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Darksiders

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  • Darksiders

    Der Tag der Apokalypse ist gekommen. Das glaubt zumindest Krieg, einer der Vier Reiter der Apokalypse und macht sich auf Richtung Erde, um sein schreckliches Werk zu vollstrecken - und den Endkrieg über die Menschheit zu bringen. Dort angekommen stellt er fest, dass die Kämpfe zwischen Himmel und Hölle schon längst am laufen sind, was das Gleichgewicht der Welten gefährdet und ihn seine Kräfte kostet. Geschlagen zwischen den Fronten muss Krieg sich für seinen angeblichen Hochverrat vor dem Hohen Rat verantworten, der ihn alleine für den Ausbruch der Apokalypse verantwortlich macht. Doch Krieg wurde von jemandem hereingelegt und erhält schließlich die Chance seine Unschuld zu beweisen - unter der Voraussetzung, dass er einen dämonischen Beobachter als Aufpasser akzeptiert. 100 Menschenjahre nach der Apokalypse betritt Krieg die Ruinen der Menschheit, um den wahren Verräter zu finden...
    Darksiders ist jetzt schon zwei Jahre alt, aber ein dennoch sehr gutes Spiel. Im Grunde ist es ein Mix aus God of War (get it? War? ) und Legend of Zelda. Man schlachtet Monster aus Himmel und Hölle gleichermaßen, löst Puzzle und sammelt wie in Zelda Truhen mit Schätzen und Gegenständen ein. Dazu kommt noch der ein oder andere Bosskampf und man hat einen sehr ausgewogenen Mix.

    Die Präsentation kann sich echt sehen lassen: Toll designte Levels und von Comiczeichner Joe Madureira entworfene Charaktermodelle, ein passender orchestraler Soundtrack und ausgewogenes, wenn auch teilweise etwas kryptisches Gameplay. Leider ist der eigentliche Protagonist ein extrem hölzerner Zeitgenosse.
    Bei den Sprechern sticht natürlich Mark Hamill hervor als der Beobachter. Leider kopiert er nur seine schon lange bekannte Joker-Stimme, aber das muss ja im Grunde nichts schlechtes heißen.

    Ich hatte Darksiders zuerst auf PC gespielt und schnell wieder deinstalliert. Die Steurung mit Maus und Tastatur war so schlecht, dass es eine regelrechte Qual wurde. Jetzt hab ich die PS3-Version durch meine Plus-Mitgliedschaft kostenlos erhalten und bin äußert angetan davon. Es ist absolut kein perfektes Spiel, aber es ist eine verdammt gelungene Abwechslung im Action-Einheitsbrei.

    Bin mal gespannt auf die im August kommende Fortsetzung. In Darksiders II spielt man ja Tod.
    Dessen Sense ist ja im ersten Darksiders eine sekundäre Waffe für Krieg.
    Zuletzt geändert von Ductos; 12.06.2012, 17:03.
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  • #2
    Hm... ich spiele Darksiders ausschließlich mit Tastatur. Ich hatte es auch mit dem x-Box Controller versucht, komme mit der Tastatur aber wesentlich besser zurecht und auch keine Probleme bei den Rätseln oder kämpfen. Ist wohl alles Gewöhnungssache.

    Wundert mich aber, dass wir noch keinen Thread zu dem Spiel haben. Ich geb zu, ich hatte es mir damals nur gekauft, weil es so wenig Spiele (für den PC) gibt, die mounted combat bieten. Ich bin ja im Herz doch ein kleines Mädchen, das man stets mit Ponies locken kann, und wenn ich mal wieder Lust auf Darksiders habe, starte ich dann auch oft einfach mal in den Ashlands, damit ich schnell an mein Pferdchen komme.

