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    Risen 2: Offizielle Homepage

    Entwickelt von Piranha Bytes, Vetrieb und Support durch Deep Silver.
    Erfordert Onlineaktivierung über ein Steam-Konto.
    Erscheint am 27.04.2012 (Europa) bzw. 24.04.2012 (USA).


    Ach du meine Güte, wir haben noch keinen Risen 2 Thread, wieso das denn?

    Haben sich die ganzen ehemaligen Gothic Fans hier tatsächlich vom neuen Setting abschrecken lassen?

    Gut, der Entwickler hat sich wirklich schlagartig vom klassischen Mittelalterlichen Fantasy Setting verabschiedet, und bietet uns stattdessen jetzt Freibeuter, Kolonialismus und Südseeflair an. Wenn ich unbedingt wieder einen Vollmagier in einem PB Spiel spielen wollen würde, würde mich das auch ärgern, aber, ich muss gestehen, ich bin gespannt auf das vollkommen umgekrempelte Setting.

    Man mag jetzt sagen, aber das passt doch gar nicht als Fortsetzung zu Risen 1! In den paar Jahren kann sich die Welt doch nicht so weiterentwickelt haben? Ja, das stimmt, es ergibt nicht wirklich Sinn, aber dann wiederum konnte ich mit Risen 1 so viel eh nicht anfangen. Ist ja nicht so, dass in Risen 2 so getan wird, als wäre der erste Teil nie passiert. Es wird nur ignoriert, dass damals noch mit Pfeil und Bogen statt Pistolen und großen Kanonen geschossen wurde.

    Ich fand Gothic 3 und später auch Risen 1 etwas zu altbacken, im Altbekannten festgefahren. Die ganzen Neuerungen, die Risen 2 mit sich bringt, Feuerwaffen, trainierte Pets für Spähen, Kampf und Diebstahl, Magie nur noch unterstützdend, klingen für mich danach, als hätte man sich wirklich vom ganzen alten Krempel verabschiedet und wirklich mal einen Quantensprung in unbekannte Gewässer zu wagen. Ich kann es kaum abwarten!
    Los, Zauberpony!
    "Bin solch erzgutes Geschöpf und habe nun schon drei Menschen ermordet! Und unter den dreien zwei Priester."

  • #2
    Mittlerweile habe ich es auch geschafft und Risen 2 endlich gekauft bzw. durchgespielt.

    Eines muss man vorweg aber sagen. Risen 2 hat weder etwas mit der Gothic Reihe zu tun, noch etwas mit dem direkten Vorgänger. Es kommen zwar bekannte Charaktere aus dem ersten Risen vor, aber vom Spielprinzip hat es auch mit dem direkten Vorgänger nichts mehr zu tun. Was jedoch geblieben ist, ist der typische Piranha Bytes Humor und die liebevolle Gestaltung der Welt.

    Hat man im ersten Risen noch mit Bogen und Pfeil gekämpft, beschränkt man sich in Risen 2 lediglich auf Nahkampf, Schusswaffen und ein bisschen Voodoo. Die Welt hat also einen ziemlich radikalen Wandel hinter sich und auf einmal gibt es sogar Schusswaffen. Auch das Piratensetting hat mit dem Vorgänger auch nichts mehr gemeinsam. Die Erwähnung der Titanen im ersten Teil findet gerade noch bei speziellen Waffen in der Welt Verwendung, die aber schlussendlich wichtig
    dafür sind, den Endboss zu finden.

    Obwohl es mit den direkten und indirekten Vorgängern nichts mehr am Hut hat, kommt, wie oben schon erwähnt, das typische Gothic/Risen1 Feeling nicht zu kurz. Die Inseln sind allesamt liebevoll gestaltet, die Charaktere bzw. die Dialoge bringen auch diesmal den einen oder anderen zum Schmunzeln (auf einer verlassenen Insel fand man z.B. Crusoe der ausgesetzt wurde *gg*). Auch die Geschichte ist nicht altbacken, sie wird unterhaltsam erzählt.

