Das gilt nur für Retailversionen bei denen du nen Datenträger kriegst.
                    Und bezügl. Datenträger Retailversion und MP Onlinezugang als Beigabe gilt was
                    Enas Yorl gesagt hat.

                    Bei Downloadversionen hast du dann gar keine Rechte mehr, außer ein simples Nutzungsrecht. Ein Verauf ist hier rechtlich nicht mehr erlaubt.
                    Ein paar praktische Links:
                    In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
                    Aktuelles Satellitenbild
                    Radioaktivitätsmessnetz des BfS

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                    • #11
                      @Cordess: Bist du dir da sicher? Ich würde fast drauf wetten, daß solche Praktiken zumindest gegen deutsches/europäisches Wettbewerbsrecht verstoßen.
                      Immerhin würde sich ein Unternehmen so, und das kann ja jeder sofort erkennen, einen deutlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn es nicht nur auf die Kosten zur Bereitstellung physischer Datenträger verzichten könnte, sondern alleine diese Einsparung ihm plötzlich auch noch die Möglichkeit gäbe, dem Käufer einen Wiederverkauf zu untersagen.

                      Aber egal ob es nun legal wäre oder nicht - diese ganze Entwicklung ist eine einzige Pest.
                      Was hier betrieben wird ist eine immer mehr um sich greifende Entmündigung des Käufers bzw. Spielers.
                      Egal ob jetzt abgeschalteter Multiplayer-Modus für gebrauchte Spiele bei EA, dauernd-online-sein-Müssen für den Kopierschutz bei Ubisoft, oder Steam-Zwang selbst bei physisch im Laden erworbenen Spielen.
                      Es gibt da nur zwei Dinge, die helfen - a) Beim Hersteller beschweren, b) einfach gar nicht erst kaufen.

                      Oder, nein, was WIRKLICH helfen würde und langsam auch mal nötig wäre, wäre c) ein daran angepasstes Recht.
                      Oder, für den Anfang, zumindest eine vertragliche Selbstverpflichtung der Industrie.
                      Denn es geht einfach echt nicht an, daß die Medienindustrie einerseits nur all zu gerne die Vorteile der digitalen Verbreitung nutzt, andererseits aber die Nachteile auf den Kunden abwälzt.
                      Eine vertragliche Selbstverpflichtung könnte da z.B. garantieren, daß der Hersteller die Server für z.B. Steam, den Ubisoft-Kopierschutz, oder schlicht die Online-Multiplayerfunktionalität bereitstellt, und im Falle der Abschaltung dieser Server Patches für die betroffenen Spiele verfügbar macht, welche die Notwendigkeit für solche Server aus den Spielen entfernt.

                      Mir persönlich sind da in letzter Zeit gerade zwei Spiele negativ aufgefallen.
                      Hellgate: London war schon keine anderthalb Jahre nach Erscheinen des Spieles nicht mehr online spielbar (wer´s nicht kennt - ist ein Spiel in der Art von Diablo 2), weil die Firma pleite gemacht hat.
                      Leute, die sich dummerweise nen Lifetime-Abo gekauft haben (ich zum Glück nicht...) standen dann plötzlich dumm da, ohne Entschädigung.
                      Das heißt - die Rechte für das Spiel wurden weiterveräussert, die damit zusammenhängenden Pflichten offenbar nicht.
                      Da fühlt man sich als Kunde doch gleich richtig schön verarscht.

                      Das andere Spiel war Silent Hill Homecoming, welches ich mir trotz wenig praller Bewertungen gekauft hatte, um was zu Spielen zu haben für die Zeit, die ich noch keinen Internetanschluß hatte.
                      Zuhause angekommen musste ich feststellen, daß selbst die Installation des Spieles ohne Online-Verbindung aber gar nicht möglich war, obwohl dies auf der Verpackung nicht mit einer Silbe erwähnt worden war.
                      Im offiziellen Forum des Spieles häufen sich dann auch Beschwerden, welche aber wohl nie beantwortet wurden, weil dieses Forum, wie offenbar auch sämtliche Verantwortung für das Spiel an sich, an Steam abgegeben worden zu sein scheinen.
                      Noch immer ist das Spiel völlig verbuggt, der eine Patch der wohl mal rausgekommen sein soll, ist für mich bei Steam aus unbekannten Gründen nicht runterladbar (und da bin ich nicht der einzige) und eine andere Möglichkeit, diesen zu installieren, existiert scheinbar nicht.

                      Sowas passiert dann halt, wenn sich die Hersteller von jedweder Verantwortung freisprechen und es ihnen offenbar am Arsch vorbeigeht, was ihre eigenen Kunden von ihnen denken.