    Von daher hat mich auch die Meldung gefreut, dass man in Darksiders 2 als Tod gleich von anfang an sein treues Geisterpferd zur Verfügung haben wird. Der Titel ist übrigens auch schon seit Monaten vorbestellt. Selbst wenn der genau wird, wie der erste, heißt das immer noch, dass das Spiel mir viel Spaß bringen wird. Das Design sieht auch schon wieder extrem gut aus, ich stehe sehr auf den Comic-Look. Kein Wunder, Lead-Designer ist ja Joe Madureira.

    Da ich ja keine Konsole besitze, und noch nie eine besessen habe, habe ich auch nie Zelda oder God of War gespielt, von daher ist es mir reichlich egal, wie viel das Spiel von den Titeln dreist klaut.
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    • #3
      Moogie hatte mich davon überzeugt, doch noch mal der PC-Version eine Chance zu geben. Zugegeben, zuerst war es umständlich, aber spätestens als ich die Zwielichtkathedrale betreten habe, hatte ich die Steuerung verinnerlicht. Steuert sich auch ganz gut, aber ich bevorzuge dennoch die Konsole.

      Trotzdem hab ich Darksiders auf PC zuerst durchgespielt.

      Der Gesamteindruck ist ungetrübt. Ein tolles Spiel mit genialem Gameplay, etwas zu einfachen Rätseln und viel Nebenbeschäftigung. Leider wird das Spiel zum Ende hin etwas zu einfach. Mit der abyssischen Rüstung, allen Lebenscontainern und den legendären Waffenverzauberungen hab ich gegen den letzten Boss gerade mal ein Zehntel meiner Lebenspunkte verloren, bevor ich ihn auf die Matte geschickt habe. Auch fand ich es schade, dass man sehr wenig mit Ruin unterwegs ist. Zu wenig Reitergameplay für einen Reiter der Apokalypse.
      Aber das Kämpfen hat großen Spaß gemacht. Es hat schon etwas unglaublich befreiendes, wenn man mit dem Schwert ausholt und alle getroffenen Gegner in Flammen aufgehen. Dennoch hab ich immer noch nicht verstanden, wie Krieg eigentlich dazu kommt, die Sense von Tod in den Kampf zu tragen.

      Insgesamt ein absolut spielenswerter Titel! Mach mich sicher noch ein zweites Mal dran, diesmal auf Schwierigkeitsgrad Apokalyptisch.

      Der Steam-Version liegt auch der hörenswerte Soundtrack und der Prequel-Comic bei. Beides sind tolle Beigaben, die ursprünglich nur Teil der PC Hellbook-Edition waren.


      Jetzt steck ich aber im Dilemma:
      Darksiders II erscheint am 17.August und ich möchte es unbedingt spielen, aber am selben Tag erscheint auch Sleeping Dogs, ein anderer Titel auf den ich mich sehr freue.
      Bestell ich jetzt beide oder warte ich auf einen der beiden?
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      • #4
        Als ich das Spiel gekauft hab gab es nur die Hellbook Edition ... aber für 19 Euro, das war schon in Ordnung, und das Artbook ist einfach super. Ich mag den Stil.

        Ich weiß nicht, was Sleeping Dogs den Vorbestellern verspricht, aber was Darksiders 2 angeht gibt es für Vorbesteller in Deutschland, Schweiz und Österreich die "First Edition" zu erwerben, die alle DLCs enthält.

        Die ist angeblich limitiert:

        Die "First Edition" als limitierte Erstauflage von Darksiders II ist im Rahmen einer Vorbestellung oder am Tag der Erstveröffentlichung am 26. Juni 2012 im Handel erhältlich.
        via 4players
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        • #5
          Na ja, ich schätze mal, dass THQ das ähnlich machen wird wie bei Warhammer 40k: Space Marine. Dort gab es auch eine First Edition, die noch monatelang im Handel erhältlich war.