    Was mir allerdings doch negativ aufgefallen ist, ist die Spielzeit. Am Ende des Spieles hat mir Steam angezeigt, dass ich lediglich 22 Stunden für das komplette Spiel inkl. aller DLC´s verbracht habe. Für ein Rollenspiel ist das in meinen Augen doch eine recht bescheidene Ausbeute an Spielstunden. Hab es am Ende gar nicht glauben können, dass es wirklich nur die oben genannte Anzahl von Spielstunden waren. Der einzige Wiederspielwert ist, dass man sich im Laufe des Spieles entweder für die Inquisition oder den Eingeborenen anschließen muss. Aber ich glaube kaum, dass das so große spielerische Veränderungen verursachen wird. Voodoo ist in dem Spiel mMn sowieso nur ein kleines Gimmick, rein auf Voodoo geskillt wird man in dem Spiel wohl nicht weit kommen. Ich habe mich für einen Schusswaffen-Charakter entschieden. Das war gerade gegen Ende des Spieles ziemlich überpowert. Ich weiß nicht wie es in Richtung Nahkampf geht, aber als Schusswaffen-Charakter gab es über die meisten Strecken des Spieles überhaupt keine Probleme.
    Auch gibt es keine Magie mehr zu skillen, lediglich wie oben erwähnt das Voodoo-Zeugs, das einem aber auch nicht extrem viel bringt, leider.

    Aber abgesehen von der kurzen Spielzeit und der Tatsache, dass es im Grunde keine Magie mehr gibt, kann man das Spiel (mittlerweile ja recht erschwinglich) eigentlich empfehlen, wenn man nicht gerade den Vollpreis dafür gezahlt hat. Der typische Piranha Bytes Stil bleibt erhalten und man fühlt sich z.T. doch an Risen1/Gothic erinnert.
    Wer schon alle Gothic Teile bzw. den direkten Vorgänger gespielt hat, kann ohne Bedenken zugreifen. Für unter 10 Euro wird man hier sehr gut unterhalten.
    Die Zeit ist das Feuer in dem wir verbrennen.

    Ich war Teil der Lösung - und mein größtes Problem.

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    • #3
      Wahrscheinlich wird mir wieder jemand sagen, dass man ein Spiel durchgespielt haben muss, um es bewerten zu können.

      Aber ich muss sagen, Risen 2 unterbietet Gothic 3 um Längen. Ich habe noch nie ein so lieblos dahingeklatschtes Spiel von Piranha Bytes erlebt. Nach 10 Minuten musste ich frustriert beenden, ich habe mich nicht in der Lage gesehen, das Spiel weiterzuspielen. Ich habe 5 Minuten vorher das Ende von Risen endlich mal erspielt gehabt, eventuell war ich nach meinem epischen Magic-Minigun Magier schon leicht enttäuscht, da ich wusste, dass es kein richtiges Offensiv-Magiesystem mehr gibt.

      Dann aber schon das Intro. Die Titanenlords haben sich aufgelehnt (hä? Titanenlords waren doch die Menschen, die Titanen beherrschten, also afaik der Held, der der letzte war, nachdem Ursegor einem seine Rüstung gegeben hat)? Und dann die Personen... Den Held habe ich nicht wiedererkannt. Nicht unbedingt wegen der Augenklappe, sondern einfach allgemein, zumal kam es mir so vor, als wären die Synchronsprecher ausgewechselt worden. Und dann Patty... Ich meine ja klar, in Risen hatte jede Frau den selben Körper. Aber ich hab sie einfach nicht wieder erkannt. Auch Carlos war... anders. Sehr unsympathisch der Typ. Schade, in Risen war er mir persönlich äußerst sympathisch.

      Selbst damit hätte ich eventuell leben können, wenn es darum ginge, einfach nur einen Durchgang zu machen. Und dann laufe ich auf den Hof und mache den ersten Kampf - und bin von der Undynamik des Kampfsystemes derartig perplex, das ich sofort Alt + F4 gedrückt habe. Welch ein Glück, dass ich es "nur" im HumbleBundle gekauft habe und da qualitativ viel besseres drin war.
      "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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      • #4
        ich habe 15 Minuten geschafft.

        das mit der angesprochenen Undynamik des Kampfsystemes ist mir auch unangenehm aufgefallen.
        Das Setting hat mich schon angesprochen..aber die allgemeiner Spielatmosphäre läd mich irgendwie nicht zum verweilen ein.