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                      • #12
                        Zitat von Taschenmogul Beitrag anzeigen
                        @Cordess: Bist du dir da sicher? Ich würde fast drauf wetten, daß solche Praktiken zumindest gegen deutsches/europäisches Wettbewerbsrecht verstoßen.
                        Immerhin würde sich ein Unternehmen so, und das kann ja jeder sofort erkennen, einen deutlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn es nicht nur auf die Kosten zur Bereitstellung physischer Datenträger verzichten könnte, sondern alleine diese Einsparung ihm plötzlich auch noch die Möglichkeit gäbe, dem Käufer einen Wiederverkauf zu untersagen.
                        Warum sollte es gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen eine Software als Download zu verkaufen? Juristisch gibt es den Unterschied zwischen Eigentum und Besitz, z.B. ein Mieter ist Besitzer aber nicht Eigentümer einer Wohnung. In aller Regel erwirbt man beim Kauf eines Spieles per download, nur das Nutzungsrecht. Dadurch wird man zwar Besitzer, aber nicht Eigentümer des Spiels. Der Verkäufer (Eigentümer) kann in den Vertragsbedingungen, eine Übertragung oder Wiederverkauf des Nutzungsrechtes ausschließen.
                        Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                        Dr. Sheldon Lee Cooper

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                        • #13
                          Zitat von Taschenmogul Beitrag anzeigen
                          @Cordess: Bist du dir da sicher? Ich würde fast drauf wetten, daß solche Praktiken zumindest gegen deutsches/europäisches Wettbewerbsrecht verstoßen.
                          Ja, ich bin mir da sehr sicher.
                          Der urheberrechtliche Erschöpfungsgrundsatz, also die Erschöpfung des Rechts des Rechteinhabers zu entscheiden was mit einem gekauften Produkt weiter geschehen darf, greift nur bei körperlich überlassener Computersoftware.
                          Körperlich heißt hier z.B. ein Datenträger wie Disketten eine CD-ROM oder DVD.

                          Downloadsoftware ist unkörperlich und damit grefit der Erschöpfungsgrundsatz, der dir als Kunde ja den Weiterkauf zustehen lassen würde, hier nicht mehr.

                          Aber lies einfach selbst:
                          Softwarerecht


                          Zu der ganzen Thematik mit dem Erschöpfungsgrundsatz kommen dann noch Vertragsbedingungen hinzu.
                          Wenn du im Laden z.B. ein Spiel kaufst, dann kannst du die EULA also die Lizenz bzw. Vertragsbedingungen der Software nicht vor dem Kauf lesen,
                          diese siehst du nämlich erst bei der Installation. Deswegen gelten diese Vertragsbedingungen in der Regel nicht.

                          Anders sieht es aus, wenn du die Möglichkeit hast vor dem Kauf den Vertrag durchzulesen und zu unterschreiben.
                          Und genau das machst du z.B. bei Downloadplattformen wie Steam, iTunes & Co.
                          Daher ist so ein Lizenzvertrag wie du ihn bei Steam bekommst rechtsbindend, solange nicht gegen andere geltende Gesetze verstoßen werden (Salvatorische Klausel nicht vergessen).


                          Mit anderen Worten, wenn du Software als Download kaufst, dann hast du als Kunde sehr schlechte Karten.

                          Denn dann bist du nur Lizenznehmer und darfst deine Software oder deinen Account an den die Software gebunden ist nicht weiterverkaufen.







                          Immerhin würde sich ein Unternehmen so, und das kann ja jeder sofort erkennen, einen deutlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn es nicht nur auf die Kosten zur Bereitstellung physischer Datenträger verzichten könnte, sondern alleine diese Einsparung ihm plötzlich auch noch die Möglichkeit gäbe, dem Käufer einen Wiederverkauf zu untersagen.
                          Richtig, deswegen steigen die ganzen Publisher ja auf die Downloadvarianten um.
                          Die sind dann einfach in der deutlich besseren Position, zumindest nach deutschem Recht.
                          Als Kunde hilft dir da nur ein Kaufverzicht oder ein Arrangement unter diesen Bedingungen.






                          Aber egal ob es nun legal wäre oder nicht - diese ganze Entwicklung ist eine einzige Pest.
                          Das sehe ich auch so.
                          Ich meide daher diese Downloadangebote.



                          Oder, nein, was WIRKLICH helfen würde und langsam auch mal nötig wäre, wäre c) ein daran angepasstes Recht.
                          Bei Downloadsoftware ist das leider schwierig umzusetzen, denn bei einem Verkauf müßte es dir ja irgendwie möglich sein, zu beweisen, daß du hier eine legal verkaufte Software verkaufst.
                          Das wird in obigem Link aber AFAIK kurz angesprochen. Lies ihn einfach mal durch.