          Nichtsdestotrotz hab ich meine Vorbestellung für PS3 gemacht. Freu mich schon drauf

          Inzwischen hab ich Darksiders auf PS3 bis zur Platintrophäe durchgespielt.
          Bei meinem zweiten Playthrough auf Apokalyptisch hab ich die Abgrundrüstung in mein neues Spiel übertragen. Die macht es einem doch sehr viel einfacher.
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          • #6
            Wobe, den ersten Apokalyptisch-Durchgang mit Abgrundrüstung zu spielen schon fast schummeln ist. Das ist ja so einfacher als ohne Rüstung auf normal.

            Ich hab immer noch nicht alle Trophäen. Die PC-Version ist da leider ein bisschen verbuggt. Na ja, was soll's. Lieber verbuggte Achievements als verbuggte Quests.
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            • #7
              Im Moment gibts ja so eine dicke fette Aktion auf Steam. Hab mir da Darksiders geholt und muss sagen cooles Spiel. Aber es gibt da auch einiges zu bemängeln. Die Steuerung ist furchtbar. Mit capslock + nummer kann man seine Wrathfähigkeiten einsetzen oder einen heiltrank nehmen. Nur leider ist es unmöglich im Kampf das Ganze zu machen, ohne dass man mehr Schaden nimmt, als man mit z.B. den Speeren, die aus dem Boden kommen, macht. Des Weiteren ist der Schwierigkeitsgrad sehr unstetig. Ich habe gestern abend Tiamat besiegt. Das war ne schwere Geburt sag ich euch

              Die Jump and run-Einlagen in Tiamats Burg waren auch viel zu lang. Dann wünscht man sich Action und muss einen waypoint gleich ein halbes Dutzend mal machen, weil ein kleiner Fehler den Kampf entscheiden kann. In der selben Burg gibts nen Raum, wo nur 3 Skelettkrieger kommen...

              Aber sonst ein tolles Spiel. Originelles Szenario/Story, tolle Inszenierung, kleine RPG-Elemente (lvl up der Waffen u.ä.).

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              • #8
                Tiamat ist wirklich eine harte Nuss und ich hab Dutzende Anläufe gebraucht, weil ich dachte, meine Wurfklinge würde keinen Schaden an ihr machen.
                Aber: Die Bosse danach sind regelrecht lächerlich.

                Ja, das mit den Wrath-Attacken ist nervig. Auf der Konsole muss man L1 drücken und dann eine der Symboltasten. Das ist auch nur bedingt weniger umständlich.
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                • #9
                  Auf die Wrath-Fähigkeiten hab ich ehrlichgesagt bisher in jedem Durchgang so gut wie vollständig verzichtet. Einzige Ausnahme ist, dass ich auf Apokalyptisch ab und zu die Steinhaut benutze. An deiner Stelle würd ich mich eher darauf konzentrieren das Schwert und für große Gruppen kleinerer Gegner die Sense oder die Luft-zu-Boden-Attacke des Tremor Gauntlets hochzuskillen (letztere macht im Iron Canopy besonders viel Spaß und die Sense hält einem in den Aufzugsegmenten im Black Throne die Gegner vom Leib).

                  Der absolut nervigste Bossgegner ist für mich eindeutig der Stygian. Einfach weil es ewig gedauert hat, bis ich kapiert hab, wie ich beim Reiten vernünftig nach hinten schießen & treffen kann (das ist die einzige Situation, in der ich lieber mit dem X-Box Controller statt mit der Tastatur spiele)... und dann bin ich trotzdem alle 2 Minuten in eine Wand geritten. Argh!
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                  • #10
                    Darksiders hab ich zuletzt vor sicherlich 1,5 Jahren gespielt. Das Spiel hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es war für mich weder zu schwer noch zu leicht. Die meiste Zeit hab ich mit Schwert und Sense gespielt. Den Handschuh fand ich irgendwie zu schwach, aber ich hab ihn trotzdem ab und zu benutzt.Darksiders 2 ist schon vorbestellt (Das ist bei mir eine Ausnahme, bei über 95% der Spiele warte ich erst den Test ab).