        Naja..ich habe schon vor das nochmal anzugehen.
        Es wäre nicht das erste Spiel das mich erst nach einer gewissen Spieldauer beginnt zu fesseln.
        http://www.titanic-magazin.de/news/e...der-witz-7003/

        https://www.campact.de/ttip/

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        • #5
          Also das Kampfsystem wird mit der Zeit besser.

          Am Anfang habe ich es so empfunden wie ihr. Gerade der Kampf gegen Tiere läuft einfach nur darauf hinaus den Gegner tot zu klicken und es ist extrem ungerecht, dass gegnerische Treffer die eigenen Attacken unterbrechen, das umgekehrt aber nicht bei allen Monstern klappt.

          Wenn man später aber den heftigen Angriff (ausholen für mehr Schaden), Tritte, die Konterparaden (gegen menschliche Gegner), bessere Pistolen/Waffen/Widerstandsfähigkeit bekommt, fangen die Kämpfe richtig an Spaß zu machen.

          Das Problem dass ich mit dem Spiel hatte waren eher gewisse Bugs, die einen um sehr viel Content betrügen können. Wenn ihr euch irgendwann motivieren könnt das Spiel nochmal anzufangen schreibt mir am besten vorher nochmal, damit ich euch sagen kann worauf ihr achten müsst.

          Mir als alter Gothic Veteran hat Risen 2 wieder viel Freude bereitet. An die Klassiker kommt es nicht ran, aber ich fand die Entscheidung jetzt endgültig das Piraten Thema zu fahren sehr gut. Das Südseefeeling wird auf jeden Fall wunderbar rüber gebracht, das Sammeln der legendären Gegenstände, die passive Boni bringen und einfach so typisch Pirat sind war richtig Klasse.

          Ich habs so empfunden dass man sich ein wenig durch das Spiel kämpfen muss bis man sein eigenes Schiff bekommt. Danach geht es steil bergauf mit dem Spielspaß.

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          • #6
            Erst einmal vorweg: ich hatte mich schon bei der Ankündigung auf das Piratenthema gefreut. Dementsprechend habe ich auch ohne Bedenken diverse Änderungen, wie das Einführen von Schusswaffen akzeptiert.

            Grundsätzlich wurde die Piratenidee recht gut umgesetzt, auch wenn sie deutlich klischeehafter war, als ich es mir erhofft hatte. Das einzig wirklich große Manko war aber natürlich, dass es hier und da Logiklücken und Unstimmigkeiten in der Story gab, zumindest wenn man Bezug auf Teil 1 nimmt, der allerdings auch schon nicht mit viel Hintergrundwissen auftrumpfen konnte.

            Die Gestaltung der Welt ist einfach wieder wahnsinnig idyllisch und lebendig gewesen, sowas kriegt PB einfach immer hin, egal was sie sonst noch alles verpfuscht haben (jedenfalls aus Sicht der Spieler). Gerade auch die Gestaltung der Orte, die zwar größer ausfallen könnten aber dennoch ihre Einzigartigkeit hatten. Besonders die Piratenstandorte waren sehr schön gestaltet, mit ausrangierten Schiffen oder den schrägen Bretterbuden. Rein optisch war Risen also durchaus ein Augenschmaus, wenn man mal morphende Pflanzen oder hier und da aufploppende Gegenstände außer Acht lässt. Was allerdings richtig gestört hat war die Einschränkung in die Horizontale. Es gab zwar Kletterpassagen, diese waren aber eingeschränkt und dank ihrer Gestaltung viel zu offensichtlich. Da kommt dann nicht mehr die Frage: "ob es da wohl hoch geht?", sondern "ach da gehts hoch, wahrscheinlich gibts da auch eine Kleinigkeit". Das war zu deutlich und macht die Erforschung etwas langweilig.

            Inhaltlich gesehen war die Story durchschnittlich und klischeebehaftet, hatte aber zumindest ein paar Lichtblicke. Ich fand in Gothic 1 die Geschichte in so weit bislang am besten, weil der Held am Anfang nicht der große Erlöser ist, sondern einfach nur ein Bote und Gefangene, der in diese Rolle eher zufällig reinrutscht. Seit Gothic 2 geht das ein wenig ab, da man von Anfang an direkt auf die Nase gedrückt bekommt, dass man der große Weltenretter ist. Das macht es für mich etwas unspannend.