                          Aber ich halte den Vorschlag das Recht anzupassen durchaus für gut, also nicht falsch verstehen.


                          Oder, für den Anfang, zumindest eine vertragliche Selbstverpflichtung der Industrie.
                          Das wird die Spieleindustrie niemals tun.
                          Die tun ja schon absichtlich Kunden vertreiben um den Gebrauchtmarkt zu ersticken, daher glaube ich nicht, daß die auch nur annähernd entgegenkommen würden.


                          Eine vertragliche Selbstverpflichtung könnte da z.B. garantieren, daß der Hersteller die Server für z.B. Steam, den Ubisoft-Kopierschutz, oder schlicht die Online-Multiplayerfunktionalität bereitstellt, und im Falle der Abschaltung dieser Server Patches für die betroffenen Spiele verfügbar macht, welche die Notwendigkeit für solche Server aus den Spielen entfernt.
                          Das Problem das ich hier sehe ist, daß solche Verträge nicht funktionieren
                          weil bei einer Insolvenz der Insolvenzverwalter das Sagen hat und der muß schauen das das Geld beisammen bleibt und an die Gläubiger ausgezahlt wird.
                          Daher hat ein Insolvenzverwalter das Interesse bestehende Immaterialgüter weiterhin sicher zu schützen, damit sie z.B. weiterverkaufbar sind.
                          Und wenn der Insolvenzverwalter also glaubt das eine Onlinezwangsanbindung das Produkt vor Kopien schützt und so den Wert des Produkts hoch hält, damit er es weiterverkaufen kann um Geld für die Gläubiger zu bekommen, dann wird er jede Freisetzung so eines Patches verhindern.
                          D.h. selbst wenn es so einen Patch geben würde, würde der Insolvenzverwalter ihn sicher nicht freigeben lassen.

                          Das nächste Problem wäre dann noch, daß so ein Patch auch geld kostet.
                          Er muß getestet werden, Entwickler müssen dafür abgestellt werden usw.
                          Wenn der Patch schon am Anfang gleich nach Release des Produkts erstellt wird und nur im Tresor verwahrt wird, dann ist das zwar gut, aber bei jedem neuen normalen Patch müßte der dann angepaßt werden, d.h. das kostet extra Geld weil die Firma dann 2 Patches gleichzeitig finanzieren müßte.
                          Einen mit DRM und einen ohne.

                          Daher würde ich damit nicht rechnen und wenn die Firma erstmal in Insolvenz ist, dann ist es zu spät einen Patch zu entwickeln. Denn der Insolvenzverwalter wird sicher kein Geld rausschmeißen und nen Entwickler abstellen, damit der nen Patch fertig schreibt.
                          Der Entwickler der das könnte wird eher entlassen, das spart Geld.

                          Bleibt also nur ein garantierter Patch der sagen wir mal 2 Jahre nach Release rauskommen soll, aber wenn die Firma vor Ablauf dieser 2 Jahre in Insolvenz geht, dann gibt's auch keinen Patch.

                          Wie man es dreht und wendet, auf so eine Patchgeschichte kann man sich leider schlichtweg nicht verlassen.
                          Nichtmal dann wenn es zur Vertragsbedingung gehört, denn ich kann mir gut vorstellen daß bei einer Insolvenz einige Verträge frühzeitig und außerordentlich gekündigt werden können.
                          Da müßte also schon eine Vertragsstrafe dazu, aber wie soll man die durchführen und alle Kunden ausbezahlen und ganz entscheident, warum sollte die Firma überhaupt so einen Vertrag anbieten?





                          Mir persönlich sind da in letzter Zeit gerade zwei Spiele negativ aufgefallen.
                          Hellgate: London war schon keine anderthalb Jahre nach Erscheinen des Spieles nicht mehr online spielbar (wer´s nicht kennt - ist ein Spiel in der Art von Diablo 2), weil die Firma pleite gemacht hat.
                          Leute, die sich dummerweise nen Lifetime-Abo gekauft haben (ich zum Glück nicht...) standen dann plötzlich dumm da, ohne Entschädigung.
                          Das heißt - die Rechte für das Spiel wurden weiterveräussert, die damit zusammenhängenden Pflichten offenbar nicht.
                          Da fühlt man sich als Kunde doch gleich richtig schön verarscht.
                          Ja, ich habe das mit HL auch mitbekommen.
                          Aber das ist nunmal wieder Insolvenzrecht.
                          Das gleiche passiert dir, wenn du im Versandhandel eine Ware via Vorkasse bezahlst und vorbestellst und der Händler dann nicht liefert, sondern in Insolvenz geht.
                          Dann bekommst du dein Geld, daß du per Vorkasse überwiesen hast auch nicht wieder.