                    Ich weis allerdings nicht warum sich immer wieder Leute (auch bei Darksiders 2) über die PC-Steuerung beschweren. Ich hab das Darksiders 1 ohne größere Schwierigkeiten auch mit Maus und Tastatur durchspielen können. Ich denke das wird auch bei Darksiders 2 möglich sein.

                    Aber: Die Bosse danach sind regelrecht lächerlich.
                    Also für mich war auch Tiamat etwas schwierig (postiv gemeint).Wirklich Lächerlich waren die danach allerdings nicht unbedingt. Zumindest bei der Spinnenkönigin und dem Wüstenungeheuer hab ich schon ein paar Versuche gebraucht.
                    Lächerlich finde ich allerdings übertrieben. Dann müsste ich sämmtliche Bosse aus allen neueren Zeldas erbärmlich oder jämmerlich nennen. Ok eigentlich stimmt das ja...

                    Die Tests für Darksiders 2 sind übrigens auch schon draussen. Es wird zwar etwas an der Grafik rumgemeckert, aber das ist mir persöhnlich egal.
                    Darksiders 2: Test von PC Games - PC GAMES
                    Darksiders II: Test (Action, PlayStation3, 360) von 4players.de

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                    • #11
                      Habe jetzt schon eine ganze Weile den zweiten teil gespielt und bilde mir ein, dass mir der erste Teil ein wenig mehr Spaß gemacht hat. Die Rätsel wiederholen sich mir zu oft (was sicher auch daran liegen kann, dass es im zweiten Teil weniger spezielle Waffen gibt -- kein Crossblade, keine Objekte, die die Zeit anhalten, etc. ). Ein frustrierend schweres Rätsel ist mir allerdings auch noch nicht begegnet.

                      Das wäre alles nicht so schlimm, wenn ich nicht das Gefühl hätte, dass auch die Kampfoptionen ziemlich gestutzt wurden. Die Bosskämpfe machen so ziemlich alle noch viel Spaß, aber das normale Gemetzel kommt mir etwas zu stumpf vor. Death hat mehr Waffen zur Verfügung als War, aber pro Waffe weniger Moves. Und da ich irgendwie mittlerweile nur noch Besessene Waffen benutze, krieg ich von den meisten Moves nichts mehr zu sehen. (Nur, weils netter aussieht, zieh ich mir doch keine Klauen an, wenn ich eine dicke Axt mit fettem Life-Leech und 30%iger Execution Chance habe ...)

                      Abwechselung fehlt mir auch bei den Gegnern. Die meisten sind zwar wunderbar ausgedacht, aber pro Welt gibt es gefühl nur 4-5 verschiedene "normale" Gegner. Das ist etwas wenig. Vor allem, wenn man bedenkt wie groß die einzelnen Welten sind. (Vor allem die erste. Die find ich fast etwas zu groß). Dazu passend: Ein paar der Side-Quests sind bei der größe der Welt und der Menge der zu finden Collectibles ein Witz. 40 Seiten fürs Buch der Toten? Gut. Kann ich machen. Aber WIE VIELE Steinsplitter soll ich für den Golem finden? Und die leuchten nicht mal so schön auffällig, wie die anderen Collectibles. Die spinnen doch, die Entwickler.

                      Dafür sind die Wrath-Fähigkeiten wesentlich besser integriert, endlich benutze ich mal! Nein, ich MUSS sie sogar benutzen, weil sich einige Kämpfe sonst unsagbar lang hinziehen oder unglaublich schwer gestalten würden (z. B. gegen diese blöden Untoten Generäle, die ständig blocken). Es gibt weniger, dafür sind sie über einen Skill-Tree wunderbar ausbaubar.