            Dafür wurde hier endlich mal die Erzählweise etwas moderner gestaltet durch das Einbauen von kleinen Zwischenszenen. Sowas geht heute zwar sicher noch besser aber für PB Verhältnisse war das schon ein Quantensprung. Für mich gab es auch ein paar überraschende Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, auch das hält die Spannung aufrecht. Sehr gelungen finde ich die Einführung der Eingeborenenstämme und die Gnome, die meiner Meinung nach viel zu kurz gekommen sind.

            Zur technischen seite und zum Gameplay: Da hat sich wohl am meisten verändert.
            Nach dem recht guten Kampfsystem aus Risen 1 (das hätte ich gerne in Gothic 3 gehabt) wurde mal wieder das Mausbutton-Smashing eingeführt. Wenn man da einige Schwertkämpfertalente gelernt hat, gab es durchaus ein paar Abwechslungen und es wurde durchaus dynamischer aber im großen und Ganzen war das so trotzdem Murks. Ich schätze es wurde so umgesetzt, um den Fechtstil der Säbel und Degen besser darstellen zu können aber schön wars trotzdem nicht. Die Fiesen Tricks dagegen waren schon ganz gut und passten sehr gut in das Setting. Auch das Äffchen war toll, da es hier und da verschiedene Lösungsmöglichkeiten ergeben hat. Diverse Alternativen gab es im Spiel übrigens öfter mal, was den Spielspaß durchaus gesteigert hat.

            Das neue Rüstungssystem war ganz gut auch mit den Boni, die man unterschiedlich kombinieren konnte. Die Instantheilung per Knopfdruck ist zwar in vielen Spielen Gang und Gäbe aber ich hätte mir ganz ehrlich eine Trinkanimation gewünscht. Das war bislang immer so ein Alleinstellungsmerkmal von PB Spielen und hat alleine schon zur Atmosphäre beigetragen. Alchemie- und Schmiedesystem hätte man mehr ausbauen können, Schlösserknacken war ziemlich simpel, gerade durch den nicht abbrechbaren Dietrich. Die Fauna war recht gut gestaltet, viele Monster hatten so ihre Eigenheiten was gut war aber oftmals auch etwas frustig wurde, wenn sie entweder zu leicht waren oder den Helden mit den Angriffen quasi nicht reagieren lassen haben.

            Unschön fand ich auch die dauernden Zahlenangaben beim Truhen knacken, Taschendiebstahl oder in Dialogen. Natürlich braucht man irgendein Feedback zu seinen eigenen Talenten aber dann lieber ein Feedback durch den Text. So war das Taschendiebstahlsystem in Gothic 2 mit den Stufen alle 20 Geschickpunkte wesentlich besser. Dort wurde nur durch "leicht", "einfach" oder "sehr schwer" vermittelt, dass man es lassen sollte oder doch schon loslegen kann. Auch die Gothic 3 Truhen haben durch ihre Betitelung klar gemacht, ob es funktionieren kann oder nicht. Insgesamt muss man schon sagen, dass viele Vereinfachungen in das Spiel eingebaut wurden, um den angeblichen momentanen Standard zu genügen. Am Ende jedoch schmälert das aber nur die Atmosphäre.

            Das HUD wurde kurz gehalten, dafür gabs ein Vollbildinventar. Dies wurde gut gestaltet und hat einen am Ende nicht ganz so stark aus dem Spiel gerissen. Dass man dann während eines Kampfes pausieren und sich einfach wieder aufladen konnte, ist natürlich wieder eine andere Frage.

            Das Schiff und die Crew hätte PB deutlich ausbauen können auch die Interaktion mit der Crew ist eher gering gewesen auch wenn sie sich vereinzelt mal an Gesprächen beteiligt haben. Im Großen und ganzen waren die Begleiter aber nur Kämpfer, um einen das Leben etwas leichter zu machen.

            Es gibt sicherlich noch ein paar andere Dinge, die noch aufzuzählen sind, ich will aber jetzt lieber ein Fazit geben.