                          Das andere Spiel war Silent Hill Homecoming, welches ich mir trotz wenig praller Bewertungen gekauft hatte, um was zu Spielen zu haben für die Zeit, die ich noch keinen Internetanschluß hatte.
                          Zuhause angekommen musste ich feststellen, daß selbst die Installation des Spieles ohne Online-Verbindung aber gar nicht möglich war, obwohl dies auf der Verpackung nicht mit einer Silbe erwähnt worden war.
                          In diesem Fall könnte es möglich sein vom Kauf zurückzutreten oder eine Sachmangelbeseitigung zu fordern.
                          Ein paar praktische Links:
                          In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
                          Aktuelles Satellitenbild
                          Radioaktivitätsmessnetz des BfS

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                          • #14
                            @Cordess: Danke, das war doch mal informativ. =)
                            Stellt sich mir die Frage, wie es eben bei Spielen ist, die man physisch im Laden kauft, so mit DVD und Hülle und so, die aber nur mit Steam o.Ä. funktionieren.
                            Hier wird dann ja ein physisches Medium an einen digitalen Account gebunden.
                            Ich würde sagen, entsprechend müsste dann auch der Account verkäuflich sein, da ja sonst das Recht auf Weiterverkauf des Datenträgers ausgehebelt werden würde.
                            Gut, sein wir realistisch - ob legal oder illegal, nachvollziehen könnte es eh keiner.
                            Wenn man für jedes Steam-Spiel, das man im Laden erwirbt, einen eigenen Account aufmacht, lässt sich ja überhaupt nicht nachvollziehen, ob man den verkauft oder nicht.
                            Dann gibt man beim Verkauf mit dem Datenträger zusammen einfach die Account-Daten weiter, und gut is.

                            Aber - am besten einfach nicht mehr kaufen.
                            Noch besser - nicht mal kopieren.
                            Wenn die Industrie sieht, daß sie es mit uns machen kann, wird sie es mit uns machen.
                            Wenn sie sieht, daß niemand ihre Spiele mehr haben will, nicht mal mehr umsonst, dann wird sie ihre Richtung ändern MÜSSEN.
                            Statt dessen lieber Firmen unterstützen, die auf diese ganze Kundenentmündigungs-Scheisse verzichten.
                            Stardock z.B.. Deren Spiel "Elemental - War of Magic" soll in die Richtung von Master of Magic und Heroes of Might and Magic gehen, hört sich schon sehr interessant an - und wird ohne JEGLICHEN Kopierschutz ausgeliefert, wenn du es im Laden kaufst.
                            Wer´s online bezieht über Impulse, der muß es immerhin einmal aktivieren.
                            Man kann schon sagen - die Leute dort beschäftigen sich wirklich mit dem Thema, sehen es auch sehr kritisch, und schlagen verdienterweise (hoffentlich) Profit aus ihrer anderen Einstellung.


                            PS @ Enas Yorl: Es ging ja auch nicht um den Verkauf von Software als Download, was ich meinte war eher, das Verbieten des Wiederverkaufens.
                            Daß man Software auch als Download verkaufen kann, ist ja logisch.
                            Zuletzt geändert von Taschenmogul; 16.05.2010, 22:31.

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                            • #15
                              Naja, Alternativ-Produkte gibt es immer, aber gerade kleineren Firmen fehlt oft die Möglichkeit, überhaupt gegen die Präsentation der Großen anstincken zu können. Es ist nicht so, daß kleinere Firmen automatisch schlechtere Spiele machen, aber sie erreichen nicht die gleiche Masse potentieller Kunden und bleiben damit halt "die Kleineren".

                              Zweites Probelm ist da das Nischen-Bewohnen dieser Firmen - einige Genre werden von denen "mutwillig" (zB gewählte Produktpalette) nicht bewohnt, andere können nicht bewohnt werden (zB Lizenzprobleme mit Rechte-Inhabern wie FIFA, UEFA, DFB, NHL, NBA oder auch einfach Audi, BMW, Saab....) und wieder andere können mit dem kleineren Publikum nicht in die Gewinnzone gefahren werden.

                              Ein Weg wäre auch, die Spiele erst bei einem bestimmten Preis zu kaufen. Wenn man den Neupreis konsequent ignoriert und erst bei 25 Euro oder 10 Euro "Pyramidenpreis" kauft, wird die Gewinkalkulation überarbeitet werden müssen. Und wenn man die Dinger für 40-50 Euro nicht mehr loswird, dann müssen einige kostenintensive Features abgeschafft werden - zum Beispiel die Online-Account-Verwaltung der Käufer und der kostenintensive Kopierschutz
                              Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

                              "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

                              Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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