                      Ich find's auch etwas schade, dass das Pferd so optional ist. Im ersten Teil hatte man immerhin die Sandwürmer, die man nur mit seinem treuen Pony bezwingen konnte. Im zweiten gibt es zwar auch einen Bosskampf, bei dem das Pferd ganz nützlich ist, den man aber auch zu Fuß bestreiten kann. So geht dem Gameplay wieder etwas Abwechslung flöten.

                      Das Spiel hat allerdings auch viele Wow-Momente. Allein der Prolog haut einen schon weg. Wie viel Lore in dem ersten Gespräch zwischen Death und Crowfather steckt, und trotzdem wirkt es spannend und nicht wie ein Infodump. Perfekt! Man hat keine Ahnung, was da vor sicht geht, aber man will mehr. Und die Inszenierung des Eternal Thrones ist schon verdammt beeindruckend. Ebenso der erste "richtige" Bosskampf am Ende der Forge-Lands Hauptquest.
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                      • #12
                        Eine gute Sache hat THQs momentane Lage: Der Preis für ihre Spiele fiel auf regelrechtes Ramschniveau.

                        Anders kann ich es mir nicht erklären, dass sie bei Steam für Darksiders komplett nicht mal 14 € verlangen. Und mit komplett meine ich auch wirklich alles bis jetzt erschienene, inklusive allem DLC für Darksiders II. Eigentlich ja traurig, wenn man bedenkt, dass es vor vier Monaten erst erschien

                        Jedenfalls hab ich Darksiders II jetzt auch und werde es mal antesten. Es soll ja...anders sein als der Vorgänger.
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                        • #13
                          So, bin jetzt in den Ländern der Toten. Hier mein erster Eindruck:

                          Darksiders II ist ein riesengroßes Spiel in absolut jeder Hinsicht - und genau das halte ich auch für sein größtes Problem: Es ist ZU groß für seine eigenen Ambitionen.
                          Das mag zunächst mal daran liegen, dass es sich zwar genau so spielt wie sein Vorgänger, aber von der alten Formel abweicht. Neben Zelda und God of War wirft man Diablo noch in den Mix. Das mag einerseits nett sein für den eigenen Umfang, aber andererseits verliert man einfach den Fokus.
                          Was ich damit meine? Nun, im ersten Darksiders hat man immer genau gewusst, was man als nächstes machen will oder muss. Man sucht ein Gebiet auf, durchkämmt es nach Gegenständen und löst seine Ziele ein. Daneben bekämpft man eine große Anzahl unterschiedlicher Gegner. Auch etwas, was Darksiders II nicht hat, denn die Gegner variieren fast nur über jeweilige Zonen hinweg.
                          Simpel, aber doch herausforderend. Aber in Darksiders II hat man so viel zu tun, dass es für einen Komplettionisten wie mich fast unmöglich ist, sich auf ein Ziel zu konzentrieren. Was mich zu Moogies Zitat bringt:

                          Zitat von Moogie Beitrag anzeigen
                          Ein paar der Side-Quests sind bei der größe der Welt und der Menge der zu finden Collectibles ein Witz. 40 Seiten fürs Buch der Toten? Gut. Kann ich machen. Aber WIE VIELE Steinsplitter soll ich für den Golem finden? Und die leuchten nicht mal so schön auffällig, wie die anderen Collectibles. Die spinnen doch, die Entwickler.
                          Wie wahr, wie wahr. Kann ich nur unterstreichen.
                          Der erste Teil hatte eine überschaubare Zahl an Sammelgegenständen und ich hab mich immer toll gefühlt, wenn ich auf eigenem Wege eines finden konnte. Aber Darksiders II hat so viele davon, dass es nahezu bedeutungslos wird. Was für einen Grund habe ich eigentlich, all die Relikte, Steine und Seiten zu finden, wenn ich jederzeit bessere Gegenstände im Kampf gegen normale Gegner kriegen könnte?