            Mir persönlich hat Risen trotz einiger Unzulänglichkeiten durchaus Spaß gemacht. Es wäre nur schöner, wenn es von allem ein wenig mehr gegeben hätte (größere Städte, z.b. Caldera), viele Geschichten und Charaktere mehr Tiefgang gehabt hätten und einige gute Gameplayelemente der letzten Spiele nicht einfach wegrationalisiert worden wären. Ich fand das Piratensetting toll und kann mich auch damit anfreunden, wenn es im nächsten Spiel wieder kommt. Allerdings muss PB in Sachen Gameplay und Präsenation dann noch eine kräftige Schippe drauflegen. Das kennen wir durchaus besser von ihnen.
            WorldOfRisen.de | WorldOfGothic.de | OnlineFussballManager | STUniverse

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            • #7
              Ich muss mich da Kiko82 anschließen, das Spiel hat mich gut unterhalten aber es hätte mit nur etwas mehr Feinschliff gefühlte eine Million mal besser sein können.

              Mir hat das Spiel Spaß gemacht, aber dafür den halben Preis zu zahlen genügt auch. Da sind sehr gute Ansätze in dem Spiel (das Setting und wie es sich auf Skills und Perks auswirkt fand ich klasse. Z. B. das diebische Äffchen, und die legendären Gegenstände waren auch ne super Idee. Dazu mochte ich das Südseeflair, was die Inseln versprüht haben, vor allem auf Antigua), aber irgendwie kratzt das alles nur an der Oberfläche. Gerade wenn man denkt, oooh, jetzt wird eine Quest/ein Dialog/eine Charakterentwicklung/ein Kampf richtig gut, ist es auch schon wieder vorbei. Kein Wunder, dass man mit dem Spiel gerade man 30 Stunden beschäftigt ist - und das, wenn man jeden Stein umdreht.

              Mir haben z. B. die Geschichten um Garcia und Slayne besonders gut gefallen, die Questreihen dazu hätten aber gerne noch ein Stück länger sein können. Z. B. noch ein oder 2 Missionen mehr Zusammenarbeit mit Slayne bevor man ausgesetzt wird. Und vielleicht ein anderer Questablauf im Tempel des Feuers, wenn man Garcia nicht rechtzeitig enttarnt. So halten sich die Auswirkungen der einzelnen Entscheidungen die man während einer Questreihe trifft doch in Grenzen.

              Und was war bitte mit den ganzen Tempeln los? Das ist ja wie im neuen Tomb Raider! Haufenweise kleine Gräber aber jedes mit nur einer popligen Falle gespickt und die Besonderheit der Schätze hält sich auch in Grenzen. Man, wie cool war das noch in Gothic 1 Uriziel zu holen, in dieser unterirdischen Anlage? Und selbst bei nicht Plot-Relevanten Waffen und Schätze hatte man sich da ne schöne Präsentation einfallen lassen, wie mit dem Zweihänder in dieser leuchtenden Höhle mit den Sekelettkriegern in Teil 2. Man. Was Risen 2 am Besten konnte, war, mich in Wehmut nach Gothic 2 entbrennen zu lassen. Verdammt.

              Von dem Schiff war ich auch eher enttäuscht. Ich hatte gehofft, man könnte damit mehr machen, als nur von A nach B fahren, und je eine Losfahr- und eine Anfkunfts-Sequenz bewundern. Wozu hab ich Kanonen, wenn ich die nicht benutzen kann? (Ich mag halt Segelschiffe mit Kanonen, ok? )

              Voodoo hab ich im Kampf so gut wie nie genutzt (erster Durchgang als Nahkämpfer auf Seiten der Dörfler. Hab einen mit Schusswaffen für die Inquisition angefangen, den ich mal zuende spielen sollte. Schusswaffen sind schon verdammt mächtig, aber ich fand auch schon vor dem dazupatchen des Ausweichmanövers den Nahkampf sehr spaßig. Zumindest gegen menschliche Gegner, da man dann gut blocken kann ), aber den Einsatz bei Questlösungen fand ich genial. Die Stellen, in denen man von anderen Leuten Besitz ergreift und dann ihr Leben ruiniert sind einfach köstlich. Fies, aber köstlich. Wieder so eine absolut geniale Idee, die an ein an sich viel zu schwaches Spiel verschwendet ist.

              Ich hab auch an jeder Stelle, an der es ging die "genug geredet" Funktion genutzt. Ok, das waren nur 5 oder 6 Dialoge bei denen es möglich war, aber es war einfach cool. Dafür hab ich den Skillpunkt gerne rausgeschmissen.