                          Aber mal zu ein paar guten Dingen: Der Soundtrack ist einmal mehr fantastisch, genau so wie der altbekannte Artstyle. Tod ist außerdem ein sehr viel besserer Spielercharakter als Krieg, weil er eine weit glaubwürdigere Persönlichkeit hat. Auch seine Fähigkeitenpalette ist toll und macht endlich mal Spaß zu benutzen. Dazu kommen noch einigermaßen gute neue Charaktere.

                          Grafisch gesehen ist das Spiel eine Enttäuschung. Und damit meine ich nicht im Sinne der heutigen Generation: Darksiders I lässt seinen Nachfolger schon alt aussehen - und einmal mehr sehe ich seine Größe hier als dicksten Nachteil.
                          Als ich in den Forge Lands zum ersten Mal die Zwischenzone betrat, wo man später gegen den ersten echten Boss kämpft hab ich gedacht: Das ist doch nicht euer Ernst. Eine riesengroße leere Wiese? Das war doch...extrem ernüchternd nach den vielleicht kleinen, aber liebevoll designten Arealen im ersten Teil.

                          Werde ich Darksiders II durchspielen? Keine Frage.

                          Aber ich bin doch etwas enttäuscht darüber, dass man in zu großen Dimensionen gedacht hat und dabei ein wenig außer Acht ließ, was die Erfolgsformel eigentlich mal war.
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                          • #14
                            Ich habe nun auch während der Reduzierung zugeschlagen und mir Darksiders geholt und ich muss sagen: Ich halte das Spiel für komplett überbewertet.

                            Das Setting ist an und für sich schon sehr interessant gewählt, aber so richtig anfreunden kann ich mich mit der Grafik nicht. Was in Team Fortress noch den Charme ausmachte, zerstört Darksiders für mich: Die Umgebung ist einfach zu sauber, die Texturen leuchten zu sehr, ohne dass es dafür einen wirklichen Grund gibt. Detailreiche Arbeit hätten hier eine Menge ausgemacht.

                            Darüber könnte ich auch noch hinwegsehen, wenn die Steuerung nicht wäre. Selten habe ich etwas derartig unspektakuläres erlebt. Bisher beschränkt sich das Kämpfen darauf, möglichst häufig "X" zu drücken und dann bei Gelegenheit für einen Special-Move "B". Bereits nach dem ersten Level hing mir dies zum Halse raus. Ich mag eventuell von dem genialen Kampfsystem aus Dark Souls verwöhnt sein, aber dieses billige "ich-prügel-immer-auf-die-gleiche-Taste-bis-der-Gegner-umfällt" gefällt mir überhaupt nicht. Dass man Gegenstände aufheben und werfen kann ist nett, aber das wars dann auch schon.
                            "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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                            • #15
                              Die späteren Dungeons werten das Spiel zum Glück noch erheblich auf. Sehr gefallen haben mir die Säuberungskristalle im Zusammenspiel mit dem korrumpierten Wasser.
                              Auch die Stadt der Toten ist überraschen stark designed.

                              Aber auch die Größe macht sich immer mehr bemerkbar. Z.B. sammle ich gerade Seiten aus dem Buch der Toten, bis ich auf ein Problem stieß: Es lässt sich unmöglich leicht nachprüfen, welche Seiten ich schon gesammelt habe und welche nicht. Um das Buch also zu vervollständigen müsste ich praktisch alle möglichen Bereiche nochmal absuchen und ehrlich gesagt habe ich besseres zu tun. Will gar nicht daran denken, wie nervig das mit den Steinen sein muss.

                              Oh ja und dann ist da noch ein Level, den ich als absoluten Tiefpunkt der Reihe bezeichnen kann: Das Level auf der Erde.
                              ...Ein schlechtes und viel zu langes Third-Person Shooter Segment, in dem man dreimal (!) gegen den selben Minibosstyp kämpft...ugh...
                              Am meisten hat mich gestört, dass man bekannte Gegner aus dem ersten Darksiders hier als bewegliche Zielscheiben zweckentfremdet.
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