              Verschwendet fand ich auch die Begleiter. Die hatten viel zu wenig zu sagen. Die hätten sich in mehr Dialoge einmischen müssen und mehr eigene Ziele, Wünsche und Sorgen haben sollen, damit man sie richtig als Charaktere wharnehmen konnte. Ich weiß, das hier ist kein Biowarespiel, in dem einem jeder Begleiter erstmal seinen kompletten Lebenslauf einreicht, bevor man einen Meter gehen darf, aber ein bisschen mehr Eigeninitiative hätte den Figuren hier nicht geschadet, um Persönlichkeit zu entwickeln. Und so richtig nützlich fand ich die auch nie. Gut, Chani heilt einen ab und zu, wenn sie gut drauf ist, und Venturo haut mit der Flinte eigentlich alles weg. Aber die anderen Begleiter? Die Hexendoktor und den Gnom hab ich eigentlich nie benutzt, obwohl ich die Gnome niedlich fand. Und Patty hab ich eigentlich immer nur wegen dem Plot rumgeschleppt, oder einfach, weil sie Patty ist.

              Aber große Auswirkungen, welchen Charakter man nun wohin schleppt, gab es in dem Spiel eigentlich nicht. Besonders ärgerlich fand ich das, als Voodoo-Spieler z. B. bei Patty wenn man das Auferstehungszepter benutzt. Man plaudert mit dem Geist, kann ihn sogar als zweiten Kampfgefährten einsetzen, aber von Patty kommt gar keine Reaktion darauf, dass

              Spoiler
              man eben ihren toten Vater beschworen hat
              . Das zerstört vollkommen die Immersion in die Spielwelt.


              So hätte man sich auf ein, zwei Begleiter konzentrieren sollen, die halt besser in NPC-Dialoge und Quests integriert sind, und die anderen hätte man dann nach Erfüllung der Quests, die mit ihnen zu tun haben, verschwinden können (der Gnom hätte sich z. B. allein auf die Suche machen können, nachdem man die Insel der Diebe verlassen hat).

              Das Spiel hat mir Spaß gemacht, aber es tut mir Leid diese ganzen coolen Perks und das tolle Setting in einem Spiel zu sehen, dass nicht grottig, aber eben auch nicht viel besser als mittelmäßig und hier und da ganz spaßig ist. Da hätte so viel mehr gemacht werden können.
              Zuletzt geändert von Moogie; 21.08.2013, 12:31. Grund: FEINFLISCH!
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              • #8
                Hey nichts gegen Jaffar, der war toll. Wenn man ihn mitnimmt, gibt er hin und wieder auch ein paar nette Kommentare in seiner ganz eigenen Art der Sprache. Was aber natürlich auch wieder zu wenig vorkam. Und wenn er nicht dauernd für einen die Sachen aufsammeln würde und dabei noch einen Anteil behalten würde, hätte ich ihn auch öfters mitgenommen.^^
                Außerdem kam er auch viel zu spät, wenn man nicht direkt nach Antigua fährt.

                Aber im Vergleich zu vielen, die jammern, es gibt keine Offensivmagie, muss ich sagen, dass mir der Voodoo-Kram gut gefallen hat. Natürlich gibt es in dem Sinne keine Offensivmagie, man kann damit aber Gegner schwächen oder aufeinander hetzen. Und dann noch die angesprochenen Voodoo-Aktionen, mit denen man Leute manipulieren kann. Also den Weg sollten die Spieler auf jeden Fall auch mal einschlagen um diese Dialoge mal richtig mitzubekommen.
                WorldOfRisen.de | WorldOfGothic.de | OnlineFussballManager | STUniverse

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                • #9
                  Ich sagte ja, die Gnome sind niedlich. Nur wirklich toll als Begleiter war Jaffar auch nicht.

                  Ich hab die Magie auch nicht vermisst, und das obwohl ich in RPGs leidentschaftlich gerne mit Feuerbällen um mich schmeiße, wann immer ich kann. So wie man Vodoo integriert hat (Questlösungen, Buffer), war das schon ganz sinnhaft, und zumindest ein Schritt weg vom üblichen RPG-3-Klassensystem. Das Spiel hat einfach keine offensive Magie erfordert, und wie ich schon erwähnt habe, haben die Voodoo-Only Lösungswege für Quests unheimlich viel Spaß gemacht. (auch davon hätte es mehr geben können ... wie bei so vielen Dingen im Spiel )
                  Los, Zauberpony!
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